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Die Vorrunden-Verlierer: Viele Ost-Teams, viele einfallslose Truppen

Die Vorrunde ist vorbei, die ersten acht Teams haben sich aus der Europameisterschaft verabschiedet. Bei den meisten konnte man damit rechnen, schon in der ersten der geplanten drei Teamanalyse-Teile vertreten zu sein, andere (von denen man es auch erwartet hatte), haben sich zumindest in die zweite (die nach dem Achtelfinale kommt) gerettet.

Wenn man es vereinfacht sagen will: Viele Teams aus Osteuropa sind schon auf dem Heimweg, und vor allem viele Teams, die nicht wirklich wissen, wie sie selbst ein Spiel gestalten sollen.

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Testspiel
Andruv, Olmütz, 3. Juni 2014
Tschechien - Österreich
1-2
Tore: 42' Hořava bzw. 34' Sabitzer, 72' Baumgartlinger

Wackelig, kopflos, konfus und passiv – schlimmer Auftritt trotz 2:1-Sieg

Cech, Kadlec, Suchy, Rosicky, Hübschman, Plasil, Necid – die internationalen Spieler ließ Tschechiens Teamchef Pavel Vrba allesamt draußen. Die Mischung aus den nationalen Top-Teams Sparta Prag und Viktoria Pilsen hatte gegen ein seltsam passives und erschreckend konfuses österreichisches Team das Spiel weitgehend im Griff, machte aber die entsprechenden Tore nicht. So kam die ÖFB-Elf im letzten Test vor der EM-Quali zu einem extrem schmeichelhaften 2:1-Sieg. Bei dem bis auf die Chancenverwertung so gut wie nichts funktionierte.

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Die tollen Kroaten, die feinen Bosnier, das EM-Gastgeber-Duell und das dänische 3:0 in Tschechien

WM-Quali kompakt – quasi Häppchen in Form von Kurz-Analysen von der Jagd nach den Startplätzen für Brasilien 2014! Wo Kroatien mit einer aufregenden Mannschaft wahrscheinlich dabei sein werden. Die Bosnier, die Griechenland 3:1 besiegten, mit einem sehr schiefen 4-2-3-1 ebenso. Auch die Ukraine war systematisch schräg unterwegs und gewann auswärts in Polen. Während Dänemark in einem seltsamen Spiel in Tschechien die Chance auf das WM-Ticket wahren konnte!

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Acht Spiele zum (vorläufigen) Glück

Playoff gegen Russland – die Chance für Österreichs Fußball-Frauen, sich erstmals für ein großes Turnier zu qualifizieren. Die Teilnahme bei der EM 2013 im kommenden Juli in Schweden winkt. Dass man es aber überhaupt in diese Entscheidungsspiele geschafft hat, ist schon eine noch vor einem Jahr nicht für möglich gehaltene Leistung. Die Gruppenspiele, sie waren acht Spiele zum (vorläufigen) Glück. Ballverliebt blickt vor dem Hinspiel gegen die Russinnen auf die letzten 13 Monate zurück. Und lässt Teamchef Dominik Thalhammer zu jeder der acht Partien zu Wort kommen. Continue reading

Euro 2012 | Viertelfinale
Stadion Nadorowy, Warschau, 21. Juni 2012
Tschechien - Portugal
0-1
Tore: 79' C. Ronaldo

Portugal zeigt Tschechien die Grenzen auf: Hochverdienter 1:0-Sieg

Sie waren länger dabei als erwartet. Im Viertelfinale wurde den Tschechen nun die Grenze aufgezeigt: Gegen Portugal zeigte man sich zwar zunächst engagiert, aber ohne den verletzten Rosický verbreitete man genau Null Torgefahr. Das machte Portugal, gelenkt von Moutinho und vollstreckt von Ronaldo, vor allem nach der Pause besser. Und kommt daher zu einem verdienten 1:0-Arbeitssieg.

Tschechien - Portugal 0:1 (0:0)

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Frauen-EM-Qualifikation für 2013
Stadion Viktoria Žižkov, Prag, 16. Juni 2012
Tschechien - Österreich
2-3
Tore: 44' I. Martínková, 87' Divišová bzw. 40' Puntigam (p), 45' Prohaska, 65' Burger

3:2 in Prag! Die ÖFB-Frauen buchen sensationell das Playoff-Ticket

Es galt Schrecksekunden zu überwinden. Aber es ist geschafft! Mit einem 3:2-Sieg in Prag sichert sich das österreichische Frauen-Nationalteam den zweiten Gruppenplatz und somit die Teilnahme am Play-Off für die EM 2013 in Schweden – was vor einem Jahr noch kaum einer für möglich gehalten hatte. Vor allem profitierte man beim Sieg in Tschechien davon, die Fehler des Gegners eiskalt ausgenützt zu haben.

