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	<title>Ballverliebt &#187; Europa League</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>So stark war die UEFA-Cup Gruppenphase schon lange nicht mehr</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 13:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Arnautovic]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Stranzl]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Linz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der UEFA-Cup gewinnt an Klasse, ein paar Österreicher sind auch noch dabei. A: Schalke, Paris SG, Manchester City, Racing Santander, Twente Enschede (Arnautovic) B: Benfica, Olympiakos, Galatasaray, Hertha BSC Berlin, Metalist Kharkiv C: Sevilla, Stuttgart, Sampdoria, Partizan Belgrad, Standard Lüttich D: Tottenham Hotspur, Spartak Moskau (Stranzl), Udinese, Dinamo Zagreb, NEC Nijmegen E: AC Milan, Heerenveen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der UEFA-Cup gewinnt an Klasse, ein paar Österreicher sind auch noch dabei.<span id="more-978"></span></p>
<p><strong>A:</strong> Schalke, Paris SG, Manchester City, Racing Santander, <em>Twente Enschede (Arnautovic)</em><br />
<strong>B:</strong> Benfica, Olympiakos, Galatasaray, Hertha BSC Berlin, Metalist Kharkiv<br />
<strong>C:</strong> Sevilla, Stuttgart, Sampdoria, Partizan Belgrad, Standard Lüttich<br />
<strong>D:</strong> Tottenham Hotspur, <em>Spartak Moskau (Stranzl)</em>, Udinese, Dinamo Zagreb, NEC Nijmegen<br />
<strong>E:</strong> AC Milan, Heerenveen, <em>Braga (Linz)</em>, Portsmouth, Wolfsburg<br />
<strong>F:</strong> Hamburg, Ajax, Slavia Prag, Aston Villa, Zilina<br />
<strong>G:</strong> Valencia, Club Brugge, Rosenborg, Copenhagen, St-Etienne<br />
<strong>H:</strong> CSKA Moscow, Deportivo La Coruna, Feyenoord, Nancy, Lech Poznan</p>
<p>Und ganz realistisch betrachtet: Dass am &#8220;echten&#8221; Beginn des B-Wettbewerbs eh kein österreichischer Klub mehr was zu suchen hat, ist schon relativ traurig. Wenn man gesehen hat, wie Standard Lüttich als Topf 5-Team in der Champions League Qualifikation gegen Liverpool gespielt hat, dann weiß man, dass Rapid, Austria und Salzburg in der momentanen Form da nicht mitkönnen. Ja, sie könnten vielleicht an der Stelle des ein oder anderen Teams hier stehen, aber sie sind nicht besser als eines davon (ok, Karkiv und Mijmegen sind mir nicht bekannt).</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=978&amp;md5=ce7991173b693b30f102d0968c15fab1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Live vor Ort: Sturm Graz &#8211; FC Zürich 1:1 (2:4 n.E.)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 03:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[fc zürich]]></category>
		<category><![CDATA[sturm graz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sturmlauf auf die UEFA-Cup-Hauptrunde ist gestoppt, die österreichische Zukunftshoffnung ist draußen. Gestern abend hat Sturm Graz in der UPC-Arena vor ausverkauften Haus im Elfmeterschießen gegen den FC Zürich verloren. Gescheitert ist die Mannschaft vorrangig an sich selbst. Der Gegner war sicher der unangenehmste der Österreicher-Kontrahenten, aber nicht unschlagbar. Sturm bot gestern allerdings die womöglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sturmlauf auf die UEFA-Cup-Hauptrunde ist gestoppt, die österreichische Zukunftshoffnung ist draußen. Gestern abend hat Sturm Graz in der UPC-Arena vor ausverkauften Haus im Elfmeterschießen gegen den FC Zürich verloren. Gescheitert ist die Mannschaft vorrangig an sich selbst.<span id="more-622"></span></p>
<p>Der Gegner war sicher der unangenehmste der Österreicher-Kontrahenten, aber nicht unschlagbar. Sturm bot gestern allerdings die womöglich schwächste Performance in dieser Saison. Mit Fabian Lamotte, Marko Stankovic und Samur Muratovic hatten gleich drei Sturm-Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischt. Mehrere andere waren zwar nicht nur schlecht, machten aber einfach auch zu viele Fehler.</p>
