Es ist nicht alles schlecht

Ich hätte nie gedacht, einmal Fritz Stuchlik zu verteidigen… aber hier hatte er Recht.

Ochs

Ich bin mit nämlich ziemlich sicher, dass der Ball nicht mit vollem Umfang hinter der Linie war. Zur Illustration: Nicht mal das ist ein Tor. Und ein Schiri bzw. Linienrichter hat nur dann auf Tor zu entscheiden, wenn er sich wirklich 100% sicher ist – das konnten sie in diesem Fall gar nicht sein.


Das ist KEIN TOR, liebe Freunde!

Und ich möchte noch hinzufügen, dass ich weiterhin GEGEN JEDE TECHNISCHE HILFSMITTEL bin. Erstens entspricht es nicht dem Wesens des Fußballs, und zweitens darf meiner Meinung nach nur eine Regel eingeführt werden, wenn sie bin hinunter in die allerletzte Bierliga eingeführt wird – man kann nicht plötzlich zwischen Fußball „oben“ und Fußball „unten“ Regelunterschiede machen.

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

30 Gedanken zu „Es ist nicht alles schlecht

  1. „Laut FIFA-Spielregeln ist der Referee Teil des Spiels. Seine Entscheidungen, auch wenn sie gegen die Regeln getroffen worden wären, sind unanfechtbar“

    – Erklärung des Protestkommitees.

  2. Diese italienischen Gfraster! War mir gar nicht bewusst, dass die nicht nur die Austria im EC Viertelfinale rausgehaut haben, sondern auch Sturm damals! Schande über sie!!!! ;)

  3. mit einem chipball werden die fehlentscheidungen nicht abgeschafft – aber tore sind dann eben auch wirklich tore. sturm hätte einst parma geschlagen und österreich wäre fußballerisch heute vielleicht unendlich bedeutsamer!!1! ;)

  4. 1. Ich bin militanter Rapid-Gegner

    2. Ich finde Fehlentscheidungen nicht gut – bin aber der Meinung, dass sie bis zu einem gewissen Grad einfach dazugehören.

  5. Ich hätt jetzt gern eine einzige vernünftige Begründung, warum das gut sein soll!?!?

    Findest Du Spiele ohne Fehlentscheidungen uninteressant? Findest Du Spiele mit Fehlentscheidungen interessanter? Oder befürchtest Du einfach, dass dann Rapid nie wieder vorne mitspielt?

  6. Die IFAB hat Chipball und Torkamera nun endgültig eine Absage erteilt – gut so. Dafür eigene Torrichter.

    Was ich allerdings nicht begrüßen kann, ist die Festetzung der Spielfeldgröße auf 105x68m. Da sollte ein gewisser Spielraum bleiben, finde ich.

  7. Eigentlich ist, wenn der Schiedsrichter den Freistoß nicht genau an der Stelle, an der das Vergehen passiert ist, ausführen lässt, ein Formfehler, der zu einer Spielwiederholung führen muß!

    Achja: Die Argumentation „Der Fußball muß menschlich bleiben“ der FIFA find ich super! Dann bin ich für 420 Linienrichter, die im Meterabstand zu stehen haben, bei denen demokratisch eine Entscheidung getroffen wird.
    Was ich nur nicht ganz kapier: Selbst beim TV-Beweis entscheiden MENSCHEN, und keine Computer. Egal: Lassen wir auch die Schiedsrichterpfeiferl verbieten, die unterstützen den Schiedsrichter auch. Er könnt ja genausogut mit 2 Finger pfeifen!

    (Sorry für die Polemik, aber die Argumente sind IMO allesamt so schwach, dass ich nicht anders kann)

  8. @phileit: du romantisierst mir die fehler der schiedsrichter ein bisserl zu sehr. die gehören nicht dazu, an die hat man sich nur schon gewöhnt.

    bezügl. inzaghi ignorierst du halt, dass die alte wie neue haltung der schiedsrichter gegen seine strafraumschauspielereien konsequenzen haben. andere mannschaften punkten zu unrecht, die komplette eigene mannschaft wird für seine mätzchen bestraft. auch das gehört nicht wirklich zum fußball dazu. wobei mir für die schwalben nichts einfällt, außer dass man diese leute per kommission im nachhinein bestraft. da kann man während dem spiel nicht viel machen. außer halt in einzelnen situationen.

