Waren Prügel notwendig?

Es sieht fast so aus, als hätte jemand etwas Vernunft in Hickes Sturschädel reingeprügelt. Gegen die Deutschen ist Linz wieder dabei, wie auch Pogatetz. Und wie man hört, soll sogar in der „Causa Scharner“ Land in Sicht sein. Man möchte es gar nicht für möglich halten, dass es noch vor der EURO so weit sein könnte, dass der Teamchef über den Tellerrand seiner verletzten Eitelkeiten und den wahnsinnigen Ordern eines ahnungslosen Verbandspräsidenten hinausblickt.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Einberufung von Pogerl und Roligoal, wie auch die angekündigte Möglichkei einer Aussöhnung mit Scharner nicht nur Scheingefechte bleiben, um Anfang Februar die Deutschen zu täuschen…

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

18 Gedanken zu „Waren Prügel notwendig?

  1. @Tom 2:

    Haha, der Kommentar ist natürlich super. Da sind wir gleich beim 2. großen Problem im Ö-Fußball: Es gibt kaum Sportjournalisten, die vom Fußball eine Ahnung haben… :)

  2. @Tom: Ich könnt 1000 Unterschiede zwischen Fullgan und Wiham (Die Vereine sind austauschbar) finden. Fußball ist Showbusiness. In einem Interview sagt man nicht was man denkt, sondern was die Zuschauer/Fans hören wollen. „Geld spielt für mich eine kleine Rolle.“ Und sollte der Vertrag kurz vor der Unterzeichnung stehn: „Fullham bietet für mich bessere Möglichkeiten mich zu entwickeln, bla, bla, bla.“

    Die Aussage in dem Interview würd aber zum Scharner passen, deshalb glaub ich sie blind.

    Im übrigen brauch ich die Österreich nicht, um eine Anti-Scharner Argumentation aufzubaun, der war bei mir schon unten durch, da hats die Österreich noch gar nicht gegeben. Wer in einer Mannschaftssportart seine Einwechslung auf einer Nicht-Lieblingsposition (nochdazu bei der Austria!!!) verweigert, von dem werd ich nie mehr der größte Fan! ;-)

    @udos:
    Wenn der Stranzl so deppert ist, dass er „transfermarkt.de“ ein Interview gibt, dieses Interview auf seine Homepage stellt, und zwar mit dem Wortlaut (noch immer nachzulesen)

    >Paul hat gesagt, dass er nicht mehr für die
    >Nationalmannschaft spielen will und damit hat
    >sich die Sache eigentlich erledigt. Er kann nicht
    >kurz vor der EURO sagen, dass er doch wieder
    >spielen will, wenn er in der harten Phase nicht
    >dabei sein wollte. Das geht einfach nicht.

    Dann würd ich das nicht so einfach abtun.
    Das Zitat steht (mit copy und paste kopiert) genau so auf „www.martin-stranzl.com“. Wenn er falsch zitiert wurde, dieses falsche Zitat aber dann selbst zitiert (zitieren lässt), ist das nicht besonders klug. In keinem Fall braucht er aber ein Medium angreifen, welches dieses Zitat bringt.

    Die Aussagen sind natürlich nicht besonders intelligent von einem Spieler der nichtmal Kapitän ist. (wenngleich er der heimliche Kapitän ist)
    Er hätte in den Medien sagen müssen: „Der Teamchef beruft ein. Meine persönliche Meinung tut nichts zur Sache.“. Mit dem Interview kann er eigentlich nichts gewinnen…

  3. habs in der morgenkonferenz gelesen. ich würde auf gekürzte interviews in der österreich jetzt nicht gerade eine anti-scharner argumentation aufbauen. (lies mal den peinlichen kommentar in der linken spalte neben dem interview ;))

    zumals durchaus einen sportlichen unterschied machen könnte. auf zwei arten sogar.

    1. wigan steigt nicht ab, fullham schon.
    2. scharner könnte bei fullham aber vielleicht offensiv spielen, während er bei wigan gegen seinen willen zurück musste…

    der transfer kommt übrigens eh nicht zustande.

  4. Haha, Psychopauli ist der erste Spieler, bei dem ich ein Interview lesen durfte, in dem er erklärt, dass er wegen dem Geld wechselt.

    Österreich: Fullham ist auch Abstiegskandidat: Wo liegt da die Herausforderung – ist es das Geld?
    Scharner: Sportlich macht es keinen Unterschied, ob ich für Wigan oder Fullham spiel. Ja, es geht eher in die andere Richtung…

    Weltklasse! Grandios!

    Ich glaub, Österreichs Fußballer sind irgendwie ehrlicher als die anderen. Der Prödl erklärt, dass Werder ein gutes Sprungbrett für die wirklichen Top-Ligen ist, der Scharner erklärt, dass es sportlich scheissegal ist, ob er in Wigan oder Fullham spielt… Super!

