VAE – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Sun, 01 Feb 2015 15:37:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Schwungvolle Australier gewinnen ziemlich schwunglosen Asiencup https://ballverliebt.eu/2015/02/01/schwungvolle-australier-gewinnen-ziemlich-schwunglosen-asiencup/ https://ballverliebt.eu/2015/02/01/schwungvolle-australier-gewinnen-ziemlich-schwunglosen-asiencup/#comments Sun, 01 Feb 2015 14:32:33 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=10816 Schwungvolle Australier gewinnen ziemlich schwunglosen Asiencup weiterlesen ]]> Beim 16. Asiencup siegte zum siebenten Mal der jeweilige Gastgeber – und zum ersten Mal das Team aus Australien. Verdient – nach einem Turnier, das allerdings über weite Strecken alles andere als sehenswert war. Verglichen mit dem durchaus ordentlichen Niveau beim letzten Turnier vor vier Jahren haben 90 % der Teams stagniert oder wurden sogar schlechter.

Dass ein Trainer mit seinem Team das Turnier gewonnen hat, der rechtzeitig die Probleme seiner Mannschaft erkannt und angeganen ist – und dabei die WM als Testturnier betrachtet hat – ist folgerichtig. Die Konsequenz, mit der Ange Postecoglou seine Australier in den letzten 14 Monaten nach seinen Vorstellungen formte (und mit dem Segen des Verbands auch formen durfte), darf durchaus als Vorbild für andere Teams herhalten.

Australien: Verdienter Sieger

Australien. Teamchef: Ange Postecoglou
Australien: Mit viel Schwung und Wille und den wenigsten Aussetzern zum Titel.

Wie erwartet: Australien war nicht die individuell beste Mannschaft des Turniers, aber diejenige, die am meisten Schwung und Unternehmensgeist zeigte und dabei sich die wenigsten Aussetzer leistete. Die von Ange Postecoglou seit seinem Amtsantritt vor 14 Monaten radikal verjüngte Truppe strahlte genau jene Verve aus, die ihr vor allem unter Vorgänger Holger Osieck – trotz des Finaleinzugs beim Asiencup 2011 – dramatisch gefehlt hat.

Oldboy Tim Cahill hat zwar nur noch Luft für 70 Minuten, aber sein Einsatzwille riss das Team mit, während Mile Jedinak und Mark Milligan – die einzigen beiden verbliebenen Routiniers in der Stammformation – für die Struktur im Spiel sorgten. Das 4-3-3 (bei der WM spielte Postecoglou noch in einem 4-2-3-1) entspricht den Stärken des Teams am Ehesten. Mit dem Vorwärtsdrang und der geschickten Raumaufteilung wurden Gegner oft zu langen Bällen gezwungen, die bei der robusten Abwehr der Aussies wenig erfolgversprechend waren. Zudem zeigte sich Mat Ryan als exzellenter Schlussmann und war wohl der beste Goalie des Turniers.

Im Finale gegen Südkorea litt man darunter, dass Tim Cahill in sehr effektive Manndeckung genommen wurde, letztlich waren es aber genau die Attribute des Never-Give-Up, die das entscheidende Siegestor in der Verlängerung brachten. Australien ist sicher der verdiente Sieger des Turniers und hat gezeigt, dass durchaus taugliche Spieler nachkommen wenn altverdiente Leute wie Tim Cahill nicht mehr da sind.

Südkorea: Etwas mehr Initiative – aber…

Südkorea. Teamchef: Uli Stielike
Südkorea: Nicht so miserabel wie bei der WM, aber immer noch nicht überzeugend.

Bei der WM waren die Koreaner eine der größten Enttäuschungen. Nach den drei Schritten zurück, die unter Uli Stielikes Vorgänge Hong Myung-Bo gemacht wurden, ging es nun zumindest einen wieder nach vorne. Aber obwohl Stielike kräftig das Personal gewechselt hat, änderte sich an der Herangehensweise nur wenig. Man zeigte zwar – vor allem gegen schwächere Gegner – dass man durchaus in der Lage ist, mit geschickten Pressingwegen die Spieleröffnung der Kontrahenten zu unterbinden, aber der Zug zum Tor fehlte weiterhin völlig.

Natürlich half es auch nicht, dass sich Zehner Koo Ja-Cheol (von Mainz) und Lee Chung-Yong (von Bolton) früh verletzten und sich der Leverkusener Son Heung-Min in der Vorrunde auch mit einer Blessur herumplagte. Aber dass Park und Ki oft beide vor den Innenverteidigern stehen blieben, dass man den Usbeken im Viertelfinale die Flanken komplett überließ, dass – ganz generell – nicht wesentlich mehr Initiative ergriffen wurde, bei einem Personal, dass das absolut zulässt, ist schon eher verwunderlich.

Südkorea ist trotz des großen individuellen Potenzials und einer Schiffsladung von Spielern, die in starken europäischen Ligen (und auch in nicht so schlechten asiatischen Ligen) spielen, weit davon entfernt, das Potenzial auszuschöpfen. Daran änderte bislang auch Stielike nichts, und daran ändert vorerst auch der Einzug in dieses Finale nichts.

Japan: Trend der letzten Jahre bestätigt

Japan. Teamchef: Javier Aguirre
Japan: Grandiose Leistungen wechselten sich mit schwächlichen Darbietungen ab.

Wer sich an Japans Auftritte beim Confed-Cup im Sommer 2013 erinnert, wird wissen: Es gab ein grandioses Match gegen Italien, aber einen ganz guten aber harmlosen gegen Mexiko und einen völlig flachen gegen Brasilien. Bei der WM im letzten Sommer schied Japan sang-, klang- und sieglos aus.

Der Eindruck aus den Jahren nach dem glanzvollen Asiencup-Titel 2011 bestätigte sich auch diesmal: Die Mannschaft hat es immer noch drauf, einen guten Tag zu haben und einen Gegner völlig zu zerstören – wie in der Vorrunde gegen den Irak. Das Spiel endete zwar „nur“ 1:0, aber auch ein 6:0 oder ein 7:0-Sieg der Japaner wäre nicht zu hoch gewesen.

Und dann aber gibt es wieder Spiele, in denen man zwar 75 % Ballbesitz hat, sich gegen einen geschickt agierenden Gegner aber damit begnügt, den Ball zu haben und eben weder Glanz noch Torgefahr versprüht, wie im Viertelfinale gegen die Emirate. Die 36 Torschüsse, die den Japanern da am Ende verrechnet wurde, spiegeln das Geschehen nämlich nicht wieder: Da war kaum eine einzige ernsthafte Torchance dabei, ehe es in der 80. Minute das 1:1 gab. Es folgten zehn Minuten, in denen man das Spiel locker entscheiden hätte können, ehe in der Verlängerung wieder gar nichts passierte und 25-Meter-Schüsschen Richtung Eckfahne schon als Torschuss gewertet wurden.

