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	<title>Ballverliebt &#187; sturm</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>3x Back to Back &#8211; Austria anders, Salzburg ähnlich, Sturm gleich</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 11:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 4. Spieltag in europäischen Gruppenphasen &#8211; die Back-to-Back-Spiele, es geht gegen den gleichen Gegner wie vor zwei Wochen. Und während Sturm und Salzburg von ihrer Herangehensweise nichts Gravierendes veränderten und somit nicht zum Erfolg kamen, traute sich die Austria wenigstens etwas. Auch wenn&#8217;s fast in die Hose ging, aber der Ansatz der Austria gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der 4. Spieltag in europäischen Gruppenphasen &#8211; die Back-to-Back-Spiele, es geht gegen den gleichen Gegner wie vor zwei Wochen. Und während Sturm und Salzburg von ihrer Herangehensweise nichts Gravierendes veränderten und somit nicht zum Erfolg kamen, traute sich die Austria wenigstens etwas. Auch wenn&#8217;s fast in die Hose ging, aber der Ansatz der Austria gegen Alkmaar sagte zumindest aus: Wir probieren was!</em></strong></p>
<p><span style="color: #800080;"><strong><span id="more-6034"></span>Ein anderes Spiel | Austria &#8211; Alkmaar 2:2 (0:2)</strong></span><br />
<em>58&#8242; Ortlechner, 61&#8242; Barazite bzw. 19&#8242;p Elm, 44&#8242; Wernbloom</em></p>
<div id="attachment_6035" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Austria-AZ-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6035 " title="2011 11 03 Austria-AZ 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Austria-AZ-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Wien - AZ Alkmaar 2:2</p></div>
<p>Karl Daxbacher ließ, wie in letzter Zeit regelmäßig, Roland Linz auf der Bank und stellte dafür Nacer Barazite in die Spitze. So war vorne etwas mehr Bewegung, und die Hausherren versuchten das zu nützen, indem sie von Beginn an mutig nach vorne spielten, Suttner und Junuzovic (gegen den überforderten Etienne Reijnen) und Klein (der viel ins Zentrum zog und Gorgon die Flanke überließ) marschierten viel.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/20/alkmaars-spielanlage-kommt-der-austria-entgegen-aber-es-reicht-nicht-ganz/">Anders als im Hinspiel, in dem die Austria mit guter Raumaufteilung defensiv stand und AZ zu neutralisieren versuchte</a>, rückte sie hier bei eigenen Angriffen recht weit auf, was sie für Konter der Holländer anfällig machte. So hatte die Austria zwar mehr vom Spiel, aber AZ strahlte mehr Torgefahr aus &#8211; als Ortlechner Altidore in der Drehung festhielt, hätte es einen Elfmeter geben müssen; wenige Minuten später war es aus einer wesentlich weniger klaren Situation (Hand Margreitter) dann soweit. Elm schoss zum 1:0 ein. Die Austria wirkte in der Folge verunsichert und vor allem die Seite von Gorgon und Klein &#8211; Ersterer mit einem schwachen Tag und Zweiterer von Holman oft weit in die Mitte gezogen &#8211; war anfällig, was Simon Poulsen mit viel Initiative ausnützte. Als kurz vor der Pause Wernbloom (wieder einmal) per Ecke zum 2:0 traf, war das nicht unverdient.</p>
<p>Nach der Pause brachte Daxbacher Linz (statt Gorgon), Barazite ging auf die rechte Seite. Die Folge war erst einmal, dass es in der Spitze kaum mehr Bewegung gab &#8211; echte Veränderung kam erst mit dem Einsatz von Liendl (statt Grünwald). Mit seiner ersten Aktion leitete er nach einem Freistoß das 1:2 ein, wenige Minuten später gab&#8217;s sogar das 2:2 &#8211; auch das war zwar nicht herausgespielt, beflügelte die Austria aber zusätzlich.</p>
<p>Mit dem etwas höher als Grünwald spielenden Liendl gelang es, die Spieleröffnung von Rasmus Elm zu stören, den vor der Pause recht unbehelligt agierenden Maher zu kontrollieren und Celso Ortiz, der für Holman eingewechselt wurde, konnte auch keine Akzente setzen. Alkmaar schaffte es nicht, nach dem Zurücklehenen dank der 2:0-Führung den Schalter wirklich wieder auf Angriff zu stellen &#8211; die Austria schaffte es aber auch nicht, die folgenden Chancen zu einem Siegtreffer umzumünzen.</p>
<p>Fazit: Es war eine komplett andere Partie als in Alkmaar, auch wenn das Resultat das gleiche ist. Diesmal war die Austria von Beginn an aktiv, aber hinten offen und fing sich einen Rückstand. Die Umstellung von Barazite von vorne auf die rechte Seite, das gute Auge von Liendl und zwei Tore aus Standards brachten die Austria zurück.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ein ähnliches Spiel | Salzburg &#8211; Bilbao 0:1 (0:1)</strong></span><br />
<em>37&#8242; Herrera</em></p>
<div id="attachment_6037" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Salzburg-Bilbao-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6037 " title="2011 11 03 Salzburg-Bilbao 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Salzburg-Bilbao-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">RB Salzburg - Athletic Bilbao 0:1</p></div>
<p>Deutlich weniger Unterschiede zum Hinspiel als beim Match der Austria gab es bei der Partie der Bullen gegen Bilbao. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/20/bilbao-dominiert-klar-es-braucht-aber-zwei-elfer-22-gegen-salzburg/">Beim 2:2 vor zwei Wochen dominierte Bilbao das Spiel klar</a>, war extrem flexibel im Mittelfeld, aber die Basken kamen gegen die sehr tief stehenden Salzburger kaum zu Torchancen.</p>
<p>Diesmal stellte Bilbao-Coach Bielsa seinen Spieleröffner Javi Martínez gleich zu Beginn in die Innenverteidigung, wie er das im ersten Spiel zur Halbzeit gemacht hatte. Salzburg aber stand nicht mehr so tief wie beim 2:2, griff den Gegner früher an und hielt ihn so vom eigenen Tor weg. Das Quartett im Bilbao-Mittelfeld rochierte zwar auch diesmal, aber deutlich weniger als im Heimspiel und es fehlte auch die Idee, wie man Llorente vorne ins Spiel bringen könnte.</p>
<p>Was vor allem an zwei Salzburgern lag: Schiemer räumte im defensiven Mittelfeld kompromisslos auf und ließ fast nichts zu; Martin Hinteregger neutralisierte seine Seite mit Susaeta und Iraola und versuchte auch nach vorne einiges zu machen.</p>
<p>Den Bullen fehlte es vorne aber auch diesmal an der Durchschlagskraft. Stefan Maierhofer arbeitet zwar viel, aber gerade gegen eine Abwehspieler, die ihm technisch so dermaßen überlegen sind wie San José und Javi Martínez, macht der Lange einfach keinen Stich &#8211; bei einer solchen Ausgangsposition geht der verletzte Alan noch viel mehr ab als in der Bundesliga.</p>
<p>Das Gegentor (aus einem Konter) änderte am Spiel an sich nichts, ebenso wie die Umstellungen. Moniz stellte halb durch die zweite Hälfte auf ein 4-4-2 um (Wallner statt Cziommer), Bielsa reagierte, indem er mit Amorebieta einen zweiten echten Innenverteidiger brachte und Martínez ins Mittelfeld aufrücken ließ (Iturraspe ging raus). Die Flanken gehörten Salzburg, zumal auch Leonardo einiges an frischem Wind brachte, aber das war etwas zu eindimensional und Bilbao verwaltete das 1:0 nach Hause.</p>
<p>Fazit: Ein recht ähnliches Spiel wie vor zwei Wochen. Salzburg stand höher und attackierte früher, Bilbao fiel im Mittelfeld trotz technischer Überlegenheit noch weniger ein als beim Hinspiel. Mit den Basken gewann jene Mannschaft, die eine ihrer wenigen Chancen nützte und defensiv recht sicher stand. Augenschmaus war dieses Spiel aber keines.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Das gleiche Spiel | Anderlecht &#8211; Sturm 3:0 (1:0)</strong><br />
<em>23&#8242; Gillet, 74&#8242; Suárez, 81&#8242; De Sutter</em></p>
<div id="attachment_6040" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Anderlecht-Sturm-3-0.png"><img class="size-full wp-image-6040 " title="2011 11 03 Anderlecht-Sturm 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Anderlecht-Sturm-3-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">RSC Anderlecht - Sturm Graz 3:0</p></div>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/21/anderlecht-uber-die-flugel-besser-und-mit-weniger-fehlern-sturm-02/">Das Hinspiel in Graz war eine recht eindimensionale Angelegenheit</a>: Zwei Teams mit flachem 4-4-2 erklären das Zentrum zur toten Zone, was das Spiel nach vorne angeht, und die Belgier hatten Vorteile über die Flügel und nützten ihre Chancen besser zum 2:0-Sieg.</p>
