Koeffizient – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Mon, 03 Jun 2019 17:21:39 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Die Aussichten der fünf österreichischen Teams im Europapokal-Herbst https://ballverliebt.eu/2019/06/03/die-aussichten-der-fuenf-oesterreichischen-teams-im-europapokal-herbst/ https://ballverliebt.eu/2019/06/03/die-aussichten-der-fuenf-oesterreichischen-teams-im-europapokal-herbst/#respond Mon, 03 Jun 2019 17:21:39 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=15864 Die Aussichten der fünf österreichischen Teams im Europapokal-Herbst weiterlesen ]]> Österreich hat im Herbst fünf Starter im Europapokal. Drei davon stehen fix in einer Gruppenphase. Wir haben uns angeschaut, was man schon jetzt darüber sagen kann, was den Klubs bei den Auslosungen bevorsteht. Einiges.

Falls du dir das lieber anhörst: Wir haben auch im aktuellen Podcast über das Thema gesprochen.

Salzburg

Sicher ist jetzt schon, dass RB Salzburg in der Champions League aus Topf 3 gelost wird. Dort wird auch Leverkusen, Valencia und Inter sein. Der Rest entscheidet sich noch über die Qualifikation. In Topf 4 kann man zwar auch Kaliber wie Leipzig, Atalanta, Galatasaray oder Lille bekommen, aber immerhin sind auch ein paar leichtere Gegner möglich (nach aktuellem Stand sind dort auch Genk, Zagreb, Kopenhagen und Lok Moskau).

Topf 1 (mit dem CL- und EL-Sieger sowie den Meistern der Top 6-Nationen) und Topf 2 (mit dem Rest gereiht nach UEFA-Koeffizienten) haben fast nur harte Brocken übrig. Zenit St. Petersburg aus Topf 1 und Ajax, Shakhtar Donetsk oder Porto aus Topf 2 wäre schon so etwas wie ein Glückslos. Platz 3 ist aber also wenn es nicht ganz deppert läuft ein realistisches Ziel für die Salzburger in der Gruppenphase. Für den nötigen kleinen Umbruch im Sommer mit dem neuen Trainer hat man dank der fixen Qualifikation diesmal etwas mehr Zeit.

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LASK und WAC

Der LASK spielt in der vorletzten Runde der Champions-League-Quali und wird dort das Team mit dem schlechtesten Koeffizienten sein. Die möglichen Gegner sind dort in absteigender Wahrscheinlichkeit Porto, Dinamo Kiew, Basel, Olympiakos, Brügge, Eindhoven, Krasnodar und Viktoria Pilsen. Das ist alles am Papier eine Nummer zu groß.

Besonders weil die Linzer sich ja über den Sommer mit dem Abgang von Trainer Glasner und Neo-Trainer Valérien Ismaël auch ein wenig neu aufbauen müssen. Man wird sehen, wie schnell sich der 43-jährige Franzose, der sein Handwerk mehr oder weniger im Wolfsburg-Nachwuchs gelernt hat, einarbeiten kann und wie viel sich beim Klub deshalb verändert. In der EL-Gruppenphase ist der LASK aber dank des EL-Siegs von Chelsea fix – auch für den Fall, dass er in der Champions League sofort rausfliegt garantiert das Reglement den Platz. In der Gruppe wird man aber in Topf 4 landen und wird schlicht Außenseiter sein.

Das genau gleiche gilt im Prinzip zur Gänze auch für den WAC, der ja überhaupt erst in der Gruppenphase einsteigt und dort ebenfalls in Topf 4 sein wird. Dort ist der neue Trainer Gerhard Struber aus dem Salzburger Red Bull-Kosmos geholt worden. In Kärnten erwartet man sich davon eine inhaltliche Kontinuität. Der Stamm der Mannschaft soll laut Plan gehalten werden können, drum herum wird sich im Kader ein bisserl was tun.

Die Europa League-Töpfe sind insgesamt noch etwas schwieriger absehbar. Für den WAC und den LASK wird es aber ziemlich sicher zumindest ein sehr attraktives Los geben. Kaliber wie Sevilla, Arsenal, Manchester United, Besiktas, Sporting, ZSKA Moskau, Wolfsburg, Lazio, Milan und Mönchengladbach warten im Bewerb. Ein paar Champions-League-Exiter (Basel und Olympiakos wären denkbar) und EL-Qualifikanten (AS Rom und Eintracht Frankfurt) kommen dann laut Plan auch noch in die zwölf Vierergruppen dazu. Für den Aufstieg in den Frühling wird es für beide österreichische Teams sicher schwierig – aber das ein oder andere an guten Tagen machbares Los aus Topf 2 und 3 gibts in der Europa League immer. Punkten von Spiel zu Spiel wird angesagt sein.

