Alex Ferguson – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Wed, 18 Jan 2012 16:52:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Der Steilpass als aktuelles Problem von Liverpool und Manchester United https://ballverliebt.eu/2012/01/05/der-steilpass-als-problem-von-liverpool-und-manchester-united/ https://ballverliebt.eu/2012/01/05/der-steilpass-als-problem-von-liverpool-und-manchester-united/#comments Thu, 05 Jan 2012 17:48:25 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=6317 Der Steilpass als aktuelles Problem von Liverpool und Manchester United weiterlesen ]]> Die erste volle Runde im neuen Jahr brachte für die großen beiden Teams des englischen Fußballs ein unerfreuliches erwachen. Sowohl Liverpool als auch Manchester United mussten sich mit 0:3-Niederlagen in Auswärtsspielen zufrieden geben. Das sind jedoch nicht die einzigen Parallelen. Beide Mannschaften hatten trotz zeitweiser (MUFC) oder sogar hauptsächlicher (LFC) Überlegenheit im Ballbesitz, massive Probleme viel versprechende Abschlüsse zu finden. ManUnited fand nur drei Schussmöglichkeiten im gegnerischen Strafraum vor (wovon nur einer aufs Ziel ging), Liverpool vor dem entscheidenden 0:3 ebenfalls nur vier.

Beide Teams kommen normalerweise wesentlich häufiger zu Tormöglichkeiten, wenn auch die Ausbeute nicht unterschiedlicher sein könnte (49 Saisontore für Manchester, 24 für Liverpool). Woher stammen also die mitt-wöchentlichen Probleme? Ein ominös-oberflächliches Hinausreden auf einen „Mangel an Kreativität“ ist ja doch nur eine recht unbefriedigende Beschreibung solcher Spiele.

Die Ähnlichkeiten beider Teams enden nicht an den wenigen Abschlussmöglichkeiten. Beide hatten Gegner mit einer 4-4-2-Variation vor sich, die es verstanden, vor dem Strafraum mit zwei defensivem Mittelfeldspielern und zwei Innenverteidigern Räume zu verdichten. Newcastle (Hauptfigur: Sheikh Tiote) stand dabei höher als ManCity (Yaya Toure!), der Effekt war aber ähnlich, denn damit wurde die zentrale Überzahl (Uniteds 4-4-1-1 und Liverpools 4-2-3-1 sahen sich mit drei zentralen MF-Leuten zwei gegenüber) entschärft. Liverpools Spearing ist offensiv ohnehin wenig eingeschaltet und kann bei hohem Spiel deshalb kaum Vorteile schaffen (Liverpool startete bis zum Rückstand auch tiefstehend), und für Manchesters Rooney ließen die engen Reihen nicht den üblichen Bewegungsraum. Beide Gastmannschaften reagierten mit vielen Pässen nach außen.

Pässe ins/im Angriffsdrittel

Die vielen Angriffen über die Flanken sind allerdings nicht komplett neu, denn die Red Devils (im Saisonschnitt 26 pro Spiel, 3.) und die Reds (30 pro Spiel, 30 pro Spiel, 1.) gehören zu den PL Mannschaften, die mit den meisten Crosses vor dem Tor agieren. Bälle über die Flanken in den Strafraum kommen zwar einfacher und häufiger zustande als aus der Mitte, allerdings ist ihre statistische Erfolgrate enorm niedrig. In der vergangenen Champions League-Saison fielen etwa nur 67 Tore aus Flanken die von der Seite (57) oder aus dem Halbfeld (10) in den Sechzehner geschlagen werden. Dem gegenüber stehen 82 aus zahlenmäßig wohl selteneren Steilpässen und 33 aus Kombinationen heraus.

Innenverteidiger haben bei hohen Bällen schlichtweg einen Vorteil. Einerseits sind sie meist ohnehin kopfballstark, andererseits müssen sie im Notfall nur irgendwie an den Ball kommen oder entscheidend stören. Der Stürmer braucht hingegen einen gewonnenen Zweikampf gefolgt von einem gezielten Abschluss – die wesentlich schwieriger Übung. (Natürlich würde man extrem ausrechenbar, wenn man als Folge dieser Statistik komplett auf das Flankenspiel verzichten würde. Unter anderem deshalb ist es natürlich ein wichtiges und logisches Element des Angriffsfußballs.)

