Archiv der Kategorie: International

14 Beobachtungen zu Bohemians Dublin – Red Bull Salzburg

Here we go…

1. Co Adriaanse zu entlassen war eine dumme Idee.
2. Mit Huub Stevens ist das Spiel von RB Salzburg nicht schöner geworden.
3. Eigentlich hätte man Otto Konrad die Auswechslungen vornehmen lassen sollen.
4. In Nahaufnahmen konnte ich die Angst in den Augen der Red Bull Spieler sehen.
5. Wenn Rainer Pariasek Oliver Polzer Scherze über Red Bull macht, ist das mitunter sogar lustig.
6. Pariasek Polzer-Schmankerl über den Schiri penetrieren mein Zwerchfell dafür gar nicht.
7. Als Fussballösterreicher ist trotz Sieges Fremdschämen angesagt (hoffentlich reissen uns Sturm, Rapid und die Austria wieder raus).
8. Joseph Ndo (Nr. 33 der Bohemians) kann gehörig finster dreinschaun.
9. Präzise Flanken waren heute nicht Salzburgs große Stärke.
10. Die Bohemians haben sich selbst geschlagen. Unverdient.
11. Es kann nur noch besser werden. Hoffentlich.
12. Das mit dem Bayern-Glück beherrscht RBS auch.
13. Zitat des Tages: „Ich will heute nicht davon sprechen, dass Salzburg verdient gesiegt hat. Das verbietet mir mein gezügelter Patriotismus.“ (Rainer Pariasek Oliver Polzer). Platz 2, Otto Konrad: „Eine sportliche Peinlichkeit.“

Nachtrag: 14. Huub Stevens: „Ein verdienter Sieg.“ Er hat wohl ein anderes Spiel gesehen.

Bitte um Ergänzung.

Erfrischendes Deja-Vu aus Belgrad

Ich weiß nicht, ob Didi Constantini tatsächlich eine Mentalität des Fußballs aus der Steinzeit pflegt, oder uns einfach nur alle verarscht. Denn in diesem Standard-Interview zeigt er eigentlich eine Einstellung, die den Anforderungen des modernen Gekickes diametral gegenübersteht. Summa summarum sagte er: „Teambuilding ist scheiße.“ Und dann spielt die Mannschaft so gut, wie schon lange nicht mehr.

Neben dem Zeitungsgespräch verhieß der Ausfall wichtiger Legionäre (etwa Pogatetz und Prödl) erst einmal nichts Gutes, zusätzlich entschied sich Constantini auch noch für zwei junge Debütanten in Person von Jantscher (offensives Mittelfeld, Sturm Graz) und Dragovic (Innenverteidigung, Austria Wien). Scherzhaft. aber meiner Erwartung durchaus angemessen, stellte ich gestern noch Kollege Schaffer die Frage, wie hoch wir wohl verlieren werden. Auf dem Papier steht heute eine 0:1 Niederlage, in allen anderen Belangen verbuche ich das heutige Spiel als Fortschritt.

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Champions League-Finale: Keine Analyse

Es soll hier nicht Thema sein, dass Thomas König mich fast dazu gebracht hat, den Fernseher während dem Champions League-Finale auszuschalten. Als gelernter ORF-Seher ist man da einiges gewöhnt.

Ich bin im Moment auch nicht fähig eine tiefgehende Analyse des heutigen Spiels zu leisten. Im zentralen Mittelfeld war das zu linienbedachte Manchester-Team heute dem beweglichen Spiel von Barca nicht gewachsen. So genau habe ich aber nicht hingesehen. Heute war Zurücklehn-Tag.

Was ich mir aber zutraue, ist meinen Schmerz über zwei von Herbert Prohaskas Aussagen auszudrücken. Continue reading

Der ORF und die Champions League

[ad#bv_test-1]Arsenal und Villareal fetzen sich am Mittwoch (nach einem unglaublich tollen Hinspiel) in London um den Aufstieg.
Manchester United muss in Porto nach dem 2:2 in Old Trafford wohl gewinnen um aufzusteigen.
Liverpool hat gerade bei Chelsea ein unvergessliches 4:4 gespielt (es war vorhersehbar, dass Liverpool das 1:3 aus dem Hinspiel ausgleichen könnte, nachdem zuletzt Manchester United, Aston Villa, Blackburn und Real Madrid mit 4 oder 5 Gegentoren bedient wurden).
Der ORF zeigte Bayern München gegen Barcelona. Nach dem knappen 4:0 im Hinspiel ein hochbrisantes und spannendes Duell.

