Champions League – Ballverliebt https://ballverliebt.eu Fußball. Fußball. Fußball. Tue, 05 Apr 2022 06:52:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Sturm 2000 vs. Salzburg 2021: Einendes und Trennendes https://ballverliebt.eu/2021/12/09/sturm-2000-vs-salzburg-2021-einendes-und-trennendes/ https://ballverliebt.eu/2021/12/09/sturm-2000-vs-salzburg-2021-einendes-und-trennendes/#respond Thu, 09 Dec 2021 10:06:42 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=17960 Sturm 2000 vs. Salzburg 2021: Einendes und Trennendes weiterlesen ]]> Nach 21 Jahren hat es wieder eine österreichische Mannschaft geschafft, die Letzten 16 der Champions League zu überstehen. Auch wenn Sturm damals in eine zweite Gruppenphase kam und Salzburg nun direkt ins Achtelfinale, ist es doch die gleiche Leistung – sogar erstaunlich gleich, was einige Aspekte betrifft. Wo sind nun die Ähnlichkeiten zwischen Sturm 2000 und Salzburg 2021, wo die Unterschiede? Hier ein kleiner Überblick.

Sturm Graz in der Champions League 2000/01 und Salzburg im Herbst 2021

Die Bilanz gegen die Gruppengegner

Die frappanteste Ähnlichkeit ist die genaue Bilanz. Nicht nur, dass sowohl Sturm 2000 als auch Salzburg 2021 mit zehn Punkten weitergekommen sind, es ist auch die Verteilung der Punkte exakt gleich.

Beide haben alle drei Heimspiele gewonnen (Sturm 3:0 gegen Galatasaray, 2:0 gegen Monaco und 2:0 gegen die Rangers – Salzburg 1:0 gegen Lille, 3:1 gegen Wolfsburg und 1:0 gegen Sevilla). Und beide haben einen Punkt aus den drei Auswärtspartien geholt (Sturm 0:5 in Glasgow und Monaco sowie 2:2 in Istanbul – Salzburg 1:1 in Sevilla sowie 1:2 in Wolfsburg und 0:1 in Lille).

Bei Sturm reichte das für den Gruppensieg, bei Salzburg für Rang zwei.

Anzahl der Teilnahmen

Ebenfalls gleich: Sowohl Sturm 2000 als auch Salzburg 2021 schafften den Aufstieg in ihrer dritten Teilnahme hintereinander. Sturm hatte zuvor zunächst Lehrgeld bezahlt (ein Punkt gegen Real Madrid, Inter Mailand und Spartak Moskau) und im zweiten Versuch Platz drei geholt (gegen Manchester United, Olympique Marseille und Croatia Zagreb, wie Dinamo damals hieß).

Salzburg kam gleich mit einem Paukenschlag 2019 hinein – 6:2 gegen Genk, 3:4 in Liverpool – und wurde vor den Belgiern, aber hinter Napoli Dritter. Der zweite Versuch war weniger überzeugend, aber man rettete im Herbst letzten Jahres zumindest wieder Platz drei vor Lok Moskau und hinter Bayern München und Atético Madrid.

Das Alter der Mannschaft

Hier ist der größte Unterschied zu bemerken. Sturm war damals als Ganzes schon über dem Zenit und Hannes Kartnig hatte auch schon den einen oder anderen wunderlichen Transfer getätigt. Fünf Stammkräfte waren über 30 Jahre alt und so wichtig die Leistungen von Sergej Juran und dem im Winter aus Straßburg zurückgekehrten Mario Haas waren: Auch sie waren letztlich Spieler, die in größeren Ligen keine Möglichkeiten mehr hatten. Eine signifikante Verstärkung war letztlich nur Andrés Fleurquín; György Korsós blieb immerhin noch lange in der Liga und spielte 2005 auch mit Rapid wieder in der Champions League.

Kartnig holte sich Spieler, die ihm und dem eigentlichen Manager Schilcher irgendwo untergekommen sind (wie Masudi im UI-Cup bei Lausanne oder zuvor schon Angibeaud bei der WM 1998) und verlangte von Osim, diese einzubauen. Im September 2002 hatte Osim genug. Man zog schnell Amateure-Trainer Foda nach oben, holte sich dann das Missverständnis Gress für zwei Monate auf die Bank, ehe man eher zufällig über Mischa Petrovic stolperte, der den Neuaufbau um Säumel und Salmutter moderierte.

Salzburg zieht das Pferd von der anderen Seite auf: Nur Urgestein Andi Ulmer ist älter als 24 Jahre, im Grunde spielte Salzburg mit einer frisierten U-21. Bei Salzburg gehört es praktsich zum Business Plan, dass auch die Trainer nach längstens zwei Jahren abwandern. Dann steht aber schon längst der Nachfolger bereit. Rose folgte auf Garcia, Marsch folgte auf Rose, Jaissle folgte auf Marsch und es wird wohl Aufhauser auf Jaissle folgen.

Die finanzielle Umsetzung

Sturm verlieh Fleurquín für ein Jahr nach Galatasaray und 2002 kassierte man immerhin noch zwei Millionen Euro Ablöse aus Rennes für den Uru, ein lukrativer Italien-Transfer von Schopp zog sich wegen der Preisvorstellungen Kartnigs, am Ende bekam er von Brescia noch acht Millionen Schilling – kaum 600.000 Euro – und als Bonus 27 Klos fürs Trainingszentrum. Ansonsten hatte niemand aus dem relativ alten Kader Wiederverkaufswert, alle anderen verließen den Klub ablösefrei und schon anderthalb Jahre später waren nur noch zwei Stammkräfte und zwei Ergänzungsspieler übrig. Der Aufbau einer neuen Mannschaft war teuer und verlief planlos, es gab den Österreich-Rekord-Transfer von Stürmer-Flop Charles Amoah (54 Millionen Schilling, als knapp vier Millionen Euro) und alleine 2002 warf Kartnig fünf Millionen für Rojas, Mujiri, Masudi, Bosnar, Panadić und Pregelj auf den Markt. Der sportliche Erfolg blieb aus, die Einnahmen waren gering, 2007 war Sturm in Konkurs.

Bei Salzburg ist so gut wie jeder Spieler ein potenzieller Millionen-Transfer. In den letzten acht Jahren hat Salzburg 430 Millionen Euro an Transfererlösen kassiert (denen 130 Millionen gegenüberstehen, die man für Neuzugänge ausgegeben hat). Dass Adeyemi, Aaronson, Camara, Okafor, Sučić und Seiwald viel Geld bringen und das Potenzial für große Karrieren haben, steht außer Frage. Und wenn sie weg sind, stehen die nächsten Talente schon bereit: Šeško, Šimić, Kjærgaard und Amankwah zeigen bei Liefering schon auf, es gibt auch wieder drei neue Spieler aus Mali (Dorgeles, Guindo, Diambou) und die Youth-League-Mannschaft steht als Gruppensieger ebenso im Achtelfinale.

Die Lage in der Liga

Das Eine hängt mit dem Anderen zusammen: Bei Sturm konzentrierte sich die routinierte Truppe auf die glanzvollen Spiele in der Champions League, die Bundesliga ließ man ziemlich schleifen. Man hatte die Saison schon mit einem 1:4 bei Rapid begonnen, man verlor in der Folge auch das Grazer Derby (0:2), zweimal gegen Salzburg (0:1 und 1:2), in Bregenz und beim LASK sowie in Ried (jeweils 1:2) und nach dem Erfolg von Istanbul auch bei der Wiener Austria.

Eine Rückkehr in die Champions League war in der laufenden Saison so gut wie ausgeschlossen, ehe man überhaupt die Gegner für die Zwischenrunde kannte (es wurden Manchester United, Valencia und Panathinaikos Athen). Sturm rettete mit Mühe und Not den vierten Platz und verlor im UI-Cup, über den man noch den UEFA-Cup erreichen hätte können, gegen Lausanne.

Das Salzburg des Herbstes 2021 strauchelte in der Liga parallel zu den Niederlagen in Wolfsburg und Lille auch ein wenig, aber hier reden wir von einem 2:2 in Ried, einem 0:0 gegen die Admira und einer unglücklichen 1:2-Niederlage in Klagenfurt, ehe man vor dem entscheidenden Match gegen Sevilla das Bundesliga-Spiel gegen Hartberg in den Schlussminuten noch zu einem knappen Sieg drehen konnte. In der Tabelle hat Salzburg 12 Punkte Vorsprung und selbst die Punkteteilung und der eine oder andere Winter-Abgang wird den neunten Titel in Folge kaum verhindern können.

Das heißt: Man kann davon ausgehen, dass Salzburg auch im Herbst 2022 wieder Champions League spielen wird und sich dort die nächste junge Truppe in internationale Notizblöcke spielen wird können.

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Die Super League https://ballverliebt.eu/2021/04/20/die-super-league/ https://ballverliebt.eu/2021/04/20/die-super-league/#respond Tue, 20 Apr 2021 20:03:35 +0000 12 Klubs stürzen den Fußball ins Chaos und sich selbst in den Wahnsinn: Die „Super League“ ist geboren. Tom und Philipp präsentieren eine Podcastfolge voller Schimpfworte und Fassungslosigkeit.

Das offizielle Super League Logo: Ein Shit-Emoji und der Schriftzug "Super League" in der Schriftart Comic Sans
Das offizielle Super League Logo
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Podcast: Der Europapokal-Herbst und die Marie-Kondo-Methode des Fußballs https://ballverliebt.eu/2020/12/13/podcast-der-europapokal-herbst-und-die-marie-kondo-methode-des-fussballs/ https://ballverliebt.eu/2020/12/13/podcast-der-europapokal-herbst-und-die-marie-kondo-methode-des-fussballs/#respond Sun, 13 Dec 2020 19:52:52 +0000 Does it spark joy for you? Die österreichischen Klubs haben einen Europapokal-Herbst hinter sich, der sich durchaus sehen lassen kann. Aber welche Teams waren wirklich näher am europäischen Spitzenfußball als früher und welche musste man trotzdem nicht sehen? Tom und Philipp lassen den Herbst Revue passieren.

