Mit einer weiteren deutlich unterdurchschnittlichen Leistung erreicht Österreich ein 0:0 gegen Bosnien. Der eher schmeichelhafte Punkt reicht, um sich vor dem letzten Spiel am Sonntag in Nordirland nicht mehr mit Abstiegsängsten herumplagen zu müssen. Er hat aber auch gezeigt, dass keine positive Entwicklung stattfindet. Diese Erkenntnis ist kurz vor dem Ende eines fürchterlichen Länderspiel-Herbstes das eigentlich Besorgniserregende.
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ÖFB-Frauen mit 0:3 gegen England – und ein WM-Quali-Rundblick
Eine Halbzeit lang zeigten die ÖFB-Frauen in der Südstadt gegen eine englische B-Auswahl – Phil Neville schonte praktisch seine komplette Einserpanier – eine recht solide Vorstellung. Einer ziemlich schwachen zweiten Hälfte folgte im letzten Länderspiel 2018 allerdings eine deutliche 0:3-Niederlage. Es war das ernüchternde Ende eines lehrreichen Jahres.
Altbacken und hölzern zum 1:0 über Nordirland
Hand aufs Herz: Wer wollte nicht immer schon mal wissen, wie es aussieht, wenn eine durchschnittliche deutsche Bundesliga-Truppe gegen einen englischen Zweitligisten spielt? Beim 1:0-Sieg von Österreich gegen Nordirland bekam man eine ungefähre Idee davon. Schön war das nicht. Vor allem das ÖFB-Team wirkte ideenarm und altbacken. Ein Tor des Kapitäns sorgte immerhin für den 1:0-Sieg.

1:3 in Deutschland: ÖFB-Frauen noch gut bedient
Österreichs Frauen-Nationalteam kassiert mit einer schwachen Leistung eine 1:3-Niederlage in Deutschland. Das sieht halbwegs human aus, aber es hätte wesentlich schlimmer kommen können. Man schaffte es nicht, dem geschickten Spiel der DFB-Frauen etwas Substanzielles entgegen zu setzen und hatte Glück, dass Deutschland beste Chancen teilweise kläglich vergab.

Vor Deutschland gegen Österreich – und mehr
Wie nennt man es, wenn eine Auswahl aus der deutschen Bundesliga gegen eine andere Auswahl aus der deutschen Bundesliga spielt? Genau: Deutschland gegen Österreich. Wenn diese beiden Nationalteams am Samstag zum zweiten Mal aufeinander treffen, stehen höchstwahrscheinlich zumindest 21 Spielerinnen aus der AFBL auf dem Feld.
Es handelt sich zwar um ein Freundschaftsspiel, aber gerade für Österreich sind Matches gegen den großen Nachbarn immer speziell. Was ist zu erwarten? Was tut sich in der WM-Quali? Und warum sorgte die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres (wieder) für Kopfschütteln? Hier gibt’s die Antworten.
2:0 gegen Schwedens B-Elf – aber wenig Aussagekraft
Ein eher zufälliges Eigentor brachte Österreichs 2:0-Sieg gegen Schweden schnell auf Schiene. Der Gegner, dessen Team personell nichts mit der WM-Viertelfinal-Mannschaft zu tun hatte, zeigte sich wenig unternehmungslustig und bereitete dem ÖFB-Team kaum Probleme. Ein Leckerbissen war die recht statische Partie nicht, aber Österreich sollte für die Nations League gerüstet sein.
„Radikale“ ÖFB-Frauen ziehen nach 4:1-Sieg Bilanz
Nina Burger erfüllte geduldig Autogramm- und Fotowünsche, bekam von zwei jungen Fans sogar ein Buch geschenkt. Sarah Puntigam gab bestens gelaunt ein Interview nach dem anderen, Dominik Thalhammer wurde von seinen Töchtern bestens bewacht, Debütantin Yvonne Weilharter war vom Interesse an ihrer Person sichtlich etwas überrascht.
Nach dem lockeren 4:1-Sieg über Finnland zum Abschluss der WM-Qualifikation war die Stimmung war im Lager der ÖFB-Frauen sichtbar gelöst. Die erste Quali nach dem EM-Wunder endete – wie die drei davor – mit einem zweiten Platz. Zum Playoff hat es nicht gereicht. Aber es war ein schöner Abschluss. Auch, weil das finnische Team mit den neuen Elementen im österreichischen Spiel heillos überfordert war.
Blick auf die Zuseherzahlen der ÖFB-Frauen – und ein WoSo-Roundup
Es geht um alles! Naja, nicht wirklich. Schon bevor am Dienstag die ÖFB-Frauen zum abschließenden WM-Quali-Spiel in Wr. Neustadt gegen Finnland antreten, sind die maßgeblichen Entscheidungen zumindest höchstwahrscheinlich gefallen. Weshalb ein Blick auf die Zuschauerzahlen lohnt – diese Zahlen gut. Aber längst nicht so gut wie anderswo.
Balance, Absicherung, Video-Referee: Das war die WM 2018
Exakt 20 Jahre nach ihrem ersten WM-Titel jubelt auch 2018 ein französisches Team mit dem Pokal in der Hand. Es war im Ganzen ein recht unterhaltsames Turnier. Es brachte, wie jede WM-Endrunde, einige positive wie negative Überraschungen, und auch eine kompakte Übersicht, wie sich die Fußball-Welt in genereller und taktischer Hinsicher derzeit darstellt.
Europas Große bei der WM 2018: Dominanz trotz zwei Totalausfällen
Einer von Europas Schwergewichten war gar nicht dabei (Italien), ein weiteres ist in der Vorrunde gescheitert (Deutschland), die Sieger der letzten drei EM-Turniere (Spanien und Portugal) haben es nur bis ins Achtelfinale geschafft – und dennoch kamen alle vier Halbfinalisten bei diesem WM-Turnier aus Europa.
Die Vorherrschaft des alten Kontinents war 2018 in Russland so erdrückend wie selten zuvor. Frankreich darf sich ab sofort einen zweiten Stern in sein Verbandslogo stellen. Aber auch Kroatien, Belgien und England gehen allesamt mit gestärkten Positionen aus dieser WM hervor.