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	<title>Ballverliebt &#187; Rapid</title>
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		<title>Zentrale Unterzahl und Hofmann-Loch &#8211; so war Rapid im Derby chancenlos</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 11:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gut aufgelegte Austria schlägt Rapid im 298. Wiener Derby klar mit 3:0 &#8211; weil die Grünen als schwächer besetztes Team auch noch das Mittelfeld hergaben. Und auch, weil ein überwunden geglaubtes Phänomen im Rapid-Spiel wieder auftauchte: Das Hofmann-Loch! Steffen Hofmann war zurück auf seiner nominellen rechten Seite! Dafür stellte Rapid-Trainer Peter Schöttel mit Harald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Eine gut aufgelegte Austria schlägt Rapid im 298. Wiener Derby klar mit 3:0 &#8211; weil die Grünen als schwächer besetztes Team auch noch das Mittelfeld hergaben. Und auch, weil ein überwunden geglaubtes Phänomen im Rapid-Spiel wieder auftauchte: Das Hofmann-Loch!</em></strong></p>
<div id="attachment_5569" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-21-Rapid-Austria-0-3.png"><img class="size-full wp-image-5569 " title="2011 08 21 Rapid-Austria 0-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-21-Rapid-Austria-0-3.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid - Austria 0:3</p></div>
<p><span id="more-5567"></span>Steffen Hofmann war zurück auf seiner nominellen rechten Seite! Dafür stellte Rapid-Trainer Peter Schöttel mit Harald Pichler und Stefan Kulovits zwei defensivere Spieler in die Mittelfeld-Zentrale seines 4-4-2. Was bedeutete, dass Rapid grundsätzlich eher auf Verhindern aus war &#8211; und dass die Austria das klar bessere Team ist, wurde schnell klar.</p>
<p><strong><em>Rapid-Mittelfeld funktionierte nicht</em></strong></p>
<p>Auch, weil das umbesetzte Mittelfeld der Grünen überhaupt nicht funktionierte. Das lag unter Anderem daran, dass das Zentrum nicht nur 2-gegen-3 unterbesetzt war, zumal auch die Rollenverteilung zwischen Pichler und Kulovits sehr unwucht war. Während Pichler tief stand und die Bälle eroberte, und diese dann auch schnell und möglichst intelligent zur Spieleröffnung weiter zu geben versuchte, hing Kulovits seltsam aufgabenlos in der Mitte herum. Es ging in keine Zweikämpfe, eroberte keine Bälle, und spielte, wenn er doch mal den Ball bekam, nur Alibi-Pässe.</p>
<p>Dazu kam, dass es Pichler an Anspielstationen fehlte. In Innsbruck und auch in seinen ersten Spielen bei Rapid agierte er in der Innenverteidigung und hatte vor ihm mit Hofmann einen zentralen Spielgestalter, dem er den Ball geben konnte. Im Zentrum dieses flachen 4-4-2 fehlte im diese Option: Prokopic links von ihm war mit Barazite defensiv vollzeitbeschäftigt, Kulovits brachte nichts. Außerdem standen vor allem in der Anfangsphase die sehr ähnlichen Spielertypen Alar und Nuhiu vorne viel zu eng zusammen.</p>
<p>So waren die langen Bälle, über die Rapid fast ausschließlich in die Spitze zu kommen versuchte, zum Scheitern verurteilt. Mit spielerischen Mitteln kam Rapid praktisch gar nicht vor das Austria-Tor &#8211; weil es einfach am Nachrücken fehlte. So musste der Ballführende vorne immer wieder das Tempo heraus nehmen und warten. So konnte sich die Austria immer recht problemlos stellen, bei Rapid wanderte der Ball mangels Ideen wieder zurück, und irgendwann kam der harmlose lange Ball. Und dann kam auch noch das Hofmann-Loch dazu.</p>
<p><strong><em>Das Hofmann-Loch und Junuzovic</em></strong></p>
<p>Es ist seit vielen Jahren so: Wenn Steffen Hofmann auf der rechten Seiten aufgeboten wird, hält er sich zumeist nicht daran und spielt im Grunde, wo er will. So entsteht das &#8220;Hofmann-Loch&#8221;, das der Rechtsverteidiger zu stopfen hat &#8211; diesmal war Michael Schimpelsberger der arme Hund. Er musste nämlich nicht nur selbst nach vorne gehen um anspielbar zu sein, sondern auch, um die Gegnerschaft möglichst früh zu empfangen.</p>
<p>Das war in diesem Fall Zlatko Junuzovic, der nach wenigen Start-Minuten auf der linken Seite mit Barazite tauschte und das Hofmann-Loch sehr geschickt bespielte. Und zwar, indem er sich recht tief stellte, sobald Hofmann die Flanke verließ &#8211; das passierte in den ersten 20 Minuten weniger, nach dem 1:0 für die Austria (Schrammel hatte bei einem Querpass in den Strafraum komplett auf Barazite vergessen) aber immer häufiger. Der Effekt war klar: Wenn Hofmann in die Mitte zog, stellte sich wie schon beschrieben der Großteil der Austria-Mannschaft sehr diszipliniert hinter den Ball &#8211; lediglich Jun und Barazite verblieben etwas höher, Linz natürlich ebenso.</p>
<p>Die tiefe Positionierung von Junuzovic aber ließ ihn nicht nur eine gute Anspielstation werden, nein, er hatte auch sehr viel Platz vor ihm, den er ausnützen konnte &#8211; viel Platz hinter ihm bringt in der Vorwärtsbewegung ja nichts. Kulovits musste hier zuweilen aushelfen, aber weil sich auch Jun tendenziell auf diese Seite orientierte, ging hier die meiste Gefahr aus.</p>
<p><strong><em>Ein Krisenherd bereinigt, aber Violett bleibt flüssiger</em></strong></p>
<p>Peter Schöttel reagierte in der Halbzeit zumindest auf einen der Schwachpunkte im Spiel seiner Mannschaft: Er nahm Kulovits vom Feld und brachte Drazan. Damit konnte der auf der linken Seite nach vorne unsichtbare Prokopic ins Zentrum, womit im nunmehrigen 4-1-3-2 der Sechser Pichler endlich eine Anspielstation vor ihm hatte. Somit lief das Spiel durchs Zentrum und die von Drazan besetzte linke Seite etwas besser.</p>
<p>Rapid tat sich nun leichter, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu halten, das Hofmann-Loch blieb aber ebenso bestehen wie die Anfälligkeit in der Rückwärtsbewegung. Was aber vor allem am extrem starken Offensiv-Quartett der Austria lag: Der Kombination aus Junuzovic&#8217; Spielverständnis, Juns Arbeitsrate, Barazites Technik und Linz&#8217; Torriecher war Rapid nicht gewachsen.</p>
<p>Außerdem spielte Rapid der Austria mit der Spielweise der beiden Mittelfeld-Außen noch in einem weiteren Aspekt direkt in die Karten: Dadurch, dass es überhaupt nie passierte, dass bei Rapid einer zur Grundlinie durchging, sondern Flanken allenfalls aus dem Halbfeld kamen, wurden die Außenverteidiger Klein und Suttner direkt nach vorne gezogen, was natürlich eine astreine Einladung war, sich nach vorne einzuschalten.</p>
<p><em><strong>Austria macht den Sack zu<br />
</strong></em></p>
<p>Die vier vorne mit der Unterstützung von Klein und Suttner von den Seiten und dem guten Achter Grünwald als Link zwischen Abwehr und Angriff &#8211; das lief schnell, das lief flüssig, da kam Rapid nicht mit. Das war beim 1:0 nach einer Viertelstunde so, als Schrammel auf Barazite vergessen hatte, und das war beim 2:0 nach einer Stunde genauso, nur von der anderen Seite &#8211; Schrammel kann nicht klären, Querpass, und Junuzovic hatte sich von Schimpelsberger gelöst. Wenige Minuten später gab&#8217;s durch einen Bilderbuch-Konter mit One-Touch-Fußball (ja, und das in Österreich) das 3:0 &#8211; die endgültige Entscheidung.</p>
<p>Für die letzten 20 Minuten stellte Peter Schöttel auf 4-2-3-1 um, indem er Heikkinen für Nuhiu brachte; zudem musste Hofmann Trimmel weichen. Das Spiel war gelaufen und die Austria drehte nur noch an der Uhr und nicht mehr an der Daumenschraube. Dafür wuchs der Frust bei Rapid &#8211; so holte sich Heikkinen eine Verwarnung ab und Prokopic, nachdem er schon vor der Pause Klein unsportlich angegangen war, senste Margreitter um. Und sah dafür glatt Rot.</p>