Fakten: 3 von 26 Crosses bei United und 6 von 39 bei Liverpool fanden in dieser Woche überhaupt einen Abnehmer, ein erfolgreicher Abschluss erfolgte bekanntlich gar nicht. Gerade bei Liverpool lag das auch daran, dass kaum ein Mittelfeldspieler den Weg in den Strafraum suchte, um Carroll bei den Flanken zu unterstützen – was der Defensive die Deckungsarbeit sehr einfach macht.

Crosses vor dem Tor

Noch einmal zum Mangel an Pässen durch die Mitte- Es wäre zu viel der Ehre für ein diszipliniertes 4-4-2, würde man behaupten, dass diese Vorgabe tatsächlich schon reicht, um Pässe durch die Mitte zu verhindern. Das liegt auch am aufgebotenen Personal und System der beiden roten Teams.

Bei United ist Michael Carrick als Verteilungsverantwortlicher sehr tief im Feld aufgeboten. Die Wege für Steilpässe sind für ihn im Anfangs-Gameplan zu weit. Erst nach dem 0:2 schaltete er sich öfters im Angriffsdrittel ein. Ryan Giggs steht höher, tendiert aber allgemein stark zu Pässen auf die Seite und ist auch nicht der passgebende Feinspitz sondern mehr das Arbeitstier im Doppel-Mittelfeld von Manchester. Dazu kommt, dass Wayne Rooney wie beschrieben gut aus dem Spiel genommen wurde und allgemein keine gute Form hat (er hat in dieser Saison auch schon tiefer liegende Rollen übernommen, um das zentrale Mittelfeld zu stärken).

Die Rückkehr des verletzten Tom Cleverley könnte Alex Ferguson zumindest gegen schwächere Teams die Möglichkeit geben, zwei pass-starke Mittelfeldspieler in unterschiedlicher Spielhöhe zu nominieren. Gegen starke Teams braucht man wohl die tiefere Rolle für Rooney (was dessen unmittelbare Gefährlichkeit entschärfen würde) oder man muss sich am Transfermarkt verstärken. Denn dass es ohne den englischen Starstürmer mit einem echten 4-4-2 nicht besser geht, konnte man vor wenigen Tagen beim 2:3 gegen Blackburn beobachten, wo sich Ferguson gröber verspekulierte und Rooney zuhause ließ.

Manchesters Offensivzentrale im Vergleich der Pässe

Kenny Dalglish hat in prominenter und unterschiedlich begründeter Abwesenheit von Lucas Leiva, Steven Gerrard und Luis Suarez in der Startformation, zwar mit (dem formschwachen und recht tief positionierten) Charlie Adam und Jordan Henderson immer noch durchaus zwei Leute aufgestellt, die für durchgesteckte Bälle gut sein sollten, allerdings haben beide das kaum probiert – auch weil mit Carroll nicht der explosive, schnelle Mann vorne war, der solche Pässe optimal zu nutzen weiß. Die Abgänge von Fernando Torres und Raul Meireles tun in dieser Hinsicht natürlich besonders weh, weil die genau da ihre Stärken hatten.

Für Liverpool liegt die Lösung allerdings sowohl auf der Hand als auch zum Greifen nahe: Steven Gerrard (besonders in Kombination mit Craig Bellamy oder Suarez, der pikanterweise wohl im Spiel gegen Manchester United von seiner Sperre zurückkehren dürfte). Die eine Dimension seiner Bedeutung für Liverpool konnte man schon gegen Newcastle vergangene Woche beobachten, wo seine präzisen, scharfen Flanken auf Carroll diesen einfach viel besser aussehen ließen, als die der anderen Kameraden.