  5. @Tom:

    Sag mir bitte, wo ich übertrieben hab, was anders war, bzw wo und wann er in irgendwas gemacht/getan hat, was dem was ich geschrieben hab widerspricht.

    @udos:

    Für mich persönlich gibt es nur eine Möglichkeit, dass Scharner ins Team zurückkommt: Er muß sich bei den Teamspielern (einzeln, oder vor versammelter Mannschaft, egal) entschuldigen, dass er sie in einer Krise im Stich gelassen hat, und dass er gerne wieder helfen würde. Die Spieler haben danach zu entscheiden, ob Scharner wieder einberufen werden soll. Dann soll Hickersberger nochmal für sich entscheiden.

    Und nochmal: Ich find das absolut nicht kindisch, sondern absolut normal, dass in einer Mannschaftssportart Egoisten, die die Mannschaft wenns ihnen grad nicht passt im Stich lassen, wenns Lust und Laune haben wieder zurückkehren wollen, nix verloren haben.

    Scharner ist kein kleines Kind. Wenn ich sag, dass meine Laune am Abend durch diese Versager in der Firma, vor allem durch meinen Vorgesetzter, täglich getrübt ist, und ich nie wieder für meine aktuelle Firma arbeiten wollen würd. Dann kann ich mir schon ausrechnen, wie die Stimmung ist, wenn ich ein halbes Jahr später komm und erklär, dass ich jetzt ein Kind hab, meine Laune nicht mehr mit der Firma zusammenhängt, und ich jetzt doch wieder zurückkommen wollen würd.

  6. Nunja. Die Frage ist wohl eher, wie das beim Vieraugengespräch mit dem Hickersberger rüberkommen wird. Man wird sehen, was dabei rauskommt. rein fußballerisch wäre er aber eine große Hilfe fürs Team.

  7. Wo soll sich Scharner entschuldigt haben? Pogatez hat sich entschuldigt, was in meinen Augen nichtmal notwendig gewesen wäre.

    Und ich bin nicht beleidigt auf Scharner, sondern ich finde sein Verhalten, das er damals bei der Austria, und dann beim Nationalteam an den Tag gelegt hat, inakzeptabel. Und Hickersberger würde in meinen Augen einen riesigen Autoritätsverlust erleiden, wenn ihm der Scharner sagt: „Ich will nie wieder im Team spielen“, der Hickersberger sagt: „Burschi, überleg Dir das 2 Tage lan. Weißt Du überhaupt was Du da sagst?“ und der Scharner 2 Tage überlegt, und dann meint „Ja, ich will nie wieder im Team spielen“.

    Interviews gibt, in denen er meint, dass das Nationalteam in persönlich runterreisst, und er deshalb das Team in Stich lässt. Und zwar in einer Situation, in der die Mannschaft von ALLEN zerrissen wird. Vollkommen inakzeptabel in einer Mannschaftssportart.

    Als erste „Rückkehraktion“ glaubt, den ÖFB erpressen zu müssen. „Ich kann mir schon vorstellen wieder zu spielen, aber nur wenn der ÖFB den Valentin Hobel anstellt“. Vollkommen inakzeptabel.

    Und im Interview zu seinem endgültigen „Ich bin der Messias, holt mich züruck“ erklärt, dass er persönlich so weit ist, dass ihn nichtmal mehr das Nationalteam runterreissen kann. Vollkommen inakzeptabel.

    In keinem Viertelsatz hat er sich entschuldigt. In keinem Viertelsatz hat er erklärt, dass er Fehler gemacht hat. In keinem Viertelsatz hat er anklingen lassen, dass er erkennt, dass Fußball ein Mannschaftssport ist.

    Damit ist für mich die Sache gegessen. Das ist nicht kindisch, kindisch ist maximal der Scharner, der glaubt wie im Kindergarten sich aufführen zu können, und dann weint wenn die Konsequenz, die ihm 100 mal erklärt worden ist, und die er mehrmals akzeptiert hat, dann doch eintritt.

  8. nein, du respektierst scharners wunsch nicht, du hältst ihm etwas vor, das er vor längerer zeit gesagt hat, für das er sich mehrmals entschuldigt hat und was er in seiner persönlichen entwicklung hinter sich gelassen hat.

    und du hast einen gegenbeweis für deinen „beweis“. scharner spielt bei wigan aktuell genau nicht auf seiner lieblingsposition, sondern dort, wo der trainer ihn aufstellt, weil er dort gebraucht wird.

    wir drehen uns im kreis. mir deucht, du bist aus irgendeinem grund beleidigt auf scharner. ich lass dir das mal, ich finds aber kindisch und bei hochbezahlten fußballprofis find ichs nicht akzeptabel.