Das Viertelfinal-Aus (im Elferschießen gegen die Emirate) ist nur logisch und folgerichtig. Wer auch immer Nachfolger von Javier Aguirre wird, steht vor der schwierigen Aufgabe, eine an sich nicht übertrieben überalterte Mannschaft (nur bei Hasebe und Endo wird es nicht mehr lange gehen) umzubauen und neu zu erfinden, denn die aktuelle weist mit etwa Honda, Kagawa und Nagatomo zu viele hoch veranlagte, aber mittlerweile zu wenig konstante Spieler auf. Dass Takashi Inui – der einzige Neue in der Startformation gegenüber der WM – auch schon 26 Jahre alt ist, ist kein gutes Zeichen.

China und Saudi-Arabien: Besserung / Beständigkeit

China: Variabel vom System her,
China: Sehr systemvariabel und eine klare Philosophie, aber nicht sehr aufregend.

Ihre Liga haben sie schon zu einer der Top-Adressen in Asien gepimpt, auf Nationalteam-Ebene aber hinken die Chinesen seit jeher ihren großen Ansprüchen hinterher. Vor vier Jahren blieb man nach einer vor allem inhaltlich komplett heillosen Vorrunde schon in einer wirklich nicht besonders schweren Gruppe hängen, in der Folge konnte auch ein Star-Trainer wie José Antonio Camacho den Abwärtstrend nicht stoppen.

Für dieses Turnier holte man sich Alain Perrin, Ex-Meistercoach von Olympique Lyon, und dieser schaffte es nun, darauf aufzubauen, dass die Spieler aus einer Liga kommen, in der absolute Qualitätstrainer vom Schlage eines Lippi oder Eriksson am Werk sind. Ob also mit einem 4-4-2 (wie gegen die Saudis), einem 5-1-3-1 (wie gegen Usbekistan), einem 4-2-3-1 (wie gegen Nordkorea) oder einem 4-3-3 (wie im Viertelfinale gegen Australien): Die Mannschaft kann sich vom System her gut dem Gegner anpassen, ohne dabei ihre grundsätzliche Philosophie ändern zu müssen.

Perrin  verpasste dem chinesischen Team eine Safety-First-Spielweise. Nach Ballgewinn wird selten schnell umgeschaltet, sondern erst einmal darauf geachtet, dass man den Besitz sichert. Mit einem sehr guten Goalie und einer meist recht sicheren Hintermannschaft war das in der Regel nicht aufregend zum zusehen, aber es erfüllte den Zweck. Mit drei Arbeitssiegen wurde die Vorrunde souverän überstanden, ehe man im Viertelfinale gegen die australische Wucht keine Chance hatte.

Angesichts der Tatsache, dass das Team ein Durchschnitts-Alter von 26 Jahren hat und die nächste WM in drei Jahren steigt, hat China in der aktuellen Generation aber nur eine Chance, sich für eine WM zu qualifizieren. So gesehen kann dieser Kader nur ein Übergangs-Team sein, wenn man aus der guten Arbeit, die national gemacht wird, längerfristig Kapital schlagen möchte.

S.-Arabien:
S.-Arabien: Mit Potenzial, aber es ist kein Team. Man spielt aneinander vorbei.

Bei den Saudis war alles wie immer, in den letzten Jahren: Die individuelle Qualität wäre durchaus vorhanden, aber es fehlt komplett an jeder Kontinuität im Umfeld, um diese auch in ein stimmiges und funktionierendes, inhaltliches Konzept einzubetten. Der Nachfolger von Cosmin Olaroiu, der auch nur für dieses Turnier verpflichtet wurde, wird bereits der siebente (!) Teamchef seit 2011 sein.

So spielten die Saudis bei diesem Turnier auch wieder recht konsequent auf eigene Faust und recht gezielt aneinander vorbei. Eine recht ansprechende halbe Stunde gegen China reichte nicht, gegen die Nordkoreaner musste man nur auf gegnerische Fehler warten und gegen Usbekistan fehlte es bei allem Ballbesitz eklatant am Zug zum Tor. An Auftritten wie bei diesem Turnier wird sich auch nichts grundlegendes ändern, ehe man nicht einem Teamchef mal über vier, fünf Jahre hinweg die Chance gibt, seinen Stempel längerfristig der Mannschaft aufzudrücken.

Dass das Team, das in der Blütezeit in den 90er-Jahren ein solides Top-30-Team weltweit war, mittlerweile im Elo-Ranking auf Rang 86 und im der FIFA-Weltrangliste jenseits von Platz 100 abgestürzt ist, hat man sich komplett selbst zuzuschreiben.

WM-Gastgeber 2022: Katar sportlich meilenweit weg

Katar:
Katar: Kein Konzept, keine einstudierten Spielzüge, kaum individuelle Qualität.

Das sollte der Grundstock jenes Teams sein, auf das Katar für die Heim-WM in sieben Jahren aufbaut. Wenn man die Spiele bei diesem Asiencup mit jenem beim Heim-Turnier vor vier Jahren vergleicht, ist allerdings ein eklatanter Rückschritt erkennbar.

Bis auf den trickreichen Hassan al-Haidos, den schon relativ routinierten Khalfan Ibrahim und der mobilen Sturmspitze Mohammed Muntari (einem eingebürgerten Ghanaer) ist niemand dabei, der auch nur annähernd die Qualität für ein WM-Team hätte. Die Abwehr agiert oft naiv, der Torhüter ist ein ständiges Sicherheitsrisiko, aus dem Zentrum kommen keine Impulse und niemand scheint zu wissen, was der andere gerade vorhat – so etwas wie einstudierte Laufwege oder gar Spielzüge suchte man drei Spiele lang vergeblich – vor allem der letzte Punkt erinnert frappant an Österreich unter Constantini, mit dem Unterschied, dass dort die individuelle Qualität höher war. Beim 1:4 gegen die Emirate war man komplett überfordert, gegen den Iran hielt man zumindest das Ergebnis von 0:1 knapp, und dass man dann auch noch gegen die wirklich nicht besonders gute Truppe vom kleinen Nachbar Bahrain verlor, war das Tüpfelchen auf dem i.

Nicht deutet im Moment darauf hin, dass Katar 2022 eine auch nur halbwegs konkurrenzfähige Mannschaft in die Heim-WM schicken kann. Aus aktueller Sicht besteht die einzige Hoffnung, dass man es so macht wie die Handballer – alles einbürgern, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und sich mit der Gunst der Referees die nötigen Resultate holen.

VAE und Irak ganz gut, Iran und Usbekistan harmlos

VAE:
VAE: Hinten kompakt, schneidig im Stören und dazu vorne noch Wuschelkopf Omar.

Mit zwei Halbfinalisten konnte man vor dem Turnier nicht direkt rechnen: Mit den Emiraten – die am Ende Dritter wurden – und dem Irak. Dabei ist das Team aus den VAE das einzige, das sich gegenüber dem Cup vor vier Jahren wirklich signifikant verbessert hat. Damals, unter Srecko Katanec, schied man klar in der Vorrunde aus. Der aktuelle Teamchef Mahdi Ali formte aus den Kickern aus Dubai, Abu Dhabi und Al-Ain eine kompakte, gut funktionierende Truppe und hatte zudem die ganz große Entdeckung des Turniers in seinen Reihen: Spielmacher Omar Abdulrahman.

