Österreich – Polen: Die ballverliebt-Aufstellungsempfehlung

Ganz grundsätzlich muss im ersten alles entscheidenden Spiel die Hosenscheisser-Taktik in Stegersbach bleiben. Nicht einmal die Idee hier auf das Prinzip “Mauer & Lucky Punch” zu setzen darf Wien erreichen. Da muss ein Sieg her, da müssen die Angsthasen zuhause bleiben. Schon allein deshalb, weil ich Karten habe und im Stadion bin.

Meine liebste Formation wäre ein 4-4-1-1 mit 4-3-3-Anleihen. (hat übrigens zufällig auch derStandard.at sich gewünscht).

Das ist, wenn man es trennen will eine Taktik mit 6 primär defensiven und 4 offensiven Spielern. Korkamz und Harnik kann man fast schon als Flügelstürmer zählen. Sie beschäftigen die gegnerischen Außenverteidiger und sorgen so dafür, dass sich ein Belagerungszustand (wie zu Beginn gegen Kroatien) gar nicht erst entwickeln kann. Ivanschitz bekommt durch die Entlastung über links und rechts mehr Freiraum und kann so zumindest nicht mehr permanent von 2-3 Leuten neutralisiert werden. Das braucht er dringend. Auch Linz kann sich auf seine Stärken besinnen, die nunmal nicht im Erkämpfen von Bällen im Mittelfeld und Tempodribblings bestehen, sondern darin, Bälle im kritischen Bereich vor dem Tor zu verarbeiten (per Doppelpass oder Abschluss).

Hinten die Viererkette hat sich als die stabilste ausgetestete Variante erwiesen. Die Quasi-5er-Verteidigung vom Polen-Spiel taugt nichts, weil man damit zu viel Raum im Mittelfeld hergibt. Den Platz den man an den Flanken preisgeben muss, kann man durch ein kompaktes Box-System im defensiven Zentrum gefahrlos machen. Mit den kopfballstarken Innenverteidigern, muss man sich da auch nicht die größten Sorgen machen. Wichtiges Element: Die wandelnden Unsicherheiten und Aufbauzerstörer Standfest und Aufhauser kann man in diesem System eliminieren – ihnen ist der normalerweise zuverlässige Gercaliu vorzuziehen. Stranzl im defensiven Mittelfeld ist schon allein deshalb interessant, weil er absichern kann, wenn Prödl nach vorne stößt, was er zuletzt einige Male gemacht hat, aber aufgrund der mangelnden Sicherheit nicht zum dauerhaften “Feature” machen konnte.

Die Formation ist auch flexibel. Geht man in Führung will unbedingt mauern, nimmt man vielleicht einen Stürmer raus, zieht Stranzl in die Innenverteidigung zurück, bringt Aufhauser für das defensive Mittelfeld und spielt die 5er-Verteidigung mit Garics und Gercaliu an den Außenbahnen. Braucht man mehr Offensivpower, opfert man einen 6er und steckt Vastic oder einen zusätzlichen Stürmer ins Spiel (je nachdem was man in der Situation genau braucht).

Ich will diese Variante zumindest im Laufe des Spiels sehen, wenn ein Tor nötig ist. Ich will sehen, dass Hickersberger wenigstens begriffen hat, dass mit der “jungen Flügelzange” was zu reissen ist.

Und das hier ist eine der möglichen Varianten dazu: Ein 4-4-2 mit Raute, wenn noch mehr Offensive angesagt ist.

Was hingegen keiner mehr sehen will, ist das: