Schlagwort-Archive: schweden

EM-Quali für 2016
Happel-Stadion, Wien, 8. September 2014
Österreich - Schweden
1-1
Tore: 7' (p) Alaba bzw. 12' Zengin

Dominant, aber zu wenig echte Gefahr – Österreich “nur” 1:1 gegen Schweden

Was ist es wert, dieses 1:1 gegen Schweden? Österreich war über weite Strecken das aktivere Team, agierte phasenweise sogar drückend überlegen. Schweden zog sich von Beginn an zurück und schwächte das ÖFB-Team, indem es dieses das Spiel selbst aufziehen ließ. Alaba und Co. kreierten zu wenige Chancen und nützten die Druckphase nach der Pause nicht. Ein Big Point wurde verpasst, aber auch noch nicht allzu viel Porzellan zerschlagen.

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WM-Geschichte für Einsteiger (2)

Zwei Weltmeisterschaften hatte es nach dem Krieg gegeben, zweimal mit haushohen Favoriten, und zweimal hatte dieses Team im entscheidenden Moment nicht gewonnen. Wie glücklich die FIFA war über zwei eher Zufalls-Weltmeister – das kleine Uruguay und die nach dem Krieg, nun ja, nicht direkt beliebten Deutschen – ist die Frage. Wie gut nur, dass zur WM 1958 in Schweden – übrigens das letzte Mal, das zwei Endrunden in Folge in Europa stattfanden – die Brasilianer mit einem 17-jährigen Buben aus der an sich nicht so bedeutenden Hafenstadt Santos daherkamen.

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Schöner Mist! Was soll’s. Positiv bleiben.

Schon wieder so eine Scheißgruppe also. Nichts wurde es etwa mit Ungarn aus dem zweiten Topf, nichts mit Finnland oder Lettland aus dem vierten. Nein, es wurde mit Montenegro eine der echten Gemeinheiten aus der vierten Kategorie und mit Schweden was richtig Ungutes aus der zweiten. Schöner Mist.

Nicht, dass das alles unschlagbare Truppen wären und man das Ziel, sich für die EM 2016 zu qualifizieren, jetzt schon abschreiben kann. Österreich kann diese Gruppe, wenn’s richtig gut läuft, sogar gewinnen. Österreich kann aber genauso Vierter werden.

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Ballverliebt Classics: Senegal 2002 – in memoriam Bruno Metsu

metsuBruno Metsu ist tot, der Franzose erlag 59-jährig einem Krebsleiden. Der Name des Trainers, dessen Markenzeichen seine wallende Haarmähne war, wird immer untrennbar mit einer der größten Leistungen verbunden bleiben, die je ein Underdog bei einem großen Turnier geschafft hat: Dem Viertelfinal-Einzug mit dem vor und auch nach seiner Ära international irrelevanten Team aus dem Senegal bei der WM-Endrunde 2002.

Zwei Jahre zuvor hatte der damals 46-Jährige, nach einigen Stationen in Frankreichs zweiter Liga, das Team übernommen. Nach einem achtbaren Afrikacup-Viertelfinale startete man noch unter Vorgänger Peter Schnittger nur mit zwei Remis in eine schwere WM-Quali-Gruppe mit Marokko, Ägypten und Algerien. Dann kam Metsu und der Aufstieg bekann.

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WM-Qualifikation für 2014
Friends Arena, Stockholm, 11. Oktober 2013
Schweden - Österreich
2-1
Tore: 56' M. Olsson, 86' Ibrahimovic bzw. 29' Harnik

Aus und vorbei: Schwedens Umstellungen beenden Österreichs WM-Chancen

Aus der Traum! Österreich verliert 1:2 in Schweden und wird damit die Quali-Gruppe auf dem dritten Rang beenden. Obwohl das ÖFB-Team in der ersten Hälfte sehr viel richtig machte und verdient vorne war, doch Schweden reagierte richtig und drehte das Spiel. Eine Niederlage, die nicht sein hätte müssen, die aber aufzeigt, woran es noch fehlt.