Die folgende Grafik aus dem Dienstagsspiel in Manchester zeigt außerdem sehr schön den Unterschied, den Gerrard im Passspiel macht: Er bringt Vertikalität ins Angriffsdrittel: Gerrard spielt selten nur auf Sicherheit bedachte und zögerliche horizontale Bälle, sondern sucht diagonal und vertikal immer den Weg nach vorne. Zudem ist er in der Hälfte der Einsatzzeit von Adam auch doppelt so oft im Angriffsdrittel aktiv gewesen.

Liverpools offensives Mittelfeld im Passvergleich

(tsc)

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Effizientes ManUnited reduziert Arsenals Saison auf die Liga https://ballverliebt.eu/2011/03/12/effizientes-manunited-reduziert-arsenals-saison-auf-die-liga/ https://ballverliebt.eu/2011/03/12/effizientes-manunited-reduziert-arsenals-saison-auf-die-liga/#comments Sat, 12 Mar 2011 20:41:07 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=4347 Effizientes ManUnited reduziert Arsenals Saison auf die Liga weiterlesen ]]> Im Viertelfinale des FA-Cups kam es zur Generalprobe für das Meisterschaftsfinale. Manchester United empfing die Londoner Gunners im Old Trafford. Die Red Devils hatten zuletzt mehrere schlechte Ergebnisse eingefahren, Arsenal unter der Woche in Barcelona eine bittere Niederlage einstecken müssen. Was käme den Mannschaften da gelegener, als ein Halbfinaleinzug?

Manchester United - Arsenal, Startformation

Der MUFC wurde von Trainer Alex Ferguson im gewohnten 4-4-1-1, allerdings mit ungewohnter Besetzung ins Spiel geschickt. Schon bei der Aufstellung war absehbar, dass hier der Beton angerührt werden sollte. Im Zentrum war hinten Vidic wieder von einer Sperre zurückgekehrt, vor ihm und Smalling bauten sich O’Shea und Gibson auf – keine offensiven Drängler, sondern biedere Doppelsechser. An den Seiten agierte das Zwillingsduo Fabio und Rafael, das durchaus auch eher aus der Defensive geboren wurde. Die beiden Brasilianer zogen allerdings immer wieder in die Mitte und kombinierten. Wenn das noch nicht vorsichtig genug war, kam auch noch Rooney weit nach hinten um sich Bälle zu holen. Mit Hernandez war immerhin ein echter Stürmer am Platz.

Ganz anders Arsenal. Das 4-2-3-1 sollte nach dem Abwehrwahn in Barcelona wohl der Rehabilitation dienen. Mit Gibbs und Sagna begann die Offensive spätestens bei den Außenverteidigern, die gegebenenfalls weit aufrückten – wobei auch Koscielny gerne ein wenig nach vorne drängte. Denilson und Diaby waren an ihren Mittelfeldpositionen eher für die Halteaufgaben zuständig, dafür war die Dreierreihe davor voll und ganz auf den Angriff ausgerichtet – der wiederum davorstehende Van Persie ohnehin auch.

Und so startete das Spiel dann auch mit einer klaren Rollenverteilung. Während Arsenal klar nach vorne orientiert spielte (aber erstmal keine Chancen erzeugen konnte), kam Manchester erst nach 15 Minuten aus seiner Festung gekrochen – da allerdings gleich mit einer gefährlichen Flanke von Fabio auf Rafael, der den Ball aber über das Tor setzte. Ansonsten? Nichts. Die weiten Bälle auf Hernandez waren unpräziser als die Polizei erlaubt.

Das zentrale Mittelfeld gehörte vollkommen den Gunners, die von dort die Bälle an die Seiten zu verteilen versuchten, wo Sagna und Gibbs sie zu Flanken verarbeiteten. Die wurden allerdings in der Mitte immer wieder gut abgewehrt. Am besten war das in der 24. Minute zu sehen. Nachdem Arsenal sich über die Mitte in den Strafraum von United drückte, kam bei einer ganzen Reihe von Flanken einfach nichts zustande. Ebenso war ein Schuss von Van Persie vom 16er kurz darauf nicht von Erfolg gekrönt. Das Bollwerk vor dem Van der Saar-Tor hielt.

Führung? Wieso?

