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	<title>Ballverliebt &#187; ried</title>
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		<title>Drei Aspekte zum 2:0-Sieg der Austria gegen Ried</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 01:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch ein frühes und ein spätes Tor von Alexander Gorgon gewinnt die Wiener Austria zum Frühjahrs-Start in die Bundesliga 2:0 gegen Herbstmeister Ried. Drei taktische Aspekte machen aus diesem Spiel, obwohl es nicht besonders spektakulär war, dennoch ein interessantes: Die Rolle der Sturmpartner von Kienast, die hohe Linie bei Ried und das Debüt von James [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Durch ein frühes und ein spätes Tor von Alexander Gorgon gewinnt die Wiener Austria zum Frühjahrs-Start in die Bundesliga 2:0 gegen Herbstmeister Ried. Drei taktische Aspekte machen aus diesem Spiel, obwohl es nicht besonders spektakulär war, dennoch ein interessantes: Die Rolle der Sturmpartner von Kienast, die hohe Linie bei Ried und das Debüt von James Holland.</em></strong></p>
<div id="attachment_6687" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-11-Austria-Ried-2-0.png"><img class=" wp-image-6687 " title="2012 02 11 - Austria-Ried 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-11-Austria-Ried-2-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Wien - SV Ried 2:0</p></div>
<p><span id="more-6686"></span>Das erste Spiel von Ivica Vastic als Coach auf der Austria-Bank &#8211; und auch das erste von Co-Trainer Manfred Schmid (von dem der Sky-Kommentator recht unverblümt kundtat, ihn für das eigentliche Hirn auf der Austria-Bank zu halten). Und auch das erste von Roman Kienast und James Holland, während Roland Linz auf der Tribüne Platz nehmen musste. Aber der Reihe nach&#8230;</p>
<p><em><strong>1. &#8211; Die Rollenverteilung im Austria-Angriff</strong></em></p>
<p>Junuzovic weg, Barazite weg &#8211; Umstellungen waren bei der Austria unumgänglich. Wie schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/22/bundesliga-vorschau-der-titel-wird-auf-den-flugeln-entschieden/">im Sommer angekündigt</a>, ist ein Abgang von Junuzovic vielleicht ein qualitatives Problem, aber kein inhaltliches. Marin Leovac beackerte die linke Außenbahn und er machte dabei einen guten Job. Deutlich mehr umgegraben haben Vastic und Schmid dafür in der Spitze.</p>
<p>Aus dem 4-2-3-1, das die Austria im letzten halben Jahr unter Daxbacher spielen ließ, ist wieder ein recht klares 4-4-2 geworden. Allerdings braucht man, um mit diesem System einen aktiven Fußball spielen zu können, zwei sehr mobile Spitzen. Was für Roland Linz, von dem zudem eine eher egozentrische Persönlichkeitsstruktur kolportiert wird, das Todesurteil bedeutet. Stattdessen spielten Marko Stankovic und Neuzugang Roman Kienast in der Spitze, und zwar mit einer genauen Rollenverteilung.</p>
<p>Während Kienast, der ein ausgezeichnetes Austria-Debüt hatte, extrem viel horizontal verschob, auf die Flügel auswich, weite Wege ging und darauf achtete, nicht nur immer anspielbar zu sein sondern auch immer Anspielstationen offen zu haben, war die Laufroute von Stankovic sehr vertikal angelegt. Er ließ sich mitunter etwas fallen, vor allem wenn Ried im Ballbesitz war und die Abwehr weit nach vorne schob, um schnell umzuschalten um wenn möglich den vielen Platz im Rücken der Rieder Abwehr zu nützen. Sein Problem dabei war das Timing: Stankovic, der einen eher ungeduldigen Eindruck hinterließ, startete praktisch immer zu früh und stand damit immer wieder im Abseits.</p>
<p>In der zweiten Hälfte spielte Tomas Jun statt Stankovic &#8211; und wenn dieser nicht wegen einer Blessur draußen blieb, war dieser Wechsel ein veritabler Schuss ins eigene Knie. Denn verglichen mit Stankovic präsentierte sich Jun als ziemliche Immobilie. Ohne die Option eines schnell aus der Tiefe startenden Stürmers, aber dafür mit zwei eher horizontal angelegten und damit zu identischen Angreifer,n fehlte es der Austria komplett am Link beim Umschalten von Defensive auf Offensive. Jun fand keinerlei Bindung zum Spiel und die Austria hatte große Probleme, Angriffe vor das Rieder Tor zu bringen.</p>
<p><strong><em>2. &#8211; Die hohe Verteidigungslinie bei den Innviertlern</em></strong></p>
<p>Auffällig war bei Ried, dass die ganze Mannschaft im Ballbesitz schnell weit nach vorne schiebt &#8211; deutlich weiter, als man das bisher von den Innviertlern gewohnt war. Die Dreier-Abwehrkette mit Rotpuller, Reifeltshammer und Riegler stand, sobald sich die Gelegenheit dazu gab, bis zur Mittellinie nach vorne. Die Folge davon ist (neben einer logischen Anfälligkeit für schnelle Steilpässe), dass die Spielanlage deutlich mehr auf eigener Initiative basiert. In diesem Spiel hat es nicht funktioniert &#8211; das lag in erster Linie aber nicht an den drei hoch stehenden Verteidigern, sondern viel mehr am Verhalten der Spieler davor.</p>
<p>Dort fehlte es nämlich vor allem an der Bewegung und &#8211; sicher auch verursacht durch den vom Winter deutlich ramponierten Rasen &#8211; an der Passgenauigkeit. Zudem war das Spiel der Rieder durch seine extreme Linkslastigkeit recht vorhersehbar. Schreiner war nach vorne recht aktiv und Meilinger dadurch viel im Spiel, dazu orientierte sich Daniel Beichler aus dem Zentrum ebenso auf die linke Seite. Dilaver und Gorgon machten aber auch defensiv einen guten Job, die Rieder Zuspiele in die Mitte waren mit Masse schlecht &#8211; und der auf der rechten Seite komplett isolierte Stefan Lexa war überhaupt kein Faktor.</p>
<p>Dennoch hat die hohe Verteidigungslinie bei Ried ohne Zweifel eine Zukunft. Wenn man nicht gerade nach zehn Minuten in Rückstand gerät und einem die gegnerische Defensive mit aggressivem Positionsspiel den Platz und den Raum nimmt &#8211; was ja in der österreichischen Liga praktisch niemand macht (auch bei der Austria hatte man das in der Form eigentlich nicht gesehen) &#8211; und man nicht gerade auf teilgefrorenem Holper-Geläuft spielen muss, können die technisch beschlagenen Rieder Offensivkräfte der Konkurrenz fraglos mehr zusetzen als das in der Vergangenheit der Fall war.</p>
<p><strong><em>3. &#8211; James Holland, der Nachfolger von Julian Baumgartlinger?</em></strong></p>
<p>Natürlich kann man nach einem Spiel noch keine wirklichen Urteile über den Impact sagen, den ein neuer Spieler auf eine Mannschaft haben kann. Aber nach dem Abgang von Julian Baumgartlinger zu Mainz im vergangenen Sommer hatte die Austria im defensiven Mittelfeld durchaus ein Problem. Petr Hlinka ist ein Balleroberer, aber kein Spieleröffner, und Flo Mader kam von heute auf morgen zur Austria und musste sich während des Spielbetriebs auf eine neue Mannschaft und ein neues System gewöhnen &#8211; das war alles nicht optimal.</p>
<p>Der Australier James Holland, passenderweise aus der Ehrendivision gekommen, erinnert von seiner Spielweise her schon deutlich mehr an Baumgartlinger als das Mader tat. Er war im zentralen Duo mit Liendl zumeist derjenige, der etwas tiefer stand, verglichen mit seinem Nebenmann viel mehr deutete und mit Gesten organisierte. Aber auch derjenige mit dem geringeren Risiko im Passspiel.</p>
<p>Natürlich: Mit einem schnellen 1:0 gegen einen sehr hoch stehenden Gegner erforderte der Spielverlauf deutlich mehr Hollands Qualitäten im Spiel gegen den Ball &#8211; hier waren seine Zweikampfwerte zwar ausbaufähig, sein Stellungsspiel und sein Pressing aber waren sicher und durchdacht &#8211; und die Qualitäten im Halten des Balles. Holland spielte fast ausschließlich kurze Pässe, die den unmittelbaren Druck der Rieder ins Leere laufen ließen. Der Grat zum Alibi-Pass ist ein schmaler, keine Frage, aber wenn Holland am Ball war, musste man nie Angst vor einem billigen und potentiell gefährlichen Ballverlust haben.</p>
<p>Seine Qualitäten im Eröffnen des Spiels kann man erst nach Spielen beurteilen, in denen diese Qualitäten vom Australier auch wirklich gefragt sind. Dass er ein Spiel lesen kann und am Ball nicht dazu neigt, dumme Entscheidungen zu treffen, wurde aber schon deutlich. Genau wie sein Potential im Spiel nach vorne, denn das Tor zum 2:0, welches das Spiel endgültig entschied, wurde durch einen intelligenten Pass von Holland auf die linke Seite eingeleitet.</p>
<p><strong><em>Fazit: Spektakulär war&#8217;s nicht, interessant schon</em></strong></p>
<p>Auch, wenn der Rasen natürlich alles andere als optimal war und das Spiel im generellen Unterhaltungswert eine eher zähe Angelegenheit war, konnte man doch einige interessante Schlüsse daraus ziehen. Oder zumindest Andeutungen erkennen, in welche Richtung das Spiel der beiden Mannschaften nach der Winterpause tendiert.</p>
<p>Fix erscheint nach den Eindrücken dieser Partie, dass Roland Linz mit der Spielanlage der Austria unter Vastic und Schmid keine Rolle mehr spielt, weil sein Spielertyp nicht mehr im geringsten gefragt ist. Kienast ist in den letzten Jahren zu einem hervorragenden Stürmer geworden, bei dem man vor allem Laufbereitschaft und Spielintelligenz nicht unterschätzen darf. Und James Holland könnte sich im Zentrum als guter Griff erweisen.</p>
<p>Bei Ried wird man den Versuch mit der hohen Linie sicherlich nicht nach diesem einen Spiel, in dem das noch nicht nach Wunsch funktioniert hat, zu den Akten legen. Das grundsätzliche Vorhaben, auch gegen die Topteams eine aktivere Rolle einzunehmen, ist ein logischer Schritt, wenn man sich weiterhin im Spitzenfeld der Liga etablieren will.</p>
<p>Alle diese Aspekte und ihre weitere Entwicklung zu beobachten, könnte in einer durchaus unterhaltsamen Rückserie resultieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6686&amp;md5=f57dddd67acb93acecf45c7de596df23" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div>
<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div>
<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
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<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
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<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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		<title>Ried kann&#8217;s auch mit Viererkette &#8211; 0:0 gegen Eindhoven!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/18/ried-kanns-auch-mit-viererkette-00-gegen-eindhoven/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 21:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Kapitän Glasner nach seiner Not-OP out, Mader zur Austria gewechselt &#8211; und doch holt Ried mit dem 0:0 gegen PSV Eindhoven das nächste tolle internationale Resultat! In einem Spiel, in dem Paul Gludovatz vom 3-3-3-1 abrückte, um gegen den Drei-Mann-Sturm und die holländische Windmühle im Zentrum gerüstet zu sein. Was macht man, wenn man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Kapitän Glasner nach seiner Not-OP out, Mader zur Austria gewechselt &#8211; und doch holt Ried mit dem 0:0 gegen PSV Eindhoven das nächste tolle internationale Resultat! In einem Spiel, in dem Paul Gludovatz vom 3-3-3-1 abrückte, um gegen den Drei-Mann-Sturm und die holländische Windmühle im Zentrum gerüstet zu sein.</em></strong></p>
<div id="attachment_5545" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedPSV.png"><img class="size-full wp-image-5545 " title="RiedPSV" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedPSV.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - PSV Eindhoven 0:0</p></div>
<p><span id="more-5542"></span>Was macht man, wenn man sich einem Drei-Mann-Sturm holländischem Format gegenüber sieht? Wenn man, wie Ried, üblicherweise mit einer Dreier-Abwehrkette agiert, bietet sich eine Umstellung auf Viererkette an &#8211; um wieder den einen Mann mehr zu haben, den man als Dreierkette gegen einen Zwei-Mann-Sturm hat. Das macht Paul Gludovatz gegen die Ein/Drei-Mann-Angriffsformationen in der heimischen Liga nicht, weil da die Gegnerschaft nicht um Klassen besser ist als die Innviertler.</p>
<p><strong><em>Striktes Defensiv-Konzept</em></strong></p>