Hier meine kleine E-Mail an den ORF-Kundendienst:

Sehr geehrte Damen und Herren vom Kundendienst!

Richten Sie doch bitte den Verantwortlichen des Sportprogramms ein kurzes Dankeschön aus, dass der ORF gestern das hochbrisante Duell Bayern München gegen Barcelona zeigte, anstatt dem unerwartet langweilgen Spiel in London (oder gar den beiden von der Ausgangslage her völlig offensichtlich unspannenden heutigen Spielen). Der ORF ist wenigstens noch ein Sender, der sich bei der Auswahl seiner Fußballspiele nicht von der Relevanz des Ereignisses und der zu erwartenden Qualität von Spielen verwirren lässt.

Ich bin mir der Schwierigkeiten bewusst, aber bitte übertragen Sie auch in der Halbfinalrunde keinesfalls ein Spiel mit den besten Mannschaften aus der besten Liga der Welt. Die Östereicher wären ohnehin nur verwirrt, welche Sportart der ORF nun ins Hauptabenprogramm hievt. Und zeigen sie bitte auch in der Rückrunde keinesfalls jenes Spiel, in dem es noch um etwas geht. Die überalterte Bevölkerung würde die ungewohnte Spannung in der Prime Time wohl nicht verkraften.

Es ist jedenfalls sehr schade, dass Ihr Sender die kommende Champions League-Saison nicht mehr übertragen wird – wo werden österreichische Fußballfans die Spiele der sympathischen Bayern dann wohl mitverfolgen können? Warum sonst sollten wir den Weg ins Pub auf uns nehmen? Danke noch einmal – auch für die Stromersparnis durch den ausgeschalteten Fernseher.

Viele Grüße
Tom Schaffer

Verschiebung der Schwierigkeiten

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In den vergangenen Jahren war es ja immer so, dass es für österreichische Vereine schwer bis  unmöglich war, in das 32er-Feld der Champions League-Gruppenphase zu kommen, dafür war das Erreichen des 40er-Feldes in der UEFA-Cup-Gruppenphase ein durchaus realistisches Unterfangen. Die Austria hat’s in fünf Jahren drei Mal geschafft und zwei Mal fast, der GAK war mal dabei und auch Rapid wäre fast mal durchgekommen. In Zukunft, im Zuge der Europacup-Revolution im Sommer, wird es wohl genau umgekehrt werden.
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Schäbig: FIFA will alle 20 Minuten eine Pause machen

Sepp Blatter
Die FIFA ist ein Hort der Sorge um das Wohlergehen der Spieler. Weil es in der 15-minütigen Halbzeitpause zu wenig Erholungsphase für Fußballer gibt, möchte die Weltorganisation laut eigenen Angaben künftig alle 20 Minuten für fünf Minuten pausieren lassen. Darüber wird das International Football Association Board nächste Woche bei einer Konferenz in Nordirland diskutieren. Verdammte Heuchler, verdammte. Continue reading

Platini will Gehaltsquote für Vereine

Michel Platini übergibt Manchester die CL-Trophäe
Die Reichtumsunterschiede sind im Fußball so groß wie überall auf der Welt. Englische, italienische, spanische und deutsche Klubs haben Heu in rauhen Mengen, anderswo sieht es nicht so rosig aus. Das ist eine logische Folge einer kapitalistischen Welt, in der nunmal ein attraktives und rentables Geschäft mehr Geldgeber anlockt als der stil- und stimmungslose Acker-Kick vor halbleeren Rängen, der Woche für Woche beispielsweise in Österreich stattfindet. Michel Platini hat, weitgehend unbeachtet von österreichischen Medien, zu diesem Thema am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament eine Rede gehalten. Er will die Ungleichheiten bereinigen und den Fußball dafür aus der liberalen Marktwirtschaft ausnehmen. Continue reading