<p><strong><em>Fazit: Das Derby sagt mehr über Rapid als über die Austria</em></strong></p>
<p>Die Austria hat mit dem 4-2-3-1, in dem Daxbacher sein Team jetzt regelmäßig spielen lässt, das optimale System für die Stärken seiner Spieler gefunden. Das Spiel der Violetten war kompakt, schnell und sehr gut aufeinander abgestimmt, weswegen der Sieg auch in der Höhe durchaus in Ordnung geht.</p>
<p>Dennoch sagt dieses 298. Wiener Derby mehr über Rapid aus. Mit Hofmann auf der rechten Seite wurde eine Baustelle wieder aufgemacht, die eigentlich bereinigt schien, außerdem hing Kulovits im Zentrum in der Luft. Weil er neben sich am Mittelkreis keinen Spielgestalter hatte, sondern einen Balleroberer, der auch Bälle verteilen kann &#8211; Pichler spielte die Kulovits-Rolle deutlich besser als es Kulovits überlicherweise macht.</p>
<p>Das Vertrauen auf das flache 4-4-2 kostete dem ohnehin auch individuell auf fast allen Positionen schwächer besetzten Team von Rapid dann zusätzlich auch noch die Kontrolle über das Zentrum. So hatte eine gut aufgelegte Austria letztlich keine ernsthaften Probleme &#8211; wer, wie Rapid in diesem Spiel, als schwächere Mannschaft auch noch das Mittelfeld hergibt, verliert letztlich verdient.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5567&amp;md5=dc70a14e171da43d525dc041c4685eb2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bundesliga-Vorschau: Der Titel wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/07/22/bundesliga-vorschau-der-titel-wird-auf-den-flugeln-entschieden/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 11:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. Ballverliebt nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird. Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. </em>Ballverliebt <em>nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird.</em></strong></p>
<div id="attachment_5395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg"><img class="size-full wp-image-5395 " title="Bundesliga-Grafiken" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg" alt="" width="460" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Was wird das Erfolgsrezept 2011/12?</p></div>
<p><span id="more-5391"></span>Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen Rapid hinter sich, holten den Cup und schicken sich auch dieses Jahr an, im Konzert des Führungsquartetts mitzuspielen. Es ist Geschmackssache, ob man die Spitzenteams nun als &#8220;Große 5&#8243; oder als &#8220;Große 4 plus Ried&#8221; bezeichnet &#8211; in diese Vorschau jener Teams, die um die internationalen Plätze kämpfen, gehört Ried zweifellos dazu.</p>
<p><strong><em>Red Bull bekommt Flügel</em></strong></p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png"><img class="size-full wp-image-5396 " title="Salzburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg unter Ricardo Moniz</p></div>
<p>Der Topfavorit auf den Meisterteller ist sicher das Team aus Salzburg. Was sich in den paar Spielen, die Ricardo Moniz am Ende der letzten Saison am Ruder war, angedeutet hatte, wird in der neuen Spielzeit konsequent verfeinert: Positiver Fußball ist angesagt, mit voller Konzentration auf die Flügel.</p>
<p>Moniz stellt sein Team in einem, wie es so schön heißt, holländischen 4-3-3 auf, ähnlich wie 2008/09 unter Co Adriaanse. War damals das Angriffsspiel auf Janko ausgerichtet war, so ist es das Anno 2011 auf den Brasilianer Alan, der von Huub Stevens sträflich vernachlässigt wurde aufblüht, seit Moniz ihm das Vertrauen schenkt.</p>
<p>Das Rezept der Bullen ist nicht allzu kompliziert: Die Spieler auf den Halbpositionen im Mittelfeld (Leitgeb und Cziommer) legen den Ball auf die Außenstürmer, diese flanken ins Zentrum auf Alan. Die offensichtliche (und kurzsichtichte) Möglichkeit, das zu verteidigen, ist die Konzentration auf Alan &#8211; aber der ist technisch so beschlagen, dass kein Verteidiger dieser Liga ihn über 90 Minuten ausschalten kann, wenn permanent die flachen (!) Flaken auf ihn zufliegen.</p>
<p>Es gibt grundsätzlich zwei Wege, das sinnvoll zu verteidigen: Entweder, die Außenverteidiger konzentrieren sich auf die Bullen-Flügel &#8211; worduch aber das eigene Angriffsspiel gelähmt wird. Oder man lässt die Pässe von Cziommer und Leitgeb gar nicht erst zu. Das wird, so wie die anderen Teams aufgestellt sind, die Variante sein, mit der es die Gegner wohl eher versuchen werden.</p>
<p>Was wiederum mehr Verantwortung für die Außenverteidiger der Bullen schafft: Denn, wie in einem holländischen 4-3-3 üblich, rücken diese zwar auf, sind aber nicht pirmär dafür vorgesehen, die Flügelstürmer zu hinterlaufen und selbst zur Grundlinie durchzugehen. So oder so, der Schlüsssel zum Erfolg bei Salzburg liegt ganz massiv auf den Flügeln &#8211; sicherlich ein Grund, warum man sich mit Leonardo einen Spieler geholt hat, der dieses System in- und auswendig kennt.</p>
<p>Dass ein Roman Wallner, der bulliger ist und technisch nicht so beschlagen wie Alan, in diesem System nicht so gut funktioniert, konnte man schon sehen. Sollte sich Alan verletzen, wird Moniz einen Plan B brauchen, zuden ist mit gesteigertem Frust bei Wallner zu rechnen, wenn er kaum spielt und, wenn doch, er kaum zur Geltung kommt.</p>
<p><em><strong>Sturm: Wer eröffnet des Meisters Spiel?</strong></em></p>
<p>Beim Meister gab es im Sommer eine ganz entscheidende Personalie: Gordon Schildenfeld verließ die Steirer und dockte bei Eintracht Frankfurt an, um dort in die deutsche Bundesliga aufzusteigen. Das ist nicht nur defensiv ein großes Problem, weil ohne den Kroaten der zweifellos beste Abwehrspieler der abgleaufenen Saison fehlt, sondern genauso in der Vorwärtsbewegung.</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png"><img class="size-full wp-image-5398 " title="Sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm unter Franco Foda</p></div>
<p>Denn ohne Schildenfeld stellt sich die einfache Frage: Wer soll das Spiel bei Sturm nun eröffnen? Denn den ersten Pass können weder die verblieben Feldhofer und Burgstaller so spielen wie der Kroate, und der als Ersatz verpflichtete Milan Dudic schon gleich gar nicht.</p>
<p>Was Sturm noch mehr zu einem flügelorientierten Team macht, als das in der Vergangenheit schon der Fall war. Denn weil aus der Innenverteidigung nicht mit viel zu rechnen ist, verstärkt das die Verantwortung für die Außenverteidiger (Standfest und vermutlich Popchadze) &#8211; auch über das zentrale Mittelfeld hinaus</p>
<p>Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/31/volle-attacke-nicht-bei-sturm/">wie schon letzte Saison zu erkennen war</a>, ist das Zentrum kein Herd der Kreativität und wird im Spiel nach vorne eher eine untergeordnete Rolle spielen. Es bleibt zwar abzuwarten, ob Matthias Koch seine Rolle offensiver interpretiert als Mario Kienzl, da es aber auch ein einem wirklich mobilen möglichen Zehner fehlt, wird wieder sehr viel Aufbauarbeit über die Flanken kommen.</p>
