Marcel Koller – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Wed, 04 Oct 2017 23:08:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Die (fast) weltweite WM-Quali und der ÖFB-Sportdirektor https://ballverliebt.eu/2017/10/05/die-fast-weltweite-wm-quali-und-der-oefb-sportdirektor/ https://ballverliebt.eu/2017/10/05/die-fast-weltweite-wm-quali-und-der-oefb-sportdirektor/#respond Wed, 04 Oct 2017 23:08:09 +0000 Wird es einen neuen ÖFB-Sportdirektor geben und wer ist da im Gespräch? Warum gibt es im vielleicht letzten Doppeltermin unter Marcel Koller noch einmal einige Debütanten und warum ist das nicht so schlimm, wie der Boulevard es macht? Wie geht es den ÖFB-Teamspielern derzeit? Wer wird sich in Europa für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifizieren? Und wer wird die WM-Quali in anderen Teilen der Welt erfolgreich abschließen? Der Ballverliebt Fußball Podcast hat für euch die Antworten.

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WM-Aus für Österreich: Bleibt Koller? Oder wer kommt sonst? https://ballverliebt.eu/2017/09/07/wm-aus-fuer-oesterreich-bleibt-koller-oder-wer-kommt-sonst/ https://ballverliebt.eu/2017/09/07/wm-aus-fuer-oesterreich-bleibt-koller-oder-wer-kommt-sonst/#comments Thu, 07 Sep 2017 21:07:10 +0000 Man hat ja schon fast vergessen, wie sowas ist. Drei Runden vor Ende einer Quali die Hoffnung verloren zu haben. Ein österreichisches Nationalteam zu sehen, das sich kaum aufraffen kann, gegen Georgien noch zu spielen. Marcel Koller hat uns das fast sechs Jahre lang erspart. Aber natürlich folgt auf diese Zustände eine Trainerdebatte und es ist noch unklar: Bleibt Koller? Oder wer steht zur Debatte, wenn er bleibt? Die Crew unterhält sich über Namen, die in den Medien fallen, das Für und Wider von österreichischen Lösungen und den Realismus hinter so manchem internationalen Namen.

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Österreich in Wales: Aus oder Euphorie in der WM-Quali? https://ballverliebt.eu/2017/08/30/oesterreich-in-wales-aus-oder-euphorie-in-der-wm-quali/ https://ballverliebt.eu/2017/08/30/oesterreich-in-wales-aus-oder-euphorie-in-der-wm-quali/#comments Wed, 30 Aug 2017 20:57:40 +0000 Die Stimmung ist nicht gut, das kann man über das österreichische Männer-Fußballpublikum momentan vielleicht schon ohne großen Fact Check behaupten. Die Euphorie der verganenen EM-Quali ist längst vergessen und verpöhnt. Dabei gibt es ja noch eine Chance, sich für die WM 2018 zu qualifizieren. Dazu muss aber ein Sieg gegen Wales her. Die Ballverliebt-Crew spricht vor dem wichtigen Spiel in Cardiff über den Zustand und die Ausgangslage für das ÖFB-Team. Welche Formation erwartet sie, welche Spieler sind gerade in Form und was sind die Antworten auf die vielen Fragen aus der Community, die uns erreich haben? Der neue Podcast klärts.

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Nach Irland – Österreich: „Soll Koller bleiben?“ https://ballverliebt.eu/2017/06/12/nach-irland-oesterreich-soll-koller-bleiben/ https://ballverliebt.eu/2017/06/12/nach-irland-oesterreich-soll-koller-bleiben/#comments Mon, 12 Jun 2017 21:37:05 +0000 Österreich hat mit einem 1:1 in Irland (zur Analyse) seine theoretischen Chancen auf die WM-Qualifikation gewahrt aber sicher nicht verbessert. Philipp und Tom reden im neuesten Podcast darüber, wie das noch hinhauen könnte und wie die Chancen dafür stehen. Sie sprechen auch mit durchaus unterschiedlichen Ansichten über das Spiel in Irland und die Zukunft von Teamchef Marcel Koller. Auch die vielen Fragen, die ihr uns in Blog und Facebook zukommen lassen habt, werden beantwortet. Wir wünschen viel Spaß und wenns euch gefällt: empfehlt uns weiter!

