Kommentare zu: Diskussion: Warum wird im Frauen-Sport nur über Fußball so gemeckert? https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/ Fußball. Fußball. Fußball. Fri, 27 Sep 2013 10:01:39 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Von: HMecky https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6568 Thu, 25 Jul 2013 10:53:51 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6568 Hallo ich bin heute das erstemal auf eure Seite gestossen. Aber das Thema ist sehr interessant. Auch wird wird immer und immer wieder der Vergleich zum Herrenfussball herbei gezogen. Und auch ich erwische mich immer wieder dabei. Die Deutschen Herren mit unsern Damen zu vergleichen. Es fällt mir unheimlich schwer das sein zu lassen. Aber ich schaue unheimlich gerne den Damen beim spielen zu.
Und auch hier muss ich leider wieder den Vergleich siehen. Um zuerklären warum ich so Frauenfussi fast schon lieber schaue als Herrenfussi. Zum einem ist es die Fairness auf dem Platz wie die Spielerinnen miteinander umgehen (Ode habt ihr schonmal eine Frau gesehen die nach einem Faul erst einmal gefühlte 100 Rollen dreht bevor sie liegen bleibt, ich nicht. Nein die Frauen bleiben nur liegen wenn ihnen wirklich etwas passiert ist.
Oder habt ihr schonmal einen Herren gesehen der zu den Fans auf die Tribüne gekommen ist um sich mit uns Fans zu unterhalten und sich gemeinsam zu freuen. Das mag vllt. in den unteren Ligen der Fall sein aber nicht in den ersten 3. Da wirkt das bei den Herren immer sehr lustlos.
Ich habe gestern Deutschland gegen Schweden gesehen und mir ist nicht aufgefallen das es bei den Damen unatletischer zu geht. Oder auch Frankreich ist dafür ein sehr gutes Bespiel.
Aber wir vergleichen ja auch keine Äpfel mit Birnen. Und auch ich muss mich zusammenreissen dies nicht zu tun. Ich für meinen Teil kann sagen ich liebe Frauenfussball und ohne meinen Herrenfussball wüste ich gar nicht wo ich meinen Accu wieder aufladen sollte.
Alles für den FCH und 1.FFC Turbine Potsdam! ;o)

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Von: Martidas https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6567 Thu, 25 Jul 2013 10:44:17 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6567 „Gemeckert wird nur beim Fußball.“

Wo ist hier der Unterschied zu den Männern? Man zeige mir die positiven Artikel über die österreichische Bundesliga der letzten Jahre. Aber die „Opferrolle“ wurde ja hier schon thematisiert.

Es gibt aber noch eine weitere Dimension, die ich für nicht unwesentlich halte. Generell haben Mannschaftssportarten im Frauensport unfassbar niedrige Zuschauerzahlen (bis auf ganz wenige Ausnahmen abgesehen). Das beste Beispiel für die Differenz Zuschauer – Erfolg ist wohl Hypo NÖ.

Interessant ist hier vor allem auch die Tatsache, dass Frauen selbst sich kaum für ihre Kolleginnen am Platz begeistern können. Ich hab mal im Rahmen einer Uni-Arbeit zu dem Thema gearbeitet und wir konnten das nur rudimentär anschneiden, aber das völlige Fehlen kollektiver Identitäten im Frauenmannschaftssport dürfte keine geringe Rolle spielen. Die Vereine sind völlig austauschbar und rein auf ihre sportliche Rolle begrenzt. Ein Fantum (das ja Identität und Unterschied braucht) kann sich da nur schwer etablieren. Auch die Interviews mit Nationalteamspielern und deren weiblicher Pendants unterscheiden sich signifikant (obwohl die Identität der Mannschaft hier gleich ist). Die Einstellung hier eine Nation (mit all ihren kulturellen Merkmalen) zu vertreten ist bei den Männern ungleich höher.

Auch geschichtlich lässt sich das gut belegen. Die unfassbaren Zuschauerzahlen in den 1920er Jahren beim Frauenfußball (53.000 Zuschauer in Everton) kamen immer nur zustande, wenn das Spiel „aufgeladen“ wurde. Das geschah einerseits durch die Exotik (Frauen in kurzen Hosen!) oder durch bestimmte Thematiken (Einnahmen gingen an Kriegsgeschädigte). Bei einem rein sportlichen Vergleich tendierten die Zuschauerzahlen wieder gegen Null.

Es braucht für ein Fantum einfach ein „Mehr“ an dem sich eine Leidenschaft entzünden kann und sich eine Identität bilden kann, die über den sportlichen Vergleich hinaus geht (vgl. sportlich erfolglose Klubs mit Massen an Zuschauern). Warum sich solche Identitäten anscheinend im Mannschaftssport bei Frauen nur schwer herausbilden ist eine spannende Frage.

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Von: Karlinger https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6563 Thu, 25 Jul 2013 05:27:33 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6563 Vorab mir gefällt Damenfußball. Ich finde das nicht schlecht.

