Der deutsche Ski-Trainer sagt, „die Österreicher gewinnen eh nichts, wir sind besser“, und lässt mit Felix Neureuther seinen besten Fahrer daheim, weil der sein einziges Rennen in Kitzbühel und damit auf einem minderwertigen österreichischen Hang gewonnen hat. Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Continue reading
Das war die Austria Kärnten – ein vorgezogener Nachruf
Schon vor der Winterpause war es bestenfalls sehr optimistisch, in Kärnten an den Klassenerhalt zu glauben. Ein neuer Trainer sollte es richten, der Slowene Prelogar übernahm das Ruder und bewies was vorhin schon klar war: Ohne neuem Kader würde er nicht viel ausrichten und die tieferliegenden Ursachen der Misere tangierte der Trainerwechsel ohnehin nicht. Die Politiklandschaft des südlischsten Bundeslandes ist zerrüttet, der SK Austria Kärnten steht dem in nichts nach. Das heutige 0:3 gegen die Blackies aus Graz war nicht nur eine weitere Episode der Negativserie sondern auch ein Sinnbild für das unabwendbare Ende des Bundesligadaseins und des drohenden Aus für den Verein als Ganzes.
Auf 2.000 Anwesende schätzte der ORF Kommentator das Stadionpublikum und weit daneben dürfte er nicht gelegen haben. Prall gefüllt war nur der fröhliche Auswärtssektor, der Rest glich einer Geisterstätte mit ein paar Statisten als Einsprengseln. Trotz besserer Performance in den letzten paar Partien hatten die Kärntner Kicker den Grazern nichts entgegen zu setzen. Keine Minute nach dem Anpfiff wummste es zum ersten Mal hinter Goalie Schranz. Bis auf halbgefährliche Angriffe und diversen Chaoseinlagen in der Abwehr gab es dann auch nichts mehr um Paroli zu bieten, insbesondere in Halbzeit Zwei und obwohl Sturm heute alles andere als eine Bestleistung zeigte.
Joze Prelogar hat höchtens noch die Chance auf Ergebniskosmetik. Er ist der sportliche Konkursverwalter des Vereins.
Ein geschichtlicher Abriss erklärt den Niedergang des karinthischen Kunstklubs besser als jede Kaderdiskussion.
Gegründet 2007 auf der gekauften Lizenz des ehemaligen FC Pasching, verhandelt vom ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Landeshauptmann Haider, war die Austria Kärnten von Anfang an mehr politisches Prestigeprojekt als eine professionell geführte Sportorganisation. Präsident wurde Mario Canori, einstmals Vizebürgermeister von Klagenfurt, der offen zugestand, keine Ahnung von Fussball zu haben. Der Vorstand sammelte sich aus dem politschen Freundeskreis Haiders.
Ehemalige Paschinger Kicker, Jungspunde vom FC Kärnten (dessen Präsident Haider war und der im Jänner einen Landesliga-Neustart absagen musste) und GAK Routiniers sollten ein erfolgreiches Team formen, fanden sich jedoch schon in der ersten Bundesligasaison im Abstiegskampf und zeitwillig auch am letzten Rang wieder. Die rote Laterne landete letztlich in Innsbruck beim FC Wacker und die Folgesaison, 2008/09 weckte Hoffnungen. Platz 6 wurde es, in einer Tabelle die sich ganz klar in eine obere und untere Hälfte teilte.
Weniger erfreulich lief es in Sachen Finanzen. Die prekäre Situation führte zum Abgang einiger Stützen im Sommer. Wie wichtig manche Kicker für die Kärntner waren demonstrieren manche Ehemalige heute bei ihren neuen Vereinen, etwa die zu Sturm gewechselten Weber und Bukva oder die bei der Austria gelandeten Junuzovic und Ortlechner. Im Gegenzug kamen unter anderem die beiden Austria Wien-Schlachtrösser Troyansky und Blanchard, die die Lücke nicht schließen konnten.