<p>Das Rückspiel verlief praktisch genauso, nur Nuancen unterschieden sich. Anderlecht lief mit Fernando auf, so wurde aus dem 4-4-2 eher ein 4-4-1-1, weil der neue Mann tiefer stand und sich für Anspiele der beiden Sechser anbieten wollte. Eine Reaktion auf das Hinspiel, wo genau das ja nicht funktioniert hatte (außerdem musste Stürmer Mbokani passen).</p>
<p>Das hatte jedoch kaum Auswirkungen auf das Spiel &#8211; zum einen, weil sich Fernando im Rücken von Koch und Weber aufhielt und so selten frei stand, und zum anderen, weil in der Mittelfeld-Zentrale Ballverteiler Lucas Biglia fehlte. So waren die beiden Mittelfeld-Duos erst recht wieder sehr horizontal ausgerichtet &#8211; Verbindungsstationen auf dem Weg von der einen Seite zur anderen, Adjutanten im Spiel über die Flügel, aber ohne echte Relevanz im Spiel nach vorne.</p>
<p>Koch und Weber spielten die Bälle, wenn sie denn nach vorne gingen, entweder auf die Flügel hinaus oder weit auf Szabics bzw. Kienast. Beides hatte nicht den gewünschten Erfolg &#8211; anders als bei Anderlecht, wo sich auch schon mal die Stürmer auf die Flanken orientierten, und aus einem Anspiel von Suárez von der rechten Seite machte Gillet das 1:0.</p>
<p>Wie im Hinspiel musste auch diesmal nach einer Stunde ein Sturm-Verteidiger gehen &#8211; diesmal war es Felhofer &#8211; und wie im Hinspiel stellte Foda auf ein 4-4-1 um (Kienast ging raus, Pürcher kam). Das drückte das Spiel von Sturm noch weiter auf die Flügel, weil es nun zwischen dem defensiven Mittelfeld und dem gegnerischen Tor nur noch einen einzigen Spieler gab (erst Szabics, dann Haas).</p>
<p>Anderlecht wusste das und stellte sich darauf ein, zudem kamen mit Badibanga (links) und Kabasele (rechts) zwei frische Leute für die Mittelfeld-Außen. Mit dem 2:0 &#8211; wieder von der rechten Seite eingeleitet &#8211; war die endgültige Entscheidung gefallen, das 3:0 nur noch die Draufgabe.</p>
<p>Fazit: Beinahe eine Kopie vom Hinspiel: Zwei mal zwei Sechser, die sich gegenüberstehen und ähnliche Aufgaben haben, zwei Mal Spielaufbau, der konstruktiv fast nur über die Flügel kommt, und wieder hat Anderlecht dort Vorteile und macht weniger Fehler.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Nach vier Spieltagen ist die Chance auf den Aufstieg damit für Sturm so gut wie erledigt (man müsste in Moskau und gegen AEK gewinnen und hoffen, dass die Russen bei Anderlecht verlieren) und für Salzburg so gut wie (auch hier gilt: Siege gegen PSG und in Bratislava plus Schützenhilfe von Bilbao). Die Austria hat noch realistische Chancen, auch wenn man am Verteilerkreis ebenso auf fremde Hilfe angewiesen ist.</p>
<p>Sturm und Salzburg, die schon in den Hinspielen unterlegen waren (auch wenn Salzburg dort zwei Kontertore aus dem Nichts erzielt hatte), legten ihre Rückspiele ähnlich bzw. genauso an und haben damit fast folgerichtig nicht zum Erfolg. Die Austria hat sich zumindest getraut, etwas anderes zu probieren als im (eh schon nicht schlechten) Spiel vor zwei Wochen &#8211; das hat zwar nicht wie erhofft geklappt, aber richtige Umstellungen und voller Einsatz retteten das Remis.</p>
<p>Weshalb es durchaus okay ist, dass vom rot-weiß-roten Trio die Austria noch die besten Chancen auf Platz zwei hat.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6034&amp;md5=6c24e631d0dfcc02dd07b37339491811" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Anderlecht über die Flügel besser und mit weniger Fehlern &#8211; Sturm verliert 0:2</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 23:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweimal flaches 4-4-2, zweimal die gleiche Spielanlage, zwei Teams, die die Spielgestaltung nicht direkt erfunden haben &#8211; das Match zwischen Sturm und Anderlecht war kein grandioses. Und der 2:0-Sieg der Belgier war auch keine Frage der Taktik, sondern eine von Klasse und individuellen Fehlern. Ein Duell zwischen zwei Teams mit einem flachen 4-4-2 sieht man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zweimal flaches 4-4-2, zweimal die gleiche Spielanlage, zwei Teams, die die Spielgestaltung nicht direkt erfunden haben &#8211; das Match zwischen Sturm und Anderlecht war kein grandioses. Und der 2:0-Sieg der Belgier war auch keine Frage der Taktik, sondern eine von Klasse und individuellen Fehlern.</em></strong></p>
<div id="attachment_5978" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-20-Sturm-Anderlecht-0-2.png"><img class="size-full wp-image-5978 " title="2011 10 20 Sturm-Anderlecht 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-20-Sturm-Anderlecht-0-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - RSC Anderlecht 0:2</p></div>
<p><span id="more-5977"></span>Ein Duell zwischen zwei Teams mit einem flachen 4-4-2 sieht man heutzutage im internationalen Fußball nur noch äußerst selten &#8211; bei der Partie zwischen Sturm und Anderlecht war es aber mal wieder so weit. Eine entsprechend eher eindimensionale Angelegenheit war dann die Partie auch.</p>
<p><strong><em>Gleichförmiges Zentrum</em></strong></p>
<p>Flaches 4-4-2 heißt in der Praxis: Ein echter Spielaufbau kann mangels eines Spielers im offensiven Zentrum nur über die Flügel aufgebaut werden. Die beiden Duos im zentralen Mittelfeld &#8211; Säumel und Weber bei Sturm, Biglia und Kljestan bei Anderlecht &#8211; standen sich so ein wenig gegenüber wie die Linemen im American Football. Sie stehen sich auf ähnliche Weise gegenüber, belauern sich, haben aber in der Gestaltung des Spiels eigentlich nicht wirklich etwas mitzureden.</p>
<p>Natürlich, ganz so drastisch war es nicht &#8211; vor allem der argentinische Olympiasieger Lucas Biglia zeigte seine Spielübersicht in einigen Szenen, spielte gute Pässe, versuchte den Ball schnell in die Spitze zu bringen und wurde dabei von Weber auch nicht so richtig behindert. Aber dennoch, die Musik spielte in diesem Match eindeutig auf den Flügeln.</p>
<p><strong><em>Anderlecht im Flügel-Duell besser&#8230;</em></strong></p>
<p>Und da hatte, was das gestalterische Element betrifft, Anderlecht die Nase vorn. Bei Sturm waren die Positionen der Außenverteidiger mit Klem und Ehrenreich eher mit der zweiten Garnitur besetzt, und die beiden hatten defensiv mit Gillet und Jovanovic auch so viel zu tun, dass ihnen die Gelegenheit und auch so ein wenig der Mut fehlte, wirklich etwas nach vorne zu machen.</p>
<p>Das machten Wasilewski und Safari bei den Belgiern deutlich aktiver, wodurch die Gäste ein deutlich merkbares Übergewicht auf den Flanken erarbeiten konnten. Hinzu kam, dass sich vor allem Stürmer Mbokani, der sich letzte Saison in Wolfsburg nicht hatte durchsetzen können, gut bewegte und versuchte, immer anspielbar zu sein. Burgstaller hatte mit dem Kongolesen viel Mühe.</p>
<p><em><strong>&#8230;und daher mit Chancen-Plus</strong></em></p>
<p>So erarbeitete sich Anderlecht in der ersten Halbzeit nach dem immer gleichen Strickmuster mehr Chancen als die Grazer: Ball von hinten auf die Flügel spielen, nach der Mittellinie nach innen ziehen und den Stürmer mit einbeziehen, zum Anschluss kommen. Das war alles nicht besonders ausgeklügelt, funktionierte aber gut, weil der Versuch, in den Raum zwischen Mittelfeld und Abwehr hineinzustoßen, immer wieder erfolgreich war &#8211; und weil Anderlecht einfach die höhere individuelle Klasse hatte.</p>
<p>Hinzu kam, dass es die Belgier schafften, auf den Flügeln eine Überzahl herzustellen, in dem Biglia und Kljestan gut innen zumachten und vor allem auf der Seite von Klem und Kainz dem ballführenden Grazer die Zeit und den Raum zu nehmen. So blieb als letzter Ausweg oft nur der lange Ball, der im Nirvana landete.</p>
<p><strong><em>Grazer machen </em></strong><strong><em>entscheidenden </em></strong><strong><em>ersten Fehler</em></strong></p>
<p>Mit den Gästen, die ihre Angriffe besser aufzogen und den Hausherren, die das mit einigen Ausnahmen ganz okay verteidigten, sah das Spiel so ein wenig nach einem 0:0 aus &#8211; wenn nicht Thomas Burgstaller, bei dem man schon vor der Pause in einigen Situationen ausmachen konnte, dass er an diesem Tag der schwächste Grazer war, und Silvije Cavlina im Sturm-Tor sich im Strafraum gegen Jovanovic gegenseitig behindert hätten und Gillet zum billigen 1:0 für die Belgier abstauben konnte.</p>
