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	<title>Ballverliebt &#187; Spanien</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Leserwettbewerb zum Clasico: Eure Analyse ist gefragt!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 00:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag steigt in der spanischen Meisterschaft steigt wieder das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Ab 20:00 übertragen die Kollegen von Laola1.tv die Partie live. Normalerweise würde wir dieses Spiel – wie schon mehrmals in den letzten Jahren – analysieren. Leider sind wir am Wochenende aber alle verplant (arbeiten!) und würden es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bv_ball-150x150.jpg" alt="" title="" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-7090" /></p>
<p>Am Samstag steigt in der spanischen Meisterschaft steigt wieder das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Ab 20:00 übertragen die Kollegen von <a href="http://laola1.tv" target="_blank">Laola1.tv</a> die Partie live. Normalerweise würde wir dieses Spiel – wie schon <a href="http://ballverliebt.eu/?s=clasico" target="_blank">mehrmals in den letzten Jahren</a> – analysieren. Leider sind wir am Wochenende aber alle verplant (arbeiten!) und würden es nicht schaffen, zeitnah eine Analyse zu liefern. Deshalb greifen wir <a href="https://www.facebook.com/ballverliebt/posts/10150647197501012?comment_id=21326435" target="_blank">die spannende Idee eines unserer Leser</a> auf.<span id="more-7080"></span></p>
<p>In unserer Community gibt es viele Leute mit hervorragendem Fußballsachverstand. Die qualifizierten Kommentare, die ihr immer wieder unter unseren Artikeln oder in unserer Facebook-Gruppe abgebt, beweisen das und machen uns auch ein wenig stolz. Was liegt also näher, als dieser Kompetenz bei uns eine prominentere Plattform zu bieten? Wir starten deshalb einen kleinen Wettbewerb, für alle die sich &#8220;El Clasico&#8221; am Samstag ansehen und Gedanken darüber machen wollen. </p>
<p>Und das ist <strong>die Aufgabe</strong>: Schaut euch das Topp-Spiel genau an, sucht euch einen taktischen Aspekt, den ihr interessant und spannend findet und beschreibt ihn in etwa 1000 bis 2000 Zeichen (das sind etwa 4-6 Absätze). </p>
<p>Ein paar Anregungen: Fällt euch zum Beispiel eine bestimmte taktische Verhaltensweise eines Spielers auf? Bewegt sich eine Gruppe von Spielern auffällig? Welche Umstellungen nehmen die Trainer vor? Gibt es Spielzüge, die immer wieder auftauchen? Welche Spieler sollen wie aus dem Spiel genommen werden? Welche Passwege werden zugestellt. Es lohnt sich immer, im Auge zu behalten: Was sind Ziel und Effekt von Verhaltensweisen und Vorgaben? Und kann man sie vielleicht mit einer einfachen Zeichnung gut visualisieren?</p>
<p>Unter allen Einsendungen, die uns <strong>bis Sonntag 18 Uhr</strong> erreichen, wählen wir die fünf besten aus, lektorieren sie und veröffentlichen sie spätestens am Montag auf Ballverliebt.eu in einem großen Special – natürlich unter Nennung eures vollen Namens. So könnt ihr eure Analyse tausenden Lesern präsentieren und mit ihnen diskutieren.</p>
<p>Interessiert? Nochmal in Stichworten:</p>
<li>Clasico ansehen</li>
<li>Interessanten taktischen Aspekt analysieren</li>
<li>Kurzen Text darüber schreiben</li>
<li>An uns schicken (<em>schaffertom (at) yahoo (punkt) com</em>; Betreff &#8220;Clasico-Analyse&#8221;)</li>
<li>Auf Ballverliebt.eu veröffentlicht werden und bei euren Freunden damit angeben</li>
<p>Um zu vermeiden, dass alle über dasselbe Thema schreiben, könnt ihr euch natürlich vorab und während des Spiels hier oder in unserer Facebook-Gruppe darüber austauschen. Wir freuen uns auch, wenn ihr uns sagt, ob euch die Aktion gefällt, und ob ihr daran teilnehmen wollt. Viel Erfolg!</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7080&amp;md5=7aece1eff2dc58772c59cad0bcb0348d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>One final Hooray</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 13:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Right now, it&#8217;s just a huge hole, in which excavators and trucks are doing their work. Above that, the giant arc rises above San Mamés&#8217; main stand. The old stadium, in which Athletic Bilbao will be playing until the summer of 2014, when the new arena will be ready. To replace the stadium which was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Right now, it&#8217;s just a huge hole, in which excavators and trucks are doing their work. Above that, the giant arc rises above San Mamés&#8217; main stand. The old stadium, in which Athletic Bilbao will be playing until the summer of 2014, when the new arena will be ready. To replace the stadium which was renovated for the 1982 World Cup and has been quietly aging ever since. The stadium which will be demolished after it served the club for 101 years. In a highly modern city, the old ground is an anachronism, a charming one, however. And with &#8220;El Loco&#8221; Marcelo Bielsa, old San Mamés gets one final hooray.</em></strong></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-6451" title="Haupt" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Haupt1.jpg" alt="" width="533" height="281" /></p>
<p><span id="more-6437"></span>It&#8217;s already known what&#8217;s gonna happen to the space left behind by a demolished stadium &#8211; the University will get some new buildings. The fate of the giant arc above the main stand, however, is still unclear. There is a suggestion that maybe it should be cut into pieces and sold as memorabilia. Others would much rather like to see it span over the Ría de Bilbao. Between all the modern bridges, it would fare quite well, probably.</p>
<div id="attachment_6444" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Brücken1.jpg"><img class=" wp-image-6444  " title="Brücken" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Brücken1.jpg" alt="" width="315" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">The bridges over Ría de Bilbao...</p></div>
<p>That&#8217;s because the Basque city has become highly progressive architectually, since the Guggenheim Museum has opened in 1997. Santiago Calatrava, who also designed the new Olympic Parc in Athens, is responsible for a pedestrian bridge, while the main highway coming vom the North leads over an suspension bridge, whose pylon is illuminated at nights.</p>
<div id="attachment_6455" class="wp-caption alignright" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Museum1.jpg"><img class=" wp-image-6455  " title="Museum" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Museum1.jpg" alt="" width="252" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">...the Guggenheim Museum...</p></div>
<p>And, of course, the Museum of modern arts with the famous name itself &#8211; or the flashingly green new Basketball area in Parque Miribille, which has opened just a year and a half ago and does lean quite gently along the slope leading down to the Old Town. Among all those newly designed buildings, the old San Mamés stadium, opened in 1913, is an anachronism. However, one the fans learned to love &#8211; there&#8217;ll doubtlessly be lots of tears when Athletic will finally be leaving the building behind. Not just because of all the memories brought, among other things, with eight La Liga championships.</p>
<div id="attachment_6443" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BilbaoArena1.jpg"><img class=" wp-image-6443  " title="BilbaoArena" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BilbaoArena1.jpg" alt="" width="315" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">...and the Basketball arena. Bilbao has quite some progressive architecture.</p></div>
<p>But also because of some whimsical details about it. Like the telephone next to one seat in the president&#8217;s box, connected directly to the bench &#8211; for raging Managers banned to the stands by the refs. Or a memory of a lots bet by the former president of Basque rival CD Alavés, who said after Athletic&#8217;s league title in 1983, &#8220;you can&#8217;t do that again next year &#8211; and if you do, you&#8217;ll get my stuffed lion!&#8221; However, Athletic even won the double in 1984 and ever since the hunting trophy is guarding San Mamés&#8217; VIP lounge.</p>
<div id="attachment_6454" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Löwe1.jpg"><img class=" wp-image-6454  " title="Löwe" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Löwe1.jpg" alt="" width="360" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">A stuffed lion in the VIP lounge</p></div>
<p><strong><em>With Bielsa on the way up</em></strong></p>
<p>To date, it&#8217;s been the last league title for the club only allowing Basque footballers to play for them. A significant disadvantage to the likes of Real Madrid or FC Barcelona and that&#8217;s a significant reason, why a 2nd place in 1997 (with Jupp Heynckes as their manager) has been the biggest success since.</p>
<div id="attachment_6442" class="wp-caption alignleft" style="width: 356px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Baugrube1.jpg"><img class=" wp-image-6442    " title="Baugrube" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Baugrube1.jpg" alt="" width="346" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Behind the main stand, there&#39;s a big hole - this is where the new stadium will be</p></div>
<p>Until now, with Marcelo Bielsa as their manager, new hope arises among the fans. The Argentinian, who impressed the world as Chile&#8217;s national team manager in the 2010 World Cup in South Africa, joined a club willing to let him work on a long-term project. Which is why, after an abject start of the season, Bielsa was not sacked. Continuity that pays off now.</p>
<div id="attachment_6456" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Plakat1.jpg"><img class=" wp-image-6456  " title="Plakat" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Plakat1.jpg" alt="" width="360" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">A resemblance of Anfield in the players&#39; tunnel</p></div>
<p>After just five points from the first five leage games this season, Athletic gathered 24 points in 13 games, thereby conceding only one defeat. Moreover, they progressed safely to the next round in the Europa League, leaving PSG, Salzburg and Slovan Bratislava behind and reached the Copa del Rey quarter-finals.</p>
<p>And the modest atmosphere in which Bielsa can thrive is best represented by the club&#8217;s actual home base outside the city.</p>
<p><strong><em>Headquarters in the middle of nowhere</em></strong></p>
<div id="attachment_6453" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Lezama1.jpg"><img class=" wp-image-6453  " title="Lezama" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Lezama1.jpg" alt="" width="360" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">It&#39;s peacefully quiet in Lezama</p></div>
<p>It takes a train ride of about half an hour to get vom Bilbao zu Lezama. The village itself is small and sleepy: hardly five strees, hardly any noteworthy buildings &#8211; despite the relative proximity to the modern Bilbao it is, basically, the middle of nowhere. In one of the larger gardens, some sheep graze, the neighbour has got some grapevines, from the next one you can hear some chicken.</p>
<p>But still, Lezama is quite famous &#8211; because of Athletic&#8217;s training facilities opened in 1971. Here&#8217;s the club&#8217;s actual home base: On seven pitches the teams do not only train, but expect for Bielsa&#8217;s men, every other team of the club plays it&#8217;s home games here. From the little children up to the Ladies&#8217; team.</p>
<div id="attachment_6438" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/12-01-15-Bilbao-Olivenza-6-01.png"><img class=" wp-image-6438 " title="12 01 15 Bilbao-Olivenza 6-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/12-01-15-Bilbao-Olivenza-6-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Athletic - Olivenza 6-0</p></div>
<p><strong><em>Record champions and hunters of Barcelona</em></strong></p>
<p>Winning the national championship four times, Athletic is actually Spain&#8217;s record champion in women&#8217;s football. In the current season the team is in second position, trailing FC Barcelona by three points. This past weekend, with the kick-off being at noon on Sunday, they were playing mid-table team Olivenza. Which is a town loceted somewhere in the Extremadura region near the portuguese border.</p>
<p>Women&#8217;s football in Spain is developing well, with the national team earing a 2-2 draw against Germany in a recent EURO qualifier and the Under-17 girls being European Champions. Still, the league consisting of 18 teams isn&#8217;t really competitve, which this game showed quite well. The visitors formation was roughly a 4-1-4-1, with defensive midfielder Desi dropping very deep. So, Olivenza effectively play with five at the back, only trying to avoid a humbling defeat. As a mid-table team rid of any fears of relegation, that is.</p>
<div id="attachment_6448" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Ladies1.jpg"><img class="wp-image-6448  " title="Formationen Ladies" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Ladies1.jpg" alt="" width="432" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Olivenza (in blue) effectively fielded a back-five. Athletic had a very hard time creating chances, despite some 80 per cent of possession</p></div>
<p><strong><em>Similar to Bielsa&#8217;s men</em></strong></p>
<p>So the visitors quite happily let Athletic have the ball and they collected at least 80 per cent possession, trying to create width by full-backs bombing forward (especially Iraia on the right). The centre-backs hat the responsibilities of playing the first pass.</p>
<div id="attachment_6459" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tzibi-und-Irene1.jpg"><img class=" wp-image-6459  " title="Tzibi und Irene" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tzibi-und-Irene1.jpg" alt="" width="270" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">The centre-backs Tzibi and Irene played a lot like Puyol and Piqué</p></div>
<p>There, Tzibi Juaristi doesn&#8217;t only resemble Carles Puyol because of her haircut. There, Irene Paredes, at 5&#8217;8&#8243; the tallest player of her team, doesn&#8217;t only resemble Gerard Piqué because of her stature. Not hitting long balls, bat playing calmly and hitting clever passes from behind is what those two constantly try to do.</p>
<p>Plus, the front three kept on interchaning positions. But still, the favourites had a hard time really creating goalscoring opportunities. The ball hit the woordwork twice (23rd minute, after a corner and 39th, from a long-distance shot), but otherwise, the village elderlies had a lot to complain about.</p>
<div id="attachment_6445" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dorf-Opas1.jpg"><img class=" wp-image-6445  " title="Dorf-Opas" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dorf-Opas1.jpg" alt="" width="294" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;She should&#39;ve played that pass earlier!&quot; - The village elderlies hat a lot to complain about</p></div>
<p>Olivenza? Nah. In the rare case they actually had the ball, they could do absolutely nothing with it. Hardly ever, they managed to string together three passes before the ball was back with Athletic, playing a pressing game, or crossed the sidelines or just ended up in Athletic&#8217;s half, nowhere near lone striker Nerea, who had to chase hopeless balls. The visitors hardly caused more trouble than a five-year-old would cause Viatli Klitschko, but at least they took the goalless draw to half-time.</p>
<div id="attachment_6458" class="wp-caption alignleft" style="width: 224px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sensenmann1.jpg"><img class=" wp-image-6458   " title="Sensenmann" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sensenmann1.jpg" alt="" width="214" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Fatigue proved to be deadly for Olivenza, not the neighbouring farmer watching from the outside</p></div>
<p><strong><em>Fatigue beats the visitors</em></strong></p>