Credits: Intro-Soundkomposition von Ballverliebt.eu mit Sounds von paulw2k, Wanga, CGEffex. Swoosh von GameAudio. Background von orangefreesounds

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Europacup 2020/21: Die Klubs stehen fest https://ballverliebt.eu/2020/08/04/europacup-2020-21-verteilung/ https://ballverliebt.eu/2020/08/04/europacup-2020-21-verteilung/#respond Tue, 04 Aug 2020 09:47:17 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=17126 Europacup 2020/21: Die Klubs stehen fest weiterlesen ]]> Am 3. August ist sie abgelaufen: Die Nennfrist für die kommende Europacup-Saison 2020/21 ist verstrichen. 15 der 54 Meisterschaften wurden abgebrochen, die restlichen wurden beendet – manche schon vor einigen Wochen (Deutschland hatte das Pokalfinale vor exakt einem Monat), andere am allerletzten Drücker (Rumänien änderte sogar kurzfristig das Prozedere). Drei Cups wurden nicht zeitgerecht beendet.

Hier eine Übersicht.

Mit den Finalturnieren in Champions League (Endspiel am 23. August in Lissabon) und Europa League (Endspiel am 21. August in Köln) werden noch zwei zusätzliche Fix-Plätze für die CL-Gruppenphase der kommenden Saison ermittelt.

Mögliches Aufrücken

Da sich noch zwei Teams im laufenden Champions-League-Bewerb befinden, die sich nicht ohnehin über die Liga qualifiziert haben (Napoli und Lyon), ergeben sich Komlikationen für das Aufrücken. Wenn der CL-Sieger auch über die Liga qualifiziert ist, rückt ein Team aus der Qualifikation nach. Das war letztes Jahr Salzburg, das wäre diesmal Ajax Amsterdam.

Sollten Lyon (Hinspiel 1:0 gegen Juventus) und Napoli (Hinspiel 1:1 gegen Barcelona) nach ihren Achtelfinal-Rückspielen ausgeschieden sein, wäre die Sache einfach: Ajax rückt in die Gruppenphase nach, Slavia Prag ins Playoff, Dinamo Zagreb in die vorletzte Qualirunde und Omonia Nicosia sowie Roter Stern Belgrad in die zweite.

Sollten entweder Lyon oder Napoli ins Viertelfinale kommen, wird’s kompliziert, weil die Auslosung für die Qualifikationsrunden vor diesem Viertelfinale stattfindet. In diesem Fall würde die UEFA einstweilen so tun, als wäre nicht gewesen, und passt die jeweilige Einstiegsrunden in der Auslosung für die letzten beiden Qualirunden am 31. August an.

In der Europa League sind noch fünf Teams im Bewerb, die sich über die Liga für die kommende CL-Gruppenphase qualifiziert haben – Manchester United, Inter Mailand, Sevilla, Shachtar Donetsk und İstanbul Başakşehir. Wenn einer aus diesem Quintett den Bewerb gewinnen sollte, rückt Stade Rennes in die CL-Gruppenphase auf und Krasnodar wäre direkt im Playoff.

Von diesem Mechanismus profitierte letztes Jahr der LASK, der sich dadurch eine Quali-Runde in der Champions League ersparte.

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Nationale Ligen

In den Niederlanden und Zypern wurden die Ligen abgebrochen, ohne den Meistertitel zu vergeben. In Frankreich, Belgien, Schottland und Aserbaidschan wurden die jeweiligen Tabellenführer zum Abbruch-Zeitpunkt zum offiziellen Meister erklärt. In Nordmazedonien darf sich Vardar Skopje zwar Meister nennen, wegen fehlender Europacup-Lizenz aber nicht international spielen.

Besonders lustig hatten sie’s in Rumänien, wo sich am 3. August die Top-2 zum direkten Duell trafen (Tabellenführer Cluj und Verfolger Craiova), es aber wegen Corona-Fällen bei anderen Klubs nur für Cluj tatsächlich das letzte Spiel war. Stunden vor dem Anpfiff gab dann der Verband bekannt:

Cluj hat 3:1 gewonnen, die Sonderregel kam also nicht zur Anwendung und es gibt einen tatsächlich regulär ermittelten Meister. Für Cluj ist es der dritte Titel in Folge.

Nationale Cups

Drei Cup-Bewerbe sind weder vollständig abgebrochen noch bis zum 3. August beendet worden: In Spanien, Griechenland und der Schweiz.

In Spanien weigerten sich die Finalisten (Real Sociedad und Athletic Bilbao), das Match ohne Zuschauer auszutragen. Es wäre das erste große Basken-Derby im Finale der Copa del Rey gewesen, dafür verzichteten sie sogar auf den dafür zu vergebenden Europacup-Platz. Real Sociedad landete in der spanischen Liga auf dem sechsten Platz und hat sich damit so oder so für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert.

In Griechenland wäre das Finale zwischen Meister Olympiakos und AEK Athen am 26. Juli angesetzt gewesen, aber einige Tage davor fand die Polizei 18 Molotov-Cocktails und 12 Baseball-Schläger, die in strategisch günstiger Position in Stadionnähe versteckt worden waren. Um gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern, wurde das Match auf Ende August verlegt. Für den Europacup hätte es ohnehin keinen Unterschied gemacht – als Liga-Dritter würde AEK auf jeden Fall in der 3. EL-Qualirunde angefangen.

Und in der Schweiz wurde man schlicht nicht fertig. Weil die Liga schon ab Ende Februar pausierte, statt wie überall sonst ab Mitte März, brauchte es schon ein Mammut-Programm, um überhaupt die Liga zu beenden. Zusätzlich verschärft wurde die Liga durch Corona-Fälle beim FC Zürich, der die während der Quarantäne angesetzten Matches mit der U-21 absolvierte, um die zeitgerechte Beendigung der Liga nicht zu gefährden.

Der Cup wird nun in den kommenden Wochen beendet – die genauen Termine sind vom Abschneiden des FC Basel in der Europa League abhängig. Das Team von Marcel Koller ist der erste feststehende Cup-Halbfinalist. Die drei verbleibenden Viertelfinals gehen bis 6. August über die Bühne und weiter geht’s erst, wenn Basel aus der Europa League ausgeschieden ist. Da das EL-Achtelfinal-Hinspiel in Frankfurt im März 3:0 gewonnen wurde, wird das Ende wohl frühstenens am 10. August gegen Donetsk oder Wolfsburg kommen.

In Liechtenstein wurde der Cup abgebrochen, aber der FC Vaduz – der als Zweiter der Schweizer Zweiten Liga noch Relegation um den Aufstieg spielen darf – wurde als klar bester Klub des Fürstentums zum Europacup-Starter ernannt. Und in der Türkei hat Trabzonspor den Cup gewonnen, muss aber eine Europacup-Sperre absitzen.

Wann sind Österreichs Teams dran?

Am 7. August 2019 startete der LASK in die internationale Saison, am 5. August 2020 wird sie enden. Eine Zeitspanne von 363 Tage innerhalb einer Spielzeit ist ein absolutes Novum für österreichische Klubs in internationalen Bewerben. Für die Linzer ist das Rückspiel de facto das erste Match der neuen Saison, mit dem neuen Trainer (Dominik Thalhammer), aber noch ohne die noch nicht spielberechtigten Neuzugänge (Madsen, Tcheberko, Karamoko, Grgic), aber auch ohne die Abgänge Joao Klauss und Samuel Tetteh, deren Leihverträge endeten.

Seit dem letzten LASK-Bewerbsspiel wird auf den Tag genau ein Monat vergangen sein. Seit dem 5:0-Sieg von United im Hinspiel am Tag vor dem Lockdown hat das Team von Ole Gunnar Solskjær von elf Pflichtspielen sieben gewonnen und nur eines verloren.

Die Europa-League-Qualifikation für 2020/21 beginnt für den LASK am 24. September in der vorletzten Runde – in einem Einzelspiel. Würde dieses überstanden, stünde am 1. Oktober das ebenfalls in nur einem Match ausgetragene Playoff an. Eine Runde früher als der LASK gibt der TSV Hartberg sein internationales Debüt, und zwar am 17. September.

Vizemeister Rapid müsste ab 25./26. August in der CL-Quali drei Runden überstehen, um erstmals seit dem Herbst 2005 in der Königsklasse auftreten zu dürfen. Wird die erste Hürde übersprüngen, hätte Rapid die EL-Gruppenphase fix, anonsten müsste dort noch das Playoff überstanden werden. Meister Salzburg steigt im Playoff ein. Dieses wird in der Champions League mit Hin- und Rückspiel am 22./23. und 29./30. September ausgetragen.

Und der WAC hat, wie letztes Jahr, das Ticket für die Europa-League-Gruppenphase schon sicher. Hier geht’s am 22. Oktober los.

Gegen wen können Österreichs Teams spielen?

Hartberg ist in seiner Einstiegsrunde (Auslosung: 31. August) gesetzt. Die namhafteren möglichen Gegner sind Aris Thessaloniki, der IFK Göteborg, Honvéd Budapest, Vojvodina Novi Sad, Servette Genf, Anorthosis Famagusta und Maccabi Haifa. Es kann auch der FC Vaduz werden, aber auch Klubs aus Gibraltar, Färöer, Aserbaidschan und Kasachstan sind möglich. Wird diese Hürde genommen, könnte es prominent werden: AC Milan, Tottenham Hotspur, Sporting aus Lissabon, PSV Eindhoven und Galatasaray wären im Lostopf. Aber auch Apollon Limassol oder Hapoel Be’er-Sheva.