    unterbrechungen mit tv-analysen etc. sind natürlich nicht das, was wir alle hier wollen.
    das wesen des fußballs will glaube ich hier niemand ändern. muss man ja aber auch nicht. nach einem tor dauert die unterbrechung ohnehin eine gute minute. in dieser minute muss in profiligen halt der vierte offizielle seinen arsch vor einen fernseher bewegen und überprüfen, ob ein tor regulär war. bei einer roten karte wird auch immer einige zeit diskutiert werden – auch da soll halt der schiri auf den bildschirm schauen. und wenn der fall eintritt, dass auch ein tv-beweis keine lösung bringt, dann gilt halt wie bisher das ermessen der schiedsrichter.

    auch das „Fehler gleichen sich aus“-argument, ist nämlich nur romantisch verklärt. ein schiedsrichter soll eben KEINE kompensationsentscheidungen treffen. auch das ist nicht das wesen des fußballs – genau genommen wären kompensationentscheidungen sogar formalfehler und seit dem neuesten regelauslegungswahnsinn der liga ein neuaustragungsgrund…

  9. Leider Gottes sitzen an den verantwortlichen Stellen aben keine Leute mit Verstand!

    Fußball ist ein Sport, und kein Glücksspiel. Fußball soll durch Tore entschieden werden, und nicht durch Schiedsrichter.

    Diese Meisterschaft wird durch Schiedrichterfehler entschieden. Die Mannschaft, die am meisten von diesen Fehlern profitiert, wird Meister.

    Toll. Macht den Sport wirklich interessant! Gratulation!

  10. Pippo Inzaghi bekam in den letzten 2 Jahren gezählte 9 Elfer nicht mehr, die welche gewesen wären. Isser selber Schuld – wenn er vorher nicht so viel gefallen wäre.

    Fehler sind immer passiert, und werden auch immer passieren. Es wird dann in regelmäßigen Abständen wieder diskutiert, und am Ende kommt nichts raus, weil sich alle so weit einig sind, dass die Schiris von allen immer noch am wenigsten Fehler machen. Fehler passierten letztes Jahre genauso, nur war das irrelevant, weil eh schon alles entschieden war.

    So lange bei den verantwortlichen Stellen Leute mit halbwegs Verstand sitzen, wird der TV-Beweis nicht kommen – weil er dem Sport etwas sehr eigenes und faszinierendes nimmt – schließlich machen die Diskussionen darüber, und die Tatsache, dass jeder seine eigene Meinung hat, den wahren Reiz am Fußball aus.

  11. @phileit: Was die „Ächtung“ der Schwalbenkönige angeht: Da sehe ich die Gefahr, dass die Schiedsrichter dann voreingenommen sind und auch bei wirklichen Fouls eine Schwalbe vermuten.

  12. Ich werd bezüglich Situation „Schiedsrichter in Ö“ immer wütender, muß ich zugeben. Jetzt darf ich das lesen:

    >Der Kommissionsvorsitzende gab zwar zu, dass
    >im Frühjahr diverse Fehler passiert seien,
    >forderte aber dennoch mehr Zurückhaltung aller
    >Beteiligten. „Die Schiris beschimpfen ja auch
    >keine Spieler oder Trainer.“

    In welchem Film bin ich? Gibts Punkte für Schiedsrichter? Gibts eine Meisterprämie für Schiedsrichter? Einen Titel für Schiedsrichter? Wenn ein Spieler oder einen Trainer viele Fehler macht, berührt das das Ergebnis der Arbeit der Schiedsrichter keinen mm. Wenn Schiedsrichter in den letzten 2 Runden 4-5 Spiele im Meisterschaftskampf massiv durch Fehler beeinflusst bzw sogar entschieden haben, trifft das aber sehr wohl die Leistung der Spieler/Mannschaft/Trainer!

    Ich glaub, dass die Schiris auch inzwischen glauben dass sie im Sport wichtiger als die Spieler sind. Das sind sie aber nicht!!!!!

  13. Warum soll das besorgniserregend sein? Ist ein Linienrichter im Tennis „Teil des Spiels“? Ist der Punktezähler im Golf „Teil des Spiels“?

    Schiedsrichter ist der, der drauf schaun muß, dass die Regeln eingehalten werden. Warum soll der „Teil des Spiels“ sein?

    Natürlich brauchen wir die alle (zur Zeit), weils bisher keine bessere Lösung gegeben hat. Aber die Idee des Schiedsrichters ist NICHT, dass das Spiel durch seine Fehlentscheidungen interessanter wird, sondern dass er drauf schaut, dass das Regelwerk eingehalten wird. Somit ist die „Schiedsrichter“ absolut austauschbar. Eine Partie ohne Fouls, oder bei der es zumindest zu keinen Meinungsverschiedenheiten der Mannschaften kommt, braucht überhaupt keinen Schiedsrichter. Mein wöchentliches Kickerl wird um keinen cm fader, weil wir keinen Schiedsrichter haben.
    Teil des Spiels sind die Mannschaften, der Ball, die Tore. Ohne die gings nicht wirklich. Aber ohne Schiri machts genaus Spaß!

