Die 30 am besten bezahlten Fußballtrainer der Welt

Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12
Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12 - Grafik: (C) ballverliebt.eu

Nicht nur die Personen am Feld, sondern auch jene die ihnen Vorgaben machen, sind im Fußball immer öfter Millionäre. Die folgenden 30 Trainer verdienen im Moment pro Jahr am meisten Geld bei ihren jeweiligen Arbeitgebern.


Datenquelle: UOL

Das Einkommen hat in der Relation zu direkten Konkurrenten selten etwas mit dem unmittelbaren Erfolg beim aktuellen Verein zu tun. So kommt Pep Guardiola nicht an Jose Mourinho ran, obwohl er ihn in Champions League und Meisterschaft im vergangenen Jahr besiegt hat. Alex Ferguson verdient als Redkordmeistermacher gleich viel wie Ruderherumreißer Kenny Dalglish, sieht seinen Stadtrivalen Roberto Mancini vom City-Schleudersitz gar nur von hinten. Jürgen Klopp verdient trotz Meistertitel nicht einmal die Hälfte von Bayerntrainer Jupp Heynckes. Othmar Hitzfeld und Jogi Löw bekommen bei ihren Nationalteams mehr, als Weltmeister Vincent del Bosque. Man könnte stark vereinfacht sagen: Fußballtrainer werden für ihre vergangenen Leistungen und den unter anderem dadurch erwarteten Erfolg bezahlt.

Natürlich zeigen die Gehälter auch den finanziellen Zustand im Fußball. Spaniens Pleite-gefährdete Liga ist zwar nicht oft vertreten (3), aber wenn dann gleich ganz fett im Geschäft. Nach Barcelona und Real tut sich dort lange nichts. England ist hingegen oft im Spitzenfeld vertreten (8), das Ligagefälle ist aber viel geringer. Ausgaben in Deutschland (2), im traditionell Trainer-betonenden Italien (3) und Frankreich (1) fallen deutlich ab. Außerhalb von Europa gibt es nur die Liga in Brasilien (5) und einzelne Klubs mit potenten Mäzenen oder Sponsoren. Zum bequemen Durchklicken durch die Welt der am besten haben wir euch wieder einmal eine Map gebastelt.

Nicht nur im durchschnittlichen Arbeitsleben, auch unter Spitzentrainern ist das Gehaltsgefälle relativ groß, wie die folgende Kurve zeigt. Die Top 5 verdienen gemeinsam mehr als die untere Hälfte der Liste. Wer die Top 3 verpasst, muss schon einen Preisnachlass von 40% gegenüber dem Ersten akzeptieren. Nach den Top 10 lässt der Wertverlust nach.

Millionen hin, Millionen her. Am Ende bleibt die große Frage, die dahintersteht, auch ein bisschen Geschmackssache.

Wer ist der beste Trainer der Welt?

Was meint ihr dazu?

Über Tom Schaffer

Journalist und als langjähriger Mittelfeldmotor stolzer zweifacher steirischer Jugendvizemeister. Fan des Offensivkicks und des englischen Fußballs.

18 Gedanken zu „Die 30 am besten bezahlten Fußballtrainer der Welt

  1. Wo findet man die liste von france football? Kann mir vorstellen, dass die einen erfolgsprämien und sponsorengelder listen und die anderen nicht.

    Die quelle bei uns ist übrigens zwar die brasilianische seite, aber die beziehen sich auf das portugiesische Futebol Finance.

  2. Eine brasilianische Quelle wenn gerade ‚France Football‘ eine Liste veröffentlich hat? Und wie kompetent ist diese einzuschätzen wenn ein Manager, Steve Bruce, aufgezählt wird, der seit 30. November (also fast ein Drittel eines Jahres!) nicht mehr im Amt ist?

