Salzloser Einheitsbrei

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren: Die Länderspiele unter Brückner werden immer schlechter. Dem starken Italien-Spiel und dem schönen Sieg gegen Frankreich folgten ordentliche bis unglückliche Spiele wie das auf den Färöer und dem gegen die Türkei. Und nun, im neuen Jahr, stellt das Team nach 15 Minuten guten Spiels selbiges ein und versucht nicht einmal mehr, das Heft des Handelns wieder in die Hand zu nehmen.

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Warum Hiddink der Falsche für Chelsea sein könnte

Chelsea FC
Innerhalb von 20 Monaten hat sich Roman Abramovich nun den vierten Trainer zum Chelsea FC geholt. Jose Mourinho war erfolgreich, ließ dem Geldgeber aber nicht spektakulär genug spielen. Er wollte ein Team das die Massen begeistert. Avram Grant ging es umgekehrt. Plötzlich wurde Chelsea zur Torfabrik, gewann aber damit auch nicht die großen Titel. Das sollte dann Luiz Felipe Scolari richten, aber nach nur sieben Monaten im Amt stand fest: der Meistertitel ist weg, die Champions League dauert noch lange und die Manschaft spielte zuletzt eher lustlos. „Tchau“, sagte man dem Brasilianer. „Dag“, hieß es für den Niederländer Guus Hiddink (der weiter auch russscher Trainer bleiben wird). Continue reading

Der Präsident und sein Einstandsgeschenk

Leo Windtner wird also der Nachfolger von Friedrich Stickler als ÖFB-Präsident. Der langjährige oberösterreichische Landesverbands-Chef, der schon in diversen Personalfragen (Teamchef usw.) als „Königsmacher“ aufgetrene Boss der Energie AG wurde nun also selber quasi zum König gewählt. Einem Herrscher mit begrenztem Einfluss, wie nach dem angekündigten Struktur-Reförmchen klar ist. Aber sein Wort wird dennoch Gewicht haben.
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Kurzsicht.

Vor dem demnächst beginnenden letzten Saisondrittel (das seltsamerweise schon am dritten Frühjahrsspieltag beginnt), ist klar: Der sportliche Absteiger wird sich im Trio Mattersburg/Kapfenberg/Altach finden. Das hat sich schon geraume Zeit angedeutet und ist an sich keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Es gibt jedoch gewisse Faktoren, die symptomatisch sind.
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Bosman ist unschuldig – Steinigt die Champions League!

Es ist nun schon dreizehn Jahre her, als die Vereine das Ende des fußballerischen Abendlandes gekommen sahen. Nämlich, als am 15. Dezember 1995 der Europäische Gerichtshof dem belgischen Stürmer rechtgab, dessen Karriere fünf Jahre zuvor unsanft beendet wurde, weil er ihm trotz auslaufenden Vertrages den Wechsel zu einem anderen Verein untersagte. Seither muss der arme Bosman für alles herhalten, was im Fußball falsch läuft. Zu unrecht!
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Einladung

Denn es ist ja so: Es muss einem peinlich sein, Fußball zu gucken.
Wir reden hier von einem Spiel, das für mich ein großes ästhetisches Vergnügen ist, das im Fernsehen jedoch dargestellt wird, als hätte Axel Springer es erfunden. Das Spiel ist weder per se Boulevard noch ist es blöd.

Das haben sie zu sagen, die Jungs von Spreeblick, über das Fußballschauen im Fernsehen. Über das Fußballschauen im deutschen Fernsehen, meinen sie natürlich. Kleine Idee: Kommt doch mal zu mir nach Wien und seht euch das Trauer-Fernsehspektakel im hiesigen TV an. Dann, glaub ich, geht es euch gleich wieder viel besser mit euren Schwachsinnigen.

Oder wir sehen uns gemeinsam richtigen Fußball und richtiges Fußballfernsehen an. Den guten Stoff von der Insel.

Der ÖFB macht ernst

Es wird in der Tat langsam konkret, was die Strukturreform im ÖFB angeht. Wenn man das große Ganze betrachtet, ist das Bevorstehende zwar eigentlich nur ein Reförmchen. Aber da die Strukturen in österreichs Fußballverband über Jahrzehnte ähnlich verkrustet waren wie der Panzer einer Schildkröte, ist das eigentlich ein Erdrutsch. Dass dem ORF in seinem Online-Auftritt das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als eine Kurzmeldung wert ist, darf eigentlich nicht verwundern. Obwohl es sich um eine mindestens ebenso wichige Frage handelt wie der nach dem kommenden Präsidenten.
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