Der 23-Jährige, dessen Frisur – eine Mischung aus Marouane Fellaini und David Luiz – ihn schon rein optisch zu einer auffälligen Erscheinung werden lässt, ist das Um und Auf bei den Emiraten. Er ist mit allen Freiheiten ausgestattet, die Mitspieler rennen für ihn mit und decken geschickt die Räume ab, die er mit seinem freigeistigen Positionsspiel reißt. Die Viererkette und die beiden Sechser harmonieren gut und man traute sich auch, auf dem Papier klar überlegene Gegner die Japan aktiv zu stören. Mit Ahmed Khalil gibt es einen robusten Stoßstürmer, mit Ali Mabkhout einen flinken und torgefährlichen Offensiv-Allrounder, mit Amer Abdulrahman einen ruhigen Passgeber aus der Zentrale heraus.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Emirate nun glanzvoll für die nächste WM qualifizieren werden, aber man wird sicher deutlich näher dran sein als letztes Mal – da kassierte man gegen Südkorea, Kuwait und den Libanon bereits in der Zwischenrunde fünf Niederlagen in sechs Spielen.

Irak
Irak: Jung und mit guten Ansätzen, aber gegen gute Gegner viel zu passiv.

Auch der Irak kam zumindest einen Schritt weiter, als es der Papierform entsprochen hätte. Mit dem Shoot-Out-Sieg nach dem 3:3 nach Verlängerung gegen den Iran – dem mit sehr viel Abstand aufregendsten Spiel des Turniers – sicherte man sich den Platz im Semifinale. Die gegenüber dem Viertelfinal-Team 2011 auf sieben Positionen veränderte (und auf im Schnitt 24,1 Jahre verjüngte) Mannschaft spielte einen kompakten und eher auf Sicherheit bedachten Fußball – so spielte Abdul-Zahra, eigentlich ein Achter, konstant als hängende Spitze. Dazu war man vor allem gegen die stärkeren Teams (also Japan in der Vorrunde und Südkorea im Halbfinale) viel zu passiv, ließ das Spiel nur über sich ergehen.

Der Irak hat von einer günstigen Auslosung und relativ schwacher Konkurrenz profitiert. Man hat sicher eine ordentliche Mannschaft, die weiterhin konstant um asiatische Viertelfinali und in WM-Quali-Finalrunden der Top-10 des Kontinents mitspielen kann. Mehr ist aber nur drin, wenn mehr der jungen Spieler den Weg in bessere Ligen in der Region, wie die saudische oder die aus Katar, finden. Bleibt es dabei, dass die halbe Mannschaft beim nationalen Spitzenklub Al-Shorta in Bagdad spielt, wird es mit der Weiterentwicklung schwierig.

Iran
Iran: Nach vorne weiter mittellos, im Viertelfinale ging’s auch hinten schief.

Das mit der Weiterentwicklung ist auch beim Iran so eine Sache. Bei der WM machte man im Rahmen der (sehr begrenzten) spielerischen Möglichkeiten einen ganz ordentlichen Eindruck, aber man kann keine nach vorne stürmenden Ballkünstler herzaubern, wo einfach keine sind. Gegenüber der WM ließ Carlos Queiroz die Außenstürmer deutlich höher spielen, wollte mehr Druck ausüben gegen deutlich schwächere Kontrahenten als bei der WM. Das Mittelfeld ist mit Nekounam, Teymourian und Shojaei aber weiterhin alte Herren, die nicht besonders kreativ sind.

So blieb weiterhin nur die Variante „Hinten dicht und vorne beten“. Bis auf das Viertelfinale gegen den Irak – bei dem nach einer halben Stunde Linksverteidiger Pouladi des Feldes verwiesen wurde – stand die Defensive gewohnt sicher, aber nach vorne war halt nicht viel los. Mit dem jungen Sardar Azmoun, der in der russischen Liga unter Vertrag staht, gibt es zwar einen Hoffnungsträger im Sturmzentrum. Aber wenn er kaum brauchbare Bälle bekommt, kann auch ein solcher wenig ausrichten. In der Vorrunde gab es mit 4:0 Toren drei Siege. Im Viertelfinale war Schluss.

Usbekistan
Usbekistan: Solide, aber zuweiles etwas blutleer. Kein Schritt nach vorne.

Wie der Iran war auch Usbekistan als Gruppenkopf gesetzt (wie Gastgeber Australien und Titelverteidiger Japan), wie beim Iran war auch für die ehemalige Sowjet-Republik im Viertelfinale Endstation. Die Weißen Wölfe waren vor allem bei Flanken brandgefährlich und standen in der Abwehr recht solide (die beiden Gegentore gegen China kann man der Defensive kaum anlasten), scheiterten aber dennoch eher an sich selbst.

Teamchef Kosimov vollzog seinen Generationswechsel nämlich genau während des Turniers. Nach blutleeren Auftritten gegen China eliminiert er Kapitän Dsheparov und Routinier Kapadze und ersetzte sie durch junge Spieler, wie etwa Zehner Iskanderov (der Usbekistan bei der U-20-WM vor anderthalb Jahren ins Viertelfinale geführt hatte). Denen fehlte aber die nötige Routine und Persönlichkeit, um das Team an sich zu reißen. Man rettete sich ins Viertelfinale, dort war Endstation.

Gegen Südkorea kontrollierte man zwar die für dieses Team so wichtigen Flanken, aber es fehlte die Linie und der Punch aus der Zentrale heraus. So gab es zwar vor allem in der Anfangsphase gute Chancen, aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr wurde deutlich, dass man gegenüber dem Halbfinal-Einzug 2011 keinen Schritt nach vorne gemacht hat.

Der schwindlige Rest

Mit gutem Willen kommt man also auf neun Teams, die halbwegs brauchbar Fußball spielen können. Der Rest – darunter auch das schon angesprochene Team aus Katar – war zuweilen von einer erschütternden Schwindligkeit, die dafür sorgte, dass man sich gerade die Vorrunde kaum ansehen konnte. Darunter etwa das Team aus Nordkorea, das zwar nicht grundsätzlich unbegabt ist, aber als Folge der kompletten Isolation des Landes vor allem im Abwehrbereich mit einer erstaunlichen Naivität zu Werke ging und daher auch folgerichtig alle drei Spiele verdient verlor.

Der Rest des untauglichen Teilnehmerfeldes bestand aus den kleinen Ländern im arabischen Raum. Also etwa die im Video gezeigte Truppe aus Kuwait, die in der Regel schon am ersten Pass aus der Abwehr heraus kläglich scheiterte. Oder die Underdogs aus Palästina, für deren Identität die Teilnahme wichtig war und sich auch im Rahmen der Möglichkeiten achtbar schlug, aber aufgrund der fehlenden Qualitäten dreimal deutlich verlor.

Zumindest einmal gewonnen hat der Oman, der in den letzten Jahren gute Ansätze zeigte, aber wo auch Paul le Guen (3x Meister mit Olympique Lyon) mit seiner Dreierkette nichts daran ändern konnte, dass Australien und Südkorea außerhalb der Reichweite bleiben. Einen Schritt zurück ging es bei Jordanien – vor vier Jahren gut organisierter Viertelfinalist, nun unter dem Engländer Ray Wilkins und seiner Mittelfeld-Raute zwar immer noch ganz okay hinten, aber völlig harmlos vorne (vom Spiel gegen die überforderten Palästinenser abgesehen). Und Bahrain konnte zwar durchaus verdient den ambitionierten Nachbarn Katar bezwingen, war aber auch meilenweit von echter Qualität entfernt.