<p>Und also ob es des Schlechten nicht schon genug gewesen wäre, flog Burgstaller wenige Minuten später auch noch mit Gelb-Rot vom Platz &#8211; nach einem eher sinnlosen Foul auf Höhe der Mittellinie. Foda musste also Umstellen: Feldhofer kam statt des blassen Kainz, Szabics ging auf die linke Flanke und der kurz zuvor für Bodul eingewechselte Mario Haas blieb alleine vorne.</p>
<p><strong><em>Sturm fehlen die Mittel</em></strong></p>
<p>An der Spielanlage von Sturm änderte sich im Grund nicht viel, im nunmehrigen 4-4-1 gabe es halt vorne eine Anspielstation weniger. Und als sich Sturm eine Viertelstunde vor Schluss aus einem Einwurf tief in der gegnerischen Hälfte übertölpeln ließ und Suárez cool zum 2:0 einschob, war die Partie entschieden. Sturm fehlte es nun nicht nur an den Mitteln, das Ruder noch einmal herumzureißen. Sondern auch am Glauben daran, dass es noch möglich wären.</p>
<p><strong><em>Fazit: Qualität entschied, nicht die Taktik</em></strong></p>
<p>Das Gestalten eines Spiels gegen einen ähnlich aufgestellten Gegner haben beiden Teams ganz deutlich nicht erfunden. Das Zentrum war sowohl bei Anderlecht als auch bei Sturm eine Zone, die am Weg nach vorne eher umgangen als miteinbezogen wurde. Diese Gleichförmigkeit im Spielansatz hatte ein Spiel zur Folge, in dem sich beide Mannschaften mit den selben Mitteln zu schlagen versuchten.</p>
<p>So war es letztlich keine Frage der Taktik, sondern eine der Qualität und des Vermeindens von Fehlern in der eigenen Defensive, die dieses Spiel entschieden. Bei den Belgiern gab es die höhere inidviduelle Klasse, bei Sturm zwei entscheidende Schnitzer in der Abwehr &#8211; das machte den Unterschied aus.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5977&amp;md5=7c9bce71ec699fb1609c60616eb056b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach Flutlichtausfall war Lok Moskau munterer &#8211; Sturm verliert mit 1:2</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 21:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch eine 40-minütige Verzögerung des Anpfiffs wegen Problemen mit dem Flutlicht konnte die Russen nicht einschläfern: Lok Moskau dominierte Sturm über weite Strecken klar und konnte es sich dann leisten, sich zurück zu lehnen. Somit startet der österreichische Meister mit einer 1:2-Heimniederlage in die Europa-League-Gruppenphase. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Sturm-Trainer Franco Foda ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Auch eine 40-minütige Verzögerung des Anpfiffs wegen Problemen mit dem Flutlicht konnte die Russen nicht einschläfern: Lok Moskau dominierte Sturm über weite Strecken klar und konnte es sich dann leisten, sich zurück zu lehnen. Somit startet der österreichische Meister mit einer 1:2-Heimniederlage in die Europa-League-Gruppenphase.</em></strong></p>
<div id="attachment_5765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Sturm-Lok.png"><img class="size-full wp-image-5765 " title="2011 09 15 Sturm-Lok" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Sturm-Lok.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - Lokomotiv Moskau 1:2</p></div>
<p><span id="more-5763"></span>Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Sturm-Trainer Franco Foda ab Winter ÖFB-Teamchef wird. Noch aber ist der Deutsche der Verantwortliche auf der Bank von Meister Sturm Graz &#8211; und im Spiel gegen Lok Moskau wurde das größte Problem schnell offensichtlich: Die totale Unterlegenheit im Mittelfeld. Das gewohnte 4-4-2 Fodas sieht nun mal nur zwei Mann in der Zentrale vor, und wenn einerseits einer davon eine Immobilie wie Samir Muratovic ist und andererseits der Gegner mit drei Mann auf engstem Raum ständige Überzahl herstellen, noch dazu mit gezieltem Pressing, ist da nicht viel zu machen.</p>
<p><strong><em>Lok sofort klar überlegen</em></strong></p>
<p>Und so war es dann auch: Die Russen übernahmen sofort das Kommando über das Zentrum und ließen einen geordneten Spielaufbau bei Sturm gar nicht zu. Damit war es aber nicht getan: Im 4-3-3 von Lok Moskau drückten die Außenverteidiger sehr nach vorne, und kreuzten gut mit den Flügelstürmern &#8211; mal hinterlaufen, mal ins Zentrum hinein. Die Viererkette von Sturm wurde so ziemlich auseinander gezogen.</p>
<p>Außerdem rückten die beiden defensiveren Spieler im russischen Mittelfeld, Glushakov und Osdojev ebenso relativ weit auf und mit den Innenverteidigern auf Höhe der Mittellinie wurde Sturm überhaupt kein Raum zum Atmen gegeben. Lok spielte den österreichsichen Meister ziemlich her, weil sich im schnellen Spiel immer ein freier Mann fand und Sturm mit dem Tempo auch einfach nicht mitkam.</p>
<p><strong><em>Führung gegen den Spielverlauf</em></strong></p>
<p>Die einzige Chance von Sturm war, nach Ballgewinn so schnell wie möglich mit Steilpässen die hohe Verteidigungslinie von Lok Moskau auszunützen und so schnörkellos wie möglich in deren Rücken zu gelangen. Nach einer Viertelstunde gelang dies mit einem blitzgescheiten Pass von Weber auf Wolf hervorragend, die Hereingabe verwertete Szabics komplett gegen den Spielverlauf zum 1:0 für Sturm &#8211; und kaum eine Minute später hatte der Ungar sogar die Chance auf das 2:0.</p>
<p>Die Probleme wurden aber dennoch nicht weniger. Der extrem mobile Zehner Senijad Ibricic war von Muratovic nie auch nur in irgendeiner Weise in den Griff zu bekommen; wie überhaupt das Spiel am erstaunlich tief stehenden Bosnier komplett vorbei lief. Die Überlegung hinter Muratovic&#8217; Positionierung wird wohl seine Fähigkeit zu klugen Pässen in der Spieleröffnung gewesen sein, aber er wurde praktisch nie ins Spiel mit einbezogen, und wenn doch, hatte er augenblicklich fünf Lok-Spieler um sich herum.</p>
<p><strong><em>Blöde Gegentore</em></strong></p>
<p>Trotz der drückenden spielerischen Überlegenheit tat sich Lok aber schwer, wirklich Zugriff auf den Strafraum von Sturm zu erlangen. So mussten zwei Aktionen für Tore der Russen herhalten, die mit spielerischen Mitteln eigentlich gar nichts zu tun hatten, um das Spiel verdientermaßen zu ihren Gunsten zu drehen.</p>
<p>Erst traf ein Freistoß den vor dem Tor stehenden Obinna am Fuß, ohne dass der wirklich etwas dafür konnte (das 1:1), und kaum eine Minute später reagierte Kapitan Dmitri Sitchov am schnellsten, nachdem ein Schuss von Glushakov (der auch vorher schon gefährlich aus der Distanz abgezogen hatte) aus über 30 Metern von der Latte zurück prallte.</p>
<p><strong><em>Drei Aspekte nach der Pause</em></strong></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel konnte sich Sturm gut aus der Umklammerung der Russen lösen. Das hatte drei Gründe: Erstens nahm Lok-Coach José Couceiro Ibricic aus dem Spiel und brachte dafür Zapater. Entweder Ibricic war angeschlagen oder er sollte geschont werden, denn mit seiner Leistung konnte die Auswechslung nichts zu tun haben. Was sich auch am Spiel ohne ihn zeigte: Zapater bemühte sich zwar redlich, aber er konnte trotz eines durchaus großen Aktionsradius nie die Präsenz und die Gefahr ausstrahlen, wie das Ibricic vor ihm konnte.</p>
<p>Zweitens wechselten Maicon und Obinna die Seiten &#8211; und zwar auf ihre jeweils &#8220;richtige&#8221;, sprich, Linksfuß Obinna spielte nun auch links, Rechtsfuß Maicon rechts. Dadurch gab es nicht mehr im gleichen Ausmaß wie zuvor die Läufe der beiden nach innen, wodurch zwar die Breite im Spiel der Russen immer noch gegeben war, aber das Zentrum von Sturm deutlich mehr Luft holen konnte.</p>
<p>Und drittens nützten das die Grazer aus, um merklich aufzurücken. Weber und Muratovic hatten nun nicht mehr sofort einen Gegenspieler an sich kleben, wenn sie den Ball hatten, wodurch sich das Spiel merklich weiter vom Sturm-Tor entfernte.</p>
<p><strong><em>Sturm geht die Luft aus</em></strong></p>
<p>Dieser Effekt sollte noch verstärkt werden, indem Bodul nach rund einer Stunde die Position von Muratovic im Zentrum einnahm und Mario Hass statt seiner in die Spitze ging. Bodul interpretierte seine Position deutlich offensiver als Muratovic vor ihm, was dem Spiel von Sturm durchaus gut tat. Alleine die wirkliche Torgefahr konnte weiterhin nicht entwickelt werden &#8211; russische Teams sind für ihre kompromisslose Abwehrarbeit bekannt, in keiner anderen Liga Europas fallen dermaßen wenig Tore wie in der russischen.</p>