<p>Gegen den PSV Eindhoven befand Gludovatz das aber sehr wohl als notwendig, denn die Holländer sind zwar längst kein aboluter internationaler Spitzenverein mehr, aber als Top-Team der Eredivisie dennoch klar über Ried zu stellen. So ging der Ried-Coach erstmals seit etwas mehr als einem Jahr &#8211; einem 0:3 gegen Sturm &#8211; vom 3-3-3-1 als Startformation ab und schickte ein 4-2-3-1 auf das Feld. Wobei sich der Sechser Hadzic, wie im modernen Fußball üblich, immer wieder zwischen die Innenverteidiger Reifeltshammer und Karner fallen ließ, während sich Ziegl als Achter wann immer möglich nach vorne mit einschaltete.</p>
<p>Um die PSV-Außenstürmer kümmerten sich vornehmlich Riegler (um Lens) und Hinum (um Mertens). Die beiden waren dadurch sehr viel in der Defensive gebunden und wurden von ihren Gegenspielern nicht selten relativ weit in die Mitte gezogen, bis auf zwei, drei Situationen konnten die beiden aber einigermaßen ruhig gehalten werden. Was für Mittelstürmer Ola Toivonen hieß, dass er sich tendenziell eher zurückfallen lassen musste, um Bälle zu sehen &#8211; das macht ihm aber nichts, das muss er in der schwedischen Nationalmannschaft als hängende Spitze hinter Ibrahimovic genauso machen.</p>
<p>Hier war Hadzic allerdings sehr umsichtig und die Innenverteidiger ließen sich kaum einmal aus der Position ziehen. Ein größeres Problem waren da schon eher die aufrückenden Außenverteidiger der Holländer. Sobald diese Lexa bzw. Royer überwunden hatten, konnten sie unbedrängt durchgehen &#8211; im normalen Rieder System steht da sonst gleich mal der Wing-Back als nächste Instanz da.</p>
<p><em><strong>Eindhovener Windmühle im Zentrum</strong></em></p>
<p>Was auf den Außenbahnen von PSV ablief, passierte grundsätlich recht schematisch und immer sehr ähnlich. Womit die Holländer Ried aber so richtig verwirrten, war die sich ständig drehende Windmühle der drei zentralen Spieler von Eindhoven &#8211; das ständige Rochieren von Strootman, Ojo und Wijnaldum hebelte den numerischen Gleichstand, der mit 3-gegen-3 um den Mittelkreis eigentlich herrschte, komplett aus.</p>
<p>Gegen den Ball (was bei 75% Ballbesitz in Hälfte eins kaum einmal vorkam) orientierten sich die drei sofort gegen den Mann, im Spielaufbau wurde rochiert, was das Zeug hält. So hatten die Gäste das Spiel relativ problemlos unter Kontrolle und setzten sich schnell in der Rieder Hälfte fest, doch gemessen an der Überlegenheit an Spielanteilen kam dabei relativ wenig dabei heraus: Gebauer musste zwei-, dreimal eingreifen, einmal hatte Ried bei einem verpassten Stanglpass Glück; aber die Null stand.</p>
<p><strong><em>Einrücken ohne Hinterlaufen</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p>Lexa und Royer ziehen normalerweise relativ früh nach innen und lassen sich von den aufrückenden Wing-Backs hinterlaufen &#8211; so entsteht im 3-3-3-1 die so gut funktionierende Überzahl auf den Flügeln. Im 4-2-3-1 gegen Eindhoven rückten die beiden Rieder Außen zwar genauso nach innen, aber es fehlte an den aufrückenden Außenverteidigern, die den freien Raum hätten nützen können.</p>
<p>So blieben Standardsituationen, aus denen die Innviertler vor allem gegen Ende der ersten Hälfte gefährlich wurden, und Daniel Royer. Der kleine Blondschopf konnte, anders als der etwas überforderte Hammerer und der viel defensiv geforderte Nacho, den Ball immer wieder ganz gut behaupten und suchte auch den Abschluss. In die Kabinen ging es aber ohne Tore auf beiden Seiten.</p>
<p><em><strong>Umklammerung lässt nach</strong></em></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel gelang es den Rieder zunehmend besser, die Flügel unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Außenstürmer der Holländer konnten Karner und Hinum nun nicht mehr wie zuvor in die Mitte zeihen, auch weil Lexa und Royer nun etwas mehr nach hinten arbeiteten. Zudem wurde das holländische Dreigestirn im Zentrum vor allem von Hadzic und Nacho nun deutlich mehr unter Druck gesetzt, die Windmühle also praktisch zum Stillstand gebracht.</p>
<p>So löste sich die Umklammerung, in der die Rieder vor der Pause noch waren, immer mehr und Gebauer musste in der kompletten zweiten Halbzeit nur noch dreimal eingreifen &#8211; ansonsten hing Toivonen komplett in der Luft und auch seine Ausflüge in tiefere Gefilde waren mangels Unterstützung aus der Mittelfeld nicht von Erfolg gekrönt.</p>
<p><strong><em>Mehr Präsenz, mehr Kräfte</em></strong></p>
<p>Für die Rieder war es kein Nachteil, dass Hammerer kurz nach der Pause verletzt vom Platz musste. Einen Gegner vom Kaliber eines PSV Eindhoven hatte der Bursche noch nie, das mekte man &#8211; und Casanova, der für Hammerer eingewechselt wurde, zeigte in der Spitze mehr Präsenz und war eher in der Lage, auch mal Bälle zu halten, bis Mitspieler nachgerückt waren.</p>
<p>Hinzu kam noch, dass die Rieder &#8211; und das war schon im Rückspiel bei Brøndby deutlich sichtbar geworden &#8211; konditionell in einer unglaublichen Verfassung sind. Ließen die Kräfte bei Eindhoven, je länger das Spiel ging, immer deutlicher nach, waren körperliche Verschleißerscheinungen bei den Innviertlern kaum auszumachen. So konnte der Cupsieger in der Schlussphase sogar noch in einem Maße aufdrehen, dass sie vor dem Schlusspfiff einem eventuellen Siegtreffer sogar näher waren.</p>
<p><strong><em>Fazit: Umstellungen zahlten sich aus</em></strong></p>
<p>In der ersten Halbzeit war es den Riedern deutlich anzumerken, dass sie es überhaupt nicht gewohnt sind, hinten mit Viererkette zu spielen &#8211; defensiv stand man gegen die drei Stürmer zwar zumeist recht ordentlich, aber die andere Raumaufteilung wirkt sich natürlich auch auf das restliche Spielfeld aus. Dazu muss man natürlich erwähnen, dass die individuelle Klasse bei Eindhoven deutlich höher ist als in der heimischen Liga und auch über jene von Brøndby zu stellen ist.</p>
<p>Vor allem der Druck über die Flügel fehlte komplett, dafür war es gegen das vor allem vor der Pause unglaublich rochierende Zentrum der Holländer absolut notwendig, mehr Manpower als beim 3-3-3-1 im und um den Mittelkreis zu haben. Das wirkte sich nach der Pause immer positivier aus, je mehr die Kraftvorteile bei den Riedern zum Vorschein kamen.</p>
<p>Letztlich haben sich die Innviertler gegen einen übermächtig scheinenden Gegner wieder mit Hirnschmalz, guten Adjustierungen in der Halbzeit und extremer Kondition das Unentschieden redlich verdient. Und das alles, wohlgemerkt, ohne Glasner und ohne Mader. Und mit einem Defensiv-Sextett, das im Schnitt nur 21,8 Jahre alt ist!</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5542&amp;md5=5358f05b929c885f47166a809d6cd062" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erst am Rieder System, dann an Gebauer &#8211; Brøndby beißt sich die Zähne aus</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 21:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie in der Bundesliga: Mögen auch die anderen Teams die besseren Spieler haben, die Rieder verfügen über das bessere Konzept. So kam auch Brøndby erst dann wirklich dauerhaft vor das Tor der Innviertler, als die Dänen schon 0:2 zurück lagen &#8211; und dann hielt Gebauer den Rieder Sieg fest. Mit einem 4-4-1-1 versuchte Brøndby-Coach Henrik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wie in der Bundesliga: Mögen auch die anderen Teams die besseren Spieler haben, die Rieder verfügen über das bessere Konzept. So kam auch Brøndby erst dann wirklich dauerhaft vor das Tor der Innviertler, als die Dänen schon 0:2 zurück lagen &#8211; und dann hielt Gebauer den Rieder Sieg fest.</em></strong></p>
<div id="attachment_5456" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedBr%C3%B6ndby.png"><img class="size-full wp-image-5456 " title="RiedBröndby" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedBr%C3%B6ndby.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<p><span id="more-5454"></span>Mit einem 4-4-1-1 versuchte Brøndby-Coach Henrik Jensen, den Riedern beizukommen &#8211; zunächst mit Thygesen überraschend auf links und Kristiansen auf rechts, die beiden wechselten aber schon nach wenigen Minuten die Seiten und sie blieben dann auch dort. Sie waren die wichtigsten Akteure im Spiel der Dänen, weil sie genau der Falle des Rieder 3-3-3-1 aufsaßen.</p>
<p><strong><em>Verschenktes Zentrum</em></strong></p>
<p>Weil nämlich die flache Viererkette im Zentrum mit Mikael Nilsson und Mikkel Jensen mit zwei Mann einen Raum abdeckte, wo es eigentlich nichts abzudecken gab. Iván Carril ist schließlich kein echter Zehner, sondern vorderster Defensivmann, der die gegnerische Spieleröffnung stören soll &#8211; das kreative Element kommt bei Ried typischerweise über die Flanken.</p>
<p>So konnte Michael Krohl-Dehli, der als hängende Spitze aufgestellt war und sich oft sehr tief die Bälle holte, zwar immer wieder recht locker durch das wie üblich eher schütter besetzte Rieder Zentrum wandern, fand aber keine sinnvolle Anspielstation mehr. Thygesen und Kristiansen hatten jeweils zwei Gegenspieler gegen sich und Nicolaj Agger arbeitete zwar extrem viel, hatte aber auch fast immer einen Ried mehr um sich, als er ausspielen konnte.</p>
<p><strong><em>Spiel auf die Flügel verlegt</em></strong></p>
<p>Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen. Das funktioniert in der nationalen Meisterschaft hervorragend, weil die meisten Kontrahenten zu eindimensional sind, um darauf reagierten zu können.</p>
<p>Was Brøndby aber dennoch dazu verhalf, zu einigen wirklich guten Möglichkeiten zu kommen, war die individuelle Klasse. Diese ist bei der dänischen Mannschaft zweifellos größer als bei Ried und auch in der nationalen Meisterschaft bekommt es Ried nur selten mit Spielern dieser Qualität zu tun. So entstand auf dem Feld ein Patt: Brøndby hatte die besseren Spieler, aber Ried das bessere Konzept.</p>
<p><strong><em>Nach Rückstand fehlt Brøndby der Plan<br />
</em></strong></p>
<p>Es waren dann die Oberösterreicher, die nach einer halben Stunde in Führung gingen &#8211; ein Freistoß von Mader segelte an allen vorbei ins Tor, kurz nach Wiederanpfiff verwertete Royer eine Carril-Flanke sogar zum 2:0. Wenn auch mit Glück &#8211; denn das Foul am dänischen Verteidiger war klar und das Tor hätte eigentlich nicht zählen dürfen.</p>
<p>Das Erstaunliche: Brøndby hatte das nicht funktionierende Konzept in der Halbzeit nicht verändert und hing nach dem 0:2 erstmal ordentlich in der Luft. Es fehlte jeglicher Plan, wie mit dem 4-4-1-1 die Rieder zu knacken wären. So hatten die Innviertler das Spiel in dieser Phase auch komplett im Griff &#8211; auch, weil Gludovatz schon vor der Pause den gelb-vorbelasteten und etwas wackeligen Basala-Mazana durch den staubtrockenen Anel Hadzic ersetzt hatte, der Thygesen überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließ.</p>
<p><strong><em>(Zu) späte Reaktion zeigt Wirkung</em></strong></p>
<div id="attachment_5457" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedBr%C3%B6ndby2.png"><img class="size-full wp-image-5457 " title="RiedBröndby2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedBr%C3%B6ndby2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte halbe Stunde</p></div>
<p>Erst nach einer Stunde reagierte die Brøndby-Bank, brachte mit Lars Jensen (statt Rechtsverteidiger Randrup) eine neue Kraft für die rechte Seite; Thygesen orientierte sich in die Spitze; Mikael Nilsson ging nach rechts hinten. Und: Michael Krohn-Dehli ließ sich tief ins Mittelfeld fallen und gab nun den Quarterback.</p>
<p>Hieß: Nun endlich ließ Henrik Jensen den völlig überflüssigen zweiten defensiven Mittelfeldspieler auf und stellte dafür einen Mann dorthin, wo er viel dringender gebraucht wurde &#8211; nach vorne.</p>
<p>Mit zwei Stürmern, zwei extrem nach vorne drückenden Flügelspielern und deutlich erhöhter Schlagzahl gelang es den Dänen nun, die Rieder hinten einzuschnüren. Der Ballbesitz von Brøndby schoss nun in lichte Höhen, die Rieder Konter zu Entlastung wurden seltene, ein Tor für die Dänen schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.</p>
<p>Aber wann immer die Abwehr vor ihm geschlagen war, Thomas Gebauer war da &#8211; er hielt das glückliche Zu-Null fest und damit die realistische Chance, den dänischen Renommier-Klub tatsächlich zu eliminieren.</p>
<p><em><strong>Fazit: Tolle Leistung, super Spiel &#8211; und ein glückliches Resultat</strong></em></p>