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Das Nationalteam und sein Zustand (vor Österreich – Moldawien) https://ballverliebt.eu/2017/03/22/das-nationalteam-und-sein-zustand-vor-oesterreich-moldawien/ https://ballverliebt.eu/2017/03/22/das-nationalteam-und-sein-zustand-vor-oesterreich-moldawien/#comments Wed, 22 Mar 2017 17:24:57 +0000 Für Österreich gibt es nach enttäuschendem Quali-Beginn im Rennen in Richtung Weltmeisterschaft 2018 nur noch Spiele der letzten Chance. Das erste davon steigt am Freitag in Wien gegen Moldawien und fällt unter die Rubrik „leichtere Aufgabe“, so es so etwas für das Team in der Form des vergangenen Jahres denn wirklich wieder geben sollte.  Vor der Partie setzen sich Philipp und Tom zusammen und besprechen den aktuellen Kader, die Chancen und eure vielen Fragen, die ihr uns zukommen lassen habt.

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Diskussion: Wie ich Österreich gerne sehen würde https://ballverliebt.eu/2016/10/10/diskussion-wie-ich-oesterreich-gerne-sehen-wuerde/ https://ballverliebt.eu/2016/10/10/diskussion-wie-ich-oesterreich-gerne-sehen-wuerde/#comments Mon, 10 Oct 2016 15:00:32 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=13184 Heute einfach mal ein loses Gedankenspiel. So in der Art würde ich Österreich in naher Zukunft einfach gerne einmal spielen sehen:

 Gedankenspiel: Österreich 3-4-3
Gedankenspiel: Österreich in einem 3-4-3

Koller hat mir in einem Interview schon 2014 Überlegungen in Bezug auf eine Dreierkette bestätigt, bisher ist in dem Bereich aber noch wenig passiert. Bis man plötzlich bei der EURO gegen Island ein gar nicht so unähnliches System wie meines oben ausgepackt hat – was allerdings panisch und unvorbereitet wirkte und deshalb nicht funktionierte.

Warum jetzt? Man wird im kommenden Jahr noch einmal gegen Serbien und Wales spielen müssen. Beide haben ein sehr breites System und Österreich hat gerade gegen Serbien gezeigt, dass man aus derm 4-4-1-1 heraus darauf nicht reagieren konnte. Gegen Wales klappte das zwar besser, aber die Briten werden mit Ramsey im Rückspiel wohl auch mehr offensive Gefahr ausstrahlen und mehr Tempo mitbringen.

Österreich steht vor einem kleinen Fenster

Darauf sollte man vorbereitet sein. Wahrscheinlich sollte Österreich noch nicht gegen Irland in einer derartigen Formation auflaufen. Aber für Österreich folgen in den drei Spielen danach zwei Testspiele (Slowakei, Finnland) und ein „einfaches“ Heimspiel gegen Moldawien (und dann wäre vor dem Irland-Rückspiel im Juni entweder ein langer Lehrgang oder noch ein Test drinnen). Das ist die Zeit, in der man sich weiterentwickeln kann und muss.

Koller deutete mit seinem Rückgriff bei der Euro an, dass diese Richtung auch für ihn Sinn ergibt. Durch personelle Umstellungen – etwa Janko im Sturm, statt Schöpf als falscher 9 – wäre eine 3-4-3-Fomration auch im Rahmen der Personalmöglichkeiten flexibel spielbar. Das heißt nicht, dass eine solche Variante dann zum Standard werden muss. Im 4-2-3-1 hat Österreich durchaus Stärken (und ich bin eben auch nicht unter allen Umständen ein Fan davon, Alaba nach außen zu versetzen), die man nicht komplett über den Haufen werfen sollte. Aber es gibt auch ein paar Stärken, die man darin nicht ausspielen kann. Dazu gehört etwa das große Angebot an zentralen Verteidigern und Mittelfeldspielern, bei gleichzeitigem Mangel an klassischen Außenverteidigern und Mittelstürmern. Und es gibt augenscheinlich auch ein paar Situationen auf die man damit nicht zu reagieren im Stande ist.