<p>In der letzten Viertelstunde aber schienen bei Sturm die Kräfte immer deutlicher nachzulassen. In jedem Fall kam Maicon auf der rechten Seite viel besser ins Spiel, spätestens ab dem Moment, als sein Gegenspieler Joachim Standfest nach einer eher rüden Attacke am Brasilianer verwarnt worden war und sich in den Zweikämpfen mit ihm zurückhalten musste. Es machte, je mehr sich das Spiel seinem Ende näherte, immer weniger den Eindruck, Sturm könnte wirklich noch den Ausgleich schaffen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Vor allem vor der Pause war Lok klar besser</em></strong></p>
<p>In der ersten Halbzeit war Lok Moskau die klar überlegene Mannschaft &#8211; dominant im Mittelfeld, stark über die Außen, gutes Pressing, viel Laufarbeit. Dass Szabics das 1:0 für Sturm machte und gleich danach beinahe für das 2:0 gesorgt hätte, stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Dennoch muss sich Sturm über den Doppelschlag und den somit entstandnenen Rückstand ärgern, weil beide Tore der Russen nicht herausgespielt waren.</p>
<p>Mit der Herausnahme von Ibricic und dem Seitenwechsel von Obinna und Maicon, wozu auch immer er gut gewesen sein soll, brachte sich Lok selbst um die Dominanz, die das Team noch in der ersten Halbzeit ausgestrahlt hatte. Doch die gute Defensivarbeit der Moskauer erlaubte es Sturm nie wirklich, einem Ausgleich nahe zu kommen. Im Gegenteil &#8211; in der Schlussviertelstunde schien ein 3:1 wieder wahrscheinlicher.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5763&amp;md5=832f82bd1d52c36d88ca5d25f27bc6eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abgemeldete Flügel lassen Sturms Traum von der Champions League platzen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 21:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[BATE]]></category>
		<category><![CDATA[foda]]></category>
		<category><![CDATA[haas]]></category>
		<category><![CDATA[sturm]]></category>
		<category><![CDATA[Szabics]]></category>
		<category><![CDATA[Weber]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Traum von der Champions League &#8211; mit einem 0:2 daheim gegen BATE Borisov scheitert Sturm kurz vor dem Ziel. Verdient, denn den offensiv recht biederen Weißrussen gelang es hervorragend, die wichtigsten Positionen der Grazer zu neutralisieren. Und zwar die Flügel. Ohne den verletzten Roman Kienast vorne und mit dem 1:1 mit Auswärtstor im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Aus der Traum von der Champions League &#8211; mit einem 0:2 daheim gegen BATE Borisov scheitert Sturm kurz vor dem Ziel. Verdient, denn den offensiv recht biederen Weißrussen gelang es hervorragend, die wichtigsten Positionen der Grazer zu neutralisieren. Und zwar die Flügel.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5580" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-24-Sturm-BATE-0-2.png"><img class="size-full wp-image-5580 " title="2011 08 24 Sturm-BATE 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-24-Sturm-BATE-0-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - BATE Borisov 0:2</p></div>
<p><span id="more-5578"></span>Ohne den verletzten Roman Kienast vorne und mit dem 1:1 mit Auswärtstor im Rücken war Sturm von Beginn an versucht, das Tempo aus dem Spiel rauszunehmen. Hatten die Weißrussen den Ball verloren, ging es bei den Grazern nicht sofort schnell nach vorne, sondern es wurde eher der Rückwärtsgang eingelegt, der Ballbesitz gesichert und gewartet.</p>
<p>So war das Team aus Borisov jenes mit mehr Ballbesitz. Trainer Viktor Goncharenko konnte im Vergleich zum Hinspiel wieder auf seinen brasilianischen Zehner Renan Bressan zurückgreifen &#8211; er stellte ihn im 4-2-3-1 zentral hinter Spitze Rodionov auf. Die wichtigere Änderung bei den Weißrussen betraf jedoch das defensive Mittelfeld: Hatte Goncharenko die Zentrale im Hinspiel noch komplett aufgegeben, stand Olekhnovich diesmal deutlich höher und mit Alexander Volodko hatte er einen Partner, der ihn mehr unterstützte als das Baga (diesmal als Rechtsverteidiger aufgestellt) tun hatte können.</p>
<p><strong><em>BATE bekommt das Spiel nicht aufgebaut</em></strong>&#8230;</p>
<p>Das Problem im Spielaufbau bei BATE war, dass Olekhnovich zwischen Szabics und Bukva eingeklemmt und so kaum einmal gefahrlos von seinen Innenverteidigern anspielbar war. Auf der rechten Seite stand Kontsevoi sehr hoch und so hatte es Baga schwer, ihn zu unterstützen; selbiges galt für Renan Bressan im Zentrum.</p>
<p>Manuel Weber stand höher als Säumel und schaltete sich eher einmal ins Pressing ein. Sturm zeigte das nicht allzu aggressiv, aber es wurde sehr wohl versucht, den Weißrussen schon in deren Hälfte die Zeit am Ball zu nehmen. Sturm machte zwar selbst relativ wenig nach vorne &#8211; wenn, dann war immer Szabics im Aufbau beteiligt &#8211; man hatte hinten aber nur selten den Eindruck, dass man Angst haben müsste.</p>
<p><em><strong>&#8230;geht aber dennoch in Front</strong></em></p>
<p>Was man Manuel Weber indes vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass er, je tiefer er stand, umso weniger die Gegenspieler anging &#8211; es steht zu vermuten, dass auch Franco Foda diesen Umstand moniert hat, als er lautstark nach &#8220;Manuel!&#8221; rief, dabei heftig gestikulierte und gefühlt kurz vorm Herzinfarkt war. Der Trainer muss geahnt haben, was kommt: Denn der aufgerückte Achter von BATE, Volodko, kam aus 20 Metern völlig unbedrängt zum Schuss und erzielte etwas aus heiterem Himmel das 1:0 für Borisov.</p>
<p>Was zur Folge hatte, dass sich nun die Weißrussen etwas zurücklehnten und Sturm kommen ließen. Doch ohne den sehr fleißigen Kienast fehlte es Szabics vorne an der Unterstützung &#8211; Bukva bemühte sich zwar, es gelang ihm aber nicht allzu viel &#8211; und auf den Flanken kamen Wolf und Hölzl kaum einmal zum Zug. Sturm bekam so weiterhin keinen Zugriff auf den weißrussischen Strafraum.</p>
<p><strong><em>Abgemeldete Flügel werden zum Problem</em></strong></p>
<p>Foda ersetzte für die zweite Hälfte den glücklosen Bukva durch Mario Haas, aber es war eine andere Abteilung, die im Rückstand zum Problemfeld wurde: Die Flügel. Sturm ist mit seinem 4-4-2 mit flacher Viererkette  ein Team, das sehr von den Flügelspielern abhängig ist, und diese wurden von BATE gut unter Kontrolle gehalten. Das war noch nicht das große Problem, als Sturm beim Stand von 0:0 noch reagieren konnte. Wurde aber eines, als die Grazer nach dem Rückstand selbst das Heft in die Hand nehmen mussten.</p>
<p>Denn weder Wolf noch Hölzl konnten Akzente setzen. Es gelang überhaupt nicht, mal zur Grundlinie durchzugehen, die BATE-Viererkette auseinander zu ziehen und die Fähigkeit von Haas, anders als Bukva vor ihm Bälle etwas länger zu halten, auch auszunützen &#8211; zumal es Haas selbst war, der noch die meisten Flanken versuchte in den Strafraum zu schlagen. Angriffe, die über die Mitte aufgezogen wurden, zerschellten an Volodko und Olekhnovich.</p>
<p><strong><em>Nach 2:0 macht BATE dicht</em></strong></p>
<p>Auch Florian Kainz, nach einer Stunde für Wolf ins Spiel gekommen, konnte sich nicht wirklich durchsetzen; die Außenverteidiger von Sturm waren ebenso keine große Hilfe. So war klar: Wenn BATE noch ein zweites Tor schafft, ist alles vorbei. Und genau dieses Tor fiel in der 70. Minute. Wie das Weitschuss-0:1 war auch das aus einem Freistoß entstandene 0:2 nicht wirklich herausgespielt. Pech hatte damit aber dennoch nichts zu tun: Wer es in einem Heimspiel nicht schafft, Druck auszuüben, darf sich über einen Rückstand nicht beschweren.</p>
<p>Goncharenko ließ daraufhin seine Außenspieler weiter zurückfallen, zog Volodko nach vor und ließ in einem defensiven 4-1-4-1 die Partie fertig spielen, zudem nahm er Sturmspitze Rodionov raus und stellte mit Bordachev einen Außenverteidiger ins linke Mittelfeld, er kümmerte sich nun um Kainz.</p>
<p>Die Reaktion von Foda war, dass er mit Hölzl auch seinen zweiten Flügelspieler aus der Startformation aus dem Spiel nahm und mit Muratovic einen Spieler brachte, der als Link in der Zentrale das nicht zielführende Flügelspiel umgehen sollte; Mario Haas wich dafür auf die linke Seite aus. Inwieweit für die Schlussoffensive von Sturm, in dem plötzlich durchaus Flügelspiel bis zur Grundlinie erkennbar war, mit diesen Umstellungen zu tun hatten oder mit dem Gegner, der wusste, dass er gewonnen hatte, lässt sich nicht wirklich beantworten.</p>