Der LASK ist in dieser Runde (Auslosung: 1. September) dank der starken EC-Auftritte von 2019/20 gesetzt. Die Pallette der möglichen Gegner reicht vom Schweizer Vizemeister St. Gallen und HNK Rijeka über Stade Reims, Dinamo Moskau und Lech Posen bis zu Zalgiris Vilnius und Alashkert aus Armenien.

Für Rapid gibt es in der ersten Runde (Auslosung: 10. August) genau drei Möglichkeiten: PAOK Thessaloniki mit Stefan Schwab, Lokomotiva Zagreb mit dem einstigen ÖFB-U21-Teamspieler Petar Gluhakovic (ein Austrianer) und AZ aus Alkmaar. In der nächste Runde würde es einer aus dem Quartett Benfica, Dynamo Kiew, Beşiktaş und KAA Gent. Unter gewissen Umständen wäre auch Krasnodar möglich.

Salzburg kann bis auf Ajax, Olympiakos und Celtic theoretisch jedes andere Team aus der Meister-Qualifikation bekommen. Auslosung für das Playoff ist am 1. September.

Das Heimrecht wird in allen Spielen ausgelost und alle Spiele haben ohne Zuschauer stattzufinden.

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Europacup: So endet 2019/20, so läuft 2020/21 https://ballverliebt.eu/2020/06/17/europacup-so-endet-2019-20-so-laeuft-2020-21/ https://ballverliebt.eu/2020/06/17/europacup-so-endet-2019-20-so-laeuft-2020-21/#respond Wed, 17 Jun 2020 14:52:00 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=17037 Europacup: So endet 2019/20, so läuft 2020/21 weiterlesen ]]> Die nationalen Ligen in Europa werden – sofern sie fertig gespielt werden – bis 2. August beendet sein. Die UEFA hatte schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass man den August selbst gerne zur Verfügung hätte, um die Europacup-Bewerbe zu Ende zu bringen. Nun wurde der genaue Kalender dafür präsentiert.

Champions League

Nix da mit Istanbul: In Lissabon wird der Sieger der Champions League 2020 gekürt. Am Wochenende des 7./8. August werden die restlichen Achtelfinal-Rückspiele ausgetragen (und zwar entweder im jeweiligen Heimstadion oder, wenn das nicht möglich sein sollte, in Porto oder Guimarães), danach gibt es Fußball im Tages-Rhythmus.

Die vier Viertelfinalspiele werden in Lissabon von 12. bis 15. August (Mittwoch bis Samstag) ausgetragen, die beiden Halbfinals am 18. und 19. August und das Endspiel dann am Sonntag, dem 23. August. Diese Matches werden auf die Arenen von Benfica und Sporting aufgeteilt, das Endspiel ist im Estádio da Luz von Benfica angesetzt.

Im Alvalade von Sporting war 2005 das UEFA-Cup-Finale, im Luz von Benfica fand das Finale der Champions League von 2014 statt. Die geplanten Endspiel-Städte werden allesamt einfach ein Jahr nach hinten gelegt: Also Istanbul 2021, St. Petersburg 2022, München 2023 und London 2024.

Bereits für das Viertelfinale qualifiziert sind Atlético Madrid, RB Leipzig, Atalanta Bergamo und Paris St. Germain. Bayern München (3:0 gegen Chelsea), Olympique Lyon (1:0 gegen Juventus), Manchester City (2:1 bei Real Madrid) nehmen einen Vorsprung aus dem Achtelfinal-Hinspiel mit, Barcelona und Napoli hatten sich 1:1 getrennt.

Europa League

Ganz ähnlich wird die Europa League finalisiert. Statt dem geplanten Finale in Danzig wird es ein K.o.-Turnier in Nordrhein-Westfalen geben – und zwar in Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg.

Die Achtelfinals-Rückspiele werden – wie bei der CL – entweder im jeweiligen Stadion des Teams durchgeführt, das im Rückspiel Heimrecht hätte, oder in einer der vier Städte im Westen Deutschlands (was auch den LASK noch betrifft). Die beiden Begegnungen, bei denen schon das Hinspiel ausgefallen ist (Inter-Getafe und Sevilla-Roma) werden fix in Deutschland ausgetragen.

Die Viertelfinals finden dann am 10. und 11. August statt (Montag und Dienstag vor den CL-Viertelfinals), die Halbfinalspiele am 16. und 17. August (wiederum an den zwei Tagen vor dem CL-Semifinals). Der Sieger der Europa League 2020 wird am Freitag, dem 21. August in Köln ermittelt.

Ebenfalls wie bei der Champions League werden auch hier die Finalorte der nächsten Jahre einfach 12 Monate nach hinten verlegt – also Danzig 2021, Sevilla 2022 und Budapest 2023.

Women’s Champions League

Diese Verschiebung wird beim Frauen-Europacup NICHT stattfinden – womit Wien um die Austragung des ersten Europacup-Finals seit 1995 umfällt. Göteborg behält das Endspiel von 2021 – weil man das Finale explizit für dieses Jahr wegen der 400-Jahr-Feiern zur Stadtgründung haben wollte. „Sehr schade“, findet ÖFB-Präsident Leo Windtner. Der ÖBF und Wien können sich für 2024 wieder bewerben und Anzeichen deuten darauf hin, dass das auch passieren wird.

Die verbleibenden Spiele dieser Europacup-Saison – also Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel – werden von 21. bis 30. August in Bilbao und San Sebastian über die Bühne gehen, mit San Sebastian als FInalstadion.

Europameisterschaft 2021

Alle 12 Städte wurden für die um ein Jahr verschobene EM bestätigt – der Spielplan bleibt also exakt gleich.

Das noch ausständige Playoff wird am 8. Oktober und am 12. November angesetzt werden. Zu diesen beiden Länderspiel-Fenstern sind jeweils drei Nationalteam-Einsätze möglich. Die Nations League soll in drei Abstellterminen (Anfang September, Mitte Oktober und Mitte November) durchgezogen werden.

Die Europacup-Saison 2020/21

Normalerweise beginnt die Europacup-Saison immer Ende Juni, das ist dieses Jahr natürlich nicht zu halten. Bis 3. August müssen die nationalen Verbände die Teilnehmer gemeldet haben, die Qualifikationsrunden starten am zweiten August-Wochenende. Neu ist, dass alle Qualirunden bis auf das Playoff mit einem einzigen Spiel ausgetragen werden – in der Europa League sogar auch das Playoff.

Für Österreich heißt das: Der Meister (also Salzburg) bestreitet am 23. und 29. September das Champions-League-Playoff, der Vizemeister steigt am 25. August in der zweiten von vier Qualirunden ein. Sprich: Wenn der LASK doch noch Vizemeister würde, würden genau zwei Wochen zwischen Manchester-Rückspiel und erstem Match der neuen Europacup-Saison liegen.

In der Europa League ist der Liga-Dritte fix in der Gruppenphase, der Vierte steigt am 24. September in die dritte Qualirunde und der Sieger des Europacup-Turniers zwischen Fünften, Siebenten und Achten am 17. September in der zweiten Qualrunde.

Die Gruppenphasen werden zwischen 20. Oktober und Weihnachten durchgepeitscht.

Brutaler Kalender

Das heißt, dass von Mitte August bis Mitte Dezember jede einzelne Woche mit internationalen Spielen vollgefüllt ist, daher Wochentags-Runden sowie sinnvolle Cup-Termine unter der Woche nicht möglich sein werden.

Wenn die meisten Ligen, wie sie es vor einigen Wochen angedeutet hatten, am 11. September starten – was angesichts der verzögerten Saison 2019/20 sinnvoll erscheint – sind bis Weihnachten also maximal 14 Meisterschafts-Runden möglich. Man darf gespannt sein, wie die nationalen Verbände die Saison 2020/21 bis Ende Mai fertig bekommen wollen und wer beispielsweise den Cup streicht.

All das natürlich immer unter der Voraussetzung: Es darf keine zweite Corona-Welle geben.

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Ballverliebt Classics: Als Rapid das große Real verängstigte https://ballverliebt.eu/2020/03/23/ballverliebt-classics-rapid-real-madrid-europacup/ https://ballverliebt.eu/2020/03/23/ballverliebt-classics-rapid-real-madrid-europacup/#comments Mon, 23 Mar 2020 09:01:47 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=16654 Ballverliebt Classics: Als Rapid das große Real verängstigte weiterlesen ]]> 20 Duelle, 20 Siege: Die ersten fünf Ausgaben des Europacups gewann Real Madrid. Nur zwei Teams zwangen vor Einfühung der Auswärtstorregel das Starensemble von Di Stéfano und Co. in diesen fünf Jahren in ein Entscheidungsspiel: Einmal Atlético Madrid – und einmal Rapid.

Dies ist die Geschichte von Österreichs erstem echten Ausrufezeichen im Europacup. Damals, als Ernst Happel den Königlichen beim ersten Flutlicht-Spiel überhaupt im Wiener Stadion das Fürchten lehrte.

Glücklicher Meistertitel

Giulio Campanati, knapp 34 Jahre alt und aus Mailand stammend, verweigerte den Pfiff und das Zeichen in Richtung Elfmeterpunkt. Der 10. Juni 1956 war ein relativ windiger Tag und im Wiener Prater war es relativ kühl. Aber hätte der Referee nach der Attacke an Wacker-Linksverbinder Paul Kozlicek auf Elfmeter entschieden, hätte Wacker wohl mit einer heißen Party den zweiten Meistertitel der Klubgeschichte gefeiert.

So blieb es beim Zwischenstand von 1:0 gegen die Austria, Wacker bracht mental zusammen und verlor noch 1:3. Rapid – tags zuvor mit einem lockeren 7:0 gegen Nachzügler Austria Graz – sprang am letzten Spieltag erstmals auf Tabellenplatz eins und war zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren österreichischer Champion.

