Marko Arnautovic – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Mon, 14 Jun 2021 22:35:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 EURO-Auftakt: Nach dem ersten Österreich-Sieg kommen die Niederlande https://ballverliebt.eu/2021/06/15/euro-auftakt-nach-dem-ersten-oesterreich-sieg-kommen-die-niederlande/ https://ballverliebt.eu/2021/06/15/euro-auftakt-nach-dem-ersten-oesterreich-sieg-kommen-die-niederlande/#respond Mon, 14 Jun 2021 22:35:49 +0000 Die erste Runde der EURO neigt sich ihrem Ende zu. Für Österreich verlief der Auftakt gegen Nordmazedonien – zumindest vom Ergebnis – nach Plan. Tom und Philipp sprechen noch einmal über das Spiel, seine Nachwirkungen und blicken dann nach vorn zum nächsten Gegner: die Niederlande. Ist Angst nach deren furiosem Auftakt gegen die Ukraine angebracht?

Und die Ballverliebt-Boys sprechen darüber, was sonst bisher bei der EURO passiert ist. Vom Schock rund um Christian Eriksen bis zu den Favoriten-Auftritten: England, Italien, Spanien und Belgien waren schon im Einsatz. Was war davon zu halten? Und hat sich ein neuer Geheimtipp hervorgetan?

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Halbsolo zur Premier League: Das Finale der besten Liga der Welt https://ballverliebt.eu/2019/04/25/halbsolo-zur-premier-league-das-finale-der-besten-liga-der-welt/ https://ballverliebt.eu/2019/04/25/halbsolo-zur-premier-league-das-finale-der-besten-liga-der-welt/#respond Thu, 25 Apr 2019 16:06:36 +0000 Die Premier League steht drei Runden vor Schluss und noch immer ist fast gar nichts entschieden. Deshalb wollte Tom wieder ein Solo zur besten Liga der Welt aufnehmen, dann aber kam Kurier-Sportredakteur Stefan Berndl und lud ihn zu diesem Thema in den „Kurier Sportpodcast„. Zu zweit ist immer besser als so ganz allein, deshalb präsentieren wir euch nun diese Show in unserer Show. Tom ohne Philipp, aber mit nettem Gesprächspartner: ein Halbsolo eben. Viel Spaß!

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Wintertransfers von Arnautovic über Balotelli und Boateng bis Hinteregger https://ballverliebt.eu/2019/01/31/wintertransfers-von-arnautovic-ueber-balotelli-und-boateng-bis-hinteregger/ https://ballverliebt.eu/2019/01/31/wintertransfers-von-arnautovic-ueber-balotelli-und-boateng-bis-hinteregger/#respond Wed, 30 Jan 2019 23:07:44 +0000 Das Transferfenster im Winter ist so eine Sache: Meistens passieren nicht die ganz großen Wechsel, aber interessant bleibt das Geschehen am Spielermarkt trotzdem. Die Ballverliebt-Crew sieht sich die Transfers an, die geklappt haben und jene, die dann doch nichts geworden sind. Marko Arnautovic und Callum Hudson-Odoi gegen Max Wöber, Kevin-Prince Boateng und Mario Balotelli sozusagen.  Und was hat Martin Hinteregger damit eigentlich zu tun? Diese Folge des Ballverliebt.eu Fußball Podcasts klärt es.

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Die Premier League 2016/17 wird ein Titelgemetzel https://ballverliebt.eu/2016/08/18/die-premier-league-201617-wird-ein-titelgemetzel/ https://ballverliebt.eu/2016/08/18/die-premier-league-201617-wird-ein-titelgemetzel/#respond Thu, 18 Aug 2016 17:00:49 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=12878 Die Premier League 2016/17 wird ein Titelgemetzel weiterlesen ]]> Alles sieht nach einer weiteren Wahnsinns-Saison in der Premier League aus. Das große TV-Geld ist da und mit ihm kommen nicht nur Rekord- und Irsinnstransfers, sondern auch einige der absolut besten Trainer der Welt. Die erste Runde liegt bereits hinter uns und obwohl die Vereine ihre Kader am Transfermarkt noch etwa zwei Wochen lang verändern können (die Vorschau-Basis ist der Stand am 16.8.), wäre es dann für eine ausführliche Vorschau und Prognose zu spät (wenns euch interessiert, kann ich dann ja noch nachschärfen). Schaffen wir also jetzt Ordnung im Chaos: Wer spielt um den Titel, wer gegen den Abstieg und gibt es da noch was in der Mitte?

Tipp: Wenn du dir lieber oder zusätzlich eine Vorschau zur Premier League lieber anhören möchtest, haben Tom und Philipp auch einen ausführlichen Podcast dazu gemacht.

Hull City

Trainer: Keiner

Hull CityDie „Tigers“ sind wieder da und haben zum Saisonauftakt Meister Leicester City besiegt. Es ist aber schwer zu glauben, dass die Saison ab hier noch viel besser für Hull City wird. Nachdem man als Vierter über das Relegation-Playoff den sofortigen Wiederaufstieg geschafft hat, steht die Zukunft auf wackeligen Beinen. Der seit dem am Ende blockierten Versuch der Namensänderung (der Klub sollte in Hull City Tigers umbenannt werden) verstimmte Eigentümer ist mittlerweile auch noch erkrankt und will den Verein verkaufen, was nicht besonders gut vorangeht (man hofft jetzt auf ein chinesisches Konsortium).

All das schlägt sich einer praktischen Investitionsverweigerung nieder (was den Verein wohl wiederum nicht rasend attraktiv für eine Übernahme macht). Kein Kader-Neuzugang im Sommer (und schon im Jänner kam nur ein günstiger neuer Ersatzgoalie) steht dem empfindlichen Abgang von Mohamed Diame gegenüber.

Im Sommer hat Trainer Steve Bruce deshalb den Hut draufgehaut, ein Monat später hat Hull immer noch lediglich Interimslösung Mike Phelan auf der Trainerbank. Unter diesen Umständen wäre vermutlich Rang 19 schon eine überraschend gute Saison.

Vorjahresplatzierung: 4. (Championship)
Mein Tipp diesmal: 20.

FC Middlesbrough

Trainer: Aitor Karanka

MiddlesbroughKurios verlief die jüngere Vergangenheit auch bei Middlesbrough. Trainer Karanka hat hat im Frühjahr beinahe seinen Rücktritt eingereicht und in diesem Disput mit seinen Spielern sogar ein Ligaspiel verpasst. Das Verhältnis scheint aber wieder einigermaßen gekittet zu sein. Die Frage ist, ob es dabei bleibt, wenn es mal einige Runden nicht gut läuft.

Das ist mehr oder weniger die größte Gefahr für den anvisierten Klassenerhalt des UEFA-Cup-Finalisten von 2006. Bei den Smoggies gibt es nämlich viele Neuzugänge, die sich absolut nicht wie die eines Aufsteigers lesen: Alvaro Negredo führt nun den Sturm an, Victor Valdes  hütet das Tor, Gaston Ramirez ist jetzt fix das Zentrum des Angriffsspiels, Marten de Roon ist der neue Mann fürs Grobe im DM und, Victor Fischer hat Ajax verlassen um sich Linksaußen bei Boro zu versuchen.

Es gibt potentielle Bruchstellen in der Strategie, aber normalerweise sollte der MFC höchstens am Rande in den Abstiegskampf verwickelt werden.

Vorjahresplatzierung: 2. (Championship)
Mein Tipp diesmal: 14.

FC Burnley

Trainer: Sean Dyche

BurnleyMit einer starken, wenn auch spielerisch nicht immer sehr aufregenden Saison gelang Burnley der direkte Wiederaufstieg in die Premier League. Seither hat man alle Hände voll damit zu tun, die Qualität des Kaders zu halten. Das emotionale Überraschungsei Joey Barton verließ den Klub und ein Haufen älterer Spieler wurden aus dem Kader gestrichen. Dazugekommen sind mit Steven Defour (Anderlecht), Nick Pope,  Johann Gudmundsson (beide Charlton) und dem geliehenen Jon Flanagan solide Spieler, aber keine Premier League-Superstars.

In Zeiten wie diesen, in denen das große Fernsehgeld sprudelt, scheint ein so vorsichtiger Transfermarkt-Zugang die Ambitionen des Klubs klar zu machen: Offenbar hat man bei den Clarets schlicht erkannt, dass eine dauerhafte Existenz als Premier League-Klub eher illusorisch erscheint und spart für härtere Zeiten. Der sofortige Abstieg könnte – wie schon vor zwei Jahren – schlicht vernünftig sein.

Vorjahresplatzierung: 1. (Championship)
Mein Tipp diesmal: 19.

AFC Sunderland

Trainer: David Moyes

AFC SunderlandAm Papier sieht es für Sunderland ja nicht so richtig gut aus. Nachdem man im Vorjahr gerade so irgendwie den Klassenerhalt schaffte, ist Trainer Sam Allardyce in Richtung Nationalteam abgerauscht. Moyes ist nun der 7. Trainer in 5 Jahren am Schleudersitz der Black Cats und er will sich eher an seiner langfristigen, guten Arbeit bei Everton als den Fehlschlägen bei Sociedad und ManUnited orientieren.