Aus dem Nichts dann in der 28. Minute das 1:0 für die Gastgeber. Fabio zog weit in die Mitte, gab den Ball an Rafael ab, der ihn Rooney überließ. Dessen genialer Heber über die Abwehr erreichte Hernandez, doch der Mexikaner scheiterte an Almunia. Die Glanzparade des spanischen Keepers blieb allerdings unbelohnt, weil der nach vorn mitgelaufene Fabio hellwach abstaubte. Das Spiel war auf den Kopf gestellt, mit gnadenloser Effizienz.

Arsenal brauchte einige Minuten um sich zu sammeln, war dann allerdings sofort wieder am Drücker. Die beste Chance verzeichnete Van Persie nach glänzendem Nasri-Zuspiel durch die Mitte. Der Niederländer enteilte für einmal Vidic, zog ab, doch Van der Sar bewies Agilität im hohen Alter und drehte den Ball um die Stange. Beim darauffolgenden Eckball wäre er ohne Chance gewesen, doch Van Persies Kopfball verfehlte des Ziel.

Noch vor der Pause folgte die zweite Glanztat des Unglaublichen Edwins. Arshavin leitete mit der Ferse einen schnellen Vorstoß von Nasri ein, der Van Persie im Strafraum anspielte, den Ball auf der linken Seite zurückbekam, ein paar Meter machte und mit einem platzierten Schuss auf das kurze Eck durch die Beine von Smalling scheiterte.

Nach der Pause, dasselbe Bild

Der gute Fabio musste zur Pause Valencia Platz machen um eine taktische Umstellung im United-Spiel zu ermöglichen. Valencia übernahm die rechte Flanke, Rafael rückte in eine zentralere, offensive Position (die bislang nicht wirklich besetzt war) und Rooney beackerte mehr die linke Seite, auf der Evra ohnehin mehr Offensivagenden übernahm als Brown rechts. Ein links etwas verwaistes 4-3-3, wenn man so will. Das zeigte unmittelbar Wirkung. Nach einem unbedrängten Vorstoß über halbrechts fand Rafael Rooney, der den Ball an Almunia vorbei und im Tor unter brachte – 2:0 (48.).

Arsenal verlor für einige Minuten den Faden im Spiel nach vorne, ansonsten bot sich wieder das gewohnte Bild mit den sehr abwartenden, vorsichtigen United-Mannschaft. Nach etwa 10 Minuten erwachte Arsenal allerdings. Eine Flanke in den MUFC-Strafraum wurde nicht weit genug geklärt, Nasri übernahm von der Strafraumgrenze direkt, doch Van der Sar parierte abermals.

Auch Arsene Wenger tauschte nun und veränderte das System. Der blasse Denilson machte Platz für Chamakh. Van Persie ließ sich etwas weiter fallen, ein 4-1-4-1 mit 5 Stürmern und zwei offensiven Außenverteidigern war für die letzte halbe Stunde angesagt. Das bevorzugte Mittel von Arsenal waren nun häufig hohe Bälle über die Abwehr. Prompt setzten sie sich auch am Strafraum der Gastgeber fest. In der 64. verfehlte ein Van Persie-Heber auf das lange Kreuzeck sein Ziel nur um Minuten.

Schlussphase

ManUnited - Arsenal, ab ca. Minute 60.

Kurz darauf brachte Ferguson Giggs statt Rafael, ohne dabei das System zu verändern. Der brachte etwas Schwung ins ManUnited-Spiel. Doch sein Cross auf Rooney (65.) wurde geblockt unmittelbar darauf schaffte der Waliser es selbst nicht, vor dem Tor schnell genug abzuschließen. Da Arsenal alles nach vorne warf, kam Manchester wenigstens zu so manchem Konter, was der Attraktivität des Spiels natürlich keinen Abbruch tat. Arsenal steckte nicht auf, scheiterte aber immer wieder an Van der Sar, der einen seiner besten Tage erwischte. So packte er bei einem guten Schuss von Chamakh (67.) sicher zu, als Van Persie schon auf den Abstauber spekulierte. In der 71. Minute überhob der abermals hervorragende Wilshere einmal mehr die United-Hintermannschaft um Chamakh anzuspielen, dessen Kopfball tropfte aber auf die Oberlatte.