Tschechien – Österreich 2:3 (1:2)

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Jiracek macht den Unterschied – Polen verpasst den Aufstieg

Turnier-Fehlstarter Tschechien holte sich im Duell mit Co-Gastgeber Polen heute den Gruppensieg. Nach 72 Minuten war es Flankenflitzer Jiracek, der in einem mittelklassigen Spiel dem dominanteren Team zum Sieg verhalf. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der Hop-oder-Drop-Ausgangssituation ließen beide Teams das letzte Risiko vermissen.

Tschechien -- Polen 1:0 (0:0)

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Euro 2012 | Gruppe A, 4. Spiel
Stadion Nadorowy, Warschau, 12. Juni 2012
Polen - Russland
1-1
Tore: 57' Błaszczykowski bzw. 37' Dzagoyev

Błaszczykowski schießt Polen zurück ins Turnier – Tschechen wackeln wieder

Nein, einen Sieg hat es für Polen auch im zweiten Spiel der Heim-EM nicht gegeben. Aber das 1:1 gegen die Russen fühlt sich fast wie einer an, zumal man es nach dem Traumtor von Błaszczykowski und einer ansprechenden Leistung in der eigenen Hand hat, ins Viertelfinale zu kommen. Jetzt muss nur noch ein Sieg gegen die Tschechen her – und das scheint möglich, weil diese trotz Blitz-Führung zum 2:0 gegen Griechenland wieder keine gute Figur gemacht haben.

Polen - Russland 1:1 (0:1)

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Euro 2012 | Gruppe A, 2. Spiel
Fabryczna, Breslau, 8. Juni 2012
Russland - Tschechien
4-1
Tore: 15' und 79' Dzagoyev, 24' Shirokov, 82' Pavlyuchenko bzw. 52' Pilař

Reality Check für Polen, verdienter Sieg für Russland

EURO 2012 / Tag 1 | Die Russen machen’s nicht ungeschickt. Kräfte eher ein wenig sparen und, wie beim 4:1-Sieg zum Start in die EM gegen Tschechien, die Post nur in ausgewählten Aktionen abgehen lassen – dort aber so richtig. Beim Gastgeber Polen ging die Post nur eine Viertelstunde lang ab. Dann verlor man gegen Griechenland den Faden und letztlich sogar fast noch das Spiel…

Russland - Tschechien 4:1 (2:0)

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Euro-Classics 2008 – Die unglaublichen Aufholjäger aus der Türkei

Innerhalb von 14 Minuten drehten sie das entscheidende Spiel gegen Tschechien um. Machten aus einem 0:2 noch ein 3:2. Und das nur vier Tage, nachdem beim Wasserball-Spiel gegen die Schweizer ebenfalls drei Punkte nach einem Rückstand geholt worden waren. Die wehrhafteste Mannschaft bei der Euro2008 waren fraglos die Türken! Die schon in der Vorrunde ihren Gruppen-Gegnern kräftig die Show stahlen. Also den souveränen Portugiesen, den wackeligen Tschechen und dem Gastgeber aus der Schweiz.

Schweiz – Tschechien 0:1 (0:0)

Schweiz - Tschechien 0:1 (0:0)

Poborský und Nedvěd hatten aufgehört. Tomáš Rosický – verletzt. Milan Baroš – weit entfernt von Bestform. Kurz: Das tschechische Team war offensiv nicht mal annähernd mit jenem vergleichbar, das vier Jahre davor fraglos das beste des Turniers war. Entsprechend bieder kam die Mannschaft von Karel Brückner auch daher.

So konnten die Schweizer das Spiel kontrollieren. Köbi Kuhn, dessen Frau zeitgleich schwer krank im Krankenhaus gelegen war, schickte sein Team in einem 4-4-1-1 aufs Feld. Vorderste Spitze war Alex Frei, Marco Streller ließ sich etwas fallen – so glich sich das Mittelfeld auf ein 3-gegen-3 aus. Jenes der Schweizer war aber ohnehin eher auf Verhindern ausgerichtet, die Akzente nach vorne kamen von den Flügeln – und dort in erster Linie von Lichtsteiner (rechts) und Barnetta (links).

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