Fazit: Negativer WM-Eindruck wurde bestätigt

Vor diesem Hintergrund ist es besonders befremdlich, dass für das Turnier 2019 (dessen Gastgeber noch nicht feststeht – im März fällt die Entscheidung zwischen dem Iran und den Emiraten) das Teilnehmerfeld von bisher 16 – was aufgrund der fehlenden Leistungsdichte schon um mindestens vier Teams zu viel ist – auf 24 aufgeblasen wird. Ein erst ab dem Viertelfinale einigermaßen kompetitives Turnier wird damit sportlich noch weiter entwertet. Annähernd zwei Drittel des Feldes wird aus teilweisen bis völligen Blindgängern bestehen.

Was dieser Asiencup bestätigt hat, war der negative Gesamteindruck, den Asiens Teams bei der WM hinterlassen haben. Australien zeigt schon in Brasilien noch das meiste ausgeschöpfte Potenzial, daran hat sich bis zu diesem Turnier nichts geändert. Von den Enttäuschten konnte weder Südkorea, noch Japan und der Iran einen wirklichen Turnaround vollziehen. Ein paar andere zeigen gute Ansätze, aber bei auf die VAE (deutlich) und China (ein wenig) wurde gegenüber 2011 sonst niemand besser.

Womit auch das Argument der arabischen Verbändie ins Leere läuft, die die Turniersieger Australien wieder aus dem asiatischen Verband werfen wollen – sie sind der Meinung, die Socceroos würden ihnen einen möglichen WM-Platz wegnehmen und nur ein zusätzlicher (und noch dazu) starker Konkurrent sein. Da es aber gerade die arabischen Teams waren, die bei diesem Turnier ganz besonders schlecht waren, ist wohl eher das Gegenteil wahr:

Im Moment bewahrt nur Australien die asiatischen Verband von der kompletten sportlichen Bedeutungslosigkeit.

(phe)

Asiencup komplett

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Asiencup, Tag 13: Ungefährdete Favoriten https://ballverliebt.eu/2011/01/19/asiencup-tag-13-ungefahrdete-favoriten/ https://ballverliebt.eu/2011/01/19/asiencup-tag-13-ungefahrdete-favoriten/#respond Wed, 19 Jan 2011 22:04:11 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=3801 Asiencup, Tag 13: Ungefährdete Favoriten weiterlesen ]]> Wer es in drei Spielen nicht schafft, auch nur ein einziges Tor zu schießen, scheidet verdient aus. Das gilt für die Nordkoreaner genauso wie für das Team aus den Emiraten – und so war es den Favoriten aus dem Irak und dem Iran letztlich ein Leichtes, souverän ins Viertelfinale einzuziehen.

Irak – Nordkorea 1:0 (1:0)

Irak - Nordkorea 1:0

Dem Titelverteidiger aus dem Irak reichte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Remis zum Viertelfinale. Aber Teamchef Wolfgang Sidka wollte es nicht darauf ankommen lassen und ließ seine Mannschaft von Beginn an nach vorne spielen, das Kommando übernehmen. Wieder war sein System ein Mittelding aus 4-1-4-1 und 4-2-3-1, diesmal mit Karim Mustafa als fleißig aufrückendem Achter auf halblinks. Linksverteidiger Mahid Karim wanderte ins rechte Mittelfeld, und Karrar Jassem kam für Hawar auf der linken Seite zum Einsatz – allesamt Maßnahmen, die sich auszahlten.

Vor allem mit Karim auf der rechten Flanke wussten die Nordkoreaner nicht umzugehen. Zumal sich der irakische Sechser Akram ebenfalls auf diese Seite orientierte und Qusay seine Vorstöße auch über halbrechts setzte – die Iraker schufen so ein deutliches Übergewicht auf dieser Seite, und einige gefährliche Situationen entstanden über dieses Trio. So war es nur folgerichtig, dass das zu diesem Zeitpunkt schon hochverdiente 1:0 für den Irak über genau diese rechte Flanke vorbereitet wurde, Jassem brauchte den Abklatscher von Torhüter Ri Myong-Guk nur noch über die Linie bugsieren.

Die Nordkoreaner spielten wieder in ihrem 4-4-1-1, es fehlte ihnen aber die Breite im Mittelfeld. Immer wieder zogen sich die vier Spieler dort zusammen – das wäre eine gute Idee gewesen, wenn (wie etwa gegen die Iraner) die beiden Außenverteidiger nach vorne gekommen wären, um über die Außen für Druck zu sorgen. Das passierte aber viel zu selten. Immer wieder versuchten es die Nordkoreaner durch die Mitte, über die hängende Spitze Hong, oft auf mit langen Bällen auf Stoßstürmer Jong Tae-Se. Auch das Nachrücken wurde viel zu halbherzig vorgetragen: Kam tatsächlich mal ein Ball vorne an, waren Hong und Jong zumeist gegen eine zahlenmäßige Übermacht der Iraker auf sich alleine gestellte. So hatten die Iraker wenig Mühe, die Führung in die Pause zu bringen.

Völlig unverständlich blieb aber auch nach dem Seitenwechsel, weshalb die Koreaner die Flanken derart vernachlässigten. In den wenigen Situationen, die mal tatsächlich über die Seiten vorgetragen wurden und in denen dann stets durchaus ungehindert geflankt werden konnte, wankte die irakische Abwehr sofort. Es fehlt im koranischen Mittelfeld ganz deutlich ein Spieler, der ein Spiel lenken kann, der Ideen nach vorne hat, der ein Spiel wirklich lesen kann. So blieben die Nordkoreaner eindimensional und berechenbar.

Die Iraker waren – auch aufgrund des Spielstands in der Parallelpartie, bei der die VAE mittlerweile im Rückstand waren – im Wissen, dass nun auch in Remis in jenem Fall reicht, nun nicht mehr allzu versessen darauf, ein zweites Tor zu erzielen und sie zogen sich demnach auch etwas weiter zurück. Mit Amaa Abdul-Zehra kam halb durch die zweite Hälfte dann auch ein zusätzlicher Sechser, wodurch sich nun ein defensiv ausgerichtetes 4-2-3-1 ergab. Natürlich konnten die Nordkoreaner gegen die nun immer tiefer stehenden Iraker nichts mehr ausrichten. Der Ausgleich gelang nicht mehr – geschweige denn, der notwendige Sieg.

Fazit: Die Iraker fanden nach dem Un-Spiel gegen die VAE hier recht schnell wieder zurück in die Spur. Die klare Konzentration auf die rechte Angriffsseite brachte dem Titelverteidiger den frühen Vorteil, die durchaus abgeklärte Spielweise in der zweiten Hälfte war ein Ausdruck des Wissens, dass der Gegner komplett harmlos war. Die Nordkoreaner enttäuschten ähnlich wie im ersten Spiel: Uninspiriert und langweilig schafften sie es nie, den notwenigen Druck zu erzeugen und deshalb müssen sie auch ohne Torerfolg in drei Spielen die Heimreise antreten.

