Dreierkette gegen Falsche Neun: Italien taktischer Punktsieger über Spanien

Endlich mal etwas Abwechslung im Einheitsbrei der Systeme: Spanien und Italien lieferten sich ein hochinteressantes Spiel. Die Spanier kamen ohne echten Stürmer, die Italiener hielten mit einer Dreierkette dagegen – und trugen beim 1:1 wohl den taktischen Punktsieg davon. Beide Teams müssen aber als eine Klasse stärker als die zwei Gruppengegner gelten. Der Qualitäts-Unterschied zum 3:1 der Kroaten gegen Irland war enorm.

Spanien - Italien 1:1 (0:0)

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Deutschland rettet sich, Holland nicht

Euro 2012 / Tag 2 | Eine schwere Geburt war es, das erste Turnier-Spiel für den Mit-Favoriten aus Deutschland. Selbst hatte man großen Respekt vor den portugiesischen Flügeln, der Gegner machte das Zentrum zu – so gab’s eine recht statische Partie. Die Deutschen retteten den 1:0-Sieg, für Holland ging es nicht so gut aus: Nach dem nicht unverdienten 0:1 gegen Dänemark steht der Vize-Weltmeister schon jetzt mit dem Rücken zur Wand.

Deutschland - Portugal 1:0 (0:0)

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Reality Check für Polen, verdienter Sieg für Russland

EURO 2012 / Tag 1 | Die Russen machen’s nicht ungeschickt. Kräfte eher ein wenig sparen und, wie beim 4:1-Sieg zum Start in die EM gegen Tschechien, die Post nur in ausgewählten Aktionen abgehen lassen – dort aber so richtig. Beim Gastgeber Polen ging die Post nur eine Viertelstunde lang ab. Dann verlor man gegen Griechenland den Faden und letztlich sogar fast noch das Spiel…

Russland - Tschechien 4:1 (2:0)

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Die spanische Nacht von Wien

Iker Casillas stemmte den Cup in den Wiener Nachthimmel. Der Bann war gebrochen: Spanien, der ewige Under-Achiever, hatte endlich das Potenzial ausgeschöpft. Das Finale der Euro 2008 im Happel-Stadion brach den Bann, fortan etablierten sich die Spanier als bestes Team der Welt. Doch die Spielweise beim 1:0-Sieg über Deutschland war schon untypisch.

Spanien - Deutschland 1:0 (1:0)

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Euro-Classics 2008 – Den Sieg erzwungen / Zum Glück gezwungen

In den Halbfinals der Euro 2008 sahen jeweils klare Favoriten (Deutschland und Spanien) gegen zwei Außenseiter mit dem Turnierverlauf auf ihrere Seite (Türkei und Russland). Letztlich setzten sich die Favoriten durch, aber nicht ohne besondere Umstände. Die einen mussten den Sieg erzwingen, die anderen wurden von der Verletzung des Torschützenkönigs zum Glück gezwungen…

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Die Ballverliebt.eu EM-Tippliga 2012

Noch zwei Mal schlafen, dann ist Wochenende. Und Fußball-EM. Am Freitag, 18:00 erfolgt der Anstoß. Eröffnet wird das kontinentale Fußballspektakel von Co-Gastgeber Polen, der auf den Europameister von 2004, Griechenland, trifft. Weil so ein Großereignis ohne Tippspiel irgendwie nur halb so schön ist, rittern wir gemeinsam mit euch auch diesmal um Punkte und Platzierungen.

Allerdings wird nicht, wie bisher, direkt bei uns getippt, sondern wir haben es uns in einer eigenen Tipp-Liga bei den Kollegen von 90minuten.at gemütlich gemacht. Und so nehmt ihr teil:

  1. Zur Teilnahme benötigt ihr einen Account bei 90minuten.at. Wer noch keinen hat, folgt diesem Link: Konto anlegen.
  2. Anschließend begebt ihr euch zur Ballverliebt-Tippliga und tretet bei. Die Liga ist offen, ein Passwort wird nicht benötigt. Unter folgendem Link kommt ihr zur Ligenauswahl, wo ihr auch die Ballverliebt.eu-Tippgemeinschaft unter „einer Liga beitreten“ findet: Der Ballverliebt.eu-Liga beitreten.
  3. Es gibt 2 Kategorien von Tipps: Match-Tipps und Extra-Tipps. Für Match-Tipps existieren Quoten, die sich aus den bisher abgegebenen Tipps ergeben. Wer auf den Underdog setzt, riskiert mehr, kann aber auch mehr gewinnen. Wer noch dazu das Ergebnis genau errät, erhält 3 Extrapunkte. Die Abgabe der Tipps ist bis kurz vor Spielbeginn möglich.
  4. Bei den Extra-Tipps wird auf den Europameister, die Gruppensieger und das Abschneiden der beiden Gastgeberländer sowie des amtierenden Champions Spaniens gesetzt. Auch hier greift das Quotensystem. Abgerechnet wird zum Schluss, hier bietet sich also die Gelegenheit sich am Ende des Turniers noch einmal nach vorne zu katapultieren. Die Abgabe der Extra-Tipps ist bis vor Anpfiff des ersten Euro-Spiels möglich.
  5. Bei 90minuten.at hat man auch fleißig Preise ausgegraben, die für die Zwischen- und Gesamtsieger reserviert sind. Informationen über diese, sowie eine ausführliche Anleitung zum Tippspiel findet ihr hier: Tippspiel und Preise.