<p>Eine Stunde lang war Brøndby nicht wirklich ein echtes Rezept eingefallen, wie denn das 3-3-3-1 der Rieder vom eigenen 4-4-1-1 zu knacken wäre. Eine in Österreich nicht ganz neue Frage, aber die Dänen machten nun die selbe Erfahrung wie die österreichischen Bundesliga-Klubs in den letzten Jahren: In Ried gewinnt man nur sehr schwer.</p>
<p>Dass mit einer individuellen Klasse, die kein großes, aber merkbares Stück über der in der heimischen Bundesliga liegt, gelang es den Dänen dennoch, zumindest zu guten Chancen zu kommen; aber erst in der letzten halben Stunde gelang es mit einem 4-2-4, den nötigen Druck aufzubauen, der Ried absolut wackeln ließ und zumindest ein Auswärtstor wäre mehr als verdient gewesen.</p>
<p>Der Charakter des Spiels über weite Strecken, die der beschriebenen Patt-Stellung gleichkam &#8211; Brøndby mit mehr Klasse, Ried mit dem besseren Konzept &#8211; würde eher ein Remis als korrektes Resultat  erscheinen lassen; zieht man die letzte halbe Stunde mit in Betracht, *mindestens* ein Remis. So aber steht Brøndby vor einem Europacup-Aus, mit dem man in der Heimat garantiert nicht gerechnet hat.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5454&amp;md5=637155b3165633fea6bcb278dba26118" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bundesliga-Vorschau: Der Titel wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 11:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. Ballverliebt nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird. Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. </em>Ballverliebt <em>nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird.</em></strong></p>
<div id="attachment_5395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg"><img class="size-full wp-image-5395 " title="Bundesliga-Grafiken" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg" alt="" width="460" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Was wird das Erfolgsrezept 2011/12?</p></div>
<p><span id="more-5391"></span>Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen Rapid hinter sich, holten den Cup und schicken sich auch dieses Jahr an, im Konzert des Führungsquartetts mitzuspielen. Es ist Geschmackssache, ob man die Spitzenteams nun als &#8220;Große 5&#8243; oder als &#8220;Große 4 plus Ried&#8221; bezeichnet &#8211; in diese Vorschau jener Teams, die um die internationalen Plätze kämpfen, gehört Ried zweifellos dazu.</p>
<p><strong><em>Red Bull bekommt Flügel</em></strong></p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png"><img class="size-full wp-image-5396 " title="Salzburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg unter Ricardo Moniz</p></div>
<p>Der Topfavorit auf den Meisterteller ist sicher das Team aus Salzburg. Was sich in den paar Spielen, die Ricardo Moniz am Ende der letzten Saison am Ruder war, angedeutet hatte, wird in der neuen Spielzeit konsequent verfeinert: Positiver Fußball ist angesagt, mit voller Konzentration auf die Flügel.</p>
<p>Moniz stellt sein Team in einem, wie es so schön heißt, holländischen 4-3-3 auf, ähnlich wie 2008/09 unter Co Adriaanse. War damals das Angriffsspiel auf Janko ausgerichtet war, so ist es das Anno 2011 auf den Brasilianer Alan, der von Huub Stevens sträflich vernachlässigt wurde aufblüht, seit Moniz ihm das Vertrauen schenkt.</p>
<p>Das Rezept der Bullen ist nicht allzu kompliziert: Die Spieler auf den Halbpositionen im Mittelfeld (Leitgeb und Cziommer) legen den Ball auf die Außenstürmer, diese flanken ins Zentrum auf Alan. Die offensichtliche (und kurzsichtichte) Möglichkeit, das zu verteidigen, ist die Konzentration auf Alan &#8211; aber der ist technisch so beschlagen, dass kein Verteidiger dieser Liga ihn über 90 Minuten ausschalten kann, wenn permanent die flachen (!) Flaken auf ihn zufliegen.</p>
<p>Es gibt grundsätzlich zwei Wege, das sinnvoll zu verteidigen: Entweder, die Außenverteidiger konzentrieren sich auf die Bullen-Flügel &#8211; worduch aber das eigene Angriffsspiel gelähmt wird. Oder man lässt die Pässe von Cziommer und Leitgeb gar nicht erst zu. Das wird, so wie die anderen Teams aufgestellt sind, die Variante sein, mit der es die Gegner wohl eher versuchen werden.</p>
<p>Was wiederum mehr Verantwortung für die Außenverteidiger der Bullen schafft: Denn, wie in einem holländischen 4-3-3 üblich, rücken diese zwar auf, sind aber nicht pirmär dafür vorgesehen, die Flügelstürmer zu hinterlaufen und selbst zur Grundlinie durchzugehen. So oder so, der Schlüsssel zum Erfolg bei Salzburg liegt ganz massiv auf den Flügeln &#8211; sicherlich ein Grund, warum man sich mit Leonardo einen Spieler geholt hat, der dieses System in- und auswendig kennt.</p>
<p>Dass ein Roman Wallner, der bulliger ist und technisch nicht so beschlagen wie Alan, in diesem System nicht so gut funktioniert, konnte man schon sehen. Sollte sich Alan verletzen, wird Moniz einen Plan B brauchen, zuden ist mit gesteigertem Frust bei Wallner zu rechnen, wenn er kaum spielt und, wenn doch, er kaum zur Geltung kommt.</p>
<p><em><strong>Sturm: Wer eröffnet des Meisters Spiel?</strong></em></p>
<p>Beim Meister gab es im Sommer eine ganz entscheidende Personalie: Gordon Schildenfeld verließ die Steirer und dockte bei Eintracht Frankfurt an, um dort in die deutsche Bundesliga aufzusteigen. Das ist nicht nur defensiv ein großes Problem, weil ohne den Kroaten der zweifellos beste Abwehrspieler der abgleaufenen Saison fehlt, sondern genauso in der Vorwärtsbewegung.</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png"><img class="size-full wp-image-5398 " title="Sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm unter Franco Foda</p></div>
<p>Denn ohne Schildenfeld stellt sich die einfache Frage: Wer soll das Spiel bei Sturm nun eröffnen? Denn den ersten Pass können weder die verblieben Feldhofer und Burgstaller so spielen wie der Kroate, und der als Ersatz verpflichtete Milan Dudic schon gleich gar nicht.</p>
<p>Was Sturm noch mehr zu einem flügelorientierten Team macht, als das in der Vergangenheit schon der Fall war. Denn weil aus der Innenverteidigung nicht mit viel zu rechnen ist, verstärkt das die Verantwortung für die Außenverteidiger (Standfest und vermutlich Popchadze) &#8211; auch über das zentrale Mittelfeld hinaus</p>
<p>Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/31/volle-attacke-nicht-bei-sturm/">wie schon letzte Saison zu erkennen war</a>, ist das Zentrum kein Herd der Kreativität und wird im Spiel nach vorne eher eine untergeordnete Rolle spielen. Es bleibt zwar abzuwarten, ob Matthias Koch seine Rolle offensiver interpretiert als Mario Kienzl, da es aber auch ein einem wirklich mobilen möglichen Zehner fehlt, wird wieder sehr viel Aufbauarbeit über die Flanken kommen.</p>
<p>Die schnellen Hölzl und Wolf sind dafür prädestiniert und sie waren auch ein entscheidender Faktor zum Titelgewinn, aber die Besetzung der Offensivzentrale ist noch eine kleine Baustelle. Muratovic, der das in den ersten paar Pflichspielen gemacht hat, fehlt es altersbedingt massiv an Mobilität und Kondition, um da eine Dauerlösung zu sein &#8211; er war grandios als Joker für eine halbe Stunde, aber wahrscheinlicher ist, dass auf Sicht eher Imre Szabics die hängende Spitze gibt und Kienast den Stoßstürmer.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/08/sturm-beschenkt-rapid-mit-platz-im-mittelfeld/">Szabics ist aber kein Zehner</a> und wird sich immer eher nach vorne orientieren als nach hinten &#8211; so wird er eher mit seiner hohen Arbeitsrate die Flügel unterstützen, als aus dem Zentrum für Zuspiele zu sorgen. Das macht Sturm anfällig gegen Teams mit defensivstarken Außenverteidigern und guter Spielgestaltung aus der defensiven Zentrale (wie Ried beim 1:1 zum Auftakt schon gezeigt hat), weil man zwischen Weber/Koch und dem Angriff mit einem größeren Loch rechnen kann.</p>
<p><strong><em>Wie wird die Austria Baumgartlinger ersetzen?</em></strong></p>
<div id="attachment_5400" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png"><img class="size-full wp-image-5400 " title="Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Die Austria unter Karl Daxbacher</p></div>
<p>Hat Sturm mit Schildenfeld den besten Innenverteidiger der Liga verloren, muss die Wiener Austria den Abgang von Julian Baumgartlinger verkraften &#8211; dem fraglos besten defensiven Mittelfeldmann und Spieleröffner, den es in Österreich derzeit gibt.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob Junzovic bleibt oder auch noch ins Ausland geht, ist für die Austria zwar quälend, hat aber auf den Aufbau und die Ausrichtung der Mannschaft keine so weitreichenden Folgen das Fehlen von Baumgartlinger.</p>
<p>Das Problem: Petr Hlinka ist zwar ein geeigneter Staubsauger mit gutem Auge für das Verhindern gegnerischer Angriffe, aber er ist kein Spieleröffner. Darum wird wohl der aus Wr. Neustadt geholte Alex Grünwald auch dann den Job in der Zentrale bekommen, wenn Junuzovic bleibt (ansonsten wird halt Liendl die linke Seite übernehmen). Allerdings fehlt noch so ein wenig das Gefühl innerhalb der Mannschaft, Grünwald bei seiner Aufgabe auch zu unterstützen.</p>
<p>Bei seinem ersten Einsatz im Heimspiel gegen Rudar Pljevlja rückte das Offensivquartett so weit auf, dass sich zwischen Grünwald und dem Angriff ein Riesenloch auftat, in dem sich der Gegner breitmachte und sinnvolle Pässe von Grünwald in die Spitze unmöglich machte.</p>
<p>Hier wird es vor allem an Junuzovic (oder Liendl) und Barazite sein, auf die Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen und eine Spieleröffnung von Grünwald auch zuzulassen. Denn ansonsten wird die Austria dazu gezwungen sein, das Mittelfeld zu umgehen und wiederum über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Dann wäre aber Grünwald im Zentrum verschenkt, weil gegen die schwächeren Teams so ein zusätzlicher Mann vorne fehlte, um den zu erwartenden tief stehenden Gegner zu überwinden, und weil die besseren Teams ohnehin selbst hauptsächlich über die Flügel kommen und es zentral nicht viel zu verteidigen gäbe.</p>
<p><strong><em>Ried bleibt sich treu</em></strong></p>
<p>Herbstmeistertitel, Cupsieg und trotz eines eher mühsamen Frühjahrs ein starker vierter Platz in der Liga &#8211; die Innviertler waren letztes Jahr der Hecht im Karpfenteich. Es deutet nichts darauf hin, dass das dieses Saison anders ist, denn Ried wäre nicht Ried, wenn man sich nicht treu bleiben würde.</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png"><img class="size-full wp-image-5402  " title="Ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ried unter Paul Gludovatz</p></div>
<p>So wird Paul Gludovatz weiter auf sein bewährtes 3-3-3-1 setzen, in dem die Abgänge mit jungem, spielintelligentem Personal nachbesetzt wurden &#8211; Benny Basala, U17-Europameister aus Köln, nimmt die Position des rechten Wing-Backs statt Brenner ein, Reifeltshammer jene von Stocklasa.</p>
<p>Das nominell unterbestzte Zentrum ist ein Zugeständnis an das auf Flügel konzentrierte Spiel der Gegner und ist gleichzeitig ein Schlüssel zum eigenen Spiel, schließlich gibt es so auf jeder Flanke drei Spieler gegen die sonst üblichen zwei bei der Gegnerschaft &#8211; Überzahl auf den Flanken, zumal mit jungen, dynamischen und schnellen Spielern (Royer, Basala) ist einer der entscheidenden Vorteile.</p>
<p>Gleichzeitig war der entscheidende Schritt nach vorne in der abgelaufenen Saison das Fallenlassen von Drechsel. Denn in der Offensive ist die Zehn nicht die entscheidende Funktion, dafür braucht es aufgrund des ansonsten entleerten Mittelkreises dort Spieler, die schnell sind und gegen die gegnerischen Sechser auch viel defensiv arbeiten kann.</p>
<p>Das war Drechsel nicht, das sind der schmächtige Carril und die Rieder Allzweckwaffe Anel Hadzic aber sehr wohl. Weswegen Carril, der diese Position letztes Jahr spielte, eher überschaubare Scorer-Werte hatte und auf den ersten Blick für viele keine übermäßig wichtige Rolle im Rieder Höhenflug spielte &#8211; letztlich aber seine Aufgaben erfüllte und sehr wohl seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat.</p>
<p>Das unübliche System, zum Leben erfüllt von einer jungen, schnellen und vor allem spielintelligenten Mannschaft, wird auch diese Saison viele Gegner vor große Probleme stellen. Einzige wirkliche Schwäche ist die fehlende Kadertiefe &#8211; viele Spieler dürfen nicht längerfristig ausfallen.</p>
<p><em><strong>Große Variabilität und viele Möglichkeiten bei Rapid</strong></em></p>