<p>With Guru Fernández (instead of Nekane), Athletic manager Juan Luis Fuentes brought a new left winger for the second half, and with her there immideatley was more threat. Her converting a penalty three minutes into the half finally got Athletic the long overdue lead, however there wasn&#8217;t really anything pretty about it &#8211; she just knocked the ball centrally into net net.</p>
<p>Olivenza must have known that with that, the game was lost. Fatigue now added to the general harmlessness and resistance crumbled worryingly. After Erika converted to good crosses from the right (60th, 62nd) and took advantage of a mistake by Olivenza&#8217;s goalkeeper Cristiane (74th) to make it 4-0, the game was done.</p>
<p>Even more so after Athletic changed the shape a little: With Beristain coming in an playing in a Number 10 role, Desi was dragged out of her position between the centre-backs to track her, which exposed Olivenza even more. Not only did Athletic make it 6-0, but the hit the woodwork three more times in the second half alone.</p>
<p><small><em><span style="color: #ff0000;">Athletic Club – Olivenza 6:0 (0:0)</span></em><br />
Lezama, 250, Referee Elexpuru-Sanz. <strong><em>Goals:</em></strong> 1-0 (48&#8242; pen) Guru, 2-0 (60&#8242;), 3-0 (62&#8242;) and 4-0 (74&#8242;) Erika, 5-0 (78&#8242;) Guru, 6-0 (80&#8242;) Erika. <strong><em>Athletic:</em></strong> Ainhoa; Iraia, Irene, Tzibi, Saioa; Orueta (55&#8242; Flaviano), Olabarrieta, Itsuso (62&#8242; Manu); Nekane (46&#8242; Guru), Erika, Ibarra (64&#8242; Beristain). <strong><em>Olivenza:</em></strong> Cristina; Lucky, Idaira (61&#8242; Alicia), Laly, Conchi; Desi; Lourdes, Marina, Martita, Amanda (75&#8242; Beatriz); Nerea (61&#8242; Esperanza).</small></p>
<p><strong><em>Young vs. Old</em></strong></p>
<p>23,8 years on average &#8211; the team Marcelo Bielsa fielded the same night against Levante was unbelievably young and full of players with a bright future. Not only with Athletic, because when European heavyweights knock on their doors, some of them will surely leave. Like, say, Under-21 European Champions Javi Martinez and Ander Herrera, or also Iker Muniain.</p>
<div id="attachment_6439" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-01-15-Bilbao-Levante-3-01.png"><img class=" wp-image-6439 " title="2012 01 15 Bilbao-Levante 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-01-15-Bilbao-Levante-3-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Athletic - Levante 3-0</p></div>
<p>Levante, on the other hand, is quite the opposite. The granotas are the last chance of several Have-Beens who want to show the world they&#8217;re not quite done yet. Players like Farinós, who played in the 2000 Champions League final with Valecia. Or Javi Venta, who reached the semi-finals of the same competition in 2006 with Villarreal, before crashing out against Arsenal in the last international game ever played at Highbury. Ot Juanfran, whose career never quite got started after he failed to impress in the 2002 World Cup. Or Asier del Horno, who became an International playing for Athletic, until his move to the Chelsea was good only for his bank account, but not for his career. Or, last but not least, like Sergio Ballesteros who reached the UEFA Cup quarter-finals with underdogs Rayo Vallecano in 2001, who played well whereever he was, but never actually won anything.</p>
<p>So in a team with an average age of 31,4 years, cental midfielder Xavi Torres ist the youngest with 25 years. But nonetheless, a lot of the oldboys show what they can do, with manager Juan Ignácio Martínez leading them to a surprise fouth place in La Liga, just behind Real, Barcelona and local rivals Valencia. Against Athletic, however, they didn&#8217;t stand a chance.</p>
<p><strong><em>Good understanding up front</em></strong></p>
<div id="attachment_6449" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Levante1.jpg"><img class=" wp-image-6449  " title="Formationen Levante" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Levante1.jpg" alt="" width="360" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Levante fielded a fairly basic 4-4-1-1</p></div>
<p>Levante played a fairly basic 4-4-1-1 with José Barkero and Arouna Koné showing a good understanding up front, making it obvious why Levante scored the fouth-most goals of any team this season. Barkero worked well, came from deeper positions and offered himself als a recipient for passes from Farinós and Xavi Torres &#8211; when one of those two charged forward, the other would stay put. Koné moved quite well and it was him who created most of the danger for Athletic&#8217;s defense.</p>
<p>Or, much rather: The only threat. Neither Juanfran nor El Zhar could offer a lot from the flanks because they were quite heavily involved in defensive work. They tried to push forward when Levante got the ball, but they didn&#8217;t really create anything.</p>
<div id="attachment_6446" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-11.jpg"><img class=" wp-image-6446  " title="Formationen Athletic 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-11.jpg" alt="" width="360" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Nominally, Athletic played a 4-3-3 ...</p></div>
<p><em><strong>Safe through the centre, forward on the flanks</strong></em></p>
<p>Marcelo Bielsa ist known for organizing his defense on the grounds of what the opposition plays up front. In South America, that was usually a 3-man-defense, but since in La Liga hardly any teams deploys a classic two-striker-formation anymore, Athletic usually plays with a classcal four-men-defense, to alway hav one spare man at the back.</p>
<p>Now, Levante did play with two strikers, so Bielsa basically switched his formation to a 3-4-3, especially when in possession. Iturraspe dropped deep between Amorebieta and Javi Martinez and the full-backs became wing-backs, thriving forward. In the centre of the pitch, one of the remaining midfield players &#8211; usually Herrera &#8211; dropped a little to act as a connecting play, the wingers (Muniain more so than Susaeta, however) tucked inside to be overlapped by the wing-backs, thus creating width.</p>
<div id="attachment_6447" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-21.jpg"><img class=" wp-image-6447  " title="Formationen Athletic 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-21.jpg" alt="" width="360" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">...but it much rather was a 3-4-3 quite typical for Bielsa</p></div>
<p><em><strong>The lead brings control</strong></em></p>
<p>It took Atheltic only ten minutes to score the 1-0, after Amorebiete converted a header after a corner kick. With that, the home team comfortably controlled the game. Especially the fact that with Iturraspe and Javi Martinez, they had to very adapt passers in the back-three gave Athletic a very solid base on which they completely controlled the midfield. De Marcos couldn&#8217;t properly be covered by both Farinós and Xavi Torres and the Athletic wingers constantly dragged Levante&#8217;s full-backs out of position.</p>
<p>Plus, Ballesteros (36) and especially Nano (31) looked old. While the former covered a lot with his experience and good positioning, the latter &#8211; who is about to move to China &#8211; was compleletly hapless. He let Llorente roam quite freely, so that the Athletic striker was very well included in his team&#8217;s game. The style of Athletic war fast and direct, with pressing after conceding possession and with konsequent play over the flanks.</p>
<p><strong><em>Attracive football is rewarded</em></strong></p>
<p>After half a season, Bielsa&#8217;s system and his philosophy are already deeply rooted in his team and with their fast and direct approach, Levante had massive problems. So the 2-0 just before half-time wasn&#8217;t only a logical consequence of the weaknesses exposed within a slow Levante team, but also quite symbolic for Athletic&#8217;s style and, of course, somewhat of a decision in this particular game.</p>
<p>Óscar de Marcos escaped Farinós os the right side and Ballesteros hesitated &#8211; tackle De Marcos or help Nano covering Llorente? &#8211; and ended up doing neither. De Marcos ended his darting run by chipping a high cross over Ballesteros the Munua in the Levante goal only to find Llorente completely unmarked. Nano was nowhere near, and so it was 2-0.</p>
<div id="attachment_6457" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Scoreboard1.jpg"><img class="wp-image-6457  " title="Scoreboard" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Scoreboard1.jpg" alt="" width="252" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Three headers made it 3-0</p></div>
<p><strong><em>Correct changes proved to be useless</em></strong></p>
<p>Levante hat only two real goalscoring opportunities in the first half: The first being a shot narrowly left by Koné, the other a free-kick which sailed just right. But manager Martinez knew he had to start by doing something about his defense, so he left Nano out for the second half (&#8220;His mind is obviously already in China&#8221;, Marca wrote about his performance), Del Horno moved to the centre and Juanfran was now the left full-back; Valdo came in and took the left midfield position.</p>
<p>All of that, however, was basically useless, since Athletic steppt off the gas in the second half. The wing-backs played far more conservatively and when they went forwart, die wingers stayed behind. After 70 minuted, Bielsa brought on Toquero for Llorente &#8211; the bold-headed Toquero isn&#8217;t exactly a technically gifted player, but he is very powerful in closing down the opposing defenders. Which is presicely what he did.</p>
<p><strong><em>Absorb pressure, let Muniain play</em></strong></p>
<p>Athletic&#8217;s only remaining aim was to absorb possible pressure coming from Levante and not to let them back into the game. So the visitors now had more possesstion, but they couldn&#8217;t test Iraizoz in Athletic&#8217;s goal. So Bielsa could leave Muniain on the pitch, whose head-through-the-wall approach didn&#8217;t really get him anywhere, but the crowd still was pleased to see the young man constantly trying.</p>
<p>Until it was a Levante player who eventually lost his nerves: Juanfran conceded a second yellow card just before an Athletic corner in der 89th minute an was sent off. Just to add some insult to defeat, San José (who came in just minutes earlier) converted the corner-kick for the final score of 3-0. So now, Athletic moved up to fifth position in the table, only three points behint Levante &#8211; and a spot in the Champions League qualification.</p>
<p><small><em><span style="color: #ff0000;">Athletic Club – Levante 3:0 (2:0)</span></em><br />
San Mamés, 35.000, SR Velasco Carballo. <em><strong>Goals:</strong></em> 1-0 (10&#8242;) Amorebieta, 2-0 (40&#8242;) Llorente, 3-0 (90&#8242;) San José. <strong><em>Athletic:</em></strong> Iraizoz; Iraola, Javi Martínez, Amorebieta, Aurtenetxe; De Marcos, Iturraspe, Herrera (81&#8242; San José); Susaeta, Llorente (73&#8242; Toquero), Muniain (88&#8242; Iñigo Pérez). <strong><em>Levante:</em></strong> Munua; Javi Venta, Nano (46&#8242; Valdo), Ballesteros, Del Horno; El Zhar (68&#8242; Rubén Suárez), Xavi Torres (80&#8242; Roger), Farinós, Juanfran; Barkero; Arouna Koné. <strong><em>Sent off</em></strong>: Juanfran (89&#8242;, for a second bookable offence).</small></p>
<p><strong><em>Atotxa&#8217;s fate</em></strong></p>
<p>It would be a special highlight, if old San Mamés would indeed see some Champions League football before it falls to the same fate the former stadium of Real Sociedad did in San Sebastian (or Donostia, as it is called in Basque) some twenty years ago.</p>
<div id="attachment_6440" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Anoeta1.jpg"><img class=" wp-image-6440  " title="Anoeta" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Anoeta1.jpg" alt="" width="360" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">The Anoeta stadium in Donosta-San Sebastián is part of a big sports complex...</p></div>
<p>Real Sociedad ist the biggest Basque rival of Athletic, but there hardly are real animosities between those to clubs. Too much are they united in their resentment against the teams from Madrid, too similar were the philosophies of the two clubs when it came to player selection. Until just recently, Real Sociedad only fielded Basques and foreign players, but in recent years, there have also been Spaniards playing for them. There are limited resources and it&#8217;s very hard to feed two big teams from players of a region with just 3 million people.</p>
<div id="attachment_6452" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Illunbe1.jpg"><img class=" wp-image-6452  " title="Illunbe" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Illunbe1.jpg" alt="" width="288" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">...which also contains the bull-fighting arena, new being used mainly for Basketball.</p></div>
<p><strong><em>They went to Anoeta&#8230;</em></strong></p>
<p>In 1993, Real Sociedad moved to the Anoeta. The 33.000-seater with a running track is part of a big sports complex also containing a Rugby stadium, a velodrome and a martial arts centre. The highlight, however, is the bull-fighting arena which got a retractable roof and now is home of the Basketball team. From an architectural standpoint, Illunbe Arena is the most attractive building, there.</p>
<p>And, given the running track in the stadium, probably from an athmospheric standpoint as well. This past week-edn, over 8.000 fans in the nearly sold-out bull-fighting arena saw their Basketball team lose 56-71 to FC Barcelona (in Basketball, too, they are competing with Real Madrid&#8230;).</p>
<p><strong><em>&#8230;after they left Atotxa</em></strong></p>
<div id="attachment_6441" class="wp-caption alignright" style="width: 325px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Atotxa1.jpg"><img class=" wp-image-6441  " title="Atotxa" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Atotxa1.jpg" alt="" width="315" height="177" /></a><p class="wp-caption-text">There&#39;s a residential area where old Atotxa stadium used to be</p></div>
<p>The old Atotxa stadium, which was located right in the middle of town, became too small, with a capacity of just 17.000. Where Real Sociedad celebrated two La Liga championships, now is a residential area. With a café by the name of &#8220;Tribuna Norte&#8221;, some shops in the middle, which does look more like some lovelessly arranged building site containers, and with a playground for the children.</p>
<p>But there&#8217;s one thing you&#8217;re not allowed to do, in the exact same place where there used to be a football stadium. That&#8217;s made very clear at every entrance:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-6450" title="Fußball" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Fußball1.jpg" alt="" width="475" height="268" /></p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>all pictures: Philipp Eitzinger</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6437&amp;md5=a377fa59885bea208b40ffb822475396" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das letzte Hurra</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 03:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch ist es ein riesiges Loch, in dem sich Bagger und Lastwägen tummeln. Darüber thront noch der große Bogen über der Haupttribüne des San Mamés. Des alten Stadions, in dem Athletic Bilbao noch bis Sommer 2014 spielt, ehe die neue Arena bezugsfertig ist. Um jenes Bauwerk abzulösen, das für die WM 1982 komplett renoviert wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Noch ist es ein riesiges Loch, in dem sich Bagger und Lastwägen tummeln. Darüber thront noch der große Bogen über der Haupttribüne des San Mamés. Des alten Stadions, in dem Athletic Bilbao noch bis Sommer 2014 spielt, ehe die neue Arena bezugsfertig ist. Um jenes Bauwerk abzulösen, das für die WM 1982 komplett renoviert wurde und seither vor sich hin altert; das nach dann 101 Jahren seine Schuldigkeit endgültig getan hat und abgerissen wird. In der modernisierten Stadt ist der alte Ground ein charmanter Anachronismus. Und mit &#8220;El Loco&#8221; Marcelo Bielsa erlebt das San Mamés sein letztes Hurra.</em></strong></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-6397" title="Haupt" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Haupt.jpg" alt="" width="511" height="270" /><span id="more-6379"></span>Was mit dem gewonnen Platz des dann abgerissenen Stadions passiert, weiß man schon &#8211; die Univertistät bekommt neue Gebäude. Der Verbleib des großen Bogens über der Haupttribüne ist dafür noch unklar. Ein Vorschlag sieht vor, ihn in tausend Teile zu zerschneiden und diese als Andenken an die Meistbietenden zu veräußern. Andere meinen wiederum, man sollte ihn erhalten und über die Ría del Bilbao spannen. Inmitten der vielen modernen Brücken, die das durch die Stadt verlaufende Gewässer queren, wäre der Bogen sicher gut aufgehoben.</p>