Bleibt uns nur noch, euch viel Erfolg zu wünschen ;)

0:0 gegen Rumänien: Hinten immer besser, vorne weiter mäßig

Scharner ist schlau genug für Vorstöße aus der Innenverteidigung und das defensive Pressing greift immer besser – das die positiven Aspekte von Österreichs 0:0 gegen Rumänien. Was gegen einen erschreckend passiven Gegner noch nicht nach Wunsch klappte: Räume schaffen für das eigene Spiel nach vorne. 

Österreich - Rumänien 0:0

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Euro-Classics 2008 – Ein böser Fluch

Was ist ein Gruppensieg wirklich wert, bei einem großen Turnier? Wenn es nach den Resultaten im Viertelfinale der Euro 2008 geht, gar nichts – er lag wie ein böser Fluch über den betroffenen Teams. Portugal, Kroatien, Holland und Spanien, die alle schon vorzeitig als Gruppen-Erster festgestanden waren, schonten in ihren letzten Partien ihre Stammspieler – und drei aus dem Quartett verabschiedeten sich danach im Viertelfinale.

Zufall oder nicht, jedenfalls zeigte sich, dass sich taktische Variabilität auszahlt. Bei den Deutschen, die mit einem neuen System spielten. Die Türken, die wegen tonnenweise Ausfällen ohnehin in jedem Spiel zu einer völlig neuen Formation greifen müssen. Die Russen die sich anders als in der Vorrunde erst einmal zurückzogen und so den Holländern die Angriffsfläche nahmen. Und natürlich gehört auch Glück dazu. Das Glück, dass Semih in der 121. Minute gegen Kroatien der Ball zufällig vor die Füße fällt. Und das Glück, dass man auch mal im Elferschießen braucht, um Komplexe aus der Vergangenheit zu bewältigen – wie die Spanier… Continue reading

Euro-Classics 2008 – Zwei Korken-Knaller

Spanien? Trotz starkem Kader noch immer irgendwie gescheitert. Griechenland? Den Spielverderber der spielerisch ansonsten grandiosen EM vier Jahre davor wollte keiner sehen. Schweden? Immer dabei, meistens ganz gut, aber selten wirklich aufregend. Die Russen? Zwanzig Jahre her, dass die eine relevante Mannschaft hatten. Kaum jemand interessierte sich vor der Euro2008 für die eher unscheinbare Gruppe D. Zu Unrecht, denn zumindest zwei Teams drückten dem ganzen Turnier ihren Stempel auf!

Spanien - Russland 4:1 (2:0)

Spanien – Russland 4:1 (2:0)

Luxusprobleme plagten Luis Aragonés vor dem Turnier-Start seiner Spanier. Im Mittelfeld hatte er Silva, Xavi, Iniesta und Fàbregas, dazu Xabi Alonso und Senna zur Verfügung. Vorne David Villa und Fernando Torres. Wen sollte der 69-jährige Griesgram da draußen lassen? Und doch nahm vor dem Turnier niemand die Spanier für voll. Weil sie noch immer einen Weg gefunden hatten, kolossal zu scheitern.

Gegen Russland ging Aragonés von seinem aus der Quali gewohnten 4-1-4-1 ab und brachte Villa UND Torres, Senna statt Xabi Alonso und beließ Fàbregas auf der Bank. Senna war der tiefste Spieler im Mittelfeld, Silva besetzte die linke Flanke und Iniesta nominell die rechte. Letzterer orientierte sich aber eher in die Mitte Richtung Xavi. Villa agierte als hängende Spitze und bewegte sich über die komplette Breite des Feldes.

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3:2 über die Ukraine – es geht was weiter

Eine Woche vor EM-Start ist ein 2:3 in Österreich für den Co-Gastgeber nicht gerade ein Boost für’s Selbstvertrauen. Für das ÖFB-Team allerdings sind neben dem Erfolg über die Ukraine vor allem die Erkenntnisse aus dem Testspiel nicht schlecht: Ein klares Defensiv-Konzept, gute Chancenverwertung und eine immer klarerer erkennbare Handschrift des Teamchefs darf man als positiv vermerken. Fehlende Breite von den Außenverteidigern und überhasteter Spielaufbau als negativ.

Österreich - Ukraine 3:2 (1:0)

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