Symptomatisch. Das ist das Wort, dass einem bei vielen Details einfällt, dieser Tage, rund um das österreichische Nationalteam. Und auch um den ÖFB. Wie der seltsame Abschied auf Raten vom Teamchef. Wie das Staatsgeheimnis, das um das angebliche verfeinerte Anforderungsprofil des neuen gemacht wird. Und wie die Reaktionen auf den Vorstoß von Paul Scharner. Ein Kommentar.
Das war die Ära Constantini
Mäßige Türken, biedere Österreicher, logisches 0:0
0:0 gegen die Türkei – keine komplette Enttäuschung aber auch nichts, was dem ÖFB-Team und dem Teamchef wirklich weiterhilft. Auch, weil die Leistung zwar okay war, aber von „überzeugend“ doch noch ein schönes Stück entfernt. Was im Übrigen auch für die Türken gilt, die in dieser Form sicher keine EM-Reife besitzen.

2:6 in Deutschland – weil ohne Druck im Mittelfeld jede Abwehr schlecht aussieht
Es wäre zu billig, die Schuld für die vielen Gegentore beim 2:6 des ÖFB-Teams in Deutschland nur in der österreichischen Hintermannschaft zu suchen. Ja, sie haben nicht gut ausgesehen – aber das eigentliche Problem war das komplett fehlende Pressing im Mittelfeld. Das hat es den Deutschen leicht gemacht.

Deutschland – Österreich: Vorschau auf den unwahrscheinlichen ÖFB-Pflichtsieg
Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein mangelndes Interesse am Spiel zu spüren. In Deutschland nimmt man diese Begegnung so nebenbei mit, sieht es als eine Art verschärftes Testspiel in dem alles andere als ein Sieg eine Sensation wäre. Der nur knapp errungene Sieg vom Hinspiel (hier die Analysen von mir und Philipp) hat dort in der Öffentlichkeit also wenig Eindruck hinterlassen. In Österreich gilt er ja als Grund, wieso immer noch Dietmar Constantini am Trainerstuhl sitzt. Continue reading
Ohne Xavi und ohne Abwehr – aber Barça sieht noch stärker aus als vorher!
Pep Guardiola ist drauf und dran, die Pyramide wieder umzudrehen! Ohne Xavi und ohne Puyol und Piqué, mithin eigentlich ohne Abwehr, kommt mit Fàbregas eine neue Komponente ins Barça-Spiel. Das sah gegen Villarreal wie ein 3-3-4 aus, mit dem man dem Gegner gehörig den Hintern versohlte.

Mit Gündogan spielt es sich anders
Nuri Sahin ist nicht mehr da – darum holte sich der deutsche Meister Dortmund Ilkay Gündogan. Dieser gibt dem Zentrum des BVB jedoch eine andere Note. Harmoniert hat das bei Vizemeister Leverkusen nicht: Man bekam das Offensiv-Quartett kaum ins Spiel. So gab’s „nur“ ein 0:0.

Pogatetz‘ Eigentor zum Trotz: Hannover zieht in die Gruppenphase ein!
Hannover hat es geschafft! Das Überraschungsteam der letzten Bundesliga-Saison hat tatsächlich Sevilla eliminiert und steht in der Gruppenphase der Europa League. Weil es die Spanier in einer hitzigen und zerfahrenen Partie nicht geschafft haben, die Überlegenheit in Tore umzumünzen.

Abgemeldete Flügel lassen Sturms Traum von der Champions League platzen
Aus der Traum von der Champions League – mit einem 0:2 daheim gegen BATE Borisov scheitert Sturm kurz vor dem Ziel. Verdient, denn den offensiv recht biederen Weißrussen gelang es hervorragend, die wichtigsten Positionen der Grazer zu neutralisieren. Und zwar die Flügel.