Es gibt  vergleichsweise wenig Geld zu investieren, die bisherigen Neuzuugänge nehmen sich bescheiden aus und sind vor allem junge Spieler, die bei ManUnited (McNair, Januzaj, Donald Love) aus der Mannschaft geflogen sind. Dafür gehen auch die Abgänge niemandem wirklich ab.

Es ist zu vermuten, dass wenig Luft nach oben besteht. Natürlich ist das Grundgerüst prinzipiell Klassenerhalts-fähig. Aber Sunderland rittert jetzt schon sehr lange am Rande des Abstiegs herum und gehört auch diesmal zu den ersten Kandidaten.

Vorjahresplatzierung: 17.
Mein Tipp diesmal: 18.

AFC Bournemouth

Trainer: Eddie Howe

AFC BournemouthEddie Howe war einer der Trainer, den die FA als Teamchef in Betracht gezogen hat, obwohl er erst eine Saison in der Premier League gecoacht hat. Das wäre vielleicht ein zu großer Schritt für den jungen Engländer gewesen, wenn er auch eine aufregendere Variante als Sam Allardyce gewesen wäre. In Bournemouth wird man über seinen Verbleib jedenfalls froh sein. In wenigen Jahren hat Howe den Kleinklub von der Südküste aus der Abstiegsbedorhung in der vierten Liga zu einer wirklich respektablen Premierensaison in der Erstklassigkeit geführt – und das mit offensivem, einsatzfreudigem Fußball.

Genau das kann man sich von den Cherries wieder erwarten, die den Großteil des Teams zusammenhalten (Matt Ritchie ging zu Newcastle) zusammenhalten und sich um vielversprechende Jungspieler (allen voran Jordan Ibe von Liverpool) verstärken konnten. Aber natürlich sind die Mittel realistisch betrachtet begrenzt, die Namen im Kader vergleichsweise unbekannt und es dürfte wieder ein Kampf gegen den Abstieg bevorstehen. Ob man diesen gewinnt, hängt davon ab, ob die Mannschaft ihren Spirit bewahren kann (im vergangenen Jahr gelang das trotz schlechtem Saisonstart). Gelingt das wieder, finden sich sicher wieder ein paar reichere Klubs im Panikmodus, die Bournemouth überholen kann.

Vorjahresplatzierung: 16.
Mein Tipp diesmal: 16.

Crystal Palace

Trainer: Alan Pardew

Crystal PalaceDas wurde vergangene Saison nach tollem Start (bis Weihnachten in Champions League-Nähe) nochmal arg knapp für Palace, aber am Ende rettete man sich über die Ziellinie. Palace war noch nie fünf Jahre hintereinander in der Erstklassigkeit. Steigt man diesmal nicht ab, ändert sich das. Aber der Trend der vergangenen Monate muss im Süden Londons zu denken geben.

Die Bilanz am Transfermarkt im Sommer ist bisher eher durchwachsen: Der Kader wird im Moment die Qualität des Vorjahres ungefähr halten. Ja man hat mit Tomkins und Townsend gut eingekauft, aber man hat auch Gayle und vor allem Bolasie verloren. Und was weh tut: Man bekam viele Spieler nicht, die man anvisiert hat, um einen Schritt nach oben zu machen.

Ob man mit Christian Benteke noch einen lange herbeigesehnten Knippser verpflichtet, bleibt abzuwarten und könnte entscheidend für die Saison sein. Der Belgier würde in den Selhurst Park vermutlich besser passen als an Klopps Anfield Road, und könnte dort zu seiner Hochform zurückfinden. Dann würde man sich um Palace wohl keine Sorgen machen müssen, denn was der Mannschaft vor allem zur Mittelklassigkeit fehlt, ist vor allem ein sehr guter Stürmer. Aber die Ablöse an Liverpool für Benteke müsste hoch sein. Es ist also auch ein bisserl eine Commitment-Frage bei Palace, ob man dieses Risiko nimmt.

Vorjahresplatzierung: 15.
Mein Tipp diesmal: 15.

West Bromwich Albion

Trainer: Tony Pulis

West Bromwich AlbionDer Trainer von West Brom heißt – trotz neuer, ambitionierter Eigentümer – immer noch Tony Pulis und damit scheint ein Abstieg fast ausgeschlossen zu sein. Das könnte man angesichts des Kaders wohl mit wenigen anderen Männern an der Seitenlinie sagen, aber Pulis ist ein Experte fürs Nichtabsteigen mit Teams, die eigentlich wirklich absteigen sollten.

Schon im Vorjahr war die Mannschaft eher unterdurchschnittlich und am Transfermarkt hat sich nicht viel getan (Sessegnon und Anichebe wurden freigestellt). Das ist aber fast schon eine gute Nachricht, denn bei Stürmertalent Saido Berahino steht mal wieder der Abgang im Raum.  (Stoke und Crystal Palace gieren nun nach seinen Diensten.) Der durch die eigene Jugend gekommene Engländer verdient bei WBA einen relativen Schaß, will aber keinen neuen Vertrag  über 2017 hinaus mehr unterschreiben, da man ihm im Vorjahr den Transfer zu Tottenham verbaut hat. Auch jetzt darf er nur gehen, wenn im Hawthorns ein Ersatz für ihn gefunden wird – das wiederum wird mit jedem verstrichenen Tag unwahrscheinlicher.

Man könnte sagen, dass der Klub mittlerweile wohl auch keine andere Wahl hat, als so vorzugehen, denn die Angriffsreihen sind dünn besetzt. Allzu oft werden die aber ohnehin nicht gebraucht: WBA hat ein biederes wenn auch effektives Team. Man nimmt kein Risiko und schießt dementsprechend wenige Tore, verliert aber auch selten und fast nie hoch. Das kann mal wieder reichen.

Vorjahresplatzierung: 14.
Mein Tipp diesmal: 12.

FC Watford

Trainer: Walter Mazzarri

WatfordWo andere Klubs vielleicht etwas zu zaghaft mit dem neuen Geld aus dem TV-Vertrag umgehen ist bei Watford einigermaßen viel Wahnsinn angesagt: Zu- und Abgänge wirbeln nur so durch den Ort im Norden von London. Schon im Vorjahr warf man mit Geld wild und ziellos um sich. Sebastian Prödls Klub galt deshalb als Abstiegskandidat, hat unter Trainer Quique Sánchez Flores aber überraschend bequem die Klasse gehalten.

Umso kurioser ist, dass man nun mit Mazzarri ohne ersichtliche Not schon wieder einen neuen Mann an der Seitenlinie hat. Auch der fraglos seine Qualitäten, aber auch noch nie außerhalb von Italien gearbeitet. Für Prödl könnte es eine Saison mit vielen Einsätzen werden, denn Mazzarri lässt eine Dreierkette spielen. Der Kader ist an sich solide, aber was bei solchen Vereinen schlussendlich aus dem Chaos entsteht, ist immer schwierig vorherzusehen.

Vorjahresplatzierung: 13.
Mein Tipp diesmal: 17.

Swansea City

Trainer: Francesco Guidolin

Swansea CitySwansea hat sich in den vergangenen Jahren als fast schon unwegdenkbarer Bestandteil der Liga etabliert, aber der 12. Platz der Vorsaison war zumindest kein Highlight. Nach einer Mehrheitsübernahme durch ein US-Konsortium könnte das ruhige Fahrwasser und die Beständigkeit der letzten Jahre in dieser Saison aber geprüft werden.

Knapp vor dem Saisonstart hat das gemeinhin fabelhaft geführte Swansea plötzlich unter anderem Starflügel Andre Ayew, Langzeitkapitän Ashley Williams und schon davor unter anderem Bafetimbi Gomis verkauft – zweieinhalb Stammspieler, die auf den ersten Blick nicht alle gleichwertig ersetzt wurden. Swansea setzt offenbar darauf, dass sich wieder einmal ein paar jüngere Spieler positiv entwickeln.

Mit Fernando Llorente ist im Sturm aber immerhin ein guter Name hinzugekommen (der bei Sevilla aber nicht zu seiner Hochform fand) und auch der 23-jährige Borja Baston hat bei Eibar vergangene Saison alle 144 Minuten getroffen. Das ist eine klare Reaktion darauf, dass in der Vorsaison einfach zu wenig Tore geschossen wurden. Ob das qualitativ hochwertigere Spiel vergangener Jahre mit diesen Veränderungen aufrecht erhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Vorjahresplatzierung: 12.
Mein Tipp diesmal: 13.

FC Everton

Trainer: Ronald Koeman

EvertonEs hat überrascht, dass Everton im Sommer plötzlich Koeman aus Southampton loseisen konnte. Auf den ersten Blick gibt es für den Niederländer bei den Toffees wenig zu gewinnen, das mit den Saints unerreichbar war. Der Klub ist derzeit finanziell nicht konkurrenzfähig zur erweiterten Ligaspitze, der Kader dementsprechend durchschnittlich und der elfte Platz 11 der beiden vergangenen Saisonen ist nicht weit von dem entfernt, was man im Goodison Park realistischerweise erwarten darf.

