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	<title>Ballverliebt &#187; Premier League</title>
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		<title>Der Steilpass als aktuelles Problem von Liverpool und Manchester United</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 17:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste volle Runde im neuen Jahr brachte für die großen beiden Teams des englischen Fußballs ein unerfreuliches erwachen. Sowohl Liverpool als auch Manchester United mussten sich mit 0:3-Niederlagen in Auswärtsspielen zufrieden geben. Das sind jedoch nicht die einzigen Parallelen. Beide Mannschaften hatten trotz zeitweiser (MUFC) oder sogar hauptsächlicher (LFC) Überlegenheit im Ballbesitz, massive Probleme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste volle Runde im neuen Jahr brachte für die großen beiden Teams des englischen Fußballs ein unerfreuliches erwachen. Sowohl Liverpool als auch Manchester United mussten sich mit 0:3-Niederlagen in Auswärtsspielen zufrieden geben. Das sind jedoch nicht die einzigen Parallelen. Beide Mannschaften hatten trotz zeitweiser (MUFC) oder sogar hauptsächlicher (LFC) Überlegenheit im Ballbesitz, massive Probleme viel versprechende Abschlüsse zu finden. ManUnited fand nur drei Schussmöglichkeiten im gegnerischen Strafraum vor (wovon nur einer aufs Ziel ging), Liverpool vor dem entscheidenden 0:3 ebenfalls nur vier. <span id="more-6317"></span></p>
<p>Beide Teams kommen normalerweise wesentlich häufiger zu Tormöglichkeiten, wenn auch die Ausbeute nicht unterschiedlicher sein könnte (49 Saisontore für Manchester, 24 für Liverpool). Woher stammen also die mitt-wöchentlichen Probleme? Ein ominös-oberflächliches Hinausreden auf einen &#8220;Mangel an Kreativität&#8221; ist ja doch nur eine recht unbefriedigende Beschreibung solcher Spiele. </p>
<p>Die Ähnlichkeiten beider Teams enden nicht an den wenigen Abschlussmöglichkeiten. Beide hatten Gegner mit einer 4-4-2-Variation vor sich, die es verstanden, vor dem Strafraum mit zwei defensivem Mittelfeldspielern und zwei Innenverteidigern Räume zu verdichten. Newcastle (Hauptfigur: Sheikh Tiote) stand dabei höher als ManCity (Yaya Toure!), der Effekt war aber ähnlich, denn damit wurde die zentrale Überzahl (Uniteds 4-4-1-1 und Liverpools 4-2-3-1 sahen sich mit drei zentralen MF-Leuten zwei gegenüber) entschärft. Liverpools Spearing ist offensiv ohnehin wenig eingeschaltet und kann bei hohem Spiel deshalb kaum Vorteile schaffen (Liverpool startete bis zum Rückstand auch tiefstehend), und für Manchesters Rooney ließen die engen Reihen nicht den üblichen Bewegungsraum. Beide Gastmannschaften reagierten mit vielen Pässen nach außen.</p>
<div id="attachment_6320" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/a3rd.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/a3rd-300x195.jpg" alt="" title="Pässe ins/im Angriffsdrittel" width="300" height="195" class="size-medium wp-image-6320" /></a><p class="wp-caption-text">Pässe ins/im Angriffsdrittel</p></div>
<p>Die vielen Angriffen über die Flanken sind allerdings nicht komplett neu, denn die Red Devils (im Saisonschnitt 26 pro Spiel, 3.) und die Reds (30 pro Spiel, 30 pro Spiel, 1.) gehören zu den PL Mannschaften, die mit den meisten Crosses vor dem Tor agieren. Bälle über die Flanken in den Strafraum kommen zwar einfacher und häufiger zustande als aus der Mitte, allerdings ist ihre statistische Erfolgrate enorm niedrig. In der vergangenen Champions League-Saison fielen etwa nur 67 Tore aus Flanken die von der Seite (57) oder aus dem Halbfeld (10) in den Sechzehner geschlagen werden. Dem gegenüber stehen 82 aus zahlenmäßig wohl selteneren Steilpässen und 33 aus Kombinationen heraus. </p>
<p>Innenverteidiger haben bei hohen Bällen schlichtweg einen Vorteil. Einerseits sind sie meist ohnehin kopfballstark, andererseits müssen sie im Notfall nur irgendwie an den Ball kommen oder entscheidend stören. Der Stürmer braucht hingegen einen gewonnenen Zweikampf gefolgt von einem gezielten Abschluss &#8211; die wesentlich schwieriger Übung. (Natürlich würde man extrem ausrechenbar, wenn man als Folge dieser Statistik komplett auf das Flankenspiel verzichten würde. Unter anderem deshalb ist es natürlich ein wichtiges und logisches Element des Angriffsfußballs.) </p>