<p><strong>Agiler FCZ</strong></p>
<p>Das ansonsten für seine Dynamik so bekannte Spiel von Sturm präsentierte sich in statischer Starrheit. Ganz anders der Gegner. Die Schweizer agierten mit einer im Angriff extrem stark rotierenden 4-3-3-Variante, zollten dem allerdings auch mit einem hohen Kraftverschleiss Tribut. Nach 90 Minuten wirkte die Mannschaft stehend KO. Leider kam auch bei den Grazern nicht viel später das Ende der Kräfte, sodass die Schlussoffensive nicht den letzten Kick brachte.</p>
<p>[ad#bv_test]Franco Foda schickte zu Beginn ein 4-4-2 auf das Feld, mit einer zurückhängenden Spitze und einer Raute im Mittelfeld. Rein systematisch änderte er hier immer wieder ein bisschen. Er ließ es zeitweise aussehen wie Karel Brückner die <a href="http://ballverliebt.eu/?p=583">österreichische Mannschaft gegen Italien</a>, indem er einen in meinen Augen stark spielenden Petr Hlinka als Spieleröffner und Löcherstopfer hinter eine Kette aus vier Mittelfeldspielern (Muratovic ließ sich da zurückfallen) stellte. Der Effekt war auch ganz ähnlich: Mario Haas war als einzige Spitze (nicht nur) in diesen Phasen vorne zu allein. </p>
<p><strong>Haas allein im Sturm</strong></p>
<p>Das Spiel war augenscheinlich auf seine Schnelligkeit ausgerichtet, aber die Schweizer hüteten sich, in die angestrebten Konter zu laufen. Dafür hat ihnen der frühe Führungstreffer (5&#8242;, Abdi) in der nervösen Sturm-Anfangsphase wohl auch zuviel Bequemlichkeit mitgegeben. Auch wenn Hölzl mit einem Hammer-Weitschuss recht schnell ausgleichen konnte, war so das Auswärtstor quasi egalisiert &#8211; jeder andere Treffer hätte FC Zürich dann in die nächste Runde gebracht, da in dieser ausgeglichenen Partie nicht mit zwei weiteren Sturm-Toren zu rechnen war. Während die 15.000 Fans die Mannschaft also enthusiastisch anfeuerten, konnte die nicht mit dem vielleicht von vielen erwarteten Offensivspiel dienen.</p>
<p>In den Ansätzen wurde das auch von einem Schiedsrichter unterbunden, der zumindest soweit man das im Stadion erkennen konnte eine immer schlechter werdende Leistung ablieferte. Nach einem souveränen Beginn wurden seine Pfiffe kleinlicher, seine Entscheidungen zweifelhafter. </p>
<p><strong>Positiver Ausblick</strong></p>
<p>Was mir aber trotz der fehlenden Dynamik im Sturm Spiel (soll heißen: die Spieler blieben zu starr auf ihren Positionen, konnten den Gegner nicht vor die Aufgabe stellen, sich neu einzurichten) in den offensiven Momenten auffiel war erfreulich. Sturm versucht den Fußball zu imitieren, der auf internationaler Ebene zunehmend zu Erfolg führt und zum Beispiel Spanien den Europameisterschaftstitel brachte. Über die Flügel (Stankovic (schwach, unkonzentriert), Jantscher (gut) bzw. Hölzl (engagiert aber etwas zu zentral orientiert) und Lamotte (katastrophal)) wird eine Überzahl im Angriff hergestellt &#8211; schnell auf eine Art 4-2-4 umgestellt, das Mittelfeld zur Hälfte aufgelöst. </p>
<p>Das kann freilich auch gefährlich sein. Als Muratovic kurz vor seiner Auswechslung (102&#8242;) völlig am Ende seiner Kräfte einen katastrophalen Fehlpass fabrizierte, konnte man das sehen. Aber ohne dieses Risiko, das heute leider zu selten genommen wurde, kann man sich vielleicht in der österreichischen Langweiler-Liga durchschlagen, nicht aber auf internationaler Ebene. Dafür, dass man mit ein oder zwei Stürmern noch oft genug zum Erfolg kommen kann, sind heutzutage die kritischen Zonen vor dem Tor viel zu eng bewacht.</p>
<p><strong>PS:</strong></p>