<p>Die schnellen Hölzl und Wolf sind dafür prädestiniert und sie waren auch ein entscheidender Faktor zum Titelgewinn, aber die Besetzung der Offensivzentrale ist noch eine kleine Baustelle. Muratovic, der das in den ersten paar Pflichspielen gemacht hat, fehlt es altersbedingt massiv an Mobilität und Kondition, um da eine Dauerlösung zu sein &#8211; er war grandios als Joker für eine halbe Stunde, aber wahrscheinlicher ist, dass auf Sicht eher Imre Szabics die hängende Spitze gibt und Kienast den Stoßstürmer.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/08/sturm-beschenkt-rapid-mit-platz-im-mittelfeld/">Szabics ist aber kein Zehner</a> und wird sich immer eher nach vorne orientieren als nach hinten &#8211; so wird er eher mit seiner hohen Arbeitsrate die Flügel unterstützen, als aus dem Zentrum für Zuspiele zu sorgen. Das macht Sturm anfällig gegen Teams mit defensivstarken Außenverteidigern und guter Spielgestaltung aus der defensiven Zentrale (wie Ried beim 1:1 zum Auftakt schon gezeigt hat), weil man zwischen Weber/Koch und dem Angriff mit einem größeren Loch rechnen kann.</p>
<p><strong><em>Wie wird die Austria Baumgartlinger ersetzen?</em></strong></p>
<div id="attachment_5400" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png"><img class="size-full wp-image-5400 " title="Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Die Austria unter Karl Daxbacher</p></div>
<p>Hat Sturm mit Schildenfeld den besten Innenverteidiger der Liga verloren, muss die Wiener Austria den Abgang von Julian Baumgartlinger verkraften &#8211; dem fraglos besten defensiven Mittelfeldmann und Spieleröffner, den es in Österreich derzeit gibt.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob Junzovic bleibt oder auch noch ins Ausland geht, ist für die Austria zwar quälend, hat aber auf den Aufbau und die Ausrichtung der Mannschaft keine so weitreichenden Folgen das Fehlen von Baumgartlinger.</p>
<p>Das Problem: Petr Hlinka ist zwar ein geeigneter Staubsauger mit gutem Auge für das Verhindern gegnerischer Angriffe, aber er ist kein Spieleröffner. Darum wird wohl der aus Wr. Neustadt geholte Alex Grünwald auch dann den Job in der Zentrale bekommen, wenn Junuzovic bleibt (ansonsten wird halt Liendl die linke Seite übernehmen). Allerdings fehlt noch so ein wenig das Gefühl innerhalb der Mannschaft, Grünwald bei seiner Aufgabe auch zu unterstützen.</p>
<p>Bei seinem ersten Einsatz im Heimspiel gegen Rudar Pljevlja rückte das Offensivquartett so weit auf, dass sich zwischen Grünwald und dem Angriff ein Riesenloch auftat, in dem sich der Gegner breitmachte und sinnvolle Pässe von Grünwald in die Spitze unmöglich machte.</p>
<p>Hier wird es vor allem an Junuzovic (oder Liendl) und Barazite sein, auf die Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen und eine Spieleröffnung von Grünwald auch zuzulassen. Denn ansonsten wird die Austria dazu gezwungen sein, das Mittelfeld zu umgehen und wiederum über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Dann wäre aber Grünwald im Zentrum verschenkt, weil gegen die schwächeren Teams so ein zusätzlicher Mann vorne fehlte, um den zu erwartenden tief stehenden Gegner zu überwinden, und weil die besseren Teams ohnehin selbst hauptsächlich über die Flügel kommen und es zentral nicht viel zu verteidigen gäbe.</p>
<p><strong><em>Ried bleibt sich treu</em></strong></p>
<p>Herbstmeistertitel, Cupsieg und trotz eines eher mühsamen Frühjahrs ein starker vierter Platz in der Liga &#8211; die Innviertler waren letztes Jahr der Hecht im Karpfenteich. Es deutet nichts darauf hin, dass das dieses Saison anders ist, denn Ried wäre nicht Ried, wenn man sich nicht treu bleiben würde.</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png"><img class="size-full wp-image-5402  " title="Ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ried unter Paul Gludovatz</p></div>
<p>So wird Paul Gludovatz weiter auf sein bewährtes 3-3-3-1 setzen, in dem die Abgänge mit jungem, spielintelligentem Personal nachbesetzt wurden &#8211; Benny Basala, U17-Europameister aus Köln, nimmt die Position des rechten Wing-Backs statt Brenner ein, Reifeltshammer jene von Stocklasa.</p>
<p>Das nominell unterbestzte Zentrum ist ein Zugeständnis an das auf Flügel konzentrierte Spiel der Gegner und ist gleichzeitig ein Schlüssel zum eigenen Spiel, schließlich gibt es so auf jeder Flanke drei Spieler gegen die sonst üblichen zwei bei der Gegnerschaft &#8211; Überzahl auf den Flanken, zumal mit jungen, dynamischen und schnellen Spielern (Royer, Basala) ist einer der entscheidenden Vorteile.</p>
<p>Gleichzeitig war der entscheidende Schritt nach vorne in der abgelaufenen Saison das Fallenlassen von Drechsel. Denn in der Offensive ist die Zehn nicht die entscheidende Funktion, dafür braucht es aufgrund des ansonsten entleerten Mittelkreises dort Spieler, die schnell sind und gegen die gegnerischen Sechser auch viel defensiv arbeiten kann.</p>
<p>Das war Drechsel nicht, das sind der schmächtige Carril und die Rieder Allzweckwaffe Anel Hadzic aber sehr wohl. Weswegen Carril, der diese Position letztes Jahr spielte, eher überschaubare Scorer-Werte hatte und auf den ersten Blick für viele keine übermäßig wichtige Rolle im Rieder Höhenflug spielte &#8211; letztlich aber seine Aufgaben erfüllte und sehr wohl seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat.</p>
<p>Das unübliche System, zum Leben erfüllt von einer jungen, schnellen und vor allem spielintelligenten Mannschaft, wird auch diese Saison viele Gegner vor große Probleme stellen. Einzige wirkliche Schwäche ist die fehlende Kadertiefe &#8211; viele Spieler dürfen nicht längerfristig ausfallen.</p>
<p><em><strong>Große Variabilität und viele Möglichkeiten bei Rapid</strong></em></p>
<div id="attachment_5404" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png"><img class="size-full wp-image-5404 " title="Rapid 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-4-2)</p></div>
<p>Das interessanteste Team der neuen Saison wird, wie es derzeit aussieht, wohl Rapid werden. Denn der neue Trainer Peter Schöttel hat bereits angekündigt, sich in seiner Formation auch am jeweiligen Gegner zu orientieren, sich nicht auf ein System festlegen zu wollen und vor allem auch das Personal hat, um verschiedenste Varianten auf das Feld zu bringen.</p>
<p>Wichtigste Änderung unter Schöttel ist aber, dass Hofmann vom (nominell) rechten Flügel ins Zentrum geht und somit das jahrelange &#8220;Hofmann-Loch&#8221;, das entstand, wenn der Deutsche regelmäßig in die Mitte zog, geschlossen wird.</p>
<p>In einem 4-4-2 ist Hofmann zentral neben einem einzelnen Sechser (Kulovits hat wegen seiner Kampfstärke in diesem System Vorteile gegenüber Heikkinen). Hier würde das Spiel von Rapid jenem der Austria durchaus ähneln, wiewohl Hofmann sicher eher nach vorne aufrückt als Grünwald bei den Violetten. Der Vorteil dieses Systems: Beide Flügel bleiben doppelt besetzt bei gleichzeitiger Kreativität aus dem Zentrum &#8211; das fehlte in der Vergangenheit, zudem gibt es vorne zwei Anspielstationen. Nachteil: Die zwei Spieler vorne sind sich in der Spielanlage sehr ähnlich, ein Loch zwischen Mittefeld und Angriff macht gegen zwei Sechser beim Gegner das Loch schwer zu überwinden.</p>
<div id="attachment_5406" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png"><img class="size-full wp-image-5406 " title="Rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-2-3-1)</p></div>
<p>Es ist zu erwarten, dass das 4-4-2 eher die Variante ist, wenn es gegen Team mit nur einem Sechser geht (wie beim Startsieg gegen die Admira) und wenn Schöttel das Spiel selbst gestalten will. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem 4-2-3-1 aufzulaufen &#8211; ein probates Mittel gegen Mannschaften mit zwei defensiven Mittelfeldspielern.</p>