<p>Fakten: 3 von 26 Crosses bei United und 6 von 39 bei Liverpool fanden in dieser Woche überhaupt einen Abnehmer, ein erfolgreicher Abschluss erfolgte bekanntlich gar nicht. Gerade bei Liverpool lag das auch daran, dass kaum ein Mittelfeldspieler den Weg in den Strafraum suchte, um Carroll bei den Flanken zu unterstützen &#8211; was der Defensive die Deckungsarbeit sehr einfach macht.</p>
<div id="attachment_6321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/crosses.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/crosses-300x195.jpg" alt="" title="Crosses vor dem Tor" width="300" height="195" class="size-medium wp-image-6321" /></a><p class="wp-caption-text">Crosses vor dem Tor</p></div>
<p>Noch einmal zum Mangel an Pässen durch die Mitte- Es wäre zu viel der Ehre für ein diszipliniertes 4-4-2, würde man behaupten, dass diese Vorgabe tatsächlich schon reicht, um Pässe durch die Mitte zu verhindern. Das liegt auch am aufgebotenen Personal und System der beiden roten Teams. </p>
<p>Bei United ist Michael Carrick als Verteilungsverantwortlicher sehr tief im Feld aufgeboten. Die Wege für Steilpässe sind für ihn im Anfangs-Gameplan zu weit. Erst nach dem 0:2 schaltete er sich öfters im Angriffsdrittel ein. Ryan Giggs steht höher, tendiert aber allgemein stark zu Pässen auf die Seite und ist auch nicht der passgebende Feinspitz sondern mehr das Arbeitstier im Doppel-Mittelfeld von Manchester. Dazu kommt, dass Wayne Rooney wie beschrieben gut aus dem Spiel genommen wurde und allgemein keine gute Form hat (er hat in dieser Saison auch schon tiefer liegende Rollen übernommen, um das zentrale Mittelfeld zu stärken). </p>
<p>Die Rückkehr des verletzten Tom Cleverley könnte Alex Ferguson zumindest gegen schwächere Teams die Möglichkeit geben, zwei pass-starke Mittelfeldspieler in unterschiedlicher Spielhöhe zu nominieren. Gegen starke Teams braucht man wohl die tiefere Rolle für Rooney (was dessen unmittelbare Gefährlichkeit entschärfen würde) oder man muss sich am Transfermarkt verstärken. Denn dass es ohne den englischen Starstürmer mit einem echten 4-4-2 nicht besser geht, konnte man vor wenigen Tagen beim 2:3 gegen Blackburn beobachten, wo sich Ferguson gröber verspekulierte und Rooney zuhause ließ.</p>
<div id="attachment_6325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/amfmufc.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/amfmufc-300x130.jpg" alt="" title="Manchesters Offensivzentrale im Vergleich der Pässe" width="300" height="130" class="size-medium wp-image-6325" /></a><p class="wp-caption-text">Manchesters Offensivzentrale im Vergleich der Pässe</p></div>
<p>Kenny Dalglish hat in prominenter und unterschiedlich begründeter Abwesenheit von Lucas Leiva, Steven Gerrard und Luis Suarez in der Startformation, zwar mit (dem formschwachen und recht tief positionierten) Charlie Adam und Jordan Henderson immer noch durchaus zwei Leute aufgestellt, die für durchgesteckte Bälle gut sein sollten, allerdings haben beide das kaum probiert &#8211; auch weil mit Carroll nicht der explosive, schnelle Mann vorne war, der solche Pässe optimal zu nutzen weiß. Die Abgänge von Fernando Torres und Raul Meireles tun in dieser Hinsicht natürlich besonders weh, weil die genau da ihre Stärken hatten.</p>
<p>Für Liverpool liegt die Lösung allerdings sowohl auf der Hand als auch zum Greifen nahe: Steven Gerrard (besonders in Kombination mit Craig Bellamy oder Suarez, der pikanterweise wohl im Spiel gegen Manchester United von seiner Sperre zurückkehren dürfte). Die eine Dimension seiner Bedeutung für Liverpool konnte man schon gegen Newcastle vergangene Woche beobachten, wo seine präzisen, scharfen Flanken auf Carroll diesen einfach viel besser aussehen ließen, als die der anderen Kameraden. </p>
