Der Fall Koch: Nicht einmal ein Promille

Der Strafsenat der tipp3-Bundesliga hat nach den Vorfällen beim Wiener Derby in der siebenten Runde FK Austria Wien wegen „Störung des Spielbetriebs durch den Gastverein“ zu der Höchststrafe von 10.000 Euro verurteilt.
Der SK Rapid Wien muss wegen „mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen“ 7.000 Euro bezahlen. Das teilte die Bundesliga am Montag mit. (…)
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Georg Koch klagt heute noch über Übelkeit, Gleichgewichtsprobleme und Tinnitus. Training ist tabu für ihn. Bleibende Schäden und ein Karriereende sind weiterhin nicht ausgeschlossen. Auch diesmal werden vermutlich nur einige wenige bestraft. Maßnahmen gegen ein langfristiges Aus für Hooligans vom „harten Kern“ der Fans als Stadionbesucher ist nicht in Sicht. Irgendwann wird es garantiert wieder knallen, ohne dass man je ernsthaft versucht hätte, derlei Eskalationen zu vermeiden.

Zwei Vereine mit Budgets jenseits der 10 Millionen Euro Marke kriegen eine Strafe die nicht einmal Promillehöhe erreicht, und der ORF titelt im Teletext „Hohe Geldstrafen nach Wr. Derby“.

Ein Wort: Unfaßbar.

ORF Teletext, 09.09.2008, 14:50