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1955/56 war eine turbulente Saison bei den Hütteldorfern, mit zwei Trainerwechseln (im Jänner Alois Beranek für Franz Wagner, im März umgekehrt) und drei verschiedenen Sektionsleitern. Das Team war in Grüppchen zerfallen, es gab die Fraktion der Älteren (wie die Körner-Brüder, Mittelstürmer Dienst, der notorisch undisziplinierte Probst und Defensiv-Routinier Golobic) und die Jungen: Bertalan, Mehsarosch, Höltl und der vom GAK verpflichtete Halla.

Rapids Meister-Team 1955/56

Rapid wurde 1956 eher deswegen Meister, weil die anderen noch blinder waren. Wacker, zwischendurch deutlich voran, hat es nervlich nicht zusammen bekommen. Die knallharte Vienna-Abwehr mit Nickerl, Röckl und Umgeher, die ihrem Team ein Jahr zuvor den Titel gesichert hatte, war nur noch gut, nicht mehr außergewöhnlich. Die Austria war mitten im Umbau, nachdem das halbe Team in die lukrative französische Liga abgewandert war.

In der Staatsliga bekam Rapid im Herbst die Rechnung präsentiert, man dümpelte zumeist zwischen Rang vier und fünf herum. International aber sorgte man 1956 für die ersten echten Höhepunkte eines österreichischen Teams im ein Jahr zuvor eingeführten Europacup – im Duell mit Titelverteidiger Real Madrid.

Volles Sommerprogramm

Die alte Saison endete am 10. Juni, die neue begann am 26. August. Dazwischen durfte Rapid aber nicht etwa Sommerpause machen, sondern musste im „Mitropa-Cup“ antreten. Der ÖFB versuchte Mitte der Fünfziger mit aller Macht, den in der Zwischenkriegszeit extrem populären Klub-Bewerb wiederzubeleben und vergatterte Meister Rapid und Vizemeister Wacker zur Teilnahme.

Zunächst eliminierte Rapid über den vom späteren ÖFB-Teamchef Leopold Stastny betreuten tschechoslowakischen Meister Slovan Bratislava (3:0 und 1:3 am 23. und 30. Juni), im Halbfinale rangen die Grün-Weißen völlig überraschend das ungarische Spitzenteam Vörös Lobogò (das vormalige und spätere MTK Budapest) um WM-Star Nándor Hidegkuti nach einem 3:3 daheim auswärts 4:3 nieder (7. und 14. Juli).

Nach zwei schwachen Jahren des Nationalteams mit drei Teamchef-Wechseln zündete Rapid in diesem Sommer wieder den Funken zu den Fans, das 3:3 im Finalhinspiel (21. Juli) gegen Vasas Budapest sahen 52.000 Menschen im randvollen Praterstadion. Eine Woche später waren sogar rund 100.000 Zuseher im neuen Budapester Népstadion dabei und sahen ein 1:1. Ein alles entscheidendes drittes Spiel musste her.

Entscheidungsspiel im Mitropacup-Finale 1956

Vor diesem Entscheidungsspiel am 4. August in Budapest war Rapid körperlich völlig am Ende, zudem fehlte der erkrankte Alfred Körner. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff hielt Rapid mit 1:2 das Ergebnis knapp, danach brachen aber alle Dämme und Vasas gewann 9:2.

Rapid war in diesem Sommer Meister geworden, hatte zweieinhalb Mal ein volles Praterstation und kassierte ein Drittel der Einnahmen des vor wiederum 104.000 Menschen ausgetragenen Entscheidungsspiels. Regeneration und Aufbautraining waren aber nicht möglich. Vier Tage nach dem Match in Budapest musste man noch nach Wuppertal, um dort das vertraglich vereinbarte Ablösespiel für Erich Probst durchzuführen.

Man war zwar froh, Troublemaker Probst los zu sein, aber die sinnlose Reise zum Ruhrgebiet hätte man sich wohl dennoch gerne erspart. Nach dem 3:3 am 8. August gab es zwei Wochen Urlaub, dann drei Tage Training unter dem neuen Coach Max Merkel – und dann gleich das erste Saisonspiel.

Kein Wunder, dass man gegen Simmering nur zu einem müden 1:1 kam.

Durchwachsener Saisonstart

Peinliche Darbietungen wie bei der Niederlage in Kapfenberg und dem 1:4-Debakel bei Tabellenführer Vienna auf der Hohen Warte wechselten sich mit hohen Erfolgen gegen unterlegene Kontrahenten und einem 4:1 gegen eine schwache Austria ab. Zudem gab es in Folge des vollen Kalenders im Sommer zahlreiche Verletzungen – die Körner-Brüder fehlten beide längere Zeit, auch Dienst stand nicht immer zur Verfügung.

Dafür konnte man im Oktober einen Coup landen, indem man Ernst Happel nach anderthalb Jahren bei Racing Paris wieder zurück holte. Der 30-jährige Routinier debütierte beim 2:0 in Krems, der vorletzten Partie vorm Hinspiel bei Real Madrid am Allerheiligen-Tag 1956.

Hinspiel: Real hoch überlegen, aber schleißig

Das mit Stars gespickte Team von Klub-Boss Santiago Bernabeu hatte ein halbes Jahr zuvor die Premiere im Europacup gewonnen und sich noch dazu Stürmer Raymond Kopa von Finalgegner Stade Reims geschnappt. Die Königlichen galten ohne Diskussion als das beste Vereinsteam des Kontinents.

Rapid hatte 1955/56 – als man als Liga-Dritter teilnehmen durfte, weil die Veranstalter eher auf große Namen setzten, um den Bewerb besser vermarkten zu können – im Achtelfinale Eindhoven besiegt und war dann im Viertelfinale an Milan gescheitert. Das war, was realistisch zu erwarten war und angesichts der internen Turbulenzen in Ordnung.

Nach dem 1:1 daheim gegen den GAK auf Liga-Platz vier rangierend, stellte die Wiener AZ seine Leser bereits im Vorbericht zum Match in Madrid auf eine zünftige Pleite ein: „Eine Niederlage von zwei oder drei Toren wäre für die Wiener kein Misserfolg!“ Die Erwartungen waren sehr gering.

Hinspiel: Real gewinnt 4:2

Wie die ungarischen Teams MTK und Vasas im Sommer spielte auch Real mit einem zurückgezogenen Mittelstürmer: Alfredo di Stéfano war es aus Argentinien gewohnt, dass die Außenstürmer sehr hoch stehen, die Verbinder halbhoch und er selbst als nomineller Mittelstürmer direkt vor den Läufern agierte, um das Spiel zu orchestrieren. Eine ähnliche Rolle rang er nach seinem Wechsel zu Real Madrid 1953 auch Erfolgscoach Pepe Villalonga ab.

Real legte gleich offensiv los. Nach einem Freistoß von Atienza in der 9. Minute kam Di Stéfano zum Kopfball und stellte auf 1:0, in der 22. Minute versenket der 30-jährige Argentinier eine Flanke von Kopa ebenso per Kopf zum 2:0. Dazu klatschte ein Schuss der Madrilenen an die Latte und einmal rettete Rapid-Goalie Gartner in höchster Not.

Als die Spanier nach eine halben Stunde etwas den Fuß vom Gas nahmen, hätte es schon 4:0 stehen können. „Rapid kommt nun sogar auf und trägt einige Angriffe vor“, berichtete die AZ, „aber man hat stets das Gefühl, dass die Spanier, erforderte es die Situation, mühelos zuschlagen könnten.“ In der 50. Minute wäre es wieder so weit gewesen, aber das Tor von Gento wurde vom Schweizer Referee Gottfried Dienst (der zehn Jahre später das Wembley-Tor geben sollte) wegen Abseits nicht anerkannt.

Vorne gingen die Madrilenen eher schleißig mit ihrer Dominanz um, hinten passten sie nach einer Stunde einmal nicht auf – und schon verkürzte Robert Dienst nach Hanappi-Assist zum 2:1. Tatsächlich machte Real nun wieder Ernst, innerhalb von fünf Minuten hatte Gento zweimal getroffen. Mit dem 4:1 war der Favorit zufrieden, man ließ das Spiel in der Schlussphase ein wenig austrudeln.

Dass Karl Gießer mit einem Weitschuss kurz vor Abpfiff auf 2:4 verkürzte, lässt das Ergebnis  knapper aussehen, als das Spiel tatsächlich war. Mit einem Blick auf das vorjährige Viertelfinale, als Real nach einem 4:0-Heimsieg gegen Partizan Belgrad auswärts 0:3 verlor, warnte Trainer Villalonga aber: „Wenn ich an Partizan denke, muss ich mir vor dem Spiel in Wien Sorgen machen!“

Wirklich ernst nahm Villalonga niemand. Er sollte aber Recht behalten.

Rückspiel: Verschüchterte Königliche im Flutlicht

Rapid kam zwischen den beiden Partien gegen Real zu einem mühsamen Sieg beim Vorletzten Stadlau und kassierte peinliche Niederlage beim Drittletzten Sturm Graz. Real verlor den Clasico gegen den FC Barcelona. Für die Königlichen war das Rückspiel eine Pflichtaufgabe, für Rapid der Höhepunkt eines Halbjahres zum Vergessen.

Und: Es war das erste Flutlichtspiel im Praterstadion. Solche Bedingungen kannte weder Real noch Rapid. Aber: Es war Mitte November, es war kalt, es war windig, ein grausliches Mistwetter. Das kannten die Wiener wesentlich besser als die Madrilenen. Zumal diese praktisch das ganze Spiel zu zehnt absolvierten mussten.

