Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Round-up zur WM-Quali: Alle spielen schon, nur Europa nicht

Gerade war der letzte Großkampftag für die laufende Saison – bis auf den Ozeanien-Cup geht das Rennen um die 31 freien Plätze für die WM-Endrunde in Russland erst im September wieder weiter. Bis auf Europa haben auch alle Kontinente längst losgelegt – und zum Teil sind auch schon ganze Gruppenphasen absolviert worden.

Darum hier unser Überblick, stand April 2016: So lief es bisher in der WM-Qualifikation, und so geht es weiter.

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Ohne Baumgartlinger keine Lösung nach Terims Umstellung

Österreich verliert das Testspiel gegen die Türkei mit 1:2. Das Ergebnis ist nicht schlimm, zumal die Gegentore aus einem Freistoß und einem Torwart-Patzer entstanden. Was hingegen sehr wohl etwas Sorge bereitet: Ohne Julian Baumgartlinger, der krank fehlte, konnte Marcel Koller nicht so reagieren, wie das nach der intelligenten Umstellung des türkischen Trainers Fatih Terim notwendig gewesen wäre.

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Alle vier in der Elite-Runde: ÖFB-Nachwuchs 2016

Vier Chancen in drei Wochen: Von 19. März bis 10. April sind die U-17- und U-19-Nationalteams der Burschen wie der Mädels in ihren jeweiligen EM-Qualifikationen in den entscheidenden Elite-Runden zugange. Jedes der vier Teams darf sich durchaus Chancen ausrechnen, durchzukommen, auch je nach Auslosung. Augenfällig ist aber, dass der allgemeine Trend im ÖFB zu immer stärkeren Nachwuchs-Teams nicht abreißt.

Hier eine Übersicht über die vier Teams, die allesamt ihre Vorrunden im Herbst relativ locker überstanden haben.

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Österreich gewinnt den Cyprus-Cup (plus: noch viel mehr)

Ein Freistoß von der halbrechten Seite segelt in den polnischen Strafraum, eine Abwehrspielern verlängert die Kugel genau vor Katharina Schiechtl – und die Bremen-Legionärin sagt „Danke“. Das entscheidende 2:1 im Finale des Cyprus Cup für Österreich, es war die 89. Minute. Der erste Sieg bei einem der renommierten März-Turniere für Österreich.

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20 Jahre, 22 Klubs: Österreichs Fußball-Konkursmasse

Bei Austria Salzburg geht es weiter: Der Zwangsausgleich ging durch, der Spielbetrieb für die restliche Erste-Liga-Saison ist gesichert, ab Sommer soll es in der Regionlliga weiter gehen. Damit haben es die Violetten aus der Mozartstadt besser als viele andere Klubs, die in den letzten 20 Jahren Bundes- oder Erste Liga gespielt haben: 22 Vereine schlitterten seit 1996 in den Konkurs, mussten den Spielbetrieb einstellen, wurden von der Bildfläche wegfusioniert oder wurden gleich ganz liquidiert.

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Zwei völlig verschiedene Spielanlagen schärfen

Das Leistungsgefälle ist, allen Fortschritten der Mittelklasse zum Trotz, im Frauenfußball immer noch gewaltig. Das heißt: Schwächere Teams bunkern sich gegen bessere extrem hinten ein und verbarrikadieren die gefährliche Zone vor dem Tor.  Nun gehört Österreich mittlerweile auch zu den stärkeren Nationalteams.

Das dadurch entstehende Dilemma: Die auf extrem aggressives Pressing und hohe körperliche Robustheit ausgelegte Spielanlage kann oftmals nicht zur Anwendung gebracht werden, weil der Gegner den Ball gar nicht haben will und man dadurch auch niemanden anpressen kann. Darum ist ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer gezwungen, der Mannschaft eine zweite, völlig entgegengesetzte Spielanlage einzuimpfen. Dazu dient der kommende Cyprus Cup.

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Gibt es mehr Nicht-Ex-Profis als Trainer als früher?

Die Entwicklung gefiele ihm überhaupt nicht, gab Mehmet Scholl im vergangenen Herbst zu Protokoll. Immer mehr würde der Fußball von „Laptop-Trainern“ überschwemmt, wie er mit kaum verhohlener Geringschätzung formulierte, die für die ihre Taktik und ihre Matchpläne das Wichtigste seien, die aber keine Ahnung haben, wie es im Profi-Fußball wirklich zu ginge.

Auf der anderen Seite war es in Österreich eines der größeren Themen der letzten Jahre, dass gerade zurückgetretene Idole die Trainer-Posten geradezu nachgeworfen bekommen, ohne Lehrjahre in der Jugend, und dass sie sogar bewusst eher in Trainerkurse kämen als womöglich innovatiere, bessere Trainer, die über eine solche Karriere nicht verfügen.

Wir haben mal einen Blick auf die Zahlen geworfen und vergleichen kräftig: Die Lage der Ligen und die Postenverteilung in verschiedenen Ländern jetzt und im Vergleich mit der Vergangenheit.

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Wie würde die EM mit acht oder mit 16 Teams aussehen?

haettiwari-604x27024 Länder, die insgesamt 84 Prozent aller in der UEFA zusammengefassten Einwohner repräsentieren, gehen im Sommer in die EM-Endrunde in Frankreich – also bis auf Holland und Griechenland gefühlt eh irgendwie alle. Nur: Wie hätte das Teilnehmerfeld und die Gruppen ausgesehen, wenn es den Modus wie bisher gegeben hätte, oder gar ein Acht-Nationen-Turnier wie bis 1992, als die Dänen den Titel holten? Wir spielen ein wenig Hättiwari.

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Foda, Sturm Graz und König Chaos: Ein Blick auf die Zahlen

Platz vier über den Winter, acht Siege und sieben Niederlagen, annähernd ausgeglichene Tordifferenz: Der SK Sturm Graz stellt anno 2015 graues Mittelmaß dar. Aber warum ist das so? Ein Blick auf die Zahlen zeigt viele Baustellen, die hier einzeln aufgezeigt werden. Ein kurzer Überblick:

– Sturm spielt effizienter, wenn Donis Avdijaj nicht auf dem Feld ist
– Daniel Offenbacher ist besser als sein Ruf
– Anel Hadzic ist eher ein Risiko als ein Asset
– Das Mittelfeld wird umgangen, aber die geeigneten Außenverteidiger fehlen
– Es werden Spieler geholt, die entweder nicht geeignet sind oder nicht gebraucht werden

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EM mit 24 Teams: Die Sache mit den Gruppendritten

Mit der bevorstehenden Auslosung für die EM 2016 – und der ungewohnten österreichischen Beteiligung daran – lohnt sich ein Blick auf den Turnier-Modus. Genauer gesagt: Auf die Tatsache, dass die vier besten der insgesamt sechs Gruppendritten ebenso in die K.o.-Runde kommen. Die Frage ist: Welche Bilanz reicht, um unter diese vier Dritten zu kommen?

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