Netzer Go Home!

Wenn man nach einer Blinddarm-OP einige Zeit an die Couch gefesselt ist, kann man das zu dieser Jahreszeit sogar einen Tick genießen. Der Grund? Klar – die englische Premier League. Vier Tage die Woche bis zu vier Spiele am Tag und dabei sieht man fast immer Spitzenfußball (auch wenn Günther Netzer im ZDF mal gesagt hat, man könne sich in England nur die großen 4 ansehen, dahinter sei es grauenhaft – der arme Irre). Jüngst gab es unter anderem ein 4:4 (Chelsea – Aston Villa), 6:4 (Tottenham – Reading) und einen absolut feinen 2:1 Westham-Sieg über Manchester United – und das sind nur die plakativ gut aussehenden Aushängeschilder der letzten Runden. Auch wenns für mein Liverpool (gestern nur 1:1 daheim gegen Wigan, wo ein überragender Paul Scharner längst eine zentrale Figur geworden ist – Hicke werd erwachsen!) im Moment leider so gar nicht läuft (da muss wohl einmal mehr die Champions League als Trostbewerb für die Fans herhalten) – Thank you England!

Über Tom Schaffer

Journalist und als langjähriger Mittelfeldmotor stolzer zweifacher steirischer Jugendvizemeister. Fan des Offensivkicks und des englischen Fußballs.

4 Gedanken zu „Netzer Go Home!

  1. scharner gehört ins team. gar keine frage. zumindest keine die ich zu diskutieren bereit bin. ein team besteht nicht aus friede freude eierkuchen sondern aus spielern die sich gefälligst professionell verhalten zu haben. was irgendjemand vor über 2 jahren (weiterhin vollkommen gerechtfertigt) gesagt hat, hat da keine rolle zu spielen.

    und es gibt in österreich kein einziges spiel, das das durchschnittsniveau der premierleague erreicht. das beste ligaspiel in österreich ist bestenfalls dem zweier abstiegskandidaten in england würdig. deutsche spitzenspiele sind gehobenes premierleague durchschnittsniveau, aber österreichische sicher nicht.

    du hast in england mehr tempo, bessere technik und mehr nettospielzeit. wenn in österreich ein spiel gut ist, dann erhöht es die spannung und es fallen viele tore. aber holt es in diesen qualitätsbestimmenden bereichen nichts auf. und da brauchen wir von sowas wie taktischem verständnis und taktischer dynamik im spiel ja noch gar nicht anfangen.

    es ist kein zufall dass noch 8 englische mannschaften im europacup spielen und im moment in wahrheit kein österreichischer klub was in der uefa cup gruppenphase verloren hat ^^

  2. ARGL!!! :)
    Dass Scharner nix im Team verloren hat, hat nichts mit „kindisch“ zu tun.

    Ein Teamtrainer hat die Beste Mannschaft auf den Platz zu stellen, und nicht die 11 Besten Einzelspieler. Und für ein Mannschaftsgefüge ist es Gift Spieler einzuberufen, die erklären, nie wieder im Team spielen zu wollen, weil das Team so scheisse spielt, dass er in seiner persönlichen Entwicklung zurückgeworfen würde (und somit in einer Scheisszeit das Team im Stich lässt), und dann später nicht meint „Ich hab einen Fehler gemacht“ sondern „Ich bin in der Entwicklung so weit, dass mich selbst das Team nicht mehr runterreissen kann“.
    Scharner ist ein Einzelsportler, und kein Teamspieler. In England ordnet er sich unter, oder nicht, keine Ahnung, ist mir auch wurscht. Dort hat er aber auch nie gesagt, dass er nicht mehr spielen will, weil seine Mitspieler scheisse sind.

    Scharner hat in diesem Team nichts verloren.

    Und ich würd ja wirklich gern einmal eines sehn: Spiele anonymisiert, also nur Computeranimierte Maxerln rennen auf einem Feld herum. Ich bin mir sicher, dass nicht viele einen Unterschied zwischen einer durchschnittspartie in England, und einer Spitzenpartie in Österreich erkennen würden. Ich hab z.B. Dortmung Schalke in Dortmund gesehn, das wäre selbst in Österreich in der Luft zerissen worden.

  3. Na, da wünsche ich mal gute Besserung. Und wenn man sich die Spiele der ach so hoch gelobten Primera Division anschaut, dann war zumindest die letzte Woche ein Beleg dafür, dass Netzer im Unrecht ist.

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