<div id="attachment_5404" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png"><img class="size-full wp-image-5404 " title="Rapid 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-4-2)</p></div>
<p>Das interessanteste Team der neuen Saison wird, wie es derzeit aussieht, wohl Rapid werden. Denn der neue Trainer Peter Schöttel hat bereits angekündigt, sich in seiner Formation auch am jeweiligen Gegner zu orientieren, sich nicht auf ein System festlegen zu wollen und vor allem auch das Personal hat, um verschiedenste Varianten auf das Feld zu bringen.</p>
<p>Wichtigste Änderung unter Schöttel ist aber, dass Hofmann vom (nominell) rechten Flügel ins Zentrum geht und somit das jahrelange &#8220;Hofmann-Loch&#8221;, das entstand, wenn der Deutsche regelmäßig in die Mitte zog, geschlossen wird.</p>
<p>In einem 4-4-2 ist Hofmann zentral neben einem einzelnen Sechser (Kulovits hat wegen seiner Kampfstärke in diesem System Vorteile gegenüber Heikkinen). Hier würde das Spiel von Rapid jenem der Austria durchaus ähneln, wiewohl Hofmann sicher eher nach vorne aufrückt als Grünwald bei den Violetten. Der Vorteil dieses Systems: Beide Flügel bleiben doppelt besetzt bei gleichzeitiger Kreativität aus dem Zentrum &#8211; das fehlte in der Vergangenheit, zudem gibt es vorne zwei Anspielstationen. Nachteil: Die zwei Spieler vorne sind sich in der Spielanlage sehr ähnlich, ein Loch zwischen Mittefeld und Angriff macht gegen zwei Sechser beim Gegner das Loch schwer zu überwinden.</p>
<div id="attachment_5406" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png"><img class="size-full wp-image-5406 " title="Rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-2-3-1)</p></div>
<p>Es ist zu erwarten, dass das 4-4-2 eher die Variante ist, wenn es gegen Team mit nur einem Sechser geht (wie beim Startsieg gegen die Admira) und wenn Schöttel das Spiel selbst gestalten will. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem 4-2-3-1 aufzulaufen &#8211; ein probates Mittel gegen Mannschaften mit zwei defensiven Mittelfeldspielern.</p>
<p>Hier würde Hofmann auf die Zehn gehen und ihm mit Prager oder Prokopic (die das beide spielen können) ein Achter zur Seite gestellt werden, der eher aus der Tiefe kommt unf dort Platz sucht; mit einem klassischen Sechser als Absicherung &#8211; hier hätte Heikkinen wegen seiner Qualitäten als Holder wohl leichte Vorteile gegenüber Kulovits.</p>
<p>In dieser Formation hätte Rapid zwei Mann auf dem Feld, die ein Spiel aus der Zentrale heraus lenken können, und dennoch blieben wiederum beide Flügel besetzt.</p>
<p>Dort hat Schöttel nun auch vermehrt Möglichkeiten. Auf der linken Seite ist Schrammel zwar bei Standards nicht annähernd so gefährlich wie Katzer, bringt aber aus dem Spiel deutlich mehr. Eine mögliche Problemzone könnte eher die rechte Flanke sein &#8211; zwar muss niemand mehr die Putzfrau für Hofmann spielen, aber Thonhofer  ist keiner der Top-Rechtsverteidiger der Liga und Michael Schimpelsberger ist an sich eher Sechser oder Innenverteidiger.</p>
<p><strong><em>Zur These: Die Meisterschaft wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</em></strong></p>
<p>Doch so oder so: Rapid macht auf dem Papier den mit Abstand varbaibelsten Eindruck gegenüber den sehr auf ein spezielles System fixierten und eher eindimensionalen Gegnern im Kampf um die internationalen Plätze bzw. den Meistertitel. Die Probleme bei den Hütteldorfern sind somit in der neuen Saison eher im Umfeld zu erwarten als auf dem Platz selbst.</p>
<p>Auffalend ist eben die Fixierung vieler Teams auf das Flügelspiel, obwohl eigentlich nur Ried &#8211; dank des Systems mit den Wing-Backs &#8211; die Außenverteidiger wirklich massiv nach vorne schieben lässt und neben den Innviertlern nur noch Salzburg mit echten Außenstürmern aufläuft.</p>
<p>Vor allem in den Spielen gegen Salzburg &#8211; weil dort der Kader individuell und in der Tiefe besetzt ist als bei Ried &#8211; wird es darauf ankommen, wie es gelingt, ohne die defensiv gebundenen Außenverteidiger das eigene Spiel eröffnet und wie sehr es möglich ist, die somit natürlich beschnittenen Flügel in den eigenen Offensivbemühungen umgeht.</p>
<p>Deshalb die These: Die Meisterschaft wird über die Flügel entschieden &#8211; oder für denjenigen, der den am besten funktionierenden Plan hat, um vom Gegner gebremste Flügel durch die Zentrale zu umgehen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Defensiv gegen den Underdog</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/30/defensiv-gegen-den-underdog/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 00:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie kann man als klarer Favorit den unterklassigen Außenseiter überraschen? Indem man selbst defensiv spielt! Weil sich Lustenau die vier Offensivspieler gegen die sechs Rieder Defensiv-Kräfte nie wirklich zu helfen traute und Ried zum richtigen Zeitpunkt traf, ging der Plan der Innviertler im Cupfinale dann auch auf&#8230; Grundsätzlich gibt es als höherklassiger Klub in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wie kann man als klarer Favorit den unterklassigen Außenseiter überraschen? Indem man selbst defensiv spielt! Weil sich Lustenau die vier Offensivspieler gegen die sechs Rieder Defensiv-Kräfte nie wirklich zu helfen traute und Ried zum richtigen Zeitpunkt traf, ging der Plan der Innviertler im Cupfinale dann auch auf&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_4921" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried-Lustenau.png"><img class="size-full wp-image-4921 " title="Ried-Lustenau" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried-Lustenau.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Austria Lustenau 2:0</p></div>
<p><span id="more-4920"></span>Grundsätzlich gibt es als höherklassiger Klub in einem Pokalspiel, zumal in einem Finale, zwei mögliche Herangehensweisen. Entweder, man spielt nach dem Motto &#8220;Wir sind klar besser und zeigen euch das auch&#8221; &#8211; so (und mit gnadenloser Chancenverwertung) ist <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/22/draxler-leitet-schalkes-klaren-sieg-ein/">Schalke im deutschen Pokalfinale mit 5:0 über Duisburg</a> hinweggefegt. Oder man überlegt sich etwas Spezielles für den Underdog und macht sich einen klaren Matchplan. So machte es Paul Gludovatz und sein Trainerteam in Ried.</p>
<p>Das betraf nun weniger sein System und dessen Besetzung, das 3-3-3-1 und die auflaufenden Spieler sind allesamt diejenigen, die schon die ganze Saison über den Etablierten der Bundesliga das Fürchten lehrt. Nicht zu erwarten war dafür, dass die der Favorit &#8211; und das waren die Rieder nun mal, auch wenn sie diese Rollen nach Kräften von sich weggeschoben hatten &#8211; sich zurücklehnte, den Zweitligisten kommen ließ, ihn locken wollte.</p>
<p><strong><em>Sechmal Defensive, viermal Offensive</em></strong></p>
<p>Der erste Cupfinalist aus Vorarlberg, das Lustenauer Team von Edi Stöhr, spielte in einer Art 4-2-4, das sich von einem 4-2-3-1 ableitete. Mit der gewohnt klaren Trennung zwischen Defensiv- und Offensivspielern: Wie schon über die Saison gesehen war die Mittellinie für die Außenverteidiger wie eine unsichtbare Wand, trotz zwei Dritteln Ballbesitz für Lustenau. Harald Dürr gab den tief stehenden Sechser, der die zentrale Figur in der Spieleröffnung gab; Mario Leitgeb mehr als mögliches Bindeglied.</p>
<p>Die vier Spieler vorne hatten kein fixes Schema, an das sie sich hielten, sondern rochierten viel und versuchten, die dichte Rieder Defensive durch viel Laufarbeit und viel Bewegung auseinander zu reißen. Karatay etwa, an sich die Sturmspitze, ließ sich immer wieder zurück fallen, Roth und Micic wechselten immer wieder die Flanken, mitunter ging auch Roth ins Zentrum. Das alles hing davon ab, wo sich Sascha Boller gerade aufhielt: Der Spielmacher, der vor der Saison aus der vierten deutschen Liga gekommen war, ist der unumstrittene Boss im Angriffsspiel der Lustenauer. Alles geht über ihn.</p>
<p><em><strong>Viel Lustenauer Ballbesitz</strong></em></p>
<p>Der Außenseiter hatte so viel Ballbesitz sichtlich nicht erwartet und tat sich dementsprechend schwer, das auch zu nützen. So wurde der Ball viel in der eigenen Hälfte zwischen der Viererkette und Dürr hin und her gespielt, ehe der lange Steilpass auf Boller gesucht wurde. Die Rieder hatten keine Probleme, sich mit dieser Eindimensionalität zu arrangieren und sie ließen sich auch von den vielen Rochaden nicht aus ihrer Grundordnung reißen. Flo Mader spielte so halt ein wenig tiefer als gewohnt; Brenner und Schrammel mussten etwas mehr nach hinten arbeiten als das erwartet worden war.</p>
<p>Die Lustenauer blieben bei alldem auch deshalb so harmlos und ohne echten Nachdruck, weil sich die Außenverteidiger erst nach etwa 25 Minuten trauten, aufzurücken. Bis dahin standen vier Lustenauer gegen sechs Rieder, und so gelang es nie, wirkliche Torgefahr zu erzeugen. Erst als Zech und Soares (und auch Dürr im Zentrum) mehr mit nach vorne gingen, war ein dauerhafteres Festsetzen in der Rieder Hälfte möglich.</p>
<p><strong><em>Alles über die Außen</em></strong></p>
<p>Logischerweise, bei nur zwei Spielern in der Zentrale, lief das Angriffsspiel der Rieder nur über die Flanken &#8211; eh nichts neues. Bei Balleroberung schaltete Ried schnell um, und zwar nach dem immer gleichen Muster: Via Brenner bzw. Schrammel werden die Außenstürmer Lexa und Royer bedient, jeweils mit Carril als möglichem Doppelpasspartner. Ist es möglich, Hammerer schnell zu bedienen, der Pass in die Mitte. Gelang das nicht, lief sich Royer oftmals fest; Lexa versichte sich eher am hohen Flankenwechsel, um Royer zu bedienen.</p>
<p>Auch zog Lexa merklich nach innen, während Royer die Linie ziemlich hielt. Brenner hinterlief Lexa (der Soares aus der Position zu ziehen versuchte) aber nicht so oft wie gewohnt, das Bewachen von (zumeist) Roth hatte da Vorrang. Das Konterspiel der Rieder brachte aber nicht allzu viel ein, weil es nicht gelang, Hammerer aus dem Spiel heraus wirklich zu versorgen und Carril duch die defensive Rolle von Mader wenig Unterstützung hatte und kaum zur Geltung kam.</p>
<p><strong><em>Lustenau klopft an, aber Ried öffnet die Tür zum Sieg</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong>Die erste wirklich dramatische Szene vor dem Rieder Tor ließ bis zur 39. Minute auf sich warten. Die nun doch mutiger werdenden Vorarlberger trafen dabei sogar den Pfosten: Karatay kam von der linken Angriffsseite zu einer Flanke auf Roth, dieser verpasste zwar, aber der Ball ging noch an den Pfosten &#8211; Glück für die Rieder, Gebauer wäre machtlos gewesen.</p>
<p>Alles andere als machtlos war zwei Minuten später Lustenau-Goalie Alex Kofler, doch der gebürtige Kärntner entschloss sich bei einer Mader-Ecke von links zu spät zum Herauslaufen und Hammerer konnte am herausstürmenden Torhüter vorbei völlig unbedrängt zum 1:0 einköpfen. Wie heißt es so schön? Wenn er rausgeht, muss er ihn haben&#8230; Und als weitere zwei Minuten später Royer das erste Mal eine Flanke wirklich in den Strafraum brachte, schaffte es Carril tatsächlich, aus kürzester Distanz <em>nicht</em> zu treffen.</p>
<p><strong><em>Gleiches Spiel, weniger Kräfte</em></strong></p>
<p>Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte sich das Spiel sehr ähnlich dar wie über weite Strecken des ersten Spielabschnitts &#8211; zurückbleibende Außenverteidiger bei Lustenau inklusive. Ob nun Edi Stöhr das Risiko scheute oder nicht, bis auf den etwas schwächelnden Jan-Marc Riegler hielt die Rieder Defensive der nun wiederum auf vier Mann geschrumpften Lustenauer Offensive weiterhin stand. Kein Wunder, mit einer Zwei-Mann-Überzahl vor dem eigenen Tor.</p>
<p>Der Unterschied zur ersten Halbzeit war bei den Vorarlbergern aber die Intensität des Spiels. Der extrem hohe läuferische Aufwand, den vor allem Boller betrieben hatte, forderte nun seinen Tribut. Die Kräfte beim Außenseiter ließen zunehmend nach, und ohne einen Boller bei voller körperlicher Einsatzfähigkeit schaffte es Lustenau immer weniger, Angriffe auch fertig zu spielen. Viele Versuche wurden nun viel zu überhastet abgeschlossen, die Passgenauigkeit nahm ab, die eher verzweifelten Fernschüsse zu.</p>
<p><strong><em>Ried macht den Sack zu</em></strong></p>