<p><strong><em>Fazit: BATE schaltete die Stärken von Sturm gut aus</em></strong></p>
<p>Natürlich fiel der Führungstreffer für die Weißrussen etwas glücklich und bis dahin hatte Sturm das Geschehen zumindest defensiv ganz gut im Griff gehabt. Dann aber fehlte der Plan B &#8211; denn das Flügelspiel hatte schon beim Stand von 0:0 nicht zufriedenstellend funktioniert und nach dem Rückstand konnte dieser Umstand, als es notwendig gewesen wäre, nicht umkehren.</p>
<p>So konnte es BATE verschmerzen, dass auch ihre Passquote &#8211; wie jene von Sturm &#8211; alles andere als berauschend war und aus dem Spiel heraus wenig nach vorne ging. Es war genug, die Flügel der Grazer zu stutzen, um die Zeit einigermaßen komfortabel zu kontrollieren, und mit dem 2:0 war natürlich alles entschieden.</p>
<p>Nun ist BATE natürlich beileibe kein prickeldes Team (nicht nur vom Namen, auch sportlich), aber ein funktionierendes Defensiv-Konzept reichte gegen Sturm aus. Natürlich wäre es schön gewesen, die Blackies in der Champions League zu sehen &#8211; wenn es allerdings dem Meister aus Weißrussland mit recht simplen Mitteln gelang, den Grazern ihr Offensivspiel zu nehmen, hätte sich das Problem in der Champions League nur noch potenziert. So gesehen ist Sturm in der Europa League wohl eh besser aufgehoben.</p>
<p>Schade ist das Scheitern schon. Weltuntergang ist es aber keiner.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5578&amp;md5=1111085cbdfec61ef3c3e126eeae71d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach 1:1 bei BATE winkt die Königsklasse</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/16/nach-11-bei-bate-winkt-die-konigsklasse/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 21:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Borisov]]></category>
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		<description><![CDATA[Remis mit Auswärtstor beim weißrussischen Meister &#8211; ein gutes Resultat für Sturm Graz! Und auch die Leistung bei BATE Borisov war sehr ansprechend. Auch, weil das Heimteam über weite Strecken des Spiels auf die Zentrale komplett verzichtet hat und es kaum schaffte, wirklich zu Torchancen zu kommen. Die Weißrussen begannen sofort mit dem Versuch um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Remis mit Auswärtstor beim weißrussischen Meister &#8211; ein gutes Resultat für Sturm Graz! Und auch die Leistung bei BATE Borisov war sehr ansprechend. Auch, weil das Heimteam über weite Strecken des Spiels auf die Zentrale komplett verzichtet hat und es kaum schaffte, wirklich zu Torchancen zu kommen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5535" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BATE-Sturm.png"><img class="size-full wp-image-5535 " title="BATE-Sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BATE-Sturm.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">BATE Borisov - Sturm Graz 1:1</p></div>
<p><span id="more-5534"></span>Die Weißrussen begannen sofort mit dem Versuch um Ballkontrolle und pressten auch durchaus, wenn Sturm in Ballbesitz kam. Auffällig war bei BATE, dass sich der Sechser Edgar Olekhnovich  extrem weit zurückfallen ließ, dabei oft und lange sogar letzter Mann hinter den beiden in diesem Fall recht weit nach außen schiebenden Innenverteidigern war. Effektiv spielten die Weißrussen hinten also mit einer Dreierkette, wobei allerdings die Außenverteidiger selten höher standen als Bukva und Hölzl tief. Und weil die beiden nicht viel nach vorne machten, waren die Mittelfeld-Außen der Weißrussen umso mehr gefordert.</p>
<p>Hier schaltete Popkhadze den auffälligen Patotski so gut es ging aus, Nekhaitchik &#8211; einer von drei <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/22/u21-em-semfinals/">weißrussischen EM-Semifinalisten von vor sieben Wochen</a> in der Aufstellung von BATE &#8211; machte gegen den defensiv ansprechenden Standfest keinen Stich. Und dass Sturm es nach 12 Minuten ausnützte, dass die De-facto-Dreierkette im Umschalten nicht schnell genug die Schnittstellen zustellte und die Grazer nach einem Lochpass zwischen Olekhnovich und Filipenko auf Weber zum 1:0 traf, spielte dem österreichischen Meister natürlich zusätzlich ziemlich in die Hände.</p>
<p><em><strong>Schlechte Raumaufteilung bei den Weißrussen</strong></em></p>
<p>Das Problem bei Borisov war nicht nur die fehlende Untestützung für die Mittelfeld-Außen, sondern auch die Tatsache, dass die Zentrale unterbesetzt war. Weil Olekhnovich sehr tief stand und Rodionov im Gegensatz dazu sehr hoch, war zumeist Dmitri Baga der alleinige Mann in der Gegend des Mittelkreises. Der ehemalige Deutschland-Legionär Rodionov versuchte sich gemeinsam mit Kontsevoi zwischen den beiden Sturm-Sechsern (Säumel und Weber) und den Innenverteidigern (Dudic und Burgstaller) breit zu machen, durch die Unterbesetzung des Zentrums und zu wenig Unterstüzung von den Flügeln waren die beiden allerdings gut unter Kontrolle.</p>
<p>Die Weißrussen hatten weiterhin ein Plus an Ballbesitz, wurden aber kaum einmal so richtig torgefährlich, weil eben der Aufbau nicht klappte, das 1-gegen-2 im Zentrum kaum zu überwinden war und Sturm gegen den Ball eine wirklich sehr gute Leistung brachte. Kein Vergleich mehr mit der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/14/sturm-glanzt-in-klagenfurt-mit-effizienz/">Emmentaler-Abwehr gegen Székesfehérvár</a> oder der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/03/besser-aber-noch-lange-nicht-gut-sturm-dank-arbeitssieg-im-cl-playoff/">tempolosen Zitterei gegen Zestafoni</a>. Nein, diesmal blieb Sturm mit schnellen Gegenstößen nach Balleroberung stets gefährlich und ein zweites und drittes Tor waren durchaus im Bereich des Möglichen.</p>
<p>Das Wissen, eine Gruppenphase schon fix erreicht zu haben, wirkte sich (sicherlich in Verbindung mit dem Sieg gegen Rapid am Wochenende) befreiend auf die Mannschaft aus &#8211; anders als bei Salzburg in den letzten Jahren, als dieses Wissen eher zur Nachlässigkeit animierte.</p>
<p><strong><em>Gegentor nur aus ruhendem Ball</em></strong></p>
<p>BATE-Coach Viktor Goncharenko brachte für die zweite Hälfte Gordeichuk für Oleg Patotski auf der rechten Mittelfeldseite, dazu bewegte sich Linksverteidiger Maxim Bordachov nun mehr nach vorne, was es dem linken Mittelfeldspieler Pavel Nekhaichik erlaubte, mehr und früher ins Zentrum zu rücken. Am grundsätlichen Problem im Spiel der Weißrussen änderte sich aber nichts: Die Außen waren halbwegs unter Kontrolle und Baga war in der Mitte weiterhin oft auf sich alleine gestellt.</p>
<p>So war es fast folgerichtig, dass der Ausgleich von BATE nur über einen Standard fallen konnte &#8211; Innenverteidiger Simic versenkte per Kopf einen Freistoß zum 1:1. Ein Ausgleich, der sich nicht unbedingt angedeutet hatte, obwohl BATE deutlich mehr Ballbesitz hatte, und daher umso ärgerlicher ist &#8211; zumal die Flanken davor und danach eine ordentliche Streuung hatten.</p>
<p><strong><em>Aktion und Reaktion von der Bank</em></strong></p>
<p>Einige Minuten nach dem Ausgleich stellte Goncharenko seine Formation ein wenig um: Er nahm Stürmer Rodionov raus und brachte mit Filip Rudzik einen Spieler, der Baga im Zenturm zur Seite stehen sollte. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung, denn waren Weber und Säumel davor wegen ihrer Überzahl immer in der Lage, wegen der gegenseitigen Absicherung auch etwas nach vorne tun zu können, war diese Gelegenheit nun nicht mehr gegeben und so nahmen auch die Gegenstöße von Sturm ab &#8211; was aber sicher auch daran lag, dass die junge Mannschaft aus Weißrussland (24,5 Jahre im Schnitt &#8211; jünger als jede österreichische Bundesliga-Mannschaft) gegenüber der deutlich älteren aus Graz Konditionsvorteile hatte.</p>
<p>Also reagierte auch Franco Foda und stellte mit Muratovic statt Szabics auf ein 4-4-1-1 um. Somit war Baga wieder beschäftigt, die Passwege auf Muratovic zu kappen, und konnte sich seinerseits nicht mehr so viel nach vorne einschalten. Letztlich war die Schlussphase aus sicht von Sturm &#8220;nur noch&#8221; ein Retten des 1:1 &#8211; der Wechsel von Hölzl zu Ehrenreich verdeutlicht das. Und weil der ebenfalls neu ins Spiel gebrachte Gordeichuk in der 93. Minute verpasste, blieb es auch beim Remis.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Meister findet zu sich</strong></em></p>