So würde ich mir Österreichs zweites Gesicht zumindest als Couch-Teamchef am Reißbrett ausmalen.

Eine Diskussion darüber würde mich freuen. Was haltet ihr davon? Oder wie würdet ihr euch die Zukunft des Teams vorstellen?

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Gute Leistung gegen Wales: Österreich holt 2:2 https://ballverliebt.eu/2016/10/06/oesterreich-wales-koller-coleman-arnautovic-wm-qualifikation-alaba-baumgartlinger/ https://ballverliebt.eu/2016/10/06/oesterreich-wales-koller-coleman-arnautovic-wm-qualifikation-alaba-baumgartlinger/#comments Thu, 06 Oct 2016 21:57:46 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=13144 Die Stimmung in Österreich vor dem Spiel war angespannt bis sorgenvoll – die Stimmung nach dem 2:2 gegen Wales darf durchaus in Richtung Optimismus gehen. Mit einer sehr vorzeigbaren Vorstellung gegen den EM-Halbfinalisten bleibt das ÖFB-Team voll im Rennen um einen Platz bei der WM in Russland. Frei von Schwachpunkten war die Leistung aber auch nicht.

Österreich - Wales 2:2 (1:2)
Österreich – Wales 2:2 (1:2)

Kleiner Rückgriff auf das EM-Halbfinale der Waliser: Wie hat es Portugal geschafft, Wales zu kontrollieren und letztlich relativ sicher 2:0 zu besiegen? Zum einen fehlte auch damals Aaron Ramsey – und zum anderen kesselten die Portugiesen Joe Allen ein. Dieser konnte somit nicht aus dem Zentrum heraus das Spiel diktieren.

Allen als österreichischer Fokuspunkt

Österreich ging es grundsätzlich recht ähnlich an. Man ließ die walisische Dreierkette hinten unbehelligt, auch die kampfkräftigen Ledley und King im Mittelfeld wurden nur situativ angegangen – aber sobald der Ball bei Joe Allen war, wurde der Mann von Stoke City von zumindest zwei Österreichern aggressiv angepresst.

Die erhoffte Wirkung blieb nicht aus: Ohne den verletzten Ramsey und ohne den quasi aus dem Spiel gepressten Allen sahen die Waliser seltsam unrund, fast schon aus den Fugen gedrängt aus. Spielerisch gab es für den EM-Halbfinalisten keinen Weg in den österreichischen Strafraum. Plakativster Effekt des Allen-Fokus war das Tor zum 2:2: Allen musste unter Druck einen Not-Rückpass spielen, dieser fiel unpräzise aus, Arnautovic nahm den Ball auf und traf.

Natürlich: Wie in unserem Podcast angekündigt, sah man Wales schon früh an, dass man mit einem Remis ganz gut leben könnte. Risikovermeidung wurde groß geschrieben, Überraschendes gab es nicht zu sehen. Sprich: Wenn aus dem Spiel nichts geht, dann steht man halt hinten sicher und schaut, was sich aus Standards ergibt.

In der 20. Minute etwa deutete Abwehrchef Ashley Williams nach einem Ballgewinn seinen Nebenleuten: Ruhig, ruhig, nicht sofort schnell umschalten, Ball sichern ist wichtiger.

Wimmer auf der linken Seite…

Bei den Namen Dragovic, Hinteregger und Wimmer in der Startformation hätte man mit einer Dreierkette auch bei Österreich rechnen können – aber Kevin Wimmer spielte tatsächlich als Linksverteidiger. Was genau das sollte, wurde in den 90 Minuten nicht ganz klar. Er stand zunächst recht hoch, Alaba kippte in den LV-Raum ab, aber Wimmer war auch nach vorne passiv. Es dauerte 17 Minuten, ehe er Arnautovic das erste Mal hinterlief.