In erster Linie liegt es glaube ich daran, dass wir den Fußball mit „verwöhnten“ Augen sehen. Ich habe ja mittlerweise auch ein Problem mit Neustadt gegen Innsbruck beim Herrenfußball.

Der Vorteil beim Schifahren ist, dass es (beinahe) keinen direkten Vergleich gibt. D.h. würden die Damen immer auf den Herrenpisten fahren, würde sich das Image des Damenschisports auch verschlechtern.

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Von: Oliver https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6562 Wed, 24 Jul 2013 21:31:16 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6562 Als Antwort auf zehner.

Nötig wäre meiner Meinung nach eine Verkleinerung des Spielfeldes, man hat speziell in diesem Spiel gesehen, dass zum kontrollierten Abschluss zum Schluss bei sehr vielen Aktionen einfach schon die Kraft gefehlt hat, und das bereits zu Beginn des Spieles ( einige Aktionen beider Teams).

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Von: Oliver https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6561 Wed, 24 Jul 2013 21:26:50 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6561 Über die Athletik braucht man nicht zu diskutieren: Viel schlimmer waren für mich die technischen Fehler ohne Druck und auch in Drucksituationen, und die nicht vorhandene Fähigkeit der Spielerinnen sich im Raum zu orientieren. Keine der beiden Mannschaften war in der Lage Ruhe hineinzubringen, was sicher auch am aggressiven attackieren des anderen Teams lag.
Weiters war der deutsche Kommentator des ZDF eine wahre Gemeinheit. und zu guter letzt die Spielweise der Schwedinnen, die fast jeden Ball spätestens von der Innen/ Außenverteidigerinnen hoch nach vorne droschen, kein Spielaufbau, kein Kombinationsspiel…einfach auf den zweiten Ball hoffen….da hätte ich mir einfach mehr erwartet…das Spiel hatte sehr hohes Tempo aber das technisch taktische Niveau konnte da nicht mithalten…das war für ein Semifinale einer Europameisterschaft doch überraschend wenig Taktik und Spielverständnis von beiden Teams.

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Von: datschge https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6557 Wed, 24 Jul 2013 09:07:24 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6557 Ich bin ein großer Fan von Taktik (und Technik) und finde, dass diese fehlende Physis zu einem überraschend großen Maße kompensieren kann. In dieser Hinsicht finde ich das allgemeine Leistungsniveau auch gar nicht so wichtig, es kann auch Kreisliga sein, solange die Taktik beider Teams gut den Umständen angepasst ist können immer wieder taktisch hochwertige Spielsituationen auftreten. Mein Lieblingsspielspiel über alle möglichen Fußballmannschaften hinweg, wie Stark von der Physis losgelöst dies sein kann, wird für mich wohl immer Japans Frauen bei der WM 2011 sein. Bei denen war und ist die physische Unterlegenheit sehr oft förmlich spürbar, aber ihre taktische und technische Fähigkeiten und Vorbereitung auf den Gegner lässt sie den Gegner trotzdem dominieren.

Ich denke, die Situation im Frauenfußball ist etwas paradox: Im Herrenfußball wird ja der taktischfokussierte Ansatz mit verhältnismäßig schwachen Spielern, der mit Barca wieder popularisiert wurde, sporadisch als „unmännlich“ und „verweichlichst“ diskreditiert (beides absoluter Humbug). Gleichzeitig haben wir aber im Frauenfußball ein Umfeld, das ich dem Herrenfußball der frühen Nullerjahre nicht unähnlich empfinde: Als stark wird angesehen, wer besonders über individuelle Athletik kommt. Taktische Aspekte (besonders auf Ebene des mannschaftslichen Zusammenwirkens) kommen oftmals gar nicht erst zum Zuge. Besonders die deutsche Nationalmannschaft, der als Seriengewinner der EM eigentlich eine Vorbildrolle zukommen sollte, fällt durch stupides erfolgorientiertes Festhalten an der individuelle Athletik der Spieler auf. Neid erinnert mich (nicht nur) in der Hinsicht frappierend an Derwall.

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Von: heinzkamke https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6541 Tue, 23 Jul 2013 13:55:40 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6541 Als Antwort auf Philipp Eitzinger.

Aktives Dagegenanschreiben? Seitens der Medien oder deren aktiven „Konsumenten“?

Letzteres empfinde ich nicht als wesentlich anders als wenn Pat Cash über die Qualität des Damentennis herzieht. Hätten wir in den 80ern und 90ern die heutigen Kommunikatonsmöglichkeiten gehabt, hätte es möglicherweise mit Blick auf Tennis ähnlich geklungen.