    France Football meint:

    1. Jose Mourinho (Real Madrid) €14.8m
    2. Carlo Ancelotti (PSG) €13.5m
    3. Pep Guardiola (Barcelona) €9.5m
    4. Arsene Wenger (Arsenal) €9m
    5. Guus Hiddink (Anzhi Makhachkala) €8.6m
    6. Fabio Capello (England, formerly) €8.5m
    7. Sir Alex Ferguson (Manchester United) €8m
    8. Dick Advocaat (Russia) €7m
    9. Jose Antonio Camacho (China) €6.1m
    10. Roberto Mancini (Manchester City) €5.9m

  3. @ Favre ist wohl wirklich eines der besten Beispiele der letzten Jahre. Was der aus Mönchengladbach rausgeholt hat ist absoluter Wahnisnn!

  4. Fabio Capello und Andre Villas-Boas sind im Moment beide arbeitslos. In der Liste stehen nur Trainer mit aktueller Anstellung.

    Die Quelle ist übrigens im Text verlinkt.

  5. Die Liste unterscheidet sich kaum von einer der finanzstärksten Clubs, mit der erbrachten Leistung steht das mMn aber in keinem Zusammenhang.

    Leider lassen sich Titel leichter zählen und vergleichen als Erfolge im Verhältnis zu den Fähigkeiten der Mannschaft.
    So fehlen z.B. Lucien Favre und Marcelo Bielsa, die nicht nur unglaublich viel aus den vorhandenen Spielern (haben bei ihren Clubs auch kaum die Möglichkeit groß nahzurüsten) herausholen, sondern die Mannschaft damit auch weiterbringen und nicht auf kurzfristigen Erfolg aus sind (im Gegensatz zu z.B. Quälix bei Wolfsburg damals).

    National schätze ich die Leistungen eines Óscar Tabárez, Giovanni Trapattoni (Trainer und Mannschaft passen einfach wie die Faust aufs Auge) oder Morten Olsen auch höher ein als von z.B. Ottmar Hitzfeld oder Vicente del Bosque.

    Mein Favorit für den Titel des besten Trainers wäre El Loco Bielsa.

  6. Danke @Dyrnberg.
    Er hat nämlich das (durchaus gerechte) Argument von Herrn Schaffer meiner Meinung nach entschärft.
    Denn es stimmt: Ferguson hat bei United Anlauzeit gebraucht, bis es zu Erfolgen und Titeln gekommen ist. Aber, und dieses Aber ist nicht nur deswegen großgeschrieben, weil es am Satzanfang steht, Dyrnberg hat richtig bemert, dass Ferguson schon vor United Erfolge gehabt hat. Aberdeen unter Ferguson war der letzte schottische Meister, der nicht aus Glasgow gekommen ist. Er hat mit Aberdeen auch international Erfolg gehabt, was meines Wissens (und da geb ich zu ist mein Wissen beschränkt) seither nicht, oder im besten Fall, kaum der Fall war.

    Daher: Sir Alex hat zwar nicht die ganzen 25 Jahre, die er bei United ist, um Titel gespielt. Aber gerade die Tatsache, dass es nicht nur an der Mannschaft liegt, sondern er auch mit einem Team, das seitdem in Vergessenheit geraten ist, sehr große Erfolge gefeiert hat, zeigt, dass es sich wirklich um einen unwahrscheinlich guten Trainer handelt.

    Und ich möchte mein Hautpargument noch mal wiederholen: Es gibt Trainer, die habet/hatten bessere Teams als Sir Alex Ferguson, aber über Jahrzehnte hinweg (mindestens) einer der Besten zu sein, das kann glaub ich kein anderer Trainer von sich behaupten. Und wenn nach dem besten Trainer aller Zeiten fragt, kann, meiner bescheidenen Meinung nach, nur Alex Ferguson an der Spitze stehen.