Der längjährige AS-Chefredakteur Alfredo Relaño schreibt in seinem Buch „Memorias en blanco y negro“: „Das Spiel beginnt mit einem schnellen und aggressiven Rapid-Team. In der vierten Minute gibt es eine schreckliche Szene: Ein Tritt von Mittelstürmer Dienst ans Knie von Innenverteidiger Oliva reißt eine gewaltige Wunde. Er blutet enorm, man kann bis zum Knochen sehen. Für ihn ist das Spiel beendet, Real muss zu zehnt spielen.“

In der Wiener AZ klingt das Ganze deutlich nüchterner, obwohl der sonst ungemein verschwurbelte Martin Maier an der Schreibmaschine sitzt. „Ein harmlos aussehender Zusammenstoß des spanischen Stoppers Oliva mit Dienst entscheidet das Spiel in der 5. Minute. Oliva wird verletzt, scheidet aus und muss ins Krankenhaus.“ Spielerwechsel sind damals noch nicht erlaubt.

Rückspiel: Rapid gewinnt 3:1

Real-Trainer Villalonga, dem zu Stürmer Héctor Rial (verletzt) und Verteidiger Marquitos (suspendiert, weil er eine zu feiste Gehaltserhöhung wollte) zwischenzeitlich auch Santisteban ausgefallen war, musste auf eine weitere Stütze verzichten und obendrein umbauen. Lesmes ging hinten ins Zentrum, Zárraga aus der Läuferreihe nach links hinten, dafür rückte Di Stefano zurück und Joseito, der links gestartet war, auf die Di-Stefano-Position. Aus Kopa wurde wieder ein Rechts-Außen.

Rapid nahm das Spiel in die Hand. Ein Kopfball von Riegler ging in der 12. Minute die Latte, zwei Minuten später traf Riegler – aber das Tor zählte wegen Abseits nicht. „Ein einwandfreies Tor“, ärgerte sich Alfred Körner: „Ich habe knapp vor der Torlinie geflankt und Riegler stand hinter mir. Es konnte gar kein Abseits sein!“ In der 18. Minute aber schlug ein Freistoß von Happel aus 30 Metern ein – das 1:0. Auch in der Folge musste Real-Keeper Juan Alonso diverse Male retten, einmal tritt ihm dabei Dienst auf die Hand. Mittelhandknochenbruch, Alonso musste quasi mit einer Hand weiterspielen.

„Madrid schwimmt im eigenen Strafraum“, schreibt Relaño: „Ein weiterer Schuss an die Latte [Alfred Körner, 31. Minute]. Ein Ball, den Lesmes per Kopf von der Linie klärt. Einmal rettet Joseíto, dann wieder Alonso mit einer Hand. Es ist ein Wunder, dass bis zur 35. Minute keine Tore mehr gefallen sind.“ Doch dann bekam Zárraga einen Ball an die Hand, der französische Referee Maurice Guigue zeigte auf den Punkt, Happel drosch den Ball zentral zum 2:0 ins Tor.

Kurze Zeit später: Freistoß für Rapid aus 25 Metern. Nachdem vorm 0:1 auf eine Mauer verzichtet worden war, besteht Alonso nun darauf. Schiedrichter Guigue misst nach, stellt die Mauer noch ein, zwei Meter weiter nach hinten. Happel läuft an, prügelt den Ball wieder in Richtung Alonso – und weil Muñoz in der Mauer den Ball abfälscht, steht es 3:0 für Rapid.

„Zwei Freistoßbomben und eine Elfmeterkanone“ beschrieb es Walter Schwarz im „Kurier“, drei Tore von Innenverteidiger Happel in jenem Stadion, das 37 Jahre später seinen Namen bekommen wird. Zur Halbzeit des Rückspiels wäre Rapid im Viertelfinale.

Bernabéu in der Kabine

Schwarz war im Kurier trotz des frühen Ausscheidens von Oliva sehr kritisch mit Real: „Dennoch hätte das Spiel dieser Millionen-Elf auch in einem solchen Fall mehr Konzept verraten müssen!“ Im Lager der Spanier sah man es ähnlich. Relaño schreibt: „Real zieht sich in die Kabine zurück, eingeschüchtert und [bei diesem Spielstand] ausgeschieden. Sie sind zehn Mann, eigentlich neuneinhalb, es ist kalt, sie sind vor Schreck gelähmt, verzagt, wie weggefegt.“

Obwohl der AS-Redakteur seine Helden sicherlich hier etwas geschlagener darstellt, als sie tatsächlich waren, um das folgende Comeback umso heroischer erscheinen zu lassen: Dass die Stimmung in der Real-Kabine nicht die beste war, kann man annehmen. Und dann erschien Santiago Bernabéu. Der Klub-Boss persönlich hatte die Tür aufgeschlagen, um seinen Spielern eine Standpauke zu halten, die sich gewaschen hat.

AZ-Redakteur Maier macht sich derweil Gedanken: „Happel ist dreifacher Torschütze, aber kein einziger Treffer fiel aus dem Feldspiel. Das gibt zu denken. Elf Mann gegen zehn Mann, da müssten doch auch Tore aus zwingenden Kombinationen fallen, nicht nur aus Elfmetern und Freistößen.“ Ob der langwierigen Arbeit des Übermittelns und Setzens in der Druckerei, die damals ohne den heutigen Luxus von Computern, Internet und automatisiertem Druck nötig war, hat Maier diese Zeilen – Anstoß war 19.30 Uhr – definitiv in der Halbzeit verfasst.

Real stellt um und bekommt Kontrolle

Die Real-Spieler zeigen sich von Bernabéus derber Rede unbeeindruckt und reagieren cool und mit einem Plan. „Dem Sturm fehlt Di Stefano, der in die Deckung zurückgezogen wurde“, konstatierte Maier schon währen der ersten Halbzeit. Nun rückte Joseíto, als Rechtsaußen gestartet, auf die Linksverteidiger-Position – so konnten Zárraga und Muñoz wieder die Läuferreihe bilden und Di Stefano kehrte zurück auf seine Position hinter den Spitzen.

2. Hälfte: Etablierte Läuferreihe und Di Stefano vorne

Mit der etablierten Läuferreihe wurde der Rapid-Innensturm mit Riegler und Alfred Körner besser neutralisiert, sodass der mittlerweile 32-jährige Robert Körner auf der Außenbahn kaum die Gelegenheit bekam, den auf ungewohnter Position eingesetzten Joseíto zu testen. Dienst hing in der Luft, während Di Stefano nun aus seiner optimalen Position heraus das Spiel lenkte und das wichtige Tor zum 1:3 erzielte. Auch Kopa – der vor der Pause völlig unsichtbar war – war wieder mehr ins Spiel eingebunden.

Im Stile einer Klassemannschaft hat sich Real Madrid vor dem Aus gerettet. Mit einem Gesamt-Score von 5:5 nach zwei Spielen muss ein drittes Match ausgetragen werden. Die Auswärtstorregel wird im Europacup erst neun Jahre später eingeführt.

Der Poker: Wo ist das 3. Spiel?

Innenverteidiger Oliva wurde mit 12 Stichen über dem rechten Knie genäht, Torhüter Alonso würde monatelang ausfallen; dazu die Verletzungen von Rial und Santisteban. „Das Team war in einem 80 Meter tiefen Loch“, sollte Bernabéu – der nach der soliden zweiten Halbzeit wieder der beste Freund der Spieler war – einige Zeit später zu Protokoll geben. Real musste sichergehen, das Entscheidungsspiel zu gewinnen.

Das Datum dafür stand schon am Tag nach dem Wiener Spiel fest – der 13. Dezember – nur der Austragungsort nicht. Anders als im Sommer gegen Vasas Budapest gab es im Europacup keine klaren Bestimmungen darüber. Ein neutraler Ort war möglich, aber nicht zwingend. Welche Stadt den Zuschlag bekommen würde? „Wer am meisten zahlt“, sagt Rapid-Vizepräsident Carl Sorg schon direkt nach dem Rückspiel ganz offen.

Bernabéu schlug in den Verhandlungen Genf und Paris vor, Sarg Brüssel und Amsterdam. Eine Einigung auf einen neutralen Ort war nicht zu machen. Also wedelte Real mit den Geldscheinen: Wenn man sich aber auf Madrid einigen würde, bekäme Rapid 60 Prozent der Ticket-Einnahmen, dazu würde Real den Großteil der Reise- und Unterkunftskosten für die Wiener übernehmen.

Der Prater fasste damals rund 50.000 Menschen, das Nuevo Chamartín (welches schon damals offiziell „Bernabéu“ hieß) in Madrid über 100.000. Sarg ging den für Rapid ungemein lukrativen Deal am 21. November, dem Tag vor der Eröffnung der olympischen Sommerspiele in Melbourne, ein. Für Bernabéu mochte das Entscheidungsspiel zu einem finanziellen Verlustgeschäft werden, aber immerhin war der Heimvorteil gesichert.

Der ÖFB versuchte der Entscheidung für Madrid zwar einen Riegel vorzuschieben, aber die UEFA entschied zu Gusten der Vereine. Rapid konnte also mit Fix-Einnahmen von 700.000 Schilling rechnen. Ein Vergleich mit heutigem Wert ist schwierig, aber es dürfte für 2020 wohl rund vier oder fünf Millionen Euro darstellen.

Rückschläge nach dem Rückspiel

Zwischen Rückspiel und Entscheidungsmatch gab es für Rapid einige weitere Tiefschläge zu verdauen. Robert Dienst fing sich eine Leistenzerrung ein, Karl Gießer zog sich im Match gegen den Sportclub einen Schienbeinbruch zu, Gerhard Hanappi kam verletzt vom Länderspiel in Italien (1:2) nach Hause. So bekam in der Läuferreihe Lothar Bilek den Zuschlag, der in der Meistersaison nur dreimal zum Einsatz gekommen war.

Eine Niederlage gegen Wacker ließ Rapid in der Staatsliga zwischenzeitlich sogar auf den fünften Platz abrutschen. Eine Titelverteidigung war schon zu Saisonhalbzeit nur noch eine mathematische Möglichkeit, aber kaum noch realistisch.

