Champions League 2012/13 | Achtelfinal-Hinspiel
Ashburton Grove, 19. Februar 2013
Arsenal FC - Bayern München
1-3
Tore: 55' Podolski bzw. 7' Kroos, 21' Müller, 77' Mandžukić

Bei 1:3 gegen Bayern wurde endgültig klar: Dieses Arsenal hat keine Zukunft mehr

Vor einigen Jahren noch undenkbar, aber jetzt Realität: Eine englische Mannschaft ist in einem Champions-League-Spiel vom Tempo eines deutschen Teams heillos überfordert. Mit schnellem Umschalten, hoher Wachsamkeit und geschicktem Pressing mähten die Bayern Arsenal in der ersten Halbzeit nieder. Die Gastgeber kamen erst ins Spiel, als sich die Münchner etwas zurücklehnten. Zu wenig: Arsenal ist de facto ausgeschieden.

Arsenal FC - Bayern München 1:3 (0:2)
Arsenal FC – Bayern München 1:3 (0:2)

Dabei zeigten die Bayern gar nicht so ein brutales Pressing wie etwa Dortmund oder Barcelona das tut – sondern recht differenziert. Vorne lief Mandžukić auf alles, was sich bewegt, assistiert von Kroos hinter ihm. Das reichte oft schon aus, um Szczesny oder den besonders indisponierten Mertesacker zu langen, oft blinden Bällen zu zwingen.

Spielaufbau? Schwierig.

Überwand Arsenal diese erste Linie, war  aber erst einmal Ruhe. Arteta und Ramsey bekamen im defensiven Mittelfeld deutlich mehr Raum und Platz eingeräumt. Dafür verhielt sich die restliche Mannschaft nicht besonders klug, indem sie sich, ohne große Bewegung, sehr hoch postierte und den Bayern – allen voran Schweinsteiger und Martínez – erlaubten, eine Wand zwischen Arteta/Ramsey und dem Rest des Teams zu bilden.

So blieben Arsenal zwei Möglichkeiten. Entweder, sie versuchten es selbst, den Ball in die Hälfte der Bayern zu tragen. Problem dabei: An der Mittellinie fingen die Gäste wieder zu pressen an. Oder wiederum mit langen Bällen. Problem dabei: Vorne statt mit Walcott ein schneller, aber körperlich nicht besonders kräftiger Spieler. Der Plan von Wenger war zweifelsohne, mit Walcotts Tempo die Bayern-Innenverteidigung mit den Kanten Dante und Van Buyten in Probleme zu bringen. Weil er aber fast nur durch hohe Bälle ins Spiel kam, zerschellte er vor allem an Dante.

Blitzschnelles Umschalten

Was bei Arsenal noch hinzukam, war vor allem die unglaubliche Unsicherheit von Per Mertesacker. Er beging erst einen hochgradig peinlichen Fehlpass in der Spieleröffnung und dachte dann nicht mit, als Ribéry plötzlich im Zentrum auftauchte und in seinem Rücken Kroos heranrauschte und das 1:0 der Bayern erzielte. Er schaute beim Eckball nicht gut aus, der nach 20 Minuten zum 0:2 aus Sicht der Gastgeber führte, womit das Achtelfinale im Grunde schon entschieden war. Und er war es auch, der mitunter völlig unbedrängt in der Spieleröffnung den Ball zu einem Bayern-Spieler schob.

Was den Münchnern voll in die Karten spielte, denn sie schalteten auch blitzschnell um und rückten von hinten sehr flink nach. Aufgrund der hohen Abwehrlinie, die sie spielten, war das schneller möglich, als Arsenal damit umgehen konnte. Vor allem Müller und Kroos taten sich dabei hervor. Müller, weil sein Gegenspieler Vermaelen von Podolski recht alleine gelassen wurde; Kroos durch sein Antizipationsvermögen und die kluge Hilfe von Schweinsteiger.

Martínez als Wilsheres Kettenhund

Ein wahres Phänomen ist bei den Bayern Javi Martínez. Bis zu diesem Spiel war er bei nur vier der 14 Gegentore der Bayern in der ganzen Saison auf dem Platz. Er spielt zwar praktisch immer, aber man sieht ihn nie – weil er durch seine extreme Spielintelligenz Passwege zustellt und von seinem exzellenten Stellungsspiel lebt, damit nur im Notfall in einen Zweikampf gezwungen wird. Oder aber, weil er den gegnerischen Zehner so effektiv bewacht, dass dieser im Grunde nicht am Spiel teilnimmt – so wie dieses Mal.