  7. Da müssten doch die Spaziergehen wie Villa Boas noch besser abschneiden. Viel Geld keine Gegenleistung :-)

  8. Auch ich sage: Sir Alex Ferguson, obwohl Arsenal-Fan… und zwar aus den bereits genannten Gründen… dann Arsene Wenger (obwohl der internationale Erfolg fehlt, aber das ist die Schuld von Jens Lehmann ;-) ) … dann Jürgen Klopp (schon als Mainz Trainer!) und dann Jose Mourinho, der nur wegen seiner Nicht-Vereins-Treue nicht zu den Top 3 zählt… denn meiner Meinung nach ist man auch dann ein guter Trainer, wenn man bereit ist, länger beim Verein zu bleiben… weswegen ich dem Sturm-Vorstand übelnehme, den Foda abzuservieren, denn Foda wäre trotz der teilweise unfairen Art und Weise, wie mit ihm verfahren wurde, trotzdem bei Sturm geblieben, wenn man ihn denn ließe…
    Zusätzlich darf man absolut nicht außer Acht lassen, dass Fergie und Arsene eigentlich Manager sind mit einer Riesenfülle an Aufgaben und Verantwortungen… ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Klopp bei Dortmund Manager oder nur Trainer ist… er hat jedenfalls weitestgehende Kompetenzen was System und Nachwuchs betrifft…

  9. Was ist eigentlich mit capello? Auch wenn er nicht mehr nationaltrainer englands ist, so hat er doch ein recht ansehnliches salär bezogen, bevor der vertrag aufgelöst wurde…der wäre meines wissens ganz oben dabei.

  10. Sir Alex Ferguson. Who else?

    Es mag immer wieder mal Trainer geben, die ein Detail der Trainerarbeit besser beherrschen, wie etwa Guardiola das taktische Grundkonzept (wobei er hier bei Barca ja weiß Gott schon auf ein funktionierendes System bis in die Jugend hinab aufbauen konnte; SAF tut sich vor allem in Europa auswärts oft schwer, die Taktik zu gestalten) oder Wenger die Spielerentwicklung (wobei SAF auch zig Talente zu Weltstars formte, wohl sogar mehr als Wenger), aber niemand kann das gesamte Business so wie er. Er beherrscht es, einen ganzen Verein zu führen und zu prägen. Der Erfolg bei United hat im Grunde nur einen Namen: seinen.

    Dabei sollte man nicht vergessen: Auch vor seiner Zeit bei United bei Aberdeen hatte der Mann unglaublichen Erfolg: Schottischer Meister (und das nicht mit Rangers oder Celtic… das kommt nur alle 25 Jahre mal vor.) Cup der Cupsieger 1983. Bayern eliminiert, das große Real im Finale gebogen, und das alles mit Aberdeen.

  11. Ist wohl ein wenig relativ zu sehen. Wo ist Villas-Boas oder eben jetzt diMatteo? Zudem darf man die Einkommenssteuer nicht vergessen. So gesehen sind Hitzfelds Millionen in der Schweiz mehr wert als in deren Ländern.

  12. Giovanni Trapattoni steht bei mir ganz oben. Hatte mit verschiedenen Vereinen Erfolg gehabt, und brachte Irland zur EM-Endrunde. Der Sir von der Insel ist natürlich auch ganz gut. Es hat jedoch auch Vorteile wenn man immer beim selben Club das Vertrauen genießt.

  13. Für mich ist es aus genau diesem Grund Arsene Wenger. Der hat die entsprechenden Veränderungen nämlich bewirkt und macht das Ganze auch seit laaanger Zeit sehr erfolgreich – allerdings mi deutlich weniger Geld im Rücken!

  14. Ist ein Argument. 25 Jahre sinds aber nicht ganz, weil er in den ersten Jahren nicht wirklich was gewonnen hat. Der erste Cup-Titel kam 1990 und der hat ihm wohl den Job gerettet. In der Liga hat man erstmals 91/92 um den Titel mitgespielt und ihn dann im Jahr darauf zum ersten Mal gewonnen ;)

  15. Der beste Trainer? Eindeutig Sir Alex Ferguson. Guardiola, Mourinho und die anderen mögen vielleicht kurzfristig bessere Teams haben und mehr Titel gewinnen, aber 25 Jahre lang einen Verein auf absolutem Top-Niveau zu halten, immer wieder ein neues Team aufzubauen, alle Veränderungen und Modernisierungen die in dem Zeitraum passieren mitzumachen, und wie gesagt sogar so gut mitzumachen, dass man immer an der Spitze dabei ist, immer irgendwelche Titel gewinnt, das hat glaub ich kein anderer Trainer zusammengebracht.

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