Guus Hiddink – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Wed, 19 Dec 2012 14:08:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Die 30 am besten bezahlten Fußballtrainer der Welt https://ballverliebt.eu/2012/03/26/die-30-am-besten-bezahlten-fusballtrainer-der-welt/ https://ballverliebt.eu/2012/03/26/die-30-am-besten-bezahlten-fusballtrainer-der-welt/#comments Mon, 26 Mar 2012 10:51:11 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=6923 Die 30 am besten bezahlten Fußballtrainer der Welt weiterlesen ]]> Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12
Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12 - Grafik: (C) ballverliebt.eu

Nicht nur die Personen am Feld, sondern auch jene die ihnen Vorgaben machen, sind im Fußball immer öfter Millionäre. Die folgenden 30 Trainer verdienen im Moment pro Jahr am meisten Geld bei ihren jeweiligen Arbeitgebern.


Datenquelle: UOL

Das Einkommen hat in der Relation zu direkten Konkurrenten selten etwas mit dem unmittelbaren Erfolg beim aktuellen Verein zu tun. So kommt Pep Guardiola nicht an Jose Mourinho ran, obwohl er ihn in Champions League und Meisterschaft im vergangenen Jahr besiegt hat. Alex Ferguson verdient als Redkordmeistermacher gleich viel wie Ruderherumreißer Kenny Dalglish, sieht seinen Stadtrivalen Roberto Mancini vom City-Schleudersitz gar nur von hinten. Jürgen Klopp verdient trotz Meistertitel nicht einmal die Hälfte von Bayerntrainer Jupp Heynckes. Othmar Hitzfeld und Jogi Löw bekommen bei ihren Nationalteams mehr, als Weltmeister Vincent del Bosque. Man könnte stark vereinfacht sagen: Fußballtrainer werden für ihre vergangenen Leistungen und den unter anderem dadurch erwarteten Erfolg bezahlt.

Natürlich zeigen die Gehälter auch den finanziellen Zustand im Fußball. Spaniens Pleite-gefährdete Liga ist zwar nicht oft vertreten (3), aber wenn dann gleich ganz fett im Geschäft. Nach Barcelona und Real tut sich dort lange nichts. England ist hingegen oft im Spitzenfeld vertreten (8), das Ligagefälle ist aber viel geringer. Ausgaben in Deutschland (2), im traditionell Trainer-betonenden Italien (3) und Frankreich (1) fallen deutlich ab. Außerhalb von Europa gibt es nur die Liga in Brasilien (5) und einzelne Klubs mit potenten Mäzenen oder Sponsoren. Zum bequemen Durchklicken durch die Welt der am besten haben wir euch wieder einmal eine Map gebastelt.

Nicht nur im durchschnittlichen Arbeitsleben, auch unter Spitzentrainern ist das Gehaltsgefälle relativ groß, wie die folgende Kurve zeigt. Die Top 5 verdienen gemeinsam mehr als die untere Hälfte der Liste. Wer die Top 3 verpasst, muss schon einen Preisnachlass von 40% gegenüber dem Ersten akzeptieren. Nach den Top 10 lässt der Wertverlust nach.

Millionen hin, Millionen her. Am Ende bleibt die große Frage, die dahintersteht, auch ein bisschen Geschmackssache.

Wer ist der beste Trainer der Welt?

Was meint ihr dazu?

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Warum Hiddink der Falsche für Chelsea sein könnte https://ballverliebt.eu/2009/02/12/warum-hiddink-der-falsche-fur-chelsea-sein-konnte/ https://ballverliebt.eu/2009/02/12/warum-hiddink-der-falsche-fur-chelsea-sein-konnte/#respond Thu, 12 Feb 2009 02:02:44 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=1220 Warum Hiddink der Falsche für Chelsea sein könnte weiterlesen ]]> Chelsea FC
Innerhalb von 20 Monaten hat sich Roman Abramovich nun den vierten Trainer zum Chelsea FC geholt. Jose Mourinho war erfolgreich, ließ dem Geldgeber aber nicht spektakulär genug spielen. Er wollte ein Team das die Massen begeistert. Avram Grant ging es umgekehrt. Plötzlich wurde Chelsea zur Torfabrik, gewann aber damit auch nicht die großen Titel. Das sollte dann Luiz Felipe Scolari richten, aber nach nur sieben Monaten im Amt stand fest: der Meistertitel ist weg, die Champions League dauert noch lange und die Manschaft spielte zuletzt eher lustlos. „Tchau“, sagte man dem Brasilianer. „Dag“, hieß es für den Niederländer Guus Hiddink (der weiter auch russscher Trainer bleiben wird).