Wenger verzichtete auf weitere Sicherheiten (72.), nahm Diaby vom Platz um Ramsey zu seinem ersten Arsenal-Spiel seit seinem erlittenen Bruch bei einem schweren Foul vor einigen Jahren komen zu lassen. Zudem kamen mit Rosicky frische Kräfte für den langsam wieder in Form kommenden Arshavin. Drei Minuten später stach Wilshere mit einem tollen Dribbling und einem Doppelpass in den Strafraum, verfehlte im Abschluss aber das Tor von Van der Sar. Der zeigte Sekunden später nach einer Sagna-Flanke auf Chamakh eine unglaubliche Parade. Der für Französisch-Marrokaner hatte vom Fünfer mit dem Kopf das Eck getroffen und mit Sicherheit schon seinen Namen auf der Anzeigetafel aufleuchten sehen. Arsenal drückte und drückte, doch der Ball wollte nicht ins Kasterl. Ein harter Rosicky-Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Van der Sar abgewehrt – das war vielleicht die unsicherste Aktion des Niederländers an diesem Abend, doch sie reichte in dieser Situation und blieb ohne negative Folgen.

Uniteds Tun an diesem Abend blieb ganz auf Konter beschränkt, doch bei einer Giggs-Rooney-Hernandez Aktion konnte sich auch Arsenal-Keeper Almunia unter Beweis stellen. Er reckte sich schon am Boden liegend nochmal gen Himmel um den Ball den Sprung über die Linie zu verweigern. Bei dieser Aktion verletzte sich Djourou. Der schweizer Innenverteidiger der Gunners musste nach minutenlanger Behandlung vom Feld getragen werden. Arsenal hatte aber schon dreimal gewechselt, spielte nun mit einem 3-1-4-1 zu Ende. Ramsey übernahm nach Möglichkeit Djourous Aufgaben mit.

Ein Mann mehr, zwei Tore Vorsprung und Ferguson stellte wieder auf sein Anfangs-Mauerwerk um, als er Scholes für Evra brachte (O’Shea ging nach links hinten, Giggs nach links, Scholes machte den 6er neben Gibson). Und Arsenal? Arsenal drückte weiter und gab nicht auf. Im Lauf der achtminütigen Nachspielzeit tat sich auch noch so manche Chance auf. Rosicky hatte in der 94. Minute die beste Chance auf den Anschlusstreffer, fischte aber am Fünfer freistehend das Leder nach. Dass Paul Scholes es in seiner Einsatzviertelstunde nicht seine klar verdiente Gelb-Rote Karte abholte war angesichts dreier idiotischer Fouls ein Fehler des Schiedsrichters (und muss die ManUnited-Jammerei über das Carragher-Foul an Nani endgültig verstummen lassen), es tat allerdings am Ende nichts mehr zur Sache.

Fazit

Arsenal tat alles für das Spiel, konnte aber die entscheidende Statistikkategorie einfach nicht für sich entscheiden: Die Tore. Manchester beschränkte sich auf gelegentliches Kontern. Dabei zeigten die Red Devils sich über weite Strecken effizient (versäumten nur zum Ende hin ein paar Mal die endgültige Entscheidung). Den Sieg verdankte das Heimteam trotzdem vor allem Schlussmann Edwin Van der Sar, der in den Situationen – in denen die Gäste nicht selbst ihr größter Feind waren – eben diesen Part glorreich übernahm und ein großes Fragezeichen hinter die Frage zeichnete, wieso der Niederländer mit Saisonende überhaupt aufhören will. In der sonstigen Hintermannschaft taten sich trotz massiver Bemühungen immer wieder Lücken auf.

Wie dem auch sei. Manchester tanzt weiterhin auf drei Hochzeiten. Für Arsenal könnte ein Sieg im Emirates vier Liga-Runden vor Schluss diese Niederlage locker vergessen machen. Da sollte man sich aber ein komplett anderes Auftreten der Mancunians erwarten. (tsc)

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