<div id="attachment_6400" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Brücken.jpg"><img class=" wp-image-6400  " title="Brücken" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Brücken.jpg" alt="" width="270" height="159" /></a><p class="wp-caption-text">Santiago Calatravas Fußgängerbrücke, die große Hängebrücke und die zwei Türme...</p></div>
<p>Schließlich ist die baskische Stadt, in dessen Großraum fast eine Million Menschen leben, architektonisch äußerst progressiv geworden, seit 1997 das Guggenheim-Museum eröffnet hat. Santiago Calatrava, der auch den Olympiapark von Athen entworfen hat, steuerte das Design für eine Fußgängerbrücke bei. Die Haupt-Einfallsstraße aus Richtung Norden führt über eine Hängebrücke, dessen großer Pfeiler des Nächtens eine Lichtshow abliefert.</p>
<div id="attachment_6402" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Museum.jpg"><img class=" wp-image-6402  " title="Museum" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Museum.jpg" alt="" width="216" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">...des Guggenheim-Museums und...</p></div>
<p>Und nicht zuletzt natürlich das große Museum für moderne Kunst mit dem bekannten Namen &#8211; oder etwa die knallig grüne, moderne Konstruktion der erst vor eineinhalb Jahren eröffneten Basketball-Arena im Miribilla-Park, die sich an den doch relativ steilen Hügel hinunter zur Altstadt schmiegt. Inmitten all dieser neu entworfenen und errichteten Bauwerke ist das 1913 eröffnete Stadion schon ein Anachronismus. Aber ein unter den Fans liebgewonnener, ein tränenreicher Abschied ist vorgrammiert. Nicht nur wegen der vielen Erinnerungen, die unter anderem acht spanische Titel mit sich brachten.</p>
<div id="attachment_6405" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BilbaoArena.jpg"><img class="wp-image-6405 " title="BilbaoArena" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BilbaoArena.jpg" alt="" width="270" height="152" /></a><p class="wp-caption-text">...die Basketball-Arena. Bilbao ist architektonisch recht progressiv.</p></div>
<p>Sondern auch, weil das Stadion selbst einige schrullige Eigenheiten aufweisen kann. Wie etwa das Telefon auf der Ehrentribüne, das direkt mit der Trainerbank verbunden ist &#8211; reserviert für den Coach, falls dieser vom Referee auf die Tribüne verbannt wird. Oder dem Andenken an eine verlorene Wette des damaligen Präsidenten vom baskischen Rivalen CD Alavés, der nach Bilbaos Titel 1983 meinte: &#8220;Das schafft ihr nächste Saison nicht nochmal &#8211; und wenn doch, bekommt ihr meinen ausgestopften Löwen!&#8221; Womit der gute Mann nicht rechnete: Athletic holte 1984 sogar das Double. Seither steht die Jagdtrophäe im VIP-Club des San Mamés.</p>
<div id="attachment_6407" class="wp-caption alignright" style="width: 287px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Löwe.jpg"><img class="wp-image-6407   " title="Löwe" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Löwe.jpg" alt="" width="277" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Löwe im VIP-Klub</p></div>
<p><strong><em>Mit Bielsa auf dem Weg nach oben</em></strong></p>
<p>Es war der letzte Titel jenes Klubs, in dem nur Spieler aus dem Baskenland spielen dürfen. Das verschafft Athletic gegenüber der Konkurrenz von der Größenordnung Real Madrids oder des FC Barcelona natürlich einen ordentlichen Wettbewerbsnachteil, weshalb der Vizemeister-Titel 1997 unter Jupp Heynckes (und der  damit verbundenen Teilnahme an der Champions League) seither den größten Erfolg darstellt.</p>
<div id="attachment_6408" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Baugrube.jpg"><img class=" wp-image-6408   " title="Baugrube" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Baugrube.jpg" alt="" width="288" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Hinter der Haupttribüne tut sich ein Loch auf - hier wird am neuen Stadion gebaut</p></div>
<p>Ehe es nun, mit Marcelo Bielsa als Trainer, wieder Hoffnung unter den Fans gibt. Der Argentinier, der als <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">Teamchef von Chile bei der WM in Südafrika</a> die Fachwelt begeisterte, fand nach seiner Ankunft im Sommer eine Vereinsführung vor, die ausdrücklich mit ihm einen längerfristigen Weg gehen wollte &#8211; weshalb er auch nach dem komplett missglückten Saisonstart nicht, wie bei anderen Vereinen üblich, gleich wieder geschasst wurde. Kontinuität, die sich auszahlt.</p>
<div id="attachment_6413" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Plakat.jpg"><img class=" wp-image-6413  " title="Plakat" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Plakat.jpg" alt="" width="270" height="159" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur an der Anfield Road sollen Gegner mit einem Plakat im Spielertunnel eingeschüchtert werden</p></div>
<p>Denn nach nur zwei Pünktchen aus den ersten fünf Spielen gab es seither 24 Punkte in 13 Spielen, dabei nur eine einzige Niederlage und dazu den souveränen Gruppensieg in der Gruppenphase der Europa League gegen Paris St. Germain, Salzburg und Slovan Bratislava; sowie den Einzug ins Cup-Viertelfinale. Nach dem 3:0 gegen Levante, zu diesem Spiel unten mehr, ist Athletic Fünfter mit Tuchfühlung zum Champions-League-Platz.</p>
<p>Die Ruhe, mit der &#8220;El Loco&#8221; bei Athletic arbeiten kann, wird durch das eigentliche Zentrum des Vereins ganz gut symbolisiert. Dazu muss man aber raus aus der Stadt.</p>
<p><strong><em>Das Hauptquartier im Provinzkaff</em></strong></p>
<div id="attachment_6380" class="wp-caption alignright" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Lezama.jpg"><img class="wp-image-6380 " title="Lezama" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Lezama.jpg" alt="" width="336" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Lezama - hier hat&#39;s Athletic ruhig</p></div>
<p>Eine etwa 30-minütige Fahrt mit dem Regionalzug bringt einen von Bilbao nach Lezama. Der Ort an sich ist ein verschlafenes Kaff: Kaum fünf Straßen, kaum nennenswerte Geschäfte, trotz der relativen Nähe zum modernen Bilbao im Grunde tiefste baskische Provinz. Da grasen in einem Garten Schafe, der Nachbar hat ein paar Weinreben stehen, dann hört man einen Hahn krächzen.</p>
<p>Bekannt ist Lezama dennoch &#8211; wegen des 1971 eröffneten großen Trainingszentrums von Athletic. Hier hat der Klub seine eigentliche Homebase: Auf den insgesamt sieben Plätzen wird nicht nur trainiert, bis auf die Primera-Division-Herren tragen auch sämtliche Mannschaften des Vereins, von den Bambini bis zu den Frauen, ihre Heimspiele hier aus.</p>
<div id="attachment_6386" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/12-01-15-Bilbao-Olivenza-6-0.png"><img class=" wp-image-6386 " title="12 01 15 Bilbao-Olivenza 6-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/12-01-15-Bilbao-Olivenza-6-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Athletic - Olivenza 6:0</p></div>
<p><strong><em>Rekordmeister und Barça-Jäger</em></strong></p>
<p>Als vierfacher Titelträger sind die Athletic-Frauen sogar Rekordmeister der seit 1988 ausgetragenen Meisterschaft. In der aktuellen Saison liegt das Team, das wie die Herren ausschließlich auf Personal aus dem Baskenland baut, drei Punkte hinter dem FC Barcelona auf Platz zwei, an diesem Wochenende &#8211; Anpfiff am Sonntag mittag um Punkt 12 Uhr &#8211; ging&#8217;s gegen den Mittelständler aus Olivenza. Das liegt irgendwo im Nirgendwo der Region Extremadura nahe der Granze zu Portugal. Muss man also nicht kennen.</p>
<p>Der spanische Frauen-Fußball entwickelt sich, letztens trotze man dem DFB-Team in der EM-Quali einen Punkt ab, die U17-Mädels sind gar Europameister. Das Leistungsgefälle in der Liga mit 18 Teams (!) ist aber ganz enorm, wie dieses Spiel klar zeigte. Die Formation der Gäste war von der Grundidee ein 4-1-4-1, aber da Sechser Desi ganz extrem weit zurückgezogen agierte, stellte Olivenza effektiv eine Fünfer-Abwehrkette auf und versuchte von Beginn an, das Ausmaß der zu erwartenden sportlichen Katastrophe in Grenzen zu halten. Wohlgemerkt als Team aus dem Tabellen-Mittelfeld, längst jeder echter Abstiegs-Angst entledigt.</p>
<div id="attachment_6382" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Ladies.jpg"><img class=" wp-image-6382 " title="Formationen Ladies" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Ladies.jpg" alt="" width="432" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Olivenza (blau) stellte von Beginn an eine Fünfer-Kette auf. Athletic tat sich trotz etwa 80% Ballbesitz schwer, Chancen zu kreieren.</p></div>
<p><strong><em>Ähnlich wie die Männer</em></strong></p>
<p>Die Gäste überließen Athletic die Spielgestaltung komplett, das Heimteam kam sicher auf 80% Ballbesitz, versuchte das Spiel über nach vorne preschende Außenverteidiger (vor allem Iraia auf der rechten Seite) breit zu machen. Die beiden Innenverteidigerinnen übernahmen die Spieleröffnung.</p>
<div id="attachment_6388" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tzibi-und-Irene.jpg"><img class="wp-image-6388 " title="Tzibi und Irene" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tzibi-und-Irene.jpg" alt="" width="315" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Die IV Tzibi &amp; Irene - sie erinnern an Puyol und Piqué</p></div>
<p>Tzibi Juaristi erinnert dabei nicht nur von der Frisur so ein wenig an Carles Puyol, Partnerin Irene Paredes, mit ihren 1.76m die Größte im Team, nicht nur von der Statur an Gerard Piqué - von hinten ohne lange Bälle, sondern mit Spielkultur aufbauen, lautet die Devise. Außerdem rochierte das Angriffstrio permanent durch &#8211; also durchaus ähnlich der Philosophie, wie sie Marcelo Bielsa den Männern mit wachsendem Erfolg zu vermitteln versucht. Dennoch tat sich der Favorit  schwer, wirklich Torchancen zu kreieren. Zweimal klatschte der Ball an die Latte (23. nach einem Eckball und 39. aus einem Weitschuss), aber ansonsten hatten die Opas aus dem Dorf einiges zu lamentieren.</p>
<div id="attachment_6384" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dorf-Opas.jpg"><img class="wp-image-6384 " title="Dorf-Opas" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dorf-Opas.jpg" alt="" width="294" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Da muss sie früher abspielen!&quot; - Die zahlreich anwesenden Dorf-Pensionisten waren unzufrieden.</p></div>
<p>Olivenza? Naja. In den seltenen Fällen, in denen die Blauen den Ball hatten, konnten sie absolut nichts damit anfangen. So gut wie nie gelangen drei Pässe hintereinander, ehe der Ball entweder beim durchaus mit Pressing spielenden Gegner, außerhalb des Spielfeldes oder im Nirvana der praktisch verwaisten Hälfte von Bilbao landete &#8211; Solo-Spitze Nerea erreichte kaum einen der schlampig gespielten Pässe. Die Gäste strahlten kaum mehr Gefahr aus als ein Fünfjähriger gegen Vitali Klitschko, hielten aber zur Halbzeit immerhin das torlose Remis.</p>
<p><strong><em>Mit der Müdigkeit geht&#8217;s dahin</em></strong></p>
<p>Mit Guru Fernández (statt Nekane) brachte Atheltic-Coach Juan Luís Fuentes für die zweite Hälfte eine neue Spielerin für die rechte Seite. Damit kam deutlich mehr Geradlinigkeit in das Spiel des Heim-Teams und durch einen Foul-Elfmeter, von der Neuen eher humorlos ins Zentrum verwandelt, gelang kurz nach Wiederanpfiff auch das längst überfällige Führungstor.</p>
<div id="attachment_6391" class="wp-caption alignleft" style="width: 193px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sensenmann.jpg"><img class=" wp-image-6391   " title="Sensenmann" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sensenmann.jpg" alt="" width="183" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Die Müdigkeit war für Olivenza tödlich - nicht der Zaungast vom Bauernhof nebenan</p></div>
<p>Das Team aus Olivenza muss gewusst haben, dass das Spiel damit verloren war. Denn zur Harm- und Tatenlosigkeit der ersten Hälfte gesellte sich nun auch noch Müdigkeit und die Gegenwehr sank rapide. Nachdem Erika in zwei Flanken nur noch den Fuß hineinhalten musste (60., 62.) und dann einen Goalie-Fehler zum 4:0 (74.) nützte, entsprach das den Kräfteverhältnissen absolut.</p>
<p>Eine Umstellung bei Athletic nach dem 3:0 gab den zerfallenden Gästen dann den Rest: Mit Stürmerin Beristain (statt Rechtsaußen Ibarra) drehte das Heim-Team das Dreieck im Mittelfeld um, Beristain spielte ein Mittelding aus Zehn und Stürmerin. Was Olivenza-Sechser Desi dazu veranlasste, wieder nach vorne zu rücken, um die Neue zu Bewachen. Was hinter ihr beträchtliche Räume ließ und die Abwehr zusätzlich entblößte.</p>
<p>Neben dem 5:0 durch Guru (78., Abwehr brachte den Ball nicht raus) und dem Tor zum 6:0-Endstand wieder durch Erika (80., von einem Solo auf der linken Seite freigespielt) holzte Athletic zweimal auf die Latte (64., 68.) und einmal auf den Pfosten (88.), testete also insgesamt fünfmal das Aluminium. Obwohl es zur Halbzeit also 0:0 gestanden hatte, waren die Gäste mit dem 0:6 noch gut bedient.</p>
<p><small><span style="color: #ff0000;"><em>Athletic Club &#8211; Olivenza 6:0 (0:0)<br />
</em></span>Lezama, 250, SR Elexpuru-Sanz. <em><strong>Tore:</strong></em> 1:0 (48., Elfmeter) Guru, 2:0 (60.), 3:0 (62.) und 4:0 (74.) Erika, 5:0 (78.) Guru, 6:0 (80.) Erika. <strong><em>Athletic:</em></strong> Ainhoa; Iraia, Irene, Tzibi, Saioa; Orueta (55. Flaviano), Olabarrieta, Itsuso (62. Manu); Nekane (46. Guru), Erika, Ibarra (64. Beristain). <em><strong>Olivenza:</strong></em> Cristina; Lucky, Idaira (61. Alicia), Laly, Conchi; Desi; Lourdes, Marina, Martita, Amanda (75. Beatriz); Nerea (61. Esperanza).</small></p>
<p><em><strong>Jung gegen Alt</strong></em></p>
<p>23,8 Jahre &#8211; die Mannschaft, die Marcelo Bielsa am selben Tag gegen Überraschungsteam Levante auflaufen ließ, ist eine unglaublich junge. Gespickt mit Spielern, denen eine große Zukunft vorausgesagt wird. Nicht nur bei Athletic, denn wenn die wirklich großen, auch internationalen Namen anklopfen, werden einige kaum zu halten sein. So wie die U21-Europameister Javi Martínez und Ander Herrera oder Jungstar Iker Muniain.</p>
<div id="attachment_6415" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-01-15-Bilbao-Levante-3-0.png"><img class=" wp-image-6415 " title="2012 01 15 Bilbao-Levante 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-01-15-Bilbao-Levante-3-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bilbao - Levante 3:0</p></div>
<p>Levante andererseits, der kleine Lokalrivale von Valencia, ist das genaue Gegenteil. Die Granotas haben sich zu einer Anlaufstelle von Ehemaligen entwickelt, die sich noch mal auf höchstem Niveau beweisen wollen. Leute wie Farinós, der mit Valencia 2000 im Champions-Leauge-Finale spielte. Wie Javi Venta, der 2006 mit Villarreal das Halbfinale erreichte. Wie Juanfran, dessen Karriere nach einer verunglückten WM 2002 nicht so recht in die Gänge kam. Oder wie Asier del Horno, der bei Athletic zum Nationalspieler wurde, aber mit dem Wechsel auf die Chelsea-Bank 2005 nur seinem Konto, nicht aber seiner Karriere einen Gefallen tat. Und nicht zuletzt wie Kapitän Sergio Ballesteros, 2001 mit Außenseiter Rayo Vallecano im Uefa-Cup-Viertelfinale, der zwar Stammspieler war, wo immer er unter Vertrag stand, aber letztlich nie wirklich etwas gewonnen hat.</p>
<p>So ist in einer Truppe, die ein Durchschnittsalter von 31,4 Jahren aufweist, der zentrale Mittelfelspieler Xavi Torres (zuvor bei Barcelona und Málaga) mit seinen 25 Lenzen das absolute Team-Baby &#8211; keiner bei den Blau-Roten ist jünger als er. Doch die vielen alten Recken könnten diese Saison durchaus zeigen, dass sie was drauf haben, schließlich führte sie Trainer Juan Ignácio Martínez auf den vierten Tabellenplatz. Der für die Qualifikation zur Champions League reichen würde! Aber gegen Athletic war sein Team im Grunde chancenlos.</p>
<p><strong><em>Gutes Zusammenspiel vorne</em></strong></p>
<div id="attachment_6417" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Levante.jpg"><img class="wp-image-6417 " title="Formationen Levante" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Levante.jpg" alt="" width="360" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Levante in einem normalen flachen 4-4-1-1</p></div>