Martínez hielt sich Jack Wilshere an der kurzen Leine, und er übernahm auch – wenn dieser aufrückte – Aaron Ramsey. So war es Arsenal nie möglich, ein sinnvolles Spiel durch die Mitte aufzuziehen. Umso weniger, als sie nach 20 Minuten mit 0:2 hinten waren und die Angst vor einem Fehlpass im Spielaufbau durch die Mitte greifbar war – eben weil sie um das brutale Umschalten der Bayern wussten.

Bayern zurück, Sagna nach vor

Arsenal kam, ganz entgegen des gängigen Klischees der Gunners, vor allem durch gesteigerte Härte zurück ins Spiel. So hatte Arteta Glück, dass er bei seiner horrenden Attacke an Mandžukić nicht vom Platz flog, so wurde auch Kroos von Sagna umgehackt. Sagna war aber nebenbei der einzige bei Arsenal, der sich mit spielerischen Mitteln der peinlichen Darbietung seiner Mannschaft zu entziehen versuchte. Das war auch möglich, weil Franck Ribéry nicht seinen produktivsten Tag hatte.

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte lehnten sich die Bayern dann etwas gar weit zurück. Die Führung war komfortabel, ernsthafte Gegenwehr nicht vorhanden – es ging bis dahin alles zu leicht. Das wiederum erlaubte Arsenal, sich die Kontrolle über das Spiel zu krallen, und nach dem Anschlusstreffer (einem von den Bayern ungewohnt schludrig verteidigten Eckball) konnten die Bayern den Schalter offenkundig nicht mehr wieder auf Attacke stellen.

Zu wenig nachrücken

Schlussphase
Schlussphase

Dieses Zurücklehen der Bayern war der bestimmende Faktor in der letzten halben Stunde des Spiels. War die Abwehrlinie bei den Münchnern vor der Pause noch recht hoch, standen nun beide Viererketten in einer zu einem 4-4-1-1 gewordenen Grundordnung ausgesprochen tief und Mandžukić wurde nur noch mit langen Bällen angespielt.

Nun ist der Kroate grundsätzlich extrem stark darin, einen Ball auch gegen gute Verteidiger kurz abzublocken und zu verarbeiten. Wenn aber das Nachrücken von hinten so zögerlich ist wie von den Bayern in dieser Schlussphase, ist selbst ein Mandžukić machtlos – zumal er einmal mehr extrem fleißig war und sehr viel auch auf die Flügel ausgewichen war und in dieser Phase entsprechent ausgelaugt wirkte.

Wenger brachte mit Giroud einen körperlich guten Stürmer, der Van Buyten und Dante mehr entgegen setzen sollte. Und er brachte Rosický als neuen Zehner, womit sich Wilshere etwas fallen lassen und sich so der unmittelbaren Bewachung von Martínez entzog.

Den Bayern gelang es kaum noch, Angriffe von hinten nach vorne geplant aufzuziehen – aber aus dem einen, der ihnen dann doch gelang, fiel auch prompt das 3:1. Dass das die Entscheidung war, merkte man nun auch Arsenal an. Die Gastgeber steckten danach merklich auf.

Fazit: Oje, Arsenal!

Dass die Bayern in dieser Saison eine ungemein starke Mannschaft haben war ebenso bekannt wie die Tatsache, dass bei Arsenal die Probleme immer größer und größer werden. Dass der Unterschied zwischen diesen Mannschaften aber so dermaßen eklatant sein würde, wie das in der ersten Halbzeit der Fall war, muss doch erstaunen. Bei Arsenal klappte nichts: Mertesacker ist defensiv anfällig und in der Spieleröffnung nutzlos, Podolski sah gegen Lahm aus wie ein Schuljunge, das riesige Loch zwischen Defensive und Offensive spricht nicht für die Spielintelligenz einiger Akteure. Und so konnte auch der Plan von Wenger, das Tempo von Walcott zentral zu nützen, nicht aufgehen.

Arsenal ist meilenweit von dem Standard entfernt, den man aus den letzten 15 Jahren unter Wenger gewohnt war. War es in der Vergangenheit immer der Vorwurf gewesen, Arsenal würde sich nicht weiter entwickeln können, weil ständig die besten Spieler weg gehen würden – von Fàbregas bis Adebayor -, ohne dass diese sinnvoll ersetzt würden, muss nun konstatiert werden: Arsenal stagniert nicht, Arsenal bewegt sich in Riesenschritten zurück. Nur durch Härteeinlagen und Nachlassen des Gegners kam man ins Spiel zurück. Spielkunst, Tempo, Kreativität und Einfallsreichtum sucht man vergebens.