Austria und Sturm

Mit Rapid ist die Mannschaft mit dem zweithöchsten Koeffizienten der Bundesliga nicht am Start. Die Hütteldorfer wären quer durch alle Qualifikationsrunden gesetzt gewesen.

Für die in der dritten von vier Runden einsteigende Austria und das in der zweiten Runde einsteigende Sturm wird jeweils schon in der dritten Qualirunde ein Gegner mit Setzung warten. Man kann da bei der Auslosung noch Glück oder Pech haben. Gesetzt sind sowohl Teams wie AS Roma aber auch solche wie Arsenal Tula oder Apollon Limassol.

Ziemlich sicher schwierig wird es dann in der letzten Runde. Die wird aber ausgelost, bevor die dritte fertig gespielt wird – das heißt: Sturm und Austria könnten da gesetzt sein, falls sie in der dritten Runde einen starken Gegner schlagen und deshalb dessen Koeffizienten „erben“. Leicht ist deshalb noch lange nichts. Teams wie Wolverhampton, Spartak Moskau und AEK-Athen dürften ungesetzt sein. Ein paar machbare Lose wären dann aber schon dabei. Erwartbar ist das freilich alles nicht, wenn man die heurige Saison als Maßstab der Leistungsfähigkeit beider heimischer Klubs annimmt.

Fazit

Die Quali und natürlich auch die Gruppenphase sind also harte Brocken für die heimische Teams. Mehr als die drei fix vergebenen Starter in der Gruppenphase wären eine positive Überraschung. Mehr als ein RB Salzburg im EL-Frühling ebenfalls. Das erste Ziel muss für die kleineren vier Klubs im Prinzip sein, zu punkten, wo man kann. Dann kann es beim nächsten Mal vielleicht für eine bessere Setzung reichen. Und dafür muss man eben auch regelmäßig dabei sein. Außer Salzburg ist das keinem der heuer startenden Teams in den letzten fünf Jahren gelungen.

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Kann sich Österreich in dieser Saison einen Champions League-Fixplatz erspielen? https://ballverliebt.eu/2017/08/25/kann-sich-oesterreich-in-dieser-saison-einen-champions-league-fixplatz-erspielen/ https://ballverliebt.eu/2017/08/25/kann-sich-oesterreich-in-dieser-saison-einen-champions-league-fixplatz-erspielen/#comments Fri, 25 Aug 2017 14:26:13 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=13986 Kann sich Österreich in dieser Saison einen Champions League-Fixplatz erspielen? weiterlesen ]]> Es ist aus österreichischer Sicht ein Fun Fact, der mir am Donnerstagabend fast völlig entgangen ist: Vorjahres-Finalist Ajax ist in der Europa Leage-Quali an Rosenborg Trondheim gescheitert. Dadurch droht den Niederlanden ein knüppelhartes Europapokal-Jahr. Nur zwei ihrer fünf Teams verbleiben im Bewerb.

Feyenoord darf sich in der Champions League gegen SSC Napoli, Manchester City und Shakhtar Donetsk vermutlich über jedes Tor freuen, geschweige denn über Punkte.
Vitesse Arnheim spielt in der Europa League gegen Nizza, Lazio Rom und die höher gesetzten belgischen Konkurrenten Zulte Waregem auch eher bergauf.

Warum ist das aus österreichischer Sicht interessant?

Aktuell sind die Niederlande auf Platz 11 der UEFA-Rangliste. Das ist der Rang, der (nicht immer, aber unter normalen Umständen) am Ende dieser Saison einen Gruppenphasen-Fixstarter in der Champions League-Saison 2019/20 erhält.

Österreich liegt derzeit virtuell nur einen Rang davon entfernt auf Platz 12 der UEFA-Rangliste.

Was muss passieren?

Österreich hat noch zwei von vier Teams im Europapokal.

