Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.
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Beim Frauenfußball gibt’s keine systematischen Varianten? Stimmt nicht! Denn der krasse Underdog aus Äquatorialguinea versuchte Turnier-Mitfavorit Norwegen mit einer eher experimentellen Formation zu ärgern. Fast mit Erfolg – die Chancen auf einen Sieg wären da gewesen.
Die Saison ist vorbei. Von tollen Spielen bis zu eher ödem Kick haben wir alles gesehen. Bevor wir in die neue Saison starten, blicken wir noch einmal kurz zurück. Quasi als ballverliebter Arbeitsnachweis der Spielzeit 2010/11: Hier die Übersicht und Links zu allen 169 Spielen (und den 5 Classics), die wie in dieser Saison analysiert haben!
Schlechte Abwehrreihen, viele Ungenauigkeiten, aber dadurch viele Tore und einige Spannung prägten das fußballerisch eher maue, aber dennoch recht unterhaltsame Finale des Gold-Cups. In dem sich die höhere Klasse der schnellen „Tri“ aus Mexiko verdient durchsetzte.
„Spanien ist Europameister“ – nicht zum ersten Mal gibt es in jüngerer Vergangenheit eine solche Meldung. Im Finale der U21-EM in Dänemark machte es das Team der Schweiz mit Zauberzwerg Shaqiri und Supertalent Xhaka den Iberern lange sehr schwer. Doch die Albiroja nützte die wenigen Chancen besser.
Nochmal Glück gehabt: Erst mit dem Ausgleich in der 89. Minute rettet sich Turnierfavorit Spanien im Halbfinale der U21-EM in die Verlängerung. Dabei hatte man den defensiv hervorragend stehenden Weißrussen, je länger das Spiel ging, immer weniger entgegen zu setzen…
Die große nordeuropäische Rivalität – Schweden gegen Finnland! Im Finale der Eishockey-WM hatte Suomi zuletzt das Tre-Kronor-Team 6:1 gedemütigt, von aufgeheizter Stimmung war bei der Quali-Partie zur Fußball-EM im altehrwürdigen Råsunda von Stockholm aber nichts zu sehen. Im Gegenteil: Es ging so entspannt zu, wie es den Leuten dort halt eben entspricht.
So geht's auch: Finnische Fans und die schwedische Polizei vor dem Match
Durch ein spätes Tor von Mario Gomez verliert eine beherzt kämpfende österreichische Mannschaft gegen Deutschland mit 1:2. Die letzte Chance auf den EM-Ticket ist damit dahin, aber diesmal wusste die Mannschaft aus eigener Bundesliga-Erfahrung, wie man den DFB-Spielern beikommen kann. Was nur offenlegt, was mit diesem Team so alles möglich wäre.
Wie kann man als klarer Favorit den unterklassigen Außenseiter überraschen? Indem man selbst defensiv spielt! Weil sich Lustenau die vier Offensivspieler gegen die sechs Rieder Defensiv-Kräfte nie wirklich zu helfen traute und Ried zum richtigen Zeitpunkt traf, ging der Plan der Innviertler im Cupfinale dann auch auf…
Das war das Finale der Champions League – und doch ließ der FC Barcelona den Gegner aus Manchester aussehen wie eine unbedarfte Schülertruppe. Das Endresultat von 3:1, mit dem Barça die Red Devils aus dem Wembley verabschiedeten, drückt das Ausmaß der Überlegenheit nicht einmal im Ansatz aus.
FC Barcelona und Manchester United in einem Finale der Champions League… gab’s das nicht schon mal? In der Tat: Nur zwei Jahre vor dem Endspiel von Wembley standen sich Sir Alex und Pep Guardiola schon einmal im größten Spiel von Europas Fußball gegenüber. Damals gewann Barcelona. Weil sich United nach dem frühen Rückstand zu weit auseinander ziehen ließ.
Unterschiedlicher hätte die Besetzung auf den Trainerbänken an diesem Mittwoch, es war der 27. Mai 2009, im Olympiastadion von Rom kaum sein können: Auf der einen Seite Sir Alex Ferguson, vierfacher Europacup-Gewinner, davon zwei CL-Titel mit Manchester United, seit 23 Jahren der starke Mann in Old Trafford. Auf der anderen Seite: Pep Guardiola, gefühlt bis gerade eben selbst noch aktiv, in seiner allerersten Saison als Cheftrainer. Als Meister ihrer nationalen Ligen waren zu diesem Zeitpunkt beide schon fest. Barcelona war zudem bereits Cupsieger. Zum Triple in seinem ersten Jahr als Coach fehlte Guardiola nur noch dieses Spiel.