[Oh, wie passend. Das habe ich zufällig grade in einem Forum gefunden, stammt vom Juli 2013:
„Pat Cash hat mal gesagt: „Damentennis ist Müll und Plunder“

Das stimmt nicht. In Bezug auf Damenfussball stimmt es allerdings schon.
Eine völlig überflüssige Sportart für Frauen.“]

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Von: zehner https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6540 Tue, 23 Jul 2013 13:35:44 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6540 Hallo zusammen,
habe nur den obersten post von Roberto78 quergelesen und den Einstiegs-Blog von ballverliebt…
also, auch ich gehöre mittlerweile zu den Nörglern, nachdem ich neutral und wohlwollend als Jugendlicher mit Mädchen- Frauenfußball aufgewachsen bin (u.a. im womens-soccer paradise USA), finde Fußball für Mädchen und Frauen auch einen tollen Sport. Aber der Leistungsunterschied, der sich so stark auf die Zuschau-Attraktivität“ auswirkt ist der technische! Athletik, Schusskraft finde ich total sekundär, was mich mich „stört“ und noch mehr verwundert, sind die extrem häufigeren technischen Mängel(Ballannahme, Fehlpässe „Stockfehler“), die sich durchgängig bis in die Weltspitze offenbaren! Genau da hinken aucg sämtliche Vergleich zu den aufgeführten anderen Sportarten, Damentennis, -Volleyball, -Skirennen etc. haben ein „technisch“ viel höheres Niveau und ist daher auch absolut ebenbürtig attraktiv, mit einzelnen, Athletik-typischen pro und contras (z.B. im Volleyball längere Balwechsel bei den Damen). Aber im Fußball wirken sich die häufigen Unzulänglichkeiten massiv auf Spielfluss und Fußballkunst aus…Leider! Würde gerne wissen, warum diese Fehler im Spiel bei sicher technisch versierten Einzelspielerinnen und überlege, ob Regel-Änderungen gegenüber Männerfußball was bringen würde.

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Von: Philipp Eitzinger https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6539 Tue, 23 Jul 2013 13:35:25 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6539 Als Antwort auf heinzkamke.

Was das Desinteresse erklärt. Das aktive Dagegenanschreiben aber nicht.

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Von: heinzkamke https://ballverliebt.eu/2013/07/22/diskussion-warum-wird-im-frauen-sport-nur-uber-fusball-so-gemeckert/#comment-6538 Tue, 23 Jul 2013 12:42:08 +0000 http://ballverliebt.eu/?p=9148#comment-6538 Zumindest zum Teil glaube ich, dass es mit verschiedentliche angesprochenen, erst in den letzten Jahren erfolgten stärkeren Professionalisierung zu tun hat. Oder anders: beim Tennis, um eine ebenfalls weit verbreitete Ganzjahressportart zu nehmen, hatte man auch Zeiten, in denen die Frauen mit wenig schmeichelhaften Vergleichen konfrontiert wurden, zu Pat Cashs Zeiten zum Beispiel, aber nicht nur durch ihn. Was, den Chauvinismus mal ignorierend, insofern einen nachvollziehbaren Grund gehabt haben mag, als die Leistungsdichte einfach sehr gering war, sodass der sportliche Wettbewerb, auch die Herausforderung für die Besten, hinterfragt werden konnte, was sich dann populistisch mit Anzüglichkeiten zur Athletik illustrieren ließ. Diese Phase haben wir zum Glück (ja, mir ist klar, dass ein Teil der Äußerungen über Marion Bartoli daran zweifeln lässt, dass man in der Außensicht tatsächlich so viel weiter ist) überwunden, seitdem auch im Frauentennis mal die Nummer 3 gegen die 62 ausscheiden kann. In den 80ern war das nach meiner Wahrnehmung praktisch unmöglich.

Wenn die deutschen Fußballfrauen zum soundsovielten Mal in Serie Europameister werden (bitte als Vergangenheitsbetrachtung verstehen, nicht als Prognose), ist das ähnlich schlecht für eine Sportart (und deren Attraktivität für Außenstehende), wie wenn Steffi Graf Natalia Zvereva im Finale des zweit-, dritt- oder meinetwegen auch nur viertgrößten Turniers der Welt zweimal die Null gibt.

Rede ich am Thema vorbei? Vielleicht. Gleichwohl glaube ich, dass Professionalisierung (nicht zwingend finanziell) und Leistungsdichte sehr relevant sind für die Wahrnehmung einer Sportart. Beim weiblichen Fußball hat sich letztere erst in den letzten Jahren deutlich erhöht, und ich bin guter Dinge, dass wir irgendwann an den Punkt kommen, wo auch der gemeine Landesligaspieler einsieht, dass er nicht mithalten könnte. Was er auch jetzt schon in aller Regel nicht kann; gelegentlich vermitteln die schwächeren Teams indes einen anderen Eindruck. Wenn dann noch Schiedsrichterinnenleistungen wie bei der letzten WM hinzu kommen (jenes Handspiel, Ihr wisst schon), dann ist das Wasser auf die Mühlen all jener, die den Frauenfußball nicht ernst nehmen wollen.

(Ach, und kommt mir in punkto Durchlässigkeit, Leistungsdichte, etc … bloß nicht mit Rodeln …) ;)

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