<p>Und als sich in der 67. Minute Royer bei einem seiner Tempoläufe durchsetzen konnte &#8211; diesmal nicht der Seitenlinie entlang, sondern nach innen ziehend &#8211; und nach einem Doppelpass mit Carril abzog, brachte Kofler nur noch reflexartig die Hand irgendwie an den Ball, wiederum staubte Hammerer geistesgegewärtig mit dem Kopf ab. Das 2:0 für die Rieder, natürlich war es die Vorentscheidung.</p>
<p>Stöhr nahm nun seinen Achter Leitgeb und den glücklosen Karatay raus und brachte mit Rotter und Krajic zwei neue Offensivspieler; Rotter ging nun in die Spitze, Krajic etwas dahinter und Boller kam nun mehr selbst aus dem Mittelfeld, statt auf Anspiele von Dürr und Leitgeb zu warten. Aber trotz der beiden frischen Kräfte und dem einen Mann mehr als vorher, der es mit der Innviertler Hintermannschaft aufnahm, fehlte es an den Ideen des immer mehr am Zahnfleisch kriechenden Boller.</p>
<p>So war Ried in der Schlussphase einem eventuellen dritten Tor sogar noch näher. Doch auch so plätscherte das Spiel nach dem zweiten Treffer seinem Ende entgegen, ohne dass Lustenau wirklich noch so etwas wie ein leises Gefühl einer Aufholjagd verbreiten konnte. Die Version Brechstange, als Boller kurz vor Schluss einer weiteren Sturmspitze (Honeck) weichen musste, war da auch nur noch Kosmetik.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Rieder Plan geht auf, Lustenau nicht gut genug</strong></em></p>
<p>Das Vorhaben, den Außenseiter aus Lustenau in der ersten Halbzeit zu locken und die Vier-Mann-Offensive der Vorarlberger, die von hinten kaum Unterstützung erhielt, ging letztlich voll auf. Mit sechs gegen vier hatten die Innviertler vor dem Tor letztlich alles im Griff, von der einen Situation mit dem Pfostenschuss einmal abgsehen. Es war immer noch ein Rieder da, der die Lustenauer Angriffsversuche stoppen konnte.</p>
<p>Das 1:0 kurz vor der Pause spielte dem Favoriten natürlich zusätlich in die Hände. So konnte man Lustenau nach dem Seitenwechsel die letzte Luft rauslaufen lassen und dann selbst die Daumenschraube immer weiter anzuzuiehen. Und das Spiel mit dem zweiten Treffer dann auch zu entscheiden. Lustenau hat im Rahmen der Möglichkeiten alles gegeben, aber im Endeffekt wohl doch zu wenig riskiert &#8211; aus dem Mittelfeld und von den Außenverteidigern kam nie der Druck, der notwendig gewesen wäre, das lange recht passive Vabanque-Spiel von Ried entscheidend ausnützen zu können.</p>
<p>Und so krönt Ried eine tolle Saison mit dem verdienten Cupsieg.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Super-Mario und sonst nicht viel</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 21:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[foda]]></category>
		<category><![CDATA[Gludovatz]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Tabellendritte empfing den Sensations-Tabellenführer &#8211; die SV Ried gastierte in der Grazer UPC-Arena beim SK Sturm. Nach 90 Minuten hatten beide Teams die Tabellenplätze getauscht, und als Zuseher war man einmal mehr um die Erkenntnis reicher, das so ein &#8220;Spitzenspiel&#8221; längst nicht spitze zu sein hat. Blackies-Coach Franco Foda schickte seine Elf mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der Tabellendritte empfing den Sensations-Tabellenführer &#8211; die SV Ried gastierte in der Grazer UPC-Arena beim SK Sturm. Nach 90 Minuten hatten beide Teams die Tabellenplätze getauscht, und als Zuseher war man einmal mehr um die Erkenntnis reicher, das so ein &#8220;Spitzenspiel&#8221; längst nicht spitze zu sein hat.</strong></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_4226" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRied2.jpg"><img class="size-full wp-image-4226 " title="SturmRied" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRied2.jpg" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - SV Ried 1:0</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span id="more-4205"></span><br />
</strong></p>
<p>Blackies-Coach Franco Foda schickte seine Elf mit einem recht ordinären 4-4-2/4-4-1-1 auf den holprigen Rasen. Aus Verletzungsgründen hütete Silvije Cavlina an Stelle von Gratzei den Kasten der Heimmannschaft. Dazu gab es noch weitere Umstellungen im Vergleich zur Vorrundenpartie gegen Mattersburg.  In der Innenverteidigung durfte Burgstaller statt Feldhofer ran, in der Zentrale stand Klem statt Kienzl in der Startelf und der wieder genesene Imre Szabics bekam das Vertrauen als Sturmspitze.</p>
<p><em><strong>Lauerstellung</strong></em></p>
<p>Von einem Eckball für Sturm abgesehen, gibt es aus den ersten 10 Minuten des Spiels nicht viel zu berichten. Warum? Beide Teams hatten die Vorsicht zu ihrem obersten Credo gemacht. Ried schien hauptsächlich auf eine Kontergelegenheit zu warten, Sturm hingegen zeigte sich bemüht, solche nicht entstehen zu lassen, und verlegte sich auf sehr &#8220;sanftes&#8221; Offensivspiel. Das gelang über die Seiten auch relativ gut, kurz vor Strafraumhöhe gelang den Wikingern aber die Rückeroberung des Balles, ansonsten folgten hohe Bälle in den Strafraum oder der Retourgang. In der Mitte hingegen war kein Durchkommen, weil sich die Defensive der Gegner schnell und diszipliniert zusammenzog.</p>
<p>Die Richtung &#8220;vorwärts&#8221; schien es für die Kicker von Paul Gludovatz nur selten zu existieren. Weniger selten hingegen zog sich die komplette Elf in die eigene Spielhälfte zurück, wenn die Blackies den Ball hatten. Erfolgreiche, nicht konterbasierte Vorstösse der Gäste waren eine Rarität. Dieser spielerisch wenig attraktiven Ausgangslage gesellte sich auch noch eine beachtliche Fehlpassquote beider Zentralen (mit Vorteilen für Ried) hinzu. Das Auswärtsteam baute darauf, dass Sturm sich unter Zugzwang sehen würde. Und Sturm baute darauf, das Ried irgendwann ein Fehler unterlaufen würde.</p>
<p><em><strong>Kontern können, oder nicht</strong></em></p>
<p>Die ersten 40 Minuten dieses Spiels lassen sich als &#8220;Stillstand auf niedrigem Niveau&#8221; bezeichnen &#8211; lediglich unterbrochen von mehreren Sturm-Cornern, verstümperten Kontern und einer guten Gelegenheit für den Spanier Guillem. Ried hatte sich erfolgreich vor die rechte Strafraumseite der Blackies vorgearbeitet, Lexa sich durchgeschummelt und den Ball in die Mitte gebracht. Dort klärte Burgstaller artistisch vor die Füße von Guillem, der rund 12 Meter vor dem Tor zu überrascht war und über den Ball trat (25&#8242;).</p>
<p>Zu den Kontern: Obwohl das ja eigentlich das Konzept der Rieder gewesen wäre, brachten selbige sich mehrere Male mit wirklich schlechten Pässen in Gefahr. Die Gegenbewegungen der &#8220;Schowazen&#8221; verliefen jedoch stets im Sand. Zum Einen, weil oft ein bis zwei Spieler allein auf weiter Flur gegen die hinten gebliebenen Rieder agieren mussten und der Rest zu behäbig nachrückte, zum Anderen, weil selbst dann die Raumaufteilung vorne und hinten nicht passte. Verlor man den Ball nicht bereits bei einem Fehlpass, hatte die wieder formierte Ried-Defensive leichtes Spiel,</p>
<p>Eine leichte Ahnung von Spannung kam immerhin in den letzten Minuten vor der Pause auf. Schildenfeld erreichte die mittlerweile 5. Ecke der Grazer per Kopf, setzte den Ball aber deutlich über das Gehäuse (42&#8242;). Eine Minute später spritzte Ried-Oldie Brenner in ein Abspiel der Blackies-Defensive, schoß dann aber überhastet am kurzen Eck vorbei.</p>
<p>Unmittelbar vor dem Abpfiff der ernüchternden, ersten Halbzeit,  gelangte der Ball nach einem Sturm-Angriff von rechts auf Klem in der Mitte. Der vermochte mit einem Haken gleich zwei Gegner zu versetzen und ballerte dann &#8211; gleichfalls ein wenig übereilt &#8211; aus 18 Metern knapp am rechten Eck vorbei (45&#8242;). Schiri Thomas Einwallner ließ Gnade walten, und pfiff wenige Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit zur Pause.</p>
<p><em><strong>Die Tragödie der hohen Bälle</strong></em></p>
<p>Immerhin, die Heimmannschaft hatte zumindest mehr Initiative gezeigt und dementsprechend mehr Anteil am Spiel gehabt. Genutzt hatte dies, ob der vorsichtigen Spielanlage und dem Vertrauen der Rieder in ihre defensiven Stärken, aber herzlich wenig.</p>
<p>Die zweite Dreiviertelstunde begann ein wenig schwungvoller. Das Mittelfeld der Grazer war nun ein paar Meter aufgerückt und das Bemühen da, die Breite des Spielfeldes etwas mehr zu nutzen. Belohnt wurde dies 20 Minuten lang aber nicht, ein Salmutter-Schuss aufs linke Eck nach Vorlage von Wolf blieb die einzige, nennenswerte Aktion fürs Erste. Schließlich hatte Franco Foda genug gesehen und nahm den heute kaum sichtbaren Imre Szabics vom Feld. Oldie-Joker Mario Haas kam anstatt seiner (63&#8242;).</p>
<p>Ähnlich unzufrieden war wohl Paul Gludovatz mit Stürmer Misut Guillem, der für den 21jährigen Markus Hammerer weichen musste (66&#8242;). Sturm versuchte mittlerweile, die Planlosigkeit vor dem gegnerischen Strafraum vermehrt mit weiten Bällen in selbigen zu überbrücken. Ein Konzept, das beide Teams relativ ausgiebig und absolut erfolglos praktizierten.</p>
<p><em><strong>Super-Mario, der ewige Held</strong></em></p>
<p>Viel hatte sich letztlich am Spiel nicht geändert, trotzdem durfte nach 67  Minuten das Heimteam jubeln. Hervorgeganen war der Treffer aus einem Eckball für Sturm. Den erreichte der aufgerückte Burgstaller per Kopf, und überhob damit Hesl. Schrammel konnte den Ball noch von der Linie bugsieren, lieferte dabei versehentlich aber eine halbhohe Vorlage für Haas. &#8220;Super Mario&#8221;, wie er von Sturm-Anhängern liebevoll getauft wurde, zog einmal ordentlich durch, und das Leder zappelte endlich im Netz. Auf seiner kleinen Jubelrunde entledigte der erfolgreiche Schütze sich dann seines Trikots, um das darunter liegende T-Shirt (das vom weltberühmten Klempner und Spitznamenvetter geziert wird) den Fans vorzuführen. Und fing sich die regelkonforme gelbe Karte dafür ein.</p>
<p>Damit musste in Umbruch im System der Rieder her, deren offensichtlicher Plan nun gescheitert war. Gludovatz nahm Lexa heraus und brachte Nacho. Ein defensiv ausgerichteter Mittelfeldmann wich einem offensiven, der hinter Hammerer  für mehr Druck sorgen sollte. Ried kam in Folge etwas auf. Sturm hingegen zog sich langsam zurück und ließ den zusätzlichen Platz vor der Rieder Abwehr ungenutzt. Die Zeit verstrich, die Gäste legten an Ballbesitz zu, nicht aber an Torgefährlichkeit.</p>
<p>Nach 78 Spielminuten beendete Franco Foda den Arbeitstag des etwas müde gewordenen Hölzl, und beorderte dafür Kienzl von der Bank ins hintere Mittelfeld. Gludovatz erneuerte ebenfalls die Kräfte im Zentrum und brachte Hadzic für Carril Regueiro. Die Oberösterreicher lösten hatten vorher bereits ihre Formation aufgelöst und begannen, alles außer der Abwehr-Dreierkette nach vorne zu werfen. Das dies ungefähr das Gegenteil der üblichen Spielweise der Wikinger ist, war daran ersichtlich, dass die folgenden Vorstösse ziemlich planlos und unkoordiniert wirkten. Fehlpässe inklusive.</p>
<p>Ehrenreich durfte für die Nachspielzeit noch aufs Feld, für ihn ging Wolf. Der geballten Defensive von Sturm konnten die Rieder nur noch einen Freistoss abringen (92&#8242;), der nichts einbrachte.</p>
<p><em><strong>Fazit</strong></em></p>
<p>Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern manchmal auch wenig attraktiver Fußballspiele. Hier hatten zwei Meisterschaftsanwärter mehr Angst vor einer Niederlage als Mut zum Sieg, und neutralisierten sich in Folge auf niedrigem Level. Dass die einzigen Großchancen der Partie Zufällen oder unprovozierten Eigenfehlern zu verdanken waren, spricht eine klare Sprache. Genauso wie die Tatsache, dass zahlreichen Eckbällen extrem wenig Torschüssen entgegen stehen. Während beide Abwehrsektionen ziemlich ordentlich und sauber arbeiteten, plagten sich ihre Offensivpendants mit Ideenlosigkeit und mangelnder Präzision. Den Unterschied machte am Ende ein Golden Oldie, der im richtigen Moment die Nerven behielt und einfach abdrückte.</p>
