Zum Verbleib von Sebastian Prödl beim SK Sturm Graz: Es ist schade, dass er sich den Durchbruch im Ausland noch nicht zugetraut hat. Für seine persönliche Entwicklung wäre der Sprung ziemlich sicher ein guter gewesen. Und ob man nicht auch als sporadisch eingesetzter Bankerldrücker in Deutschland, Italien oder Englands Topp-Ligen gut genug für das österreichische Euro-Team wäre, sei dahingestellt. Prödl geht den vermeintlich sicheren Weg. Und er wird es schon noch schaffen, meint die optimistische Hälfte der Fußball-Nation. Dazu gehöre ich zwar prinzipiell auch, für wirklich klug halte ich die Entscheidung aber nicht. Continue reading
Alter Mann sucht neues Spielzeug
So oder so ähnlich könnte die Überschrift lauten, wenn Frank Stronach eine Kontaktanzeige aufgeben würde, mit deren Hilfe er eine Lizenz für sein „Tiger-Team“ suchen würde. Fündig geworden ist er ja bereits: Mit den Schwanenstädtern hat er willige Verkäufer gefunden. Damit verkommen unsere ersten beiden Ligen einmal mehr zu einer Operettenveranstaltung. Continue reading
Artikel über Prödl
Ich hab ja schon länger keinen Artikel für diesen Blog geschrieben und auch diesmal wird es etwas kurz (wobei in den nächsten Tagen bestimmt wieder ein längerer Eintrag von mir kommt ;)).
Ich wollte euch nur diesen Artikel über Sebastian Prödl ans Herz legen, der mir sehr gut gefallen hat.
Netzer Go Home!
Wenn man nach einer Blinddarm-OP einige Zeit an die Couch gefesselt ist, kann man das zu dieser Jahreszeit sogar einen Tick genießen. Der Grund? Klar – die englische Premier League. Vier Tage die Woche bis zu vier Spiele am Tag und dabei sieht man fast immer Spitzenfußball (auch wenn Günther Netzer im ZDF mal gesagt hat, man könne sich in England nur die großen 4 ansehen, dahinter sei es grauenhaft – der arme Irre). Jüngst gab es unter anderem ein 4:4 (Chelsea – Aston Villa), 6:4 (Tottenham – Reading) und einen absolut feinen 2:1 Westham-Sieg über Manchester United – und das sind nur die plakativ gut aussehenden Aushängeschilder der letzten Runden. Auch wenns für mein Liverpool (gestern nur 1:1 daheim gegen Wigan, wo ein überragender Paul Scharner längst eine zentrale Figur geworden ist – Hicke werd erwachsen!) im Moment leider so gar nicht läuft (da muss wohl einmal mehr die Champions League als Trostbewerb für die Fans herhalten) – Thank you England!
Der nächste Finanzabsteiger?
Ein trauriges Bild gibt die Bundesliga seit Jahren ab, dass der einzige Absteiger aus der höchsten Spielklasse gerne mal schon lange vor Meisterschaftsende feststeht, erschreckt kaum noch jemanden. Dabei nimmt dieser Umstand einiges an Spannung aus dem Bewerb (Stichwort „Abstiegskampf“) und offenbart die chronische Unfähigkeit vieler Vereine den sportlichen mit dem finanziellen Erfolg unter einen Hut zu bringen. Zumal neben den Pleitiers auch gerne mal Clubs haarscharf an der Liquidierung vorbeischrammen (Sturm, Tirol).
Der nächste Rohrkrepierer steht anscheinend auch schon bereit: Die SK Austria Kärnten, der Hybrid aus Paschingresten und dem subjektiv besseren Kaderteil des FC Kärnten steckt anscheinend in Finanznöten. Ein Schelm, wer da noch an das heroische Blabla zur Klubgründung erinnerte und BZÖ-Canori was von guten Fundamenten schwadronierte. Das schöne, große Stadion wurde ob der gezeigten Leistungen und der konsequenterweise folgenden Tabellenplatzierung immer spärlicher besucht, und mittlerweile findet man sich am sportlichen und monetären Abgrund.
Danke…
…liebe Bundesligatrainer. Das habt ihr wieder spitze gemacht. In einem Jahr, in dem ein U21-Team beinahe WM-Dritter geworden wäre, der Anteil an jungen Österreichern in der Liga gestiegen und Hickersberger’s „junges Team“ eigentlich älter wird und im Schnitt über 27 Lenze zählt wählt ihr einen 38jährigen zum Fußballer des Jahres, der bald seine Karriere beenden wird. Continue reading
Erfolg und Miserfolg, nur eine Leerzeile nebeneinandergestellt
„Wir haben keine ganz junge Mannschaft, sie ist im Schnitt 24“, Walter Hörmann über Sturm Graz.
„Wir werden weiter unseren Weg gehen und auf junge Spieler setzen.“, Josef Hickersberger über das Nationalteam (Schnitt: 27+, Tendenz steigend)
Austria Wien – Sturm Graz oder „Warum man nicht in Österreichs Stadien gehen sollte“
Weil mein Vater mir seit Monaten vorschwärmt, welch gute Stimmung jetzt immer bei Sturm-Spielen herrscht, habe ich mir gestern Austria gegen Sturm im Grazer Sektor des Horr-Stadions angesehen. Es ist nicht schwer Gründe zu finden, das so schnell nicht wieder zu tun. Continue reading
Fünf zu Null
Totalhoheit von Panionios beim letzten Freistoß im Austria-Strafraum. Einer hat die Abseitsfalle nicht mehr rechtzeitig geschnallt und dann hats ENDLICH „Bumm“ gemacht. Ich hätte mich sehr über einen Sieg gefreut, immerhin ist die Austria der letzte Klub, der noch Punkte für die 5-Jahreswertung sammeln könnte. Mir wäre es auch egal gewesen, wenn die Austria mit einem Eiertor in der 93ten noch gewonnen hätte, nur um wenigstens noch darauf hoffen zu können, dass „wir“ nicht wieder traditionellerweise nach der Winterpause international nicht mehr vorhanden sind.
Austria Wien – Panionios Athen (ein paar Gedanken nach Halbzeit 1)
Kurzzeitig habe ich mir heute Abend überlegt, ob ich zum UEFA Cup-Match Austria gegen Panionios ins Stadion pendeln soll. Weiß gar nicht wieso, ein besonderes Erlebnis erwartet man sich da ja nicht. Nach einer Halbzeit vorm Fernsehgerät bin ich dann ja auch schon wieder froh, dass ich davon abgehalten wurde. Es ist immer wieder interessant anzusehen, wie internationale Klasse-5-Klubs nach Österreich kommen. Die beginnen dann immer recht defensiv, mit einigem Respekt. Als würde man im Ausland denken, dass die Klubs im Alpenland ja nicht wirklich so schlecht sein könnten – vielleicht noch falscher Ruhm aus vergangenen Zeiten? Im Laufe des Spiels bemerken dann diese Mannschaften, so auch heute Panionios, dass sie hier ja doch nur gegen Bloßfüßige antreten müssen und kommen dann langsam aus ihren Löchern gekrochen.
Fairerweise muss man sagen, dass die Austria es wahrscheinlich schon etwas besser kann. Die Frage ist, ob sie das in der zweiten Halbzeit auch zeigen wird. Wenn nicht, prophezeihe ich, dass das endgültige Aus in Form einer Niederlage noch heute kommt.
Und im Übrigen bin ich der Ansicht, dass es im ORF Co-Kommentatoren geben sollte – mit einem „peppigen“ Gesprächspartner könnte das Spiel auch den Fernsehsprechern mehr Freude machen.