Und realistischerweise kann man nicht einmal den Nukleus der Mannschaft nehmen, um drumherum etwas aufzubauen. Spieler wie Podolski (der immer noch zu wenig nach hinten arbeitet), wie Giroud (ein bulliger Strafraum-Pflock), Walcott (der sich seit Jahren nicht verbessert hat), Rosický (der einfach viel zu oft verletzt ist), oder Mertesacker (Unsicherheitsfaktor und Holzfuß) sind mit dem Fußball, für den Arsenal einmal stand, nicht oder nicht mehr kompartibel.

Natürlich: Mit Wilshere, Ramsey und Cazorla gibt es zumindest eine Handvoll Remineszenzen an bessere Zeiten. Derzeit stehen die Zeichen aber eher auch einer mühseligen mittelfristigen Zukunft. Und wie lange es dauern kann, sich da wieder rauszuarbeiten, erfährt nicht zuletzt Liverpool in den letzten Jahren.

(phe)

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

  • Es war gestern aus Arsenal-Sicht schon ein bisserl ein Fall von “Erste Chance des Gegners im Tor, zweites und drittes Tor unglücklich”. Die Bayern waren in der ersten Hälfte souverän, aber wenn Giroud in der zweiten den Sitzer zum 2:2 macht, wirds ein etwas glückliches aber nicht unverdientes Remis.

    Am Ende hatte Arsenal gestern mehr Schüsse aufs Tor, mehr Ballbesitz, eine bessere Zweikampfbilanz und nicht weniger Großchancen als die Bayern, aber halt zwei Tore weniger geschossen. Und die Bayern sind halt in großer Form.

    Allgemein: Wenger hat Arsenal bisher jedes einzelne Mal ins CL-Achtelfinale gebracht und scheiterte in der KO-Phase der letzten Jahre zweimal gegen Barcelona und diesmal anscheinend an wirklich starken Bayern. Ich würde den Ball da allgemein flach halten. IMO braucht die Mannschaft punktuelle Verbesserungen um einen Schritt weiter zu machen, ist aber keineswegs forever doomed.

    • MartinF

      Bayern hat zur richtigen Zeit zwei Tore geschossen, Arsenal musste folgerichtig das Spiel machen. Mehr Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe sind eine logische Konsequenz daraus, weniger ein Merkmal von gleicher Qualität. Mit zwei Auswärtstoren war Bayern ja nicht mehr gezwungen, das Spiel aktiv zu gestalten. Mehr Torchancen braucht es da nicht mehr!

      Arsenal hat sich über 90m Minuten nur eine nennenswerte Torchance durch Giroud herausgespielt (Das Tor von Podolski zähle ich jetzt mal nicht, das hat Neuer geschossen). Und zwar weil Bayern als bessere Mannschaft einfach nicht mehr zugelassen hat. Abgeshen von individueller Klasse waren sie einfach kompakter und taktisch besser eingestellt als Arsenal.

      Ich halte es auch für keine Katastrophe, wenn eine Mannschaft gegen Bayern oder Barca ausscheidet, das kann immer passieren. Die Performance in der Gruppenphase gegen Gegner wie Schalke oder Olympiakos sollte da schon mehr zu Denken geben.

      • Das kann man jetzt immer so oder so lesen. Natürlich mussten die Bayern nach dem 2. Tor nicht mehr so dringend, aber das machts ja nicht leichter, ihnen Tore zu schießen, dich selbst aber wiederum anfälliger gegen die Konter. Dass man am Ende mehr Torschüsse zu verzeichnen hat, ist also keineswegs eine absolut logische Variante – besonders weil Arsenal ja keineswegs aus allen Lagen draufgehalten hat, sondern sich tatsächlich um gezielte Abschlüsse bemüht war.

        Fakt ist: Das Spiel hätte auch anders enden können und Arsenal hat gestern ziemlich die Höchststrafe für ihre Fehler und einen echt unglücklichen Spielverlauf eingefahren (und wenn wir schon von nennenswerten Chancen sprechen: ist ja nicht so, als wären die Tore von Müller und Mandzukic total glücklos gewesen und dass Kroos den Dropkick-Halbvolley am 16er jedes Mal so trifft). Wilshere hatte übrigens auch noch einen guten Abschluss.

    • axl

      Arsenal hat in der ersten Hälfte keinen einzigen Schuss aufs Tor gebracht und auch in in Halbzeit zwei meistens meterweit daneben gelegen. Ich hab jetzt keine Statistik zur Hand, kann mich aber eigentlich nur an eine einzige Parade von Neuer erinnern (gegen Giroud glaub ich). Eine unglückliche Niederlage schaut für mich jedenfalls anders aus.