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		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen! RED BULL SALZBURG Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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		<title>Noch 8 Teams jagen den ÖFB-Cup</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 15:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie heißt er, der kürzeste Weg in den Europacup &#8211; und der Bewerb, in dem man die wenigsten Spiele gewinnen muss, um den Titel abzuräumen? Genau, das ist der Pokal. Sechs Mal nicht verlieren, und schon darf man sich einen Pokal in die Vitrine stellen und sich im Europacup versuchen. Acht Teams von sieben Vereinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1297" title="bild090302" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bild090302.jpg" alt="bild090302" width="600" height="140" />Wie heißt er, der kürzeste Weg in den Europacup &#8211; und der Bewerb, in dem man die wenigsten Spiele gewinnen muss, um den Titel abzuräumen? Genau, das ist der Pokal. Sechs Mal nicht verlieren, und schon darf man sich einen Pokal in die Vitrine stellen und sich im Europacup versuchen. Acht Teams von sieben Vereinen gehen ins Viertelfinale, um den drittletzten Schritt zu tun. Mit Meister in spe Salzburg (peinliche 1:2-Heimpleite gegen die Erste-Liga-Reserve der Wiener Austria), Rapid (2:3 in Ried verloren), Kärnten (Aus im Elferschießen gegen Ried), Mattersburg (die den Hintern von den Rapid Amateuren mit 1:5 richtig verdroschen bekamen), dem LASK (der bei Regionalligist Wels im Elferschießen scheiterte) und Altach (die wie Mattersburg den Rapid Amateuren zum Opfer fielen, allerdings nur mit 1:2) sind sechs der zehn Bundesligisten in dieser Runde der letzten acht gar nicht mehr vertreten. Und um mindestens ein weiteres Bundesligateam wird sich diese Liste auch im Viertelfinale vergößern.</p>
<p>Das Schlagerspiel dieses Viertelfinals ist sicherlich das direkte Duell der beiden besten verbliebenen Mannschaften, eigentlich eine Begegnung, die eines Finales würdig wäre &#8211; nämlich das Spiel zwischen Sturm Graz und der Wiener Austria. Beide kämpfen auch in der Liga um einen der Plätze, die zum Antreten im Europacup berechtigt, aber würde dieser über den Cup erreicht, hat das eigentlich nur Vorteile. Zum einen muss man nicht zwingend unter die ersten drei der Bundesliga kommen, zum anderen muss man nicht Ende Juni schon in die europäische Qualifikationsmühle, sondern erst Mitte Juli &#8211; also annähernd parallel zum Ligastart. Vom damit verbundenen Ersparen einer Reise an den Kaukasus oder an den Balkan mal ganz abgesehen.</p>
<p>Beide Teams sind nicht wunschgemäß in die Frühjahrssaison gestartet und werden in der Bundesliga die beiden Teams sein, die sich nach dem Heimsieg von Rapid gegen Ried um den dritten Platz streiten dürften. Sturm (zuvor 2:0 in Dornbirn, 5:0 gegen die Ried Amateure und glücklich 1:0 in Horn) war zwar im Heimspiel gegen Kapfenberg das deutlich reifere und spielstärkere Team, mit haarsträubenden Abwehrfehlern präsentierte man dem KSV die Punkte aber am Silbertablett. Die erste Heimniederlage seit 11 Monaten lässt aber auch Erinnerungen wieder wach werden: Denn es war am 29. März des Vorjahres ausgerechnet die Austria, die es bis zum Kapfenberg-Spiel als letzte Auswärtsmannschaft schaffte, drei Punkte aus Graz mitzunehmen. Saso Fornezzi im Austria-Tor hielt die unglaublichsten Bälle Sanel Kuljic schloss damals kurz vor Schluss den entscheidenen Konter zum 2:1-Sieg der Austria ab. Beide tragen heute nicht mehr das violette Dress.</p>
<p>Doch auch die Austria, die mit 5:1-Siegen in Bad Aussee und beim FC Lustenau, sowie einem 3:0 bei den Admira Amateurn ohne jede Mühe ins Viertelfinale eingezogen ist, geht nicht sorgenfrei in dieses Spiel. Das Gastspiel in Altach hat die Defizite der Violetten gnadenlos aufgezeigt: Die Mannschaft hängt am Tropf von Prinzessin Acimovic, ist vom Slowenen abhängig wie ein Komapatient von künstlicher Ernährung. Nimmt man den Standard-Spezialisten aus dem Spiel, ist die Austria komplett wertlos &#8211; und dass gerade ein (ehemaliger?) Abstiegskandidat wie Altach das aufzeigt, ist das wirklich alarmierende an dieser Tatsache. Karl Daxbacher hat es in den neun Monaten, die er bei der Austria werkt, nicht geschafft, das Spiel auf mehrere Schultern zu verteilen. So schob sich die Vierer-Abwehrkette der Austria im Schnabelholz auf höhe der Mittellinie zwar minutenlang den Ball hin und her und trieb den Ballbesitz damit in lichte Höhen, wurde aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels gefährlich, hatte im Grunde keine einzige ernst zu nehmende Torchance. Selbst der zwischenzeitliche Ausgleich von Emin Sulimani war zwar ein wunderschöner Schuss, aber keine herausgespielte Aktion.</p>
<p>Es ist anzunehmen, dass Franco Foda genau weiß, wie er das leicht ausrechenbare Spiel der Austria zu seinem Vorteil nützen kann. Und trotz dem Ende der Heimserie ist die Tatsache, dass die Partie in Graz stattfindet, natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Sturm. Vermeiden Gratzei und Co. ähnliche Fehler wie gegen Kapfenberg, sind sie gegen die Austria sicherlich Favorit. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Der Verlierer dieses Spiels MUSS über die Liga kommen, soll es noch was werden mit dem Europacup. Der Sieger hat immer noch den Cup-Joker in der Hinterhand.</p>
<p>Denn der Sieger dieses Viertelfinals ist sicherlich der Top-Favorit auf den Sieg in diesem Bewerb. Vorausgesetzt, es gibt kein Semifinale in Ried. Denn die Innviertler sind ähnlich heimstark wie das Sturm normalerweise ist. In der laufenden Saison wurde Rapid schon 1:0 (in der Liga) und 3:2 (im Cup-Achtelfinale, dem ein 4:1 beim FAC und und ein Penalty-Erfolg in Kärnten vorausgingen) verabschiedet, die Austria mit 3:1 besiegt, und Sturm gar mit einem 4:1-Tragerl aus dem Stadion geschossen. Ganz zu schweigen vom beachtlichen 2:2 gegen Salzburg. Keine Frage: In einem Heimspiel sind die Innviertler gegen keinen Gegner Außenseiter. Umso unangenehmer, dass die Mannschaft von Paul Gludovatz im Cup-Viertelfinale auswärts ran muss &#8211; gegen einen recht unangenehmen Gegner. Die &#8220;neue&#8221;, von Walter Schachner auf die Erfolgsspur zurückgebrachte Admira ist einer der großen Gewinner der Herbstsaison in der Ersten Liga. Was nicht nur am den Cup-Ergebnissen (3:1 in Pöllau, 1:0 gegen Grödig und 1:0 in Würmla) liegt.</p>
<p>Denn als Schachner die sportlichen Geschicke der von Richard Trenkwalder wiederbelebten Admira vor dem 6. Spieltag übernahm, war die von Vorgänger Heinz Peischl zugrunde gerichtete Mannschaft auf dem letzten Platz gelegen. Schachner schaffte es, personelle Kontinuität zu schaffen und mit einem klar definierten Spielerstamm in den kommenden 14 Spielen sagenhafte 33 Punkte zu holen und sich damit als ernsthafter Aufstiegskandidat zu positionieren. Schachner fand die richtige Mischung aus erfahrenen Leitwölfen (wie Hota und Dospel), ambitionierten Jungspunden (wie Dibon und Pusic), zwischen fleißigen Arbeitern (wie den Schickers) und einer starken Offensivabteilung (mir dem baumlagen Friesenbichler und dem bulligen Ledezma). Vor der Saison von Peischl geholte vermeintliche Führungsspieler wie Baranek, Surma oder Petrous hatten keine Chance mehr.</p>
<p>Nur vor einem müssen sich die Rieder natürlich nicht fürchten: Dass sie in einen Hexenkessel geraten. Denn ob nun erfolgreich oder nicht &#8211; die Südstadt ist auch unter Schachner ein besserer Friedhof. Nicht umsonst ist die Auswärtsbilanz der Admira sogar geringfügig besser als die im oft gerade mal mit einer vierstelligen Zuschauerzahl zumeist recht leeren Bundesstadion in Maria Enzersdorf. Zudem hat die Saison in der Ersten Liga noch nicht begonnen, daher ist das Heimspiel gegen die körperlich starke und taktisch clevere Truppe aus Ried das erste Pflichtspiel nach der langen Winterpause. Ob die mangelnde Spielpraxis durch das durchaus vorhandene spielerische Potential ausgeglichen werden kann? Keine Frage: Ried ist, obwohl auf fremden Plätzen alles andere als eine Großmacht, sicherlich der Favorit.</p>
<p>Diese Rolle ist im dritten Spiel ganz schwierig festzulegen. Sollte das Spiel zwischen Kapfenberg und Magna Wiener Neustadt stattfinden können (der Rasen ist nach dem plötzlichen Tauwetter eine große Matschgrube, aber kein angemessenes Geläuf), wartet auf die Beobachter zwar sicherlich kein Leckerbissen, aber eine enge Partie. Die Kapfenberger (die mit leichten 3:0-Siegen in St. Johann, Spittal und Wels im Cup bisher kaum Mühe hatten)  haben in den ersten beiden Frühjahs-Spielen gegen Kärnten und bei Sturm gezeigt, dass sie zwar immer noch deutlich limitierte Fußballer sind, aber einen guten Teamgeist entwickelt haben, hinten einigermaßen sicher stehen können und vorne mit beängstigender Effizienz treffen. Gegen Kärnten gelangen aus drei Chancen zwei Tore, beim überraschenden Sieg bei Sturm waren es gar drei Tore aus einer einzigen Torchance. Zudem haben die Steirer gegenüber den Wahl-Niederösterreichern den Vorteil, eben schon zwei eminent wichtige Bewerbsspiele in den Knochen zu haben und dank der geholten sechs Punkten vor Selbstvertrauen nur so zu strotzen.</p>
<p>Der Winterkönig der Ersten Liga hingegen befindet sich, wie Verfolger Admira logischerweise, am Ende der Vorbereitung und hat im Kalenderjahr 2009 noch gar nicht ins sportliche Geschehen eingegriffen. Personell hat Helmut Kraft zwar die besseren Argumente auf seiner Seite &#8211; der Magna-Kader ist auf dem Papier deutlich stärker als der der Kapfenberger &#8211; aber da der KSV spielerische, taktische und technische Mängel zu kompensieren weiß, sieht es derzeit mit einem Klassenerhalt in der Bundesliga gar nicht so schlecht aus. Der um Türkei-Heimkehrer Harun Erbek verstärkte Erstligist sieht dafür die Chance, den möglichen Aufstieg gleich mit einem Europacup-Platz zu krönen, schließlich weiß man um das um Topfavoriten wie Salzburg, Rapid und Austria/Sturm ausgedünnte Feld. Zudem ist das Gastspiel in Kapfenberg nicht nur die Gelegenheit, nach bislang eher dünnen Cup-Vorstellungen gegen auf dem Papier deutlich unterlegene Gegner (spätes 1:0 in Sollenau, Elferschießen gegen Parndorf, mühevolles 1:0 beim eigenen Farmteam Wienerberg) vergessen zu machen, sondern auch, sich selbst auf Bundesligatauglichkeit zu testen.</p>
<p>So kann man in diesem Duell kaum einen echten Favoriten ausmachen. So wie das auch beim heimlichen Highlight des Viertelfinales nicht möglich ist &#8211; dem großen kleinen Wiener Derby. Denn während die Bundesliga-Mannschaft von Rapid im Achtelfinale ausschied, sind die hungrigen (überwiegend) Einwanderer-Kinder von der Regionalligamannschaft nicht nur mühelos über das Regionalligateam von St. Florian drübergekommen (3:0), sondern hat wie eingangs erwähnt mit Altach (2:1) und Mattersburg (5:1) gleich zwei Bundesligisten auf der Abschussliste. Was nicht zuletzt daran liegt, dass das im vorderen Mittelfeld der Regionalliga Ost platzierten Junior-Mannschaft des Rekordmeisters vom wohl besten Trainer der Rapid-Familie betreut wird. Andreas Reisinger, der schon viele Jahre auf der Bank der Rapid Amateure sitzt, spuckt zwar keine großen Töne &#8211; es würde seiner spröden und manchmal etwas schroffen Art auch nicht entsprechen &#8211; aber er versteht es, junge Spieler an höheres Niveau heranzuführen. Nicht umsonst sind mit Christopher Drazan, Andi Lukse, Yasin Pelihvan und Tanyu Kayhan einige seiner Schützlinge auf dem Sprung, sich in der Bundesliga einen Namen zu machen.</p>
<p>Einen solchen haben sich auch viele Ex-Kicker der Austria Amateure gemacht. Nur halt eben nicht alle bei der Austria. Gansterer und Saurer beim LASK, Ulmer in Ried und jetzt bei Salzburg, dazu natürlich Okotie, Madl, Suttner und zuletzt Dragovic bei den Violetten selbst. Und auch der Jahrgang 08/09 hält sich mit einigen Talenten im sicheren Gefilden der Erste-Liga-Tabelle auf. Unterschied zu dem im Hanappi-Stadion wartenden Gegner: Während die Rapid Amateure mit Nermin Jusic &#8220;nur&#8221; einen erfahrenen Akteur in ihren Reihen haben, warten die Violetten gleich mit einigen Führungsfiguren auf. Torhüter Böcskör, Abwehr-Boss Korsos und Offensivgeist Schriebl sind die Korsettstangen des neuen Trainers Hans Dihanich. Sein Vorgänger Thomas Janeschitz, unter dem die Jung-Veilchen Wattens (mit viel Glück im Elferschießen), Regionalliga-Mitte-Schlusslicht Weiz (4:1) und eben die großen Bullen in Salzburg (2:1) eliminierten, trat die Nachfolge von Paul Gludovatz als Trainer-Ausbildner beim ÖFB an.</p>