<p>Levante spielte in einem 4-4-1-1 und vor allem die beiden Stürmer, José Barkero und Arouna Koné zeigten mit gutem Zusammenspiel, warum Levante die viertmeisten Tore der Primera Division erzielt hatte: Barkero arbeitete viel, kam aus der Tiefe, bot sich als Anspielstation für Farinós und Xavi Torres &#8211; von denen im Ballbesitz einer aufrückte und einer absicherte &#8211; an. Koné bewegte sich gut und bot sich an, so gut es ging. Vom Ivorer und dem Basken im Trikot von Levante ging die größte Gefahr aus.</p>
<p>Oder besser: Die einzige. Denn weder Juanfran noch El Zhar auf den Flanken konnten viel beitragen, weil sie wegen der Raumaufteilung von Athletic viel mit Defensivaufgaben beschäftigt waren. Sie rückten bei Ballbesitz zwar weit auf &#8211; genauso wie bei Abstößen vom eigenen Torwart &#8211; boten aber wenig Gefährliches an.</p>
<div id="attachment_6418" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-1.jpg"><img class=" wp-image-6418  " title="Formationen Athletic 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-1.jpg" alt="" width="360" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Nominell ist es bei Athletic zwar  ein 4-3-3...</p></div>
<p><strong><em>Mitte absichern, über Außen nach vorne</em></strong></p>
<p>Marcelo Bielsa ist bekannt dafür, seine Formation, was die Organisation in der Defensive betrifft, auf das System des Gegners auszurichten. Das war in Südamerika zumeist eine Dreierkette, weil in der spanischen Liga aber üblicherweise mit einem einzelnen zentralen Stürmer agiert wird, lässt er sein Team üblicherweise mit einer Viererkette agieren, um im Zentrum Überzahl zu haben.</p>
<p>Nun spielt Levante aber doch mit zwei Stürmern &#8211; umso mehr zeigte sich, was sich im modernen Fußball bei vielen Teams zeigt: Der Sechser lässt sich zwischen die Innenverteidiger fallen, die Außenverteidiger pressen nach vorne (also nicht so wie die am Mittag bei Olivenza).</p>
<div id="attachment_6420" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-2.jpg"><img class=" wp-image-6420  " title="Formationen Athletic 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Formationen-Athletic-2.jpg" alt="" width="360" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">...aber interpretiert wurde es als das für Bielsa typisches 3-4-3</p></div>
<p>Dieses Spielchen spielte Athletic hier praktisch immer. Iturraspe spielte zwischen Amorebieta und Javi Martínez, einder der beiden verbleibenden zentralen Mittelfeldspieler (zumeist eher Ander Herrera) ließ sich etwas fallen und agierte als Verbindungsspieler, die Außenstürmer (Muniain links mehr als Susaeta rechts) konnten einrücken und durch die aufrückenden Außenverteidiger blieb immer noch genügend Breite im Spiel.</p>
<p><strong><em>Führung bringt Kontrolle</em></strong></p>
<p>Schon nach zehn Minuten brachte der bei einem Eckball aufgerückte Innenverteidiger Amorebieta Athletic mit 1:0 in Führung, und die Heimischen hatten das Geschehen, von einigen nicht ungefährlichen Vorstößen von Koné abgesehen, recht sicher im Griff. Vor allem die Tatsache, dass mit Iturraspe und Javi Martínez zwei gelernte Mittelfeldspieler in der hinteren Dreierkette spielten, verlieh dem Spiel von Athletic eine gute Basis. De Marcos beschäftigte Xavi Torres und Farinós sehr gut, auch zogen die Außenstürmer Levantes Außenverteidiger aus der Position, sodass auf den Flügeln Raum entstand.</p>
<p>Und Ballesteros (36) und Nano (31) sahen ihrem Alter entsprechend aus. Ersterer konnte noch viel mit seiner Erfahrung und entsprechend gutem Stellungsspiel machen, aber Nano &#8211; der vor einem Engagement in China steht &#8211; übersah immer wieder Llorente in seinem Rücken, der alle Freiheiten hatte und immer wieder gesucht und gefunden wurde. Der Ansatz von Bilbao war schnell und direkt, mit Pressing nach Ballverlust und möglichst konsequentem Spiel über die Flügel.</p>
<p><em><strong>Attraktiver Fußball wird belohnt</strong></em></p>
<p>Nach einem halben Jahr hat das System und die Philosophie von Marcelo Bielsa ganz deutlich gegriffen, Athletic zeigte echten Augenweiden-Fußball und die Altherren-Truppe aus Valencia hatte dem kaum etwas entgegen zu setzen. So war das 2:0 vor der Pause nicht nur die logische Folge einer dominanten Darbietung und den entblößten Schwächen eines routinierten, aber eben langsamen Teams von Levante, sondern gleichzeitig ein Sinnbild eben dafür und natürlich die Vorentscheidung.</p>
<p>Óscar de Marcos (auch erst 22 Jahre alt) lief auf der halbrechten Seite Farinós davon, Ballesteros zögerte &#8211; De Marcos angehen oder gegen den von Nano immer wieder alleine gelassenen Llorente absichern? &#8211; und machte letztlich nicht so wirklich, De Marcos beendete seinen Lauf, mit der er sich wie ein Dartpfeil in die gegnerische Abwehr gebohrt hatte, mit einer hohen Flanke über Ballesteros und Torhüte Munúa hinweg ab &#8211; und am zweiten Pfosten stand Llorente goldrichtig und Nano nirgendwo in seiner Nähe. Der Weltmeister netzte ein &#8211; 2:0.</p>
<p><em><strong>Richtige, aber nutzlose Reaktion</strong></em></p>
<p>Levante hatte in der ganzen ersten Halbzeit nur zwei ernsthafte Torchancen: Einen Schuss von Koné, der knapp links am Tor vorbeistrich, und einen Freistoß, der das Gehäuse knapp rechts verfehlte. Aber allzu offensichtlich war die defensive Überforderung beim Tabellenvierten, und Trainer Martínez stellte seine Abwehr für den zweiten Durchgang um: Der heillos überforderte Nano (&#8220;Ist mit den Gedanken wohl schon in China&#8221;, kommentierte die Marca seine Leistung süffisant) blieb in der Kabine, Del Horno rückte nach innen und Juanfran, ohnehin gelernter Außenverteidiger, ging nach links hinten; Valdo übernahm die Position im rechten Mittelfeld.</p>
<div id="attachment_6423" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Scoreboard.jpg"><img class="wp-image-6423  " title="Scoreboard" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Scoreboard.jpg" alt="" width="288" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Drei Kopfballtore - es endete 3:0</p></div>
<p>Was letztlich aber nutzlos war, weil Athletic in der zweiten Hälfte den Sicherheitsgang einlegte. Die Wing-Backs drückten längst nicht mehr so vehement nach vorne, und wenn doch, sicherten Muniain bzw. Susaeta ab. Für Llorente betrat nach 70 Minuten Toquero das Feld als Solo-Spitze: Der ist zwar von einem Dasein als Edeltechniker so weit entfernt wie die Erde vom Mond, wegen seinen Einsatzwillens ist die Kampfsau aber ein Publikumsliebling. Er presste auf die Verteidiger von Levante, um die Spieleröffnung zu verhindern. Abwehrarbeit beginnt eben schon ganz vorne.</p>
<p><strong><em>Druck absorbieren, Muniain machen lassen</em></strong></p>
<p>Es ging nur noch darum, den möglichen Druck von Levante zu absorbieren und den Gegner nicht zurück ins Spiel kommen zu lassen. So bekamen die Gäste zwar etwas mehr vom Spiel, prüfen konnten sie Iraizoz im Tor aber kaum. So konnte Bielsa auch Iker Muniain bis kurz vor Schluss auf dem Feld lassen. Der 19-Jährige versuchte vor allem in der zweiten Hälfte, als das Spiel entschieden war, viel auf eigene Faust und blieb mit diesem Kopf-durch-die-Wand-Ansatz aber fast immer hängen.</p>
<p>Die Nerven verlor dann aber mit Juanfran ein Spieler von Levante: Bei einem Strafraum-Gerangel vor einem Eckball für Athletic holte er sich in Minute 89 die gelb-rote Karte ab. Wie zur Strafe versenkte der kurz zuvor eingewechselte San José mit dem dritten Kopfballtor des Abends diese Ecke zum 3:0-Endstand. Folge: Athletic springt auf Platz fünf und liegt nur noch drei Punkte hinter Levante. Und damit dem Platz für die Champions-League-Qualifikation.</p>
<p><small><em><span style="color: #ff0000;">Athletic Club &#8211; Levante 3:0 (2:0)</span><br />
</em>San Mamés, 35.000, SR Velasco Carballo. <em><strong>Tore:</strong></em> 1:0 (10.) Amorebieta, 2:0 (40.) Llorente, 3:0 (90.) San José. <strong><em>Athletic:</em></strong> Iraizoz; Iraola, Javi Martínez, Amorebieta, Aurtenetxe; De Marcos, Iturraspe, Herrera (81. San José); Susaeta, Llorente (73. Toquero), Muniain (88. Iñigo Pérez). <em><strong>Levante:</strong></em> Munua; Javi Venta, Nano (46. Valdo), Ballesteros, Del Horno; El Zhar (68. Rubén Suárez), Xavi Torres (80. Roger), Farinós, Juanfran; Barkero; Arouna Koné. <strong><em>Gelb-Rot:</em></strong> Juanfran (89.).</small></p>
<p><strong><em>Das Atotxa-Schicksal</em></strong></p>
<p>Es wäre nochmal ein besonderes Highlight, sollte das alte San Mamés vor seinem Abriss noch einmal die Königsklasse erleben dürfen. Ehe es das Schicksal erleidet, das der früheren Spielstätte im 100 Kilometer entfernten San Sebastián (oder Donostia, wie die Stadt im Baskischen heißt) vor bald zwanzig Jahren widerfahren ist.</p>
<div id="attachment_6424" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Anoeta.jpg"><img class="wp-image-6424 " title="Anoeta" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Anoeta.jpg" alt="" width="360" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Das Anoeta von Donostia-San Sebastián ist Teil eines großes Sportkomplexes, der unter Anderem auch...</p></div>
<p>Real Sociedad ist zwar der große baskische Rivale von Athletic, wirkliche Animositäten zwischen den Klubs gibt es aber nicht. Zu sehr ist man in der Abneigung gegen die Teams aus Madrid vereint, zu ähnlich waren lange Zeit die Vereinsphilosphien was die Spieler angeht. Bis vor Kurzem ließ der Verein nur baskische und ausländische Spieler zu, aber in den letzten Jahren liefen auch vermehrt Akteure aus Rest-Spanien auf. Mit knapp drei Millionen Einwohnern ist die Auswahl für zwei Top-Klubs eben limitiert, wenn man strikt nur baskische Spieler auflaufen lassen will.</p>
<p><strong><em>Der Sportkomplex Anoeta&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_6425" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Illunbe.jpg"><img class=" wp-image-6425  " title="Illunbe" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Illunbe.jpg" alt="" width="288" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">...die zur Basketball-Arena umfunktionierte Stierkampf-Arena beherbergt.</p></div>
<p>Im Jahr 1993 hat Real Sociedad das Anoeta-Stadion bezogen. Das 33.000 Zuschaern Platz bietende Stadion mit Laufbahn ist Teil eines großen Sportkomplexes im Süden der Stadt, das auch ein Rugby-Stadion, ein Velodrom und eine Kampfsporthalle beherbergt. Highlight ist dort aber die Stierkampf-Arena, die ein modernes Dach bekommen hat und das Basketball-Team der Stadt beherbergt. Zweifellos ist die Illunbe-Arena das architektische Highlight .</p>
<p>Und, wenn man die Laufbahn im Stadion als Stimmungskiller betrachtet, wohl auch vom Abiente her. Am Wochenende sahen über 8.000 Zuschauer in der damit annähernd vollen Halle das 56:71 gegen den FC Barcelona (der sich auch im in Spanien äußerst populären Baskebtall mit Real Madrid um die Spitze streitet).</p>
<div id="attachment_6426" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Atotxa.jpg"><img class=" wp-image-6426  " title="Atotxa" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Atotxa.jpg" alt="" width="360" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Wo früher das Atotxa stand, ist heute ein große Wohnanlage</p></div>
<p><strong><em>&#8230;löste das Atotxa ab</em></strong></p>
<p>Stimmungsvoller war wohl auch das alte Atotxa-Stadion, mitten in der Stadt. Das wurde aber mit seiner Kapazität von nur 17.000 Plätzen einfach zu klein und auch verkehrstechnisch schwierig. Dort, wo Real Sociedad die beiden Meistertitel feierte, steht nun eine große Wohnhausanlage. Mit einem Café (das noch heute &#8220;Tribuna Norte&#8221; heißt), mit ein paar Geschäften in einem eher wie ein Container-Dorf anmutenden Häuschen in der Mitte, und einem der im Baskenland allgegenwärtigen Kinder-Spielplätzen.</p>
<p>Nur eins darf man dort, wo einst ein Fußballstadion stand, heute nicht mehr. Das wird einem auf Schildern an jedem Eingang klar gemacht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-6427" title="Fußball" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Fußball.jpg" alt="" width="462" height="260" /></p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Fotos: Philipp Eitzinger</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6379&amp;md5=2f7430eb2a22537432add95abed316de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>3:1 bei Real Madrid &#8211; Barcelona hält den Anschluss an die Spitze</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 03:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Nur 21 Sekunden dauerte es, ehe Real im Herbst-Clasico der Primera Division in Front ging. Und doch jubelten am Ende wieder die Katalanen. Weil es das Team von Pep Guardiola einmal mehr verstand, mit hoher Flexibilität auf Real zu reagieren. Und, weil die Madrilenen ihr Pressing nicht aufrecht erhielten. De facto lag Barcelona vor diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nur 21 Sekunden dauerte es, ehe Real im Herbst-Clasico der Primera Division in Front ging. Und doch jubelten am Ende wieder die Katalanen. Weil es das Team von Pep Guardiola einmal mehr verstand, mit hoher Flexibilität auf Real zu reagieren. Und, weil die Madrilenen ihr Pressing nicht aufrecht erhielten.</em></strong></p>
<div id="attachment_6183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-10-Real-Barca-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6183 " title="2011 12 10 Real-Barca 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-10-Real-Barca-1-3.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Real Madrid - FC Barcelona 1:3</p></div>
<p><span id="more-6182"></span>De facto lag Barcelona vor diesem Spiel sechs Punkte hinter dem Dauerrivalen aus der spanischen Hauptstadt &#8211; umso wichtiger war dieses Spiel der Spiele in der Primera Division vor allem für die Katalanen. Weil klar schien: Neun Zähler Rückstand, die es bei einer Niederlage gewesen wären, sind gegen das unglaublich stabile Real Madrid kaum mehr aufzuholen. Und es begann tatsächlich fürchterlich, für Barcelona.</p>
<p><strong><em>Mit Pressing nach vorne kommen</em></strong></p>
<p>Mit dem Blitztor von Karim Benzema, das nach einem völlig missratenen Pass von Barça-Goalie Valdes fiel, begann das Spiel für Real optimal, und die Hausherren versuchten mit heftigem Pressing nachzulegen. Vor allem die vier offensiven Spieler im 4-2-3-1 von Mourinho hatten die Aufgabe, den Gegenspielern schon tief in deren Hälfte keine Zeit am Ball zu geben und Barcelona somit gar nicht erst dazu kommen zu lassen, ihre bekannte Zirkulation im Mittelfeld aufzuziehen.</p>
<p>Mourinho hat sich zu diesem Zweck dazu entschieden, bei seiner Grundformation zu bleiben und Mesut Özil als Zehner agieren zu lassen, anstatt den Deutschen für einen zusätzlichen defensiven Spieler außen vor zu lassen. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">Anders als</a> bei <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">drei der vier</a> Clasicos<a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/"> im Frühjahr</a>, in denen Mourinho jeweils drei defensive Mittelfeldleute aufbot, beließ er es diesmal bei einem Zweier-Gespann hinter Özil. Das waren Lass Diarra, der tiefer stand und den Sechser gab, und Xabi Alonso. Dieser rückte als Achter bei Ballgewinn auf und unterstützte das Quartett vor ihm.</p>
<p>So kam Real weniger durch spielerische Mittel in die gegnerische Hälfte, sondern viel eher dadurch, den Gegner immer weiter nach hinten zu pressen und spätestens dort einen Fehlpass zu provozieren und nicht mehr viel Platz bis zum Strafraum überwinden zu müssen. Das funktionierte recht gut. Was weniger gut klappte, war das Entwickeln eigener Kreativität &#8211; Özil tendierte nach links und spielte mit Di María gut zusammen, aber Zugriff auf den Strafraum gab es kaum.</p>
<p><strong><em>Die Formation von Barcelona</em></strong></p>
<p>Grundsätzlich war das bei Barça ein 4-3-3, allerdings von vornherein ein recht schiefes. Rechtsverteidiger Dani Alves ging, wie es seine Art ist, viel nach vorne, während die restlichen drei Abwehrleute (Puyol, Piqué und Abidal) in diesen Fällen eher nach rechts verschoben. Das heißt, dass Abidal im Vorwärtsgang deutlich zurückhaltender war als der Brasilianer auf der rechten Seite.</p>