<p>Man sah, wie wichtig einerseits die Siege gegen Zestafoni und Rapid waren und andererseits wie sehr Sturm von der internationalen Routine eines Jürgen Säumel im Zentrum profitiert. Die Körpersprache und das Selbstverständnis waren ein ganz anderes als in den schwierigen Wochen zu Saisonbeginn. Denn taktisch hat Foda im Grunde nichts verändert.</p>
<p>So wie diese Partie inhaltlich nicht besonders prickeld, aber aufgrund der wirklich guten Leistung von Sturm &#8211; wohl der besten in dieser Saison &#8211; durchaus ansehnlich war, weil sich die Grazer auch als Auswärtsmannschaft nicht so arg versteckt haben wie in Ungarn und in Georgien. Das Remis mit Auswärtstor ist ein gutes Resultat, weil zwar einerseits mehr drin war, man andererseits aber auch davon profitiert hat, dass Viktor Goncharenko 70 Minuten gebraucht hat, um auf die größte Schwäche &#8211; das gnadenlos unterbesetzte Zentrum &#8211; zu reagieren.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Besser, aber noch lange nicht gut &#8211; Sturm dank Arbeitssieg im CL-Playoff</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 21:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berauschend war es beileibe nicht. Aber immerhin kommt Sturm zu einem 1:0-Sieg über den georgischen Meister Zestafoni und zittert sich somit ins CL-Playoff. Die Leistung der Grazer war dabei nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Wochen. Aber es ist noch ein langer, langer Weg zur Meisterform. Sturm-Coach Foda konnte zum so wichtigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Berauschend war es beileibe nicht. Aber immerhin kommt Sturm zu einem 1:0-Sieg über den georgischen Meister Zestafoni und zittert sich somit ins CL-Playoff. Die Leistung der Grazer war dabei nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Wochen. Aber es ist noch ein langer, langer Weg zur Meisterform.</em></strong></p>
<div id="attachment_5490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmZestafoni.png"><img class="size-full wp-image-5490 " title="SturmZestafoni" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmZestafoni.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - FC Zestafoni 1:0</p></div>
<p><span id="more-5488"></span>Sturm-Coach Foda konnte zum so wichtigen Rückspiel gegen Zestafoni (die in der gleichen Aufstellung antraten wie beim 1:1 im Hinspiel) erstmals auf seinen neuen Innenverteidiger Milan Dudic zurückgreifen &#8211; sonst war die Formation ohne Überraschungen. Nur die tiefe Positionierung von Samir Muratovic, der kurzfristig für Sandro Foda einspringen musste, war doch etwas ungewohnt.</p>
<p>Die Tatsache, dass Muratovic im Zentrum sehr tief stand, hatte sowohl positive als auch negative Effekte auf das Spiel von Sturm. Positiv war, dass durch das zentrale Duo Weber/Muratovic die Georgier durch die Mitte überhaupt nicht zum Zug kamen, weil Dzaria abgemeldet war und Sechser Daushvili wenig eigene Kreativität nach vorne zeigte. Andererseits lief das Spiel in der Gestaltung völlig an Muratovic vorbei, und bekam er doch mal den Ball, folgte zumeist umgehend ein Fehlpass.</p>
<p><em><strong>Unterschiedliche Flügel</strong></em></p>
<p>Auf der rechten Seite bei Sturm war mit Patrick Wolf der mit Abstand aktivste Akteur zu finden. Er drückte sehr weit nach vorne und auch, wenn seine Flanken selten ankamen und er noch öfter den Zeitpunkt für den finalen Pass schlicht und einfach verschlief und denn Ball zu lange hielt, war sein Vorwärtsdrang doch wichtig, weil er so diese Seite bei den Georgiern beschäftigte und aus dem Spiel nahm &#8211; auch ohne die Hilfe von Ehrenreich, der sich kaum einmal über die Mittellinie traute.</p>
<p>Links sah die Sache ganz anders aus. Hier spielte Georgi Popkhadze zwar durchaus mit Ambitionen nach vorne, auch, weil Rechtsfuß Andi Hölzl früh und weit nach innen zog. Das Verständnis zwischen den beiden fehlte aber und weil sich Hölzl bei Ballverlust defensiv nicht besonders engagiert zeigte, sah die linke Abwehrseite bei Sturm immer deutlich verwundbarer aus als die rechte. Auch, weil Aptsiauri im Rücken von Popkhadze keine langen Dribblings startete, sondern immer schnell versuchte, den Ball in den Strafraum zu flanken &#8211; dort segelte der Ball aber zumeist an allen vorbei.</p>
<p><strong><em>Kaum Inspiration</em></strong></p>
<p>So hatte es immer den Anschein, die formschwachen Grazer hatten die Handbremse bis zum Anschlag gezogen und waren peinlichst darauf bedacht, nur ja keinen Fehler zu begehen, während es den Georgiern trotz leichten Übergewichts an Ballbesitz überhaupt nicht gelang, selbst in eine wirklich kreative Rolle zu schlüpfen. Die beiden einander sehr ähnlichen Systeme &#8211; sowohl Franco Foda als auch sein Gegenüber Georgi Geguchadze vertrauten einem 4-4-2, wie es klassischer kaum sein könnte.</p>
<p>Und nicht nur die mangelnde Kreativität und fehlende Präzision war bei beiden Teams klar vorhanden, sondern auch die große Vorsicht und das ungeheuerlich langsame Tempo. Das Spiel wurde immer wieder verschleppt, keiner spielte mal einen schnellen Pass nach vorne, es wurde fast immer gewartet, bis sich der Gegner auch ja gestellt hatte. So schlief das Spiel so vor sich hin.</p>
<p><strong><em>Zestafoni bewegt sich als erstes&#8230;</em></strong></p>
<p>Wie in einem Western-Duell warteten beide Teams, wer sich zuerst bewegt &#8211; und es waren die Georgier. Einige Minuten nach dem Seitenwechsel nahm Geguchadze seinen Sechser raus und brachte mit Gorgiashvili einen Spieler, der zwar auch im defensiven zentralen Mittelfeld stand, sich aber bei Ballbesitz etwas aktiver nach vorne orientierte als sein Vorgänger Daushvili.</p>
<p>So war die Innenverteidigung bei Ballbesitz gezwungen, höher zu stehen &#8211; das taten die beiden aber in der 68. Minute sehr ungeschickt. Nur Kobakhidze war aufgerückt, dieser hatte bei einem Konter von Sturm gegen Szabics aber das Nachsehen &#8211; und weil Oniani hinten zurückblieb, konnte der von Szabics bediente Kienast weder ins Abseits gestellt noch am Abschluss gehindert werden. Das erste wirklich sinnvolle Anspiel auf den fleißigen, vor dem Tor aber sonst hängen gelassenen Kienast &#8211; und gleich das 1:0.</p>
<p><strong><em>&#8230;und sich dann gar nicht mehr</em></strong></p>
<p>Womit die Entscheidung im Grunde gefallen war. Denn während Sturm mit der Führung im Rücken einen deutlich merkbaren Boost in Sachen Selbstvertrauen erfuhren und dank der defensiven Präsenz des in der Spieleröffnung eher sinnlosen Dudic auch deutlich sicherer standen als in den eher vogelwilden Spielen zuletzt, wirkte der Rückstand auf Zestafoni wie ein Blattschuss &#8211; die Georgier waren erlegt.</p>
<p>Überhaupt nichts mehr brachten die Gäste in der Folge zusammen. Sehr viel mehr Plan als den Ball auf die Flügel zu dreschen (zumeist auf den rechten) und schauen, was rauskommt, war da nicht. Andererseits verpasste es allerdings Sturm wiederum, die defensiv immer mehr verwaisen Flanken konsequenter auszunützen. Es machte in dieser Partie gegen die auswärts tatsächlich um eine Klasse schwächeren Georgier keinen Unterschied mehr.</p>
<p><strong><em>Fazit: Eine Steigerung war es, mehr auch nicht</em></strong></p>
<p>Ja, es war schon besser als in den letzten Wochen, was Sturm vor allem in der zweiten Hälfte, als es im Mittelfeld etwas mehr Platz gab, anbot. Oder besser: Es war nicht mehr ganz so schrecklich. Denn weiterhin fehlte jegliches Tempo in einer vor allem vor der Pause schneckenhaft geführten Partie gegen einen letztlich doch recht biederen Auftritt der weiß Gott nicht überragengen Georgier.</p>
<p>Diese haben es mit ihrer Harmlosigkeit in der Spielgestaltung und den ungenauen Flanken auch der Sturm-Defensive nicht allzu schwer gemacht, ohne Gegentor zu bleiben, aber wirklich sattelfest das das immer noch nicht aus eine Mannschaft mit etwas mehr Killerinstikt vor dem Tor hätte die fraglos weiterhin vorhandenen Schwächen zweifellos ausgenützt.</p>