  9. Zum Besten Fußballteam:

    Eine Mannschaft ist ein Kollektiv, und in so ein Kollektiv kommen GANZ schwer Leute, die in der schwersten Phase, in der ganz Österreich auf das Nationalteam schimpft, spuckt, etc, im Stich lässt, um sich dann als Messias feiern zu lassen.

    Solche Leute kommen sehr sehr schwer in ein Kollektiv… Das müssen keine Freunde sein. Aber sie müssen sich respektieren. Was Scharner treibt ist definitiv nicht Respektvoll.

  10. Wie bitte? Ich glaub, Du verwechselst Scharner und Pogatez! Pogatez hat kritisiert, in meinen Augen vollkommen richtiges, nämlich Hickersberger und den möchtegern Kapitän Ivanschitz. Damit hab ich KEIN Problem, somit geht auch das mit dem Nestbeschmutzer ins Leere.

    Dass Scharner kein Mannschaftssportler ist, dafür gibts keine geringen Indizien, sondern klare Beweise:

    Austria Wien, Trainer Löw sagt: „So, Du wirst eingewechselt, auf Position X“
    Scharner sagt: „Nein, dort spiel ich nicht.“ und lässt sich NICHT einwechseln.

    nur so als Beispiel. Von dem Zitat, das ich leider in den Printmedien nicht finde, dass ihn das schlechte Nationalteam nur runterreissen würde, ganz zu schweigen.

    Im übrigen bin ich nur voll und ganz auf der Linie, dass Scharner selbst entscheiden kann ob er im Team spielt oder nicht.

    „Ich habe Pepi Hickersberger am Montag angerufen und ihn gebeten, meinen Rücktritt aus dem Team anzunehmen. Und zwar für immer. Wer mich kennt, weiß, dass ich keine halben Sachen mache. Mein Rücktritt war und ist endgültig“, erklärte der 26-Jährige gegenüber Sportnet.

    Für immer. Ich will ihm doch nicht zumuten, dass er halbe Sachen machen müsste…

  11. ach deshalb is er bei wigan einer der wichtigsten spieler in der mannschaft, weil er kein mannschaftsspieler ist?

    das was du hier sagst ist der traditionell österreichische „wer kritisiert ist ein unwürdiger nestbeschmutzer“-reflex. es gibt nicht das geringste indiz dafür, dass scharner am platz kein teamspieler wäre…

    scharners kritik war damals richtig, die form war falsch. für die form hat er sich entschuldigt. fußballerisch wäre er als aktuell wahrscheinlich bester österreichischer fußball eine enorme bereicherung für das team. es liegt nun am rest des teams, sich professionell zu verhalten.

    das beste fußballteam wird nicht aus 11 freunden geformt.

  12. Wenn sich alle wiederholen, wiederhol ich mich auch zum 10. mal :)

    Scharner hat im Nationalteam NICHTS verloren. Es spielen nicht die 11 besten Einzelspieler, sondern die Einzelspieler, die die beste Mannschaft ergeben.
    Es ist für mich undenkbar, dass jemand, der erklärt „nie mehr“ im Team spielen zu wollen, weil diese (sinngemäß) Hundskicker ihn persönlich runterreissen, zurrückkommt, nur weil er meint, dass er menschlich soviel weiter ist, dass (sinngemäß) diese Hundskicker ihn nicht mehr runterreissen können.

    Scharner ist ein Psycho, hat nie verstanden, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, und demnach hat er NICHTS im Team verloren.

  13. hoffen wirs. nach einer schon sehr unwahrscheinlichen versöhnung muss hickersberger nur noch die ziemlich unwahrscheinliche courage aufbringen, jemanden einzuberufen den er vielleicht doch noch will, die ivanschitzes und stranzls der mannschaft aber nicht.

    wenn man betrachtet wie sich c. ronald und wayne rooney sich nach ihrem heftigen wm-aufeinanderknallen zu einem spitzenteam zusammengeschlossen haben, weil sie profis sind, ist es außerordentlich peinlich, von solchen wichten wie den heimischen team-rädelsführern auch nach zwei jahren und zahlreichen entschuldigungen über die form der kritik noch eine so beleidigte haltung sehen zu müssen.

    hickersberger müsste scharner schon allein deshalb wieder zurückholen. um zu zeigen, dass ER die mannschaft aufstellt, und nicht ein paar c-internationale mit star-allüren. um nach all den kasperlvorstellungen der letzten jahre deutlich professionalität von nationalspielern einzufordern. es wäre seine größte leistung als coach.

    ich möchte es ja gern glauben. aber es will nicht so recht.

Die Kommentare sind geschlossen.