RB Salzburg (EL): Gegen Olympique Marseille, Vitória und Konyaspor hat man realistische Chancen auf den Aufstieg aus der Gruppenphase. Marseille ist sicher Favorit, danach kommt aber Salzburg. Dafür ist das Team stark genug, auch wenn es vermutlich kein einziges Spiel auf die leichte Schulter nehmen darf.
Austria Wien (EL): Gegen AC Milan, HNK Rijeka und AEK Athen ist die Austria, was Platz 2 betrifft, nicht chancenlos. Das gilt aber nur, wenn die Veilchen ihr sportliches Potential deutlich besser ausschöpfen als in der bisherigen Saison.

Der Rückstand Österreichs auf die Niederlande beträgt derzeit 1,949 Punkte. In einfachsten Worten: Austria und Salzburg müssen in dieser Saison höchstens vier Siege mehr erspielen als Feyenoord und Vitesse, dann zieht Österreich an den Niederlanden vorbei.

Was darf nicht passieren?

Angenommen Österreich überholt die Niederlande, kann durchaus noch etwas schief gehen am Weg zum CL-Gruppenphasen-Fixplatz.

1. Der CL-Sieger darf nicht abstinken: Verpasst der Champions League-Sieger des nächsten Jahres die direkte Qualifikation für die Gruppenphase über die Liga, muss der Meister des 11.-platzierten Landes doch wieder in die Champions League-Qualifikation. Da Platz 10 für Österreich außer jeder realistisch erscheinendenen Reichweite liegt (die Türkei hat noch drei Teams in Europa und vier Punkte Vorsprung), wäre das eine bittere Pille für den heimischen Meister der nächsten Saison.

2. Österreich darf nicht überholt werden: Hinter Österreich staut es sich in der Rangliste. Erst zu Platz 18 gibt es nicht realistisch aufholbaren Abstand.

3. Die UEFA darf den Modus nicht ändern: Sollte nicht passieren. Aber was weiß man schon, was den Lobbys der großen Ligen noch einfällt.

Ein kurzer Blick auf die Konkurrenz dahinter

Fünf Länder haben nicht allzu viel Abstand auf Österreich (alle Zahlen mit Stand 25.8.), werfen wir einen kurzen Blick auf sie.

13. Griechenland (punktegleich, aber in der aktuellen Saison schwächer)

Griechenland hat noch zwei von fünf Teams im Bewerb.

Olympiakos (CL): Der Meister wird es gegen Juventus, Barcelona und Portugals Meister Sporting schwer haben, Punkte zu holen.
AEK Athen (EL): Ist das Topf 4-Team in einer Gruppe mit dem AC Milan, Austria Wien und HNK Rijeka und hat eher Außenseiter-Chancen auf den Aufstieg. Nimmt man Milan als großen Favoriten an, wird den Spielen zwischen der Austria und AEK gleich in zweierlei Hinsich große Bedeutung zukommen.

Griechenland braucht zumindest einen Sieg mehr, um Österreich zu überholen. Das sollten die österreichischen Teams zu verhindern wissen.

14. Tschechien (+0,625)

Tschechien hat noch drei von fünf Teams im Bewerb.

Viktoria Pilsen (EL): Steaua Bukarest, Happoel Be’er Scheva und der FC Lugano sind allesamt Außenseiter gegen den Tschechischen Vizemeister.
Slavia Prag (EL): Villarreal ist außer Reichweite. Aber Maccabi Tel-Aviv und der FC Astana sind in Reichweite des Klubs von Halil Altintop, Dusan Svento und Miroslav Stoch.
FC Zlin (EL): Kopenhagen und Lokomotive Moskau (aktueller Zweiter in Russland) sollten eine Nummer zu groß sein. Mit Sheriff Tiraspol erscheint aber zumindest ein Gegner für den tschechischen 6. und Cupsieger der Vorsaison nicht übermächtig.

Tschechien braucht zumindest zwei Siege mehr, um Österreich zu überholen und hat dafür zumindest sechs Spiele in der Gruppenphase zur Verfügung. Die beiden besseren Teams haben zudem machbare Gruppen gezogen. Die Gefahr, dass das passiert, ist ohne eine ziemlich gute EL-Saison der Österreicher absolut gegeben.

15. Schweiz (+1,600)

Die Schweiz hat noch drei von fünf Teams im Bewerb.