<p>So oder so, Sturm hat sich (wenn auch gegen so ziemlich den schwächsten Gegner, den man in dieser Runde ziehen hat können) ins Champions-League-Playoff gezittert. Mit einer Leistung, wie sie hier gegen Zestafoni gereicht hat, wird man dort aber kaum ein Land sehen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5488&amp;md5=892b1afbb51578657b1fcdf1ca6fffb3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bilder vom Sturm-Meisterabend</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 12:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein kleines Geschenk an die Sturm-Fans zum Genießen des Triumphes. Andreas Lindinger ließ uns freundlicherweise einige Bildeindrücke vom Sturm-Meisterabend zukommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines Geschenk an die Sturm-Fans zum Genießen des Triumphes. <a href="http://www.andreaslindinger.at/" target="_blank">Andreas Lindinger</a> ließ uns freundlicherweise einige Bildeindrücke vom Sturm-Meisterabend zukommen. </p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister01.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><span id="more-4864"></span><br />
<img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister02.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister03.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister04.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister05.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister06.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister07.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister08.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister09.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister10.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister11.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister12.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister13.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister14.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister15.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister16.jpg" width="505" height="337" /></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/sturm_meister17.jpg" width="505" height="337" /></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4864&amp;md5=da18293eed9ddb027bb9c9a5ee1c9663" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Super-Mario und sonst nicht viel</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 21:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Tabellendritte empfing den Sensations-Tabellenführer &#8211; die SV Ried gastierte in der Grazer UPC-Arena beim SK Sturm. Nach 90 Minuten hatten beide Teams die Tabellenplätze getauscht, und als Zuseher war man einmal mehr um die Erkenntnis reicher, das so ein &#8220;Spitzenspiel&#8221; längst nicht spitze zu sein hat. Blackies-Coach Franco Foda schickte seine Elf mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der Tabellendritte empfing den Sensations-Tabellenführer &#8211; die SV Ried gastierte in der Grazer UPC-Arena beim SK Sturm. Nach 90 Minuten hatten beide Teams die Tabellenplätze getauscht, und als Zuseher war man einmal mehr um die Erkenntnis reicher, das so ein &#8220;Spitzenspiel&#8221; längst nicht spitze zu sein hat.</strong></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_4226" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRied2.jpg"><img class="size-full wp-image-4226 " title="SturmRied" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRied2.jpg" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - SV Ried 1:0</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span id="more-4205"></span><br />
</strong></p>
<p>Blackies-Coach Franco Foda schickte seine Elf mit einem recht ordinären 4-4-2/4-4-1-1 auf den holprigen Rasen. Aus Verletzungsgründen hütete Silvije Cavlina an Stelle von Gratzei den Kasten der Heimmannschaft. Dazu gab es noch weitere Umstellungen im Vergleich zur Vorrundenpartie gegen Mattersburg.  In der Innenverteidigung durfte Burgstaller statt Feldhofer ran, in der Zentrale stand Klem statt Kienzl in der Startelf und der wieder genesene Imre Szabics bekam das Vertrauen als Sturmspitze.</p>
<p><em><strong>Lauerstellung</strong></em></p>
<p>Von einem Eckball für Sturm abgesehen, gibt es aus den ersten 10 Minuten des Spiels nicht viel zu berichten. Warum? Beide Teams hatten die Vorsicht zu ihrem obersten Credo gemacht. Ried schien hauptsächlich auf eine Kontergelegenheit zu warten, Sturm hingegen zeigte sich bemüht, solche nicht entstehen zu lassen, und verlegte sich auf sehr &#8220;sanftes&#8221; Offensivspiel. Das gelang über die Seiten auch relativ gut, kurz vor Strafraumhöhe gelang den Wikingern aber die Rückeroberung des Balles, ansonsten folgten hohe Bälle in den Strafraum oder der Retourgang. In der Mitte hingegen war kein Durchkommen, weil sich die Defensive der Gegner schnell und diszipliniert zusammenzog.</p>
<p>Die Richtung &#8220;vorwärts&#8221; schien es für die Kicker von Paul Gludovatz nur selten zu existieren. Weniger selten hingegen zog sich die komplette Elf in die eigene Spielhälfte zurück, wenn die Blackies den Ball hatten. Erfolgreiche, nicht konterbasierte Vorstösse der Gäste waren eine Rarität. Dieser spielerisch wenig attraktiven Ausgangslage gesellte sich auch noch eine beachtliche Fehlpassquote beider Zentralen (mit Vorteilen für Ried) hinzu. Das Auswärtsteam baute darauf, dass Sturm sich unter Zugzwang sehen würde. Und Sturm baute darauf, das Ried irgendwann ein Fehler unterlaufen würde.</p>
<p><em><strong>Kontern können, oder nicht</strong></em></p>
<p>Die ersten 40 Minuten dieses Spiels lassen sich als &#8220;Stillstand auf niedrigem Niveau&#8221; bezeichnen &#8211; lediglich unterbrochen von mehreren Sturm-Cornern, verstümperten Kontern und einer guten Gelegenheit für den Spanier Guillem. Ried hatte sich erfolgreich vor die rechte Strafraumseite der Blackies vorgearbeitet, Lexa sich durchgeschummelt und den Ball in die Mitte gebracht. Dort klärte Burgstaller artistisch vor die Füße von Guillem, der rund 12 Meter vor dem Tor zu überrascht war und über den Ball trat (25&#8242;).</p>
<p>Zu den Kontern: Obwohl das ja eigentlich das Konzept der Rieder gewesen wäre, brachten selbige sich mehrere Male mit wirklich schlechten Pässen in Gefahr. Die Gegenbewegungen der &#8220;Schowazen&#8221; verliefen jedoch stets im Sand. Zum Einen, weil oft ein bis zwei Spieler allein auf weiter Flur gegen die hinten gebliebenen Rieder agieren mussten und der Rest zu behäbig nachrückte, zum Anderen, weil selbst dann die Raumaufteilung vorne und hinten nicht passte. Verlor man den Ball nicht bereits bei einem Fehlpass, hatte die wieder formierte Ried-Defensive leichtes Spiel,</p>
<p>Eine leichte Ahnung von Spannung kam immerhin in den letzten Minuten vor der Pause auf. Schildenfeld erreichte die mittlerweile 5. Ecke der Grazer per Kopf, setzte den Ball aber deutlich über das Gehäuse (42&#8242;). Eine Minute später spritzte Ried-Oldie Brenner in ein Abspiel der Blackies-Defensive, schoß dann aber überhastet am kurzen Eck vorbei.</p>
<p>Unmittelbar vor dem Abpfiff der ernüchternden, ersten Halbzeit,  gelangte der Ball nach einem Sturm-Angriff von rechts auf Klem in der Mitte. Der vermochte mit einem Haken gleich zwei Gegner zu versetzen und ballerte dann &#8211; gleichfalls ein wenig übereilt &#8211; aus 18 Metern knapp am rechten Eck vorbei (45&#8242;). Schiri Thomas Einwallner ließ Gnade walten, und pfiff wenige Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit zur Pause.</p>
<p><em><strong>Die Tragödie der hohen Bälle</strong></em></p>
<p>Immerhin, die Heimmannschaft hatte zumindest mehr Initiative gezeigt und dementsprechend mehr Anteil am Spiel gehabt. Genutzt hatte dies, ob der vorsichtigen Spielanlage und dem Vertrauen der Rieder in ihre defensiven Stärken, aber herzlich wenig.</p>
<p>Die zweite Dreiviertelstunde begann ein wenig schwungvoller. Das Mittelfeld der Grazer war nun ein paar Meter aufgerückt und das Bemühen da, die Breite des Spielfeldes etwas mehr zu nutzen. Belohnt wurde dies 20 Minuten lang aber nicht, ein Salmutter-Schuss aufs linke Eck nach Vorlage von Wolf blieb die einzige, nennenswerte Aktion fürs Erste. Schließlich hatte Franco Foda genug gesehen und nahm den heute kaum sichtbaren Imre Szabics vom Feld. Oldie-Joker Mario Haas kam anstatt seiner (63&#8242;).</p>