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Die endgültige Abkehr von der Eigeninitiative: Umschaltspiel nun auch bei den Frauen “in”

Es sah so aus, als wäre Norwegen dazu bestimmt, Schwedens EM-Erfahrungen bei diesem Turnier innerhalb eines Matches im Schnelldurchgang zu absolvieren. Zwei schwache Elfmeter in einem Spiel, beide pariert? Japp. Ein Stellungsfehler zum 0:1 gegen Deutschland? Das vermeintliche 1:1 erzielen, das wegen Abseits nicht zählt? Oh ja. Gegen Deutschland verlieren? Auch.

– Simon Bank, Aftonbladet, 29. Juli 2013

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“Vor der Raserei der Nordfrauen bewahre uns, gnädiger Herrgott!” – Cover des Sportteils von Aftonbladet nach dem Viertelfinale

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Wieder verloren! Seit 18 Jahren heißt Schwedens Albtraum “Tyskland”

Schweden drückte.Warf alles nach vorne, traf einmal aus Abseitsstellung, einmal den Pfosten, mehr als einmal rettete Nadine Angerer in höchster Not. Nachdem man selbst den offensivsten Fußball des Turniers gezeigt hat und sich Deutschland ins Halbfinale gewurschtelt hatte, war am Ende doch alles wie immer: Es ist knapp, es ist eng, aber am Ende hat die DFB-Elf die Nase vorn. Diesmal, im Halbfinale der schwedischen Heim-EM, hieß es 0:1. So war es in den letzten 18 Jahren immer: Nie konnte Sverige in diesem Zeitraum ein wichtiges Spiel gegen Tyskland gewinnen…

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Zwischen Schrimps und abgepacktem Sandwich, von Glasfassade bis zum Zelt

Einheitliches Branding, einheitliche Wegweiser, einheitliche Akkreditierungen, einheitliches Erscheinungsbild der Voluntieers. Natürlich ist bei der Frauen-EM in Schweden auf den ersten Blick in allen sieben Spielorten (ok, bislang sechs, Stockholm sieht nur das Finale) alles gleich. Und doch sind die Unterschiede hinter den Kulissen zum Teil beträchtlich. Mit dem 3:1 des Gastgebers gegen Italien in Halmstad habe ich nun jeden der sechs Venues zumindest jeweils einmal abgeklappert. Zeit, ein wenig zu vergleichen. Die Erkenntnis gleich vorweg: Zuweilen scheint die linke Hand nicht zu wissen, wie die rechte arbeitet.

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Frauen-EM 2013 | Gruppe A
Gamla Ullevi, Göteborg, 13. Juli 2013
Schweden - Finnland
5-0
Tore: 15' und 36' Fischer, 38' Asllani, 60' und 87' Schelin

Lernen für die WM-Quali: So kann man Finnland beikommen

Der zweite Gruppen-Durchgang hat in Schweden begonnen – Zeit, ein wenig Österreich-Bezug ins Spiel zu bringen. Finnland wird am 25. September der zweite Gegner der ÖFB-Frauen in der Qualifikation für die WM 2015 sein – und in der Gruppe mit Frankreich, Ungarn, Bulgarien und Kasachstan zweifellos der Hauptgegner um Rang zwei sein, der zum Play-off reichen könnte. Eben jenes Team aus Finnland rannte im Spiel gegen EM-Gastgeber Schweden in ein 0:5-Debakel. Auch, wenn der Gegner aus der Kategorie Weltklasse kam und Österreich “nur” ein gehobenes Mittelklasse-Team ist: Erkenntnisse lassen sich einige ziehen. Vor allem eine: Flanken, was das Zeug hält!

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Wenn man’s nicht wüsste, würde man’s kaum merken – das EM-UFO in Kalmar

Kalmar ist von Göteborg nicht nur räumlich ein schönes Stück entfernt – eine vierstündige Schnellzugfahrt, um genau zu sein – auch im Umgang mit der Frauen-EM herrscht zwischen der doch recht großen Stadt an der Westküste und dem beschaulichen Städtchen an der Ostküste Schwedens ein ziemlicher Unterschied. Kurz gesagt: Wenn man nicht wüsste, dass hier insgesamt vier EM-Spiele steigen – im ersten davon hat ein schwaches Norwegen nur 1:1 gegen Island gespielt – würde man es fast nicht merken.

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