Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Foda, Sturm Graz und König Chaos: Ein Blick auf die Zahlen

Platz vier über den Winter, acht Siege und sieben Niederlagen, annähernd ausgeglichene Tordifferenz: Der SK Sturm Graz stellt anno 2015 graues Mittelmaß dar. Aber warum ist das so? Ein Blick auf die Zahlen zeigt viele Baustellen, die hier einzeln aufgezeigt werden. Ein kurzer Überblick:

– Sturm spielt effizienter, wenn Donis Avdijaj nicht auf dem Feld ist
– Daniel Offenbacher ist besser als sein Ruf
– Anel Hadzic ist eher ein Risiko als ein Asset
– Das Mittelfeld wird umgangen, aber die geeigneten Außenverteidiger fehlen
– Es werden Spieler geholt, die entweder nicht geeignet sind oder nicht gebraucht werden

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EM mit 24 Teams: Die Sache mit den Gruppendritten

Mit der bevorstehenden Auslosung für die EM 2016 – und der ungewohnten österreichischen Beteiligung daran – lohnt sich ein Blick auf den Turnier-Modus. Genauer gesagt: Auf die Tatsache, dass die vier besten der insgesamt sechs Gruppendritten ebenso in die K.o.-Runde kommen. Die Frage ist: Welche Bilanz reicht, um unter diese vier Dritten zu kommen?

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20 Jahre alt und immer erwachsener: Das ist die Major League Soccer

Wenn es eine Lehre aus der gerade abgelaufenen Saison der Major League Soccer gibt, der zwanzigsten, dann diese: Das mit den großen (ausrangierten) Spielern aus Europa ist gut für die Aufmerksamkeit, aber kontraproduktiv auf dem Feld. Nach dem Ende der 20. Saison der MLS: Die Ami-Liga, ihre Eigenheiten und ihr steter Weg zu mehr Aufmerksamkeit, einmal genau erklärt.

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Die Teams der Bundesliga: Mannschaft oder One-Man-Show?

Was ist Salzburg ohne Soriano wert? Wie breit ist die Austria wirklich aufgestellt? Wie groß ist der Einfluss von Rapid-Oldboy Steffen Hofmann noch? Ob Mannschaften im Vorwärtsgang wirklich Mannschaften sind oder doch eher One-Man-Shows hat einen enormen Einfluss darauf, wie nachhaltig Erfolgsserien oder Krisen sind.

Ein Blick auf das „Attacking Output Percentage“ sagt viel über die tatsächliche Beschaffenheit der Teams in der österreichischen Bundesliga aus.

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15 Jahre voller Schweizer Prügel für Österreich

Unglaublich aber wahr: Das letzte Pflichtspiel des ÖFB-Teams gegen die Schweizer Nati liegt 58 Jahre zurück. Seit dem Spiel im Gerö-Cup 1957 wurden 33 Turniere und die dazu gehörenden Qualifiaktionen ausgelost, nie kamen Österreich und Schweiz zusammen. Am Dienstag kommt es dafür zum 15. Mal in diesem Zeitraum zu einem freundschaftlichen Aufeinandertreffen der Nachbarn.

Die Bilanz der letzten 15 Jahre spricht dabei klar für die Schweiz, da verlor Österreich vier der fünf Spiele. Und zwar immer hochverdient: Auf Augenhöhe, wie es aktuell der Fall ist, befand sich das ÖFB-Team mit der Schweiz schon lange nicht mehr. Hier ein kleiner Rückblick auf diese fünf Spiele.

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Ballverliebt Classics: Teamchef Riedl – Fatales und Fatalismus

Wer alt genug ist, diese Zeit bewusst zu erlebt zu haben, hat sie verdrängt. Nicht das 0:1 in Landskrona gegen die Färöer, das kann man nicht verdrängen. Höchstens versuchen, aber es wird einem nicht gelingen. Sehr wohl aber verdrängen kann man, was danach kam. Es kam Alfred Riedl, zumindest für 13 Monate. Es war ein Jahr, in dem sich Fatalismus mit spieltaktischer Feigheit und wechselhafter Konsequenz abwechselte. Zum 25-jährigen „Jubiläum“: Das war die kurze Ära Riedl.

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Israel parkt den Bus, die ÖFB-Frauen siegen 1:0

Wenn man es plakativ sagen will: Israel stellte sich gegen die ÖFB-Frauen mit einer Vierer-Abwehrkette im Mittelfeld auf, mit fünf Liberos dahinter. Österreich tat sich furchtbar schwer, gegen die gut gedrillten Mannorientierungen im Mittelfeld in gefährliche Zonen zu kommen. Am Ende eines zähen Spiels steht ein 1:0-Sieg. Immerhin.

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Die Kinder der letzten Quali-Party

Wer kann sich noch erinnern? Im Oktober 1997 feierte Österreich ein großes Fest. Schauplatz war das WM-Quali-Spiel gegen Weißrussland, aber Anlass an einem sonnenüberfluteten Samstag Nachmittag im Wiener Prater die schon vorm Spiel feststehende Qualifikation für die WM-Endrunde in Frankreich. Peter Stöger und Toni Polster trafen jeweils schon vor der Pause doppelt, das Spiel endete 4:0.

Eine ähnliche Situation bietet nun auch das Spiel gegen Liechtenstein. Alles ist erledigt, ein Sieg im Normalfall nur Formsache, und eine ausgelassene Quali-Party vorprogrammiert. Nur: Was haben die aktuellen Teamspieler, 1997 noch Kinder, damals gemacht? Und was bei der Heim-EM 2008? Hier ein kleiner Überblick – dabei darf man sich ruhig vor Augen führen, wie lange das schon her ist. Fast auf den Tag genau 18 Jahre nämlich.

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Österreich dreht Spiel in Montenegro zum 3:2-Sieg

Österreich kämpft sich in Montenegro zweimal nach einem Rückstand zurück und gewinnt am Ende sogar – und das in einem Spiel, das man eigentlich gar nicht mehr gewinnen musste, für die EM-Qualifikation. Das ÖFB-Team zeigte in Montenegro keine herausragenden spielerischen Qualitäten, aber bemerkenswerte mentale Qualitäten. Was eigentlich umso wichtiger ist.

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Haarsträubende Defensive bei St. Pölten und Verona – 4:5

Vier Tore erzielt – das geht. Fünf Tore geschluckt – das ist zu viel. Österreichs Meister St. Pölten verlor ein von haarsträubender Defensiv-Arbeit beider Teams geprägtes Erstrunden-Hinspiel in der Frauen-Champions-League gegen den italienischen Champion Verona mit 4:5. Dabei wurde vor allem deutlich, dass St. Pölten auf nationaler Ebene die Herausforderung fehlt.

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