<p>Ich hätte Lamotte nicht schießen lassen. Mein Riecher hätte da gepasst. Damit, dass Petr Hlinka verschießt, habe ich aber nicht gerechnet. Dass der wieder stark spielende aber zu spät gebrachte Daniel Beichler seinen Elfer so cool verwandelte, muss ihn endgültig auf den Radar von Teamchef Brückner gebracht haben. Die unerträgliche Krise von Ivanschitz und der Ausfall von Korkmaz wären der ideale Moment um Beichler und Jantscher zu nominieren.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=622&amp;md5=7efa52bf6ca2b81e830710bc949abda8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zürich &#8211; Sturm anyone?</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/08/14/zurich-sturm-anyone/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 22:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[fc zürich]]></category>
		<category><![CDATA[rapid wien]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[sturm graz]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber ORF&#8230; Ich bemühe mich ja stets, nicht an eine gewisse Wienlastigkeit eurer Sportprogrammgestaltung zu glauben. Gut, dass in der Bundesliga überwiegend Partien mit Rapid- und Austria-Beteiligung live gezeigt werden, mag ja noch einen rationalen Grund (Quote und so) haben, aber bei internationalen Kicks wär ein bisschen Abwechslung nett. Ich meine, Rapid hat sich ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber ORF&#8230;</p>
<p>Ich bemühe mich ja stets, nicht an eine gewisse Wienlastigkeit eurer Sportprogrammgestaltung zu glauben. Gut, dass in der Bundesliga überwiegend Partien mit Rapid- und Austria-Beteiligung live gezeigt werden, mag ja noch einen rationalen Grund (Quote und so) haben, aber bei internationalen Kicks wär ein bisschen Abwechslung nett.</p>
<p><span id="more-510"></span></p>
<p>Ich meine, Rapid hat sich ja eh selbst eliminiert, nach einem peinlichen Auftritt auf Zypern und einem dezent verkrampften 3:1 daheim. Ob sich die Grünweißen unbedingt auf Glück ausreden mussten ist eine andere Frage, aber Quali-Runde 3 wäre allemal drinnen gewesen. Auch wenn Famagusta daheim den griechischen Mittelständler Olympiakos Piräus wie auch die Wiener mit 3:0 im Mittelmeer versenkt hat. Da deutet einiges auf die meines Wissens erste zypriotische CL-Beteiligung hin. Wobei wir wieder beim Thema sind: Abwechslung!</p>
<p>Was ich eigentlich sagen wollte: Salzburg gegen Suduva sollte eigentlich eine &#8220;g&#8217;mahte Wiesen&#8221; werden. Darf man zumindest, und trotz des Rangers-Aus gegen Suduva-Ligakonkurrenten Kaunas, aus dem souveränen Jerewan-Aufstieg folgern. Das eventuelle Torfestival hätte vielleicht auch seinen Reiz, aber ich sehs euch am Küniglberg nicht nach, dass wir es nicht live im TV sehen.</p>
<p>Sehr wohl beleidigt bin ich aber, dass es vom Hinspiel der Grazer Blackies in Zürich keine Livebilder im ORF geben wird. Dabei treffen sich da zwei Konkurrenten, die sich nominell ebenbürtig sein müssten. Und weil Sturm die meiste Zeit in dieser jungen Saison sehr erfrischend spielt, spricht auch nichts gegen unterhaltsame 90 Minuten&#8230; vor dem Fernseher. Stattdessen (nein, ATV überträgts auch nicht) muss ich mich mit einem biederen Liveticker begnügen. Das ist nicht lustig, so richtig gar nicht.</p>
<p>Dem entgegen traue ich mich aber zu wetten, dass die einzige Partie der Wiener Austria (die gerade so irgendwie über ihren Kontrahenten aus der kasachischen Pampa geholpert ist) dick ins Vorabendprogramm fallen wird. Abwechslung? Weit und breit keine Spur. Das ist wie beim Essen. Von immer dem gleichen Fraß kriegt man Mangelerscheinungen.</p>
<p>Ich will Sturm sehen!</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=510&amp;md5=e8b41560a948d1bd49c1100015240599" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Salzburg &#8211; Jerevan (7:0) &#8211; Taktikbesprechung</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/07/18/salzburgs-70-taktikbesprechung/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 18:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Adriaanse]]></category>