Defensiv brannte auf seiner Seite überhaupt nichts an, aber das Flügelspiel über Chris Gunter ist nun auch nicht gerade die Paradedisziplin von Wales. Wimmer beschränkte sich auf Pässe der Marke „Lieber nichts kaputt machen“, ein echter Faktor im Aufbau war er nicht. Und aus den Gesten von Arnautovic war schon hie und da herauszulesen, dass er sich einen echten Linksverteidiger hinter sich gewünscht hätte.

In jedem Fall aber hielt Wimmer Arnautovic den defensiven Rücken gegen Gunter frei – so konnte sich Arnautovic vermehrt auf seine offensiven Aufgaben konzentrieren. Und diese erledigte er ja exzellent.

…und die entstehende österreischische Asymmetrie

So war Arnautovic links oft weitgehend auf sich alleine gestellt, während Florian Klein rechts fleißig in der gegnerischen Hälfte herum turnte, immer wieder einiges an Raum vorfand und diesen auch durchaus nützte. So agierte Österreich asymmetrisch: Rechtsverteidiger Klein hoch und aktiv, Linksverteidiger Wimmer tiefer und passiv.

Diese Überladungen der rechten Seite sind beim traditionell linkslastigen Spiel des ÖFB-Teams ungewohnt und merkbar hatten auch die Waliser nicht ganz damit gerechnet. Dass aus dieser Ausrichtung, mit der so nicht zu rechnen war, nicht mehr heraus sprang, liegt auch an der eher anonymen Vorstellung von Marcel Sabitzer. Bei ihm gilt weiterhin: Stark und auffällig beim Klub, mäßig und sehr unauffällig im Nationalteam.

Alaba und Baumgartlinger unbehelligt…

In den letzten Spielen wurde es sehr deutlich: Österreich hasst es, wenn die Mittelfeld-Zentrale mit Alaba und Baumgartlinger in Manndeckung genommen wird. Es wäre keine Überraschung gewesen, wenn der walisische Teamchef Chris Coleman, einer der flexibelsten seiner Zunft, sein gutklassiges Mittelfeld auch auf Mannorientierungen ansetzt – das passierte aber überhaupt nicht.

Im Gegenteil: Alaba und Baumgartlinger konnten das österreichische Spiel weitgehend unbehelligt von Gegenspielern lenken und dirigieren, so gut wie jeder Angriff hatte bei den beiden ihren Ausgang, so gut wie immer wanderte der Ball problemlos zu den beiden zurück, wenn man sich vorne festgespielt hatte. Baumgartlinger holte sich viele zweite Bälle und war besonders stark in Gegenpressing-Situationen; Alaba forderte den Ball, war überall zu finden, es wirkte aber nie krampfhaft oder übertrieben egobezogen.

Beide zeigten eine sehr brauchbare Leistung; Alaba legte den wichtigen, schnellen Ausgleich zum 1:1 auf.

…aber nicht immer mit Abspieloptionen

Aus der Ruhe, die das zentrale österreichische Duo genoss, hätte aber durchaus noch mehr resultieren können. In diversen Aufbauaktionen, vor allem in der ersten Hälfte, wurde aber der Abstand zwischen den beiden und der Offensivreihe aber wieder zu groß. Die beiden sahen sich zu weiten Vertikalpässen genötigt – ganz ähnlich wie im Auftaktspiel der WM-Quali in Georgien.

Dort arbeitete man sich so noch einige Chancen heraus, gegen die gutklassige walisische Fünfer-Abwehr (die es gegen den Ball war) ging das praktisch gar nicht. Das Resultat war relativ viel Ballbesitz für Österreich (an die 60% in Phasen der ersten Hälfte, am Ende waren es 54%), nie die Sorge um Gefahr für das eigene Tor, aber auch wenige wirklich zwingende eigene Torchancen.

Das große Negative: Standardsituationen

Und obwohl sie über weite Strecken des Spiels sehr wenig Gefahr ausstrahlten, ging Wales zweimal praktisch aus dem Nichts in Führung. Erst ließ man Allen einmal unbewacht und er traf per Weitschuss, dann war Österreich wieder einmal (wie schon gegen Island bei der EM) nach einem gegnerischen Einwurf nicht in der Lage, den Ball zu klären.

