Alle Beiträge von Philipp Eitzinger

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

Startschuss: Die ÖFB-Frauen auf dem Weg zur EM

Flug von Wien nach Moskau-Vnukovo, dort viereinhalb Stunden Aufenthalt, danach Weiterflug nach Shimkent – Ankunft um 6 Uhr morgens Ortszeit, also um 2 Uhr nachts nach unserem Zeitgefühl. Vier, fünf Stunden Schlaf, dann Brunch – und ab zum Training.

Die Qualifikation für die Frauen-EM 2017 beginnt für Österreich mit einer reichlich mühsamen Reise nach Kasachstan. Im Idealfall endete die Quali in einem Jahr mit dem Ticket für die Endrunde in Holland. Es wäre das erste große Turnier für Österreich. Die Chancen dafür stehen gut: Nicht umsonst ist man seit zehn Spielen in anderthalb Jahren ungeschlagen. Die acht Gruppensieger und die sechs besten Zweiten sind dabei, die verbliebenen Zweiten spielen im K.o.-Duell um einen weiteren Platz.

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Staubtrocken und konsequent: Österreich zerlegt Schweden 4:1

Es ist vollbracht: Mit einer vor allem gegen den Ball herausragenden Leistung gewinnt Österreich 4:1 in Schweden und löst damit erstmals seit 18 Jahren wieder auf sportlichem Weg das Ticket zu einem Großereignis. Das hat das Team von Marcel Koller einem erschreckend einfallslosen Gegner und einer wachen und sehr aufmerksamen eigenen Vorstellung zu verdanken. Continue reading

Legionäre aus Österreich: Die große Übersicht 2015/16

Die Transferfenster sind nun geschlossen, die Kader stehen. Darum liefern wir an dieser Stelle eine Übersicht: Das sind die Österreicher, die in der Saison 2015/16 im Ausland aktiv sind. Anmerkung: Bei Torhütern führen wir nur den Stammgoalie und den ersten Ersatzmann an. Darum haben es Michi Gspurning (Schalke), Samuel Radlinger (Hannover) und Daniel Bachmann (Stoke) nicht in die Liste geschafft.

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Gelangweilte große Katze (Foto: Tamboko/Flickr.com, CC2.0 BY-ND)

Als Kader-Bekanntgaben in Österreich noch spannend waren

Kaderbekanntgaben sind unter ÖFB-Teamchef Marcel Koller zu einem völligen Non-Event geworden. Seit Jahren gibt es keine nennenswerten Überraschungen peronseller Natur, flockige und/oder jenseitige Aussagen des grundseriösen Schweizers gibt es auch so gut wie nie. Das war in der Vergangenheit anders: Da waren die Kader-Bekanntgaben nicht selten unterhaltsamer als das folgende Match. Eine kleine Rückschau.

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Gludovatz-Comeback: Willkommen zurück, SV Ried!

Paul Gludovatz ist zurück in Ried, mit ihm sein altes 3-3-3-1 aus den Jahren 2008 bis 2012, auch die Spielanlage hat sich fast nicht geändert und immer noch kommt die Konkurrenz nicht damit zurecht. Das Team von Sturm-Coach Franco Foda, überhaupt einer der unbeweglichsten Trainer der Liga, war ob seiner Berechenbarkeit aber auch ein dankbarer Gegner.

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Die Gegner von Salzburg und Altach: Nichts zum fürchten

Salzburg und Altach sind die beiden österreichischen Vertreter im Europa-League-Playoff. Ihre Gegner sind weder besonders attraktiv, noch sind sie Grund zum Fürchten: Dinamo Minsk ist eine solide und vom Positionsspiel interessante Truppe, den Weißrussen fehlt es aber an individueller Qualität. Belenenses aus Lissabon kommt mit der Empfehlung von Platz sechs in Portugal, ist aber auf dem Feld stückwerklerisch unterwegs.

Kurz gesagt: Nichts, wovor man sich wirklich fürchten müsste. Hier unsere Scouting-Berichte der Gegner von Salzburg und Altach.

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Der Brocken von Rapid: Shachtar Donetsk

Sportlich ist es ein höchst attraktives Los, das Rapid für die Playoff-Runde in der Champions-League-Qualifikation gezogen hat. Und für den österreichischen Vizemeister ein praktisch unüberwindliches: Shachtar Donetsk ist eine extrem schön anzusehende Truppe, dessen Spielanlage auf die drei Brasilianer in der Offensiv-Reihe ausgelegt ist. Shachtar ist nicht völlig unbezwingbar, aber um eine Klasse stärker als Ajax Amsterdam.

Hier im Detail: So spielt Shachtar Donetsk.

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Altach und Sturm: Verdient weiter bzw. verdient raus

Der Vergleich macht sicher: An einem Europacup-Abend flog Sturm Graz (gegen Rubin Kasan) aus dem internationalen Geschäft und eliminierte Altach (gegen Guimaraes) ein auf dem Papier deutlich stärkeres Team und ist weiter dabei. Die Gründe dafür sind einfach: Altach-Coach Canadi stellte sich punktgenau auf den Gegner ein, Foda blieb bei seinem (schon im Hinspiel nicht funktionierenden) Einheits-Plan.

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Dank disziplinierter Kompaktheit: Rapid biegt Ajax

Kompakt stehen, dem Gegner keine Räume bieten und eben nicht den unlösbaren Spagat zwischen hohem Attackieren und tiefem Verteidigen versuchen: Das waren die Zutaten für den 3:2-Erfolg von Rapid bei Ajax Amsterdam. Der in Summe auch gar nicht unverdient war, weil man aus den Fehlern im Hinspiel die richtigen Lehren gezogen hat.

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