Der Teufelskreis, längst initiiert von Leuten, die nicht in der Lage sind einen Fußballverein zu führen, war endgültig geschlossen. 7 Punkte zur Winterpause sprechen eine deutliche Sprache. Nach Schachner, Schmidt und Schinkels ist jetzt Prelogar am Werk um Kohlen aus dem Feuer zu holen, die längst zu Asche zerfallen sind.
Geschieht nicht ein unglaubliches Wunder, so ist die SK Austria Kärnten weder sportlich noch wirtschaftlich zu retten und steuert auf das gleiche Schicksal wie der FC Kärnten zu. Gute Schlagzeilen liefert der Klub nicht mehr und die Politik ist mehr und mehr mit den eigenen Wirren beschäftigt. Der Untergang von Haiders Erbe macht auch vor „seinem“ Fussballklub nicht halt.
Man kann den verbliebenen Youngsters nur einen schnellen und erfolgreichen Absprung wünschen.
Das Reichel-Dilemma
Der LASK hat ein Problem. Dieses Problem ist weniger die Entlassung von Trainer Hamann, sondern viel mehr die Art und Weise, wie Präsident Reichel den Verein führt. Vor allem, wenn man eine mittel- und langfristige Prognose wagt. Continue reading
Vier Sechs Null
WM-SERIE, Teil 11: NIEDERLANDE | Die „Elftal“ ist mal wieder einer der Mitfavoriten auf den Weltmeister-Titel. Die Holländer versuchen es dabei, wie schon bei der Euro2008, mit einer offensiv ausgerichteten Kontertaktik. Klingt komisch – ist aber so. Continue reading
Schuldig: Togos Präsident Houngbo.
Togo wurde wegen Einmischung der Regierung beim Abzug vom Afrikacup für vier Jahre gesperrt. Doch auch, wenn das Strafmaß brutal ist: Togo zeigte, wie schon bei der WM in Deutschland, schreckliches Krisen-Management und verstieß gegen sämtliche Regeln – darf sich also nicht wundern. Continue reading
Jetzt oder Nie
WM-SERIE, Teil 10: SÜDKOREA | Der Semifinalist von 2002 ist ein Dauergast, bis auf den Erfolg bei der Heim-WM war aber immer der Vorrunde Endstation. Mit zahlreichen Europa-Legionären und einem Star von Manchester United soll sich das nun ändern. Continue reading
Mehr als ein kleiner Bruder?
WM-SERIE, Teil 9: SLOWAKEI | Eigentlich sind die Slowaken ja eher dafür bekannt, den Nachbarn aus Tschechien im Eishockey einzuheizen. Jetzt schicken sie sich an, im Fußball einen historischen Irrtum aufzuzeigen. Einen Irrtum aus dem Jahre 1976. Continue reading
Von US-Samoa über Afghanistan bis San Marino
WM-SERIE: „LEIDER NEIN“, Teil 1 | Insgesamt 198 Mannschaften haben es aktiv versucht, einen der 31 freien Plätze für die Endrunde zu ergattern. Offiziell. Denn in vielen Ländern hat keiner damit gerechnet, ein WM-Ticket ergattern zu können…
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WM-SERIE, Teil 8: CHILE | Drei Jahre nach dem dritten Platz des U20-Teams bei der WM in Kanada ist Chile zurück auf der großen Bühne. Mit sieben Spielern, die 2007 dabei waren, davon vier als Stammkraft – und ausgerechnet einem Teamchef aus Argentinien! Continue reading
Die Blamierten sitzen bei der Bundesliga
Das wochenlange Hick-Hack um die Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga, das sehr öffentlich und auch recht untergriffig geführt wurde, endet mit einer peinlichen Niederlage für die Bundesliga. Jetzt kommt die Ausschreibung, die es von vornherein geben hätte müssen. Continue reading