Wie überhaupt Standards der ganz große Schwachpunkt des ÖFB-Teams waren, sowohl offensiv als auch defensiv. Eigene Freistöße und Eckbälle wurden zum überwiegenden Teil stets gleich, vorhersehbar und phantasielos ausgeführt. Wales kam aus solchen Situationen praktisch nie in Bedrängnis.

Andererseits aber war Wales zwar aus dem Spiel völlig harmlos, aber jedesmal brandgefährlich, wenn man viele Leute im österreichischen Strafraum hatte – also bei Standards, bei Eckbällen (die sich vor allem in der Schlussphase häuften) und bei den langen Einwürfen von Gareth Bale. Souverän löste Österreich diese Situationen nur selten, und einmal – beim Tor zum 2:1 für Wales – gar nicht.

Fazit: Ordentliche Leistung mit Schwachstellen

Es war alles in allem die beste Leistung, die das ÖFB-Team im Kalenderjahr 2016 abgeliefert hat – gemeinsam mit der ersten Hälfte gegen Albanien, vermutlich, und der zweiten Hälfte bei der EM gegen Island. Man kontrollierte das Zentrum und damit das Spiel, und vor allem: Mental war Österreich auf der Höhe.

Zweimal gegen den Spielverlauf in Rückstand geraten und zweimal recht schnell wieder ausgeglichen: Das spricht absolut für das Team, zumal der Druck sicherlich deutlich höher war, als man das öffentlich zugeben wollte. Nach der harzigen Vorbereitung, der verkorksten EM und dem Zitter-Auftakt in Georgien stand nicht weniger als die Perspektive der kommenden 12 Monate auf dem Spiel.

Außerdem spielte Österreich ohne einen Linksverteidiger, der diese Bezeichnung wirklich verdient, und weitgehend auch ohne einen Rechtsaußen – Wimmer war, so brav er es machte, völlig out of position und Sabitzer eben kein wirklicher Gewinn für das Team. Auch Janko war merklich nicht auf hundert Prozent und Almer – der schon ganz am Anfang sensationell nach einem Standard gegen Bale parierte – musste sogar ausgewechselt werden.

Natürlich: Eine Niederlage in Belgrad, und die ganze schöne Hochstimmung nach dieser sehr vorzeigbaren Vorstellung ist dahin. Aber das 2:2 gegen Wales darf durchaus als Erfolg gewertet werden, der das angeknackste Selstverständnis des ÖFB-Teams wieder stabilisiert. Damit kann man auch in Serbien etwas holen.

gruppe-d

Ankündigung: Zum Spiel am Sonntag gegen Serbien wird es bei uns einen Liveticker geben. Als Vorschau legen wir euch unseren aktuellen Podcast ans Herz.

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Was uns beim wurschtigen Österreich – Niederlande auffiel https://ballverliebt.eu/2016/06/05/oesterreich-niederlande-2016-testspiel-0-2/ https://ballverliebt.eu/2016/06/05/oesterreich-niederlande-2016-testspiel-0-2/#comments Sun, 05 Jun 2016 00:26:34 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=12561 Was uns beim wurschtigen Österreich – Niederlande auffiel weiterlesen ]]> In etwa einer Woche beginnt die EURO 2016. Österreich ist bekanntlich dabei und alle, die Fußball nicht nur jeden zweiten Sommer interessant finden, wissen, was die Mannschaft kann. Deshalb war das letzte Testspiel vor dem Ernstfall gegen die Niederlande am Samstag so spannungsentladen, wie kein anderes Spiel der österreichischen Fußballgeschichte, an das ich mich bisher erinnern konnte.

Die 0:2-Niederlage muss mangels konsequenter Ernsthaftigkeit des Spiels auch niemanden nervös machen. Ja: Es war zum ersten Mal seit dem 0:3 gegen Deutschland im September 2013, dass Österreich kein Tor erzielt hat. Aber die Spieler haben sich sichtbar vor engen Situationen zurückgenommen, um sich nur ja nicht zu verletzen und sich vor allem in der fast komplett wertlosen zweiten Hälfte gelegentlich den ein oder anderen Meter erspart, den sie im Bewerb laufen würden. Wenn man aus dem Spiel etwas lernen will, muss man sich deshalb schon ein bisserl anstrengen. Wir haben uns ein paar Erkenntnisse abgerungen.

