Pep Guardiola hat den Ball am Fuß und viel Raum vor sich. Raúl bietet sich an, indem er aus dem Strafraum heraus entgegen kommt, weder Manndecker Schöttel noch Libero Feiersinger erwarten den Pass. Raúl bekommt den Ball, dreht sich, legt schnell rechts auf Nebenmann Urzaiz ab und zieht wieder in den Strafraum hinein. Urzaiz gibt den Ball auf Raúl zurück, dieser steht vor Wohlfahrt, zieht ab, trifft. Das 1:0 für Spanien, fünfeinhalb Minuten sind gespielt.
Valencia, 27. März 1999, 21.50 Uhr. Das Unheil nimmt seinen Lauf.
Für Andi Herzog war es ein besonders süßer Triumph, für Österreich eine besonders dämliche Niederlage: Ein vor allem in der ersten Halbzeit erschütternd schlechtes Team aus Israel besiegt das ÖFB-Team mit 4:2. In der EM-Qualifikation steht Rot-Weiß-Rot damit nach zwei Spielen immer noch bei null Punkten – der schlechteste Start seit der EM-Quali für 1992.
Karma ist eine Bitch. Im letzten Herbst zeigte das ÖFB-Team im Grunde keine einzige gute Leistung und fuhr dennoch recht gute Resultate ein. Nun, zum Auftakt in die EM-Quali gegen Polen, war es umgekehrt: Eine über weite Strecken sehr vorzeigbare und auch durchdachte Darbietung hatte eine 0:1-Heimniederlage zum Resultat.
Zum Auftakt des zweiten Bewerbs unter Teamchef Franco Foda muss sich das ÖFB-Team gleich in zwei der drei schwierigsten Gruppenspielen beweisen. Mit Polen empfängt Österreich den Konkurrenten um Platz 1, mit Israel den ersten Verfolger des Top-Duos mitsamt seinem sehr österreichischen Trainerstab. Die Erwartungshaltung, die aktuellen Entwicklungen und alle Antworten auf eure Fragen gibt es in dieser Folge des Ballverliebt.eu Fußball Podcast. Viel Spaß!
Die Teilung ist da! Erstmals seit dem Winter 1992/93 wird in der österreichischen Bundesliga wieder nach einem Doppel-Durchgang getrennt und die Punkte halbiert. Wir spielen uns also ein bisschen mit Zahlen und Tabellen. Einerseits, um die bisherige Saison ein wenig zu analysieren. Andererseits, um Prognosen für die verbleibenden zehn Spieltage abgeben zu können.
Mit Salzburgs 3:1-Sieg gegen Napoli endete die Europacup-Saison 2018/19 für Österreichs Verteter. Es war eine erfolgreiche Spielzeit, womöglich reicht es sogar, um den Champions-League-Fixplatz zu halten – das hängt davon ab, wie sich Ajax im CL-Viertelfinale schlägt.
Zum zehnten bzw. elften Mal haben heimische Teams eine internationale Gruppenphase überstanden. Erst zum zweiten Mal waren sogar ein rot-weiß-rotes Duo erfolgreich. Darum blicken wir kurz zurück: Das waren die elf Teams, die eine Gruppenphase in der Champions League (seit 1992/93) und UEFA-Cup bzw. Europa League (seit 2004/05) überstanden haben.
Ungeschlagen, als Gruppensieger und mit dem vierten Platz im Gepäck reisen die ÖFB-Frauen vom Cyprus Cup nach Hause. Mindestens ebenso wichtig wie die beiden Siege (4:1 gegen Nigeria und 1:0 über die Slowakei) sowie die beiden 0:0-Remis gegen Belgien sind aber die inhaltlichen Fortschritte. Vor allem beim radikalen neuen Ansatz in der Spieleröffnung ist einiges weitergegangen.
Egal was noch kommt, die große Überraschung im Champions-League-Achtelfinale ist schon passiert. Ajax hat bei Real Madrid gewonnen. Was das im Kampf mit den Niederlanden für den österreichischen UEFA-Ranglistenplatz und Champions-League-Fixplatz bedeutet? Nichts Gutes.
„Die Reichen werden immer reicher. Wie den Menschen geht es auch den Fußballclubs. Wie spannend ist der Sport noch, wenn immer dieselben gewinnen? Wir haben da eine Idee„, das verspricht Zeit.de-Sportchef Christian Spiller in seinem Text „Wie ich glaube, den Fußball zu retten„. Wir finden, darüber lohnt es sich zu reden und diskutieren. Also haben wir Christian in unseren Podcast geladen und genau das gemacht. Können wir den Fußball vor der Moderne retten? Wollen wir das eigentlich wirklich? Und lohnt es überhaupt?
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