ÖFB-Kaderbekanntgabe Liveticker

13:10 Ein enttäuschter Janko wünscht dem Team alles Gute. Der ORF ist aus der Pressekonferenz eben ausgestiegen. Auch der Ticker endet hiermit, eine Kaderanalyse von mir oder den Kollegen folgt bestimmt demnächst hier bei Ballverliebt!

13:08 Grieß, Sportventil: „Es gab 3 lange Stürmer, Maierhofer, Janko, Kienast. Warum hat Janko keine Chacne bekommen. Hätte jemand von denen gestern ein Tor geschossen, wären die dann mitgekommen?“ – Hicke: „Wahrscheinlich. (…) Ich kann nur einen Stürmer zum Linz dazustellen.“

13:06 Kovac, France Football: „Wieviele Positionen scheinen (…) fix vergeben zu sein?“ Der Frager meint, Hicke rechnet fix mit dem Viertelfinale. Hicke korrigiert zuerst den Reporter, dann sich selbst. „Wir spekulieren alle mit der Überraschung ins Viertelfinale aufzusteigen.“

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Österreich – Nigeria: Taktikbesprechung und Livechat

Österreich hat am Dienstagabend gegen Nigeria in Graz 1:1 gespielt. In der ausverkauften UPC-Arena zeigte das Team von Josef Hickersberger in den ersten 20 Minuten guten Fußball und schaltete dann wie gewohnt einen Gang zurück. Nach 60 Minuten kam anders als gegen Deutschland und die Niederlande nicht der große Einbruch, sicherlich begünstigt durch Nigerianer, die nicht das Letzte gegeben haben. Was man im Detail über das österreichische Spiel lernen konnte, zeigt die Ballverliebt.eu-Taktikbesprechung. Continue reading

Ein WM-Song geht auf Reisen

Wer kennt Sebastian Bürgin? Niemand? Nun, außerhalb der Schweiz kennt man den guten Mann auch nicht. Er ist so etwas wie das schweizer Pendant zu Christl Stürmer – der aktuell erfolgreichste ehemalige Casting-Show-Kandidat. Das ganze nannte sich in der Schweiz „MusicStar“, er nennt sich „Baschi“, und er hatte mit dem Song „Bring en hei“ vor zwei Jahren einen veritablen Hit. Es war dies der WM-Song des schweizer Fernsehens, quasi die Titelmelodie des schweizer WM-Auftritts in Deutschland 2006, der ja bekanntlich im Elferschießen gegen die Ukraine endete. Also quasi das „Three Lions“ für die Schweiz. Aber warum ist das jetzt, zwei Jahre nach der WM, für uns interessant? Continue reading

Keine Gnade für unsere Ohren

Christl Stürmer hat es vorgemacht. Mit „Fieber“ servierte sie uns einen Konserven EM-Song erster Güte, der bis Ende Juni unzählige Male aus irgendwelchen Lautsprechern dröhnen wird. Bloß weil er der offizielle EM-Song unseres Landes ist. Marketing kann grausam sein.

Neben ihr haben sich auch alle möglichen anderen Berufenen nun dazu aufgeschwungen, die Euro als Trittbrett zu benutzen und ihre eigene fußballaffine Musik zu produzieren. Das muss nicht immer schlecht sein, wie einige der Songs auf der „Lieber ein Verlierer sein“ Compilation der jüngsten Ballesterer-Ausgabe zeigen. Muss nicht, kann aber. Sogar sehr.

Rapids Zwei-Meter-Lackel Stefan Maierhofer, der erst Last-Minute ins noch zu reduzierende Kaderaufgebot gerutscht ist, hat das mit dem Marketing anscheinend auch irgendwo gehört. Aus diesem Grunde nahm er wohl auch an der Produktion des „offiziellen inoffiziellen“ (haha, wie originell) EM-Songs eines gewissen Mathias Peschta teil. Der glänzt – neben noch mehr Konservenmusik – mit Refrainzeilen wie „I am… You are… We will… stay together“ (oder wahlweise: „Together we will reach the stars.“). Warum tut man so etwas? Continue reading

Der total absurde Campabschluss

Zum Ende des sardinischen Konditionscamps ließ Hicke, wie mittlerweile allgemein bekannt, seine Mannen (20 an der Zahl) ein Trainingsmatch bestreiten. Aus gegebenem Grund wurde nur 10 gegen 10 gespielt, was man auch verhindern hätte können. Warum das aber nicht geschehen ist und 11 gegen 11 naturgemäß sinnhafter ist, das erklärt unter anderem Martin Blumenau in seinem EM Journal. Aber das allein ist es nicht gewesen, was mich dazu verleitet, diesen Campabschluss als „total absurd“ zu bezeichnen. Man sehe sich bitte die zwei dazugehörigen ORF Teletextseiten an.

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Die wahren Globalisierungsverlierer

Oft und gerne wird hierzulande gejammert, dass in Zeiten der Globalisierung des Fußballs – und vor allem dessen TV-Rechte – ein Land wie Österreich noch weniger Chancen hat als vorher, im internationalen Vergleich etwas zu reißen. Denn auch, wenn ORF und Premiere in scheinbar übermenschlichen Sphären einander die Bundesliga-Rechte streitig zu machen versuchen, in Wirklichkeit sind diese lächerlichen Summen natürlich Pipifax und Trallala. Maximal Promille von dem, was in der Premier League umgesetzt wird. Keine Frage, die „Barclaycard Premier League“ ist auch deutlich attraktiver und besser als die „tipp3 Bundesliga powered/presented by T-Mobile“ – jedoch wohl nicht in dem Ausmaß, in dem es die perversen Mengen an Geld, die in England vorhanden sind, rechtfertigen würden. Aber ich behaupte: Der wahre Globalisierungsverlierer sind nicht Länder wie Österreich (und analog dazu z.B. Kroatien, Schweden und Tschechien) – sondern das sind die Länder, die hinter den Topnationen rangieren – Deutschland und Holland!
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Warum mir egal ist, dass der Kapfenberger SV aufsteigt

Die 1. Liga (für Leute von außerhalb: in Österreich ist das die zweithöchste Liga und hat mit Profifußball eigentlich nicht viel zu tun) hat bekanntlich schon drei Runden vor Schluss ihren Meister gefunden. Der heißt KSV und ist der Verein, bei dem ich in der Jugend gespielt habe (zwei steirische Vizemeistertitel!1!), nachdem die Jugendabteilungen aller drei Stadtklubs zusammengelegt wurden. Ich war gestern beim abschließenden Heimspiel gegen Austria Lustenau. War übrigens anders als das Ergebnis vermuten lässt ein richtig schlechtes Spiel. Und damit war es wie jedes Spiel, das ich in den vergangenen Jahren in Kapfenberg gesehen habe (was schon einige waren). Und umso bezeichnender ist, dass diese Mannschaft nun anscheinend konkurrenzlos in die höchste heimische Spielklasse aufsteigen wird. Continue reading