Tabelle der Staatsliga im Dezember 1956 am Ende der Herbstsaison

Real Madrid hingegen ging mit einer Serie aus sieben Liga-Siegen in Folge im Rücken als spanischer Tabellenführer ins Rückspiel und übernahm in diesem auch gleich die Kontrolle. Schon in der 2. Spielminute gingen die Königlichen in Führung. Linksaußen Gento passierte Halla mühelos und flankte vor das Tor, Marsal säbelte noch etwas unbeholfen über den Ball drüber, aber der dahinter stehende Joseito schoss unbedrängt zum 1:0 für Real ein.

Damit war das Ton für das Spiel gesetzt. Der pardonierte Marquitos ersetzte Oliva, im Tor durfte Backup-Goalie Javier Berasaluce ran; Santisteban war wieder fit und kehrte in die Läuferreihe zurück. Und so wischte Real mit dem personell signifikant geschwächten und ohnehin nicht in Top-Form angereisten Rapid-Team sprichwörtlich den Boden auf.

Entscheidungsspiel: Real gewinnt problemlos 2:0

Real um eine Klasse besser

Torhüter Zeman bekam gerade noch die Fingerspitzen an einen Schuss von Kopa, ein Freistoß von Di Stéfano klatschte an die Latte. „Rapid versucht zu reagieren, aber Real ist einfach zu weit entfernt von der Verängstigung des Spiels in Wien“, schreibt Santiago Sigueiro in seiner Real-Biographie „Reyes de Europa“. Vor einem Publikum und bei für Mitte Dezember recht angenehmen Temperaturen zeigte Real das aggressive und offensive Gesicht. „Die Spanier berennen, von den 100.000 [Zusehern] stürmisch angefeuert, fast ununterbrochen das Rapid-Tor“, berichtet die Wiener AZ, „Happel und Zeman haben alle Hände voll zu tun, die ständigen Fehler von Halla und Golobic auszubessern.“

Nach 24 Minuten kam Halla beim Versuch, den bereits in den Strafraum eingedrungenen Gento im Laufduell vom Ball zu trennen, zu Fall. Der englische Referee Alf Bond enschied richtigerweise auf Weiterspielen, Gento hob den Ball praktisch von der Torauslinie vors Tor. Golobic „klärte“ den Ball per Kopf zentral vor das Tor, wo Kopa nur noch abziehen musste.

„Rapid, noch dazu ohne Hanappi, findet keinen Weg, den galligen Auftritt des Spiels in Wien zu wiederholen. Happel ist aus der Distanz keine Gefahr. Real kontrolliert das Spiel und lässt die Minuten herunterlaufen – bis zum Ende“, schreibt Siguero. „Einen raffiniert getretenen Freistoß von Di Stéfano lenkt Zeman über die Latte“, beschreibt die AZ: „Joseito schießt scharf gegen die linke obere Torecke. Di Stéfano köpft aus fünf Metern auf das Tor, Zeman reagiert blitzschnell und hält auch diesen Ball.“

Das Duell war entschieden. Ohne Stützen wie Hanappi und Gießer konnte Rapid die Leistung des Matches in Wien nicht reproduzieren. Happel war hinten beschäftigt, zu offensiven Standards kam Rapid kaum. Real ließ die Uhr arbeiten und die Wiener ließen ihrem Frust in der Schlussphase zunehmend freien Lauf – zusätzlich angestachelt von Lesmes, der nach einem Tritt gegen Alfred Körner in der 79. Minute ausgeschlossen wird.

Rudelbildung und dritte Halbzeit

Wenige Sekunden vor Ablauf der Spielzeit stieg Happel gegen Kopa sehr hart ein, eine Rudelbildung war die Folge. Die AZ beschreibt: „Einige Spieler werden untereinander handgreiflich. Aus dem Zuschauerraum fliegen Flaschen auf das Spielfeld, ein Dutzend Pressephotographen stürmt auf das Feld und hält den Zwischenfall fest.“ Bond schmiss auch Happel raus und beendete das Spiel kurz danach.

Die Animositäten nahmen mit dem Schlusspfiff aber kein Ende. Im Kabinengang kam es zu Schreiduellen zwischen den Teams, die Spieler beschuldigten sich gegenseitig, die Eskalation herbeigeführt zu haben. Lesmes humpelte durch die Katakomben, er hatte auch noch irgendwo einen Tritt abbekommen. Di Stéfano, der von einem grippalen Infekt gestreift worden war, war völlig am Ende.

„Wir hatten einfach zu viele Ausfälle“, konstatierte Happel in der Folge. „Wir haben uns besser als erwartet geschlagen“, gab Trainer Merkel zu, „angesichts der Umstände bin ich mit dem Ergebnis nicht unzufrieden.“

Amerika-Tournee und Siegesserie

Eine wirkliche Winterpause genehmigte sich Rapid auch nicht, aber nicht alle Spieler mussten die Amerika-Tournee mitmachen. Hanappi und Gießer durften sich auskurieren, Halla blieb auch daheim – dafür wurde Franz Häusler, der seit anderthalb Jahren nicht mehr in der Kampfmannschaft zum Zug gekommen war, ebenso in den 16-Mann-Kader aufgenommen wie Güssing-Gastspieler Kovacs.

Rapids Winter-Tour 1956/57: USA (7:1 gegen die All-Stars New York), Costa Rica (1:4 gg Racing Buenos Aires, 1:1 gg Saprissa, 2:7 gg Herediano), Guatemala (4:1 gg Universidad und 3:2 gg Comunicaciones), Kolumbien (3:2 gg Libertad Barranquilla), Curacao (0:2 und 2:0 gegen das dortige Nationalteam), Guadeloupe (2:1 gegen das dortige Nationalteam), Martinique (2:2 gegen das A-Nationalteam, 4:4 gegen das B-Team) und Surinam (3:3 gegen das dortige Nationalteam und 1:3 gegen Paramaibo).

Die Reise war touristisch sicher attraktiv, das Wetter überwiegend tropisch-heiß, der sportliche Wert überschaubar und die Leistungen nicht gerade glorreich. Hans Riegler kam mit einem gebrochenen Arm nach Hause, Alfred Körner mit einer Seitenbanddehnung, Robert Dienst mit Fieber. Am 13. Februar kehrte Rapid zurück und Trainer Max Merkel kündigte an: „Jetzt machen wir erstmal Pause, in den nächsten vierzehn Tagen wird kein Ball angerührt!“

Nach der schwachen Herbstsaison und der strapaziösen Amerika-Reise sprach nichts für ein glorreiches Comeback von Rapid. Als die Rückrunde am 16. März startete, klang die Zielsetzung eher nach Schadensbegrenzung. „Wir hoffen, uns um einen oder zwei Plätze nach vorne zu schieben“, gab Robert Körner zu Protokoll.

Tatsächlich gab es elf Siege in Serie – darunter ein 6:2 gegen die Admira, ein 8:1 gegen Kapfenberg, gar ein 12:1 gegen Krems und ein 9:1 gegen Stadlau, dazu knappe 3:2-Erfolge gegen die Vienna und die Austria. Herbstmeister Vienna ließ dafür immer wieder Punkte, wie mit einer Niederlage bei Sturm, einem durch ein tölpelhaftes Eigentor kassierte 1:1 gegen Wacker und einem 1:2 gegen die Admira, die am vorletzten Spieltag die Entscheidung zu Gusten Rapids bedeutete.

Und Real Madrid? Holte 1957 locker den spanischen Meistertitel und nach Erfolgen über Nizza, Manchester United und die Fiorentina auch den Europacup – ebenso wie 1958, 1959 und auch 1960.

Epilog

Genau 12 Jahre später sollte Rapid die Revanche glücken: Wieder war es das Achtelfinale im Meistercup, wieder hatten beide Teams nach Hin- und Rückspiel gleich viele Tore auf dem Konto. 1968 war die Auswärtstorregel aber schon eingeführt. So reichte nach dem 1:0-Heimsieg im Hinspiel eine 1:2-Niederlage in Madrid zum Viertelfinal-Einzug.

Dort war dann gegen Manchester United Entstadion – dank eines Doppelpacks von George Best.

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VAR: Das fast ultimative Urteil (mit Alex Feuerherdt von Collinas Erben) https://ballverliebt.eu/2020/02/25/var-das-fast-ultimative-urteil-mit-alex-feuerherdt-von-collinas-erben/ https://ballverliebt.eu/2020/02/25/var-das-fast-ultimative-urteil-mit-alex-feuerherdt-von-collinas-erben/#respond Tue, 25 Feb 2020 20:25:32 +0000 Fußball-Regeln sind so eine Sache: Jeder hat eine Meinung, aber wenige Menschen die totale Ahnung. Alex Feuerherdt ist zusammen mit Klaas Reese bei Collinas Erben eine Institution, was das Schiedsrichterwesen anbelangt. Deshalb haben wir Alex eingeladen, um mit ihm über die Video Assistant Referees (kurz: VAR) zu reden. Das soll in einem knappen Jahr ja auch in Österreich starten, dabei sorgt es selbst in großen Ligen noch für (nicht immer ganz sinnvolle) Diskussionen. Warum und was man so über die deutschen und englischen Erfahrungen sagen kann? Hört doch einfach rein!

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CL: Wer schafft den Sprung ins Viertelfinale? https://ballverliebt.eu/2020/02/18/cl-wer-schafft-den-sprung-ins-viertelfinale/ https://ballverliebt.eu/2020/02/18/cl-wer-schafft-den-sprung-ins-viertelfinale/#respond Tue, 18 Feb 2020 15:10:39 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=16691 CL: Wer schafft den Sprung ins Viertelfinale? weiterlesen ]]> Das Achtelfinale der UEFA Champions League steht vor der Tür. Die aktuelle Situation mancher Vereine könnte für einige Überraschungen in den bevorstehenden Spielen sorgen: Diverse Top-Klubs sind in den vergangenen Wochen und Monaten etwas ins Straucheln geraten. Zum Achtelfinal-Start schauen wir daher auf die einzelnen Duelle: In welcher Form befinden sich die Klubs tatsächlich und wie stehen ihre Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale?