  • Das Problem bei Santos find ich eher, dass er von Podolski komplett im Stich gelassen worden ist.

    @Walcott: Fair enough. Aber angesichts des Potentials, das er vor einigen Jahren andeutete, müsste er seit Jahren uneingeschränkte Stammkraft im Nationalteam sein. So ganz isser das nicht.

    • Das Nationalteam spielte unter Hodgson bisher halt so gar kein Walcott-System (seit der Euro hab ich kaum was gesehen). Trotzdem wird er sich dort reinspielen, wenn er so weitermacht wie heuer. Gegen Brasilien hat er zuletzt ja zum Beispiel gespielt.

    • Ferdl.The Gunner

      Santos ist auf alle Fälle als Außenverteidiger unbrauchbar, weil einfach zu zweikampfschwach. Das hat Wenger auch bemerkt und ihn im Sommer auf der Asien Tour als linken Flügel eingesetzt. Das funktionierte gar nicht so schlecht. Gegen Poldi und Gervinho hat er trotzdem kein Leiberl. Folglich sind 8 Mio. Ablöse und die 3 Mio. Gehalt pro Jahr verschi….

  • Faxi

    Ich bin ganz eurer Meinung was Arsenal betrifft: So geht es nicht weiter!

    Die Spieler Kritik finde ich falsch! Aber das ist Ansichtssache.

    Was mich eher wurmt sind die Aufstellungen des Herrn Wenger.
    Das Merte eine Spieleröffnung hat das einem Übel wird, weis man.
    Warum Koscielny überhaupt bei Arsenal spielen darf ist mir schleierhaft.
    Vermaelen ist auf der LV-Position vergeudet, weil er der einzige komplette IV ist und mit Merte sicher ein starkes IV-Duo bilden kann.
    Doch es geht noch schlimmer. Was sich Wenger dabei denkt mit 2x 10er (Arteta & Ramsey), einem 8er (Wilshire) und 3 Stürmern anzutreten, weis ich nicht. Noch dazu positioniert er den einzigen brauchbaren defensiven Mittelfeldmann noch vor zwei 10ern. Arteta und Ramsey merkt man an, dass sie den Defensivpart nicht können. Hier wurde am Transfermarkt einfach schlecht gearbeitet und man hat sich einen vernünftigen 6er, M’Vila, Capoue oder Sissoko, durch die Finger gehen lassen.
    Weiters finde ich es absolut naiv, mit einem Santos (langsam und fehleranfällig) und einem Gibbs (dauerverletzt) in die Saison zu gehen. Da wurde zwar Monreal geholt, nur leider ist der für die CL nicht spielberechtigt.

    Wenger hat sich einfach bei Arsenal verbraucht, er sollte gehen!

  • Ferdl.The Gunner

    Als Arsenal Fan wird das alles unerträglich. Nur Wilshere und Cazorla sind einer Startelf würdig und mit Abstrichen vielleicht noch Arteta, Koscielny, Vermaelen und der launige Sagna. Der Rest ist Mittelmaß, auch Ramsey. Merte verteidigte auch gestern wieder wie ein 45jähriger. Totalversager (Squilacci, Chamakh, Santos, Arshavin,…) bekommen hochdotierte Langzeitverträge von unseren unfähigen Managern Wenger und Gazidis. Trotzdem wäre noch immer genug Geduld da, um endlich zumindest einen ordentlichen Stürmer zu kaufen, anstatt auf die raren Genieblitze von Poldi, Giroud und Theo zu hoffen. Wenger erzählt uns noch immer, dass dieser Kader Qualität hat. Ein Hohn.

    • Faxi

      Chamakh wurde von Wenger einfach keine vernünftige Chance gegeben! Arshavin konnte Wenger nicht aus seine Formtief holen bzw. wollte das gar nicht.

      • Chamakh hatte bei Arsenal 2010/11 44 Einsätze ohne mich dabei allzu sehr zu beeindrucken, Dann wurde er halt als Spitze von Van Persie verdrängt.

      • Faxi

        Hab mir das gerade angeschaut. Hatte vom Gefühl her mit weniger Einsätzen gerechnet und ich weis auch warum:
        Die erste Zeit, auch die Zeit in der er traf, war die wo er von Haus aus spielte. Bis RvP wieder zurück kam und Chamakh trotz starker Leistungen zu Beginn der Saison gleich auf die Bank verbannt wurde und nur mehr in den Schlussviertelstunden zum Einsatz kam oder gar nicht.