<p>Die auf höherem Niveau erfahreneren Jung-Spieler und die routinierteren Leitfiguren hat sicherlich die Reserve der Austria auf ihrer Seite. Zudem taten sich die Rapid Amateure im bei ihren Auftritten zumeist recht leeren Hanappi-Stadion immer wieder schwer. Die besseren Leistungen zeigten sie eher auf dem Trainingsplatz im Schatten der Westtribüne, wo die Atmosphäre familiärer ist.</p>
<p>Tatsache ist: Es ist möglich, dass nur noch eine einzige Bundesliga-Mannschaft im Semfinale steht. Es ist möglich, dass eine Reserve ins Finale kommt &#8211; und das Finale gegen die eigene zweite Mannschaft, das Salzburg vor zwei Jahren verspielt hat, ist auch heuer wieder im Bereich des Denkbaren. Vielleicht wird Magna gegen Admira nicht nur das Duell um den Bundesliga-Aufstieg, sondern auch das Finale.</p>
<p>Nach dem Viertelfinale wissen wir mehr.</p>
<p>(phe)</p>
<p>ÖFB-Cup-Viertelfinale, Dienstag (3. März): Kapfenberg-Magna (18, Lechner); Admira-Ried (19, Krassnitzer); Rapid Amateure-Austria II (19.30, Prammer); Sturm-Austria (20.30, Plautz &#8211; LIVE ORF).</p>
<p>Foto: Ernst-Happel-Stadion (phe)</p>
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		<title>Die Ballverliebt-Bundesliga-Vorschau &#124; Frühjahr 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 20:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön! Weg mit dem Speck Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/fruhjahr.jpg" alt="Frühjahr" /><br />
Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön!<span id="more-1243"></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/4836/salzburgbx1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Weg mit dem Speck</em></strong></p>
<p>Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. In beiden Fällen muss man sagen: Hat funktioniert. Der zwischen Aufsässig- und Lustlosigkeit schwankende Ilic, die wandelnde Marketing-Maschine Miyamoto und die Bankdrücker Bobson, Traoui und Pamic wurden abgegeben bzw. verliehen. Sportlich substantiell kein Verlust, denn keiner dieser Kicker hat wesentlich zum Gewinn des Herbstmeistertitels beigetragen (Pamic, Bobson und der verletzte Miyamoto kamen in der Bundesliga gar nicht zum Einsatz, Ilic drei Mal und Traoui hatte zwei Kurzeinsätze). Im Grunde saßen sie nach dem frühen Europacup-Aus dem Verein nur auf der Tasche.<br />
[ad#bv_test]Janko hat seinen Vertrag verlängert, bleibt also zumindest bis zum Sommer in Salzburg und wird dort seine Chance suchen, Meister und Torschützenkönig zu werden, und so eventuell seinen Marktwert noch weiter zu steigern. Nicht ohne Risiko: Wenn er sich verletzt, war der ganze schöne Herbst für die Würscht. Geholt haben sich die Bullen mit dem Schweden Eddie Gustafsson (32) einen Torhüter. Nachvollziehbar, denn Arzberger wird nicht jünger, Ochs ist lange verletzt und die jungen Kaltenhauser und Schober haben zwar Talent, eine tragende Rolle im Meisterrennen kann oder will Adriaanse ihnen aber (noch?) nicht zumuten.<br />
Und für die linke Abwehrseite konnte Jung-Nationalspieler Andi Ulmer (23) von Ried losgeeist werden. Die große Entdeckung der Herbstsaison soll die weder von Ronald Gercaliu (dessen Karriere nach dem Zwischenhoch bei der Austria nun doch endgültig zu versanden droht), noch von Barry Opdam zufriedenstellend bekleide Position in der linken Defensive ausfüllen. Die Salzburger sahen also von spektakulären Neuzugängen ab, ergänzten sich gezielt und bauen darauf, dass die nur geringfügig (und im Tor verletzungsbedingt) veränderte und daher im Grunde eingespielte Mannschaft mit den Toren von Marc Janko den Vorsprung über die verbleibenden Runden bringt, bzw. selbigen gegenüber der um die Europa-League-Plätze kämpfenden Konkurrenz ausbauen zu können. <strong>Prognose: Schlagen sich die Bullen nicht wieder, wie letztes Jahr, selbst, werden sie Meister.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/1990/rapidmq5.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Sparkurs oder nicht?</em></strong><br />
Mit Peter Pacult haben die Hütteldorfer jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Er wollte zwar grundsätzlich schon einen längeren Vertrag, aber die Altlasten von (wie Präsident Edlinger einräumte) etwa vier Millionen Euro lassen nicht mehr zu. So war auch der einzige im Winter veränderte Kaderpunkt, dass der seit dem hinterhältigen Böller-Angriff außer Gefecht gesetzte Torhüter Georg Koch von der Gehaltsliste gestrichen wurde. Erfreulich für den Deutschen: Sollte er einen Verein finden, bedeutet der Skandal vom ersten Saison-Derby nicht sein Karriereende, denn gesundheitlich soll er wieder halbwegs in Schuss sein.<br />
Dass der Schuldenberg nicht kleiner wurde, liegt natürlich auch an den nach dem frühen Europacup-Aus fehlenden Einnahmen aus mindestens zwei Heimspielen (gegen durchaus attraktive Gegner, Olympiakos Piraeus hätte sehr wahrscheinlich für ein volles Stadion gesorgt). So war es auch nicht möglich, im Winter den Kader nachzubessern. Was nach der auf nationaler Ebene recht ordentlichen Herbstsaison auch nicht zwingend notwendig war: Maierhofer und Hoffer trafen nach belieben, Helge Payer versucht sich nach neunmonatiger Pause an einer Rückkehr ins Rapid-Tor.<br />
Für Peter Pacult, der auch im Winter einige Anflüge von niederer Paranoia aufblitzen ließ (wie der Sager, dass die Absage der Partien von Kärnten gegen Salzburg und Sturm im Herbst wettbewerbsverzerrend sei, weil Kärnten im Frühjahr schwächer besetzt ist und das ein unfairer Nachteil für Rapid ist; oder das Trainingslager, das &#8211; gaaaanz zufällig natürlich &#8211; genau auf den Länderspieltermin gelegt wurde), gilt es nach seiner Vertragsverlängerung aber sehr wohl, sich langsam aber sicher über den Sommer hinaus Gedanken zu machen. Maierhofer wird den Verein wohl verlassen, Tokic und Patocka bauen in der Innenverteidigung merklich ab, und auch hinten rechts wird auf Sicht einer gebraucht, der mit der Doppelbelastung (also die eigene Position plus die oftmals verwaiste Hofmann-Position) nicht überfordert ist. Einstweilien wird das Augenmerk aber auf der laufenden Meisterschaft liegen. <strong>Prognose: Rapid wird Salzburg nicht mehr einholen können, aber der Europacup-Platz wird am Ende zu Buche stehen.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/7169/sturmuj6.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Verletzungsverbot!</em></strong><br />
Marko Stankovic, trickreicher Linksaußen, verließ Sturm also schon im Winter. Der Platz des nach Italien abgewanderten Jungstars soll von Dominic Hassler (27) eingenommen werden. Der Wandervogel, der schon beim GAK, in Salzburg und beim LASK unter Vertrag war, kommt aus Gratkorn. Er hat zwar weder das Talent noch die Karriere-Aussichten von Stankovic, besitzt mit seinen 70 Bundesliga-Spielen (15 Tore) aber eine gewisse Routine, die es ihm erleichtern sollte, den Platz in der ansonsten dank der hervorragenden Arbeit von Franco Foda intankten und in sich gefestigten Mannschaft einzuhehmen. Im Tauschgeschäft ging dafür Mario Kreimer, dem sie es bei Sturm wohl nicht zugetraut haben, Stankovic zu ersetzen, zum Zweitligisten vor den Toren von Graz.<br />
Sieht man von der Neubesetzung des Zweiergoalie-Postens (Baotic für Schicklgruber) ab, ist dies die einzige schon im Winter vorgenommene Adjustierung, Kärntens Haris Bukva wechselt erst im Sommer an die Mur. Was für die Frühjahrssaison und die damit stattfindende Jagd nach den Europacup-Plätzen heißt: Bei Sturm herrscht weiterhin absolutes Verletzungsverbot! Schlüsselspieler wie Haas oder Muratovic können sowieso nicht ersetzt werden, aber auch auf allen anderen Positionen fehlen Foda die Alternativen, er hat im Grunde nur die (zugegeben talentierten) Burschen aus der Regionalliga-Mannschaft in der Hinterhand. Aber so gut wie keinen gestandenen Bundesliga-Spieler, der mit dem Druck des Kampfes um den dritten Platz vertraut wäre.<br />
Der Vorteil von Sturm gegenüber Rapid: Man könnte sich die Teilnahme am Europapokal auch über den ÖFB-Cup sichern. Doch nach dem Viertelfinalspiel gegen die Austria könnte es mit dieser Hoffnung auch vorbei sein. Weshalb keiner der Leistungsträger längerfristig fehlen darf. <strong>Prognose: Bleiben alle fit, sollte Sturm unter die ersten drei kommen. Gibt es Ausfälle, wird es verdammt eng.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/8526/austriaqc7.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ungewohnte Sachlichkeit</em></strong><br />
Daran können sich wohl nicht einmal Historiker erinnern! Wann gab es das schon, dass die Austria in einem Transferfenster keinen Spieler holt? Niemanden! Keinen einzigen! Manager Parits und Trainer Daxbacher vertrauen der Mannschaft, die im Herbst zwar nicht immer schönen, aber doch effektiven Fußball zeigte und noch voll dabei ist im Kampf um die begehrten Plätze im internationalen Geschäft. Deutlicher kann man die nun erfolgte Emanzipation von Frank Stronach nicht machen. Im Sommer bekommt die Austria auch noch eine eigene Akademie, ist damit auch auf diesem Sektor nicht mehr vom ehemaligen Big Spender abhängig. Und wie Parits ankündigte, werden auch keine Spielerverträge abgeschlossen, bevor nicht das Budget für die kommende Saison steht.<br />
Klar: Dass die Violetten sehr daran interessiert sind, Spieler wie Milenko Acimovic und Jocelyn Blanchard zu halten, ist kein Geheimnis. Dass man am Verteilerkreis aber erst einmal auf der wirtschaftlichen Seite Tatsachen schaffen möchte, ist löblich. Zumal man ja unter Umständen nicht auf die Meisterschaft angewiesen ist, will man sich für das Last-Minute-Scheitern in dieser Uefa-Cup-Saison rehabilitieren. Gewinnt die Austria Anfang März das Cup-Viertelfinale bei Sturm, steht dort keine Mannschaft mehr zwischen der Austria und dem vierten Cup-Sieg in Folge, gegen den die Violetten nicht Favorit wären (ein eventuelles Semifinale in Ried mal ausgenommen). Zudem vertreten die Verantwortlichen bei der Austria die Meinung, dass junge Spieler wie Okotie, Dragovic und Suttner durchaus gut genug und hungrig genug sind, auch in der Bundesliga ihren Weg zu gehen. Gefahr besteht nur, wenn bei Sturm der Lauf den Herbstes mitgenommen wird und dort keine Verletzungen Löcher in das Spiel der Grazer reißen. <strong>Prognose: Strauchelt Sturm, wird die Austria zuschlagen. Strauchelt Sturm nicht, wird es schwer.</strong></p>
<p><img src="http://img296.imageshack.us/img296/4883/akrntenvq4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Zukunftsangst</em></strong><br />
Frenkie Schinkels ist wahrlich nicht zu beneiden. Die Zukunft des Vereines wackelt bedenklich und ist zu einem großen Teil vom Ausgang der Landtagswahl in Kärnten abhängig. Sprich, wenn das BZÖ gewinnt und der zur FPÖ übergelaufene und in der Generalversammlung als Vereinspräsident bestätigte Canori auf Schmusekurs geht, schaut&#8217;s gut aus. Wenn die SPÖ gewinnt, die den Verein als sinnlos von Steuergeld künstlich am Leben gehaltenen Haider-Prestigeobjekt sieht, wird man sehr wahrscheinlich, wie der alte FC Kärnten, ausgehungert. Soll heißen: Die fehlende Million Euro wird nicht aufzutreiben sein, damit die Lizenz nicht zu bekommen. Dennoch muss der Trainer/Manager mit aller Macht versuchen, jetzt schon an einer brauchbaren Mannschaft für die nächste Saison zu basteln (so es denn eine gibt). Und das alleine ist schwer genug.<br />
Mit Torjäger Adi und Flügelflitzer Wolf haben die Klagenfurter im Winter schon die Spieler verscherbelt, die noch Geld in die Kassen spülen. Im Sommer sind mit Haris Bukva, Manuel Weber und Manuel Ortlechner die nächsten Stützen weg. Und bei jeder Menge anderen Spielern laufen die Verträge ebenso aus. Jetzt muss einerseits geschaut werden, wer bleibt, andererseits aber genauso versuchen, adäquaten und leistbaren Ersatz dazu zu bewegen, auf das womöglich sinkende Schiff aufzuspringen. Im Winter hat das mit Altachs verstoßenem Stürmer Jagne (26), den bei der Austria gescheiterten Sand (21), Schinkels-Protegé Salvatore (23) und dem brasilianischen Innenverteidiger Zé Adriano (23) geschafft.<br />
Was für ein Glück für Schinkels, dass sportlich nichts mehr anbrennen kann. Mit einem erstaunlich guten Herbst im Rücken kann er zumindest die unmittelbar bevorstehenden sportlichen Aufgaben mit großer Gelassenheit entgegenblicken. Wann auch immer die ersten Spiele stattfinden &#8211; schließlich fehlt im Wörtherseestadion die Rasenheizung. Und da es sich um einen Neubau handelt, sind Sanktionen der Bundesliga nicht auszuschließen&#8230; <strong>Prognose: Sportlich wird Kärnten nicht mehr in Gefahr kommen. Viel spannender wird die wirtschaftliche und politische Seite.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/8287/riedmx4.jpg" border="0" alt="" /><strong><em> Sir Pauls erste volle Vorbereitung</em></strong><br />