		<category><![CDATA[Banants]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Taktik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt einem so vor, als wäre alles, was in zwei Jahren Trapattoni in mühsamer Kleinarbeit einstudiert wurde, auf einen Haufen geworfen und entsorgt worden wäre &#8211; Co Adriaanse hat mit den Bullen nicht nur einen Reboot gemacht, er hat den Rechner völlig neu aufgesetzt. Und wie es meistens ist: Plötzlich funktioniert alles viel besser. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt einem so vor, als wäre alles, was in zwei Jahren Trapattoni in mühsamer Kleinarbeit einstudiert wurde, auf einen Haufen geworfen und entsorgt worden wäre &#8211; Co Adriaanse hat mit den Bullen nicht nur einen Reboot gemacht, er hat den Rechner völlig neu aufgesetzt. Und wie es meistens ist: Plötzlich funktioniert alles viel besser. Das möchte ich anhand des 7:0-Sieges im besseren Trainigsspielchen gegen Banants Jerevan &#8211; bei dem Georg und ich vor Ort waren &#8211; einmal genauer unter die Lupe nehmen.<span id="more-251"></span></p>
<p>Wie schon bekannt, stellt der neue Trainer ein 4-3-3 holländischer Prägung auf. In der Viererkette hinten Gercaliu links, Boussaidi rechts und in der Mitte Sekagya und Aufhauser, im zentralen Mittelfeld Kovac, links und rechts von ihm Öbster und Tchoyi; Zickler und Mahop als Winger und Nelisse (diesmal als Janko-Ersatz) als Center-Forward. Soweit die nackten Daten.</p>
<p>In der Praxis fällt einem recht schnell auf, dass die Abstimmung zwischen Aufhauser und Sekagya in der IV noch nicht wirklich vorhanden ist. Da wird die (einzige) gegnerische Sturmspitze schon mal nicht beachtet und darf zentral vorm Tor völlig freistehen. War in diesem Spiel egal &#8211; der arme Kerl sah sowieso keinen Ball. Aber Aufhausers angstvolle Blicke, wann immer er einem weiten Ball nachlief, verbreiten nicht gerade große Sicherheit.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rbs1.png"><img title="rbs1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rbs1-150x150.png" alt="" width="150" height="150" align="right" /></a>Was auffiel: Die linke und die rechte Seite der Salzburger arbeitet nicht symmetrisch. Auf der linken Seite, der deutschsprachigen, läuft Gercaliu, wann immer es ihm möglich ist, mit nach vorne. Gegen die Armenier turnte er nicht selten jenseits der Mittellinie umher, um vorne immer wieder auch direkt den Zug zu Zickler zu suchen. Öbster spielt hier etwas eingerückt im linken Halbfeld &#8211; zum einen als gern gesehener Partner im Doppelpass, zum anderen als wachsames Auge was die Defensive betrifft. Die linke Seite aber, die fremdsprachige, funktioniert anders: Hier klebt Boussaidi hinten, um mit seinem Stellungsspiel &#8211; im Zweikampf hat er mitunter leichte Probleme &#8211; den linken offensiven Mittelfeldmann der Armenier aus dem Spiel zu nehmen (was vorzüglich gelang), macht nach vorne aber so gut wir gar nichts. Dafür ist Tchoyi (also die theoretische Entsprechung von Öbster) oft direkt an der Außenlinie zu finden und sucht entweder Mahop für Kurzpassspiel, oder die Flanke auf Nelisse. Beides gelang gegen Banants aber nicht wie gewünscht, weil Tchoyi den Ball zu oft vertendelte, bzw. sich ihn von den Armeniern abnehmen ließ (weshalb es logisch war, dass er nur aus einem Weitschuss ein Tor schießen <em>konnte</em>). Das veranlasste Mahop hingegen dazu, gerne auch hin und wieder in die Zentrale zu ziehen, um dort den Einfädler zu spielen. Zickler ging in diesen Situationen von links mehr in die Spitze. Was Tchoyi betrifft, so wurden seine Aktionen nach der Pause effizienter: Das 5:0 und das 6:0 bereitete er mit beherztem Einsatz vor.</p>
<p>Das konstruktive Spiel der Salzburger fand in der ersten Stunde fast ausschließlich über die Flanken statt. Das Mittelfeld versuchte Banants mit einem massierten Auftritt (also ein dicht gestaffeltes Fünfer-Mittelfeld) dicht zu machen: Das einzige, was den Gästen über längere Zeit gut gelang. Das Spiel über Kovac (also das zentrale Mittelfeld) war nach dem Trial-and-Error-Prinzip aufgebaut, hier kam bis zum Dreierwechsel nichts Gewinnbringendes heraus.</p>