        1-17 Runde: 14 Einsätze von Beginn, 7 Tore + 4 Assists
        18-38 Runde: 1 Einsatz von Beginn, 6 Spiele auf der Bank, 1 Assist

        Also muss man das mit den Einsätzen relativ sehen und Wenger hat es wieder einmal geschafft einen Spieler runter zu machen, wie bei Arshavin.

      • Willst du Wenger vorwerfen, dass er Van Persie aufgestellt hat?

        Weder um Arshavin noch um Chamakh haben sich irgendwelche Toppklubs gerissen, seit sie bei Arsenal aus der Startelf geflogen sind und damit sicher wechselwillig wären. Das sollte man schon auch bedenken.

        Arshavin ist 31, spielt seit ziemlich langer Zeit unterirdisch und hat seine beste Zeit wohl hinter sich.

        Beo Chamakh sollte man vielleicht auch in Erwägung ziehen, dass die erfolgreiche Halbsaison vielleicht nicht sein permanentes Leistungsvermögen ist. Allgemein hat er in seiner Karriere eine extrem schlechte Trefferquote für einen Stürmer.

        Der Mann ist jetzt außerdem seit Anfang Jänner bei Westham, hat dort auch noch kein einziges Mal durchgespielt und die letzten zwei Mal überhaupt nur auf der Bank gesessen. Auch bei Marrokko konnte man anscheinend problemlos auf ihn verzichten beim CAN.

        Wenn ein erfahrener Spieler bei einem Toppklub hinter einen Weltklassestürmer zurückfällt, sollte ihn das nicht so “runter machen”. (Warum sollte Wenger das absichtlich tun?) Chamakh ist imo einfach kein Weltklassemann und mit 29 kann man sich auch keine Wunder mehr erwarten.

      • Faxi

        Zurückfallen? Er war doch erfolgreich? Und wurde aus der Mannschaft gerissen und von Wenger, weil auch RvP war nicht mehr berücksichtigt.

        Er hat doch getroffen als er spielte. Also deine Argumentation ist schwach, nicht nachvollziehbar.

        Als Stürmer der trifft, von einem tag auf den anderen Tag nicht berücksichtigt zu werden ist grausam.

        Anscheinend hast du noch nie gekickt!

      • Faxi

        Und warum wollte die beiden keiner mehr, weil ihnen nicht erlaubt wurde zu gehen und nach einem Jahr auf der Bank komm ich um die Preise die Wenger haben will nirgendwo mehr hin!

      • Faxi

        Aja… Kennst du den Mario Gomez, der trifft auch nur so wie da Chamakh von Haus aus spielt.

      • “Als Stürmer der trifft, von einem tag auf den anderen Tag nicht berücksichtigt zu werden ist grausam. Anscheinend hast du noch nie gekickt!”

        “Kennst du den Mario Gomez”

        Bleib sachlich oder geh woanders hin. Ich habs nicht nötig mich für meine Meinung vor dir oder sonst irgendwelchen Anonymen Experten zu rechtfertigen und anpöbeln zu lassen. Ich hab in meinem Leben genug Fußball gespielt und gesehen, um es dir nicht erst erklären zu müssen.

        Nochmal: Chamakh wurde nicht mehr aufgestellt, weil Van Persie aufgestellt wurde. Ich halte das für sehr einfach rechtfertigbar – insbesondere aufgrund dessen folgender Leistungen. Chamakh ist nicht besser als RVP und wird es imo auch nie sein. Willst du Wenger das vorwerfen? Was hättest du erst getan, wenn er stattdessen RVP auf der Bank versauern lassen hätte?

        Das magst du “grausam” finden. Persönlich für Chamakh ist es das vielleicht. Aber er ist ein Profifußballer und ich finde es ganz normal, dass der Trainer eines Topp-Klubs den besten Spieler aufstellt. Das zu verkraften, gut weiter zu trainieren und auf seine Chance zu warten, gehört zum Profileben dazu. Arsenal ist keine geschützte Werkstätte.

        Ich weiß nicht, welche Verschwörung du da unterstellst, aber was hätte Wenger davon, Chamakh zu zerstören?

  • Thomas

    Walcott hat sich seit Jahren nicht verbessert?

    Diese Analyse, die ja recht gut ist, kann man von mir aus auch schreiben, wenn man nur dieses eine Arsenal Spiel gesehen hat.

    Wenn man dann aber Arsenal generell analysieren will, wäre schon mehr nötig gewesen. Sonst ist die Aussagekraft halt gleich 0.

    Zur Info: Der Sprung, den Walcott heuer nach vorne gemacht hat, ist absolut beeindruckend. Er ist nun absoluter Führungsspieler und Arsneals gefährlichster Offensivmann. 18 Tore und 15 Assists zeugen davon ;)