Foto: Adidas

Atlético Madrid gegen Liverpool FC

Auch wenn man auf den ersten Blick dieser Begegnung zweier international-starker Teams, den Titelverteidiger FC Liverpool, als klaren Favoriten bezeichnen könnte, ist dies laut den Statistiken gar nicht so eindeutig: Die Bilanz aus den vier direkten Duellen ist ausgeglichen (zwei Unentschieden und je ein Sieg).

Dennoch hat man den Reds die Favoritenrolle nicht ohne Grund übergeben. Mit einem Vorsprung von 25 Punkten auf den Tabellenzweiten in der Premier League, und nur einer einzigen Niederlage in den letzten 34 Spielen, kehrt Liverpool mit vollen Kräften und gestärktem Personal in jenes Stadion zurück, an dem man im Vorjahr den Sieg der Champions League erringen konnten.

Atlético hingegen hat den Anschluss an Barcelona und Real Madrid (13 Punkte Rückstand) beinahe vollkommen verloren. Die Kritik an Trainer Diego Simeone wird aufgrund des peinlichen Ausscheidens in der Copa del Rey gegen Drittligist Leonesa und nach nur eines Sieg aus den vergangenen sieben Spielen lauter, Klubpräsident Cerezo steht aber weiter voll zum Argentiner.

Atlético seit acht K.o.-Heimspielen in der Champions League ungeschlagen. Trotzdem wird es für die Madrilenen keineswegs einfach werden, gegen Liverpools stets verlässliche Offensive den Weg in die nächste Runde zu finden.

Prognose: Liverpool zieht ins Viertelfinale ein

Borussia Dortmund gegen Paris St. Germain

Von vielen Seiten wird dieses Spiel als sogenanntes „Schmankerl“ der Runde der letzten 16 gesehen, ach, weil der ehemalige BVB-Trainer Thomas Tuchel erstmals seit dem DFB-Pokalsieg 2017 in den Ruhrpott zurückkehrt.

Obwohl das französische Top-Team nach der Auslosung die klare Favoritenrolle zugesprochen bekam, hat sich seither einiges geändert. Dortmunds neuer Stürmerstar Erling Haaland ist voll eingeschlagen. Acht Tore in seinen ersten fünf Bundesligaspielen – das ist vor ihm noch keinem gelungen. Aber aller Offensiv-Power hat der BVB aber auch eine klare Schwachstelle – die strauchelnde Defensive, welche die Mannschaft beim Aufeinandertreffen mit Hochgeschwindigkeits-Spielern meist vor große Probleme stellt.

Blickt man hingegen auf PSG, betrachtet man eine offensiv clevere Mannschaft, die bereits in der CL-Gruppenphase, mit nur zwei Gegentoren und 16 von 18 möglichen Punkten, einen starken Eindruck hinterlassen konnten. Die wichtigsten Offensiv- Spieler Mbappé, Di Maria und Icardi sind allesamt mit in den Ruhrpott gereist – ebenso wie der zuletzt angeschlagene Neymar, der den Parisern wahrscheinlich bereits im Hinspiel zur Verfügung stehen wird.

Prognose: Paris St. Germain zieht ins Viertelfinale ein

Atalanta Bergamo gegen Valencia CF

Die italienisch-spanische Partie ist ein Duell auf Augenhöhe. Valencia hatte sich in der Gruppenphase gegen Ajax Amsterdam und Chelsea durchsetzen können, Atalanta schaffte es als erste CL-Debütat seit Leicester 2016/17 in die K.o.-Phase.

Die Heimstärke könnte den Italienern zu gute kommen. Seit der Rückkehr auf die europäische Bühne 2017 verlor Atalanta nur eines der zehn „Heimspiele“, obwohl man diese in Reggio Emilia bzw. in Mailand austragen musste, da das eigene Stadion (noch) nicht Europacup-tauglich ist. Auch in der Serie A läuft es für die Lombarden gut, mit 63 Toren in 24 Spielen stellt das Team von Trainer Gian Piero Gasperini nicht nur die beste Offensive der Liga dar, sondern sicherte auch Platz vier mit einem 2:1 über die Roma am Wochenende ab.

Die aktuelle Form Valencias lässt hingegen Fragen offen. Die jüngsten Ergebnisse zeigten unter anderem deutliche Schwächen in der Defensive, mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in den letzten 3 Spielen kann die Mannschaft nicht zufrieden sein. Zudem gibt es eine lange Liste an Verletzten (darunter Torhüter Cillessen, die Innenverteigier Garay und Gabriel, Sechser Coquelin sowie Mittelstürmer Rodrigo), was die Ausgangslage nicht einfacher macht.

Prognose: Atalanta Bergamo zieht ins Viertelfinale ein

Tottenham Hotspur gegen RB Leipzig

Für Leipzig ist dies das erste CL-Achtelfinale der noch jungen Vereinsgeschichte. Buchmacher sind daher allesamt der Meinung, dass hier zwei heiß umkämpfte Duelle warten. Naheliegend wäre, die Favoritenrolle dem Vorjahresfinalisten Tottenham zu übergeben, doch die aktuelle Form beider Teams lässt ausreichend Raum für Spekulationen.

Die bisherige Bundesliga-Rückrunde von Leipzig zeigt, dass man es mit dem Meisterwunsch ernst meint. Mit insgesamt 25 Auswärtstoren in delf Spielen hinterlässt die Mannschaft von Julian Nagelsmann einen stets angriffslustigen und offensiv kreativen Eindruck. Obwohl in der Abwehr einige wichtige Spieler (Ibrahima Konate und Willi Orban) fehlen, kann Leipzig in der Offensive wohl sein volles Potenzial ausschöpfen. Taktisch ist nie vorherzuhen, wie Nagelsmann sein Team vorne variieren und aufstellt.

Auch Tottenham konnte sich, seitdem Trainer José Mourinho die Mannschaft übernommen hat, von zwischendurch schwachen Leistungen wieder erholen. Mit drei Siegen aus den letzten drei Lige-Spielen kletterten die Spurs Platz 5 und stellten den Anschluss an die Champions League Plätze her. Aufgrund der wackligen Defensive (in 20 Spielen unter Mourinho nur dreimal zu Null gespielt) und dem verletzungsbedingten Ausfall von Stürmerstar Harry Kane, wird diese Achtelfinalpartie gegen die Leipziger kein Zuckerschlecken.

Prognose: RB Leipzig zieht ins Viertelfinale ein

Chelsea CF gegen Bayern München

Beim Finale 2012 mussten die Münchner eine bittere Heimniederlage gegen die Blues im Elfmeterschießen einstecken. Knapp acht Jahre später treffen sich die Wege wieder.

Obwohl die Bayern in der Bundesliga im Laufe der Saison immer wieder Schwächephasen durchlaufen mussten, sah dies in der Gruppenphase der Champions League ganz anders aus. Mit 24 Toren und sechs Siegen aus sechs Partien, dominierten die Münchner ihre Gegner und zogen souverän als Gruppensieger in die K.o.-Runde ein. Nicht zu vergessen der 7:2 Erfolg gegen Tottenham – ein Freak-Resultat, aber ein eindrückliches.

Chelsea liegt mit Jungtrainer Frank Lampard trotz schwankender Form auf Rang vier in der Premier League. Dennoch zeigen die jüngsten Ergebnisse, dass bei der teilweise noch unerfahrenen Mannschaft lange nicht alles rund läuft. Mit der jünsten 0:2-Niederlage gegen Manchester United, sorgte man für Unbehagen und verpasste es auch, Selbstvertrauen für die Achtelfinalpartie gegen Bayern München zu gewinnen.

Prognose: Bayern München zieht ins Viertelfinale ein

SSC Napoli gegen FC Barcelona

In der Champions League sind sich diese beiden großen Namen bisher noch nie begegnet Für die Buchmacher ist die Sache klar: Barcelona wird den Einzug ins Viertelfinale souverän schaffen.

Dabei befindet sich Barcelona keineswegs in Bestform. Nach schwankenden Leistungen und der Supercup-Niederlage gegen Atlético Madrid im Jänner, musste Trainer Ernesto Valverde abdanken. Mit neuem Trainer Quique Setién soll der spanische geholt und auch in der Champions League aufgezeigt werden. Personell ist dagegen unter anderem auch der Verzicht von Luis Suárez nur schwer zu kompensieren, welcher aufgrund einer Knieverletzung noch sehr lange ausfällt – ebenso wie Ousmane Dembélé. Für die Liga darf Barcelona nachkaufen, in der Champions League ist der personelle Zug aber abgefahren.

Auch bei Napoli läuft die aktuelle Saison nicht wie zuvor erhofft. Nach 24 Spieltagen befindet man sich nur auf Rang neun in der Serie A und somit weit entfernt von den internationalen Plätzen. Nach der Trainer Entlassung von Carlo Ancelotti erhofft man sich nun mit Gennaro Gattuso wieder den Anschluss an die obersten Ränge zu finden, und auch gegen den FC Barcelona im Achtelfinale eine stabile Leistung zu erbringen.

Prognose: FC Barcelona zieht ins Viertelfinale ein

Olympique Lyon gegen Juventus Turin

Die französische Mannschaft ist der wohl größte Außenseiter in allen Achtelfinals. Juventus Turin ist klarer Favorit, schaffte in der Gruppenphase fünf Siege in den sechs Spielen in der Gruppe mit Atlético und Leverkusen und wurde deutlicher Gruppensieger.

