Schlagwort-Archive: Ruttensteiner

Das ÖFB-Team und die Volksseele zwischen Welteroberung und Weltuntergang

Die österreichische Fußballseele ist ein gequälter Geist. War sie immer. Wenn man vor anderthalb Jahren, im Winter 2014/15 – nach einem guten Start in die Quali – gesagt hätte: Das ÖFB-Team qualifiziert sich für die EM, übersteht dort die Vorrunde und scheidet im Achtelfinale gegen Spanien aus, hätte wohl jeder gesagt: Super, passt, nehmen wir – ist doch ein toller Erfolg.

Und jetzt stellen wir uns vor, Österreich quält sich am Mittwoch zu einem mühsamen 1:0 gegen Island, erreicht als Dritter das Achtelfinale und verliert dort mit einem chancenlosen 0:3 gegen Spanien. Die Reaktionen, auf die man sich einstellen kann, sehen dann eher so aus: Ollas oasch, hatten nix verloren bei der EM, die Wappler; eine Gemeinheit, und überhaupt. Ein „mit einem blauen Auge davongekommen“ wäre vermutlich noch das Wohlwollendste (und treffendste).

Obwohl das blanke Resultat das selbe wäre. Ein Aus im Achtelfinale.

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Die ’11-Besten

Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt’s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Continue reading

EM-Qualifikation für 2012
Astana Arena, 11. Oktober
Kasachstan - Österreich
0-0
Tore: keine

Ein 0:0 in Astana als maues Ende einer mauen Qualifikation

0:0 im letzten Spiel der EM-Qualifikation, dem letzten Spiel, bevor Marcel Koller sein Amt antritt. Das für die Gruppe bedeutungslose Spiel in Astana war zäh und mühsam, konnte nicht mit dem ordentlichen Auftritt in Baku mithalten und ließ die guten Attribute aus der letzten Partie vermissen.

Kasachstan - Österreich 0:0

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EM-Qualifikation für 2012
Dalga-Arena, Baku, 7. Oktober 2011
Aserbaidschan - Österreich
1-4
Tore: 74' Nadirov bzw. 34' Ivanschitz, 51' und 62' Janko, 90' Junuzovic

4:1 in Baku – und vor allem die Art und Weise macht durchaus Hoffnung

Ja, das österreichische Nationalteam kann tatsächlich deutlich besser spielen, als das zumeist unter Didi Constantini der Fall war: Beim 4:1-Erfolg in Aserbaidschan darf man sich nicht nur über das Ergebnis freuen, sondern vor allem über die Art und Weise, wie dieses zu Stande gekommen ist.

Aserbaidschan - Österreich 1:4

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Danke fürs Wichtigmachen, Willi!

Christian Russegger von “Österreich” hat Willi Ruttensteiner, seit er den Teamchef-Job interimistisch übernommen hatte, konsequent als “Willi Wichtig” diffamiert. Einer, der alles anders macht als Constantini: Er reist durch die Weltgeschichte, war dabei zum Teil in drei verschiedenen Ländern an nur einem Wochenende. Und vor allem: Er redete mit den Spielern, auch den Constantini-Outcasts. Und jetzt hat uns der Technische Direktor des ÖFB Marcel Koller gebracht. Man kann nur sagen: Danke, dass du dich so wichtig gemacht hat, Willi. Das war wichtig.

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