<p>Ähnlich unzufrieden war wohl Paul Gludovatz mit Stürmer Misut Guillem, der für den 21jährigen Markus Hammerer weichen musste (66&#8242;). Sturm versuchte mittlerweile, die Planlosigkeit vor dem gegnerischen Strafraum vermehrt mit weiten Bällen in selbigen zu überbrücken. Ein Konzept, das beide Teams relativ ausgiebig und absolut erfolglos praktizierten.</p>
<p><em><strong>Super-Mario, der ewige Held</strong></em></p>
<p>Viel hatte sich letztlich am Spiel nicht geändert, trotzdem durfte nach 67  Minuten das Heimteam jubeln. Hervorgeganen war der Treffer aus einem Eckball für Sturm. Den erreichte der aufgerückte Burgstaller per Kopf, und überhob damit Hesl. Schrammel konnte den Ball noch von der Linie bugsieren, lieferte dabei versehentlich aber eine halbhohe Vorlage für Haas. &#8220;Super Mario&#8221;, wie er von Sturm-Anhängern liebevoll getauft wurde, zog einmal ordentlich durch, und das Leder zappelte endlich im Netz. Auf seiner kleinen Jubelrunde entledigte der erfolgreiche Schütze sich dann seines Trikots, um das darunter liegende T-Shirt (das vom weltberühmten Klempner und Spitznamenvetter geziert wird) den Fans vorzuführen. Und fing sich die regelkonforme gelbe Karte dafür ein.</p>
<p>Damit musste in Umbruch im System der Rieder her, deren offensichtlicher Plan nun gescheitert war. Gludovatz nahm Lexa heraus und brachte Nacho. Ein defensiv ausgerichteter Mittelfeldmann wich einem offensiven, der hinter Hammerer  für mehr Druck sorgen sollte. Ried kam in Folge etwas auf. Sturm hingegen zog sich langsam zurück und ließ den zusätzlichen Platz vor der Rieder Abwehr ungenutzt. Die Zeit verstrich, die Gäste legten an Ballbesitz zu, nicht aber an Torgefährlichkeit.</p>
<p>Nach 78 Spielminuten beendete Franco Foda den Arbeitstag des etwas müde gewordenen Hölzl, und beorderte dafür Kienzl von der Bank ins hintere Mittelfeld. Gludovatz erneuerte ebenfalls die Kräfte im Zentrum und brachte Hadzic für Carril Regueiro. Die Oberösterreicher lösten hatten vorher bereits ihre Formation aufgelöst und begannen, alles außer der Abwehr-Dreierkette nach vorne zu werfen. Das dies ungefähr das Gegenteil der üblichen Spielweise der Wikinger ist, war daran ersichtlich, dass die folgenden Vorstösse ziemlich planlos und unkoordiniert wirkten. Fehlpässe inklusive.</p>
<p>Ehrenreich durfte für die Nachspielzeit noch aufs Feld, für ihn ging Wolf. Der geballten Defensive von Sturm konnten die Rieder nur noch einen Freistoss abringen (92&#8242;), der nichts einbrachte.</p>
<p><em><strong>Fazit</strong></em></p>
<p>Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern manchmal auch wenig attraktiver Fußballspiele. Hier hatten zwei Meisterschaftsanwärter mehr Angst vor einer Niederlage als Mut zum Sieg, und neutralisierten sich in Folge auf niedrigem Level. Dass die einzigen Großchancen der Partie Zufällen oder unprovozierten Eigenfehlern zu verdanken waren, spricht eine klare Sprache. Genauso wie die Tatsache, dass zahlreichen Eckbällen extrem wenig Torschüssen entgegen stehen. Während beide Abwehrsektionen ziemlich ordentlich und sauber arbeiteten, plagten sich ihre Offensivpendants mit Ideenlosigkeit und mangelnder Präzision. Den Unterschied machte am Ende ein Golden Oldie, der im richtigen Moment die Nerven behielt und einfach abdrückte.</p>
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		<title>Sturm beschenkt Rapid &#8211; mit Platz im Mittelfeld!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/08/08/sturm-beschenkt-rapid-mit-platz-im-mittelfeld/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind. Was im Falle von Rapid in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind.</strong></em></p>
<div id="attachment_2969" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRapid.png"><img class="size-full wp-image-2969 " title="SturmRapid" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRapid.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm - Rapid 0:2 ... Startformationen</p></div>
<p><span id="more-2540"></span>Was im Falle von Rapid in erster Linie heißt: Steffen Hofmann in der Mitte. Dort kann der Deutsche seine unbestrittenen Fähigkeiten als zentraler Spielgestalter, der nicht selten gar als hängende Spitze agiert, am besten ausspielen. Und zwar ohne dass die rechte Seite, auf die er sonst nominell gestellt wird, verwaist zu lassen: Dort agierte erst Kavlak (aktiv, aber zuweilen etwas schlampig) und nach ihm Christopher Trimmel. Das 4-2-3-1 ist ohne Frage die Formation, die dem Kader der Rapidler am Besten entspricht.</p>
<p>Sturm-Trainer Foda indes experimentierte mit einem 4-1-4-1. Wohl auch deshalb, weil mit Mario Kienzl nicht zur Verfügung stand, sollte Imre Szabics aus dem Mittelfeld kommen. Da sind Szabics und auch Muratović sehr wenig um Defensivaufgaben scherten, stand Weber oft alleine gegen Hofmann &#8211; zudem konnte sich aus dem Sechser-Duo Heikkinen/Hinum immer zumindest einer aufrücken, weil Muratović und Szabics nicht am Spiel teilnahmen. Die Folge: Rapid hatte massives Übergewicht im Mittelfeld.</p>
<p>Im Zentrum, weil Hofmann sich auf das konzentrieren konnte, was er kann, und zudem Unterstützung von seinen unterbeschäftigten Sechsern hatte. Auf der linken Seite, weil Saurer mit Ehrenreich kaum Mühe hatte. Und auf der rechten Seite, weil Standfest (der als LV spielen musste, weil Pürcher eine Pause bekam und Ehrenreich links noch weniger spielen kann als Standfest) sich auf seiner ungewohnten Position sichtlich unwohl fühlte (im sky-Interview bekannte er nach dem Spiel wenigstens, dass das &#8220;kein Problem sein dürfte&#8221;). Außerdem waren bei Sturm auf den Flanken Hölzl ganz schwach und der zuletzt hochgejubelte Bukva gänzlich unsichtbar war.</p>
<p>Halb durch die erste Hälfte reagierte Foda &#8211; und zwar völlig falsch: Er zog Szabics in die Spitze, stellte auf ein 4-4-2 zurück, und überließ Rapid somit noch viel mehr Platz im Mittelfeld. Die Wiener bekamen das Spiel logischerweise noch besser in den Griff und gingen durch den Kopfball des hinten überhaupt nicht geforderten Patocka hochverdient in Führung.</p>
<p>Das Zentrum war zu, die Seiten wirkungslos &#8211; Sturm kam offensiv überhaupt nicht zur Geltung, das änderte sich auch nach der Halbzeitpause nicht. Trimmel war zwar nicht ganz so spielfreudig wie Kavlak vor ihm, Rapid hatte aber dennoch wenig Mühe, die Führung zu verwalten. Nach etwa einer Stunde überließen sie zwar den Grazern (wohl etwas zu) viel Platz für einen Spielaufbau, aber Sturm brachte nichts zu Stande. Auch nicht, als nach dem (harten) Ausschluss für Sonnleitner die Wiener um einen weniger waren.</p>
<p>Foda brachte mit Haas einen schnelleren Stürmer als Kienast und Weinberger, den 21-jährigen Kapitän der blutjungen Regionalliga-Mannschaft, für den schlechten Hölzl, dennoch hatte Hedl wenig Mühe. Und der für den starken Saurer eingewechselte Andi Dober zeigte seine Offensiv-Qualitäten als rechter Mittelfeldspieler und legte für Jelavić in der Schlussphase das 2:0 auf, welches natürlich die endgültige Entscheidung  war.</p>
<p><em>Fazit: </em>Sturm zeigte schon in den letzten Spielen recht mäßige Leistungen &#8211; Riesenlöcher trotz des Sieges in Ried, schwach in der Spielgestaltung gegen Kapfenberg, ohne Durchschlagskraft gegen Tiflis. Nun stellte Foda ausgerechnet gegen die stärker werdenden Rapidler um (LV-RV-Swap) und überließ Rapid nach etwa 20 Minuten beinahe fahrlässig noch mehr Kontrolle über das Mittelfeld. So war es der gut aufgestellten und aufgelegten Rapidlern nicht allzu schwer, einen absolut verdienten Sieg einzufahren.</p>
<p><strong><em>Sturm &#8211; Rapid 0:2 (0:1).</em></strong> UPC-Arena, 15.400, SR Drabek. <strong><em>Tore: </em></strong>0:1 Patocka (39.), 0:2 Jelavić (81.). <em><strong>Sturm: </strong></em>Gratzei; Ehrenreich, Feldhofer, Schildenfeld, Standfest; Weber; Hölzl (69. Weinberger), Szabics, Muratović, Bukva (82. Burgstaller); Kienast (69. Haas).<em> <strong>Rapid: </strong></em>Hedl; Kayhan, Sonnleitner, Patocka, Katzer; Heikkinen, Hinum (74. Eder); Kavlak (34. Trimmel), Hofmann, Saurer (69. Dober); Jelavić. <em><strong>Rot:</strong></em> Sonnleitner (71., Notbremse).</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen! RED BULL SALZBURG Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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