Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Russland 2018: Das war die WM-Quali

210 Nationalteams haben sich um einen der 31 freien Plätze bei der WM in Russland beworben. Es hat zweeinhalb Jahre gedauert, aber stehen die Länder fest, die es geschafft haben. Zwei sind zum ersten Mal dabei, einige große oder zumindest gewohnte Namen fehlen (Italien, Holland, USA, Chile, Elfenbeinküste, Kamerun, Ghana).

 

Hier die Übersicht: So lief die Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland 2018.

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Neue Topf-Einteilung bei WM-Auslosung verhindert „Todesgruppen“

Mit dem 2:0-Heimsieg von Peru im Playoff gegen Neuseeland ist nun auch das letzte der 872 Spiele in der WM-Qualifikation absolviert. 31 Teams sind übrig geblieben, die im kommenden Sommer gemeinsam mit Gastgeber Russland den 21. Fußball-Weltmeister ausspielen werden. Am 1. Dezember werden im Kreml die acht Gruppen ausgelost.

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Erstes Abtasten von Team und Foda – 2:1 über Uruguay

Dieses erste Spiel unter dem neuen Teamchef Franco Foda lässt einen irgendwie mit ein paar Fragezeichen zurück. Gute Unterhaltung war der etwas glückliche 2:1-Sieg gegen Uruguay nicht, die erste Hälfte war furchtbar, die zweite überwiegend ganz gut. Aber mehr als ein gegenseitiges Abtasten und Kennenlernen von Team und Trainer war dieser erste Lehrgang und auch das erste Match unter Foda natürlich nicht – und viele Fragen bleiben logischerweise vorerst auch noch unbeantwortet.

Österreich – Uruguay 2:1 (1:1)

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Eine WM ohne Italien! Aber warum?

„Das ist die Apokalypse“, titelte die Gazzetta dello Sport. „Eine historische Blamage“, konstatierte der Corriere della Sera. „Alle raus! Jetzt braucht es eine Revolution“, forderte Alessandro Vocalelli, Chefredakteur des Corriere dello Sport, „Das ist eine noch nie dagewesene Schande!“

Erstmals seit 60 Jahren wird eine WM-Endrunde ohne Italien stattfinden. Der viermalige Weltmeister (1934, 1938, 1982, 2006) hat im Playoff gegen Schweden 0:1 und 0:0 gespielt. Aber wie konnte es so weit kommen?

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Treten Spieler heute früher aus dem Nationalteam zurück?

Christian Fuchs hat’s schon vor einem Jahr getan. Nun haben auch Zlatko Junuzovic und Martin Harnik ihre Karrieren im Nationalteam beendet; Marc Janko wird unter Franco Foda vermutlich keine Rolle mehr spielen, der seit einem Jahr verletzte Robert Almer vermutlich auch nicht.

Was die Frage aufwirft: Treten die Spieler heutzutage jünger bzw. früher aus dem Nationalteam zurück als in den vergangenen Jahrzehnten? Wir haben uns die letzten drei großen ÖFB-Teams (die 78er, die 98er und eben die 2016er) angesehen und verglichen.

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Franco Foda ist ÖFB-Teamchef: Der kleinste gemeinsame Nenner

Der 27. Nachkriegs-Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft heißt also Franco Foda. Der 51-Jährige Rekord-Trainer von Sturm Graz beerbt Marcel Koller. Ist das nun gut oder nicht? Zumindest lässt sich sagen: Der Foda von 2017 ist wohl deutlich geeigneter als der Foda von 2015. Und: Eine Katastrophe mit Anlauf ist er sicher nicht.

Nach dem unwürdigen Absägen von Sportdirektor Willi Ruttensteiner durfte man Schlimmstes befürchten. Die quer durch alle Medien und Social-Media-Plattformen brausende Welle der Empörung über die ewiggestrigen Ansichten diverser Präsidiums-Mitglieder dürfte aber zumindest ein Durchwinken von Andreas Herzog verhindert haben.

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Valencia ist Zweiter – wie geht das?

Die Älteren werden sich erinnern können: 2000 und 2001 stand Valencia jeweils im Finale der Champions League, 2004 gewann der Klub den UEFA-Cup und wurde Meister. In den letzten Jahren aber: Finanzielle Troubles, Trainerverschleiß deluxe, zuweilen Abstiegsangst – und ein auf Eis gelegter Stadion-Neubau.

Und jetzt ist Valencia plötzlich wieder Zweiter in der Primera Division, ungeschlagen nach neun Spielen. Wie geht das? Hier ein kleiner Blick auf den wiedererstarkten Verein, der vor anderthalb Jahrzehnten zu den stärksten in Europa zählte.

Ebenfalls über 30 % der möglichen Einsatzzeit: Jeison Murillo (COL, Innenverteidiger), Nacho Vidal (ESP, Rechtsverteidiger), Santi Mina (ESP, Offensive), Andreas (BRA, Linksaußen).

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ÖFB-Frauen bestätigen EM-Form bei Test gegen Holland

Österreichs Fußball-Frauen zeigen im Testspiel gegen Europameister Holland eine stabile Defensivleistung, dazu gab es insgesamt drei Stangen- bzw. Lattenschüsse. Der „Nebel-Test“ von St. Pölten, welcher nach zwei Gegentoren aus Standards mit einer 0:2-Niederlage endete, bestätigte die bei der EM gezeigte, grundsätzliche Stärke des Teams.

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Das war die Ära Koller

Nach sechs Jahren endet die Ära Marcel Koller. Nach der lähmenden Inhaltslosigkeit der Constantini-Jahre war es die Aufgabe des Schweizers, das Team taktisch von Null auf dieine zeitgemäße Höhe zu bringen. Dafür brauchte er Jahre – aber es gelang. Damit war die Amtszeit von Marcel Koller, dem enttäuschenden letzen Jahr zum Trotz, ein großer Erfolg.

Die Sympathie-Welle, die ihm am Ende seiner Amtszeit zuteil wird, spricht überdies auch Bände über die Angst der Fans davor, was dem ÖFB für seltsame Ideen in der Nachfolge-Frage haben dürfte. Hier nun in der Übersicht: Marcel Kollers 54 Spiele und unsere Analysen dazu.

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System-Experiment zum Abschied – 1:0 bei Kollers letztem Spiel

Das Ende einer Ära: Nach 54 Spielen in sechs Jahren endet die über weite Strecken sehr erfolgreiche und erfreuliche Amtszeit von Marcel Koller als ÖFB-Teamchef. Das mit vielen jungen Spielern bestückte ÖFB-Team verabschiedet den Schweizer mit einem 1:0-Arbeitssieg in Moldawien.

Moldawien – Österreich 0:1 (0:0)

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