<p>Vor der Abwehr war Busquets positioniert, der sich bei Bedarf nach hinten fallen ließ; Xavi und Fàbregas übernahmen die Halbpositionen im Mittelfeld. Iniesta bearbeitete die linke Flanke offensiv und blieb dabei recht strikt an der Linie &#8211; schließlich musste er dort alleine für die Breite sorgen, weil von Abidal kaum etwas kam. Messi startete in einer eher zentralen Rolle und kam eher aus dem Halbfeld als vom rechten Flügel (wo Dani Alves sein Revier hatte); Alexis Sánchez rührte vorne um.</p>
<p><strong><em>Real auf gutes Stellungsspiel bedacht</em></strong></p>
<p>Erst, als sich nach etwa einer Viertelstunde das Pressing von Real etwas legte, fand Barcelona zum gewohnten Spiel. Dani Alves drückte nun vermehrt nach vorne, aber die Viererkette der Madrilenen ließ sich davon nicht beeindrucken. Marcelo neutralisierte Alves recht gut, auch Coentrão machte defensiv auf der für ihn ungewohnten rechten Seite eine gute Figur. Zudem ließen sich die Innenverteidiger nicht vom tief kommenden Messi heraus ziehen.</p>
<p>Der Argentinier hatte diesmal keinen Kettenhund zur Seite gestellt bekommen, sondern sollte im Raum übernommen werden. Das erleichterte der Viererkette die Arbeit und sorgte dafür, dass die Ordnung durch die unberechenbaren Wege Messis nicht durcheinander gebracht wurde, hatte aber den nachteiligen Effekt, dass er immer wieder einiges an Platz zur Verfügung hatte. In letzter Instanz war aber zumeist Lass Diarra zur Stelle. Einmal nach einer halben Stunde kam der Franzose aber zu spät, Messis Steilpass fand Alexis Sánchez und der Ausgleich war gefallen.</p>
<p><strong><em>Die Positionsverschiebungen bei den Katalanen</em></strong></p>
<div id="attachment_6184" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca23.png"><img class="size-full wp-image-6184 " title="RealBarca2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca23.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ronaldo wurde isoliert, im Zentrum hielt Barça ein 3-gegen-3-Gleichgewicht, und hinten blieb immer eine Viererkette - Busquets ließ sich fallen.</p></div>
<p>Pep Guardiola hatte sich etwas durchaus Raffiniertes einfallen lassen, was die Besetzung und das Verschieben seiner Abwehrformation angeht. Wenn nämlich Dani Alves nach vorne ging, rückte Puyol auf diese Seite hinaus und neutralisierte Cristiano Ronaldo komplett &#8211; der Portugiese war über sehr weite Strecken der Partie kein echter Faktor. Die Raumaufteilung hinten wurde beibehalten, indem Busquets in die Abwehr zurückrückte &#8211; es blieben somit praktisch immer vier Abwehrspieler in der Kette.</p>
<p>Im Zentrum wurde das dadurch ausgeglichen, dass Messi viel aus der Tiefe kam. So blieb es dort bei einem 3-gegen-3-Gleichgewicht und Real konnte auch dort keine Vorteile mehr für sich generieren. Im Bedarfsfall konnte auch Iniesta Richtung Mittelkreis gehen.</p>
<p>Einziger Nachteil dabei: In letzter Konsequenz fehlten vorne die Anspielstationen. Mit Iniesta weit draußen und Messi aus der Tiefe blieb letztlich nur Alexis Sánchez vorne, und um den kümmerten sich Ramos und Pepe. Der giftige, ungute Chilene beschäftigte das Duo und entwischte beim Ausgleich, aber im großen und ganzen fehlte Barcelona zumeist der letzte Schritt nach vorne. So spielte sich die Partie, je näher sie der Halbzeit ging, immer mehr im Mittelfeld ab.</p>
<p><em><strong>Fliegende Kettenwechsel </strong></em></p>
<div id="attachment_6185" class="wp-caption alignleft" style="width: 303px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Barca1.png"><img class="size-full wp-image-6185 " title="Barca1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Barca1.png" alt="" width="293" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Bei eigenem Spielaufbau rückte Busquets auf, hinten blieb eine Dreierkette übrig....</p></div>
<p>Für die zweite Halbzeit behielt Guardiola das Abwehrsystem mit dem aufgerückten Dani Alves und dem nach außen gehenden Puyol grundsätzlich bei. Die Interpretation wurde aber etwas mutiger &#8211; schließlich brauchte Barcelona einen Sieg deutlich dringender. So war die Formation im eigenen Ballbesitz hinten eine Dreierkette, aus der Busquets nach vorne herausging &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/21/ballverliebt-classics-das-letzte-grose-ajax/">ähnlich wie das damals etwa Frank Rijkaard bei Ajax Amsterdam gemacht hatte</a>.</p>
<div id="attachment_6186" class="wp-caption alignleft" style="width: 301px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Barca2.png"><img class="size-full wp-image-6186 " title="Barca2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Barca2.png" alt="" width="291" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">...im Bedarfsfall konnte aber schnell wieder eine Viererkette daraus gemacht werden.</p></div>
<p>Und genau wie Rijkaard früher hatte auch Busquets die Aufgabe, im Bedarfsfall nach hinten zu rücken und die Viererkette wieder herzustellen. Durch die vorgezogenere Rolle von Busquets steigerte Barcelona die Ballsicherheit im Mittelfeld und damit die Kontrolle, die man auf das Spiel ausüben konnte. Als es acht Minuten nach Wiederanpfiff tatsächlich das 2:1 für Barcelona gab, half neben dem erhöhten Druck aus dem Mittelfeld aber auch ein wenig das Glück mit, weil Marcelo den Schuss von Xavi unhaltbar abgefälscht hat.</p>
<p><strong><em>Die entscheidenden Minuten</em></strong></p>
<p>Real reagierte auf den Rückstand aber nicht etwa mit erhöhtem Pressing, um Barcelona wie in den Anfangsminuten der Partie die Luft abzuschneiden und den aufgenommenen Schwung zu bremsen, sondern &#8211; gar nicht. Nach Ballverlusten wurde nicht nachgegangen, den Gegenspielern wurde Platz und vor allem Zeit gegeben und ein Umschalten der Mannschaft nach solchen Ballverlusten war nicht zu erkennen. Immer wieder konnte sich Barcelona genüsslich vor sechs Real-Spielern (der Abwehrkette plus Diarra und Alonso) ausbreiten, ohne dass der Rest der Mannschaft großen Willen gezeigt hätte, sich an der Defensivarbeit zu beteiligen.</p>
<p>So war das 3:1 durch einen Kopfball von Fàbregas zwölf Minuten nach der Führung eigentlich nur folgerichtig &#8211; Real hat vielleicht nicht um einen Gegentreffer gebettelt, aber große Bereitschaft, viel für den schnellen Ausgleich zu machen, haben die Madrilenen nicht gezeigt.</p>
<p><strong><em>Die Schlussphase</em></strong></p>
<p>Mourinho hatte schon vor dem dritten Gegentreffer Kaká für den wirkungslosen Özil gebracht, entscheidende Wende brachte das aber auch nicht. Und weil der Real-Coach durch die akute Gelb-Rot-Gefahr bei Diarra gezwungen war, diesen gegen Khedira auszutauschen, blieb nur noch ein taktischer Wechsel übrig &#8211; Higuaín statt Di María. Damit war Cristiano Ronaldo, der auf die rechte Seite ging (während Benzema auf den linken Flügel auswich), endlich von Puyol befreit.</p>
<p>Was aber nichts mehr daran änderte, dass der Portugiese dem Spiel seinen Stempel ganz und gar nicht aufdrücken konnte. Mit dem dritten Tor war das Spiel de facto entschieden und Barcelona konnte den Vorsprung über die Zeit verwalten. Real kam nur noch zu einer echten Torchance &#8211; aber Higuaín kam nicht mehr an die Flanke von Benzema.</p>
<p><strong><em>Fazit: Mourinho scheitert an Barças Flexibilität &#8211; schon wieder</em></strong></p>
<p>Für Real begann das Spiel, wie es besser nicht beginnen konnte. Aber die geschickten Maßnahmen von Guardiola, was die Gestaltung der Abwehrkette und damit der gesamten Raumaufteilung betrifft, konnte das immer statischer werdendes Team der Madrilenen nicht mehr ausmanövrieren.</p>
<p>Die Rolle von Busquets war für das Gelingen dieses Ansatzes bei Barcelona von entscheidender Bedeutung. Genauso wie die Klasse der Abwehrspieler, die jederzeit problemlos zwischen der Dreierkette,<a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/"> mit der Guardiola in letzter Zeit immer wieder spielen lässt</a>, und der Vierer-Abwehr umschalten kann. So hebelte Barcelona die Tatsache aus, dass mit Özil ein Zehner im Spiel war &#8211; er kam zu selten zu entscheidenden Pässen. Auch Cristiano Ronaldo wurde auf diese Weise neutralisiert.</p>
<p>Auch, wenn Real Madrid nach Verlustpunkten immer noch drei Punkte voran liegt, ist diese Partie dennoch ein Rückschlag für José Mourinho. Denn immer mehr hat es den Anschein, als käme er gegen die unglaubliche Flexibilität von Barcelona einfach nicht auf konstanter Basis an. Was den Druck, gegen den Rest der Liga nur ja keine Punkte liegen zu lassen, natürlich immer mehr erhöht.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6182&amp;md5=0b1b9699834c0861c5f9726c74495025" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>England entschärft Spaniens Breite, siegt dann glücklich</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/13/england-entscharft-spaniens-breite-siegt-dann-glucklich/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/11/13/england-entscharft-spaniens-breite-siegt-dann-glucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 03:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[4-1-4-1]]></category>
		<category><![CDATA[4-3-3]]></category>
		<category><![CDATA[Capello]]></category>
		<category><![CDATA[Del Bosque]]></category>
		<category><![CDATA[freundschaftsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Testspiel]]></category>
		<category><![CDATA[wembley]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sieben Monate vor der Europameisterschaft den amtierenden Welt- und Europameister schlägt, muss auf der Rechnung für den Titel stehen? Abwarten. Aber Englands Leistung am Samstag in Wembley gegen Spanien war in Sachen taktischer Disziplin erste Güte. Capello ließ seit Team gegen Spaniens 4-3-3 mit einem 4-1-4-1 auflaufen. Parker übernahm den zentralen Mann und damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wer sieben Monate vor der Europameisterschaft den amtierenden Welt- und Europameister schlägt, muss auf der Rechnung für den Titel stehen? Abwarten. Aber Englands Leistung am Samstag in Wembley gegen Spanien war in Sachen taktischer Disziplin erste Güte.</em></strong></p>
<p><div id="attachment_6062" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp1.jpg"><img class="size-full wp-image-6062 " title="England - Spanien 1:0, 12.11.2011" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp1.jpg" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">England - Spanien 1:0 (1. Hälfte)</p></div><span id="more-6061"></span></p>
<p>Capello ließ seit Team gegen Spaniens 4-3-3 mit einem 4-1-4-1 auflaufen. Parker übernahm den zentralen Mann und damit natürlich eine Schlüsselrolle. In Abwesenheit von Rooney, Ferdinand, Gerrard oder auch Wilshere spielte Phil Jones halbrechts im Mittelfeld, in der Verteidigung stellten Jagielka und Lescott das Zentrum. Kapitän Terry musste auf der Bank Platz nehmen. Bei Spanien war als einzige echte Überraschung Jordi Alba von Valencia auf dem linken Abwehrflügel zu finden. Der 22-jährige hatte gegen Schottland vor einem Monat erst sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert.</p>
<p>Das englische Spiel war vor fast 90.000 Menschen in London darauf ausgerichtet, hinten die Null zu halten. Wenn man selbst zu Toren kommen wollte, dann vermutlich über Konter über die Seiten &#8211; etwa mit dem schnellen Walcott. &#8220;Plan&#8221; B waren vermutlich die Standardsituationen, bei denen man naturgemäß immer gefährlich ist. Viele davon gab es nicht, aber <a href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/frank-lampard-spain-15682421/" target="_blank">eine solche hat schlussendlich den Ausschlag gegeben</a>. Das kann man unter der Kategorie &#8220;mitgedachter Zufall&#8221; einordnen. Interessanter war aber die Art und Weise, wie Capello die Furia Roja zähmte.</p>
<div id="attachment_6063" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp_abdeck.jpg"><img class="size-full wp-image-6063 " title="England schnitt die spanischen Spielverlagerungspässe ab und verdichtete zudem den Raum für das spanische Kurzpassspiel" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp_abdeck.jpg" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">England schnitt die spanischen Spielverlagerungspässe ab und verdichtete zudem den Raum für das spanische Kurzpassspiel</p></div>
<p>England versuchte nicht den Ballbesitz an sich zu reißen, sondern erkannte die spanische Überlegenheit in dieser Statistik an. Wohl aber verhinderte man, dass die Iberer das in der gewohnten Form aufziehen konnten. Eine ganz wichtige Rolle spielte Solospitze Bent (bzw. später Welbeck) in diesem Konzept, obwohl er selbst nie aktiv attackierte oder Verteidiger angriff. Der Stürmer von Aston Villa platzierte sich gegen den Ball immer zwischen den beiden Innenverteidigern bzw. in Reichweite eines möglichen Querpasses. Auch an einen hohen Ball über die Breite des Feldes hatte Capello gedacht. Das 4-1-4-1 verschob sich bei Angriffen über die Seiten  zum Ball hin, der am weitesten weg stehende Mittelfeldspieler blieb aber weiter weg &#8211; quasi bewusst aus der Formation gerissen &#8211; und passte auf die aufrückenden Wingbacks der Spanier auf, die sonst gerne für unschöne Überraschungsmomente bei Verteidigungen sorgen. Mit all diesen gut ineinander greifenden Maßnahmen ließen die Three Lions keine einfache Spielverlagerung zu &#8211; ein Mittel das die Spanier gerne nutzen um die Gegner mit dem Zwang zum dauernden, schnellen Verschieben müde zu machen und auf Formationsfehler zu warten.</p>
<p>Das in Kombination mit zwei sehr eng beieinander stehenden Viererreihen (mit der man es auch den technisch beschlagenen Spanier erschwerte, 1 gegen 1-Situationen zu nutzen) und hervorragende Lesefähigkeiten des glänzenden Parker (stellte den Stürmer zu) in der Mitte reichte die meiste Zeit des Spiels über, um die Spanier vom Tor weg zu halten. Eine Gefahr war nur dann gegeben, wenn die Abwehrreihe zu weit aufrückte und der hohe Pass darüber hinweg versucht wurde. Dabei hatten die Briten auch Glück, dass zweimal ein falscher Abseitspfiff ertönte. Erst im Schlussviertel, als beide Teams längst mehrmals gewechselt hatten, kamen die Spanier zu mehr Druck. Da änderten sie dafür sogar das System, gingen mit einem 4-1-3-2 (65. Torres kam für Busquets) mehr Risiko. Das brachte naturgemäß mehr Anspielstationen im Schlussdrittel des Angriffs mit sich, problematischerweise kam man dort aber weiter nur selten hin.</p>
<p>Es war trotzdem auch Pech, dass etwa der Stangenschuss von Villa nicht ins Tor ging. England deutete in dieser Phase auch mehrmals die Kontergefährlichkeit an, Downing (45. für Walcott) und A. Johnson (76. für Milner) konnten die freiwerdenden Räume nutzen. Walcott und Milner hatten besonders vor dem Führungstreffer defensiv alle Hände voll zu tun und viel zu weite Wege um erfolgreiche Konter zu spielen, Bent war in der Spitze einsam auf weiter Flur und ohne Schuld selten fähig den Ball zu halten. In dem Sinn ging Spaniens <a href="http://uk.eurosport.yahoo.com/football/rafael-benitez/article/166/" target="_blank">vermuteter Gameplan</a> auf, den Gegner wie immer möglichst weit vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es war ein Test auf hohem taktischen Niveau, bei dem man aber auf beiden Seiten nicht das Gefühl hatte, dass schon alle Karten aufgedeckt wurden. Capello hat das Spiel der Spanier entschlüsselt und ist konsequent dagegen vorgegangen, brachte aber selbst kein spielerisches Element ein. England hat sich den Sieg deshalb mit schnörkeloser Disziplin erkämpft. Dass man ihn furios erzwungen hat, wird niemand behaupten. Gegen Weltmeister nimmt man was man kriegt. Schon am Dienstag gegen Schweden könnte England zeigen, dass man nach vorne mehr kann. Bis zur Euro muss man es wohl noch verbinden. Für die Three Lions wird einfach das Wissen wichtig sein, dass man auch den Weltmeister an guten Tagen schlagen kann &#8211; dafür noch nicht einmal die Bestbesetzung braucht. Zuletzt wurde doch ein größer werdender Pessimismus über die Medien auf der Insel vermittelt. Dieser Erfolg und die neue Kadertiefe werden dagegen helfen.</p>
<p>Und für Spanien? Ein kleiner Stich, eine minimale Ehrenkränkung &#8211; mehr nicht. Das könnte wohl sicherstellen, dass man nicht zu zufrieden Richtung EM arbeitet und kommt Del Bosque deshalb vielleicht gar nicht ungelegen. Grund zur Sorge gibt es nicht. Natürlich hätte auch dieses Spiel anders enden können ( das kann man das wohl über jeden ausbleibenden Sieg Spaniens in den letzten Jahren sagen). Die Spanier sind einfach zu gut und variantenreich, um über 90 Minuten völlig ohne Chance zu bleiben. Selbst wenn ein starker Gegner genau weiß, was zu tun ist. Und das ist auch in der Niederlage eine Ansage, die ohnehin niemand mehr braucht. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6061&amp;md5=3ec4515faa127846e7cf7d5c226ae295" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Schweiz nah dran, aber effizientere Spanier holen den EM-Titel</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/06/25/schweiz-nah-dran-aber-effizientere-spanier-holen-den-em-titel/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 21:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alcantara]]></category>