Startaufstellung
Startaufstellung – Österreich im bekannten 4-2-3-1/4-4-2-System, die Niederlande in einem 4-2-3-1/4-3-3-Mix.

1. Auch die spielschwächste Innenverteidigung ist kein Beinbruch: Eine der wenigen Positionen über die vielleicht noch Unklarheit herrscht, ist die des zweiten Innenverteidigers neben dem wohl gesetzten Aleksandar Dragovic. Tottenham-Legionär Kevin Wimmer scheint derzeit Kollers letzte Wahl dafür zu sein. Gegen Holland durfte Sebastian Prödl sich beweisen (gegen Malta Martin Hinteregger). Gezeigt hat sich dabei, was man schon wusste: Österreich hat an dieser Position zwar unterschiedliche Stärken und Schwächen, aber in keinem Fall ein nennenswertes Problem.

Dass Hinteregger sicherer mit dem Ball am Fuß ist, hat er auch am Samstag nach seiner Einwechslung schnell bewiesen (er spielte eigentlich fast nur flach und vertikal). Doch obwohl das Duo Dragovic-Prödl das spielerisch wahrscheinlich Schwächste aller möglichen Kombinationen ist, konnte sich auch Prödl immer wieder in den Spielaufbau einschalten. Seine Vertikalpässe waren wesentlich seltener als Hintereggers, dafür sorgten sie fast immer für Gefahr. Nahezu alle Chancen von Österreich liefen über Prödl als eine der letzten Stationen vor dem Abschluss. (Er leitete z.B. in den ersten Minuten zwei Chancen ein, weshalb ihm Janssen beim vierten Versuch doch mal reingrätschte und dafür die Gelbe Karte sah.) Seine Initiative war wichtig, denn da Wijnaldum großteils enge Manndeckung gegen Baumgartlinger spielte, mussten Impulse aus der Abwehr kommen – und vom extrem konservativen und praktisch immer horizontal abspielenden Dragovic kam keiner.

Auch ansonsten hatte Watford-Legionär Prödl sich nichts vorzuwerfen. Die Gegentore entstanden an anderer Stelle (beim 0:1 verlor Dragovic einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und Klein verzichtete auf Deckungsarbeit im Fünferraum; auch das 0:2 entstand auf der rechten Abwehrsseite) und gewann praktisch alle seine Zweikämpfe.

2. Martin Harnik wird in Frankreich erstmal erste Wahl bleiben: Harnik ist nach einer verkorksten Stuttgart-Saison sichtbar noch nicht in Top-Form, aber er dürfte seinen Startplatz trotzdem nicht verlieren. Marcel Sabitzer bekam gegen die Niederlande seine Chance, war sichtbar um ein Zeichen bemüht war und spielte nicht schlecht, trotzdem kam von ihm und über seine Seite einfach zu wenig, um ein Plädoyer für eine Veränderung der Stammformation in letzter Minute abzuliefern. Und Alessandro Schöpf wurde dort gar nicht erst ausprobiert.

3. Das Koller-Team hat auf eine seiner verlässlichsten Varianten verzichtet: Wann immer man in der Vergangenheit einem guten Mittelfeld gegenüberstand, hatte Österreich die Option zur Hand, mit einem hohen Ball auf Janko Meter zu machen, der dann verlängerte oder ablegte. Darauf hat man gegen die Niederlande ohne ersichtlichen Grund fast vollständig verzichtet. Vielleicht um den noch nicht ganz Match-fitten Janko (eine der noch offenen Hürden) die Ellbogen zu ersparen, die er dabei regelmäßig ins Genick bekommt (was vielleicht auch gegen die extrem sportliche Portugal-Abwehr ein schmerzhaftes Thema werden könnte)? Stattdessen wurde stets versucht, die Bälle flach oder per Kombination nach vorne zu bringen. Auch diese Dinge kann man besser, als es am Samstag zu sehen war, aber klar ist: Diese Selbstlimitierung wird man sich bei der EURO eher nicht auferlegen.