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Iran – Vereinigte Arabische Emirate 3:0 (0:0)

Iran - VAE 3:0

Im ersten Spiel recht ordentlich, im zweiten hingegen ganz und gar nicht überzeugend – für den iranischen Teamchef Afshin Ghotbi, dessen Mannschaft schon vor dem Spiel als Gruppensieger festgestanden war, musste sich die Frage stellen, ob er lieber seiner Stammformation eine weitere Partie zum aufeinander abstimmen gibt, oder ob er die Reservisten zum Einsatz kommen lassen soll. Ghotbi entschied sich für letztere Variante: In der Startformation gab es gegenüber dem mühseligen 1:0 gegen Nordkorea acht Änderungen und am Ende des Spiels hatte er nach seinen Wechseln sämtlichen Feldspielern in seinem Kader schon Einsatzminuten bei diesem Turnier gegönnt.

Das genaue Gegenteil war bei Srecko Katanec zu sehen: Der slowenische Teamchef der Vereinigten Arabischen Emirate schickte im dritten Spiel zum dritten Mal die exakt selbe Formation auf das Feld. Seine Mannschaft musste gewinnen und auf ein Remis im Parallelspiel hoffen, um noch ins Viertelfinale zu kommen, und sie begann auch durchaus forsch. Vor allem über die Seiten schafften es die VAE zu Beginn des Spiels immer wieder, zur Grundlinie durchzukommen. Zudem machte der iranische Zweier-Goalie Shahab Gordan bei seinem Länderspiel-Debüt eine in zwei, drei Situationen eine mehr als unsichere Figur.

Nach etwa einer Viertelstunde rissen sich die Iraner dann aber am Rahmen. Im Mittelfeld wurde nun ein Pressing aufgezogen, dass im Aufbauspiel der VAE wie ein Grenzwall wirkte: Spielerisch war kein Durchkommen mehr. So war der Außenseiter gezwungen, vermehrt auf hohe Bälle in die Spitze zu setzen. Diese wurde aber zumeist relativ sichere Beute der iranischen Defensive – wie schon in den ersten beiden Spielen offenbarten sich auch diesmal große Schwächen im Offensivspiel der VAE. Es fehlte der Zug zum Tor, das Mittelfeld rückte zu halbherzig nach und Khalil fehlt es vorne an der Durchsetzungskraft.

Anders war die Entwicklung bei den Iranern. Nach den Abstimmungsproblemen in den Anfangsminuten wurde das Mittelfeld schnell kompakter, zudem stand im 4-1-4-1 diesmal (anders als gegen Nordkorea) nicht einer der Außenspieler zu weit vorne, um miteingebunden zu werden. Nein, diesmal starteten die Außen (Afhsin rechts und Shojaei links) oftmals erst nach Ballgewinn ihre Sprints, die sie zielstrebig Richtung Strafraum führten; die Seitenlinien wurden vernachlässigt. Das stellte die VAE durchaus vor Probleme, auch wenn es vor der Pause noch keine Tore gab.

Für die zweite Hälfte stellte Ghotbi geringfügig um: Rezaei kam für Shojaei und ging auf seine angestammte rechte Seite, Afshin dafür nach links. Der Eindruck der Schlussphase der ersten Hälfte manifestierte sich aber weiterhin: Gegen die immer stärker werdenen Iraner schafften es die VAE immer weniger, auch nur halbwegs sinnvoll vor das gegnerische Tor zu kommen. Bei den Iranern galt nun „Angriff ist die beste Verteidigung“ und auch Katanec‘ Umstellungen (Omar statt Al-Wehaibi für das Zentrum, dafür Al-Hammadi nach links; danach Al-Shehhi als neuer Quarterback statt Amer) halfen da wenig – und als die Iraner in Minute 70 nach einem (seltenen) Tohuwabohu in der VAE-Abwehr das verdiente 1:0 erzielten, war die Partie entschieden.

Denn im Parallelspiel stand es schon lange nicht mehr Unentschieden, selbst waren die VAE hinten und dass ihnen noch zwei Tore gelingen würden, wo es doch im ganzen Turnier zuvor noch kein einziges gegeben hatte, dass wussten sie sichtlich selbst, war nicht mehr realistisch. Da passte es auch ins Bild, dass eine numerische Überlegenheit (Afshin hatte in der 75. Minute nach einer ungestümen Attacke an VAE-Goalie Nasser Gelb-Rot gesehen) gleich wieder aus der Hand gegeben wurde, als nur vier Minuten später Rechtsverteidiger Sebil nach einer rüden Attacke ebenso vom Platz musste. Und als wenige Augenblicke später das 2:0 für den Iran fiel (durch den im zentralen Mittelfeld extrem starken Nori) war die Partie endgültig gelaufen.

Nicht aber, ohne in der Nachspielzeit noch für ein Kuriosum zu sorgen: Denn ausgerechnet VAE-Innenverteidiger Walid Abbas, der gegen den Irak in der Nachspielzeit das Eigentor zum entscheidenden 0:1 erzielt hatte, lenkte kurz vor dem Schlusspfiff auch in diesem Spiel einen Ball im Laufduell mit Rezaei ins eigene Tor. Dass es diesmal ein bedeutungsloser Lapsus war, der nur noch von statistischem Wert ist, mag ihn trösten. Und die Tatsacher, dass er kein Kolumbianer ist…

Fazit: Nach kurzen Anlaufproblemen war diese Leistung der iranischen Reservisten sicherlich deutlich besser als jene der ersten Mannschaft gegen Nordkorea. Gutes Pressing im Mittelfeld, wenig Probleme in der Defensive und letztlich auch mit den nötigen Toren – sicherlich ist der Iran ein verdienter Gruppensieger, gegen Südkorea im Viertelfinale wird es aber deutlich schwerer als gegen die doch recht biederen Konkurrenten in der Gruppe. Den Spielern aus den Emiraten fehlte es, wie schon im ganzen Turnier, an einem wirksamen Offensivkonzept, an Durchschlagskraft vor dem Tor und sicherlich auch ein wenig an der Spielübersicht. Der zu Beginn äußerst unsichere iranische Schlussmann etwa wurde viel zu wenig geprüft, und wäre es nur aus Distanzschüssen gewesen.

(phe)

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Asiencup, Tag 9: Rückfall https://ballverliebt.eu/2011/01/15/asiencup-tag-9-ruckfall/ https://ballverliebt.eu/2011/01/15/asiencup-tag-9-ruckfall/#respond Sat, 15 Jan 2011 22:47:22 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=3770 Asiencup, Tag 9: Rückfall weiterlesen ]]> Im direkten Duell boten der Iran und der Irak ein wunderbares Spiel. In ihrer jeweils zweiten Partie aber… Die Iraner würgten sich zu einem glücklichen 1:0 gegen Nordkorea und beim Irak wackelte in einem schrecklichen Spiel gegen die VAE fünfmal das Aluminium, ehe in der Nachspielzeit ein Eigentor fiel.