		<category><![CDATA[De Gea]]></category>
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		<category><![CDATA[Herrera]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Spanien ist Europameister&#8221; &#8211; nicht zum ersten Mal gibt es in jüngerer Vergangenheit eine solche Meldung. Im Finale der U21-EM in Dänemark machte es das Team der Schweiz mit Zauberzwerg Shaqiri und Supertalent Xhaka den Iberern lange sehr schwer. Doch die Albiroja nützte die wenigen Chancen besser. U17-Weltmeister sind sie schon, die Schweizer. Amtierender sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Spanien ist Europameister&#8221; &#8211; nicht zum ersten Mal gibt es in jüngerer Vergangenheit eine solche Meldung. Im Finale der U21-EM in Dänemark machte es das Team der Schweiz mit Zauberzwerg Shaqiri und Supertalent Xhaka den Iberern lange sehr schwer. Doch die Albiroja nützte die wenigen Chancen besser.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5045" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Sui.png"><img class="size-full wp-image-5045 " title="U21 Esp-Sui" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Sui.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Spanien - Schweiz 2:0</p></div>
<p><span id="more-5041"></span>U17-Weltmeister sind sie schon, die Schweizer. Amtierender sogar &#8211; zumindest, bis in zwei Wochen in Mexiko der Nachfolger gekürt wird. Mit Granit Xhaka und dem im Finale eingewechselten Pajtim Kasami sind sogar zwei dieser Truppe diesmal dabei gewesen. Beim Finale der U21-Europameisterschaft. Dessen Erreichen ein weiterer Beweis für die hervorragende Arbeit ist, die in diesem Land geleistet wird. Und was die Spanier können, der Gegner im Finale, ist ohnedies bekannt. Welt- und Europameister bei den &#8220;Großen&#8221;, und auch im U-Bereich sind die Iberer derzeit in der Weltspitze. Nicht umsonst gelten sie bei der U20-WM in Kolumbien, die in diesem Sommer stattfindet, als aussichtsreicher Mitfavorit.</p>
<p>Pierluigi Tami, Teamchef der Schweizer, tauschte gegenüber <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/22/u21-em-semfinals/">dem Semifinale gegen Tschechien</a> nicht nur personell aus &#8211; U17-Weltmeister Xhaka konnte nach abgesessener Sperre  wieder mitmachen, Hochstrasser blieb dafür draußen &#8211; sondern veränderte  auch das System. Aus dem 4-1-4-1 im Semifinale wurde ein 4-4-2, in dem  allerdings die Flügelspieler im Mittelfeld (Shaqiri und Emeghara)  oftmals weit aufrückten, sodass es in der Praxis gerne ein 4-2-4 war.  Ebenso erstaunlich auch die Rolle von Xhaka: Statt als zentraler  Offensivmann im Mittelfeld stand der Jungstar vom FC Basel extrem tief,  oftmals tiefer als der Sechser Fabian Lustenberger, und nahm überwiegend  Defensiv-Aufgaben wahr.</p>
<p><strong><em>Defensiv-Arbeit im der gegnerischen Hälfte</em></strong></p>
<p>Der Clou an der Zwei-Stürmer-Variante bei den Schweizern war aber  weniger, dass vorne mehr Anspielstationen gewesen wären. Nein, vielmehr  waren Mehmedi und Fabian Frei die vordersten Verteidiger: Sie kümmerten  sich abwechselnd, und mitunter auch gemeinsam, um Javi Martínez. Der ist  bei den Spaniern, die gegenüber dem 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen Weißrussland unverändert aufliegen, der wichtigste Mann in der Spieleröffnung, aber da der  Weltmeister aus Südafrika (wo er als Back-up für Busquets im Kader  stand) war komplett kaltgestellt.</p>
<p>Die Folge war, dass das Angriffsspiel der Spanier sehr eindimensional  war und sich in der Form einer Sanduhr auf dem Feld präsentierte, vor  allem auf der linken spanischen Seite: Außenverteidiger gibt nach innen  ab, vor dem schweizer Strafraum wieder zurück nach außen. Auf Rechts  zeigte zwar Emeghara massive Schwächen in der Rückwärtsbewegung, nagelte  aber Montoya schon alleine duch seine Präsenz und die ständige Gefahr  von schnellen Vorstößen hinten fest;, Mata ging immer wieder zentral, wurde dort aber gut von Xhaka aufgenommen.</p>
<p>Auf links hatte Didac Vila zwei Möglichkeiten: Entweder selbst mit  dem Ball marschieren, was gegen den giftigen Shaqiri kaum zum Erfolg  führte. Oder, was er vermehrt tat, kurz auf Alcantara oder den recht  tief agierneden Muniain ablegen und auf den Doppelpass gehen. Das  Problem dabei: Durch die Eliminierung von Martínez wurde auch diese  Variante seinem Platz beraubt und der wie das Amen im Gebet erfolgende  Pass in den Lauf des Flügelspielers (Alcantara auf Muniain bzw. Muniain  auf Didac, je nachdem) konnte von den Schweizern problemlos abgefangen  werden. Kein Zweifel, dass in der Vorbereitung genau auf diesen sich  ständig wiederholenden Pass nach Außen aufmerksam gemacht wurde.</p>
<p><strong><em>Wenige Chancen</em></strong></p>
<p>Nicht uninteressant, das sei an dieser Stelle auch erwähnt, die  tiefere Positionierung von Iker Muniain (und auch Mata, der jedoch nicht  zur Geltung kam) gegenüber dem Halbfinale gegen Weißrussland. Diese gab  dem Bilbao-Jungstar nämlich eine größere Flexibilität in seinem  Aktionsradius: Er konnte zentral nach vorne gehen bzw. in die Mitte  ziehen und den aufrückenden Didac bedienen, er konnte Richtung Eckfahne  laufen und auf das Anspiel von Alcantara lauern, er war aber auch  schnell zur Stelle, wenn Shaqiri (der selbst oft sehr weit einrückte)  ihn defensiv forderte. In einer ansonsten nach Halt suchenden Mannschaft  war Muniain der beste Mann.</p>
<p>Die Schweizer konnten, weil sie eben sehr clever auf die etwas  eindimensionalen Spanier eingestellt waren und die Iberer durch eine  hohe Verteidigungslinie und der durchaus Druck ausübenden  De-Facto-Viererkette vorne den spanischen Ballbesitz auf 55% drücken und  hatten auch durch aufmerksames Spiel in der Verteidigung kaum Mühe, die  Spanier in Schach zu halten und aus dem Spiel kaum jemals auch nur in  die Nähe des Tores kommen zu lassen.</p>
<p>Auf der anderen Seite hing durch die defensive Rolle von Mehmedi und  Frei vorne und der tiefen Positionierung von Xhaka fast die ganze  Spielgestaltung an Shaqiri hängen. Der kam zwar auch zur besten Chance,  als er mit einem ansatzlosen Drehschuss De Gea prüfte, aber die  spanische Defensive schaffte es ansonsten auch ohne massivere  Anstrengungen, die Offensivbemühungen der Schweizer zu unterdrücken. So  war es ein auf hohem taktischen Niveau geführtes gegeseitiges  Neutralisieren ohne echte Höhepunkte.</p>
<p><strong><em>Rückstand und Reaktion</em></strong></p>
<p>Bis zur 41. Minute. Für einmal verschoben die schweizer Ketten bei  einem hohen spansichen Seitenwechsel auf Didac Vila, dieser  hatte, von Koch und Shaqiri alleine gelassen, alle Zeit der Welt für  eine präzise Flanke, und Ander Herrera musste nur noch den Kopf  hinhalten und zum etwas überraschend fallenden 1:0 einzunicken. Ein Tor,  bis zu einem gewissen Grad aus heiterem Himmel, das die Schweizer nun  zur Reaktion zwang.</p>
<p>Die erste, noch vor der Pause, war der Seitentausch von Shaqiri mit  Emeghara. Er sollte Muniain offensichtlich durch seine offensivere Grundausrichtung  ähnlich aus dem Spiel nehmen wie er das mit Mata bzw. Montoya auf der  anderen Flanke gemacht hatte. Diese Maßnahme wurde aber nach dem Seitenwechsel wirder verworfen, Shaqiri ging zurück auf seine angestammte rechte Außenbahn. Dafür nahm Tami einige Minten nach Wideranpfiff &#8211; nachdem er gesehen hatte, dass es keine Besserung in Sachen Offensive gab &#8211; einen Doppelwechsel vor.</p>
<p><strong><em>Doppelwechsel verpufft</em></strong></p>
<div id="attachment_5048" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Sui2.png"><img class="size-full wp-image-5048 " title="U21 Esp-Sui2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Sui2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 55. Minute</p></div>
<p>Statt Frei und Emeghara betraten Mario Gavranovic (für ganz vorne) und Amir Abrashi (für rechts) das Feld; Shaqiri rückte auf die halbrechte bis zentrale Position und Xhaka rückte nun endgültig ins Mittelfeld auf. Die beisen Basel-Spieler mit kosovarischen Wurzeln sollten nun den zentralen Offensiv-Hub geben, das wurde aber von zwei Faktoren torpediert. Zum einen war das eine sich sichtbar einschleichende Kombination aus ausgehender Kraft und zunehmender Frustration, die sich in einigen eher derben Aktionen manifestierte (wie der rüden Sense von Berardi gegen Montoya).</p>
<p>Und zum anderen die nicht wirklich geklärte Frage, wer denn nun Emegharas linke Seite übernehmen soll, nachdem der junge Mann von GC Zürich den Platz verlassen hatte. Der Vermutung liegt nahe, dass es Gavranovic hätte sein sollen, er kam tendenziell von dieser Seite. Aber während Emeghara &#8220;nur&#8221; schlampig in der Defensive war, ließ Gavranovic sie ganz bleiben. Mata merkte das natürlich und nützte den sich bietenden Platz gegen den gelbvorbelasteten Berardi. Spanien hatte das Spiel im Griff.</p>
<p><strong><em>Entscheidung statt Schlussoffensive</em></strong></p>
<p>So wurden die Schweizer, die das ganze Spiel über schon massive Schwierigkeiten hatten, die Spitzen gefährlich zu bedienen, auch nur noch aus einem Standard gefährlich, als Neu-Nürnberger Timm Klose den Ausgleich per Kopf nach einem Shaqiri-Freistoß nur knapp verpasste. Besser machte es Thiago Alcântara auf der anderen Seite, als er einen Freistoß aus etwa 30 Metern über den verdutzten und zu weit vor seinem Tor stehenden Yann Sommer zum 2:0 versenkte, als alle noch mit einem Wechsel (Jeffrén war für Adrián gekommen) beschäftigt waren.</p>
<p>Das Tor brachte die Schweizer Schlussoffensive natürlich zum erliegen &#8211; es war die Entscheidung.</p>
<p><strong><em>Fazit: Schweizer clever, aber Spanier effizienter</em></strong></p>
<p>Mit der Maßnahme, Javi Martínez zu doppeln und den Spaniern so das Metronom zu nehmen, trafen die Schweizer die exakt richtige Entscheidung, auch die schnellen Pässe auf die Außen hatte man gut im Griff. Die Eidgenossen verpassten es aber, auch selbst aus dem Spiel heraus einigermaßen gefährlich vor David de Gea aufzutauchen. Das gelang nur bei Shaqiris Chance in der ersten Halbzeit.</p>
<p>Einmal in Führung, konnten die Spanier ohne größere Befürchtungen auf Verwalten spielen, weil bei den Schweizern erst zu viel von Shaqiri abhing und dann, als er mit Xhaka einen Partner gehabt hätte, die linke Seite offen gelassen wurde, was eine Einladung für die Spanier war. Es fehlte den Schweizern an den Mitteln, selbst für die Spielgestaltung zu sorgen, als es gefragt gewesen wäre. Womit letztlich beide Teams verdient im Finale standen &#8211; die Spanier wegen ihrer auch individuellen Klasse, die Schweizer wegen cleverer Arbeit in Verbindung mit einem tollen Jahrgang &#8211; und dann auch das richtige Team gewonnen hat.</p>
<p>PS: Das Spiel um Platz drei, welches wegen der Olympia-Quali notwendig geworden war, entschied Weißrussland dank eines späten Tores mit 1:0 gegen Tschechien für sich.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>2x mit Mühe, aber 2x verdient &#8211; Spanien und Schweiz stehen im U21-EM-Finale</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 18:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nochmal Glück gehabt: Erst mit dem Ausgleich in der 89. Minute rettet sich Turnierfavorit Spanien im Halbfinale der U21-EM in die Verlängerung. Dabei hatte man den defensiv hervorragend stehenden Weißrussen, je länger das Spiel ging, immer weniger entgegen zu setzen&#8230; &#8220;Meine Mannschaft wird nie wieder so schlecht spielen&#8221;, sagte mit Georgi Kondratsev der weißrussische U21-Teamchef [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nochmal Glück gehabt: Erst mit dem Ausgleich in der 89. Minute rettet sich Turnierfavorit Spanien im Halbfinale der U21-EM in die Verlängerung. Dabei hatte man den defensiv hervorragend stehenden Weißrussen, je länger das Spiel ging, immer weniger entgegen zu setzen&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_5024" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Blr.png"><img class="size-full wp-image-5024 " title="U21 Esp-Blr" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Esp-Blr.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Spanien - Weißrussland 3:1 n.V.</p></div>
<p><span id="more-5022"></span>&#8220;Meine Mannschaft wird nie wieder so schlecht spielen&#8221;, sagte mit Georgi Kondratsev der weißrussische U21-Teamchef gegenüber<em> ballverliebt.eu</em>, nachdem in der <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">Qualifikation 75 Minuten lang von Österreich kontrolliert worden war</a> und in Pasching zu einem <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">eher glücklichen 3:3</a> gekommen war. Ein knappes Jahr später kann man Kondratsev Recht geben: Denn seine Mannschaft war bis ins Semifinale der U21-EM vorgestoßen.</p>
<div id="attachment_5023" class="wp-caption alignright" style="width: 281px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Aut-Blr.png"><img class="size-full wp-image-5023  " title="U21 Aut-Blr" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Aut-Blr.png" alt="" width="271" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Weißrussland 3:3</p></div>
<p>Acht der Spieler von damals waren auch im Spiel gegen den haushohen Turnierfavoriten aus Spanien noch dabei. Während bei den Iberern mit Juan Mata und Javi Hernández sogar zwei Weltmeister aus Südafrika spielten.</p>
<p>Spanien übernahm, wie nicht anders zu erwarten war, sofort die Kontrolle. Das Sytem von Teamchef Luís Milla ähnelte sehr dem von Barcelona: Viererkette mit offensiven Außenverteidigern, ein Dreier-Mittelfeld und zwei echte Außenstürmer. Die Unterschiede: Zum einen, dass Adrián vorne keinen falschen Neuner, sondern eine echte Spitze gab, und dass im Mittelfeld nicht die beiden Offensiven das Metronom waren (wie Xavi und Iniesta bei Marcelona), sondern der Sechser Javi Hernández.</p>
<p>Der Plan war aber derselbe: Viel Ballbesitz (über 70%), die ständig ihre Seiten tauschenden Mata und Muniain zogen die Viererkette auseinander (oder versuchten es zumindest), dazu spielte vor allem Linksverteidiger Didac Vila war auf seiner Seite eine treibende Kraft und war vom im bisherigen Turnierverlauf überzeugenden Perepetchko nicht unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p><strong><em>Hohes Pressing und das 1:0 &#8211; beim Außenseiter</em></strong></p>
<p>Die Weißrussen pressten nur in der gegnerischen Hälfte und rückten dabei mit der Abwehrkette extrem schnell auf. Waren die Spanier aber mal in der weißrussischen Hälfte, zogen diese zwei tief stehende Viererketten auf und machten die Räume extrem eng. Die Folge: Es gab für die Spanier kein Durchkommen und somit auch praktisch keine echten Torchancen.</p>
<p>Die Weißrussen versuchten, über die Flanken zu kontern, aber zumeist versandeten diese Versuche in ungenauen Abspielen oder wurden durch das spanische Pressing verhindert. Und doch: In Minute 38 kam ein Ball zu Voronkov in die Mitte, dieser setzte sich artistisch per Seitfallzieher gegen Álvaro Domínguez durch, und wie aus heiterem Himmel war Weißrussland 1:0 voran.</p>
<p><strong><em>Spanier fehlt Plan B</em></strong></p>
<p>Nach der Pause bot sich das gleiche Bild: Spanien dominiert zwar den Ballbesitz, aber die Weißrussen stehen hinten extrem diszipliniert und verweigerten dem Gegner komplett den Zugriff auf den Strafraum. Daran änderte auch die Personal- und Systemänderung von Luís Milla nichts, als Diego Capel über Herrera kam und das System auf 4-2-3-1 umgestellt wurde &#8211; mit Capel links, Muniain rechts und Mata nun in der Mitte, Alcantara als Achte etwas zurückgezogen.</p>
<p>Capel brachte überhaupt nichts und blieb völlig blass, von den Außenverteidigern kam nun auch zusehens weniger. Somit schafften es die immer mehr durch das Zentrum kommenden Spanier nicht mehr, die weißrussische Defensive auseinander zu ziehen. So machte der Außenseiter nicht einmal einen nervösen Eindruck bei den Versuchen, das 1:0 über die Zeit zu bringen.</p>
<p><strong><em>Dreierkette hinten, zweiter Stürmer vorne</em></strong></p>