    Und nochmal: Wenns um Geld geht, viel Geld, dann versteh ich nicht wieso man nicht einfach mal die Situation verbessern kann. Wenn die Lösung ganz klar auf dem Tisch liegt.

  14. Das mit dem „absichtlich schlecht pfeifen“ nehme ich nach dem Rapid-Spiel gegen Sturm etwas zurück. Ich unterstelle auch Einwaller nicht, von Rapid bestochen worden zu sein – ich unterstelle ihm aber, ziemlichen Schiss vor Rapid gehabt zu haben:

    2 dubiose ausschlüsse für sturm
    1 klares sturm-tor nicht gegeben – es war einen meter kein abseits
    der entscheidende elfer für rapid: foul zwei meter vor dem strafraum
    1 plicht-ausschluss für rapid: nicht mal gelb

    Ich sage aber auch, dass Sturm drei 100%ige gehabt hat, die sie halt nicht genutzt haben. Schiefe Optik gibt die Nicht-Leistung von Einwaller aber auf alle Fälle. (Und ja, als Rapid-Gegner bin ich fassungslos vor dem TV gesessen, wie alle anderen rund um mich herum auch).

    „Der Schiedsrichter ist NICHT Teil des Spiels“
    Diese Aussage halte ich für äußerst besorgniserregend. Der Schiedsrichter ist natürlich ein Teil des Spiels. Gegen alle gegenteilige Ansichten verwehre ich mich vehement.

  15. Ich verbiete den Schiedsrichtern nicht Fehler zu machen, sondern ich versuche die Schiedsrichter zu unterstützten dass sie keine Fehler machen. Fußball ist ein Sport eine Mannschaft gegen eine andere Mannschaft. Der Schiedsrichter ist NICHT Teil des Spiels, sondern ist notwendig damit die Regeln eingehalten werden. Je besser das funktioniert, desto besser ist es. Wenn der Schiedsrichter Unterstützung bekommen kann, dann her damit!

    Es gibt sicher Fälle, wo auch die 7. Wiederholung keine Klarheit bringt. Aber es gibt genügend Fälle, wo sie Klarheit bringen würd. Ich weiß nicht was das komische Argument sein soll. Nur weil es manchmal nix bringt, bringts doch nicht nie was?!?!

    Und die Argumentation: „Naja, auf das eine Tor darfs nicht ankommen, weil man ja mehr schaffen hätte können“ ist sowas von unglaublich schwach… Spielen wir doch einfach ohne Schiedsrichter!

    Achja, übrigens: Aus dem Laola1 Live Ticker: Hoffer schnappt sich am eigenen Strafraum den Ball und setzt sich durch kurz VOR dem Sturm-Sechzehner wird er zu Fall gebracht. Einwaller gibt Elfer.
    Tor für Rapid!

    Und schon wieder eine Fehlentscheidung vom Schiedsrichter (zufällig schon wieder für Rapid). Aber ich weiß, du wirst wieder „argumentieren“, dass Sturm selbst Schuld ist wenn sie bis zur 87. Minute nicht schon 5:0 führen.

    Ich kann echt nur mehr den Kopf schütteln…

  16. Stimmt doch nicht. Fehlentscheidungen sind immer schon ein Übel des Fußballs gewesen, aber doch nicht das Wesen des Fußballs???? Wenn es das Wesen des Fußballs wäre, heisst das in Folge, dass Dich ein Spiel ohne Fehlentscheidungen nicht interessiert???
    Nein, aber es heißt, dass Fehlentscheidungen nun mal zum Spiel in einer gewissen Weise ein Teil des Fußballs sind. Natürlich ist ein Spiel ohne Fehlentscheidung besser, aber Fehlentscheidungen sind nun mal Teil des Fußballs wie Torwartfehler, Abwehrschnitzer, Fehlpässe und kläglich verhaute Torchancen. Wenn Spieler Fehler machen dürfen, sollte man das auch den Schiedsrichtern zugestehen.

