Kunstrasen im Europapokal

Tottenham-Trainer Harry Redknapp spricht sich nach der Nahezu-Katastrophe in der Champions League bei den Young Boys Bern (3:2 nach 3:0) gegen Kunstrasen aus. Er wolle keine Ausreden suchen, aber habe vier Spieler (King, Keane, Lennon, Huddlestone) wegen der Verletzungsgefahr nicht aufgeboten und die Mannschaft habe den Belag gehasst.

Seit der Saison 2006/7 erlaubt die UEFA den Gummiboden. In Österreich spielte Salzburg bis zum Ende der vergangenen Saison auf einem solchen Belag, ließ aber im Sommer Naturrasen verlegen. Wir bitten zur Umfrage.

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Über Tom Schaffer

Journalist und als langjähriger Mittelfeldmotor stolzer zweifacher steirischer Jugendvizemeister. Fan des Offensivkicks und des englischen Fußballs.

6 Gedanken zu „Kunstrasen im Europapokal

  1. Kunstrasenplätze im Europapokal zu verbieten macht ja insofern keinen Sinn, da es ja auch teilnehmende Länder bzw. Regionen gibt, die aufgrund des dort herrschenden Klimas keinen Naturrasenplatz einrichten werden können, der angenehmer zu bespielen ist als ein Kunstrasenplatz (Faröer, Russland..).
    Dass in Bern sicher auch eine natürliche Lösung möglich wäre ist eine andere Sache. Aber sowas ist ja Gott sei Dank die Ausnahme.

  2. Die Abstimmung ist ja keine verbindliche Wahl sondern ein Stimmungsbild. Ich finde es durchaus reizvoll zuerst abzustimmen und dann oder nebenbei zu disktuieren und zu sehen, ob sich die Meinungen vielleicht ändern. ;)

    Nebenbei ist das Abstimmungsbild schon die ganze Zeit keineswegs so eindeutig, sondern ziemlich gespalten. ;)

  3. guter Konter ;-)

    Gemeint war: idealerweise informiert man ZUERST über die Fakten, diskutiert diese und macht dann eine Abstimmung nachdem sich jeder eine Meinung bilden konnte. Andersrum ist es eben sinnlos, da (Kunstrasen = künstlich = böse) das Abstimmungsergebnis vorhersehbar ist wie Grauslichkeiten im wiener Wahlkampf.

    Wenn jetzt jemand sagen kann, er kenne die Antworten auf die Fragen und habe unter Abwiegung der Vor- und Nachteile eine Entscheidung getroffen, dann bin ich zufrieden :)

    (… und wenn das Ergebniss jetzt zugunsten des Kunstrasens kippen sollte, dann tut die Community das nur mir zu Fleiß *g*)

  4. Über die Krautacker beschweren sich Trainer und Spieler aber eh auch. Eine Mindestqualität für Naturrasen ist auch keine so schlechte Idee. ;)

    Nebenbei. „Ünnötige Diskussion“ zu sagen und dann so viele wichtige Fragen anzusprechen ist kein schlechtes Paradoxon :)

  5. Unnötige Diskussion. Erst sollten einmal die Fakten auf den Tisch gelegt werden.

    Gibt es im Verhältnis mehr Verletzungen auf modernen Kunstrasenplätzen als auf Naturrasen? Wenn ja, wieviele dieser Verletzungen wären durch Spielens auf Naturrasen verhindert worden? Wieviele Verletzungen sind auf mangelhaften Naturrasen zurückzuführen.

    Das Fußballer und Fußballtrainer über sämtliche Hirnwindungen hinaus abergläubisch sind hat ja zuletzt die eigenartige Polemik um den Jabulani während der WM gezeigt.

    Ist die Qualität des Spiels auf einem Krautacker á la Liebenau besser als auf einem modernen „Gummiboden“?

  6. So lange der Kunstrasen einen gewissen Qualitäts-Standard erreicht, seh ich da kein Problem. Eine schlechte Mannschaft wird auch auf Kunstrasen nicht besser, eine gute muss darauf auch zurecht kommen. High-Tech-Gras wie in Bern, Moskau oder bis vor kurzem in Salzburg darf kein Problem sein. Bei 80er-Jahre-Geläuf wie bei dem CL-Quali-Spiel auf den Färöern ist das aber wieder anders.

    Für mich ist Kunstrasen EINERSEITS eine legitime Form des Heimvorteils und ANDERERSEITS in Mittel-Europa eigentlich ein Non-Issue, weil es außer Bern ja eh keinen mehr gibt, wo potentiell Europacup- und Länderspiele ausgetragen werden.

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