In der Serie A liegt Juventus knapp vor Lazio auf Platz eins. Dennoch lief die Saison bisher nicht ganz so einfach: Mit Inter hat das Team von Maurizio Sarri einen weiteren Konkurrenten bekommen, der nach wie vor Schwierigkeiten bereitet. Viele Spiele verlaufen knapp und man tut sich oftmals schwer, Tore nachzulegen und Sieg frühzeitig klarzumachen – obwohl Ronaldo eine für sein Alter weiterhin beachtliche Konstanz an den Tag legt.

Für Lyon war der Einzug in die K.o.-Runde eine Zitterpartie. Erst am letzten Spieltag konnten die Franzosen den zweiten Platz vor Benfica und St. Petersburg fixieren. Auch in der Ligue 1 schafft man es nicht, aus dem Mittelfeld der Tabelle zu entfliehen, weshalb eine erneute internationale Qualifikation sehr fraglich ist. Mit dem Ausfall von Memphis Depay (Kreuzband), des wahrscheinlich wichtigsten Spielers von Trainer Rudi Garcia, sinken die ohnehin geringen Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale noch weiter.

Prognose: Juventus Turin zieht ins Viertelfinale ein

Real Madrid gegen Manchester City

Nach Real Madrids historischen Dreierpack von Real Madrid von 2016 bis 2018, scheiterte man im Vorjahr bereits im Achtelfinale gegen das junge und spielstarke Team von Ajax Amsterdam. Dies soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen, wobei man allerdings mit Manchester City auf eine der qualitativ hochwertigsten Mannschaften in ganz Europa trifft.

Die Madrilenen konnten sich im direkten Duell mit PSG in der Gruppenphase nicht durchsetzen, und mussten sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. In der heimischen Liga liegt Real Madrid trotz zuweilen durchwachsener Vorstellungen jedoch nach wie vor  auf Rang eins mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Barcelona.

Für Pep Guardiolas Team ist Kampf um die nationale Meisterschaft schon seit Längerem verloren. Daraus lässt sich schließen, dass Manchester City jetzt seinen ganzen Fokus auf den Einzug in die nächste Runde der Champions League legen wird – zumal es nach dem UEFA-Ausschluss für zwei Jahre die letzte Chance bis 2023 sein könnte. Bisher gelang der Mannschaft nur eine einzige Halbfinal-Teilnahme in der Königsklasse (und das war 2016 noch unter Manuel Pellegrini).

Prognose: Manchester City zieht ins Viertelfinale ein

 

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LASK in die Champions League? Saisonstart in Deutschland und England https://ballverliebt.eu/2019/08/19/lask-in-die-champions-league-saisonstart-in-deutschland-und-england/ https://ballverliebt.eu/2019/08/19/lask-in-die-champions-league-saisonstart-in-deutschland-und-england/#respond Mon, 19 Aug 2019 21:05:54 +0000 Der LASK steht vor zwei extrem wichtigen Spielen gegen den FC Brügge, die er aber auch gelassen angehen kann. Brügge ist mehr als nur ein unangenehmer Gegner. Über das Duell des österreichischen und belgischen Vizemeister und was beide richtig machen sprechen wir in dieser Folge des Ballverliebt Fußball Podcast ausführlich. Darüber hinaus geht es aber auch in gebotener Länge um den Saisonstart in der deutschen Liga am vergangenen Wochenende und die Aussichten der Top-Klubs in England nach den ersten beiden Runden. Wir wünschen viel Spaß!

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Die Aussichten der fünf österreichischen Teams im Europapokal-Herbst https://ballverliebt.eu/2019/06/03/die-aussichten-der-fuenf-oesterreichischen-teams-im-europapokal-herbst/ https://ballverliebt.eu/2019/06/03/die-aussichten-der-fuenf-oesterreichischen-teams-im-europapokal-herbst/#respond Mon, 03 Jun 2019 17:21:39 +0000 https://ballverliebt.eu/?p=15864 Die Aussichten der fünf österreichischen Teams im Europapokal-Herbst weiterlesen ]]> Österreich hat im Herbst fünf Starter im Europapokal. Drei davon stehen fix in einer Gruppenphase. Wir haben uns angeschaut, was man schon jetzt darüber sagen kann, was den Klubs bei den Auslosungen bevorsteht. Einiges.

Falls du dir das lieber anhörst: Wir haben auch im aktuellen Podcast über das Thema gesprochen.

Salzburg

Sicher ist jetzt schon, dass RB Salzburg in der Champions League aus Topf 3 gelost wird. Dort wird auch Leverkusen, Valencia und Inter sein. Der Rest entscheidet sich noch über die Qualifikation. In Topf 4 kann man zwar auch Kaliber wie Leipzig, Atalanta, Galatasaray oder Lille bekommen, aber immerhin sind auch ein paar leichtere Gegner möglich (nach aktuellem Stand sind dort auch Genk, Zagreb, Kopenhagen und Lok Moskau).

Topf 1 (mit dem CL- und EL-Sieger sowie den Meistern der Top 6-Nationen) und Topf 2 (mit dem Rest gereiht nach UEFA-Koeffizienten) haben fast nur harte Brocken übrig. Zenit St. Petersburg aus Topf 1 und Ajax, Shakhtar Donetsk oder Porto aus Topf 2 wäre schon so etwas wie ein Glückslos. Platz 3 ist aber also wenn es nicht ganz deppert läuft ein realistisches Ziel für die Salzburger in der Gruppenphase. Für den nötigen kleinen Umbruch im Sommer mit dem neuen Trainer hat man dank der fixen Qualifikation diesmal etwas mehr Zeit.

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LASK und WAC

Der LASK spielt in der vorletzten Runde der Champions-League-Quali und wird dort das Team mit dem schlechtesten Koeffizienten sein. Die möglichen Gegner sind dort in absteigender Wahrscheinlichkeit Porto, Dinamo Kiew, Basel, Olympiakos, Brügge, Eindhoven, Krasnodar und Viktoria Pilsen. Das ist alles am Papier eine Nummer zu groß.

Besonders weil die Linzer sich ja über den Sommer mit dem Abgang von Trainer Glasner und Neo-Trainer Valérien Ismaël auch ein wenig neu aufbauen müssen. Man wird sehen, wie schnell sich der 43-jährige Franzose, der sein Handwerk mehr oder weniger im Wolfsburg-Nachwuchs gelernt hat, einarbeiten kann und wie viel sich beim Klub deshalb verändert. In der EL-Gruppenphase ist der LASK aber dank des EL-Siegs von Chelsea fix – auch für den Fall, dass er in der Champions League sofort rausfliegt garantiert das Reglement den Platz. In der Gruppe wird man aber in Topf 4 landen und wird schlicht Außenseiter sein.

Das genau gleiche gilt im Prinzip zur Gänze auch für den WAC, der ja überhaupt erst in der Gruppenphase einsteigt und dort ebenfalls in Topf 4 sein wird. Dort ist der neue Trainer Gerhard Struber aus dem Salzburger Red Bull-Kosmos geholt worden. In Kärnten erwartet man sich davon eine inhaltliche Kontinuität. Der Stamm der Mannschaft soll laut Plan gehalten werden können, drum herum wird sich im Kader ein bisserl was tun.

Die Europa League-Töpfe sind insgesamt noch etwas schwieriger absehbar. Für den WAC und den LASK wird es aber ziemlich sicher zumindest ein sehr attraktives Los geben. Kaliber wie Sevilla, Arsenal, Manchester United, Besiktas, Sporting, ZSKA Moskau, Wolfsburg, Lazio, Milan und Mönchengladbach warten im Bewerb. Ein paar Champions-League-Exiter (Basel und Olympiakos wären denkbar) und EL-Qualifikanten (AS Rom und Eintracht Frankfurt) kommen dann laut Plan auch noch in die zwölf Vierergruppen dazu. Für den Aufstieg in den Frühling wird es für beide österreichische Teams sicher schwierig – aber das ein oder andere an guten Tagen machbares Los aus Topf 2 und 3 gibts in der Europa League immer. Punkten von Spiel zu Spiel wird angesagt sein.

Austria und Sturm

Mit Rapid ist die Mannschaft mit dem zweithöchsten Koeffizienten der Bundesliga nicht am Start. Die Hütteldorfer wären quer durch alle Qualifikationsrunden gesetzt gewesen.

Für die in der dritten von vier Runden einsteigende Austria und das in der zweiten Runde einsteigende Sturm wird jeweils schon in der dritten Qualirunde ein Gegner mit Setzung warten. Man kann da bei der Auslosung noch Glück oder Pech haben. Gesetzt sind sowohl Teams wie AS Roma aber auch solche wie Arsenal Tula oder Apollon Limassol.

Ziemlich sicher schwierig wird es dann in der letzten Runde. Die wird aber ausgelost, bevor die dritte fertig gespielt wird – das heißt: Sturm und Austria könnten da gesetzt sein, falls sie in der dritten Runde einen starken Gegner schlagen und deshalb dessen Koeffizienten „erben“. Leicht ist deshalb noch lange nichts. Teams wie Wolverhampton, Spartak Moskau und AEK-Athen dürften ungesetzt sein. Ein paar machbare Lose wären dann aber schon dabei. Erwartbar ist das freilich alles nicht, wenn man die heurige Saison als Maßstab der Leistungsfähigkeit beider heimischer Klubs annimmt.

Fazit

Die Quali und natürlich auch die Gruppenphase sind also harte Brocken für die heimische Teams. Mehr als die drei fix vergebenen Starter in der Gruppenphase wären eine positive Überraschung. Mehr als ein RB Salzburg im EL-Frühling ebenfalls. Das erste Ziel muss für die kleineren vier Klubs im Prinzip sein, zu punkten, wo man kann. Dann kann es beim nächsten Mal vielleicht für eine bessere Setzung reichen. Und dafür muss man eben auch regelmäßig dabei sein. Außer Salzburg ist das keinem der heuer startenden Teams in den letzten fünf Jahren gelungen.

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