Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Vier Phasen bei 2:2 der ÖFB-Frauen in Norwegen

Es ist gelungen: Die ÖFB-Frauen haben in Norwegen ein 2:2 geholt und damit erstmals auswärts bei einem Topf-1-Team einen Punkt ergattert. Das Match beim amtierenden Vize-Europameister war von mehreren Phasen geteilt – zeitweise sah Österreich wie das deutlich bessere Team aus, dann wieder wirkte vieles eher kopflos. Über die Spieldistanz gesehen aber geht das Unentschieden in Ordnung.

Continue reading

Trotz Tor: Schöpf bei 2:1 über Malta eher ein Fremdkörper

Das ÖFB-Team gewinnt das vorletzte Spiel vor der EM-Endrunde mit 2:1 gegen Malta. Viel kann man daraus nicht mitnehmen, weil Österreich aus dem Training heraus spielte und es mehr ein Zu-sich-Finden auf dem Platz war als ein wirkliches Testspiel. Aber immerhin lassen sich über die Leistung von Alessandro Schöpf und über die fehlende Konsequenz im Spiel nach vorne ein paar Kleinigkeiten sagen.

Continue reading

Quali-Party für ÖFB-Frauen eine Frage der Zeit

DASS sich die ÖFB-Frauen erstmals für eine EM qualifizieren werden, steht vor diesem Doppel-Spieltag weitgehend außer Frage. Damit bleiben vor dem Auswärtsspiel in Oslo (2. Juni) und dem Heimspiel gegen Israel in Horn (dem insgesamt 50. Länderspiel von Teamchef Dominik Thalhammer am 6. Juni, beide live in ORF Sport +) noch zwei Fragen übrig: Geht es sich schon jetzt aus, das auch rechnerisch zu fixieren? Und: Gelingt die Revanche für die Heim-Niederlage gegen Norwegen?

group 8

Continue reading

Das verrückteste Jahr der Premier League

Leicester und Tottenham um den Titel, City und United machen sich den letzten CL-Platz aus, Chelsea versinkt in der Bedeutungslosigkeit, Newcastle steigt ab: Zugegeben, auch wir haben die abgelaufene Saison in der Premier League nicht ganz exakt vorausgesagt.

Dafür blicken wir nun ausführlich zurück auf die ungewöhnlichste Spielzeit, die Englands höchste Liga seit sehr langer Zeit gesehen hat: Jedes der 20 Teams wird unter die Lupe genommen, vom Sensations-Champion Leicester bis zum heillos überforderten Aston Villa.

Continue reading

Die Zwei und dahinter Einheitsbrei: Bundesliga-Bilanz 2015/16

Bayern vor Dortmund und Leverkusen: Wer vor der Saison auf diesen Einlauf wettete, hat damit nicht viel Gewinn gemacht. Ein Hochgenuss war diese Spielzeit allerdings nicht: Vom Top-Duo abgesehen, fehlt es der Liga eklatant an konstant starken Teams, sodass die Qualität im Kampf um die Europacup-Plätze schon arg zu wünschen übrig ließ. Auch gibt es nur sehr wenige Trainer, die ihre Teams markant vom konservativen Mainstream abweichend spielen lassen.

Wir blicken noch einmal kurz auf die 18 Teams und ziehen eine Bilanz über diese Bundesliga-Saison.

Continue reading

Ligen-Reform in Österreich: Was hieße das in der Praxis?

haettiwari-604x270Im Rahmen des Cup-Finales zwischen Salzburg und der Admira soll es soweit sein: Die Vertreter der Bundesliga-Klubs wollen jene Ligen-Reform beschließen, an der seit einigen Monaten hinter den Kulissen geschraubt wurde, mit einer Aufstockung der Bundesliga auf 12 oder 14 Teams und der Installierung einer zweiten Leistungsstufe mit 16 Klubs – und zwar schon im Sommer 2017.

Welche Auswirkungen hätte das in der Praxis? Machen wir den Reality Check.

Continue reading

Cup der Cupsieger: So sähe er 2015/16 aus

haettiwari-604x270

Wer zumindest 30 Jahre alt ist, wird sich noch bewusst an ihn erinnern: Den Europapokal der Cupsieger. 1999 wurde dieser zu Grabe getragen, weil die meisten Gewinner der nationalen Pokalbewerbe auch in der gerade innerhalb von zwei Jahren von 16 auf 32 Teams erweiterten Champions League qualifiziert waren.

Passend zur Cup-Halbfinal-Woche (in Deutschland, England, Frankreich, Russland und auch in Österreich steht diese Runde am Programm) spielen wir ein bisschen „Hättiwari“: Wie würde der Cupsieger-Bewerb in der Saison 2015/16 aussehen, gäbe es ihn noch?

Continue reading

Crotone in der Serie A: Grüße aus der Vorhölle

Grünbraune Hügel, wohin das Auge reicht. Bahnhöfe, die diesen Namen nicht verdienen, für Rotten mit kaum einer Handvoll Häuser. Man könnte sich nicht einmal streiten, ob es eine schöne Gegend ist oder nicht. Es ist einfach Gegend. Selbst Weidevieh sucht man vergeblich. Eine Stunde lang tuckert der Zug quer durch die kalabrische Einöde, ehe man von der Provinzhauptstadt Catanzaro aus – das auch schon eine schöne Stunde abseits der einzigen echten Durchzugsroute durch Kalabrien liegt – in Crotone ist.

Continue reading

Crotone in Serie A: Greetings from purgatory

The grass on the hills appear in a dreary mixture of green and brown. There are railway stations that don’t deserve that name, each for hardly more than a couple of houses. You couldn’t even argue if it’s a beautiful scenery or not, it’s just scenery. There’s not even grazing animals. Starting in the Calabrian capital of Catanzaro – itself an hour off the only real route through the region – it takes a train ride of about an hour through the southern Italian wasteland to arrive in the town of Crotone.

Continue reading