4. Österreichs Standards sind zu harmlos: Man schwärmt gerne davon, wie super Zlatko Junuzovic und David Alaba ihre Freistöße schießen können. Doch im Team klappen die direkten Freistöße schon länger nicht mehr so richtig (falls jemand aus dem Stand weiß, wann das letzte direkte Tor war, bitte posten) und auch indirekte Standards sorgen viel zu selten für Gefahr, geschweige denn Zählbares. Auch gegen die Niederlande konnte man da nichts Erinnerungswürdiges produzieren. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel deutete Marcel Koller an, dass man da in Frankreich womöglich noch einen Trainingsschwerpunkt setzen wird.

Außerdem lesenswert zur EURO 2016:

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Österreich-Test gegen Albanien: Zwei taktische Beobachtungen https://ballverliebt.eu/2016/03/27/oesterreich-test-gegen-albanien-2-taktische-beobachtungen/ https://ballverliebt.eu/2016/03/27/oesterreich-test-gegen-albanien-2-taktische-beobachtungen/#comments Sun, 27 Mar 2016 01:50:08 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=12231 Österreich-Test gegen Albanien: Zwei taktische Beobachtungen weiterlesen ]]> Im ersten Test des EURO-Jahres 2016 besiegte Österreich am Samstag Albanien mit 2:1 (2:0). Tore von Marc Janko und Martin Harnik genügten dem ÖFB-Team mit gewohnter Aufstellung im Duell mit einem anderen EM-Teilnehmer zu einem verdienten aber nicht problemlosen Erfolg. Zwei Dinge möchte ich in taktischer Hinsicht besprechen. 

[Wir sprechen auch im aktuellen Podcast über das Spiel, sowie über Deutschlands Niederlage gegen England und den Tod von Johan Cruyff.]

1. Die Pressing-Problemzone

Österreich versuchte hohes Pressing und verlor in seinem Ballhunger gelegentlich die Kompatkheit. Das defensive Mittelfeld rückte zu weit nach und ließ große Räume vor der Innernverteidigung, die aber oft schon bis zur Mittellinie aufgerückt war und deshalb nicht höher pressen konnte. Albanien gelang immerhin, die Problematik anzudeuten und beim Treffer auszunutzen, bessere Gegner könnten das härter bestrafen.

Österreich vs. Albanien: Pressingproblem

Natürlich soll aber nicht verschwiegen werden, dass eben jenes hohe Pressing vor dem 1:0 durch Marc Janko zur Balleroberung führte. Man sollte aber über Varianten sprechen, um diese Löcher zu stopfen. Ob Alaba und Baumgartlinger wirklich so oft gleichzeitig aufrücken sollten? Ob man den Gegner nicht doch ein paar Meter weiter aufrücken lassen sollte um der Abwehr zu ermöglichen, näher ans Mittelfeld zu rücken? 

Marcel Koller führte die zentralen Raumaufteilungs-Probleme nach dem Spiel auf die 2-gegen-3-Unterzahl im Zentrum zurück, die sich strukturell daraus ergibt, dass Österreich im 4-4-2 verteidigt, während Albanien ein 4-3-3/4-1-4-1 pflegte. Der Teamchef bemängelte in diesem Zusammenhang ein wenig die mangelnde Laufbereitschaft und das Verhalten, der Außenspieler, die ihm zu wenig eingerückt waren, um diese strukturelle Minderheit auszugleichen. 

In der obenstehenden Situation hätte aber weder Laufbereitschaft noch Einrücken viel genützt, um die 4 gegen 6 Unterzahl zu verhindern. Diese entstand daraus, dass Baumgartlinger ohne Absicherung in ein erfolgloses Gegenpressing startete.  Auch beim Gegentor fehlte wie angemerkt ein defensiver Mittelfeldspieler, um den Zug von Lenjani auf die Innenverteidigung aufzuhalten.