Klar: Seit einigen Monaten gibt es neue Eigentumsverhältnisse. Die Endlos-Saga eines Stadion-Neubaus dürfte sich deshalb in den nächsten fünf Jahren erledigen (wird der Kleingeldkassa für Kaderinvestitionen aber nicht helfen). In der Vereinsstruktur wurden bereits interessante Leute geholt. Das klingt alles vernünftig, aber macht Koemans unmittelbare Aufgabe nicht einfacher.

Einige routinierte Spieler haben den Klub verlassen. Das ist verkraftbar. Aber auch Talent John Stones (IV) ist schon bei Manchester City und Romelu Lukaku (ST) dürfte noch zu Chelsea wechseln. Zusammen brächte das einen massiven Qualitätsverlust und über 120 Mio. Euro. Mit geschickter Verwendung solcher Summen könnte man es sich insgesamt verbessern, aber das ist immer schwierig. Das Stones-Geld wurde gut in Yannick Bolasie (LA), Ashley Williams (IV) und Idrissa Gueye (ZM) reinvestiert. Aber ob man die Lukaku-Millionen so spät im Transferfenster noch sinnvoll anbringen könnte?

Everton ist in diesem Jahrtausend einer der Top 7-Klubs in England und da will man als Traditionsklub mit viel global vermarktbaren Potential mittelfristig wieder hin. In dieser Saison scheint das aber viel von Koeman verlangt und auch dahinter gibt es ziemlich viel zumindest gleichwertige Konkurrenz.

Vorjahresplatzierung: 11.
Mein Tipp diesmal: 10.

FC Chelsea

Trainer: Antonio Conte

FC ChelseaDie Transferliste bei Chelsea liest sich wie eine Sammlung von Missverständnissen. Mohamed Salah, Abdul Rahman Baba, Falcao, Alexandre Pato verlassen unter anderem den Klub, eine Reihe an Jungspielern wird auch wieder einmal quer durch die Welt verliehen. Andere kommen zurück um endlich einen Stempel bei den Blues zu hinterlassen (etwa Marco van Ginkel, Juan Cuadrado oder Christian Atsu) oder eben doch wieder abgegeben zu werden. 40 Millionen-Noname Michy Batshuayi (22, Stürmer von Marselle) und der fabelhafte N’Golo Kanté (25, Mittelfeldgigant von Leicester) sind die Verstärkungen, für die Chelsea bisher wirklich Geld ausgegeben hat (zusammen 75 Mio. Euro). An einer nochmal mindestens so teuren Verpflichtung von Lukaku arbeitet man noch. Diese wäre ein wichtiger Anreiz, um dem sportlich unzuverlässigen, moralischen Sympathieträger Diego Costa Druck zu machen.

Sofern der Rest der Mannschaft nicht plötzlich das Kicken verlernt hat, sollte der taktisch geschickte Conte viele Spieler wieder zu jenen Top-Leistungen kitzeln können, die sie unter Mourinho zwei Jahre gezeigt hatten. Alles andere als eine Rückkehr von Chelsea in den Titelkampf wäre demnach eine ebenso große Überraschung, wie der tiefe Fall in der abgelaufenen Saison. Die Einsermannschaft sieht auf allen Positionen stark aus. Dahinter fehlt es aber vor allem Defensiv oft an Tiefe. Gut also, dass man sich unfreiwillig aber doch internationale Verpflichtungen erspart hat.

Vorjahresplatzierung: 10.
Mein Tipp diesmal: 3.

Stoke City

Trainer: Mark Hughes

Stoke CityAb wann sind neunte Plätze für einen Klub wie Stoke frustrierend? Drei Wiederholungen haben die Potters schon geschafft und pbwohl das ziemlich stark ist, träumt man in den West Midlands wahrscheinlich davon, die Erfolge von Southampton (wenn schon nicht Leicester) einzufahren.

Rein vom Kader her ist das nicht undenkbar. Die Offensive mit Marko Arnautovic, Xherdan Shaqiri, Bojan Krkic und Ibrahim Affelay konnte gehalten werden (und man ist geneigt zu sagen, dass all diese Spieler gut daran tun, im funktionierenden Gefüde von Mark Hughes zu bleiben). Dahinter wurde mit Joe Allen weiter echte Qualität verpflichtet. Die Potters scheinen also bestmöglich aufgestellt, um die Plätze davor zumindest noch etwas mehr zu challengen.

Sollte man noch Saido Berahino im Sturmzentrum dazu bekommen, würde das einfacher, denn vergangenes Jahr hat man schlicht zu wenige Tore geschossen.  Mit dieser Mannschaft kann man im Einzelfall sicher jeden Gegner fordern, aber natürlich ist bei all der geschickten Arbeit am und abseits des Feldes die Luft noch weiter oben über eine ganze Saison gesehen halt schon sehr dünn. Jede Verbesserung wäre eine fantastische Leistung.

Vorjahresplatzierung: 9.
Mein Tipp diesmal: 8.

FC Liverpool

Trainer: Jürgen Klopp

Liverpool FCAlexander Manninger hat sich nach Arsenal und Juve noch einen Top-Klub in den Lebenslauf geschrieben, auch wenn er dort als dritter Keeper vermutlich abermals wenig spielen wird. Die anderen Neuzugänge bei Liverpool lesen sich jedenfalls auch aus nicht-österreichischer Sicht gut: Sadio Mané, Georginio Wijnaldum, Loris Karius, Ragnar Klavan, Marko Grujic und Joel Matip kommen unter anderem in den Kader und adressieren großteils klare Problemzonen.

Die Abgänge sind bei Jordan Ibe und vor allem Joe Allen etwas überraschend, Martin Skrtel hätte sich nach guten Diensten in schwierigen Jahren etwas würdiger verabschieden können, wird aber angesichts des Ersatzes nicht abgehen. Christian Benteke wird man ebenso wie den zurückgekehrten Mario Balotelli wohl noch ohne große Emotion ziehen lassen. Unklar ist die Situation mit Mamadou Sakho, der im Frühjahr endlich gute Form erreichte, dann aber das EL-Finale und die Euro wegen eines Dopingverfahrens verpasste (in dem er schließlich freigesprochen wurde) und nun im Trainingslager wegen einer zu laxen Einstellung von Klopp heimgeschickt wurde.

Das Team von Kopp hat über die Saison gesehen den Vorteil, keinen internationalen Bewerb spielen zu dürfen/müssen. Die zusätzlichen Ruhetage werden dem aufwändigen Spiel nicht schaden. Erstmals geht Klopp in eine selbst vorbereitete Saison mit Liverpool, konnte sich aber schon im Vorjahr eine Basis schaffen und hat da nicht zu Unrecht das Europa League-Finale erreicht. Das Primärziel wird im endlich ausgebauten Anfield diesmal die Rückkehr in die Champions League sein. Der Saisonstart ist ziemlich schwierig für die Reds gelost, der Auswärtssieg zum Auftakt bei Arsenal also schon mal was wert.

Vorjahresplatzierung: 8.
Mein Tipp diesmal: 4.

West Ham United

Trainer: Slaven Bilic

West Ham UnitedNeues Stadion, neues Glück? Mit dem Olympiastadion als Basis dürfte West Ham sich finanziell auf Platz 7 der Liga vorschieben (vorbei an Everton und dem abgestiegenen Newcastle). Die Hammers haben schon in der Vorsaison etwas überraschend aber unübersehbar aufgezeigt und sind seither personell nur besser geworden. Dimitri Payet konnte sogar trotz auffälliger EURO gehalten werden, Andre Ayew wurde gekauft, Harvard Nordveit und Sofiane Feghouli wurden ablösefrei geholt.  Das sind gute Geschäfte.

Nur ganz vorne im Sturm könnte noch ein Problem drohen: Die Hammers müssen noch jemanden finden, denn der zu oft verletzte Diafra Sakho will weg (hat aber einen Medizincheck bei West Brom nicht überstanden), Enner Valencia könnte auch noch abgegeben werden und dann bleibt eigentlich nur der auch nicht immer unverletzte Andy Carroll als erprobter Stürmer.

In der Europa League hat man es diesmal bisher vermieden, sich bis auf die Knochen zu blamieren (die Niederlage in Domzale war aber nicht glorreich).  Hält man das noch gegen Astra Giurgu durch, wird es im Herbst also eine internationale Aufgabe geben. Da kann man nicht allzu viele Verletzungen brauchen, sonst droht der Saisonstart zäh zu werden. Demnach ist Ayews offenbar langwierigere Verletzung vom Liga-Auftakt gegen Chelsea ziemlich bitter (Feghouli hat auch Muskelprobleme, Lanzinis Knie ist angeschlagen und Payet ist noch nicht matchfit). Das dortige Spiel der Hammers war eher halbgar, aber man sollte damit rechnen, dass die Irons im Saisonverlauf in Schuss kommen

Vorjahresplatzierung: 7.
Mein Tipp diesmal: 7.

Southampton

Trainer: Claude Puel

FC SouthamptonEs scheint (wieder einmal) unwahrscheinlich, dass Southampton den Exodus im Sommer unbeschadet überstehen kann. Auch wenn die Südengländer diese Annahme jetzt mehrmals in Folge widerlegt haben, türmt sich die Wahrscheinlichkeit doch zunehmend gegen sie auf. Noch wenige prominente Neuzugänge (Hojberg) stehen auch diesmal wieder vielen prominenten Abgängen gegenüber (Mane, Wanyama und Pelle). Das wird also eine Herausforderung für Neo-Trainer Claude Puel, der einen guten Ruf genießt, aber das Kadergerüst bleibt trotzdem gut. Es wird wohl ein paar Plätze zurück gehen. Ein Grund dafür ist nicht nur, dass man zuletzt klar überperformt hat, sondern auch dass man mit der Europa League eine zusätzliche Belastung aushalten muss.