<p>Die folgende Grafik aus dem Dienstagsspiel in Manchester zeigt außerdem sehr schön den Unterschied, den Gerrard im Passspiel macht: Er bringt Vertikalität ins Angriffsdrittel: Gerrard spielt selten nur auf Sicherheit bedachte und zögerliche horizontale Bälle, sondern sucht diagonal und vertikal immer den Weg nach vorne. Zudem ist er in der Hälfte der Einsatzzeit von Adam auch doppelt so oft im Angriffsdrittel aktiv gewesen.</p>
<div id="attachment_6322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/liv_manc.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/liv_manc-300x130.jpg" alt="" title="Liverpools offensives Mittelfeld im Passvergleich" width="300" height="130" class="size-medium wp-image-6322" /></a><p class="wp-caption-text">Liverpools offensives Mittelfeld im Passvergleich</p></div>
<p>(<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6317&amp;md5=317bf05f0c572a4835facaa2e942788e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Chelsea schmälert Manchester Uniteds Titelchancen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 23:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
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		<description><![CDATA[Die effektviste Defensive der Saison empfing an der Stamford Bridge am Dienstagabend die erfolgreichste Offensive der Saison. Chelseas Titelchancen waren bereits im Vorfeld gleich Null, die Blues wollten mit einem Sieg zurück in die Top 4. United stand mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze der Liga &#8211; und sollte doch keinesfalls verlieren. Carlo Ancelotti [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die effektviste Defensive der Saison empfing an der Stamford Bridge am Dienstagabend die erfolgreichste Offensive der Saison. Chelseas Titelchancen waren bereits im Vorfeld gleich Null, die Blues wollten mit einem Sieg zurück in die Top 4. United stand mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze der Liga &#8211; und sollte doch keinesfalls verlieren. </strong></em></p>
<div id="attachment_4235" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><img class="size-full wp-image-4235 " title="Chelsea - Manchester United" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/chelsea_manunited.jpg" alt="" width="410" height="590" /><p class="wp-caption-text">Chelsea - Manchester United: 1. Halbzeit</p></div>
<p><span id="more-4234"></span></p>
<p>Carlo Ancelotti verzichtete auf Didier Drogba und warf sein Team mit einer Art 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld in die Partie. Das Mittelfeld agierte extrem schmal und sollte wohl von den Außenverteidigern über die Flanken untersützt werden. Das gelang den Blues aber in der ersten Halbzeit kaum. Cole und Ivanovic tauchten erst gegen Ende des Durchgangs vorne auf. Essien sollte hinten absichern, Lampard hinter den Spitzen helfen &#8211; gerne tauschten die Beiden auch die Plätze. De facto erschien Essien fast auffälliger in der Offensive, der Engländer beschränkte sich eher auf sichere Pässe. Die meisten Vorstöße aus der Mitte kamen aber eher von Malouda.</p>
<p>Alex Ferguson stellte seinerseits ein klassischeres 4-4-2 mit zwei Sechsern auf. Vidic war auf  Torres abgestellt, Smalling musste den etwas tiefer spielenden Anelka empfangen.  Carrick und Scholes sicherten in der Mitte ab. United verließ sich in der Offensive auf das Kombinationsspiel und die Schnelligkeit von Hernandez und Rooney, die sich Bälle oft tief holen mussten. Aus dem Mittelfeld kam nur über die Flanken maßgebliche Unterstützung, wobei nur Fletcher auch tatsächlich außen blieb. Nani zog es wenig überraschend hinter die beiden Spitzen.</p>
<h2>Erste Hälfte</h2>