<p>In der Anfangsphase ließen es die Salzburger noch ruhiger angehen. Das Spiel wurde hinten oft breit gemacht, bis einer den Ball nach vorne drosch. Banants hatte kaum Probleme, das zu verteidigen. Auch das 1:0 der Salzburger (Kopfball nach Ecke) änderte daran wenig. Erst das 2:0 zeigte den Salzburgern, wie es geht: Tempobolzerei über die Außen, schnelle Pässe, überfallsartig nach vorne &#8211; schon kommen die Gäste nicht mehr mit. Das 2:0 war die Initialzündung, denn jetzt wussten die Bullen, wie Banants beizukommen war. Und diese Schwäche nützten sie eiskalt aus: Die Armenier standen dem hohen Tempo nun völlig hilflos gegenüber. Waren sie anfangs noch bemüht, Ordnung zu bewahren, so regierte mit Fortdauer des Spiels nur noch das blanke Chaos.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rbs2.png"><img title="rbs2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rbs2-150x150.png" alt="" width="150" height="150" align="left" /></a>Nach etwa einer Stunde wechselte Adriaanse dreifach: Er brachte Bodnar (für Boussaidi), Jezek (für Öbster) und Vonlanthen (für Mahop). Folge: Die Bullen standen nun 4-2-3-1 mit Nelisse vorne, dahinter Zickler zentral, Jezek links und Vonlanthen rechts. Offiziell. Denn de facto war das nun ein 2-4-4: Jezek und Vonlanthen als Außen, Zickler mehr als (mindestens) hängende Spitze als zentral hinter Nelisse. Dazu marschierte vor allem Bodnar nur über die zuvor eher tote rechte Seite viel nach vorne. Nun schlug auch die Stunde des zuvor unauffälligen Kovac: Er hatte zwar weiterhin nur den Aktionsradius des Mittelkreises, aber nun hatte er vier potentiellen Anspielstationen. Das Spiel als Quarterback machte Kovac sichtlich Laune, denn mindestens einer (zumeist Jezek) war immer frei.</p>
<p>Es gibt aber auch leichte Kritikpunkte am Salzburger Spiel zu finden. Das Zurücklaufen bei Konterangriffen wirkte unkoordiniert und wirr. Eine bessere Mannschaft hätte das (wie auch die Unsicherheiten Aufhauser/Sekagya) besser ausgenützt &#8211; wie Rapid am Wochenende. Dazu ist es erstaunlich, dass es eine halbe Stunde dauert, bis man begreift, dass man mit Tempo den Gegner leicht knacken kann. Weiters: Die Chancenauswertung bis zum 6:0 war top, danach nur noch schludrig. Vor allem Zickler wollte es oft allzu schön machen, was so gut wie nie gelang. Aber bei einem derart eindeutigen Spielstand kann man das schon mal machen.</p>
<p>Was man nicht vergessen sollte: Den Armeniern fehlten vier Spieler, die kein Visum bekamen. Um wie viel besser sie mit diesen Spielern agiert hätten, vermag man nicht zu sagen. Verloren hätten sie aber auch so.</p>
<p>(Text phe, Fotos und Grafiken Georg)</p>
<p>[salbum=2,n,n,left]</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=251&amp;md5=6d21206e6823ef35f97ac52f10298e2f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Anorthosis &#8211; Banants &#8211; Tobol</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/07/01/anorthosis-banants-tobol/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 12:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Anorthosis]]></category>
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		<description><![CDATA[Rapid muss in der CL-Quali wohl nach Zypern, Salzburg im UEFA-Cup nach Armenien und die Austria nach Kasachstan. Wer sind diese drei Mannschaften? Anorthosis Famagusta ist also der Gegner von Rapid. Dabei ist &#8220;Famagusta&#8221; eigentlich Etikettenschwindel: Denn die Stadt Famagusta ist im türkischen Teil der Insel, sodass der FC Anorthosis vor mittlerweile 34 Jahren in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rapid muss in der CL-Quali wohl nach Zypern, Salzburg im UEFA-Cup nach Armenien und die Austria nach Kasachstan. Wer sind diese drei Mannschaften?</p>
