„Als ganz großen Favoriten würde ich uns nicht sehen“, sagte der eine. „Dass wir klarer Favorit sind, bringe ich nicht über die Lippen“, sagte der andere. Wer hat’s gesagt? Das zweite Zitat stammt von Didi Constantini im Herbst 2009 vor einem WM-Quali-Spiel gegen die nicht gerade als Fußball-Weltmacht bekannte Truppe aus Litauen. Das erste stammt von ÖFB-Frauen-Teamchef Alex Schriebl am Tag vor dem WM-Quali-Spiel der ÖFB-Frauen gegen Slowenien, den klar schwächsten der drei Gruppengegner.
Tags darauf gab es eine wirklich erschütternde Vorstellung im Nebel der slowenischen Adria-Küste, ein 0:1 ohne einen einzigen echten Torschuss. Die Katastrophe von Koper stellt den österreichischen Frauenfußball vor eine Weggabelung, endgültig. Eine knappe Heimniederlage gegen Norwegen, wie ein paar Tage zuvor in der Südstadt, lässt sich abmoderieren, dem seltsam defensiven Ansatz zum Trotz.
Doch schon bei diesem Spiel, dem gegen Norwegen, fühlte man sich ein wenig an „Moon Over Bourbon Street“ erinnert, den Song von Sting.
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