Vorjahresplatzierung: 6.
Mein Tipp diesmal: 9.

Manchester United

Trainer: Jose Mourinho

Manchester UnitedManUnited hat nach mehreren sportlich mageren Jahren irgendwo einen geradezu lächerlichen Geldscheisser entdeckt: Ibrahimovic, Pogba, Mkhitaryan und Bailly kamen für knapp unter 200 Mio. Euro (und da ist noch kein Cent Gehalt miteingerechnet). Natürlich sind das tolle Einkäufe und natürlich ist Mourinho ein ziemlicher Erfolgsgarant an der Seitenlinie.

Der Klub ist darüber hinaus weit genug von der Ferguson-Ära entfernt, damit er als Coach eine echte Chance auf ein längerfristiges Engagement hat. David Moyes und Louis van Gaal waren ja sowas wie Rebound-Romanzen: Sowas endet immer in Tränen. Der Rekordmeister hat keine Champions League-Verpflichtungen und es ist wahrscheinlich, dass man der Europa League keine großen Ressourcen widmet.

Trotzdem wird man auch dort über den Herbst hinaus dabei sein, denn es wird ein Bewerb, sein, in dem Unzufriedene ihre Chance suchen und Einsätze bekommen werden. Davon könnte es einige geben, denn der Kader platzt zumindest derzeit noch aus allen Nähten. Nicht einmal unerwünschte Spieler wie Schweinsteiger wurde man bisher noch nicht los. Während man die Ausgabeflut im Vorjahr über den Verkauf von Angel di Maria noch einigermaßen abfedern konnte, steht der heurigen Ausgabenexplosion bisher der 5-Mio-Euro-Verkauf von Paddy McNair gegenüber. Irgendein Titel muss da her.

Vorjahresplatzierung: 5.
Mein Tipp diesmal: 2.

Manchester City

Trainer: Pep Guardiola

Manchester CityGuardiola kommt, Stones, Sane, Gabriel Jesus, Gündogan und Nolito folgen dem wahrscheinlich aktuell besten Trainer der Welt und schon sind im Etihad wieder rund 180 Millionen Euro an Ablösen gezahlt, ohne dass jemand mit der Wimper zuckt. Unterdessen hat City auch noch keine erfolgsrelevanten Spieler abgegeben.

Natürlich ist man in dieser Konstellation klarer Titelkandidat in praktisch allen Bewerben. Obwohl manche Positionen wahrscheinlich noch nicht nach Guardiolas Idealvorstellung besetzt sind. Man werfe einen Blick auf die (ziemlich alten) Außenverteidiger oder umstrittenen Torleute um zu erkennen, dass da bei den Bayern andere Qualitäten vorhanden waren.

Aber von so vergleichsweise kleinen Problemchen abgesehen gibt es keine Ausreden: Alle Positionen sind hochwertig doppelt und dreifach besetzt und da sind Spieler wie das im eigenen Nachwuchs gehegte Ex-ÖFB-Talent Sinan Bytiqi (um dessen kolportierter Leihe nach Deutschland es zuletzt ruhig wurde und der in der Pre-Season einige Spiele machen durfte) noch gar nicht mitgezählt.

Vorjahresplatzierung: 4.
Mein Tipp diesmal: 1.

Tottenham Hotspur

Trainer: Mauricio Pochettino

Tottenham HotspurWas Tottenham in der Ausnahmesaison 2015/16 gefehlt hat, war vermutlich eine größere Portion Erfahrung. Das erklärt den etwas würdelosen Abschluss einer ansonsten tollen Saison. Das nun um diese Erfahrungen reichere Team von ÖFB-Innenverteidiger Kevin Wimmer konnte man zusammenhalten und moderat verstärken, die Basis für Pochettino ist also gelegt und wie Liverpool und Arsenal haben die Spurs der Top-Konkurrenz das voraus.

Angesichts des zu erwartenden Erstarkens der Konkurrenz wird es aber auch für Tottenham schwierig, mit den im Vergleich geringeren Mitteln (und der CL-Mehrbelastung) die tolle Saison zu wiederholen. Die Spurs haben ein faszinierendes, hochtalentiertes, junges Team und ein ausgeklügeltes Spielsystem. Aber die höheren Erwartungen muss man sicher an Klubs richten, die jedes Jahr 100-200 Millionen in ihre Kader investieren (namentlich: die beiden Mancunians und Chelsea) und die weltbesten Trainer engagieren können. Lange oben mitzuspielen wäre in diesem Sinn bereits eine tadellose Leistung, Platz 4 ein ambitioniertes Ziel.

Vorjahresplatzierung: 3.
Mein Tipp diesmal: 6.

Arsenal

Trainer: Arsene Wenger

Arsenal FCAlle Topklubs hinter sich gelassen und trotzdem nicht Meister. Bei Arsenal ist der Boden für Frust gut gedüngt. Obwohl das Börserl seit der Stadionabzahlung durchaus etwas lockerer sitzt, ist Wenger in bester Weise stur darin, mit Geld nicht wie ein Geisteskranker um sich zu werfen. Man kann aber fühlen, dass die Geduldslunte der Fans schon sehr kurz ist – ob zurecht oder nicht ist eine Stilfrage. Diese „Wenger knows“-Haltung nach jedem Sieg  und „Wenger out“-Stimmung nach jeder Niederlage ist aber ein steter Unruheherd im Gunners-Leben. Schon am ersten Saisontag verließen viele Zuseher beim Stand von 1:4 gegen Liverpool das Stadion (und verpassten zur Strafe noch einen respektablen Fight der Gunners).

Dabei hat Arsenal im Sommer durchaus viel probiert: Das Dilemma mit der Suche nach einem (noch) gefährlicheren Stürmer als Olivier Giroud habe ich hier schon ausführlicher umrissen. Trotzdem wollte man die Offensive unter anderem mit Alexandre Lacazette, Julian Draxler, Jamie Vardy und Riyad Mahrez und die Defensive um Shkordran Mustafi verstärken. Bekommen hat man zumindest bisher keinen davon. Das Einserteam wurde lediglich um Granit Xhaka (DM, Gladbach) verstärkt. Der Rest der bisherigen Transfers ist eher im Bereich „entwickelbares Material“ angesiedelt. Dafür hat man Rosicky, Flamini und Arteta an das Alter verloren (und sonst erneut niemanden abgeben müssen). Sofern nicht noch irgendwo ein Last Minute-Megatransfer auftaucht, bestreitet man die Saison also mit großteils bekanntem Personal. Damit kann man Offensive und Mittelfeld in zahlreichen Varianten bärenstark aufstellen, die Verteidigung ist aber dünner besetzt. Sie wäre eine wichtigere Baustelle und wirkt unterbeachtet.

Die Prognose bei Arsenal ist eigentlich immer dieselbe: Bleiben die Spieler fit, ist alles möglich. Aber das bleiben sie nicht. Schon jetzt sind mit Mertesacker, Gabriel und Jenkinson Verteidiger länger verletzt (und andere nach dem EM-Sommer noch nicht wieder matchfit), vorne fällt außerdem Welbeck lange aus und auch Ramsey ist bereits für einen Monat out.

Vorjahresplatzierung: 2.
Mein Tipp diesmal: 5.

Leicester City

Trainer: Claudio Ranieri

Leicester CityDie Foxes haben im Sommer tatsächlich den Großteil ihrer Meistertruppe zusammengehalten und sie noch gut ergänzt, aber mit Kante vielleicht trotzdem das entscheidende Puzzlestück verloren. Selbst mit dem Franzosen wäre die Wiederholung des Meistertitels unrealistisch und das Mitspielen um Champions League-Startplätze noch ein Long Shot gewesen. Es ist zu unwahrscheinlich, dass Leicester nochmal alles so perfekt aufgeht, wie es das in der Vorsaison getan hat Und es ist zu unwahrscheinlich, dass die Topklubs in der jetztigen Konstellation nochmal alle so dahinstolpern.

Der verpatzte Start gegen Hull sagt natürlich noch nicht viel, aber er deutet an, dass die Traumsaison vorbei ist. Gut, dass man in Leicester den Erfolgsrausch ja gerade deshalb so genossen hat, weil jeder zu verstehen schien, dass das nicht ewig so weitergehen wird.

Die Mannschaft ist aber gut und in England reicht das für einen Mittelfeldplatz. Genau darum, sich dort zu etablieren, muss es für Leicester jetzt auch gehen. Als ein Klub, der sich über den Abstieg kaum Sorgen machen muss und in sehr guten Saisonen die Europapokalstartplätze jagen kann. Das Gerangel mit Stoke, Everton, Southampton und im Idealfall vielleicht noch West Ham anzunehmen – stets lauernd auf eine schlechte Saison der Top 6 – ist wohl auch eine realistische Zielsetzung. Durch die ungewohnte CL-Mehrbelastung hat man da diesmal vielleicht einen entscheidenden kleinen Nachteil.

