Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Ein WM-Song geht auf Reisen

Wer kennt Sebastian Bürgin? Niemand? Nun, außerhalb der Schweiz kennt man den guten Mann auch nicht. Er ist so etwas wie das schweizer Pendant zu Christl Stürmer – der aktuell erfolgreichste ehemalige Casting-Show-Kandidat. Das ganze nannte sich in der Schweiz „MusicStar“, er nennt sich „Baschi“, und er hatte mit dem Song „Bring en hei“ vor zwei Jahren einen veritablen Hit. Es war dies der WM-Song des schweizer Fernsehens, quasi die Titelmelodie des schweizer WM-Auftritts in Deutschland 2006, der ja bekanntlich im Elferschießen gegen die Ukraine endete. Also quasi das „Three Lions“ für die Schweiz. Aber warum ist das jetzt, zwei Jahre nach der WM, für uns interessant? Continue reading

Die wahren Globalisierungsverlierer

Oft und gerne wird hierzulande gejammert, dass in Zeiten der Globalisierung des Fußballs – und vor allem dessen TV-Rechte – ein Land wie Österreich noch weniger Chancen hat als vorher, im internationalen Vergleich etwas zu reißen. Denn auch, wenn ORF und Premiere in scheinbar übermenschlichen Sphären einander die Bundesliga-Rechte streitig zu machen versuchen, in Wirklichkeit sind diese lächerlichen Summen natürlich Pipifax und Trallala. Maximal Promille von dem, was in der Premier League umgesetzt wird. Keine Frage, die „Barclaycard Premier League“ ist auch deutlich attraktiver und besser als die „tipp3 Bundesliga powered/presented by T-Mobile“ – jedoch wohl nicht in dem Ausmaß, in dem es die perversen Mengen an Geld, die in England vorhanden sind, rechtfertigen würden. Aber ich behaupte: Der wahre Globalisierungsverlierer sind nicht Länder wie Österreich (und analog dazu z.B. Kroatien, Schweden und Tschechien) – sondern das sind die Länder, die hinter den Topnationen rangieren – Deutschland und Holland!
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Bundesliga-Pressesprecher Kircher: 16er-Liga wäre das Falscheste aller Mittel!

Die RedZac soll also wieder zurück auf 10 Vereine. Der Jubel bei den Vereinen ist groß, das Kopfschütteln bei vielen Fans ebenso. Ich habe mit Christian Kircher, Pressesprecher der Bundesliga, darüber gesprochen – und auch über die Situation der Liga allgemein.


Herr Bundesliga-Pressesprecher Kircher, es gibt Bestrebungen, die Red Zac Erste Liga auf zehn Vereine zurück zu kürzen. Was sind dabei die Ziele der Bundesliga?

Die Zwölferliga war ein Kompromiss mit dem ÖFB, um den Regionalligameistern den Direktaufstieg zu ermöglichen. Aber nach zwei Jahren müssen wir erkennen, dass Österreich nun mal ein kleines Land mit eingeschränkten Möglichkeiten ist, sportlich wie wirtschaftlich.

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Schlecht recherchiert! Nun also doch zittern…

Der Schreiber dieser Zeilen stellt sich schon einmal auf ordentliche Gnackwatschn ein. Ich habe nämlich schlecht recherchiert! Es heißt doch noch Zittern für Rapid, um auf die Setzliste in der 2. Runde zu kommen.
Die Rechnung ist ganz einfach: ENTWEDER Young Boys Bern gewinnt am Samstag gegen Basel und wird Schweizermeister, ODER Debrecen wird nicht ungarischer Meister – drei Runden vor Schluss liegt Debrecen punktgleich mit MTK Budapest und Ujpest Budapest.
Wenn Basel und Debrecen Meister werden, kann sich Rapid schon mal auf die Außenseiterrolle in der 2. Qualirunde einstellen – und auf ein totales Europacup-Aus in der ersten Augustwoche…

Rapid in der CL-Quali (editiert)

Ich verweise auf diesen Artikel. Sorry.

So drohen schon in der 2. Runde Albtraumlose wie Galatasaray, Celtic, Basel, Anderlecht oder Partizan. Und bei einem Aus in dieser Runde gibt es nicht einmal UEFA-Cup! Wenn Rapid doch noch reinrutschen sollte, ist das schlimmste, was passieren kann, Young Boys Bern, Legia Warschau und IFK Göteborg. Die Wahrscheinlichkeit, unter den 14 möglichen Losen einen dieser beiden zu erwischen, wäre aber überschaubar. Eher wird es ein „kleiner“ Gegner, gegen den ein Weiterkommen absolute Pflicht ist – Vorjahresgegner Dinamo Tiflis (0:3 und 0:5 gegen Rapid) oder Ventspils (0:3 und 0:4 gegen Salzburg) wäre da schon bei den größeren Kalibern…
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RedZac-Verkleinerung: Bundesliga peinlich!

Hier ein Artikel der Kollegen von ostliga.at zum leidigen Thema RedZac-Verkleinerung.

Der Tod einer Legende

Legenden sind nette, lehrreiche Geschichterln. Die beliebtesten unter ihnen sind die hartnäckigen Legenden. Sie leben davon, dass ihr Wahrheitsgehalt so gut wie unüberprüfbar ist und dass man sie ganz einfach glauben muss (oder nicht). Anders verhält es sich mit den kurzlebigen Legenden, deren sehr beschränkte Lebensdauer meist daraus resultiert, dass ihr Wahrheitsgehalt nun mal leider überprüfbar ist. Gerade wie bei der Legende von der starken Bundesliga und den schwachen Regionalligen, die – kaum ins Leben gerufen – schon wieder gestorben ist.
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Die Probleme der RedZac-Liga

Die Erste Liga, vulgo RedZac, hat Probleme. Und zwar keine kleinen. Die Vereine sind uninteressant, die Zuschauerzahlen auf dem Niveau von vor 10 Jahren, die öffentliche Präsenz (vom vorbildlichen Premiere abgesehen) nicht vorhanden, dazu werden Vereine auf der Landkarte herumgeschoben wie es früher nur Napoleon mit seinen Zinnsoldaten gemacht haben dürfte. Hinzu kommt die Kurzsichtigkeit der Liga-Verantwortlichen und die Unfähigkeit mancher Funktionäre. Aber wie bekommt man das in den Griff?
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In Mattersburg stimmt einfach alles…

…wenn man davon ausgeht, dass der SVM alles daran legt, immer wieder Schlagzeilen zu machen – und wenn es negative sind, umso besser. Es ist nichts Falsches daran, wenn eine Mannschaft sich nicht als philosophische Einheit von Akademikern präsentiert. Aber die offensichtliche Anhäufung von Undiszipliniertheiten gibt selbst denen zu denken, denen Mattersburg relativ wurscht ist. Der Vollsuff-Ausraster von Cem Atan ist da nur der (vorläufige?) Höhepunkt.
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