<p>Milla brachte nicht nur Jeffrén für Muniain in einem positionsgetreuen Wechsel, sondern löste auch seine Abwehrreihe auf: Domínguez ging raus Bojan Krkic kam rein. Nun stand Botía alleine hinten im Zentrum, und vorne lauerten zwei Sturmspitzen auf Flanken &#8211; die aber nicht kamen. Das Spiel der Spanier erlahmte immer mehr und es sah schon alles nach einem letztlich komfortablen Sieg der Weißrussen aus.</p>
<p>Ehe sich in der 89. Minute die weißrussische Defensive doch noch einmal durcheinander bringen ließ: Außenverteidiger Poliakov zog fälschlicherweise nach innen, der freigespielte Jeffrén hatte Platz zur kurzen Flanke, und Adrián setzte sich i gegen Filipenko durch &#8211; der Ausgleich</p>
<p><strong><em>In Verlängerung macht Spanien alles klar</em></strong></p>
<p>Mit dem psychologischen Vorteil in der Verlängerung drückte Spanien wieder mit mehr Ordnung und mehr Nachdruck nach vorne, und durch einen simplen Doppelpass ließ sich die weißrussische Hintermannschaft in heilloses Chaos verwandeln. Capels Flanke verwertete erneut Adrián, der von Absteiger Deportivo wohl zu Atlético Madrid wechseln dürfte.</p>
<p>Damit waren die Weißrussen geschlagen, es gelang gegen die nun mit breiter Brust aufspielenden Iberern nun nicht mehr, einen Plan nach vorne zu entwickeln &#8211; schließlich gab es den auch schon vorher nicht in einem funktionierenden Ausmaß. So war das 3:1 durch einen wunderbaren Weitschuss von Jeffrén nur noch der Schlusspunkt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Spätes Tor rettet lange enttäuschende Spanier</em></strong></p>
<p>Die Weißrussen machten defensiv einen wunderbaren Job und hielten beeindruckend unaufgeregt den immer matter werdenden Spaniern Stand. Letztlich rettete die Iberer die Qualität, aus einem angebotenen Fehler mit einer Chance ein Tor zu erzielen. Ein wirklich gutes Spiel zeigte der Favorit aber nicht, weil mit Fortdauer der zweiten Halbzeit immer weniger konsequent agiert wurde und eine 0:1-Niederlage auch nicht unverdient gewesen wäre. Weil ein echter Plan B fehlte und der Ausgleich keine Folge der taktischen Umstellungen war.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/head.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5032" title="head" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/head.jpg" alt="" width="505" height="141" /></a><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Die Schweizer folgen dem Team aus Spanien ins Endspiel, und auch die Eidgenossen brauchten 120 Minuten dafür. Auch ohne den gesperrten Zehner Granit Xhaka war die Schweiz gegen die Tschechen das spielbestimmende, das bessere Team. Aber die humorlose tschechische Defensive um Marek Suchý hielt gut dagegen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5033" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Sui-Cze.png"><img class="size-full wp-image-5033 " title="U21 Sui-Cze" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/U21-Sui-Cze.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Schweiz - Tschechien 1:0 n.V.</p></div>
<p>Statt Xhaka beorderte Pierluigi Tami, Teamchef der Schweizer, mit Xavier Hochstrasser einen Spieler ins Mittelfeld, der als Stammspieler bei Young Boys schon im Europacup gestählt ist. Das Um und Auf bei den Eidgenossen war aber, wie nicht anders zu erwarten war, der großartige Xherdan Shaqiri. Er war Rechtsaußen und Spielgestalter in Personalunion, der unumschränkte Chef auf dem Spielfeld.</p>
<p>Der giftige Mann vom FC Basel spielte eher zurückgezogen und durchaus mit der Tendenz zur Zentrale, was für seinen Hintermann Philippe Koch extrem viel Laufarbeit bedeutete. Der Zürcher löste seine Aufgabe aber ebenso hervorragend wie Brescia-Legionär Gaetano Berardi auf der anderen. Was zur Folge hatte, dass die Schweizer durchaus Breite in ihrem Spiel hatten, obwohl sich im Zentrum viel zusammenzog &#8211; und die Tschechen somit keinen geregelten Spielaufbau zusammen brachten.</p>
<p>Die Schweizer schafften es durch ein nicht allzu aggressives, aber sehr geschickt eingesetztes Pressing im Mittelfeld, den Tschechen die kurzen Anspielstationen zu nehmen, wodurch nur Verlegenheitspässe oder lange Bälle blieben. Die Schweizer hatten somit alles im Griff, aber die Versorgung von Solo-Spitze Mehmedi funktionierte nicht. Das lag zum einen am sehr hoch und oftmals zu weit außen für gute Anspiele agierenden Innocent Emeghara, vor allem aber am tschechischen Innenverteidiger Marek Suchý. Dem Mann, der bei Spartak Moskau immerhin Martin Stranzl verdrängt hatte, war die Spielpraxis in der von ultra-defensivem Spiel geprägten russischen Liga deutlich anzumerken. Mehmedi hatte keine Chance gegen ihn.</p>
<p><strong><em>Spiel schläft ein</em></strong></p>
<p>Die Schweizer kontrollierten das Spiel somit, bliben aber ohne Durchschlagskraft. So schlief das Spiel nach einer halben Stunde zusehends ein: Die bemühten, aber im Grunde biederen Tschechen brachten das Mittelfeldzentrum in ihre Kontrolle, zudem stellten sich Celustka, Cerny und auch Marecek nun immer besser auf den zuvor ungebremst spielenden Shaqiri ein. Weil aber auch die schweizer Defensive, die im Turnierverlauf noch kein einziges Gegentor kassiert hatte, stand hielt, plätscherte das Spiel im Mittelfeld dahin. Keine wusste so recht, wie der gegnerischen Abwehr beizukommen wäre.</p>
<p>Das Team von Jakub Dovalil ließ auch nach dem Seitenwechsel merkbaren Esprit vermissen, sodass die mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine gekommenen Schweizer die Kontrolle wieder an sich rissen. Dovalil tauschte nach einer Stunde den weitgehend unsichtbaren Kozák aus und brachte mit Pekhart eine neue Sturmspitze, von seinem 4-1-4-1 wich er aber zunächst nicht ab.</p>
<p><em><strong>Späte Wechsel</strong></em></p>
<p>Es war kein Spiel für Sturmspitzen. Eine Viertelstunde vor Schluss der regulären Spielzeit versuchten dann Trainer, das recht festgefahrene Spiel zu lockern &#8211; Tami nahm den fleißigen, aber nach vorne wirkungslosen Fabian Frei aus der Partie; dafür kam mit Gavranovic eine neue Spitze. Mehmedi ging dafür ins Mittelfeldzentrum zurück.</p>
<p>Während die Schweizer damit aber im System blieben, ging Dovalil dafür zu einem 4-4-1-1 über, indem er Mittelfeldmann Morávek rausnahm und mit Jan Chramosta eine hängende Spitze brachte; somit war mit Chramosta und Pekhart jenes Duo wieder vereint, dass mit späten Toren im letzten Gruppenspiel gegen England den Semifinal-Einzug der Tschechen erst fixiert hatte.</p>
<p>Mit dem zweiten Mann in der zentral-defensiven Mittelfeldposition &#8211; Marecek spielte nun annähernd auf einer Höhe mit Sechser Gecov &#8211; schafften es die Tschechen viel besser, die Schweizer durch die Mitte zu bremsen, über die Flügel kamen sie zwar immer wieder bis zur Grundlinie, brauchbare Flanken konnten aber nicht geschlagen werden. Logische Folge: Verlängerung.</p>
<p><strong><em>Talentierteres und fleißigeres Team belohnt</em></strong></p>
<p>Auch in der halben Extra-Stunde wurde klar, dass die Mannschaft aus der Schweiz nicht nur in diesem Spiel das weitaus aktivere, sondern auch die talentiere ist. Die Spielanlage war deutlich reifer, die Ballsicherheit höher, ein gewisses Kreatives Moment, vor allem von Shaqiri ausgehend, erkennbar. All das passierte einen Gang präziser, gedankenschneller, besser als bei den Tschechen. Die allerdings weiterhin zumindest über eine bombenfeste Defensive verfügten &#8211; mehr als ein Pfostenschuss von Shaqiri war kaum drin.</p>
<p>Apropos Mehmedi. Der durfte (oder musste) in Minute 111 seine dritte Position in diesem Spiel einnehmen. Weil Emeghara auf dem linken Flügel rausging und durch die hängende Spitze Moreno Costanzo (der vor einem Jahr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/11/osterreich-schweiz-gerechtigkeit-und-gastgeschenke/">bei seinem Nati-Debüt gleich den Österreichern das 1:0-Goldtor</a> eingeschenkt hatte) ersetzt wurde, gab Mehmedi in den Schlussphase den Linksaußen. Mit Erfolg &#8211; denn nach allem Bemühen um Spielkontrolle und dem erfolglosen Versuchen, die Spitze einzusetzen, war es letztlich ein 25m-Gewaltschuss von Admir Mehmedi, der das verdiente 1:0 für die Schweizer brachte.</p>
<p>Die Tschechen warfen in der verbleibenden Zeit natürlich alles nach vorne, und kamen durch den eingewechselten Kadlec auch tatsächlich fast noch zum Ausgleich &#8211; allerdings, nachdem Gavranovic alleine auf Goalie Vaclik zulaufend eingentlich schon das 2:0 hätte machen müssen&#8230;</p>
<p><strong><em>Fazit: Korrekter Sieg in mühsamer Partie</em></strong></p>
<p>Es waren zumeist eher zähe 120 Minuten, weil sich kein Team ein echtes Chancenplus herausarbeiten konnte. Zu stark standen beide Abwehrreihen. Zu sehr fehlte es den Tschechen an einem Spieler, der etwas Flair verbreiten könnte. Zu sehr fehlte den Schweizern mit Granit Xhaka ein dynamischer Spieler im Zentrum, Hochstrasser ist ein ganz anderer Typ Spieler.</p>
<p>Dennoch fahren die Eidgenossen einen hochverdienten Sieg ein, weil sie nicht nur vom Potenzial her das bessere Team sind, sondern auch in diesem Spiel letztlich klar mehr zeigten, kompakter waren, und bemühter als der Gegner, die Partie für sich zu entscheiden. Gegen die Spanier wird es im Finale aber trotzdem schwer.</p>
<p>Das gilt aber nicht nur für die Schweizer im echten Finale &#8211; sondern auch für die Tschechen, die im Endspiel um den Olympia-Platz gegen Weißrussland ran müssen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Der große Clasico-Vierteiler, Folge 1: Ein 1:1 als Punktsieg für Mourinho</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 00:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vier Clasicos in 17 Tagen &#8211; und im ersten davon (dem in der Liga) war sich Mourinho nicht zu schade, daheim auf Ballbesitz zu verzichten. Nach 50 Minuten gegenseitigem Belauern bracht erst Barças Führung und Albiols Ausschluss Bewegung in die Partie. Die hatte es dann aber in sich. 150 Liga-Heimspiele in Folge hatte Mourinho nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Vier Clasicos in 17 Tagen &#8211; und im ersten davon (dem in der Liga) war sich Mourinho nicht zu schade, daheim auf Ballbesitz zu verzichten. Nach 50 Minuten gegenseitigem Belauern bracht erst Barças Führung und Albiols Ausschluss Bewegung in die Partie. Die hatte es dann aber in sich.</em></strong></p>
<div id="attachment_4573" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca.png"><img class="size-full wp-image-4573 " title="RealBarca" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Real Madrid - FC Barcelona 1:1</p></div>
<p><span id="more-4568"></span>150 Liga-Heimspiele in Folge hatte Mourinho nicht verloren. Bis zum <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/03/gijon-lasst-mourinhos-heimserie-reisen-nach-150-spielen/">0:1 gegen Gijon</a> &#8211; und die Gefahr war gegeben, dass es im ersten von vier Clasicos in 17 Tagen gleich die nächste hinterher gab. Denn die Erinnerung an das <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/30/mourinhos-schlimmste-demutigung/">0:5-Debakel im Camp Nou im November</a> lebt noch. Die besondere Konstellation ergab vor dem Spiel aber auch besondere Fragen. Denn die Tatsache, dass dieses erste Spiel das bedeutungsloseste davon ist &#8211; die Meisterschaft ist so oder so praktisch entschieden &#8211; hatte wohl auch Einfluss darauf, inwieweit Mourinho seine Lehren aus dem 0:5 einsetzt, ohne sich eventuelle Überraschungsvarianten für die drei folgenden Spiele schon jetzt zu zerschießen.</p>
<p>Mourinho opferte für dieses Spiel Özil für Pepe &#8211; und der Portugiese hatte einen klaren Auftrag: Verhindern, dass sich Messi zwischen Verteidigung und Mittelfeld ausbreiten kann. Wann immer sich Messi je 15 Meter links und rechts vom Zentrum zwischen den Reihen aufhielt, war Pepe nicht weit. Er war also kein Sechser im klassischen Sinn, sondern mehr ein Kettenhund. Mit Erfolg: Bis auf zwei Szenen war Messi in der kompletten ersten Hälfte kein Faktor.</p>
<p>Zwar war die Formation bei Mourinho ein 4-3-3, aber eben ein sehr defensiv ausgelegtes: Das Dreier-Mittelfeld bestand aus einem sehr tief stehenden Kettenhund und zwei vornehmlich Defensiven, wie üblich Xabi Alonso und Khedira. Die Formation mit sieben defensiven Feldspielern hieß bei Real aber auch: Rückzug! Die Madrilenen überließen Barça bereitwillig den Ball und verzichteten zumeist auch auf ein wirklich konsequentes Pressing. Dafür war Messi gut aufgehoben, machten außerdem Marcelo (gegen Pedro) und Ramos (gegen Villa) defensiv einen herausragenden Job. Vorsicht war bei allem Ballbesitz &#8211; zuweilen bis 75% &#8211; aber auch bei den Gästen aus Barcelona oberste Bürgerpflicht.</p>
<p>So ging Dani Alves kaum einmal über die Mittellinie und wenn doch, war der extrem starke Marcelo sofort zur Stelle. Risikopässe wurden bei den Blaugrana komplett gemieden. So standen sich zumeist die beiden Mannschaften gegenüber wie zwei Schwergewichtsboxer, von denen keiner zuerst einen womöglich entscheidenden Fehler, keiner zuerst seine Deckung etwas lüften will.</p>
<p><strong><em>Real attackiert früher</em></strong></p>
<p>Nach etwa einer halben Stunde ging Xabi Alonso etwas weiter nach vorne und auch die anderen Madrilenen störten die Kreise von Barcelona nun etwas früher. Die gewohnten Ballstaffetten der Gäste wurden so immer mehr gestört, es gelang nun noch weniger, gemütlich im Mittelfeld den Ball hin und her zu schieben und auf die Lücke zu warten. Auch machte Real zunächst nicht wie im November den Fehler, eine allzu hohe Verteidigungslinie zu spielen &#8211; es gelang Barcelona nur ein einziges Mal, mit einem schnellen Steilpass hinter die Viererkette zu kommen.</p>
<p>So hatten zwar die Katalanen konstant über zwei Drittel Ballbesitz, aber die individuellen Duelle entschieden trotzdem eher die Madrilenen für sich: Marcelo war auch nach vorne effektiver als Dani Alves, Pepe hatte Messi gut im Griff, Villa machte gegen Ramos keinen Stich. Und Di María provozierte immer häufiger leichte Ballverluste, die mit schnellem Umschalten zu einem Chancenplus für Real führten &#8211; so vergab Ronaldo ungewohnt kläglich, so musste kurz vor der Halbzeit ein Ball von der Linie gekratzt werden.</p>
<p><strong><em>Strafe für höhere Verteidigung</em></strong></p>
<p>Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte Mourinho offenbar den Druck auf das Barcelona-Mittelfeld weiter erhöhen, denn die Abwehrkette stand nun deutlich höher als noch im ersten Durchgang. Ein hohes Risiko &#8211; denn genau das hatte ja, wie erwähnt, massiv zum 0:5-Debakel im November beigetragen. Und auch diesmal dauerte es nur ein paar Minuten, bis dieses Risiko bestraft wurde: Ein schneller Steilpass auf Villa (genau so hatte er seine zwei Tore beim 5:0 gemacht), und Albiol kann sich nur noch mit einer Ringereinlage helfen. Einzig korrekte Entscheidung: Rot für Albiol, Elfer für Barcelona. Den Messi über die Linie zitterte &#8211; das 1:0.</p>
<div id="attachment_4574" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca2.png"><img class="size-full wp-image-4574 " title="RealBarca2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Real - Barcelona (nach 0:1 und Ausschluss)</p></div>
<p>Mourinho reagierte umgehend auf die Unterzahl &#8211; aber nicht mit einem neuen Verteidiger. Stattdessen rückte Pepe zurück in die Viererkette, Özil kam statt Benzema auf den Platz und nahm die rechte Seite ein, Cristiano Ronaldo rückte von dort in die Spitze. Real agierten nun mit einem klaren 4-4-1 und bekam das Spiel besser in den Griff &#8211; auch natürlich, weil Barça das zuließ.</p>
<p><em><strong>Barcelona verlegt sich auf Halten</strong></em></p>
<p>Das Team von Pep Guardiola wusste: In Führung, ein Mann mehr &#8211; das Spiel kann eigentlich nicht mehr verloren werden. Und mehr hatte Barcelona offenbar auch nicht im Sinn, denn einen Ausgleich mehr oder weniger billigend in Kauf nehmend, zog man sich nun, völlig untpyisch, etwas zurück. Was aber sicher auch zu einem großen Teil an der wieder aufbrechenden Verletzung von Puyol lag: Denn statt ihm musste Busquets in die Verteidigung, Seydou Keita musste den Part im defensiven Mittelfeld übernehmen. Und das kann er nicht auf höchstem Niveau, was der Grund war, warum Guardiola das Risiko mit Puyol überhaupt eingegangen war.</p>
<p>Real nahm diese Einladung dankend an und vor allem Angel di María nützte nun die defensive Spielweise von Dani Alves aus. Es ist keine neue Erkenntnis: Das Verteidigen ist keine der ganz großen Stärken des Brasilianers, und so bereitete ihm Di María &#8211; vom sehr fleißigen Marcelo unterstützt; auch Özil machte auf seiner Seite nun ganz gut Betrieb.</p>