<p><span id="more-241"></span><strong>Anorthosis Famagusta</strong> ist also der Gegner von Rapid. Dabei ist &#8220;Famagusta&#8221; eigentlich Etikettenschwindel: Denn die Stadt Famagusta ist im türkischen Teil der Insel, sodass der FC Anorthosis vor mittlerweile 34 Jahren in das etwa 50km entfernte Larnaca umezogen ist. Der Verein ist 13-facher zypriotischer Meister (8x in den letzten 15 Jahren) im Fußball, für die Blau-Weißen hat es (welche Überraschung) noch nie für die Champions League-Gruppenphase gereicht. Aber Vorsicht ist dennoch geboten: Vor drei Jahren eliminierte man in der 2. CL-Qualirunde immerhin den damaligen türkischen Vizemeister Trabzonspor! Der Star bei der &#8220;Alten Dame&#8221; (ja, wirklich) sitzt auf der Trainerbank. Temuri Ketsbaia (40) ist langjähriger Teamspieler aus Georgien, der auf dem Platz jede Menge internationale Erfahrung gesammelt hat, bei Teams wie AEK Athen oder Newcastle United. Er geht mittlerweile in seine fünfte Saison bei Anorthosis, er war in den vergangenen vier Jahren Spielertrainer und konzentriert sich nun ganz auf das Traineramt. Es gibt auch einige Spieler, die einem nicht unbekannt sind, wenn man sich mit dem Fußballgeschäft eingehend beschäftigt. Da steht zum Beispiel Arjan Beqaj im Tor: Er ist albanischer Teamtorwart. Davon darf man sich zwar nicht täuschen lassen, Albaner waren noch nie gute Torleute, aber immerhin. Auf der linken Verteidigerposition findet man Jeffrey Leiwakabessy, der sich in den letzten Jahren seine Brötchen von Alemannia Aachen bezahlen ließ, im Mittelfeld den Portugiesischen Wandervogel Paulo Costa (der jedes Jahr einen anderen Verein hatte, wie z.B. Bordeaux und Porto, zuletzt Aris Limassol). Anorthosis ist eine Legionärstruppe: Neben dem Albaner im Tor, dem Holländer hinten und dem Portugiesen in der Mitte gibt es noch Spieler aus Frankreich, Serbien, Polen und natürlich Griechenland. Das darf aber alles nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Mannschaft internationalen Ansprüchen ernsthafter Natur nicht genügt. Es handelt sich hier sicherlich um eine brauchbare Mannschaft, die in der 1. Qualirunde sicher eine der besseren ist, aber nichts, wovor man ich wirklich fürchten müsste. Mannschaften aus Zypern sind unangenehm (vor allem Auswärts), aber außerhalb der Heimat oft eine Klasse schwächer. Gelingt Rapid ein Auswärtstor, steht die Türe in die 3. Qualirunde ganz, ganz weit offen. Die Chancen auf den Aufstieg würde ich auf 65-70% beziffern. Ach ja: Anorthosis muss vorher noch in der 1. Qualirunde am armenischen Meister Pjunik Jerevan vorbei. Das sollte aber kein wirkliches Problem sein.</p>
<p>Leichter zu schlagen sind da sicher <strong>Banants Jerevan</strong> (Salzburgs Gegner) und <strong>Tobol Kostanaj</strong> (gegen die die Austria spielen muss). Dafür sind sie auch umso unbeschriebenere Blätter. Tobol Kostanaj (Vereinsfarben Gelb-Blau) kommt aus der kasachischen Stadt Kostanaj im äußersten Norden dieses großen Landes. Die Stadt, die etwa so groß ist wie Graz, liegt am Fluss Tobol. Der nach diesem Fluss bennante Klub hat auch schon Österreich-Erfahrung: Vor einigen Jahren musste Pasching im UI-Cup die weite Reise antreten. Trotz der fünf Stunden Zeitunterschied (!) fuhr Pasching recht locker über dieses Team drüber. Im letzten Jahr kam man erstanunlicherweise durch den UI-Cup durch, mit Siegen über Slovan Liberec und OFI Kreta &#8211; keine schlechte Leistung. Und dass Teams aus Kasachstan unangenehm sein können, weiß man ja seit Mattersburgs Dusel-Auftritt gegen Aktobe letztes Jahr. Der FC Tobol ist in den letzten Jahren beständig im Vorderefeld der Tabelle zu finden und führt diese aktuell (zu Saisonhalbzeit) sogar an. Auf die wenig bekannten Spieler einzugehen, bringt aber nichts.</p>