<p>Hier würde Hofmann auf die Zehn gehen und ihm mit Prager oder Prokopic (die das beide spielen können) ein Achter zur Seite gestellt werden, der eher aus der Tiefe kommt unf dort Platz sucht; mit einem klassischen Sechser als Absicherung &#8211; hier hätte Heikkinen wegen seiner Qualitäten als Holder wohl leichte Vorteile gegenüber Kulovits.</p>
<p>In dieser Formation hätte Rapid zwei Mann auf dem Feld, die ein Spiel aus der Zentrale heraus lenken können, und dennoch blieben wiederum beide Flügel besetzt.</p>
<p>Dort hat Schöttel nun auch vermehrt Möglichkeiten. Auf der linken Seite ist Schrammel zwar bei Standards nicht annähernd so gefährlich wie Katzer, bringt aber aus dem Spiel deutlich mehr. Eine mögliche Problemzone könnte eher die rechte Flanke sein &#8211; zwar muss niemand mehr die Putzfrau für Hofmann spielen, aber Thonhofer  ist keiner der Top-Rechtsverteidiger der Liga und Michael Schimpelsberger ist an sich eher Sechser oder Innenverteidiger.</p>
<p><strong><em>Zur These: Die Meisterschaft wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</em></strong></p>
<p>Doch so oder so: Rapid macht auf dem Papier den mit Abstand varbaibelsten Eindruck gegenüber den sehr auf ein spezielles System fixierten und eher eindimensionalen Gegnern im Kampf um die internationalen Plätze bzw. den Meistertitel. Die Probleme bei den Hütteldorfern sind somit in der neuen Saison eher im Umfeld zu erwarten als auf dem Platz selbst.</p>
<p>Auffalend ist eben die Fixierung vieler Teams auf das Flügelspiel, obwohl eigentlich nur Ried &#8211; dank des Systems mit den Wing-Backs &#8211; die Außenverteidiger wirklich massiv nach vorne schieben lässt und neben den Innviertlern nur noch Salzburg mit echten Außenstürmern aufläuft.</p>
<p>Vor allem in den Spielen gegen Salzburg &#8211; weil dort der Kader individuell und in der Tiefe besetzt ist als bei Ried &#8211; wird es darauf ankommen, wie es gelingt, ohne die defensiv gebundenen Außenverteidiger das eigene Spiel eröffnet und wie sehr es möglich ist, die somit natürlich beschnittenen Flügel in den eigenen Offensivbemühungen umgeht.</p>
<p>Deshalb die These: Die Meisterschaft wird über die Flügel entschieden &#8211; oder für denjenigen, der den am besten funktionierenden Plan hat, um vom Gegner gebremste Flügel durch die Zentrale zu umgehen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5391&amp;md5=8289e4b82395e55d6535128619a98df9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Porto zwar besser, aber es braucht Hedls Hilfe</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 20:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Wetter war winterlich, der Rasen schneebedeckt &#8211; und dennoch gewinnt der FC Porto bei Rapid mit 3:1. Das ist für die Hütteldorfer sehr ärgerlich, weil sie auf einem guten Weg zu einem achtbaren 1:1-Remis waren. Bis Goalie Hedl zweimal daneben gegriffen und somit den Porto-Sieg ermöglicht hat. Rapid begann deutlich forscher, kein Wunder, solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Das Wetter war winterlich, der Rasen schneebedeckt &#8211; und dennoch gewinnt der FC Porto bei Rapid mit 3:1. Das ist für die Hütteldorfer sehr ärgerlich, weil sie auf einem guten Weg zu einem achtbaren 1:1-Remis waren. Bis Goalie Hedl zweimal daneben gegriffen und somit den Porto-Sieg ermöglicht hat.<br />
</strong></em></p>
<div id="attachment_3414" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RapPor.png"><img class="size-full wp-image-3414 " title="RapPor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RapPor.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid Wien - FC Porto 1:3</p></div>
<p><span id="more-3413"></span>Rapid begann deutlich forscher, kein Wunder, solche Bedingungen kennt man in Österreich nun mal eher als in Portugal. Porto zeigte sich in der Anfangsphase sichtlich zögerlich, so richtig konnten sich die Gäste mit dem vom Schnee bedeckten Feld einige Zeit nicht anfreunden. Was Rapid nützte, um sich ein frühes Übergewicht zu sichern. Vor allem Stefan Kulovits spielte ein sehr ambitioniertes Spiel als Box-to-Box-Midfielder, der deutlich mehr Offensivgeist hatte wie sein Nebenmann im defensiven Mittelfeld, Markus Heikkinen. Der Finne blieb in der Regel zurück und kümmerte sich vornehmlich um Ruben Micael.</p>
<p>Das &#8220;Problem&#8221; Hulk hatte indes Tanju Kayhan über, und der Jungspund hatten den Porto-Rechtsaußen recht gut im Griff. Kayhan machte einmal mehr eine blitzsaubere Partie, was auch Christopher Drazan vor ihm beflügelte. Er konnte sich &#8211; auch wegen Kayhan, der ihm den Rücken freihielt &#8211; deutlich besser entfalten als ihm das in der bisherigen Herbstsaison geglückt ist. Zudem konnte er dadurch im Laufe der Partie Porto-RV Sapunaru so weit zurückdrängen, dass dieser für Moutinho und Hulk keine wirkliche Hilfe war. Das war wichtig, weil sich so auch Kayhan von Hulk etwas in die Mitte ziehen lassen konnte, ohne Gefahr zu laufen, seine Flanke könnte von Sapunaru überrannt werden.</p>
<p>Das Angriffsspiel der Rapidler war somit deutlich linkslastig. Erst mit der Zeit fand sich Porto mit den widrigen Bedingungen besser zurecht. Vor allem das Dreier-Mittelfeld, das sich zu Beginn des Spiels ob der ungewohnten Verhältnisse und des forschen Gegners recht weit zurückgezogen hatte, rückte nun etwas weiter auf und konnte so die Kreise von Saurer (der auch zur Grundlinie durchging, um zu flanken) und Kulovits besser einengen. Zudem gelang es Porto nun besser, die drei Angreifer in Szene zu setzen. So konnte das 1:0 von Rapid (natürlich über die Drazan-Seite vorbereitet), bei dem Trimmel von einem schlimmen Schnitzer in der Porto-Abwehr profitiert hatte, postwendend ausgeglichen werden. Unter kräftiger Mithilfe von Rangvald Soma, der sich entschloss, Falcao laufen zu lassen.</p>
<p>Mit einem etwas besser geräumten Feld und deutlich nachlassendem Schneefall war Porto in der zweiten Hälfte von Beginn an das dominierende Team. Die Portugiesen agierten nun wesentlich aggressiver, behaupteten die Bälle besser und erkämpften verlorene schnell wieder zurück. Kurz, Porto spielte nun annähernd so, wie man das hatte erwarten können. Hulk ging nun noch weiter ins Zentrum, um sich der Umklammerung von Kayhan zu lösen &#8211; mit der Folge, dass sich Kulovits eher nach hinten orientieren musste und Drazan somit auch nicht mehr wirklich zur Geltung kam. Pacult dürfte das als Schuld von Drazan missinterpretiert haben und nahm ihn in der 63. Minute raus &#8211; für ihm kam Stürmer Salihi, der allerdings auf dem linken Flügel blieb.</p>
<p>Müßig zu erwähnen, dass dieser Wechsel natürlich rein gar nichts gebracht hat, außer dass nun jemand auf dem Flügel sielte, der sich dort nicht heimisch fühlt. Die andere (also die rechte) Abwehrseite von Rapid &#8211; namentlich Mario Sonnleitner &#8211; blieb indes auch nach dem Wechsel recht sicher; auch der zur zweiten Hälfte für den recht anonymen Varela ins Spiel bebrachte Ukra konnte den von jeglichen Offensiv-Aufgaben befreiten Sonnleitner (drum war auch Trimmel ein recht einsamer Mann, der kaum Bindung zum Spiel fand) nicht überwinden. Zudem machte Heikkinen hier einen feinen Job, Micael zu neutralisieren &#8211; weswegen dieser 20 Minuten vor Schluss auch dem Argentinier Belluschi weichen musste.</p>