Iran – Nordkorea 1:0 (0:0)

Iran - Nordkorea 1:0

Bei der eher bedrückenden Leistung gegen die Verinigten Arabischen Emirate hatten es die Nordkoreaner nur angedeutet. Gegen die Iraner haben sie dann wirklich gezeigt, dass sie tatsächlich auch offensiven Fußball spielen können! Es kam ihnen allerdings auch ziemlich entgegen, dass die Iraner mit ihrer neuen Formation nicht so richtig zu Rande kamen.

Denn hatte Afshin Ghotbi seine Iraner beim 2:1 gegen den Irak noch in einem 4-4-2 aufgestellt, versuchte er es gegen Nordkorea mit einem etwas schrägen 4-1-4-1, dass etwas hinkte. Denn Mohammedreza Khalatbari, der die linke Offensivbahn einnahm, stand oftmals viel zu weit vorne, um eine Bindung zum Spiel bekommen zu können. Wenn man schon, wie bei es bei der WM einige Mannschaften mit Erfolg gemacht haben, eine schiefe Formation spielt, sollte man auch schauen, dass der vorgerückte Außenstürmer daran auch tatsächlich teilnehmen kann.

Die Koreaner attackierten früh, standen hoch und schoben in ihrem 4-4-1-1 die Mittelfeldkette oftmals zusammen, sodass Platz für die Außenverteidiger entstand. Außerdem ließ sich Hong mitunter ganz in die Mittelfeldreihe zurückfallen, wodurch dort eine koreanische Überzahl entstand und das Trio in der iranischen Zentrale nicht zur Geltung kam. Die Folge: Der Iran war auf lange Bälle in die Spitze angewiesen, um das blockierte Mittelfeld zu überbrücken. Und hierbei kam nichts heraus, was das koransiche Gehäuse nachhaltig gefährden hätte können.

Anders Nordkorea: Nachdem sich der anfängliche Staub etwas gelegt hatte – in den extrem zerfahrenen ersten zehn Minuten hatte der Referee aus Bahrain schon elf Fouls (!) gepfiffen – spielten sie sich immer wieder munter in Richtung iranischen Strafraum, vor allem der körperlich starke und dennoch schnelle Jong Tae-Se sorgte immer wieder für Unruhe. Was den Spielverlauf angeht, mussten die Iraner mussten froh sein, mit einem 0:0 in die Pause zu kommen. Andererseits durften sie sich auch über eine Situation nach einer halben Stunde ärgern, als das vermeintlichte 1:0 (das alles, aber nicht verdient gewesen wäre) von Karim Ansari-Fard aus unerfindlichen Gründen nicht gegeben wurde – denn weder war es Abseits, noch Handspiel…

Für den zweiten Abschnitt nahm Ghotbi dann Iman Mobali aus dem Spiel – gegen den Irak hatte er auf der linken Seite noch eine gute Partie gemacht, hier war er in der Mittelfeldzentrale aber nicht gut aufgehoben. Für ihn kam Mohamed Nouri in die Partie, und er beruhigte das Zentrum sehr schnell. Er zeigte wesentlich mehr Präsenz als Mobali, stand defensiv deutlich sicherer und hatte auch den Blick für den Mitspieler. Einziges Manko: Auch mit Nori wurde das Tempo bei den Iranern nicht höher. Waren die Koreaner immer noch bemüht, das Spiel schnell zu halten, wich bei iranischem Ballbesitz jeder Schwung sofort.

Aber immerhin war durch das verstärkte Mittelfeld die Gefahr deutlich geringer geworden, dass die Iraner in Rückstand geraten könnten. Nach einer Stunde kam dann ein vorentscheidender Wechsel bei den Nordkoreanern: Mun In-Guk, der Mann am linken Flügel, verließ das Spielfeld und für ihn kam mit Ryang Yong-Gi ein gelernter Sechser, der sich nicht sofort für die linke Seite verantwortlich fühlte. Prompt ging kaum eine Minute nach dem Wechsel der Iraner Nouri nach einem Einwurf von Ryang andächtig betrachtet auf dieser Seite durch, flankte zur Mitte und Ansari-Fard verwertete zum durchaus glücklichen 1:0 für den Iran.

Auch Ghotbi hatte gewechselt, und damit auch sein Sytem adaptiert: Mit Gholami Rezaei kam ein neue Offensiver für die rechte Seite statt Rechsverteidiger Nosrati, dessen Position der zuvor als RM agierende Heidari einnahm. Das hieß, dass die Iraner nun mit einem astreinen 4-3-3 auf dem Feld standen. Einziges Manko dabei: Die drei Stürmer Khalatbari, Ansari-Fard und Rezaei standen sehr weit vor dem Rest der Mannschaft, bewegten sich nicht allzu viel und kümmerten sich kaum um die Defensive.

Die ja nun gefragt war, denn die Nordkoreaner mussten ob den Rückstands natürlich vermehrt Risiko gehen. Das Match, das vor dem 1:0 nur vor sich hingeplätschert war, hatte nun merklich an Schwung gewonnen, weil zumindest die sieben restlichen Iraner das erhöhte Tempo mitgingen. Doch obwohl es zur einen oder anderen Chance für Nordkorea kam, ein echter Druck auf das Tor der Iraner konnte nicht entwickelt werden. Dennoch sah Ghotbi das Treiben wohl mit wachsender Sorge, sodass es in der 85. Minute ein Signal an Rezaei und Khalatbari gegeben haben muss – denn schlagartig standen die beiden Außenstürmer nun wieder brav in der Mittelfeldreihe.

Für Nordkorea ergab sich erst in der Nachspielzeit die größte Chance auf einen Ausgleich, der hochverdient gewesen wäre – aber weil Hong aus zehn Metern nur die Latte traf, blieb es beim 1:0 für den Iran.

Fazit: Eine überzeugende Leistung war das von den Iranern beileibe nicht. Langsam, ohne echte Zielstrebigkeit, ja, mitunter gar behäbig traten sie auf. Torchancen wurde über die gesamte Spielzeit sehr wenige herausgespielt, das Tor entstand aus einer Schlafmützigkeit auf Seiten der Nordkoreaner. Diese ließen mit diesem Spiel die drögen Erinnerungen an die destruktive WM vergessen und zeigten, dass sie duchaus auch Offensivblut in ihren Adern fließen haben. Letztlich fehlte es an der Cleverness, die offensichtlichen Schwächen bei den Iranern – die schon fix im Viertelfinale sind – auszunützen.

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Irak – Vereinigte Arabische Emirate 1:0 (0:0)

Irak - Vereinigte Arabische Emirate 1:0

Wolfgang Sidka, deutscher Teamchef der Iraker, wusste: Gegen die VAE ist seine Mannschaft, der Titelverteidiger, gefragt. Gegen die konnte er nicht erwarten, die Bürde des Spielgestaltens – wie im offenen Spiel gegen den Iran – zumindest zu gleichen Teilen zu splitten. Darum zog er auch Alaa Abdul-Zehra aus dem defensiven ins offensive Mittelfeld und ließ mit einem 4-1-4-1 spielen. Vor allem in der Anfangsphase ging Linksfuß Hawar auch immer mal wieder auf die rechte Seite, um nach innen zu ziehen; viel Gelegenheit dazu bekam er aber nicht. Denn es passierte – nichts.