FC Basel (CL): Benfica, Manchester United und ZSKA Moskau sind zwar keine leichte Gruppe für den schweizer Serienmeister, gerade ManUnited weiß aber bereits, dass man an Basel durchaus scheitern kann. Da ist zumindest der ein oder andere Sieg in der Gruppe sicher drinnen und ein Frühjahr in der Europa League nicht unwahrscheinlich.
BSC Young Boys (EL): In der Vorsaison Schweizer Dritter und aktueller Zweiter. Das Team von Adi Hütter (mit Ex-Sturm-Spieler Thorsten Schick im Kader) muss sich in der Gruppe mit Dynamo Kiew, Partizan Belgrad und den Albanern von Skenderbeu als Mitfavorit auf den Aufstieg sehen.
FC Lugano (EL): Mit Pilsen, Steaua und und Be’er Scheva dürfte die Gruppe für Lugano zwar schwer zu überwinden sein, mit Punkten ist allerdings zu rechnen.

Die Schweiz braucht zumindest vier Siege mehr (fünf falls sie die Saison insgesamt schlechter beendet), um Österreich zu überholen. Das ist ebenfalls nur mit einer guten Saison der Österreicher zu verhindern. Basel und die Young Boys haben beste Chancen im Frühjahr jedenfalls in Europa noch dabei sein.

16. Kroatien (+1,850)

Kroatien hat noch eines von vier Teams im Bewerb.

HNK Rijeka (EL): Mit der Niederlage in der EL-Quali zuhause gegen NK Osijek hat die Austria Österreich schon keinen Gefallen getan. Nun kann sie es in der Gruppenphase gegen Rijeka (gegen die wiederum Salzburg in der CL-Quali schon zwei Unentschieden abgegeben hat) wieder gut machen. Mit Milan und AEK hat Rijeka außerdem einen im Normalfall unerreichbaren und einen patenten Gegner.

Kroatien braucht vier Siege mehr, um Österreich zu überholen. Das ist so gut wie auszuschließen.

17. Dänemark (+2,400)

Dänemark hat noch eines von vier Teams im Bewerb:

FC Kopenhagen (EL): Obwohl mit nur zwei Siegen, drei Remis und einer Niederlage durchschnittlich in die dänische Meisterschaft gestartet, sind die Vorjjahresdritten der Superligaen gegen Lokomotive Moskau, Sheriff Tiraspol und den FC Zlin Favorit auf den Aufstieg. Mehr dann aber auch nicht.

Dass Dänemark die benötigten fünf Siege mehr als Österreich einfährt, scheint auszuschließen.

Immer zu bedenken: Länder mit fünf Startern müssen ihre Punkte (2 für einen Sieg, 1 für ein Unentschieden) durch fünf dividieren (S: 0,4, U:0,2), Österreich und andere Länder mit vier Startern nur durch vier (S: 0,5, U 0,25). Das heißt: Immer wenn Österreich vier Siege schafft, erhöht sich die Zahl der benötigten Zusatz-Siege einer dahinterliegenden Nation um 1. Dabei nicht beachtet ist: Für das Erreichen des CL-Achtelfinales gäbe es fünf Extrapunkte, für das Viertel-, Halb- und echte Finale beider Bewerbe jeweils einen Punkt. Auch diese werden dividiert. Die vier Punkte für das Erreichen der CL-Gruppenphase sind bereits berücksichtigt.

Fazit: Najo

Dank des Salzburger Traditions-Unglücks, wieder einmal die CL verpasst zu haben, hat Österreich Chancen noch passabel viele Punkte in dieser Europa League Saison zu holen. Beide Teams haben in der EL machbare, wenn auch nicht übertrieben einfache Gruppen gezogen und müssten zumindest als Gruppenzweiter im Spiel sein.

Es gibt deshalb insgeamt eine Chance auf Platz 11. Ich würde sie aber als klein bezeichnen. Die Niederlande einzuholen ist möglich, aber schwierig genug. Griechenland zu distanzieren ebenfalls. Beides kann gelingen, wenn zumindest eines der beiden österreichischen Teams (nach aktueller Form zu schließen wäre das eher Salzburg) einen guten Run erwischt.

Fast schwieriger als diese Aufgabe scheint es aber, Tschechien und die Schweiz auf Distanz zu halten. Dazu wird wohl eine gute Saison von einem Klub allein nicht genügen, da müssen beide punkten.

Zumindest zwei Quali-Startplätze zu erobern darf man sich eigentlich nicht mehr nehmen lassen. Dazu genügt Platz 15 in der UEFA-Rangliste und vermutlich könnte Österreich den sogar halten, wenn beide Teams unter den Erwartungen bleiben.

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