<p>Porto dominierte nun zwar den Ballbesitz, fand aber mangels Tempo kaum einmal vor das Tor von Raimund Hedl (der im Übrigen schon vor seinen beiden großen Auftritten am Ende nicht den sichersten Eindruck machte). Nur einmal, in der 60. Minute, verlängerte Moutinho einen Pass geschickt in den Lauf von Falcao, Torerfolg brachte das aber keinen. EInen solchen gab es erst, als Porto mit einem Überraschungsmoment aufwarten konnte: Hulk wechselte für einmal auf die linke Angriffsseite, konnte mangels Gegenspieler frei flanken &#8211; und Falcao nützte es aus, dass Hedl den Ball nicht festhalten konnte. Das 2:1 für Porto in der 86. Minute&#8230;</p>
<p>Auf das Pacult nicht mehr reagieren konnte weil er zuvor schon einen direkten Solostürmer-Tausch (Nuhiu für den fleißigen, aber wirkungsarmen Gartler) vollzogen hatte und kurz vor dem 1:2 mit Dober einen defensiveren Mann statt Trimmel für die rechte Seite. Weshalb das 3:1 für die Gäste in der 89. Minute &#8211; erneut nach einem bösen Hedl-Schnitzer &#8211; den Deckel auf das Spiel draufmachte.</p>
<p><strong><em>Fazit: Rapid okay, aber diese individuellen Fehler&#8230;</em></strong></p>
<p>Rapid spielte eine sehr ordentliche erste halbe Stunde. Als die Gäste gegen Ende der ersten Hälfte immer stärker wurden und die zweite Halbzeit eigentlich im Griff hatten, gelang es den Hütteldorfern dank großem Einsatz aber recht gut, Porto nicht gefährlich vor das Tor kommen zu lassen. So hätte es mit großer Wahrscheinlichkeit ein erfreuliches 1:1 gegeben, wenn Hedl nicht zweimal zielich daneben gegriffen hätte.</p>
<p>Im Endeffekt ist der Sieg von Porto schon verdient, war aber nicht zwingend. Mit den schwierigen Witterungsbedingungen war es ein anderes Spiel, die Verhältnisse kamen grundsätzlich eher Rapid entgegen. Es spricht aber für die Portugiesen, dass sie sich nach einer halben Stunde gut auf den schneebedeckten und damit einigermaßen unberechenbaren Rasen einstellen konnten. Für Rapid endet somit auch die theoretische Hoffnung, die Gruppe noch zu überstehen.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3413&amp;md5=8861893737c1a2ad1631382157a89da6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Klasse erdrückt</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/09/16/von-der-klasse-erdruckt/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 21:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Start der Europa League-Gruppenphase in der Saison 2010/11 für Rapid! Und auswärts beim FC Porto gab es zum Auftakt eine harte Nuss, die sich in der Folge auch nicht knacken ließ. Die Portugiesen siegten mit 3:0. Rapid-Trainer Peter Pacult nominierte ein 4-2-3-1 mit zwei konservativen Sechsern. Porto stellte dem ein offensives 4-1-2-3 gegenüber. Die Hütteldorfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Start der Europa League-Gruppenphase in der Saison 2010/11 für Rapid! Und auswärts beim FC Porto gab es zum Auftakt eine harte Nuss, die sich in der Folge auch nicht knacken ließ. Die Portugiesen siegten mit 3:0.</em></strong><span id="more-2663"></span></p>
<p>Rapid-Trainer Peter Pacult nominierte ein 4-2-3-1 mit zwei konservativen Sechsern. Porto stellte dem ein offensives 4-1-2-3 gegenüber. Die Hütteldorfer gingen vom Anstoß weg gleich mal nach vorne und kamen schon nach wenigen Sekunden zum ersten Torschuss &#8211; es sollte leider der letzte für eine längere Zeit bleiben. Die Priorität von Pacults Elf lag eindeutig im Erschweren des Porto&#8217;schen Angriffslebens. Tief in der Abwehr stehend erwies sich Rapid als kompaktes Team.</p>
<p>Porto hingegen erdrückte die Wiener mit sehr genauer Deckung und enormen Pressing. Die Rapidler hatten bei der Ballannahme kaum Zeit Luft zu holen. Vielleicht spielt Porto immer so, jedenfalls hat Coach André Villas Boas damit die große Schwäche des österreichischen Klubfußballs ans Licht gebracht: Die hiesigen Spieler sind es gewohnt, enorm viel Zeit im Mittelfeld zu haben. Direktes, schnelles, vertikales Spiel ist hierzulande selten nötig und folgerichtig auch nicht weit verbreitet.</p>
<p>Traugier- aber auch verständlicherweise hatte Rapid Probleme damit, dass Porto ein solches Spiel aber verlangt hätte. Pacults Mannschaft versuchte es fortan mit weiten Bällen auf den großen Atdhe Nuhiu, der im Sturm aber keine Unterstützung für Weiterleitungen oder Abpraller fand, obwohl er sich recht weit zurückfallen ließ und teilweise auch bei Tacklings im defensiven Mittelfeld zu beobachten war.</p>
<p>Für den Führungstreffer von Porto war gar keine spezielle Schwäche verantwortlich. Zwar hatten die Gastgeber viel variiert, Rapid mit einem enorm kreativen und vielseitigen Spiel unter Druck gesetzt, systematisch abgeklopft und etwa nach 20 Minuten den kurzfristig eingesetzten Andreas Dober (Katzer fiel vor dem Spiel auf, was Kayhan auf die linke Seite zwang und Dober den Startplatz rechts bescherte) neben dem in einigen Situationen etwas nervösen Mario Sonnleitner als Problemzone ausgemacht (Dober sah nach Überforderung auch gleich die Gelbe Karte). Das Tor von Innenverteidiger Rolando in der 26. Minute war allerdings keine geplanter Angriff, sondern Folge des Drucks und entstand aus einem Gestocher im Strafraum. Glücklich, aber verdient.</p>
<p>Das war bitter, da Rapid defensiv eine gute Leistung zeigte. Für die Offensive hatte man allerdings keinen Plan parat. Porto schien einfach eine Klasse besser. Ob es funktioniert hätte, wage ich nicht zu behaupten, aber wäre ich Rapid-Trainer gewesen, hätte ich die Mannschaft 20 Meter nach vorne beordert. Die beiden einzigen guten Aktion der ersten 45 Minuten gab es nach Situationen, in denen Rapid Leute vorne brachte. Ein Querpass von links wurde vom viel laufende Nuhiu verpasst &#8211; dies entstand nach einem Ballverlust Portos in der Vorwärtsbewegung und einem zügig folgenden Vorstoß von Rapid. Die zweite Möglichkeit gab es in der 45. Minute, nachdem Hinum und Kulovits mit nach vorne gingen und so mehr Optionen für eine schöne Kombination ermöglichten. Der resuliterende Schuss von Kulovits landete Zentimeter neben dem Tor.</p>
<p>In der zweiten Spielhäfte änderte sich das Spiel nicht wesentlich. Porto drückte, Rapid reagierte und verteidigte gut. Bei einem Foul im Strafraum des sonst hervorragenden Kayhan an Hulk hatte der österreichische Verein noch Glück, dass der schottische Schiedsrichter nichts sah. Obwohl die Gastgeber klar überlegen waren, konnte der Rapid-Abwehrriegel aus dem Spiel heraus standhalten. Nach einem (fragwürdigen) Eckball war dann allerdings das hochverdiente zweite Tor doch fällig: Hulk flankte, ein Spieler köpfte, Hedl reagierte, Falcao schoss ein. Rapid wurde über die Eckbälle geknackt.</p>
<p>Pacult wechselte kurz vor dem Tor Drazan für Saurer und in der 73. Trimmel für Hofmann (Trimmel ging an den rechten Flügel, Kavlak ins Zentrum hinter Nuhiu) ein. Er ließ seine Mannschaft auch etwas mehr riskieren, ohne dieser mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Kaum war Rapid etwas mutiger, fand Ruben Micael aus 20 Metern den nötigen Platz zum Schießen und ließ Raimund Hedl mit einem traumhaften Außenrist-Schuss nicht den Funken einer Chance. Dieses 3:0 eine knappe Viertelstunde vor Schluss entschied das Spiel endgültig. Obwohl Porto in der Folge etwas zurücksteckte, war für Rapid nichts mehr zu holen. Die Mannschaft konnte in der zweiten Hälfte keine echte Torchance herausspielen.</p>