Hiddink, ein verurteilter Steuerbetrüger der vor einem Spiel aber auch schon mal rassistische Plakate aus dem Stadion entfernen lässt (in den frühen 90ern in Valencia), hat Südkorea 2002 und Holland 1998 ins kleine WM-Finale geführt, mit Russland bei der Euro 2008 groß aufgegeigt und scheiterte mit Australien bei der WM 2006 im Achtelfinale weniger am späteren Weltmeister Italien und mehr am Schiedsrichter. Er führte PSV Eindoven 2005 ins Champions League-Semifinale, holte mit dem Verein zahlreiche Meister-, einen UEFA Cup-Titel und erreichte das Champions League-Semifinale 2005. Seine einzigen unrühmlichen Trainerstellen in zwanzig Jahren waren zwischen 1998 und 2000 bei Real Madrid und Real Betis.

Kurz: Guus Hiddink ist – obwohl er nie den ganz großen Erfolg geschafft hat – zweifellos einer der besten Trainer aller Zeiten. Er verkörpert die Vorstellung aller Investoren, die sich attraktiven und erfolgreichen Fußball für ihre Teams wünschen. Schon vor Scolari war er bei den Blues im Gespräch, wollte aber in Russland bleiben. Jetzt soll der Niederländer für Chelsea die Kohlen aus einer Saison holen, in der ordentlich Feuer am Dach ist. (Mit Bezahlung natürlich, aber ohne Vertrag. Er ist ein enger Freund von Abramovich.)

Die Herausforderung ist vor allem eine zersplitterte Mannschaft (die vor der Saison als jene mit dem besten Kader galt, nun aber bei etwas ungünstigem Saisonverlauf sogar aus den Champions League Plätze zu rutschen droht). An Scolaris Rauswurf haben einige Spieler maßgeblich mitgewirkt (unter anderem Michael Ballack, Didier Drogba, Petr Cech), nur eine kleine Gruppe rund um Kapitän John Terry setzte sich für seinen Verbleib ein. Mit seinem Vorgänger will Hiddink über diese Splittergruppen und die Ursachen der Verstimmungen schnellstmöglich sprechen.

Möglicherweise liegen die in einer Tatsache begraben, die schon Scolari kommen sehen hat. Ein Urgestein im Chelsea-Trainerstab, Steve Clark, hat den Klub zu Beginn der Saison in Richtung West Ham verlassen, obwohl der Brazilianer ihn halten wollte. Er galt als wesentliches Bindeglied für die unterschiedlichen Cliquen. Hiddink wird also gut daran tun, seine Arbeit im sozialen Bereich schnell zu beginnen. Dass er als jemand mit Doppelfunktion selbst genug Zeit für diesen mühsamen Bereich aufbringen kann, darf aber bezweifelt werden. Ob er einen Assistenten mitbringen wird, ließ er sich bisher noch offen.

Was dann nach dem Saisonfinale passiert ist vorerst nicht sicher. Aber selbst wenn das Doppelfunktions-Experiment glückt (und dafür würde nur ein Champions League-Sieg und ein tolles Meisterschaftsfinish zählen), ist Hiddinks weiteres Engagement unwahrscheinlich. Der russische Verband will Hiddink bis zur WM 2010 halten und er offensichtlich nicht unbedingt weg. Es wird sich zeigen, ob er in Anbetracht dessen in unbequemen Bereichen die nötige Konsequenz aufbringen wird, oder sich das Leben als Interimslösung einfach macht.

Milan-Trainer Carlo Ancelotti wird jedenfalls als wahrscheinlicherer Trainer für den Herbst gehandelt. Er wäre dann die fünfte Trainergröße innerhalb von zwei Jahren, die sich am Schleudersessel an der Stamford Bridge einzunisten versucht.

Foto: toksuede

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