Österreich fährt einen verdienten und nie ernsthaft gefährdeten 1:0-Sieg in Slowenien ein. Zwar wurde kein großer Glanz versprüht, aber das Team von Franco Foda zeigte sich deutlich aktiver als bei der seltsamen Vorstellung gegen Israel drei Tage zuvor und hatte den Gegner zumeist gut im Griff. Damit ist die zweite EM-Teilnahme hintereinander schon so gut wie fix.
Das ÖFB-Team liefert eine verstörend passive Vorstellung ab, in dem ihm offenbar jegliches Pressing, jeglicher Mut und jegliche Forschheit strikt verboten worden war. Der Gegner aus Israel war jedoch so schwach, dass selbst eine innerlich zerrissene österreichische Mannschaft gar nicht so schlecht spielen konnte, um das Spiel nicht zu gewinnen. Damit ist die EM-Teilnahme schon recht nahe gerückt.
Eine Halbzeit lang waren die ÖFB-Frauen sehr stabil, sehr reif und deutlich besser als Gegner Serbien. In der zweiten Hälfte wurde Österreich fahriger, konnte nicht mehr überzeugen und musste länger um den 1:0-Sieg kämpfen, als nötig gewesen wäre. Aber immerhin gab es diesen Erfolg im Auswärtsspiel beim Topf-3-Team der EM-Qualifikation.
Österreich kommt in Warschau mit einer überwiegend recht starken Vorstellung zu einem 0:0. Das Spiel ist ebenso ambivalent wie das Ergebnis: Einerseits war das ÖFB-Team die bessere Mannschaft, andererseits ist kein Tor und damit auch kein Sieg gelungen. Einerseits ist es ein Remis auswärts beim Gruppenkopf – andererseits ist durch den verpassten Sieg das kommende Match in Slowenien zum Pflichtsieg geworden.
Mit einem nie gefährdeten 6:0-Heimsieg gegen ein erschütternd schlechtes Team aus Lettland springt Österreich zur Halbzeit der EM-Quali auf den zweiten Gruppenplatz. Man war den Letten in allen Belangen haushoch überlegen und hätte sogar noch deutlich höher gewinnen können. Die Pflicht ist vor dem Match in Polen damit erfüllt.
Das ÖFB-Team von Franco Foda steht in der EM-Qualifikation vor dem schwierigsten Spiel der Gruppe. Nein, nicht das Heimspiel gegen Lettland ist gemeint, sondern das Auswärtsspiel bei Topf 1-Team Polen, das am Montag stattfindet. Zu diesem Anlass haben sich Tom und Philipp Rado Zak in den Podcast geholt, um über das polnische Team und den polnischen Fußball im Allgemeineren zu sprechen. Natürlich geht es aber auch um den Zustand des Team Österreich und natürlich analysieren wir auch das kommende neue Nationalstadion in Bruck an der Leitha. Much fun!
Ein 3:0-Sieg gegen Nordmazedonien ist nichts, wofür man sich zum Start in die EM-Qualifikation schämen müsste. Eine Heldentat war die Leistung der ÖFB-Frauen aber beileibe auch nicht. Man fand gegen den nominellen Punktelieferanten der Gruppe zwar relativ rasch den Schlüssel – aber als Nordmazedonien nach der Pause umstellte, wurde es zäh.
Was haben der Herren-Europameister von 2020 und der Frauen-Europameister von 2021 gemeinsam? Beide werden im Londoner Wembley gekürt. Knapp zwei Monate nach dem US-Triumph bei der Frauen-WM startet nun die Qualifikation für die Endrunde von England in zwei Jahren. Für Österreich – bei der EM 2017 im Halbfinale, bei der WM 2019 nicht dabei – ist die erneute Teilnahme das selbstverständliche Ziel.
Der LASK steht vor zwei extrem wichtigen Spielen gegen den FC Brügge, die er aber auch gelassen angehen kann. Brügge ist mehr als nur ein unangenehmer Gegner. Über das Duell des österreichischen und belgischen Vizemeister und was beide richtig machen sprechen wir in dieser Folge des Ballverliebt Fußball Podcast ausführlich. Darüber hinaus geht es aber auch in gebotener Länge um den Saisonstart in der deutschen Liga am vergangenen Wochenende und die Aussichten der Top-Klubs in England nach den ersten beiden Runden. Wir wünschen viel Spaß!
Wenn es so etwas wie einen internationalen Star-Fußballblogger gibt, dann ist das Michael Cox. Der englische Fußball-Journalist hat gerade sein zweites Buch herausgegeben (wenn ihr es kaufen wollt, dann doch bitte über diesen Partnerlink, der euch nicht mehr kostet aber uns ein paar Cent bringt (hier für eBook und Taschenbuch-Version)). Dieses Buch heißt „Zonal Marking“ und das ist vor allem deshalb ein praktsicher Name, weil dies auch der Name seines Blogs ist, den er 2009 ins Leben gerufen hat und auf der er seither taktische Analysen bietet.
In seinem neuen Buch – das im Herbst auch in deutscher Sprache erscheinen soll – behandelt Cox die Entwicklungen im europäischen Fußball seit 1992, wofür er jeweils in Vier-Jahres-Abschnitten die Phasen der Dominanz eines Landes präsentiert: Holland, Italien, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland und England. Wir haben mit Michael Cox im Ballverliebt Fußball Podcast Podcast ein Gespräch geführt.