    Mit dem TV-Beweis bräuchert er diese Angst nicht mehr haben. Damit kann er zumindest sagen: War keine Fehlentscheidung.
    Falsch. Wie oft gibt es Situationen, die man auch nach der 7. Zeitlupe nicht genau beurteilen kann? Das würde zum Teil sogar zu noch viel mehr Diskussionen führen.

    “Ja, aber die Austria hätte…” ist zwar sicher ein lustiges Argument, hat aber mit der Realität nichts zu tun.
    Warum? Wenn die Spieler über 88 Minuten Chancen ohne Ende herausspielen und keine nützen, und dann EINE Torszene vom Schiri nicht richtig beurteilt wurde, ist der Wirbel, der darum gemacht wurde, nicht verhältnismäßig. Die Austria ist zu 99% selber Schuld, gegen den LASK nicht gewonnen zu haben.

  17. >war im Fußball immer so, ist ist im Fußball noch
    >heute so, und das wird im Fußball hoffentlich
    >auch immer so bleiben.

    Stimmt doch nicht. Fehlentscheidungen sind immer schon ein Übel des Fußballs gewesen, aber doch nicht das Wesen des Fußballs???? Wenn es das Wesen des Fußballs wäre, heisst das in Folge, dass Dich ein Spiel ohne Fehlentscheidungen nicht interessiert??? Da verwechselst Du ein bissl was…

    >Außerdem pfeift kein Schiri absichtlich schlecht –
    >und eine Fehlentscheidung entscheidet kein
    >komplettes Spiel. Die Austria hatte schon vor
    >der 88. Minute genug Möglichkeiten, das Spiel
    >zu gewinnen.

    Falsch und Falsch.
    Ich erinner mich z.B. an einen österreichischen Starschiedsrichter, der ÖFFENTLICH (!!!) (und unverständlicherweise ohne massiven Aufschrei der Medien) gemeint hat, dass er (damals) Dejan Savicevic ausschliessen hätte müssen, das hat er aber nicht gemacht weil ihn damals die Medien zerrissen hätten. Sorry, aber da hört sich bei mir der Spaß auf. Warum glaubst gibts den Ausdruck „Heimschiri?“ Weil es Schiedsrichter gibt, die ein bissl Angst haben gegen die Heimmannschaft strittige Situationen (Und damit eventuell Fehler zu machen) zu pfeifen. Mit dem TV-Beweis bräuchert er diese Angst nicht mehr haben. Damit kann er zumindest sagen: War keine Fehlentscheidung.

    Und z.B. Wesen des Fußballs ist es nunmal, dass die Spiele nicht wie im Basketball 89:78 ausgehn, sondern auchmal ein Tor das Spiel entscheiden kann. Oft sogar. Wenn dieses Tor fälschlicherweise nicht gegeben wird, hat diese Fehlentscheidung das Spiel komplett entschieden. Mit Fehlentscheidung 1 Punkt. Ohne Fehlentscheidung 3 Punkte. Ganz einfach.
    „Ja, aber die Austria hätte…“ ist zwar sicher ein lustiges Argument, hat aber mit der Realität nichts zu tun.

    Dass der Payer keine 15 sondern nur eine 10 Prozentige Chance gehabt hat den Elfer zu halten, kann ja laut Bundesliga das Spiel entschieden oder mitbeeinflusst haben sodass es wiederholt werden muß. Wenn dort bei komplett an den Haaren herbeigezogenen Fällen so ein Argument angewendet wird, wieso bitte nicht beim 1:0 in einer 0:0 Partie????

    >Linienrichter in unteren Ligen gibt es aber nicht,
    >weil sie dort nicht vorgesehen sind, sondern weil
    >schlicht das Personal dafür nicht vorhanden ist.
    >Mein Vater war lange Schiri und
    >Schirifunktionär, ich weiß in etwa wie das
    >abläuft.

    Und? Die TV Kamera würds ja unten auch nicht deshalb geben weil sie dort verboten sind, sondern auch nur weil das Geld dort nicht vorhanden ist. Also quasi ein Eigentorargument…

  18. schwaches argument, dass fußball oben und unten gleich sein muss. ists doch schon jetzt nicht (vierter schiri, linienrichter – sowas gibts unten oft nicht. aus welchen gründen ist doch egal, für linienrichter ist das personal nicht vorhanden, für technische hildmittel fehlt halt das geld). die trennung ist ganz einfach: technische hilfsmittel für den profibereich.

    und grade beim thema „ball über der torlinie“ muss das spielwesen auch überhaupt nicht verändert werden (das zu vermeiden wäre auch meine vorgabe für jede technische neuerung). da reicht schon ein chip im ball und der schiri weiß sofort bescheid.

    ps: ist das obenstehende bild wirklich der zeitpunkt an dem der salzburger keeper am weitesten hinten stand?

