Scharner ist schlau genug für Vorstöße aus der Innenverteidigung und das defensive Pressing greift immer besser – das die positiven Aspekte von Österreichs 0:0 gegen Rumänien. Was gegen einen erschreckend passiven Gegner noch nicht nach Wunsch klappte: Räume schaffen für das eigene Spiel nach vorne.
Eine Woche vor EM-Start ist ein 2:3 in Österreich für den Co-Gastgeber nicht gerade ein Boost für’s Selbstvertrauen. Für das ÖFB-Team allerdings sind neben dem Erfolg über die Ukraine vor allem die Erkenntnisse aus dem Testspiel nicht schlecht: Ein klares Defensiv-Konzept, gute Chancenverwertung und eine immer klarerer erkennbare Handschrift des Teamchefs darf man als positiv vermerken. Fehlende Breite von den Außenverteidigern und überhasteter Spielaufbau als negativ.
Wenn die Europameisterschaft vorbei ist, nähert sich für Österreich wieder der Ernst des Fußballalltags. Leicht wir die Saison für die Europacup-qualifizierten Mannschaften nicht, wie ein erster Blick auf die Setzlisten von Champions League und Europa League verraten. Der Ausfall von Sturm Graz und Austria Wien wiegt schwer auf dem Aufwärtskurs des österreichischen UEFA-Koeffizienten.Alles Wichtige nach dem Klick!
Mit dem 2:2 bei Austria Lustenau hat der WAC einen womöglich vorentscheidenden Schritt zum Aufstieg in die österreichische Bundesliga gemacht – beim direkten Duell zeigten der Kroate und der Isländer auf den Trainerbänken aber beide ihre Qualitäten. WAC-Coach Bjelica mit seiner eher nüchternen, kompakten Spielanlage. Und Lustenau-Trainer Kolvidsson mit dem auch inhaltlich fundierten Versuch, das Spiel selbst zu gestalten.
Stolze 2300 Zuschauer waren in Wr. Neustadt dabei – und sie sahen eine eher mühsame Partie. Nach der die mit 1:0 siegreichen ÖFB-Frauen in der EM-Quali weiterhin im Plansoll sind. Matchwinner war Bayern-Legionärin Laura Feiersinger an ihrem 19. Geburtstag. Sie hatte schon im Herbst für den Sieg in Portugal gesorgt…
Jubiläum für das Frauen-Nationalteam: Am Sonntag steigt in Armenien das 100. Spiel der Verbandsgeschichte. Und am Gründonnerstag wartet beim 101. Antreten eine Schnittpartie in der EM-Quali! In Wiener Neustadt geht es gegen Portugal. Mit dabei ist auch eine Deutschland-Heimkehrerin.
Voller Einsatz: Nadine Prohaska (r.) ist aus dem ÖFB-Team nicht mehr wegzudenken (Foto: Rudi Dannenbaum)
Drei Punkte in Jerewan sind Pflicht, ehe es im Heimspiel gegen Portugal darum geht, das erfreuliche 1:0 aus der Auswärtspartie im Herbst zu bestätigen und so die Chance auf die EM 2013 in Schweden zu wahren. Ehe die Mannschaft nach Armenien abgehoben ist, hat sich Ballverliebt noch mit Nadine Prohaska unterhalten. Die 21-Jährige, die im Winter von Bayern München zurück in die heimische Liga gewechselt ist, über die EM-Quali, über die Herausforderung, Neulengbach zu entthronen und über den Sprung ins Ausland.
Martin Blumenau erarbeitet sich regelmäßig eine ausführliche und großartige Liste österreichischer Fußballer im Ausland. Ich habe mich nun einige Stunden hingesetzt und die Standorte dieser Spieler auf einer Karte visualisiert, damit ihr eine bequeme Übersicht genießen könnt. Vollständige Karte nach dem Klick
Seit 2003 holten die Frauen von Neulengbach jedes Jahr das Double – doch die Zeit der absoluten Konkurrenzlosigkeit neigt sich dem Ende zu. Mit Spratzern, dem Nachbarn aus St. Pölten, gibt es endlich wieder ein Team, das dem Klassenprimus Nahe kommt. In der Liga überwinterten die Teams punktgleich, aber im direkten Duell im Cup-Viertelfinale behielt der Favorit die Oberhand. Auffällig beim (viel zu hohen) 4:1-Erfolg: Libero und Manndeckung, zwei Wing-Backs, unterbesetzte Zentralen und ein Team, das Fehler eiskalt nützt.
Fünf Meter weiter rechts oder links, fünf Meter weiter hinten oder vorne – es waren zwei ganz subtile Umstellungen, die Marcel Koller beim Testspiel gegen Finnland während der Partie vorgenommen hatte, die Österreich dazu verhalfen, Vorteile in der individuellen Klasse auch auf das Feld zu bringen. Das hatte in der ersten Hälfte nämlich noch nicht so richtig geklappt.
The 300th Derby of Vienna between Rapid and Austria was without doubt one of the most dreadful games of the whole season. However, the goalless draw says a lot about the general state of the Austrian Bundesliga. In a time, strangely enough, when Austrian football itself seems to be on the rise.