<p>Beide Teams zeigten von Beginn weg Siegeswillen. So entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein recht offener Schlagabtausch. In der zweiten Minute wäre ein Schuss von Torres direkt unter die Querlatte ein würdiger Einstandstreffer für den Spanier bei Chelsea geworden, doch wegen einem Foulspiels war bereits abgepfiffen. Drei Minuten später kämfte sich Ramires gegen die gesamte linke Abwehrseite von United durch, legte perfekt auf Malouda zurück, doch der Franzose stellte Van der Sar frei von der Strafraumgrenze aus vor keine gröberen Rätsel. Als Malouda in der 12. Minute des Gegners defensives Mittelfeld allzu leicht überwand und auf Essien ablegte, konnte dessen Schuss von der Verteidigung geblockt werden.</p>
<p>Auch Manchester versuchte offensiv zu agieren, kam aber vorerst zu keinen zwingenden Chancen. Erst in der 16. Minute dann die Andeutung einer solchen. Hernandez machte mit einem cleveren Haken die blaue Abwehr auf, spielte steil auf den nachrückenden Evra, doch dessen Querpass auf Rooney verfehlte den Stürmer um den berühmten Tick. Es zeichnete sich ab, dass United sein Glück entweder über Steilpässe auf Hernandez, eher aber immer wieder über links versuchte. Evra hatte zu viel Platz, konnte sich im Zusammenspiel mit Nani ungestört in die Offensive einschalten. Das beschäftigte Ramires und Ivanovic so sehr, dass über die rechte Seite bei Chelsea nicht wirklich viel lief. Die Ancelotti-Elf rückte nach 15 Minuten auch merkbar weiter zurück, attackierte erst merkbar in der eigenen Hälfte. Es war vor allem der guten Leistung von Luiz zu verdanken, dass United in dieser Phase nicht zu einigen wirklich großen Chancen kam.</p>
<p>Doch es war genau dieses absehbare Muster, das den Gästen schlussendlich die Führung einbrachte. Evra spazierte mit nach vorne, legte auf Nani ab, der nach einem flinken Zug zur Mitte Rooney das Leder überließ. Der englische Teamstürmer wurde von Ivanovic in Frieden gelassen, drehte sich und zog aus etwas über 20 Metern ab. Zuviel Platz für einen Klassemann, der spätestens seit seinem Traumtor gegen Manchester City wieder in Form kommt. 30. Minute, es stand 1:0 für die Gäste.</p>
<p>Chelsea bemühte sich nun endlich um etwas Breite durch Unterstützung der Außenverteidiger. Das band auf der Gegenseite Evra und Nani und Fletcher stärker an ihre defensive Aufgaben. Doch das Spiel schlief nach dem Tor vorerst etwas ein. Manchester hatte bis dahin schon in der Gegnerhälfte mit dem Pressing begonnen, zog sich aber jetzt tiefer zurück und machte dicht. Dem ohnehin schon nur weit vom Tor entfernt an den Ball kommende Torres half die zunehmende Enge nicht, doch er holte in der 40. Minute einen diskutierbaren Freistoß gegen Essien heraus. Die Granate von Lampard parierte der 40-jährige Van der Sar ebenso bravourös, wie die darauffolgenden drei Versuche aus kürzester Distanz von Ivanovic. Vor der Pause war sonst nur noch die Gelbe Karte von Vidic eine Erwähnung wert, da dieser schon in größerer Not Essien mit unfairen Mitteln am Eindringen in den Strafraum hinderte.</p>
<h2>Zweite Hälfte</h2>
<p>Das Bild änderte sich nach der Pause nicht. Manchester verließ sich ganz auf die Künste von Hernandez und Rooney und eine gefestigte Leistung in der Abwehr. Chelsea schaffte es zwar, United zu entschärfen, aber selbst erarbeitete man sich auch keine Tore. Das Spiel schien weitgehend festgefahren. Und so kam es, wie es in einer solchen Situation kommen musste: Eine Standardsituation löste das Patt. Nach einem Eckball klärte die Manchester-Abwehr noch, doch der Ball kam zum umtriebigen Essien auf der linken Seite im Mittelfeld. Er flankte zurück in den Strafraun, Verteidiger Ivanovic legte auf den am langen Eck stehenden Luiz ab und der brasilianische Verteidiger netzte von Evra allein gelassen eiskalt ein. Der Ausgleich für die Gastgeber in der 54. Minute.</p>
<p>Luiz war bis dahin der stärkste Mann in Blau am Platz, er sollte es auch weiterhin bleiben. Der Innenverteidiger war schon in der Gegnerhälfte immer wieder am Forechecking beteiligt, was er sich vermutlich aufgrund der geringen Mittel leisten konnte, die United nach vorne aufwendete. So blieb der Raum hinter Rooney und Hernandez immer wieder verwaist, was zumindest einen der Beiden immer wieder weit zurückzwang. Die Gäste fanden in der zweiten Hälfte bis daton nicht statt.</p>