Vorjahresplatzierung: 1.
Mein Tipp diesmal: 11.

Fazit: So geht die Premier League 2016/17 aus

Die Liga ist so kompetetiv wie keine andere der Welt. Sechs Vereinen könnte man die Meisterschaft mit guten Argumenten zutrauen, wobei für vier davon vor allem die CL-Qualifikation her muss. Der unmittelbare Titeldruck liegt aufgrund irrwitziger Investition in Manchester. Die dortigen beiden Vereine müssen irgendwas gewinnen, und der Ligapokal wird den Ansprüchen eher nicht genügen. Im Abstiegskampf dürften Hull und Burnley stark unter Druck geraten, für das dritte Opfer gibt es eine Handvoll Kandidaten bis hinauf zu Swansea und West Brom, die am Transfermarkt bescheiden agiert haben.

Saisonprognose Premier League 2016/17

Und was ist eure Prognose? Wir freuen uns auf eure Tipps in den Kommentaren!

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Arnautovic zu Stoke: Eine Bewertung https://ballverliebt.eu/2013/09/02/arnautovic-zu-stoke-eine-kurze-bewertung/ https://ballverliebt.eu/2013/09/02/arnautovic-zu-stoke-eine-kurze-bewertung/#comments Mon, 02 Sep 2013 12:43:16 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9378 Arnautovic zu Stoke: Eine Bewertung weiterlesen ]]> „We are passing the ball, we are passing the ball. We are Stoke City, we are passing the ball“, auch die Fans der Potters schienen beim Auftaktspiel von Stoke bei Liverpool etwas überrascht von der phasenweisen Darbietung ihres Teams. Stoke City war seit Jahren DAS Premier League-Team für unansehnlichen Fußball: Eine knüppelharte, destruktive Defensive, lange Bälle, wenig Glanz. Das Spiel in Liverpool wich davon nicht grundsätzlich ab, doch stellenweise waren neue Töne zu sehen.

Stoke-on-Trent ist ein aus mehreren Orten zusammengeschmolzenes Städtchen im Zentrum Englands. Ziemlich genau zwischen Birmingham, Liverpool und Manchester gelegen leben im Großraum Stoke rund 450.000 Menschen. Seit 1863 gibt es hier einen Fußballklub, den damit zweitältesten der Welt, der heute noch existiert – ein Gründungsmitglied des englischen Erstligafußballs.

Nachdem das letzte Viertel des 20. Jahrhunderts nicht besonders erfolgreich war und von einem Hooliganproblem begleitet wurde, bekam man sich sportlich wie verhaltenstechnisch im neuen Jahrtausend in den Griff. Der Stoke City F.C. spielt im 1998 eröffneten Britannia Stadium, wo etwas über 28.000 einen bemerkenswerten Wirbel machen können. Unter seinem Rasen liegt die Asche des größten Kickers, den Stoke je hervorgebracht hat: Sir Stanley Matthews. 2008 wurde der Wunderdribbler in seiner Ruhe definitiv gestört, als enthusiasmierte Potters-Fans das Feld nach dem Abpfiff stürmten, der ihren Wiederaufstieg in die Premier League fixierte.

2008: Stoke steigt in die Premier League auf (Foto: Chrisjackson)
2008: Stoke steigt in die Premier League auf (Foto: Chrisjackson)

Sportlich hauptverantwortlich war dafür Tony Pulis. Der Trainer hat den Verein 2002 vor dem Zweitligaabstieg  gerettet, wurde 2005 entlassen, übernahm 2006 wieder und stieg mit der Mannschaft später in die Premier League auf. Dort bewahrte er den Underdog immer wieder vor dem Abstieg – zeitweise auch am Ende komfortabel, aber doch nie wirklich sorgenfrei während der Saison. 2011 wurde sein Team sogar dank günstiger Auslosung ins FA Cup-Finale gespült. Man durfte trotz Niederlage gegen Manchester City im Folgejahr Europa League spielen und überstand dort die Gruppenphase. Erst gegen Valencia (0:2) erreichte man seine Endstation. Doch prinzipiell ging es in Stoke immer wieder vor allem um den puren sportlichen Überlebenskampf mit antiquierten britischen Tugenden – aber auch kreativen Methoden. Stoke ist ein Team, das den Einwurf als brandgefährliche Standardsituation für sich entdeckt hat. Doch weiter als bis dahin konnte Pulis den Verein nicht bringen. Im Sommer trennte man sich im Guten.

Der neue Trainer, Hughes, war vergangene Saison bei den Queens Park Rangers nach schlechtem Saisonstart entlassen worden – nachdem er den Verein davor gerade noch vor dem Abstieg gerettet hatte. Das von satten, teuren Stars durchsetzte QPR stieg  hinterher auch ohne ihn glanzlos und kaum verbessert ab. Vor diesem Engagement war Hughes ein Jahr bei Fulham und hatte den Verein zu Platz 8 geführt. Es war die erste Station nach einem Jahr bei Manchester City für ihn. Er hatte City übernommen, als es finanziell schwer unter Druck war. Dann kamen die neuen Eigentümer. Platz 10 in der Meisterschaft war nicht mehr gut genug. Nach nur einer Niederlage aber einer Reihe von Unentschieden in der Saison 2009/10 wurde Hughes im Dezember auf Platz 6 liegend entlassen. Roberto Mancini folgte nach und wurde Fünfter. Von diesen Erfahrungen – vor allem bei QPR – will der Waliser sich nun in Stoke rehabilitieren

Huhges soll dort den nächsten Schritt machen, Stoke einen neuen Anstrich verpassen. „Dynamisch und progressiv“ soll der Spielstil werden, sagte der 49-jährige vor Saisonbeginn. Das wäre eine Revolution in den „Potteries“. Aber schon nach drei Runden ist klar, dass man es eher mit Reformen als Umstürzen versuchen wird. Das Erfolgsrezept werde nicht über Bord geworfen, aber neue „neue Aspekte hinzugefügt“, so der Trainer. Der bei Blackpool erfolgreiche, bei Liverpool eher unglückliche Mittelfeld-Taktgeber Charly Adam sagt: „Wir wollen die Leute unterhalten und den Ball durch das Feld spielen“. Adam ist neben Steven N’Zonzi einer der feinsinnigeren Spieler der Truppe.

Falls sich jemand wundert, was Trainerwechsel so bewirken können: Die Veränderung lässt sich in der Statistik deutlich beobachten. Die Anzahl der kurzen Pässe hat sich teilweise nahezu verdoppelt. Nach einem eigentlich recht guten Saisonstart mit Siegen gegen Crystal Palace und bei West Ham und der erwartbaren Niederlage in Liverpool meint Hughes aber, dass die aktuelle Mannschaft die Veränderung nicht allein stemmen kann: „Wir brauchen ein paar neue Gesichter“.

Stoke City: Passspiel 2012 vs 2013
Das System von Stoke City 2013/14: Mehr kurze Pässe aber auch Druck über die Flügel. Die Mannschaft ist keine Ballbesitzmaschine, sondern pflegt ein schnelles, direktes Umschaltspiel

Und damit kommen wir zu Marko Arnautovic. Der Österreicher ist ein Dribbler, mit dem Stanley Matthes wohl ebenso seine Freude gehabt hätte, wie es der vermaledeite Medienboulevard aus anderen Gründen hat. Der 24-jährige Hochpotentialkicker unterschrieb nach turbulenten Jahren bei Werder Bremen am Sonntag bei Stoke City. Frühere Angebote aus der Premier League hat Arnautovic angeblich als zu unattraktiv abgelehnt, was kaum vereinbar mit dem Engagement in den Potteries scheint. 2,35 Millionen Euro hat der Verein, der einem Wettanbieter gehört, an die Weser überwiesen. Eine vergleichsweise bescheidene Summe.

Arnautovic ist übrigens nicht der einizge Österreicher in Stoke. Seit zwei Jahren spielt Torhüter Daniel Bachmann (19) im Nachwuchs. Mittlerweile in der U21 des Vereins angekommen, bezog er mit seiner Mannschaft in der Jugend-Premier-League vergangene Saison reglmäßig Prügel – vier bis fünf Gegentreffer waren keine Seltenheit. Da scheint das Engagement in der U19 des ÖFB vorteilhafter, wo er in acht Teamspielen vergangene Saison nur vier Tore bekam. Am hervorragenden Einserschlussman von Stoke, Asmir Begovic, wird Bachman gewiss nicht allzu schnell vorbei kommen. Lernen könnte er vom bosnischen Teamtorhüter aber sicher eine Menge.

Das System von Stoke City 2013/14: Ein 4-4-2 wird zunehmend in ein 4-2-3-1 umgemodelt.
Das System von Stoke City 2013/14: Ein 4-4-2 wird zunehmend in ein 4-2-3-1 umgemodelt. (Cardiff sollte Crystal Palace heißen)

Zurück zur Gegenwart von Marko Arnautovic. Hughes tendiert in dieser Saison zu einem 4-5-1/-4-2-3-1, das sich langsam aus dem klassischeren 4-4-2/4-4-1-1 der letzten Jahre löst. Gesetzt in der Spitze ist der nicht-aktuelle englische Teamstürmer Peter Crouch. Arnautovic wird also voraussichtlich am Flügel eingesetzt, wo der ÖFB-Teamspieler auch unter Marcel Koller gefragt ist. Jonathan Walters (rechts) und Matthew Etherington (links) müssen also um ihre Position zittern, auch Ex-Liverpooler Jermain Pennant kann sich dort tummeln.