<div id="attachment_4576" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca3.png"><img class="size-full wp-image-4576 " title="RealBarca3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RealBarca3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Real - Barcelona (Schlussphase)</p></div>
<p><strong><em>Neue Variante: Khedira als Zehner</em></strong></p>
<p>Trotzdem musste Di María in Minute 67 weichen, ebenso wie Xabi Alonso. Für die beiden kamen Arbeloa und Adebayor, was wieder einige Umstellungen zur Folge hatte: Ronaldo ging auf links, Adebayor in die Spitze, Arbeloa nach rechts hinten, dafür Ramos nach innen und Pepe wieder nach vorne ins defensive Mittelfeld.</p>
<p>Alles soweit nicht unlogisch &#8211; eine neue Variante war es allerdings, Khedira (der eine extrem starke Partie ablieferte) praktisch als Zehner, als vordersten zentralen Mittelfeldmann einzusetzen. Der Plan dahinter war klar: Druck auf den leistungsmäßig klar abfallenden Seydou Keita ausüben. Ohne den Hub im defensiven Zentrum, den Busquets nicht mehr spielen konnte, fehlte es Barça am Umschalten auf Offensive.</p>
<p>Zudem geigte Özil nach seiner Einwechslung grandios auf der rechten Seite (was letztlich für Adrianos Auswechslung sorgte) und es bereitete der unangenehme Adebayor in vorderster Front vor allem dem Verlegenheits-IV Busquets große Probleme. Real hatte nun zwar immer noch deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner, war aber die klar gefährlichere und eigentlich auch spielbestimmende Mannschaft.</p>
<p>Was in Minute 81 auch belohnt wurde. Mit einem Foul wie ein Sinnbild für die jeweiligen Leistungen: Der schwache Dani Alves legte den bärenstarken Marcelo im eigenen Strafraum, Strafstoß, Ausgleich. Cristiano Ronaldo verwandelte sicher.</p>
<p><strong><em>Barça zieht wieder etwas an</em></strong></p>
<p>Wie zum Beweis, dass sie es ja eigentlich könnten, versuchte Barcelona in den Schlussminuten nicht ohne Erfolg, die Daumenschraube wieder etwas anzuziehen. Die Katalanen pressten wieder früher, zogen wieder mit mehr Erfolg ihr Spiel auf und konnten sich so wieder etwas befreien. Messi entzog sich der Umklammerung von Pepe nun, indem er vermehrt auf die linke Seite ging und Villa dafür eher ins Zentrum, um als Passempfänger im Zentrum auch mal Bälle abblocken zu können.</p>
<p>Guardiola brachte zudem Maxwell (für Adriano) und Afellay (für den schwachen Pedro), um neue Impulse zu setzen. Beinahe hätte es in der Nachspielzeit auch noch geklappt mit dem Siegtreffer &#8211; kurz, nachdem auch Real die letzte Chance vergeben hatte.</p>
<p><strong><em>Fazit: Punktsieg für Mourinho</em></strong></p>
<p>Es war klar, dass Real-Coach Mourinho derjenige Coach sein muss, der sich eher auf den Gegner einstellen muss als umgekehrt &#8211; und der Portugiese tat das brillant. Auch, weil er nicht zu feig war, vor eigenem Publikum vordergründig feig zu sein und in Kauf zu nehmen, unter 30% Ballbesitz zu haben. Er ließ ein Geduldspiel zu und hatte alle Argumente auf seiner Seite: Hätten die zwei klaren Chancen vor der Pause gesessen, Real wäre mit einer Führung in die Halbzeit gegangen.</p>
<p>Letztlich war das Risiko, mit einer höheren Verteidigungslinie Barça nach der Pause mehr unter Druck setzen zu wollen, zu hoch. Doch auch in Unterzahl reagierte Mourinho goldrichtig: Marcelo und den jeweiligen linken Flügelmann (erst Di María, dann Ronaldo) nach vorne, um Alves zu ärgern. Khedira auf die Zehn, um Keita auf die Füße zu steigen. Adebayor nach vorne, um Busquets&#8217; Schwächen in der Innenverteidigung anzubohren. Özil zunächst zu opfern, um Pepe als Kettenhund Messi aus dem Spiel zu nehmen, so gut es ging. Mourinho war absolut spot-on.</p>
<p>Dass es letztlich &#8220;nur&#8221; zu einem 1:1 gereicht hat und die geringen Hoffnungen auf die Meisterschaft damit endgültig verflogen sind, wird er verschmerzen können &#8211; bzw., wohl oder übel müssen. Die Frage wird nun sein, inwieweit er die Erkenntnisse aus diesem Spiel in den kommenden drei wieder ausspielen kann, und inwieweit Guardiola darauf reagiert &#8211; oder reagieren kann. Eine Rückkehr von Mascherano ins Abwehrzentrum, wie im Rückspiel gegen Donetsk, ist eine mögliche Variante, sollte Puyol nicht für Spiel 2, das Pokalfinale, fit werden &#8211; oder er ihn nicht wieder riskieren will.</p>
<p>Letztlich aber kann man diese 1:1 als leichten Punktsieg für Mourinho werten. Er hat auf das 0:5 vom November und auch auf den Spielverlauf richtig reagiert. Wobei man Guardiola zu Gute halten muss, dass er aufgrund der Personalsituation kaum Alternativen zu Keita auf der Sechs und Busquets in der Innenverteidigung hatte.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4568&amp;md5=b9bf7ba8240357f3d62d82b2f17143d8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;10-Besten (oder: Ein halber Jahresrückblick)</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 12:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert Ballverliebt Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 10 &#124; Champions League-Quali &#124; Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3 &#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche Schwerfälligkeit bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert </em>Ballverliebt<em> Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em><span id="more-3631"></span>Platz 10 | Champions League-Quali | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png"><img class="size-full wp-image-3632 " title="SbgHTA" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg - Hapoel Tel Aviv 2:3</p></div>
<p>&#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche  Schwerfälligkeit bei den Salzburger auf. Abseits des Balles wurde  herumgetrabt. Weder gab es hartes Pressing, noch eine schnelle  Rückwärtsbewegung des Mittelfeld.&#8221; &#8211; Konnte nach dem 0:1 auf den Färöern noch argumentiert werden, es wäre bei den Bullen da ja um nichts mehr gegangen, war spätestens nach diesem 2:3 im Hinspiel der letzten CL-Qualirunde gegen Hapoel Tel-Aviv klar: International hatte Salzburg in diesem Herbst nicht viel zu bestellen. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">wer nicht rennt, krieg eine auf den Deckel</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 9 | U21-EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">Österreich &#8211; Weißrussland 3:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png"><img class="size-full wp-image-3633 " title="AutBlr" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Weißrussland 3:3</p></div>
<p>&#8220;Nach dem Tor zum 2:3 wussten alle im Stadion: Oje, jetzt wird’s noch einmal eng! Denn dass  der Schalter nun nicht mehr umgelegt werden konnte, war schon vorher  ersichtlich.&#8221; &#8211; Das wohl am besten besetzte U21-Team der ÖFB-Geschichte hatte in Pasching gegen die starken Weißrussen alles im Griff und führte komfortabel mit 3:1, doch nach eher verwirrenden Wechseln von Teamchef Andi Herzog wurde die Partie noch hergegeben und es schaute nur ein Remis heraus. Im kommenden Sommer sind die Weißrussen bei der EM dabei. Österreich nicht. Aber <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">nicht nur das vercoachte 3:3 war ärgerlich</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 8 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Frankreich &#8211; Mexiko 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png"><img class="size-full wp-image-3634 " title="A4 Fra-Mex 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Mexiko 0:2</p></div>
<p>&#8220;Denn die französische Mannschaft implodierte nach der Pause regelrecht.  Keinerlei Laufbereitschaft war mehr erkennbar, kein Einsatz für den  Mitspieler, kein Aufbäumen, nichts. Aguirre hingegen hatte ein in sich funktionierendes Team geformt.&#8221; &#8211; Frankreich bei der WM, das war allerbeste Unterhaltung. Zumindest abseits des Platzes. Denn sportlich war das Team von Raymond Domenech ein einziges Desaster, was sich vor allem beim 0:2 gegen die starken Mexikaner zeigte. Die spielten mit der Équipe Tricolore nämlich <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Hollywood</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 7 | Champions League | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/20/die-spurs-konnen-auch-effizient/">Tottenham &#8211; Inter Mailand 3:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg"><img class="size-full wp-image-3636 " title="tot_int1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Tottenham - Inter 3:1</p></div>
<p>&#8220;Schon nach einer halben Stunde zeigte sich bei Inter Ratlosigkeit. Nur einmal musste sich  Modric 25 Meter vor dem Tor gegen Eto’o mit einem Foul helfen, ansonsten  reichte reichte das Spiel der Schwarzblauen nicht einmal bei Kontern  bis in den Strafraum.&#8221; &#8211; Ohne Frage, Tottenham ist eine <em>der</em> Mannschaften des Herbstes 2010. Nicht nur die gute Verpflichtung von Rafael van der Vaart, sondern vor allem der Durchbruch von Flügelflitzer Gareth Bale ist dafür verantwortlich. Der Waliser trieb gegen Inter mit Maicon einen der besten Rechtsverteidiger der Welt an den Rande des Wahnsinns. Die Spurs waren <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/03/das-team-mit-dem-weltklasse-momentum/">das Team mit dem Weltklasse-Momentum</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><em><strong>Platz 6 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">Deutschland &#8211; Arentinien 4:0</a></strong></em></p>
<div id="attachment_3638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png"><img class="size-full wp-image-3638 " title="4F3 Ger-Arg 4-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Argentinien 4:0</p></div>
<p>&#8220;Die Argentinier waren sichtlich beeindruckt von der Power der Deutschen. Es entstand ein riesenhaftes Loch im Mittelfeld, das die  Deutschen konsequent ausnützten. Symbolhaft war, wie  Burdisso minutenlang seinen Kollegen deutete, sie sollen soch ein wenig  weiter zurück kommen, um einen Spielaufbau zu ermöglichen.&#8221; &#8211; Für Diego Maradona war es wohl die schlimmste Niederlage seines Fußballerlebens: Argentinien hatte im WM-Viertelfinale gegen die in diesem Spiel überragenden Deutschen nie auch nur den Funken einer Chance. Das blutjunge deutsche Team hingegen deutete an, wozu es fähig sein kann. By <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">deconstructing Diego</a>.</p>
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<p><strong><em>Platz 5 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">Deutschland &#8211; Uruguay 3:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png"><img class="size-full wp-image-3639 " title="1kF Ger-Uru 3-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Uruguay 3:2</p></div>
<p>&#8220;Beide Teams suchten nun die Entscheidung möglichst schon in der  regulären Spielzeit, hatten aber keine panische Angst vor einer  Niederlage – so wogte das Spiel hin und her, mit mehr Ballbesitz für  Deutschland und mehr Geradlinigkeit auf Seiten der Südamerikaner.&#8221; &#8211; Und nochmal die Deutschen. Aber vor allem: Uruguay! Die Südamerikaner waren <em>die</em> Überraschung bei der WM, das Team des zum besten WM-Spieler gewählten Diego Forlán belegte letztlich den vierten Rang. Nach einem flammenden Plädoyer für die Beibehaltung des kleinen Finales. Denn es war eine sensationelle Partie, geführt <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">mit offenem Visier</a>.</p>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">Belgien &#8211; Österreich 4:4</a><br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png"><img class="size-full wp-image-3640 " title="AutBel" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Belgien - Österreich 4:4</p></div>
<p>&#8220;Kavlak war laufstark, trickreich, mit dem Blick für den Mitspieler.   Er riss  das Spiel an sich, war in dieser Phase der klar beste Mann am   Platz.  Umso unverständlicher, dass er nach 56 Minuten den Platz für   Jimmy  Hoffer verlassen musste – die reinste Selbstkastration.&#8221; &#8211; Wer hätte das gedacht? Das ÖFB-Team kann mit den Secondos in der Offensive tatsächlich einen gepflegten Fußball spielen, wie das beim hochdramatischen 4:4 in Brüssel deutlich wurde. Wenn man sie denn lässt. Denn der Teamchef hatte im einzigen signifikanten Länderspiel des Jahres etwas gegen den Sieg. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">dann kamen die Wechsel</a>.</p>
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<p><strong><em>Platz 3 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainz &#8211; Dortmund 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png"><img class="size-full wp-image-3642 " title="MaiDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Mainz - Dortmund 0:2</p></div>
<p>&#8220;Bei Dortmund beteiligten sich wirklich alle Spiele am ganzen Platz am  Pressing. So war es in der 26. Minute Außenverteidiger Schmelzer, der  durch seine aggressive Bewegung Richtung Bungert dessen Fehlpass  provozierte, der zum nicht unverdienten 1:0 durch Mario Götze geführt  hat.&#8221; &#8211; Die beiden Mannschaften, die den Herbst in der deutschen Bundesliga bestimmt haben, im direkte Duell. Es war ein Festival des konsequenten Pressing, das für beide Teams richtungsweisend war. Denn für Mainz war nach diesem Spiel der Höhenflug beendet, der BVB zog weiter voll durch. Die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainzer fanden in Dortmund ihren Meister</a>.</p>
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<p><strong><em>Platz 2 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">Chile &#8211; Spanien 1:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png"><img class="size-full wp-image-3643 " title="H5 Chi-Esp 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chile - Spanien 1:2</p></div>
<p>&#8220;Die Chilenen waren die erste Mannschaft seit Ewigkeiten, welche die Spanier nicht nur mit  spielerischen Mitteln kontrolliert, ja beinahe knebelt – und nicht mit  extrem disziplinierter Defensive entnervt.&#8221; &#8211; Das beste Team der Endrunde in Südafrika gegen das aufregendste, und noch dazu ging es für beide noch um das Weiterkommen: Bei all den spannenden Partien in der K.o.-Phase ging dieses extrem gute und hochinteressante Match in der Erinnerung etwas unter. Letztlich setzten sich die Spanier durch, weil sie kaltschnäuziger waren, dank des Ergebnisses im Parallelspiel kamen beide weiter. Nach <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">einem echten Kracher</a>.</p>
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<p><strong><em>Platz 1 | Primera Division | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/30/mourinhos-schlimmste-demutigung/">Barcelona &#8211; Real Madrid 5:0</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png"><img class="size-full wp-image-3644 " title="BarcaReal1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Barcelona - Real Madrid 5:0</p></div>
<p>&#8220;Barcelona sammelte zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil  Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! In den ersten 30 Minuten  gab es ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also  nicht, physisch hielt Real nicht dagegen, und so verdiente sich  Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.&#8221; &#8211; Das wohl meistgehypte Spiel des Herbstes, es war eine einzigartige Machtdemonstration des FC Barcelona. Zu keinem Zeitpunkt hatte das Starensemble aus Madrid auch nur die geringste Chance, es gab schließlich die ärgste Vernichtung seit Generationen. Und für <a href="In der ersten halben Stunde sammelte Barcelona auf die typische Art und Weise an die zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! Versuchten die Holländer im WM-Finale gegen das von Barcelona übernommene Kurzpass-Spiel noch mit Brutalität zu bestehen, gab es bei Real in den ersten 30 Minuten genau ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also nicht, physisch hielt Real nicht dagegen – und so verdiente sich Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.">José Mourinho seine schlimmste Demütigung</a>.</p>
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<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2010 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2011 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
<p>(phe/tsc/gpi)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3631&amp;md5=88198ad2255e0e9b63649f632fb18174" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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