<p>Luiz erschwerte sich dann aber das Leben, indem er nach etwa einer Stunde erst noch bei einem Bodycheck davonkam, bei einem zweiten gegen Rooney aber doch verdient Gelb sag. Ancelotti wechselte kurz darauf Anelka gegen Drogba aus. Der Ivorer sollte dem Chelsea-Spiel vorne endlich etwas körperliche Duchsetzungskraft einbringen.</p>
<p>Quasi als Reaktion deckte United auf, wie es gehen würde. Der Ball ging nach vorne zu Hernandez, der bekam Unterstützung an der Flanke von Fletcher und legte nach außen ab. Fletcher spielte den tödlichen Pass zur Mitte, Rooney war da und netzte ein. Einziger Schönheitsfehler: Er war knapp im Abseits und der Linienrichter hatte das gesehen.</p>
<p>Es folgten mehrere Wechsel: Hernandez machte für Berbatov Platz, Scholes wurde durch Giggs ersetzt. Auf der Gegenseite kam Zhirkov für den glücklosen Malouda. An der Spielanlage änderte das vorerst nichts. Es war eine gewisse Nervosität zu spüren, niemand wollte alles riskieren &#8211; gerade aus Chelseas Sicht war das etwas unverständlich.</p>
<p>In der 74. Minute dann eine wichtige Szene &#8211; der einzige Schiedsrichterfehler des Abends, und der sollte schwer wiegen. Rooney legte den Ball zu einem Mitspieler an, drohte ohne Ball Luiz zu enteilen und der Brasilianer stellte dem Engländer weit fernab des Balles ein Bein. Im Mindestfall war das eine klare Unsportlichkeit und damit eine zwingende Gelb-Rote für den 23-Jährigen. Doch Referee Atkinson und seine Assistenten hatten die Aktion (<a href="http://upload.ducedo.com/tmp/luiz-ref.jpg" target="_blank">unverständlicherweise</a>) nicht gesehen und so blieben Chelsea alle Feldspieler erhalten.</p>
<p>Keine drei Minuten später hatte er dann besser aufgepasst. Der schwungvolle Zhirkov drang in den Strafraum des Gegners ein, wurde gelegt und ergatterte so einen Elfmeter. Frank Lampard bewies Coolness, hämmerte den Ball unter die Latte und stellte die 2:1-Führung für die Gastgeber her (78.). Es war nicht unbedingt eineFolge von herausragendem Spiel oder enormen Druck, aber aufgrund der allzu großen Passivität des Gegners ging sie in Ordnung. Ancelotti brachte Bosingwa um Luiz vor sich selbst zu schützen, bei United musste Evra runter und Fabio durfte ran. (81.)</p>
<p>Plötzlich erwachte Chelsea, kam erst über rechts mit Ramires und dann links mit Cole zu einer Flanke, ehe ein Gewaltschuss von Zhirkov (nach einem Eckball) nur mit Glück von Vidic abgelenkt werden konnte. Ferguson ließ nun Nani rechts, Giggs links und Fletcher in der Mitte spielen. Seine Mannschaft warf auch sichtbar mehr nach vorne. Dich die einzige echte Chance fand Fabio knapp vor Ende der regulären Spielzeit vor. Nach einem schönen Kombinationsspiel kam der Linksverteidiger gegen Goalkeeper Cech am Fünfer aber etwas zu spät.</p>
<h2>Der Schlüssel</h2>
<p>Als Schlüssel von Chelseas Erfolg kann man die Verbreiterung des Angriffsspiels bezeichnen, mit dem man zwar selbst wenig Druck erzeugte, aber zumindest auch die Offensive der Gäste merkbar kastrierte. Hatte Evra in den ersten 35 Minuten des Spiels noch unheimlich viel Platz und sein Engagement eine zerstörende Wirkung auf Chelsea, kam er in der zweiten Hälfte kaum noch dazu, sich einzuschalten. Die folgende Grafik aus dem <a href="http://www.guardian.co.uk/football/chalkboards" target="_blank">Guardian-Chalkboard</a> zeigt das sehr schön.</p>
<div id="attachment_4240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-4240" title="Evras Pässe in der ersten und zweiten Hälfte zum Vergleich" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/evra.jpg" alt="" width="400" height="287" /><p class="wp-caption-text">Evras Pässe in der ersten und zweiten Hälfte zum Vergleich</p></div>