Im Sommer übernham Paul Gludovatz sehr kurzfristig das Traineramt bei den Riedern. Die Vorbereitung fiel noch in die Verantwortlichkeit von Georg Zellhofer und Gludovatz&#8217; Co Gerhard Schweitzer. Die Mannschaft, vor der Zellhofer mangels Qualität die Flucht ergriff, überwintert meilenweit von jeder Abstiegsangst entfernt auf einem sicheren Mittelfeldplatz &#8211; auch dank des ausgeklügelten taktischen Konzepts, das der alte Fuchs Gludovatz seiner Mannschaft verordnete, die damit vor allem im eigenen Stadion einige Gegner auf die Hörner nahm. Nun kann der Burgenländer für die Frühjahrssaison seine erste echte, volle, eigene Vorbereitung durchziehen.<br />
Einige der vor allem jungen Generation sind dabei ziemlich ins Schwitzen gekommen, haben etwas derart Intensives noch nicht miterlebt. Mit etwas Personalsorgen wird Ried jedoch in die Rückrunde gehen. Der Abgang von Andi Ulmer wurde zwar finanziell einigermaßen vergütert, für ihn soll Kujabi in die mittlere Dreierreihe im Rieder 3-3-3-1 zurückwandern. Für den linken Platz in der vorderen Reihe holten sich die Innviertler den Yeray Ortega (29) aus der dritten spanischen Liga, aus der sie schon Knipser Nacho Ortiz ausgegraben haben. Die Abgänge von Daniel Toth und Daniel Hofer betreffen zwar nicht die Stammformation, aber nun fehlt es etwas an Alternativen.<br />
Die frei werdenden Plätze wurden mit jungen Spielern aus der Akademie und der Reservemannschaft aufgefüllt. Natürlich wissen die Rieder: In den Abstiegskampf würden sie nicht mal mehr zurückrutschen, wenn sie überhaupt keine Punkte mehr machen würden. Darum wird es im Frühjahr darum gehen, mit dem Weitblick eines Gludovatz schon jetzt zu schauen, wer das Zeug hat, über den Sommer hinaus die Vorstellungen des Trainers umzusetzen. An welchen Positionen es noch fehlt, wo nachgebessert werden muss. Und natürlich auch zu versuchen, die Abwehrstützen Burgstaller, Stocklasa und Brenner zu halten &#8211; sie sind die einzigen Leistungsträger, deren Verträge im Sommer auslaufen. <strong>Prognose: Da das Umfeld bei Ried wesentlich unproblematischer ist als in Klagenfurt, wäre ein fünfter Endrang keine Überraschung.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/3319/laskyf4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ruhe, bitte!</em></strong><br />
Während in Ried beinahe langweilige Ruhe herrscht, war der LASK auch in diesem Winter der Traum jedes Boulevard-Journalisten. Kaum eine Woche verging ohne neue Meldung, bei der Fans und Beobachtern die Tränen kamen &#8211; sei es vor Lachen, oder vor lauter Unverständnis über den Sauhaufen, als der sich die Linzer präsentierten.<br />
Da wurde Flo Klein schon von Testspielen ausgeladen, weil &#8220;der Transfer zu Frosinone eh schon fix&#8221; wäre, nur um selbigen Transfer im letzten Moment doch noch platzen zu lassen. Die Forderung der Linzer, an einem Weiterverkauf beteiligt zu werden, wiesen die Italiener zurück. So bleibt dem LASK statt einer mittelmäßig hohen Ablösesumme im Winter nur die deutlich geringere Ausbildungsentschädigung im Sommer und ein Spieler, den man in wenigen Monaten dennoch los ist, und jetzt eigentlich gar nicht mehr wirklich weiß, was man mit ihm anfangen soll. Da wird dann noch Hoffnung Thomas Piermayr zu den Amateuren zwangsversetzt, weil er sich weigert, seinen in anderthalb Jahren (!) auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern.<br />
Da verschreibt man sich im Spätherbst dem Fördern eigener Jung-Talente, um nach ansehnlichen Achtungserfolgen dieser Burschen den abgewrackten Roman Wallner (27), den in Altach vor einem halben Jahr nicht ohne Grund aussortierten Abwehrspieler Pablo Chinchilla (30) und den simbabwischen Mittelfeld-Spieler Justice Majabvi (24) zu holen. Die Folge ist ein veritables Gedränge im zentralen Mittelfeld, wo nun acht Spieler um zwei Plätze rittern.<br />
Zudem wurde in der Führungsetage die Notbremse gezogen: Ehe der im Herbst (einmal mehr) mit seinen Aussagen wild Amok laufende LASK-Boss Peter-Michael Reichel noch größeren Schaden anrichten kann, wurde mit dem ehemaligen Bundesliga-Chef Reinhard Nachbagauer ein beruhigendes Ventil als Geschäftsführer installiert. Eigentlich wäre der Frühling jetzt mangels sportlicher Gefahren und Ambitionen eine schöne Gelegenheit, wieder etwas Ruhe einkehren zu lassen. Aber der LASK wäre nicht der LASK, wenn er diese Chancen nützen würde. <strong>Prognose: Die Linzer werden kaum vor Ried ins Ziel kommen. Das sollte die einzige sportliche Sorge der Linzer sein, denn nach hinten brennt im Normalfall nichts mehr an.</strong></p>
<p><img src="http://img57.imageshack.us/img57/9558/ksvlogodg1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Bruchlandung voraus?</em></strong><br />
Es war verdächtig ruhig, in diesen Wintermonaten in Kapfenberg. Der monströs große Kader wurde um einige Reservisten verkleinert, vom sich gerade im Wachkoma befindenden Nachbarn aus Leoben sicherten sich die Falken die Dienste der Stürmer Deni Alar (19) und Srdjan Pavlov (25). Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn die 24 Tore in den ersten 22 Spielen waren nicht gerade eine überzeugende Quote. Die Frage ist nur, ob die beiden Spieler, die selbst in der Ersten Liga noch nicht lange zum Stammpersonal gehört hatten, im Bundesliga-Abstiegskampf wirklich weiterhelfen können. Denn auch, wenn Kapfenberg fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz hat, wirklich viel mit Bundesliga-Niveau hatten einige Auftritte des Aufsteigers nicht zu tun. In Klagenfurt fingen sie sich sechs Stück ein, in Salzburg gleich sieben. Drei der fünf Punkte Vorsprung haben sie zudem der mangelnden Berufsauffassung der Salzburger Bullen zu verdanken, die sich von Kapfenberg eine völlig lächerliche 2:5-Pleite andrehen ließen.<br />
Ansonsten sind es vor allem die beiden direkten Konkurrenten, gegen die das Team von Werner Gregoritsch das Punktekonto auffetten konnte: Sechs Punkte gegen Mattersburg, drei gegen Altach &#8211; zählt man die drei Punkte aus Salzburg dazu, bleiben noch exakt sechs Punkte (darunter genau ein Sieg) aus den 14 restlichen Spielen. Und das reicht natürlich nicht annähernd, sollten Mattersburg und Altach ihre Möglichkeiten in den verbleibenden Spielen halbwegs an den Tag legen können, denn diese beiden sind (jetzt) jederzeit in der Lage, auch mal ein Team von Platz sieben aufwärts zu schlagen. Woran Kapfenberg vor allem krankt: Die grundsätzliche Spielanlage, gut zu stehen und mit Kampfkraft dagegen zu halten, ist für einen Aufsteiger zwar legitim, 49 Gegentore torpedieren diesen Plan aber gehörig. Nach vorne fehlt das spielerische Element, auch mal mit besseren Mannschaften mithalten zu können. Und so werden Erfolgserlebnisse auch im Frühjahr eher selten sein. <strong>Prognose: Läuft es halbwegs normal, steigt Kapfenberg ab.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/1107/mattersburgag0.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Charaktersache</em></strong><br />
Unglaubliche 15 Spiele ist Mattersburg nun schon sieglos &#8211; die längste Serie seit den 25 Spielen von Austria Lustenau in deren Abstiegsjahr 1999/00. Dass Trainer Franz Lederer noch im Amt ist, liegt wohl nur am guten persönlichen Einvenehmen mit Klub-Boss Pucher &#8211; und der Tatsache, dass Mattersburg trotz der schwarzen Serie nicht nur voll dabei sind im Kampf um den Klassenerhalt &#8211; sondern nicht einmal Letzer sind. Das Glück der Burgenländer, dass Altach und Kapfenberg auch nicht entscheidend besser agieren, wird sich aber nicht in gleichem Maße im Frühjahr fortsetzen lassen.<br />
Darum ist es unbedingt notwendig, dass sich in Mattersburg keiner mehr vor der Realität verschließt, und die heißt nun mal Abstiegskampf. Sicher ist, dass auch ohne Didi Kühbauer und dem in Deutschland auftrumpfenden Christian Fuchs der Kader absolut stark genug ist, um im Rennen gegen den letzten Platz zu bestehen. Ein Michael Mörz ist zwar kein Thema mehr im Nationalteam, Bundesliga-Format hat er aber. Genauso wie die meisten anderen im Team. Der Klassenerhalt wird aber, trotz der Erfahrung im Kader, nur dann gelingen können, wenn sich die Mannschaft auf das Sportliche konzentriert, und nicht immer wieder unnötige Nebenschauplätze eröffnet. Ilco Naumoski ist da in erster Linie gefordert, sich zurückzunehmen &#8211; seine Ego-Trips haben Mattersburg schon einiges an Punkten gekostet.<br />
Mithelfen beim Unternehmen Klassenerhalt sollen auch zwei Slowaken: Mittelfeld-Aktuer Stanislav Velicky (27) kommt vom slowakischen Spitzenteam Artmedia Bratislava, der 1.88m große Stürmer Robert Ujcik (19) aus der Jugend von Derby County. Im Gegenzug trennten sich die Burgenländer von Blondschopf Csaba Csizmadia und Akos Kovrig &#8211; ansonsten müssen es diejenigen richten, die den neuten Platz im Herbst zu verantworten haben. <strong>Prognose: Zerfleischen sich die Mattersburger nicht selbst, bleiben sie drin. Blöd spielen dürfen sie sich aber nicht.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/7799/altachvg2.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Kaufrausch, auf wessen Kosten auch immer</em></strong><br />
Wer hat&#8217;s bezahlt? Das ist die große Frage aller Fragen, wenn es um die umfassenden Transfertätigkeiten des Schlusslichts im Winter geht. Denn nicht nur, dass die Altacher viel eingekauft haben &#8211; nein, was sich da nach Vorarlberg lotsen ließ, hat (zumindest auf dem Papier) richtig Qualität. Tomas Jun (26) war schon tschechischer Teamspieler, Torschützenkönig und Spieler des Jahres, wurde von Teplice ausgeliehen. Der Montenegriner Srdjan Radonjic (27), der sein Sturmpartner sein wird, war vor zwei Jahren erfolgreichster Torjäger der serbischen Liga, trug ebenso schon den Teamdress. Rechtsverteidiger Olubayo Adefemi (23) holte mit dem nigerianischen Team Silber bei Olympia in Peking, kommt von Rapid Bukarest.<br />
Zellhofer-Spezi Pepi Schicklgruber (41) soll im Tor verhindern, dass der Gegentorschnitt weiterhin bei drei pro Spiel liegt. Vor ihm soll unter Anderem Ousman Sonko-Pa (24) aufräumen &#8211; der Teamspieler aus Gambia kommt von den Salzburger Jungbullen. Markus Kiesenebner (29), der auch verletzungsbedingt in Norwegen keinen Fuß auf den Boden brachte, soll das Mittelfeld zusammenhalten und mit seinen Gewaltschüssen für Gefahr sorgen. Und ob schließlich Horst Freiberger (23), von den Rapid Amateuren gekommener Stürmer, viel zum Spielen kommen, darf angesichts der neuen Konkurrenz durchaus bezweifelt werden.<br />
Wie auch die Aussichten auf deutliche Besserung in der im Herbst kaum regionalligatauglichen Defensive eher düster sind &#8211; denn hier wurde nur mit dem Gambier Sonko nachgebessert, der den Nachweis von Bundesliga-Format bei den Jungbullen noch nicht erbringen konnte. Und mit Adefemi natürlich, dessen Arbeitserlaubnis aber noch auf sich warten lässt &#8211; weshalb die Vorarlberger kurz vor dem Start noch die Dienste des vereinslosen Serben Slavoljub Djordjevic (28) sicherten. Ja, und woher kam es nun, das Geld? Wirklich nur von den nicht fälligen Punkteprämien im Herbst und dem aufgelösten Fuchsbichler-Vertrag? Kaum vorstellbar. Half wirklich Franz Grad seinem guten Freund Zellhofer aus, um ihm mit Altach die schnelle Flucht aus dem Keller zu ermöglichen? Alle dementieren das, aber was sollen sich auch sonst tun. Tatsache ist jedoch: Die Neuen, wer auch immer sie bezahlt haben mag, heben das Niveau vor allem in der Offensive der Mannschaft schon deutlich. Und wenn das heißt, notfalls vier Tore zu schießen, wenn man hinten drei bekommt, soll das dem neutralen Beobachter durchaus recht sein.<strong> Prognose: Fangen sich die Altacher entscheidend weniger Gegentore ein als vor der Winterpause, sollte dem Klassenerhalt nichts mehr im Wege stehen.</strong></p>
<p>(phe)</p>
<p><em>Foto: <a href="http://flickr.com/photos/valter/512695175/sizes/o/">Valter Jacinto | Portugal</a> (CC2.0 BY-NC-SA)</em></p>
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