Was kann Arnautovic den Engländern eigentlich bringen? Wie wir wissen, probiert er auch mal die schwierigen Dinge. Der ehemalige Spieler von Twente Enschede und Kaderspieler von Triple-Sieger Inter Mailand kann Spieler binden (wie er es gegen Mats Hummels im jüngsten Spiel bei Dortmund zeigte) und überspielen. In den letzten Jahren hat sich sein defensives Arbeitspensum merkbar verbessert, etwas das er in der körperlich noch intensiveren Premier League mit Sicherheit nicht schleifen lassen darf.

Eine Baustelle des 24-jährigen ist die Chancenauswertung und dementsprechend sein Torkonto: 14 Tore in 72 Bremen-Einsätzen sind unterdurchschnittlich und fallen im Vergleich zu den 12 in 44 Spielen bei Twente auch ab. Das ist auch ein Hinweis darauf, dass da noch mehr geht, wenn Arnautovic mehr vors Tor gespielt wird. Mit Peter Crouch hat er in Stoke einen Mann in der Spitze als Anspielstation, der ähnlich wie Marc Janko hohe Bälle brandgeährlich schnell weiterleiten und das ermöglichen kann. Die grundsätzlich direkte Spielanlage von Stoke könnte ihm zugute kommen. Wenige Teams stellen sich gegen die Potters hinten rein, das gibt Platz für schnelle Vorstöße in den Raum hinter ihrer Abwehr. Auch das kann Arnautovic gut. Es ist zudem eine Eigenschaft, nach der Hughes bei Neuankömmlingen offen gesucht hat. Vor allem aber könnte die Assistrate des Österreichers steigen. Crouch verpfeffert im Gegensatz zu so manchem Bremer Stürmer auch nicht allzu viele gute Vorlagen.

Die Prognose: Der Wechsel zu Stoke (Arnautovic unterschreibt für vier Jahre) wird sich als guter Schritt erweisen. Nicht nur, dass die englischen Medien unter „Skandal“ etwas völlig anderes verstehen, als die kontinentalen, auch der Spielstil und die Anlagen seines neuen Vereins kommen Arnautovic sicher entgegen.

Die erste mögliche Bewährungsprobe ist keine kleine Aufgabe: Nach der Länderspielpause gastiert Manchester City im Britannia. (tsc)

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Die 100 schönsten Tore des Jahres 2011 https://ballverliebt.eu/2012/01/19/die-100-schonsten-tore-des-jahres-2011/ https://ballverliebt.eu/2012/01/19/die-100-schonsten-tore-des-jahres-2011/#comments Thu, 19 Jan 2012 15:56:14 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=6493 Die 100 schönsten Tore des Jahres 2011 weiterlesen ]]> Ein natürlich rein subjektiv zusammengestelltes, aber sehr feines Video aus den Weiten des Webs, zeigt die 100 schönsten Tore des vergangenen Jahres. Neben Neymar, Messi, Rooney & Co sind auch mit dabei: Marko Arnautovic, Guido Burgstaller und Christopher Drazan. Zitat eines von mir verfolgten Twitter-Users aus England, über den ich das Video entdeckt habe: „I loved Rapid Wien’s set pieces“. Na bitte!

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Wie Twente und Werder sich pattzitterten https://ballverliebt.eu/2010/10/21/pattgezittert/ https://ballverliebt.eu/2010/10/21/pattgezittert/#comments Wed, 20 Oct 2010 23:12:55 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=3017 Wie Twente und Werder sich pattzitterten weiterlesen ]]> Twente Enschede und Werder Bremen durften im dritten Champions League-Gruppenspiel nicht verlieren, vergaßen aber auch über weite Strecken auf die Möglichkeit zu gewinnen.

Twente - Werder 1:1

Michel Preud’Homme schickte seine Niederländer mit einer nominell offensiven 4-3-3 / 4-1-4-1 Mixtur aufs Feld. Marc Janko gab den Mann an der Spitze, ÖFB-Nachwuchsmann Michael Schimpelsberger saß auf der Bank. Die Deutschen wurden von Thomas Schaaf ebenfalls mit vorerst einem Österreicher ausgestattet. Das ins 4-4-2 übergehende 4-2-3-1 mit Sebastian Prödl in der Innenverteidigung ließ Marko Arnautovic vorerst außen vor.

Beide Mannschaften begannen mit der klaren Vorgabe, sich hinten keine Blöße zu geben und Gegentore auf jeden Fall zu vermeiden. Entsprechend ängstlich und chancenarm verlief die erste Spielhälfte. Sowohl Werders Spitze Hugo Almeida als auch Twentes Janko waren völlig isoliert und hatten mit dem Spielgeschehen nichts zu tun. Beide bewegten sich zu wenig und bekamen kaum Unterstützung. Janko sah nur Bälle, wenn er sich weiter zurückfallen ließ, er versuchte aber stattdessen immer wieder weit vorne die Werder-Abseitsfalle zu überlisten – ohne Erfolg. Viermal stand er zu weit vorne, als er angespielt werden sollte. Dass der Österreich viel rannte, konnte dieses konzeptionelle Problem im Twente-Spiel nicht wettmachen.

Dass nach 23 Minuten mit Peter Wisgerhof der defensive Spieleröffner bei Twente verletzt raus musste, verbesserte Jankos Chancen auf Bälle nicht. Auch wenn Rasmus Bengtsson dessen Abwehragenden gut übernahm, blieben die weiten Pässe aus der Innenverteidigung nun Mangelware. Wenn Twente etwas versuchte, dann über die Seiten (vor allem der links spielende Nacer Chadli zeigte auf, hatte mit Tiendalli aber keinen guten Hintermann – umgekehrt auf der anderen Seite, wo Ruiz die Flügel verwaisen ließ, dafür aber Rosales mehr mit nach vorne ging) oder aus einer Einzelaktion des rechts nominierten, aber meist zentral wirkenden Unruheherds Bryan Ruiz, dem allerdings der letzte Punch an Überzeugungsfähigkeit fehlt.

Bei Werder übernahm Pizarro die Arbeit in der Spitze, tauchte am halben Feld immer wieder auf. Die vielen Bremer Versuche durch die Mitte waren trotzdem nie von Erfolg gekrönt. Gefahr entstand vor allem dann, wenn Clemens Fritz sich ein Herz nahm und mit nach vorne ging. In der 27. Minute gelang das mit einem gelungenen Doppelpass besonders gut. Die rechte Seite der Bremer war fortan fast an allen nennenswerten offensiven Aktionen beteiligt – erzwang mit nicht übermäßig harten Pressing in der 41. Minute auch noch einen schweren Fehlpass des mäßigen Tiendalli, den der nicht minder mäßige Almeida aber nicht zu nutzen vermochte.

Ein Problem tauchte für Werder in der 38. Minute auf. Tim Wiese verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und musste dem jungen Sebastian Mielitz Platz machen. Der erwies sich in der Folge verständlicherweise als nervös. Zu seinem Glück blieben seine Unsicherheiten aber unbestraft.

Ein enttäuschendes Spiel, das auch mit vielen technischen Fehlern vorerst nicht Champions-League-würdig war, ging mit 0:0 in die Pause. Danach ließen die Trainer zwar dasselbe Personal auf dem Platz, stellten aber trotzdem an einigen Positionen um. Bei Twente wechselte Chadli auf die rechte Seite, Ruiz ging endgültig in die Mitte, wo er sowieso die meiste Zeit gespielt hatte und Janssen ging nun etwas weiter nach links. Allgemein war Enschede aber vorne weiterhin ziemlich eng aufgestellt. Und da weiterhin nur Rosales einen Flügel-Verteidiger imitierte, fehlte nach vorne jegliche Schlagkraft. Bei Bremen wechselten mit Hunt und Wesley ebenfalls die beiden Außenspieler.

Das Spiel änderte seinen Charakter in der Folge aber kaum. Bremens Gefahrenherd war die rechte Seite mit Fritz, Twente ließ ein motiviertes Spiel nach vorne vermissen und zeigte dieses auch nur, wenn rechts Rosales mitging.

So richtig begann das Spiel erst in den letzten 30 Minuten. Die Einwechslung von Marko Arnautovic für den schwachen Almeida war ein erster Angriffsbefehl und brachte nach etwa 10-minütiger Eingewöhnungsphase den nötigen Schwung ins Bremer Spiel. Er bewegte sich mehr als sein Vorgänger, entlastet damit den umtriebigen Pizarro und sorgte für einen Überaschungsmoment in die Zentrale. Exemplarisch ist einer seiner grenzgenialen No-Look-Pässen auf Hunt zu nennen (73.). Eine Minute später sprang ihm der Ball allein vorm Tor vom Fuß. Vielleicht Nervosität mit dem Tor gegen den Ex-Klub vor Augen, dessen Fans nur Pfiffe für ihn übrig hatten.