<p>Hingegen muss man bei den Blues dringend die Politik hinterfragen, Fernando Torres um jeden Preis nicht nur zu kaufen sondern auch durchspielen zu lassen. Dem Ex-Liverpooler gelingt im blauen Trikot noch nicht besonders viel, obwohl er sich alle Mühe gibt. Gerade in solch körperbetonten Duellen wie dem heutigen ist ein Drogba aber wohl die bessere Wahl. Das zeigte dieser auch in den letzten Minuten, als er immer wieder den Ball gegen United behauptete. Vidic blieb dabei bei einem Foul erst noch die zweite Gelbe erspart. Einige Sekunden später stoppte er aber Ramires völlig unnötigerweise durch unfaires Halten und wurde des Platzes verwiesen. Er fehlt damit ebenso wie Ferdinand und Evans am Sonntag im nächsten Topp-Spiel für Manchester beim Mit-Rekordmeister Liverpool.</p>
<h2>Das Meisterschaftsfinish</h2>
<p>Für die Reds bedeutet das heutige Ergebnis zwar, dass die Idee von einem Champions League-Platz sich ziemlich sicher in Luft aufgelöst hat, doch wem man den Meistertitel versauen möchte, ist an der Anfield Road sicher keine Frage die man jemandem noch groß stellen muss.</p>
<p>Arsenal wird sich jedenfalls schon für das heutige Ergebis beim Stadtrivalen artig bedanken. Die Gunners liegen nun nur noch einen theoretischen Verlustpunkt hinter ManUnited (ein Nachtragsspiel fehlt). Natürlich ist United weiterhin Tabellenführer, doch das Restprogramm ist schwer. Neben dem Klassiker am Sonntag empfängt man noch einmal Chelsea und muss &#8211; wenn die Saison einigermaßen erwartbar verläuft &#8211; bei Arsenal im direkten Duell zumindest punkten (deren schwerste verbleibende Spiele zuhause gegen Liverpool und im Lokalderby bei Tottenham stattfinden). (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4234&amp;md5=2a6b4b8a6b11daf23e4b75b681db822e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Premierleagueunser</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/12/27/premierleagueunser/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 14:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Premier League in England, verehrt werde dein Name. Deine Runde komme. Deine Spielkultur bestehe, wie in England, so auf Erden. Unsere tägliche Weihnachtsrunde gib uns heute. Und strafe uns nicht mit Absagen, sondern erlöse uns vom Fernsehprogramm. Und führe uns ruhig in Versuchung, mit der schönsten Nebensache der Welt. Denn dein ist der Ball und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Premier League in England,<br />
verehrt werde dein Name.</p>
<p>Deine Runde komme.</p>
<p>Deine Spielkultur bestehe,<br />
wie in England, so auf Erden.</p>
<p>Unsere tägliche Weihnachtsrunde gib uns heute.</p>
<p>Und strafe uns nicht mit Absagen,<br />
sondern erlöse uns vom Fernsehprogramm. </p>
<p>Und führe uns ruhig in Versuchung,<br />
mit der schönsten Nebensache der Welt. </p>
<p>Denn dein ist der Ball und das Tempo und die Herrlichkeit, in Ergebenheit,<br />
Ankick!</p>
<p>(tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3525&amp;md5=c7110c28f2cc93fc1080935168294697" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das &#8220;Trainingscamp&#8221; knapp geschlagen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/12/13/das-trainingscamp-knapp-geschlagen/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 22:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wenger]]></category>

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		<description><![CDATA[Patrice Evra hatte Arsenal vorm Gipfeltreffen als &#8220;Trainingscamp&#8221; verspottet &#8211; letztlich gab es einen 1:0-Sieg für Manchester United. Und das, obwohl die Gunners erst lange stark in der Defensive standen und nach der Pause United ziemlich hinten reinpressten. Ein Tor von Park Ji-Sung, eine gesunde Mischung aus Skill und Glück, sicherte Sir Alex die drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Patrice Evra hatte Arsenal vorm Gipfeltreffen als &#8220;Trainingscamp&#8221; verspottet &#8211; letztlich gab es einen 1:0-Sieg für Manchester United. Und das, obwohl die Gunners erst lange stark in der Defensive standen und nach der Pause United ziemlich hinten reinpressten. Ein Tor von Park Ji-Sung, eine gesunde Mischung aus Skill und Glück, sicherte Sir Alex die drei Punkte.</em></strong></p>