<p>Man kann der Mannschaft dafür wenig Vorwürfe machen. Vielleicht hätte Pacult sie etwas mutiger agieren lassen können, doch der Klasseunterschied schien an diesem Abend schlichtweg zu groß.</p>
<p>(tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2663&amp;md5=eb264d24a68826dfca8fa5739b7fa826" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sturm beschenkt Rapid &#8211; mit Platz im Mittelfeld!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/08/08/sturm-beschenkt-rapid-mit-platz-im-mittelfeld/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[Rapid]]></category>
		<category><![CDATA[sturm]]></category>

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		<description><![CDATA[Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind. Was im Falle von Rapid in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind.</strong></em></p>
<div id="attachment_2969" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRapid.png"><img class="size-full wp-image-2969 " title="SturmRapid" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmRapid.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm - Rapid 0:2 ... Startformationen</p></div>
<p><span id="more-2540"></span>Was im Falle von Rapid in erster Linie heißt: Steffen Hofmann in der Mitte. Dort kann der Deutsche seine unbestrittenen Fähigkeiten als zentraler Spielgestalter, der nicht selten gar als hängende Spitze agiert, am besten ausspielen. Und zwar ohne dass die rechte Seite, auf die er sonst nominell gestellt wird, verwaist zu lassen: Dort agierte erst Kavlak (aktiv, aber zuweilen etwas schlampig) und nach ihm Christopher Trimmel. Das 4-2-3-1 ist ohne Frage die Formation, die dem Kader der Rapidler am Besten entspricht.</p>
<p>Sturm-Trainer Foda indes experimentierte mit einem 4-1-4-1. Wohl auch deshalb, weil mit Mario Kienzl nicht zur Verfügung stand, sollte Imre Szabics aus dem Mittelfeld kommen. Da sind Szabics und auch Muratović sehr wenig um Defensivaufgaben scherten, stand Weber oft alleine gegen Hofmann &#8211; zudem konnte sich aus dem Sechser-Duo Heikkinen/Hinum immer zumindest einer aufrücken, weil Muratović und Szabics nicht am Spiel teilnahmen. Die Folge: Rapid hatte massives Übergewicht im Mittelfeld.</p>
<p>Im Zentrum, weil Hofmann sich auf das konzentrieren konnte, was er kann, und zudem Unterstützung von seinen unterbeschäftigten Sechsern hatte. Auf der linken Seite, weil Saurer mit Ehrenreich kaum Mühe hatte. Und auf der rechten Seite, weil Standfest (der als LV spielen musste, weil Pürcher eine Pause bekam und Ehrenreich links noch weniger spielen kann als Standfest) sich auf seiner ungewohnten Position sichtlich unwohl fühlte (im sky-Interview bekannte er nach dem Spiel wenigstens, dass das &#8220;kein Problem sein dürfte&#8221;). Außerdem waren bei Sturm auf den Flanken Hölzl ganz schwach und der zuletzt hochgejubelte Bukva gänzlich unsichtbar war.</p>
<p>Halb durch die erste Hälfte reagierte Foda &#8211; und zwar völlig falsch: Er zog Szabics in die Spitze, stellte auf ein 4-4-2 zurück, und überließ Rapid somit noch viel mehr Platz im Mittelfeld. Die Wiener bekamen das Spiel logischerweise noch besser in den Griff und gingen durch den Kopfball des hinten überhaupt nicht geforderten Patocka hochverdient in Führung.</p>
<p>Das Zentrum war zu, die Seiten wirkungslos &#8211; Sturm kam offensiv überhaupt nicht zur Geltung, das änderte sich auch nach der Halbzeitpause nicht. Trimmel war zwar nicht ganz so spielfreudig wie Kavlak vor ihm, Rapid hatte aber dennoch wenig Mühe, die Führung zu verwalten. Nach etwa einer Stunde überließen sie zwar den Grazern (wohl etwas zu) viel Platz für einen Spielaufbau, aber Sturm brachte nichts zu Stande. Auch nicht, als nach dem (harten) Ausschluss für Sonnleitner die Wiener um einen weniger waren.</p>
<p>Foda brachte mit Haas einen schnelleren Stürmer als Kienast und Weinberger, den 21-jährigen Kapitän der blutjungen Regionalliga-Mannschaft, für den schlechten Hölzl, dennoch hatte Hedl wenig Mühe. Und der für den starken Saurer eingewechselte Andi Dober zeigte seine Offensiv-Qualitäten als rechter Mittelfeldspieler und legte für Jelavić in der Schlussphase das 2:0 auf, welches natürlich die endgültige Entscheidung  war.</p>
<p><em>Fazit: </em>Sturm zeigte schon in den letzten Spielen recht mäßige Leistungen &#8211; Riesenlöcher trotz des Sieges in Ried, schwach in der Spielgestaltung gegen Kapfenberg, ohne Durchschlagskraft gegen Tiflis. Nun stellte Foda ausgerechnet gegen die stärker werdenden Rapidler um (LV-RV-Swap) und überließ Rapid nach etwa 20 Minuten beinahe fahrlässig noch mehr Kontrolle über das Mittelfeld. So war es der gut aufgestellten und aufgelegten Rapidlern nicht allzu schwer, einen absolut verdienten Sieg einzufahren.</p>
<p><strong><em>Sturm &#8211; Rapid 0:2 (0:1).</em></strong> UPC-Arena, 15.400, SR Drabek. <strong><em>Tore: </em></strong>0:1 Patocka (39.), 0:2 Jelavić (81.). <em><strong>Sturm: </strong></em>Gratzei; Ehrenreich, Feldhofer, Schildenfeld, Standfest; Weber; Hölzl (69. Weinberger), Szabics, Muratović, Bukva (82. Burgstaller); Kienast (69. Haas).<em> <strong>Rapid: </strong></em>Hedl; Kayhan, Sonnleitner, Patocka, Katzer; Heikkinen, Hinum (74. Eder); Kavlak (34. Trimmel), Hofmann, Saurer (69. Dober); Jelavić. <em><strong>Rot:</strong></em> Sonnleitner (71., Notbremse).</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2540&amp;md5=d7f17577df63bc2d02533a1444c88823" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Playoff: Die Europapokal-Gegner der Österreicher</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 12:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
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		<description><![CDATA[Der in Europa als FC Salzburg bekannte österreichische Meister trifft in der Playoff-Runde der Champions League auf Hapoel Tel-Aviv. Das erste Spiel bestreiten die Salzburger zuhause. Austria Wien bekam als gesetzte Mannschaft Aris Thessaloniki zugelost und fährt im ersten Spiel des Europa League-Playoffs nach Griechenland. Sturm Graz zog eine Mischung aus Horror- und Traumlos. Juventus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der in Europa als FC Salzburg bekannte österreichische Meister trifft in der Playoff-Runde der Champions League auf Hapoel Tel-Aviv. Das erste Spiel bestreiten die Salzburger zuhause.</p>
<p>Austria Wien bekam als gesetzte Mannschaft Aris Thessaloniki zugelost und fährt im ersten Spiel des Europa League-Playoffs nach Griechenland.</p>
<p>Sturm Graz zog eine Mischung aus Horror- und Traumlos. Juventus Turin wird im Hinspiel empfangen. Ein sehr schwarz-weißes und sehr volles Stadion ist zu erwarten, das Ausscheiden wohl auch einzukalkulieren.</p>
<p>Rapid Wien muss das unwahrscheinliche Kunststück des Vorjahres wiederholen und Aston Villa aus dem Bewerb schießen. Wieder findet das erste Spiel in Hütteldorf statt.</p>