Quasi im Gegenzug patzte Pasanen bei einer Freistoßflanke auf Janko, der stolperte den Ball an Prödl vorbei zum im Abseits stehenden Janssen, behinderte in der Folge auch Torhüter Mielitz noch leicht und stand selbst nochmal in der Schusslinie als der Ball ins Netz gewurstelt wird – der dänische Schiedsrichter sah nichts Falsches daran und entschied auf Tor für Twente. Ein Zufallsprodukt aus einer Standardsituation.

Thomas Schaaf brachte Marin für Bargfrede. Er löste damit das zuweilen ideenlose 4-4-2 (immer dann, wenn Pizarro sich auf seine Stürmerrolle konzentrierte, war die Zentrale tot) auf und machte ein 4-1-3-2 daraus. Hunt (rechts) und Marin (links) kamen aus dem Raum hinter den Spitzen, Wesley etwas defensiver aus der Mitte, wo Frings aufpasste. Das erzeugte den nötigen Druck. Aber auch Bremen benötigte einen der besonderen Arnautovic-Momente um sich aus dem Dreck zu ziehen. Der ÖFB-Teamspieler brach im Doppelpass mit Pizarro durch die Abwehr, blieb nach einem Rempler von hinten auf den Füßen und sorgte mit einem abgeklärten zweiten Schussversuch für en Ausgleich.

Twente hatte vorher nichts auf Lager und konnte auch nun nicht mehr zusetzen. Nur eine offensichtliche Schwäche der Bremer in den letzten Monaten hätte ihnen beinahe noch ein Tor beschert: Die Werderaner verlieren immer wieder den Ball beim Spielaufbau aus dem defensiven Mittelfeld – so auch Wesley in der 87. Minute. Der Fehler blieb unbestraft, weil Mielitz sich im entscheidenden Moment doch auszeichnen konnte.

Werder hätte einen aufgrund der Schlussphase verdienten Sieg beinahe noch erreicht, aber bei einem Tor in den Schlussminuten von Pizarro hatte der Schiedsrichter ein Abseits erkannt, das in den ORF-Wiederholungen jedenfalls nicht zu sehen war. Schlussendlich wird das gut sein, denn es bedeutet, dass im Rückspiel beiden Mannschaften nur noch ein Sieg hilft, um im Rennen um den Aufstieg in die nächste Phase oder zumindest Europa League zu bleiben. Letzteres ist wahrscheinlicher, denn in dieser Form haben beide gegen Inter und Tottenham keine Erfolge zu erwarten.

Anmerkungen zu den Österreichern:
Marc Janko blieb harmlos, hätte auch Hilfe und ein anderes Konzept gebraucht. Sein Laufpensum ging ins Leere. Dass er mit seinem Gestolpere quasi das Twente-Tor aufgelegt hat, kann man ignorieren oder positiv bewerten.
Sebastian Prödl zeigte in einer ordentlichen Leistung immer wieder leichte Unsicherheiten, die mit Pech auch ins Auge gehen könnten. Es fehlt ihm im Moment anscheinend an Selbstvertrauen – und an Mitspielern die ihm auch mal helfen, statt immer nur Rätsel aufgeben. Sein linker Nebenmann Pasanen erfüllte diesen Wunsch heute nicht.
Marko Arnautovic spielte nur 30 Minuten, in denen aber auffällig. Er riss das Bremer Spiel nach vorne, schoss ein Tor und hatte seine Nerven trotz eines wohl emotionalen Spiels beim Ex- und Jugendklub gut im Griff.

(tsc)

Lest auch die Analyse des Rückspiels auf ballverliebt

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Speed Kills https://ballverliebt.eu/2010/09/30/speed-kills/ https://ballverliebt.eu/2010/09/30/speed-kills/#comments Wed, 29 Sep 2010 22:27:33 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=2703 Speed Kills weiterlesen ]]> Eine ersatzgeschwächte Werder-Mannschaft musste im Giuseppe-Meazza-Stadion eine Erfahrung machen, die der von Salzburg gegen ManCity oder Rapid gegen Porto ähnelte: Der Titelverteidiger war vor Heimpublikum einfach eine Klasse zu stark für die Norddeutschen, bei denen Marko Arnautovic und Sebastian Prödl durchspielten und ohne starke Leistungen eher die besseren Noten unter den Werderanern verdienten.

Inter Mailand - Werder Bremen 4:0

Werder spielte mit einem flexiblen System, eine ins 4-3-3 tendierende 4-2-3-1-Variante, die defensiv zu einem 4-1-4-1 wurde. Arnautovicsollte über links, Marin über rechts kommen, vorne war Almeida der Brecher, Borowski war da doch schon einige Meter dahinter zu finden, und spielte in der Zentrale zusammen mit den besonders schwach spielenden Jensen und Bargfrede.

Inter zeigte ein 4-2-3-1, wobei die beiden Flügel oft auf einer Linie mit dem Stürmer waren und somit auch eine 4-3-3-Variante bildeten.

In den ersten 5 Minuten sah es so aus, als würden die Mannschaften uns einen offenen Schlagabtausch bieten. Doch dann bekam die italienische Mannschaft von Rafael Benitez die stürmischen Werderanern schnell in den Griff. Nach einem Seltsamkeits-Ausflug von Julio Cesar und dem dazugehörigen Heber von Hugo Almeida, konnte Werder Bremen bis zur einem Arnautovic-Schuss in der 90. Minute nicht mehr aufs Tor schießen.

Der Grund dafür schien relativ offensichtlich in der defensiven Strategie beider Mannschaften zu liegen. Werder Bremen wartete an der Mittellinie auf den Gegner, ließ ihn bis dorthin ungestört das Spiel aufbauen. Inter hingegen setzte schon die Verteidigung von Werder stark unter Druck, und erzwang damit zahlreiche Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Beim 1:0 durch Eto’o war eine solche Balleroberung entscheidend. Beim 2:0 entwischte der Kameruner Prödl, doch schon im Aufbau ließ man Inter zuviel Zeit – irgendwann tat sich eben der Weg für einen Steilpass auf den schnellen Superstürmer auf. Kurz darauf rettete Wiese bei einem Stankovic-Schuss, der ebenfalls aus einem frühen Ballgewinn entstand.

Die Werder-Abwehr machte unter diesem Druck keine gute Figur. Zu hoch war das Tempo des Starensembles. Das Problem setzte aber eben schon im Sturm ein und spitzte sich im defensiven Mittelfeld zu, das die nötigen Extra-Schritte nach hinten nicht machte. Immer wieder platzierten die großartigen Wirbler Coutinho, Biabiany, Snejder und Eto’o sich knapp hinter den Mittelfeldspielern im Zentrum und deutlich vor den Innenverteidigern. Der Effekt: Sie kamen mit Schwung auf die eher behäbigen Abwehrbrocken zu. Und einen Eto’o permanent in vollem Lauf abzufangen? Nicht lustig.

Das 3:0 war wieder eine Folge davon, dass Werder zu weit hinten attackierte. Inter klopfte die Mannschaft ohne großes Risiko auf Schwachstellen ab, zog sie auseinander und spielte schlussendlich den entsprechenden Pass. Snejder durfte diesmal ran. Damit war das Spiel eigentlich entschieden, es veränderte sich in der Folge auch nicht mehr wirklich, aber Inter geigte noch einige Zeit weiter. Thomas Schaaf dürfte geplant haben, mit Arnautovic und Marin in die Mitte hinter Almeida zu ziehen, die beiden Flügel kamen aber selten wirklich in eine passende Situation, weil Inters Pressing das Flügelspiel schon im Keim erstickte.

Auch die Pause und ihre Wechsel (Tormannwechsel bei Inter, Pasanen ersetzte bei Werder Borowski und ermöglichte Snejder in die Zentrale aufzurücken – Pasanen selbst erzielte rechts hinten keinerlei positiven Effekte) brachten keinen wesentlichen Spielwandel. Mit zunehemder Spielzeit ließ Inter die Zügel etwas lockerer. Wann immer Werder nun etwas früher attackierte schien es, als wäre etwas möglich. In dieser Phase versuchte vor allem Marko Arnautovic seine Mannschaft noch einmal aufzurichten. Er holte sich Bälle weit hinten ab und versuchte seine Spielmacherqualitäten auszuspielen. Das einzige Problem: Abgesehen vom eher glücklosen Marin spielte dabei niemand mit. Immer wieder verpassten Werderaner ihre Chance auf einen Lauf in den Raum und fielen stattdessen durch unmotiviertes Stehenbleiben auf.

Das dritte Tor von Eto’o zum 4:0 war eigentlich nur noch zum Drüberstreuen, war mit der Einleitung durch einen dramatischen Fehler im Spielaufbau aber zugleich symptomatisch.

Fazit: Werder vermochte die Klasse von Inter nicht zu bändigen und ließ einige Kompaktheit vermissen, schaffte es allerdings auch nicht auf offensichtliche Problemursachen zu reagieren. Die Bremer können ihre Ausfälle im Moment zumindest in so großen Spielen nicht kompensieren. Für die Mailänder war es ein wahrscheinlich unerwartet einfacher Europacup-Abend.