<p><div id="attachment_3480" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/UtdArs.png"><img class="size-full wp-image-3480 " title="UtdArs" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/UtdArs.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Man Utd - Arsenal 1:0</p></div><span id="more-3478"></span></p>
<p>Arsenal spielte von Beginn an ein ungewohnt defensives Spiel. Schlüsselfiguren waren hierbei Alex Song und Jack Wilshere &#8211; denn an diesen beiden war es, Anderson und Fletcher aus derm Spiel zu nehmen. Vor allem Song war dabei sehr gewissenhaft und nahm Anderson praktisch in Manndeckung. Etwas mehr Zug nach vorne hatte Wilshere, der oft auch in die Mittelfeldkette aufrückte. Dort spielte Rosický zumeist zentral und Nasri kam über die linke Seite. Arshavin startete nominell auf rechts, zog aber (wie gewohnt) immer wieder in die Mitte, ohne dabei aber einen Effekt zu erzielen. Der Russe ist komplett außer Form.</p>
<p>Dass Arsenal-Linksverteidiger Clichy nicht wie sonst üblich den nach innen ziehenden Arshavin hinterlief, lag an seiner diesmal recht streng defensiven Rolle. Nani kam gegen Clichy ebenso wenig zur Geltung wie Park Ji-Sung auf der anderen Seite gegen Sagna. Arsenal konnte also sowohl die Außenstürmer als auch die beiden Kreativspieler in der Zentrale gut kontrollieren und hielt so United sehr effektiv vom eigenen Strafraum weg.</p>
<p>Manchester versuchte es viel zu selten, Rooney steil auf die beiden als Unsicherheitsfaktoren geltenden Innenverteidiger Squillaci und Koscielny zu schicken. Einmal passierte das duch einen Ausschuss von Van der Sar in der 9. Minute; einmal köpfte Koscielny genau Nani an (22.) &#8211; dessen Reflex-Schuss strich nur knapp am Tor den sicheren Arsenal-Schlussmannes Szczęsny vorbei. Sonst war nicht viel zu sehen von United &#8211; zwar hatte das Team von Sir Alex 60% Ballbesitz, aber daraus etwas zu machen schaffte man nicht.</p>
<p>Arsenal hatte den Spielstand also eigentlich recht sicher im Griff, bis kurz vor der Halbzeit die Glücksgöttin dem Team aus Manchester hold war: Halb im Fallen erwischte Park eine abgefälschte Nani-Flanke, die sich über Szczęsny zum 1:0 ins Tor senkte &#8211; ein Glückstor, das mit gefinkelten Spielzügen und offensichtlicher Spielintelligenz rein gar nichts zu tun hatte; dafür umso mehr mit herausragender Körperkontrolle von Park Ji-Sung.</p>
<p><em><strong>Arsenal dreht Spielanteile</strong></em></p>
<p>In die zweite Hälfte startete Arsenal, wie man das fast erwarten konnte, völlig verwandelt. Clichy und Sagna hatten ganz offenbar grünes Licht zum Angreifen bekommen und mit den so neugewonnen personellen Möglichkeiten drückten die Gunners den Gegner sofort in die Defensive. Alleine, der Ausgleich wollte nicht gelingen &#8211; obwohl United durchaus die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen hatte.</p>
<p>Aber United behielt stets die Ruhe und hatte durch einen schnellen Konter über Nani in der 59. Minute gleich zweimal die riesige Chance, mitten hinein in die Druckphase von Arsenal das 2:0 zu erzielen &#8211; aber weder der erste Versuch saß, noch der zweite, den ihm Clichy ermöglicht hatte. Wenger nahm kurz danach Rosický und Wilshere vom Feld, um mit Fàbregas und Van Persie mehr für die Offensive zu tun. Van Persie spielte nun hinter bzw. neben Chamakh, und Fàbregas kam (wie Wilshere) aus der Etappe, hatte aber natürlich mehr Drang nach vorne. Doch anstatt das Spiel von Arsenal zu beleben, machte es einen zunehmend fahrigen Eindruck.</p>
<p>So wäre es mit Sicherheit der endgültige Stoß für Arsenal gewesen, hätte nicht Rooney einen Elfmeter (eine harte Entscheidung) in der 74. Minute äußerst eindrucksvoll über das Tor des sehr soliden Wojciech Szczęsny gedroschen. Wenger wechselte danach wiederum: Walcott kam für den schwachen Arshavin und ging auf die linke Seite, Nasri dafür auf rechts.</p>
<p>Aber aus dem Spiel von Arsenal wich zunehmend der Zug zum Tor, die Passgenauigkeit und die Ruhe. Walcott machte einen extrem hibbeligen Eindruck und konnte so kaum Konstruktives beitragen, eine gute Torchance versiebte er zudem. So konnte das Team von Manchester United, das sich in der zweiten Hälfte sehr diszipliniert verhielt und geduldig verteidigte, den Sieg letztlich über die Zeit bringen.</p>