Das Team aus den Emiraten fühlte sich ganz offensichtlich sehr wohl damit, den Irakern das Spiel zu überlassen und selbst nur abzuwarten und auf Konter zu lauern. Und dem Team aus dem Irak fiel absolut nichts ein, die zwar tief stehenden, aber nicht einmal besonders aggressiven Gegner aus dem Konzept zu bringen. Ohne jedes Tempo wurde der Ball nur hin- und hergeschoben, ohne dass viele Pässe in die Tiefe gewagt wurden. Und so konnten auch keine ankommen.

Das VAE-Team des Slownenen Katanec brauchte über 20 Minuten, um sich das erste Mal aus dem Kokon zu wagen, aus dem Spiel heraus klappte aber auch bei ihnen kein gewinnbringender Vorstoß. Dafür waren die Standards umso gefährlicher: Der köpfte Al-Kamali nach einem Eckball an den Pfosten (23.), dann setzte Khater einen Freistoß an die Latte. Dazwischen und danach: Wenig Tempo, einigeln, die Iraker machen lassen. Die wurden dann auch mal gefährlich, wenn auch nicht aus dem Spiel heraus. Samal Said traf nach einer Ecke ebenso nur die Latte (39.), und kurz vor der Pause drosch Qusay einen 30-Meter-Verzweiflungsschluss an den Pfosten (42.).

Das Bild änderte sich auch unmittelbar nach der Pause nicht, aber nach einer Stunde merkte das Team aus den Emiraten dann doch, dass dem Irak absolut beizukommen wäre. So zogen sie als erstes an der Temposchraube und intensivierten ihre eigenen Bemühungen nach vorne nun merklich, Ismail Al-Hammadi sorgte für den dritten Aluminium-Treffer seiner Mannschaft (63.), den fünften insgesamt. Da den Irakern nun die Bürde genommen wurde, alleine das Spiel zu schultern, tauten sie nun auch ein wenig auf. Damit wurde das Match nun durchaus flotter. Besser wurde es aber nicht.

Denn wie schon gegen die Nordkoreaner verstanden es die VAE nicht, sich vor das gegnerische Tor zu spielen – wieder stellten sie zwar das sicher nicht schlechtere Team, aber die Iraker mussten in Wahrheit noch weniger Angst vor einem Gegentor haben als die Nordkoreaner vor vier Tagen. So plätscherte das uninteressante Spiel einem vermeintlich logischen 0:0 entgegen – ehe in der 94. Minute der irakische Stürmer Yunes Mahmud eine Flanke zur Mitte schlug, die VAE-Verteidiger Walid Abbas am Fuß traf – und von dort ins Tor kullerte.

Fazit: Der 1:0-Sieg des Irak ist mehr als glücklich, denn der Titelverteidiger hat rein gar nichts dafür getan, sich die drei Punkte zu verdienen. Mit ideenlosem Standfußball quälte man sich eine Stunde lang, mit hektischem und wenig durchdachtem Panik-Fußball die restlichen 30 Minuten. Besonders bitter ist das Ende natürlich für das Team aus den Emiraten: Einmal mehr das wachere Team, aber einmal mehr krankt es einfach an den Ideen nach vorne. So hat der Irak im letzten Spiel gegen Nordkorea das Schicksal in eigener Hand: Nur bei einer Niederlage wird das Viertelfinale noch verpasst. Dann allerdings fix.

(phe)

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Asiencup, Tag 5: Ultimatives Verschieben https://ballverliebt.eu/2011/01/11/asiencup-tag-5-ultimatives-verschieben/ https://ballverliebt.eu/2011/01/11/asiencup-tag-5-ultimatives-verschieben/#comments Tue, 11 Jan 2011 22:56:23 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=3706 Asiencup, Tag 5: Ultimatives Verschieben weiterlesen ]]> Wie spielt man ein 4-4-2 gegen ein Fünfermittelfeld, ohne permanent in Unterzahl zu sein? Die Iraner machten es in der hochinteressanten Partie gegen Titelverteidiger Irak vor: Mit massivem Verschieben! Gegen diese Partie verblasst das 0:0 der VAE gegen Nordkorea richtiggehend.

Irak – Iran 1:2 (1:1)

Irak - Iran 1:2

Es ist eine großen Problemstellungen dieser Zeit im Fußball: Wie interpretiert man ein 4-4-2, wenn es gegen ein Fünfermittelfeld geht? Der iranische Teamchef Afshin Ghotbi (ein US-Amerikaner übrigens, der als Kind mit seiner Familie den Iran verlassen hatte) bot eine Variante an, die sehr laufintensiv ist, aber durchaus funktionert. Mit massivem Verschieben nämlich. Die Außenspieler Rezaei und Mobali gingen oftmals sogar in die andere Platzhälfte, wenn der Ball in jener war; die beiden Zentral-Defensiven Teymourian und Nekounam sowieso. So wurde in der gerade bespielten Platzhälfte permanent die numerische Unterlegenheit im Mittelfeld ausgeglichen und die irakischen Außenverteidiger (genauso wie die Flügelspieler natürlich) in Arbeit verwickelt, sodass diese sich kaum nach vorne entfalten konnten.

Diese Spielweise bringt natürlich eine riesige Verantwortung für die eigenen Außenverteidiger mit sich, denn diese stehen somit oft alleine gegen eine komplette gegnerische Angriffsseite. Die Schwachstellen im iranischen System des totalen Verschiebens wurden nach etwa einer Viertelstunde erstmals wirklich bestraft: Linksverteidiger Hajisafi (der ansonsten eine blitzsaubere Partie machte) war so weit eingerückt, dass hinter ihm am zweiten Pfosten Emad Mohamad völlig frei zum Schuss kam, Kapitän Younes Mahmoud lenkte den Ball zur 1:0-Führung ab. Umso mehr waren die Iraner nun gefragt – und sie ließen sich von dem Rückstand nicht nachhaltig schocken.

Der Titelverteidiger aus dem Irak erkannte die Problematik im iranischen System und schickte die AV durchaus fleißig nach vorne. Die von ihrem deutschen Teamchef Wolfgang Sidka (früher u.a. bei Bremen Trainer) in einem 4-2-3-1 aufgestellten Iraker versuchten, nicht nur mit dem Vorstoßen in entstehende Räume dagegen zu halten (was nicht übermäßig gut gelang, zu aufmerksam waren die Iraner), sondern durchaus auch mit körperlichem Einsatz. Das Resultat: Das erste wirklich hochinteressante Spiel dieses Asiencups!

Die Iraner kamen zu ihrem Glück noch vor der Halbzeit zum verdienten Ausgleich, weil die permanent auch nach vorne marschierenden Außenspieler im Mittelfeld nach vorne gingen und Fehler zu provozieren versuchten. Eine dieser Unachtsamkeiten nützte Gholam Rezaei (der rechte Mittelfeldspieler) – wenn auch aus abseitsverdächtiger Position – zu jenem 1:1, mit dem die Seiten gewechselt wurden.