(tsc)

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So stark war die UEFA-Cup Gruppenphase schon lange nicht mehr https://ballverliebt.eu/2008/10/07/so-stark-war-die-uefa-cup-gruppenphase-schon-lange-nicht-mehr/ https://ballverliebt.eu/2008/10/07/so-stark-war-die-uefa-cup-gruppenphase-schon-lange-nicht-mehr/#comments Tue, 07 Oct 2008 13:40:12 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=978 So stark war die UEFA-Cup Gruppenphase schon lange nicht mehr weiterlesen ]]> Der UEFA-Cup gewinnt an Klasse, ein paar Österreicher sind auch noch dabei.

A: Schalke, Paris SG, Manchester City, Racing Santander, Twente Enschede (Arnautovic)
B: Benfica, Olympiakos, Galatasaray, Hertha BSC Berlin, Metalist Kharkiv
C: Sevilla, Stuttgart, Sampdoria, Partizan Belgrad, Standard Lüttich
D: Tottenham Hotspur, Spartak Moskau (Stranzl), Udinese, Dinamo Zagreb, NEC Nijmegen
E: AC Milan, Heerenveen, Braga (Linz), Portsmouth, Wolfsburg
F: Hamburg, Ajax, Slavia Prag, Aston Villa, Zilina
G: Valencia, Club Brugge, Rosenborg, Copenhagen, St-Etienne
H: CSKA Moscow, Deportivo La Coruna, Feyenoord, Nancy, Lech Poznan

Und ganz realistisch betrachtet: Dass am „echten“ Beginn des B-Wettbewerbs eh kein österreichischer Klub mehr was zu suchen hat, ist schon relativ traurig. Wenn man gesehen hat, wie Standard Lüttich als Topf 5-Team in der Champions League Qualifikation gegen Liverpool gespielt hat, dann weiß man, dass Rapid, Austria und Salzburg in der momentanen Form da nicht mitkönnen. Ja, sie könnten vielleicht an der Stelle des ein oder anderen Teams hier stehen, aber sie sind nicht besser als eines davon (ok, Karkiv und Mijmegen sind mir nicht bekannt).

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Live vor Ort: U21-Länderspiel Österreich – Irland 1:1 https://ballverliebt.eu/2008/08/20/live-vor-ort-u21-landerspiel-osterreich-irland-11/ https://ballverliebt.eu/2008/08/20/live-vor-ort-u21-landerspiel-osterreich-irland-11/#comments Wed, 20 Aug 2008 02:11:28 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=544 Live vor Ort: U21-Länderspiel Österreich – Irland 1:1 weiterlesen ]]> Wie im Vorfeld berichtet spielten am gestrigen Abend in Wiener Neudorf die U21 Nationalmannschaften von Österreich und Irland ein freundschaftliches Ländermatch. Zusammen mit Pezi und Andi habe ich mich von Wien aus auf den Weg nach Süden gemacht.

Kein ruhiger Spielaufbau

Teamchef Manfred Zsak begann vor angeblich 3.000 Zusehern mit einer 4-4-2-Formation. Vor Torhüter Olejnik Hinten sorgten Erbek, Schiemer, Hoheneder und Baumgartlinger für die Verteidigungsarbeit. Im Mittelfeld starteten zentral mit Junuzovic und Kavlak zwei offensive Spieler, an den Flanken waren Klein und Debütant Drazan zu sehen. Im Sturm begannen Twente Enschede-Legionär Marko Arnautovic und Rubin Okotie.

Alles in allem eine sehr offensive Variante, der auffälligerweise ein defensives Mittelfeld zu fehlen schien. Die mangelnde Initiative der beiden Außenverteidiger in der Offensive führe ich darauf zurück, dass ohne defensiv orientierte Mittelfeldspieler hinten zu viel zu tun war. Auch war bei den Österreichern ein eklatantes Problem beim Spielaufbau feststelltbar. Trotz zweier technisch versierter Zentralspieler konnte man kein Kurzpassspiel aufziehen. Wenn etwas versucht wurde, dann mit Einzelaktionen über die Außenbahn (der glanzlose Drazan probierte es einige Male) oder mit weiten Pässen auf die Stürmer, die selten präzise waren. In der Zentrale klaffte ein Loch.

Ohne Blackies

Zsak verzichtete völlig auf Spieler aus der jungen Sturm-Garde. Gut: Jantscher und Beichler waren abwechselnd in der Schweiz im U20-Team dabei (verloren 0:1). Wenn aber Drazan nach zwei halben Top-Matches für die U21 einberufen wird, dann hätten die (älteren) beiden Sturm-Spieler das nach wochenlangen starken Leistungen aber auch verdient.

Und mit den einberufenen Sonnleitner oder vor allem Stankovic hätte ich auf jeden Fall gerechnet. Die beste Nachwuchskaderschmiede Österreichs und aktuellen Tabellenführer einfach auszublenden, ist jedenfalls seltsam.

Spielverlauf

Obwohl das Match mit einem recht hohen Tempo begann – beide Mannschaften übten sich in Forechecking und gingen in Wettbewerbsmanier an den Gegner heran – wollte das Spiel nicht so recht Fahrt aufnehmen. Die Torchancen fehlten, denn sie zu erspielen war da auf dem kleinen Platz schwer. Für die Stürmer und Flügelspieler blieb wenig Raum. Nicht umsonst fiel das Führungstor der Iren (15.) durch einen Weitschuss (den ich nicht genau gesehen habe, er soll allerdings haltbar gewesen sein).

Danach passierte sehr lange wenig, außer dass sich Zlatko Junuzovic verletzte (29. Sulimani). Im zeitweise recht ruppigen Spiel sollte er nicht der Letzte gwesen sein. Insbesondere das Ausscheiden von Rubin Okotie (75.) war für die Österreicher schmerzhaft, war er doch der klare Aktivposten im Sturm. Okotie kämpft, rennt und trickst im Moment in toller Form. Er bestätigte für mich meine Forderung, dass er schnellstmöglich im A-Kader aufscheinen sollte.

Von Marko Arnautovic (zeigte in den letzten Minuten auch Verletzungs-Erscheinungen, legte aber das Ausgleichstor in der 93. in einer sehenswerten Aktion vor) war ich weniger begeistert. Zweifellos besitzt der Holland-Legionär große technische Fähigkeiten. Er schupft den Ball über Gegner, gibt ihnen mit der Ferse Saures und versucht, das Spiel für seine Mitspieler schnell und direkt zu gestalten. Er hat aber nach wie vor vor allem ein Manko: Er weiß über seine Fähigkeiten bescheid und rennt fast überhaupt nicht. Vielleicht ist es unfair das zu sagen, aber ich hatte das Gefühl, dass er etwas zu selbstzufrieden über den Platz wandert. Es mag Gründe für Zsak geben, dass er es nicht tat, aber bei mir wäre Arnautovic zur Halbzeit in der Kabine geblieben.

Wechsel

Das war, was Drazan und Erbek tatsächlich widerfuhr. Vor allem Ersterer wirkte bei seinem ersten Auftritt im U21-Team noch zu zaghaft und verunsichert. Für das ganz große Team ist es bei ihm noch zu früh. Ich hoffe, er bekommt bei Rapid in nächster Zeit einige Einsätze.

[ad#bv_test]Für die beiden kamen Madl und Schicker. Schicker legte seine Rolle als Außendecker deutlich aktiver als Erbek an und versuchte sich über die Flanken einzuschalten. Das gleang einige Male und brachte Schwung ins ÖFB-Angriffsspiel. Immer wieder kamen die Österreicher am 16er zu Weitschüssen. Die fielen allerdings meist ziemlich harmlos aus – man kennt das ja vom A-Team. Irgendetwas macht man in diesem Land beim Schusstraining (und Flankentraining) falsch.

Auch Saurer (er kam für Baumgartlinger) war bemüht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Gelungen ist es ihm einige Male tatsächlich. Das wichtigste Mal war natürlich der den Ausgleich.

Fazit

In einem enttäuschenden Spiel vor einem zahlreichen aber eher mauen Publikum (es waren übrigens Peter Schöttel und Karl Daxbacher zu erblicken) gab es ein gerechtes Unentschieden. Die Österreicher waren zwar bemühter, insbesondere in der zweiten Hälte, erwiesen sich dabei aber als über weite Strecken zu ideenlos. Klar ist es auf einem kleinen Platz gegen eher destruktiv eingestellte Iren nicht einfach.

Für höhere Aufgaben hat sich nur Rubin Okotie aufgedrängt. Bei Kavlak und Kapitän Schiemer bin ich mir nicht ganz sicher. Kavlak habe ich zu wenig Beachtung geschenkt. Schiemer managte seine Abwehr zusammen mit Hoheneder zwar ganz souverän, wurde aber auch kaum gefordert. Dass hier nur über Spieler von Wiener Vereinen philosophiert werden kann, liegt an der Tatsache, dass Junuzovic sich zu früh verletzte und Stankovic keine Chance bekam.

Letzeres nehme ich Zsak schon ein wenig übel. Auch dass in der ersten Hälfte so wenig im Spielaufbau funktionierte, schreibe ich ihm zu. Das System war einfach zu wenig auf Offensive durch die Hintermannschaft ausgerichtet. Mit seinen Wechseln hat er sich hingegen geschickt angestellt.

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