Ballverliebte Teamchefs: Georg

Weil ich mich selbstredend auch für einen qualifizierten Teamchef halte, habe auch ich etwas ausgetüftelt, und bin mir sicher, es übertrumpft Josef Hickersberger’s wirre Spielideen bei Weitem. Selbstredend denke ich auch, dass Tom’s Formation in einem Verlgeich gnadenlos untergehen würde (so in etwa 0 zu 9). Ich erwarte ebenfalls eure Kommentare und Vergleiche zu den beiden Rettungsideen. Wer ist wohl das bessere Hicke-Replacement?

Mein 4-4-2 (4-1-3-1-1)

Aufstellung Georg September 2007

Voraussetzungen für diese Aufstellung: Ich bin Teamchef (kein Problem mit Pogerl und Scharner), alle Spieler sind unverletzt, in brauchbarer Form und haben Spielpraxis. Neutrale Spielausrichtung (weder besonders offensiv noch abwehrorientiert. In dem Fall tendenziell also „leicht offensiv“). Fehler in der Aufstellung sind möglich, da ich nicht bei jedem Spieler wusste, ob er links-, rechts- oder gar beidfüßig ist, d.h. würden sie im schlimmsten Falle am Feld Platz tauschen.

TOR: Alles andere als Helge Payer oder Macho kommt wohl nicht in Frage, ich persönlich halte Payer einfach für den besseren und konstanteren Keeper.

ABWEHR: Die Abwehr dirigiert Stranzl als Routinier von links, in der Mitte sorgen Prödl und Ertl dafür, dass sich der Ball möglichst nicht lange in unserem 16er aufhält. Stranzl und Pogatetz sind etwas vorgezogen, um über die Seiten ein dynamisches Spiel aufziehen zu können. Sie sollen gleichzeitig auch gegnerische Attacken über den Flügel verfrüht erschweren.

MITTELFELD: Leitgeb hat die Aufgabe, vor der Abwehr „auszuputzen“ und brenzlige Situationen aus der Mitte im Vornhinein zu entschärfen. Die Flanken decken Ivanschitz und Scharner ab, beide relativ schnelle Spieler, die durchaus Flanken können. Der leicht vorgezogene Harnik könnte in Kombination mit Kavlak für Wirbel vor und ggf. im Strafraum sorgen und in der Mitte Druck aufbauen. Leitgeb traue ich zu, ein brauchabrer Kapitän zu sein. Sollte er ausgewechselt werden, übernimmt dies Stranzl. Harnik könnte bei Standards in Strafraumnähe vor den Strafraum aufrücken, um ggf. von dort sofort wieder eine neue Aktion einzuleiten, oder Abpraller in Weitschüsse zu verwerten.

STURM: Den „Goalgetter“ an vorderster Front übernimmt der technisch recht starke Junuzovic. Das Mittelfeld hat über Kavlak die Option, ihn entweder mit tödlichen Pässen aus der Mitte zu bedienen, oder über Ivanschitz und Scharner mit Flanken von der Seite.

STANDARDS: Die Aufgabe von Freistössen in Strafraumnähe würden sich Ivanschitz (für alles von der linken Seite und Mitte) sowie Harnik (von rechts) weitestgehend aufteilen. Mit Eckbällen würde ich wiederum Ivanschitz (links) und ggf. sogar Fuchs (rechts) betrauen.

TAKTISCHES KONZEPT: Während Ertl und Prödl maximal bis etwa 10m vor den Mittelkreis aufrücken, dürfen Stranzl und Pogatetz dies – im Konter, oder wenn in der Mitte kein unmittelbares Übergewicht des Gegners in der eigenen Hälfte besteht) bis knapp ans Ende des zweiten Spielfelddrittels. Leitgeb bewegt sich etwas zurückhängend in der Gegend um den Mittelkreis und soll hauptsächlich Bälle zu den anderen drei Mittelfeldspielern verteilen.
Ivanschitz und Scharner übernehmen den Part der Flügelläufer, die bei Bedarf aber auch die Mitte über Leitgeb und vorne Harnik aktivieren – wobei letzterer sehr variabel zu sein hat, um das Übergewicht flott zu verlagern. Ebenso dynamisch agiert Kavlak, der mit Harnik gemeinsam über Kombinationen für Unruhe vor dem Strafraum sorgt. Von hier aus – wenn der Angriff nicht seit dem Mittelfeld über den Flügel läuft, entstehen entweder Weitschüsse oder es wird in den Strafraum vorgerückt, in dem man auch versucht, Junuzovic zu bedienen, der auch „Hauptanspielpunkt“ für scharfe Flanken sein soll.

ERSATZ: Klar, Macho als Ersatzkeeper, Janko wenn ein Stürmer müde ist, oder wenn zwingend ein zweiter Stürmer gebraucht wird, der nicht zurückhängt. Mit Okotie kann man den Druck vor dem Strafraum erhöhen (und zB. Leitgeb rausnehmen), ansonsten ist er dezidiert Ersatz für Harnik. Geht wer in der Abwehr KO, springt Garics in die Bresche. Braucht es Ersatz oder Verstärkung am Flügel, bietet sich Prager an. Soll das Mittelfeld tendenziell ein wenig offensiver spielen, nimmt man Leitgeb raus und stellt Prager hinein, der dann etwas vorrückt. Für Absicherung geht ein Stürmer, und Gercaliu übernimmt neben Leitgeb einen defensiven Mittelfeldpart.

Über Georg Pichler

Journalist und zumindest digitaler Superkicker. In echt hütet er meistens das Kastl und das recht gut. Zukünftiger ÖFB-Präsident. Kein Fan, mag aber Sturm Graz.