  19. „Wenn “Fehler entscheiden die Meisterschaft” das Wesen des Fußball sind, will ich mit diesem Sport nichts mehr zu tun haben.“
    Dann such dir einen anderen Sport. Das war im Fußball immer so, ist ist im Fußball noch heute so, und das wird im Fußball hoffentlich auch immer so bleiben. Außerdem pfeift kein Schiri absichtlich schlecht – und eine Fehlentscheidung entscheidet kein komplettes Spiel. Die Austria hatte schon vor der 88. Minute genug Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Genau das macht den Reiz aus – das mann danach darüber reden kann.

    In der Causa Schwalben möchte ich seit Jahren die Medien in der Verantwortung sehen. Schwalbenkönige sollten in der Presse so oft und lange geächtet werden, bis sich die Spieler das vllt doch 2x überlegen. Geht ja in England auch.

    Linienrichter in unteren Ligen gibt es aber nicht, weil sie dort nicht vorgesehen sind, sondern weil schlicht das Personal dafür nicht vorhanden ist. Mein Vater war lange Schiri und Schirifunktionär, ich weiß in etwa wie das abläuft.

  20. In anderen Fällen: Der Schiedsrichter lässt im Zweifel weiterlaufen, zeigt an dass er sich das anschaun will. Oder jede Mannschaft hat die Möglichkeiten 2 Entscheidungen zu beeinspruchen. Es gäbe 100 Möglichkeiten das ganze fairer zu machen.

    Aber angenommen der Ball war doch im Tor. Dann haben Fehlentscheidungen Rapid zumindest das 1:0 geschenkt (Und damit den Sieg eingefädelt), Salzburg zumindest den Rückstand erspart (und damit möglicherweise einen Punkteverlust eingefädelt), und der Austria ein Tor gekostet (und somit vermutlich 2 Punkte gekostet, bzw dem Lask einen geschenkt)

    Im Extremfall hätte sich die Tabelle ohne Fehlentscheidungen KOMPLETT umgedreht. Sorry, aber das kann nicht das Wesen des Fußballs sein.

  21. WEnn TV-Beweis, dann absolut nur für solche Tor/kein Tor mit Ball auf der Linie-Geschichtem. Fußball ist zum einen kein Stop and Go Sport wie etwa American Football, was ein Mitgrund ist, dass dort der Videobeweis auch funktioniert ohne das Wesen des Sports zu beschädigen.

    Heikle Schirientscheidungen bringen eine Menge Emotion in den Sport, die es sonst vielleicht nicht gäbe. In puncto Fouls würde der Videobeweis nur bei ganz eindeutigen Schwalben was bringen, die sollte der Schiri idR aber auch selbst erkennen. Bei allen anderen Sachen kann man selbst vor dem Fernseher nie 100%ig sagen ob nicht doch eine Berührung dabei und wie stark sie war. Da gibt es oft die Diskussion rund um „kann man dafür einen Elfer geben, oder nicht?“ Selbiges auch bei Handspielen mit Absicht oder Zufall/angeschossen.

    Ich fürchte ein wenig, dass der Fußball entmenschlicht wird, wenn der Videobeweis dem Schiri permanten heikle Entscheidungen abnimmt. Und das ohne dass er 100%ige Sicherheit bringt.

    Daher: Für Entscheidungen „Ball über der Linie oder nicht“ – ja, sofort. Da lässt es sich nach Sichtung definitiv sagen. Bei allen anderen Fällen stehe ich dem Videobeweis sehr skeptisch gegenüber.

  22. Argument a gegen den TV Beweis seh ich überhaupt nicht. Wenn „Fehler entscheiden die Meisterschaft“ das Wesen des Fußball sind, will ich mit diesem Sport nichts mehr zu tun haben. Der TV Beweis nimmt ausserdem den Druck vom Schiedsrichter auf Schwalben hereinzufallen, und wird garantiert auch zum Umdenken bei Spielern wie Kavlak, Vastic oder ähnlichen führen sich nicht ohne Berührung Fallen zu lassen, weil sie notfalls für diesen Betrug bestraft werden können.

    Und gegen das zweite Argument kann ich nur sagen: Ja, verbietet bitte sofort die Linienrichter, in den Unteren Ligen gibts die nämlich auch nicht.

    Beides ist kein „Regelunterschied“, sondern eine verbesserung der Fairness nach oben hin. Weil dort mehr Geld im Spiel ist.

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