<p>Wie auch bei Banants Jerevan. Beim Team aus der armenischen Hauptstadt (1,1 Millionen Einwohner) spielen zwar einige Teamspieler aus Armenien, aber der Bekanntheitsgrad dieser Spieler geht hierzulange stramm gegen Null. Lediglich für Ibrahim Sekagya wird es eine Reise zu einem Landsmann: Noah Babali Kasule, wie Sekagya aus Uganda, spielt dort. Banants war in seiner Geschichte zwei Mal armenischer Cupsieger, konnte in sieben Europacup-Teilnahmen erst ein einziges Mal überhaupt die erste Qualirunde überstehen. Für die Austria gilt genauso wie für Salzburg: Das Weiterkommen ist absolute Pflicht, und normalerweise sogar mit den RedZac-Teams möglich. Ein Scheitern wäre eine Blamage färöer&#8217;schen Ausmaßes.</p>
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		<title>Es lebe der UEFA-Cup!</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 15:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Viertelfinale]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich die Besetzung des Viertelfinales des diesjährigen UEFA-Cups ansieht, dann kann dem Fußball-Fan nur das Herz vor Freude springen. Die 8 Viertelfinalisten kommen aus 7 verschiedenen Ländern! Davon kann die Champions League nur träumen&#8230; und hinzu kommt, dass es bei genauer Betrachtung auch vier wirklich interessante Begegnungen sind. Allen voran steht für mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich die Besetzung des Viertelfinales des diesjährigen UEFA-Cups ansieht, dann kann dem Fußball-Fan nur das Herz vor Freude springen. <b>Die 8 Viertelfinalisten kommen aus 7 verschiedenen Ländern!</b> Davon kann die Champions League nur träumen&#8230; und hinzu kommt, dass es bei genauer Betrachtung auch vier wirklich interessante Begegnungen sind.<br />
<span id="more-96"></span><br />
Allen voran steht für mich Fiorentina-Eindhoven. Die Fiorentina ist eine offensivstarke und junge Truppe, die vom derzeit wohl besten Trainer der Seria A auf Champions League-Kurs gebracht wurde. Auf der anderen Seite der PSV, der überlegener Tabellenführer in Holland ist. Eine ganz ausgeglichene Begegnung mit CL-Flair! Wirklich spannend verspricht auch Rangers-Sporting zu werden. Zwei ähnlich starke Mannschaften, beide heimstark, beides nicht gerade als Auswärtsteams bekannt. Außerdem sind es zwei Stammgäste in der Champions League &#8211; eine sehr attraktive Begegnung.</p>
<p>Nicht ganz so attraktiv von den Namen, aber auch nicht uninteressant verspricht das Viertelfinale zwischen dem russischen Meister Zenit St. Petersburg und den dieses Jahr erstaunlich guten Leverkusenern. Beide haben im Achtelfinale Mannschaften ausgeschaltet, die in diesem Bewerb durchaus zum erweiterten Favoriten-Kreis gehören (Marseille bzw. den HSV). Man darf Zenit vor allem auch deshalb einiges zutrauen, weil sie Marseille ohne Spielpraxis eliminiert haben. Und wenn es zu den Spielen gegen Leverkusen kommt, läuft die russische Meisterschaft schon zwei Wochen. Die Deutschen sollten gewarnt sein.</p>
<p>Wie auch die Bayern: Der Topfavorit muss gegen die (in den letzten Wochen enorm formstarke) No-Name-Truppe aus Getafe antreten. Ein undankbares Los! Gegen den Mittelständler aus der Madrider Vorstadt ganz alt ausgesehen. Dennoch: Wenn die Bayern den Bewerb gewinnen wollen, müssen sie eine Mannschaft wie Getafe eliminieren.</p>
<p>Une ein Punkt, der mich persönlich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass kein einziges der englischen Teams ins Viertelfinale einziehen konne. Für mich der endgültige Beweis, dass es für die Mittelständler nichts bringt, Spieler aus ganz Europa mit Geld zu erschlagen, um so mit gesichtslosen Truppen an den Start gehen. Besonders schön vor allem, dass Söldnertruppen wie Tottenham und Everton gegen gewachsene Mannschaften wie Eindhoven und der Fiorentina ausgeschieden sind, die nominell schwächer besetzt sind.</p>
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		<title>Fünf zu Null</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 22:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[masochismus]]></category>
		<category><![CDATA[panionios]]></category>