<p>Wer schaffts, wer scheitert?</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2532&amp;md5=233fcdbb2e96eafd70c04893d3f98a65" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/16/kick-off-zur-bundesliga-ja-jetzt-schon/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen! RED BULL SALZBURG Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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		<title>Eine kleine Bilanz&#8230; ja, jetzt schon!</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kärnten]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine sportlich vor allem in der zweiten Saisonhälfte eher öde Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Alle Entscheidungen sind soweit gefallen, die letzten vier Runden haben nur noch statistischen Wert. Man kann also getrost jetzt schon resümieren. Salzburg wird Meister, das steht nach dem 1:1 gegen Rapid so gut wie fest. Das Spiel war ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Eine sportlich vor allem in der zweiten Saisonhälfte eher öde Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Alle Entscheidungen sind soweit gefallen, die letzten vier Runden haben nur noch statistischen Wert. Man kann also getrost jetzt schon resümieren.<span id="more-1952"></span><br />
</strong></em></p>
<p>Salzburg wird Meister, das steht nach dem 1:1 gegen Rapid so gut wie fest. Das Spiel war ein seltenes Highlight in einer ansonsten sportlich erschreckend schlechten Rückserie &#8211; das ist die eigentliche Erkenntnis dieser Saison. Die vier Mannschaften, die im Herbst internationale durchaus gut dabei waren, haben sich aufgrund der sportlichen Belanglosigkeit der restlichen Saison wieder auf ein Niveau runterziehen lassen, das wir im Herbst längt überwunden hofften.</p>
<p>Klar, die vier Spitzenteams belegen auch in der Rückrundentabelle die vorderen Plätze (lediglich Wr. Neustadt könnte da noch reinstoßen), aber weniger, weil sie um so viel besser wären. Nein, das ist eher ein Resultat der im selben Maße nachlassenden Konkurrenz. In der Tat gab es unter den zehn Teams nur eines, das sich signifikant gegenüber dem Herbst gesterigert hat, und das ist Magna Wiener Neustadt. Salzburg cruist souverän zum Titel und wurde dabei in den direkten Duellen nur von Rapid wirklich gefordert. Der LASK stabilisierte sich zwar hinten, vorne fehlt aber Roman Wallner. Und die frisierte U21, die in ein paar Wochen wohl die Kärntner Konkursmasse bildet, kämpfte zwar brav, war aber immer noch die schlechteste Mannschaft der Liga. Und die Austria spielt ebenso unspektakulär wie im Herbst und fährt gut damit.</p>
<p>Alles andere? Naja. Rapid nahm sich mit einem beängstigenden Fehlstart selbst aus dem Rennen, Sturm kam durch Siege gegen Underdogs kurz wieder ran, impolidierte dann aber. Mattersburg ist froh über die Gelegenheit, ein paar junge Spieler einbauen zu können, Ried (immerhin älteste Mannschaft der Liga) versuchte wenig stilvoll, Herwig Drechsel einen Abgang schmackhaft zu machen. Und Kapfenberg ist halt nun mal nicht besser.</p>
<p>Im Grunde genommen ist, und einige beteiligte Journalisten dürften insgeheim auch schon zu diesem Schluss gekommen sein, jede Zeile und jedes Wort, das man über die restlichen vier Runden verliert, eine zu viel. Ja, vielleicht noch erwähnen, wenn Salzburg in zwei Wochen die Meisterschaft auch rechnerisch fixiert hat, aber eigentlich gibt es in dieser Saison nur noch ein einziges Spiel von Belang. Das wird das Cupfinale drei Tage nach dem letzten Spieltag sein &#8211; Sturm und Wr. Neustadt entscheiden im direkten Duell vor einer vermutlich eher traurigen Kulisse in Klagenfurt, wer das letzte Europapokal-Ticket bekommt.</p>
<p>Infrastrukturell wäre da natürlich ein Sieg der Grazer besser. Für die Neustädter käme hier der Europapokal noch ein Jahr zu früh, das neue Stadion wird frühestens nächstes Jahr bezugsfertig. Aber sportlich? Rein von diesem Aspekt könnte man angesichts der Eindrücke dieses Frühjahrs nur schwer glaubhaft argumentieren, dass sich Wiener Neustadt &#8211; die jüngste Mannschaft der Liga &#8211; bedeutend schlechter schlagen würde als die Grazer. Denen zudem eine Kaderrenovierung ins Haus steht &#8211; Jantscher etwa wird kaum zu halten sein, Sonnleitner ist schon weg, und auch mancher anderer könnte die Grazer wohl verlassen.</p>
<p>Also, Salzburg wird Meister. Rapid und Austria kommen in den Europacup, Kärnten wird die Liga verlassen. Dazwischen? Alles blunznwurscht. Ein Glück, dass uns im Mai mal wieder der Komödienstadl namens Lizenztheater ins Haus steht, sonst wär&#8217;s ja wirklich komplett fad.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1952&amp;md5=f22a88a041caaeb71f278ac0b5bb6617" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das ist der neue TV-Deal</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 23:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war ein wüstes Geschachere, ein langes Hin und Her, reich an Untergriffen und voll von Kleinkriegen. ORF gegen sky, Rapid gegen Rinner, und Servus-TV als gerne benütztes Instrument, den Preis in die Höhe zu treiben. Und so sieht das neue Fußball-Wochenende also aus: Der Freitag gehört nun wieder ganz der um zwei Vereine (also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Es war ein wüstes Geschachere, ein langes Hin und Her, reich an Untergriffen und voll von Kleinkriegen. ORF gegen sky, Rapid gegen Rinner, und Servus-TV als gerne benütztes Instrument, den Preis in die Höhe zu treiben. Und so sieht das neue Fußball-Wochenende also aus:<span id="more-1891"></span><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/programmschema1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1895" title="programmschema" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/programmschema1.jpg" alt="" width="614" height="349" /></a></em></strong></p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/programmschema.jpg"><br />
</a>Der Freitag gehört nun wieder ganz der um zwei Vereine (also ein Spiel pro Wochenende) verkleinerten Ersten Liga, das Samstag-Spiel wird hier gestrichen. Vier der verbleibenden fünf Spiele sendet sky in der gewohnten Konferenz, das fünfte darf der ORF haben &#8211; wenn die rechtliche Barrieren ausgeräumt werden, kann man davon ausgehen, dass hier TW1 bzw. ORF-Sport-Plus der Sender der Wahl ist. Grandiose Quote wird der ORF hier garantiert nicht machen, es ist dies sicherlich mehr das eher lästige Resultat eines Kuhhandels &#8211; anders als mit der Reichweite des ORF wären die notwendigen Stimmen der Erstligisten nicht zu holen gewesen. Servus-TV hat hier offenbar eine Summe geboten, welche die aktuelle von sky um mehr als das Doppelte übersteigt (es werden 700.000 € kolportiert), vor dem oben angesprochenen, wie auch immer gearteten Ausbruch von Rapid, der gedroht hatte, kuschten die Erstligisten dann aber doch. Der größte Gewinn für die Teams der zweithöchsten Spielklasse ist dabei sicherlich die zugestandene halbstündige Free-TV-Sendung schon zwei Stunden nach Abpfiff. Kein Vergleich zu der aktuellen Sendung weit nach Mitternacht.</p>
<p>In der Bundesliga wird das völlig gefloppte Freitagsspiel wieder gestrichen und auf den Samstag gelegt. Hier versucht sky, diekastrierte Exklusivität (auch hier darf es nun zwei Stunden nach Spielende eine einstündige Highlights-Sendung im Free-TV geben) dadurch aufzufedern, dass nun alle Spiele auch einzeln zu sehen sind &#8211; bisher waren es maximal drei pro Spieltag, der Rest nur in der Konferenz. Für das Sonntagsspiel bleibt alles beim alten, um aber nicht wegen der Formel-I-Rennen permanent schieben zu müssen, wird der Anpfiff nun von Haus aus um eine halbe Stunde auf 16.00 Uhr verlegt. Dieses Spiel wird, wie bisher, von sky und ORF parallel übertragen.</p>