Österreich vs Albanien: Gegentor
Kurz vor dem albanischen Treffer: Lenjani sprintet in Harniks Rücken zur Mitte los, die beiden ÖFB-Sechser stehen zu hoch, um ihn zu blocken. und die Innenverteidigung kann dem Tempo nichts entgegensetzen

2. Der Aufbau durch die Mitte

Im frühesten Spielaufbau setzte man vor allem in der ersten Hälfte häufiger auf ein 4-3-3. Ein zentraler Mittelfeldspieler (v.a. Baumgartlinger) kippt dazu zwischen oder leicht vor die Innenverteidiger ab und hat das Spiel vor sich. Das gibt ihm vier Anspielstationen in unmittelbarer Nähe. Wenn er nicht attackiert wird, rückt er entweder so weit wie möglich mit dem Ball auf, bis er eine attraktive Anspielstation findet oder sucht sofort die zwei zentralen Mittlefeldspieler (Alaba/Junuzovic) vor sich. Wird er doch attackiert, gibt er an einen Innenverteidiger ab, der diese Aufgabe eben dann übernimmt. Diese Aufbauform ist etwas langsam, dafür wirkt sie relativ risikolos und ist nur durch aggressiveres Stören des Gegners zu unterbinden.

Österreich vs. Albanien: Spielaufbau im 4-3-3
Spielaufbau im 4-3-3

In der zweiten Hälfte tat Albanien aber eben mehr dafür, Österreich zu stören – insbesondere die beiden Flügel waren deutlich aktiver. Deshalb baute Österreich primär im gewohnten 4-2-3-1 auf. Dabei bieten sich nur die beiden Sechser ballnah an, der Zehner bleibt höher aufgerückt. Er bietet einen zusätzlichen und direkteren Passweg durch die Mitte oder Hilfe beim Sichern weiter Bälle. Das gelang aber nicht so gut.

An dieser Stelle hätten sich vielleicht mehr weite Bälle auf die Außenspieler hinter die Abwehr angeboten (ca. wie jenen, den die albanische Abwehr beim 2:0 falsch eingeschätzt hat). Aber natürlich kann das auch bedeuten, dass der Ball schneller wieder weg ist. Und statt so nach einer höheren Führung zu jagen, wollte Koller, dass das Team mehr Ballbesitz anhäuft – möglicherweise auch weil es mit dem Ball besser darin ist, seine Kräfte zu schonen.

Diese Strategie resultierte zwar keinesfalls in einer Glanzleistung, aber so musste immerhin Albanien nicht nur dem Rückstand sondern auch dem Ball ständig nachjagen. Für Ergys Kace war diese Intensität möglicherweise zu hoch. Er kam gleich zwei Mal rotverdächtig zu spät in einen Zweikampf. Der unzweifelhafte Ausschluss nahm Albanien schließlich bessere Chancen auf den Ausgleich.

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https://ballverliebt.eu/2016/03/27/oesterreich-test-gegen-albanien-2-taktische-beobachtungen/feed/ 8
Die große Abstiegsshow, schlechte Spitzenspiele und die beste ÖFB-Nachricht (Podcast #4) https://ballverliebt.eu/2016/03/21/die-grosse-abstiegsshow-enttaeuschende-spitzenspiele-und-die-beste-oefb-nachricht-podcast-4/ https://ballverliebt.eu/2016/03/21/die-grosse-abstiegsshow-enttaeuschende-spitzenspiele-und-die-beste-oefb-nachricht-podcast-4/#respond Sun, 20 Mar 2016 23:10:19 +0000 Das Wichtigste aus der Fußballwelt findet ihr auch diese Woche wieder im Ballverliebt-Fußball-Podcast. Philipp und Tom sprechen über die Spitzenspiele in England und Deutschland und nehmen vor allem die Abstiegskämpfe in England, Deutschland, Österreich, Spanien, Italien und der Schweiz unter die Lupe. Auch der Kader des aktuellen und zukünftigen ÖFB-Teamtrainers Marcel Koller und die österreichischen Nachwuchsteams sind ein großes Thema.

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Links zur Show:
04:10 – Toms peinliche Premier League-Prognose
20:10 – Martin Blumenaus Kommentar zur Vertragsverlängerung von Marcel Koller
22:00 – Philipps großes Schau zu den ÖFB-Nachwuchsteams


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