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		<description><![CDATA[Totalhoheit von Panionios beim letzten Freistoß im Austria-Strafraum. Einer hat die Abseitsfalle nicht mehr rechtzeitig geschnallt und dann hats ENDLICH &#8220;Bumm&#8221; gemacht. Ich hätte mich sehr über einen Sieg gefreut, immerhin ist die Austria der letzte Klub, der noch Punkte für die 5-Jahreswertung sammeln könnte. Mir wäre es auch egal gewesen, wenn die Austria mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Totalhoheit von Panionios beim letzten Freistoß im Austria-Strafraum. Einer hat die Abseitsfalle nicht mehr rechtzeitig geschnallt und dann hats ENDLICH &#8220;Bumm&#8221; gemacht.  Ich hätte mich sehr über einen Sieg gefreut, immerhin ist die Austria der letzte Klub, der noch Punkte für die 5-Jahreswertung sammeln könnte. Mir wäre es auch egal gewesen, wenn die Austria mit einem Eiertor in der 93ten noch gewonnen hätte, nur um wenigstens noch darauf hoffen zu können, dass &#8220;wir&#8221; nicht wieder traditionellerweise nach der Winterpause international nicht mehr vorhanden sind.</p>
<p><span id="more-62"></span><br />
Aber sei es drum, Panionios hat 1 zu 0 gewonnen, und gemessen an den letzten 65 Minuten des Spiels mehr als verdient. &#8220;Wir wollen ein Finale in Istanbul&#8221;, ließ man noch verlauten. 25 Minuten lang war den Griechen entweder noch zu kalt, oder die Austria tatsächlich engagiert, dann war der angesprochene Wille auch schon wieder gebrochen. Weil der südeuropäische Mittelständler selbst über keine Wunderkicker im Mittelfeld verfügt, und auch echte Knipser zu fehlen scheinen, lag ein Pünktchen bis zur Nachspielzeit noch im Bereich des Möglichen. In etwa fünf Hundertprozentige inklusive Stangenschuss und Kreuzeck-Aussennetz hatten die Gäste bis dahin vergeigt. Dann musste sich Fornezzi als insgesamt bester Austrianer aufgrund eines offensichtlich eingeschlafenen Defensivkickers einer Übermacht aus sage und schreibe 5 Panionios-Spielern geschlagen geben.</p>
<p>Von der spektakulären Unfähigkeit Chancen zu verwerten auf der einen, und überhaupt noch irgendein koherentes Spiel zusammenzubringen auf der anderen Seite war auch der sonst hartgesottene ORF Kommentator schier überwältigt, und analysierte treffend: &#8220;Es ist unfassbar was hier geboten wird, keines der beiden Teams ist fähig den ball ins Tor zu befördern.&#8221; Bei den Hellenen war er wenigstens regelmäßig im Strafraum, bis es letztlich klingelte. Die zweite Hälfte der Austria war furchtbar, desolat, beschämend &#8211; einfach ein Level von &#8220;mies&#8221; das ich gerade nicht in Worte fassen kann. Vielleicht muss man dieses Wort auch erst erfinden.</p>
<p>Ein ganz besonderes Gustostückerl bot dann auch der heute verhalten bemühte, aber komplett ineffiziente Young&#8217;ster Okotie in der Halbzeitpause: Er schaffte es auf zwei Fragen zwei komplett zusammenhanglose, offensichtlich schlecht und parolenartig auswendiggelernte Antworten zu geben. Die Qualität seiner Aussagen war hart an der Grenze zu jener von Ex-Sturm Goalie Beppi Schicklgruber im UI-Cupfinale anno dazumal &#8211; ich glaube es war gegen Schalke 04. Bloß waren sie weit weniger durchsetzt von ursprünglichem Dialekt, und daher akustisch verständlicher.</p>
<p>Ich weiß eigentlich nicht mehr, warum ich mir das überhaupt antue, zu internationalen (wo immerhin die Chance besteht, dass der Gegner wenigstens schön spielt) Spielen unserer Vereine oder Bundesligapartien das TV-Gerät anzustellen. In Ersteren wird man maßlos enttäuscht, bei Zweiteren erwischt der ORF immer konsequent die Partien in denen sich noch weniger tut als sonst und entsprechend wenig Tore fallen. Erneut hoffe ich, dass aufgrund der Beteiligung der jungen Truppe von Sturm Graz nächsten Sonntag  ein halbwegs ansehnliches Spiel (für unsere Verhältnisse) stattfinden könnte. Viel wahrscheinlicher ist eine kreativitätsarme Fehlpassorgie mit wenigen Highlights.</p>
<p>Ich bin wohl ein verdammter Masochist.</p>
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