<p>Offene Fragen gibt es aber noch einige. Zum einen die Highlight-Sendungen im Free-TV: Hier dürfte es eine neue Ausschreibung geben, in der das trotz Höchstdotierung übergangene Servus-TV ebenso wieder ins Spiel kommt wie Puls-4 (das schon Fußball-Erfahrung mit der Europa League hat, sich aber etwa gegenüber der extrem peinlichen NFL-Übertragungen dramatisch steigern müsste) und ATV (das sich an den Bundesliga-Rechten abern schon einmal die Finger verbrannt hat). Und natürlich der ORF. Dieser hat allerdings dafür, nun nicht nur die Topspiele, sondern auch so grandiose Spiele wie LASK-Ried zuletzt zeigen du dürfen/müssen, die mit Mühe einen zweistelligen Marktanteil erreichten, schon einen deutlichen Batzen Geld auf die bisherige Summe draufgelegt. Der Küniglberg ächzt schon ohne die Highlight-Sendungen.</p>
<p>Außerdem außen vor dürften die Online-Rechte geblieben sein, denn diese wurden mit keinem Wort erwähnt. Was etwa in Deutschland schon seit bald einem Jahr qualitativ offenbar ganz gut funktioniert &#8211; übrigens über den österreischischen Liga-Sponsor T-Mobile &#8211; scheint im medial doch gerne etwas rückständigen Österreich noch überhaupt kein Thema zu sein. Nutznießer davon ist sicherlich laola1.at, das ja Medienpartner von sky-Austria ist und schon bisher über den Bezahlsender die Bilder bekommen und diese dann ins Netz gestellt hat. Hier hat es die Bundesliga zweifellos verabsäumt, noch den einen oder anderen Euro heraus zu holen.</p>
<p>Weiters wird, sollte es sich (das finanziell bekanntermaßen nicht auf Rosen gebettete) sky nicht anders überlegen, das HD-Segment mehr oder weniger unbeackert bleiben &#8211; mehr als ein Spiel pro Runde wird da garantiert nicht hochauflösend produziert. Das wäre ein Trumpf von Servus-TV gewesen, die in Sachen HD-TV der nationalen Konkurrenz ja schon um mehrere Lichtjahre voraus sind.</p>
<p>Nun herrscht also Klarheit, zumindest über die Grundstruktur des Fußball-Wochenendes in den kommenden drei Jahren.</p>
<p>Weiters zum Thema: Die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/04/02/tv-rechte-die-analyse/">Analyse</a> und der <a href="http://ballverliebt.eu/2010/04/02/tv-rechte-der-kommentar/">Kommentar</a></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1891&amp;md5=aa9c6c6291f262130d88d5e99d564e1c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Blamierten sitzen bei der Bundesliga</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 15:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ORF]]></category>
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		<description><![CDATA[Das wochenlange Hick-Hack um die Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga, das sehr öffentlich und auch recht untergriffig geführt wurde, endet mit einer peinlichen Niederlage für die Bundesliga. Jetzt kommt die Ausschreibung, die es von vornherein geben hätte müssen. Dabei könnte die Situation paradoxer kaum sein: War es vor einigen Jahren noch Rapid-Boss Edlinger, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Das wochenlange Hick-Hack um die Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga, das sehr öffentlich und auch recht untergriffig geführt wurde, endet mit einer peinlichen Niederlage für die Bundesliga. Jetzt kommt die Ausschreibung, die es von vornherein geben hätte müssen.<span id="more-1768"></span><br />
</strong></em></p>
<p>Dabei könnte die Situation paradoxer kaum sein: War es vor einigen Jahren noch Rapid-Boss Edlinger, der sich vehement für das Pay-TV aussprach, und der damalige Sturm-Boss Kartnig dagegen, sieht die Sache jetzt genau umgekehrt aus: Edlinger spielt (so dick auftragend, dass ihn dabei keiner wirklich ernst nehmen kann) den Sozial-Aposel und plädiert dafür, dass alle die armen Leute an der Armutsgrenze &#8220;zumindest Rapid gratis sehen dürfen&#8221; (wie er im Kurier meinte, als ob der ORF ein Gratis-Programm wäre und Rapid-Schauen ein Menschenrecht), während sich die Bundesliga unter ihrem neuen Boss, Sturm-Präsident Hans Rinner, ohne offizielle Ausschreibung an den Hals von Sky warf.</p>
<p>Und das ist der Haken an der ganzen Sache: Die fehlende Ausschreibung. Denn inhaltlich ist der Deal, auf den sich die Bundesliga mit Sky geeinigt hatte, durchaus argumentierbar. Vergleichbares Geld wie bisher für mehr Exklusivität &#8211; dem Free-TV hätte man noch 12 Spiele pro Saison überlassen. Das wäre ein gutes Geschäft gewesen, angeischts der Finanzlage im Allgemeinen und der von Sky und ORF im Speziellen. Schließlich musste man, diese Faktoren berücksichtigend, realistischerweise von einem deutlichen Rückgang der ausbezahlten Summe ausgehen.</p>
<p>Was einige Sponsoren aufschreckte, die (wohl nicht ganz zu Unrecht) um ihre Reichweite fürchten. Was natürlich auch der Beweggrund für Edlingers medialen Amoklauf der letzten Zeit war &#8211; die soziale Komponente ist ihm doch in Wahrheit vergleichsweise wurscht. Hier geht es (als Chef eines mittelständigen Konzerns, wie es Rapid ist, zum einen und als ehemaligen Finanzminister, zum anderen) um Cash. Den Fauxpas der Bundesliga, sich an einer Ausschreibung vorbeischummeln zu wollen, nahm er da als juristischen Vorwand dankend an, und seine Drohung auf Einzelvermarktung (die auf lange Sicht in einem so kleinen Markt wie Österreich nichts anderes wäre als Selbstmord mit Anlauf) wurde so massiv transportiert, dass viele wirklich an dessen Durchführbarkeit glaubten.</p>
<p>Die Blamierten sitzen nun bei der Bundesliga. Sie wollten mit dem Verkauf der Pay-TV-Rechte den restlichen Markt vor vollendete Tatsachen setzen. Doch im Nachhinein müsste man auch bei der Bundesliga über den geplatzten Deal fast froh sein. Denn andere Kandiaten für das Pay-TV als Sky gibt es nun mal nicht; und weder kann die Bundesliga auf Sky verzichten, noch Sky Austria auf die Bundesliga &#8211; ohne diese Rechte würde der Spartenkanal des seit Jahr und Tag defizitären Medienkonzerns wohl eingestampft werden. Die Vertreter von Eishockey- und Basketball-Liga, die in bewegten Bildern ausschließlich auf Sky stattfinden (erfolgreich im Nachtprogramm des ORF versteckte Eishockey-Zusammenfassungen mal ausgenommen), würden sich schön bedanken.</p>
<p>Bei der Bundesliga muss man das Scheitern des Deals mit Sky als Chance betrachten. Zum einen, weil man nun Edlinger (zumindest für&#8217;s Erste) ruhig gestellt haben dürfte, und zum anderen, weil man nun ein ordentliches Paket ausschreiben lassen kann. Das heißt: Pay-TV-Rechte, Free-TV-Rechte, und wenn man mit der Zeit geht, müssen nun auch endlich einmal die Internet-Rechte ebenso unter den Hammer kommen. T-Mobile, ohnehin Liga-Sponsor, ist in der Deutschen Bundesliga schon mit einem Komplett-Angebot am Werk.</p>
<p>Und auch der ÖFB sollte sich nicht wegdrehen, ohne sich groß dafür zu interessieren. Kommt es nämlich tatsächlich zu einer Beschneidung des Bundesliga-Angebots im Free-TV (also im ORF, die anderen Anbieter scheinen kein brennendes Interesse daran zu haben) kommen, könnte man den um die Reichweite besorgten Vereinen mit einem ordentlich Deal des seit vielen, vielen, vielen Jahren im künstlichen Koma gehaltenen ÖFB-Cups eine Plattform bieten, die zumindest ein wenig für Ausgleich sorgen könnte. Den Vereinen wäre geholfen, weil sie zumindest noch etwas im frei empfangbaren TV zu sehen wären &#8211; und dem ÖFB-Cup, der so endlich die Aufmerksamkeit bekommen würde, die ihm zusteht.</p>
<p>Nur so patschert, wie sich Bundesliga und ÖFB in diesen Fragen in der Regel geben, habe ich da nicht so richtig viele Hoffnungen.</p>
<p>(phe)</p>
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