Wenn am 2. Dezember entschieden wird, wer die WM 2018 austragen darf, ist die Bewerbung aus England sicher eines der ganz heißen Eisen. Vieles spricht für das Land, das die derzeit gemeinhin als beste Liga der Welt angesehene Meisterschaft sein eigen nennt. Aber nicht alles.
Alle Beiträge von Philipp Eitzinger
Schlüssel zum Titel: Weniger Taktik-Fehler, größerer Wille – und Glück
Zwei Außenseiter trafen sich in Toronto zum Endspiel der 15. MLS-Saison – die Favoriten L.A. Galaxy und NY Red Bulls waren genau wie Titelverteidiger Salt Lake gescheitert. So war der Weg frei für Riesentöter Dallas und Glücksritter Colorado, die beide um ihren ersten Titel der nordamerikanischen Profiliga ritterten.

Freiburg zeigt, wie’s gehen könnte
Vierter gegen Erster – wer vor der Saison gewettet hätte, dieses Attribut würde auf Freiburg gegen Dortmund zutreffen, wäre jetzt wohl reich. In diesem Spiel hatte Freiburg die bessere erste Hälfte, aber weil BVB-Coach Klopp in der Pause richtig reagierte, drehte sich das Spiel danach komplett.

Machtdemonstration gegen Kühbauer
Wacker Innsbruck zeigt’s: Auch als Aufsteiger kann man in der Bundesliga eine gute Figur machen. Die letztes Jahr knapp Geschlagenen, Altach und die Admira, enteilen dieses Jahr der Zweitliga-Konkurrenz in Riesenschritten. Vor allem Altach konnte in diesem Spiel zeigen, warum. Man würde in dieser Form in der Bundesliga kaum schlechter dastehen als Innsbruck.

How to play for 0:0
Bedrückend defensiv war der Zugang jener Schweden, die nach der verpassten WM einen radikalen personellen Schnitt durchgeführt hatten. Der WM-Dritte und Favorit der österreichischen Quali-Gruppe, bei dem viele junge Spieler ausprobiert wurden, fand keine passende Antwort.
Ballverliebt Classics: Das goldene Eigentor
Es war eines der unglaublichsten Finalspiele der Europapokal-Geschichte. Auf der einen Seite der englische Renommier-Klub Liverpool, der Favorit. Auf der anderen Seite der spanische Emporkömmling Alavés, der krasse Außenseiter. Das Finale von Dortmund war aber auch ein Paradebeispiel dafür, wie Trainer mit guten Wechseln ein Spiel lenken können
16 Jahre war es her, als Liverpool das letzte Mal in einem europäischen Finale gestanden war. Doch die Saison 2000/01 sollte das große Comeback der Reds werden: Neben den Siegen in Ligacup und FA-Cup waren im Uefa-Cup Vereine wie AS Roma, der FC Porto und der FC Barcelona keine Stolpersteine. Und eigentlich sollte das auch der No-Name-Verein CD Alavés nicht werden. Das Los meinte es mit den Basken gut auf dem Weg ins Finale – nach dem überraschenden Erfolg gegen Inter Mailand im Achtelfinale mussten „nur noch“ Rayo Vallecano und Kaiserslautern aus dem Weg geräumt werden. Im Finale im Dortmunder Westfalenstadion, gespielt am Mittwoch, dem 16. Mai 2001, räumte Alavés kaum jemand eine Chance ein. Aber weit gefehlt!

Basel vermeidet Ungerechtigkeit
Letze Woche gab es das Duell Erster gegen Zweiter in Österreich – Grund genug für uns, eine Woche später eben dieses Spiel in der Schweizer Liga zu betrachten. Und nein, hier geht’s nicht um den Tennisball-Angriff der Basel-Fans. Sondern um das, was in den 90 Minuten danach passierte...

Es muss nicht immer glanzvoll sein
Doppelte angezogene Handbremse
Beide Teams brauchten einen Sieg. Aber keine der beiden Mannschaften spielte auch so – Juventus Turin und die Salzburger Bullen trennen sich mit einem 0:0, das keinem weiterhilft. Das Spiel mutete seltsam an, weil bis zum Schlusspfiff keines der beiden Teams den Eindruck erweckte, mit aller Macht den Erfolg anzustreben.

Bayern im Schongang zum 4:0
Mehr als eine durchschnittliche Leistung war für den deutschen Meister nicht notwendig, um in Cluj zu einem nie auch nur ansatzweise gefährdeten 4:0-Kantersieg zu kommen. Die Rumänen konnten nicht einmal dem Standfußball, den die Bayern über weite Strecken zeigten, etwas entgegen setzen.