Ghotbi muss erkannt haben, dass das schnelle Umschalten der starken Iraker von Defensive auf Offensive seiner Mannschaft durchaus Probleme bereitet hat. Seine Reaktion darauf: Neben dem vielen Verschieben kam nun auch noch massives Pressing gegen den Ball hinzu. Damit kamen die Iraker überhaupt nicht zurecht und so verlagerten sich die Spielanteile nun immer mehr zu Gusten der Iraner. Die kamen nun vermehrt zu Tormöglichkeiten und der sehr sichere irakische Torhüter Mohammed Khassid rückte immer mehr in den Mittelpunkt.

Alleine, das Führungstor wollte den Iranern nicht und nicht gelingen – auch nicht, als die irakische Innenverteidigung bei einem zu kurzen Abstoß geschlafen hatte. Man muss den Iranern aber Respekt zollen, dass die Intensität ihrer Spielweise kaum merklich nachließ und sie den Sieg absolut wollten – während die zunehmend müder werdende Mannschaft aus dem Irak, je näher der Schlusspfiff rückte, immer mehr mit dem Punktgewinn zufrieden war.

Dass die Iraner letztlich doch noch als Sieger hervorgingen, haben sie einem Glückstor zu verdanken. Der eben erst eingewechselte Samer Said hielt den für Stürmer Shojaei gekommenen Khalatbari an der Seitenlinie am Trikot fest, der fällige Freistoß von Mobali sprang an allen vorbei und unter Khassids Bein hindurch zum 2:1 ins Tor. Nach dem rechten Mittelfeldmann hatte nun auch der linke getroffen – und die Iraker hatten keine Antwort mehr.

Fazit: Ein tolles Fußballspiel mit einem verdienten Sieger. Die Iraner interpretierten ihr 4-4-2 mit einigem Risiko und dem Mut zur großen Lücke, konnten den Titelverteidiger aber dank großem Einsatzwillen, hohem Laufpensum und durchaus umsichtiger Verteidigung in Schach halten – und auch vom frühen Rückstand ließen sich die Perser nicht aus der Ruhe bringen.

Die Iraker sollten sich aber nicht allzu lange grämen, denn auch die boten eine wunderbare Leistung und zeigten, dass ihr überraschender Titel vor vier Jahren kein kompletter Zufall war. Die in diesem Spiel an den Tag gelegte Klasse sollte reichen können, sowohl Nordkorea als auch die VAE hinter sich lassen zu können.

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Nordkorea – Vereinigte Arabische Emirate 0:0

Nordkorea - VAE 0:0

Ob Kim Jong-Hun, Teamchef der Nordkoreaner bei der WM in Südafrika, nach dem Turnier tatsächlich in ein Arbeitslager gesteckt wurde, wie mancherorts berichtet wurde, ist nur schwer nachzuprüfen. Sicher ist allerdings: Teamchef von Nordkorea ist er nicht mehr, und mit ihm hat sich auch das 5-3-2 der WM-Tage verabschiedet. Der neue Mann an der Seitenlinie, Jo Tong-Sop, setzte auf ein klassisches 4-4-2, und somit auf eine etwas offenere Spielanlage.

Was sich gegen die Vereinigten Arabischen Emirate auch schnell zeigen sollte: Die Nordkoreaner verzeichneten den besseren Start und hätten durch einen Elfmeter in der 8. Minute auch eigentlich in Führung gehen müssen – aber Hong Yong-Jo knallte den Ball an die Latte. In den Eröffnungsminuten zeigten die Koreaner ansprechendes Kurzpass-Spiel, mit dem die Araber zunächst ihre Probleme hatten. Bald jedoch eroberten die vom Slowenen Srecko Katanec (der sein Heimatland schon zur Euro2000 und zur WM 2002 geführt hatte) betreuten VAE die Kontrolle über das Spiel – und zwar, so hatte man den Eindruck, eher aus der Verlegenheit heraus.

Denn die Spielgestaltung klappte zunächst überhaupt nicht und die VAE kamen nur dann gefährlich in den Strafraum, wenn es gelang, mit schnellen Steilpässen aus dem Mittelfeld Sturmspitze Khalil (oder auch den dahinter postierten Matar) mit Tempo zu schicken. Nach zwei, drei dieser Aktionen trauten sich die Nordkoreaner dann nicht mehr so richtig aus ihrem defensiver werdenden Schneckenhaus. Die Außenverteidiger – die etwa bei der WM gegen Portugal noch fleißig mitgingen (zugegeben, mit verheerenden Folgen) – blieben nun hinten kleben, auch die Mittelfeldreihe postierte sich tief und so wurden die Gegner in der eigenen Hälfte erwartet.

Ohne jedoch eine seriöse Form des Pressing zu spielen, weswegen es den VAE nun immer leichter fiel, den Koreanern ihr durchaus ansprechendes Spiel aufzuzwingen. Katanec stellte sein Team in einem 4-2-3-1 auf, und dieses wurde durchaus qualitativ hochwertig interpretiert. Die beiden Sechser waren sehr agil und wechselten häufig die Seiten und die Höhe am Spielfeld, die Flügelspieler rückten oftmals ein und gewährten den aufrückenden Außenverteidigern so Platz um nach vorne zu gehen, die Nordkoreaner hatten dem kaum etwas entgegen zu setzen – auch, weil die Stürmer Jong Tae-Se (vom VfL Bochum) und Kapitän Hong sich praktisch nicht an der Defensivarbeit beteiligten, die VAE-Sechser Amer Abdulrahman und Subait Khater somit unbehelligt blieben und sich um die Spieleröffnung kümmern konnten.

Dieses Bild änderte sich auch nicht, nachdem es mit einem torlosen Remis in die zweite Hälfte ging. Jo Tong-Sop blieb auch nach seinen Wechseln dem recht statischen und nicht allzu flexiblen 4-4-2 treu und hatte in einigen Situationen durchas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Was dem Team aus den VAE allerdings nicht gelang war es, aus dem deutlichen Übergewicht auch wirklich Kapital zu schlagen – denn der letzte Pass kam immer seltener an.

Die Koreaner verlegten sich zunehmend auf lange Bälle nach vorne, weil sie sich weiterhin nur zögerlich trauten, ihren (ganz ordentlich funktionierenden) Defensivverbund aufzulösen. Was nicht zum Erfolg führte – und weswegen es letztlich beim 0:0 blieb.

Fazit: Eine echte Weiterentwicklung gegenüber der WM ist bei den Nordkoreanern trotz sehr ähnlichem Personal nicht zu erkennen. Im Gegenteil, der Punkt schmeichelt ihnen; dem frühen verschossenen Elfmeter zum Trotz. Das Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten dafür machte einen äußerst patenten Eindruck: Jeder Spieler wusste offenkundig ganz genau, wie seine Aufgaben aussehen, das dem Zeitgeist entsprechende System wurde recht ansehnlich mit Leben erweckt – nur das mit dem Toreschießen haben, wie so viele andere Mannschaften bei diesem Asiencup, auch die VAE nicht erfunden.

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