<p><em><strong>Fazit: United agiert cooler, Sieg ist korrekt</strong></em></p>
<p>Arsenal machte in der ersten Hälfte vieles richtig: Mit konsequenter Deckung wurden die Kreativspieler von United recht gut unter Kontrolle gehalten, den Red Devils fiel sehr lange sehr wenig ein, um sich der defensiven Umklammerung zu befreien. Durch ein &#8211; Parks starken Kopfball in allen Ehren &#8211; Zufallstor war Arsenal nach der Pause gezwungen, aufzumachen. United verlegte sich auf das Lauern auf Konter, Arsenal fehlte es aber ein wenig an den Mitteln und auch an der Kaltschnäuigkeit, das Spiel noch auszugleichen.</p>
<p>So gesehen ist der 1:0-Sieg von Manchester United nicht unverdient.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Die Spurs können auch effizient</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/11/20/die-spurs-konnen-auch-effizient/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 16:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arsenal]]></category>
		<category><![CDATA[Derby]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einem Sieg im Derby gegen Tottenham wäre Arsenal an der Spitze der Premier League gestanden. Die Statistik ließ die Gunners hoffen, denn seit 1993 hatten die Spurs kein Auswärtsspiel bei einem der &#8220;Big Four&#8221; im englischen Fußball gewonnen. Doch Arsenal bewies vor allem, wie man hochverdient 2:0 in Führung geht und trotzdem noch Derby [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Mit einem Sieg im Derby gegen Tottenham wäre Arsenal an der Spitze der Premier League gestanden. Die Statistik ließ die Gunners hoffen, denn seit 1993 hatten die Spurs kein Auswärtsspiel bei einem der &#8220;Big Four&#8221; im englischen Fußball gewonnen. Doch Arsenal bewies vor allem, wie man hochverdient 2:0 in Führung geht und trotzdem noch Derby und Tabellenführung verspielt.</strong></em></p>
<p><div id="attachment_3291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot1.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot1.jpg" alt="" title="Arsenal - Tottenham 2:3" width="410" height="590" class="size-full wp-image-3291" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Tottenham 2:3</p></div><span id="more-3290"></span></p>
<p>Arsenal wurde von Arsene Wenger mit einem 4-2-3-1 aufs Feld geschickt. Die Rollenverteilung sah wie folgt aus. Die Außenverteidiger Clichy und Sagna gingen über die Flanken mit nach vorne, Denilson spielte einen eher defensiv orientierten Mittelfeldspieler, Song blockte ebenfalls tief im Feld die Angriffe von Tottenham, ging dann aber zuweilen bis ganz in die Spitze mit nach vorne. Das offensive Mittelfeld mit Regisseur Fabregas und den oft in die Mitte rotierenden Nasri und Arshavin glich im zusammenspiel mit dem ab und zu zurückfallenden Chamakh einem enorm dynamischen Flipper.</p>
<p><strong>Eine ganz andere Interpretation eines am Papier ähnlichen Systems</strong> zeigte Harry Redknapp. Assou-Ekotto und Hutton hielten sich vorerst im Hintergrund und hatten die Aufgabe, Nasri und Arshavin nicht aus den Augen zu lassen. Jenas sollte das Mittelfeld absichern und Bälle sicher verteilen, Modric das Spiel eröffnen. Bale und Lennon sollten ihre Schnelligkeit an den Flanken ausspielen. Van der Vaart gab den Freigeist hinter Pavlyuchenko. </p>
<p>Dass Modric und Jenas sehr tief standen, gab Arsenal die Möglichkeit recht gesichert den Ball in den eigenen Reihen zu halten und auf die vier primären Offensivkräfte stets gut aufzupassen. So konnten die Flügelspieler stets von zwei bis drei Gegenspielern isoliert werden und kamen so in der ersten Hälfte kaum ins Spiel. Auch Van der Vaart fehlten Anspielstationen, obwohl er sich viel bewegte.</p>
<p>Schon in der ersten Minute spielte Arsenal die Stärken in der Zentrale aus, als ein Zuckerpass von Fabregas auf Nasri vom routinierten Gallas nur mit einem tollen Tackling abgefangen werden konnte. Dieses Duo sollte diesmal zwar noch scheitern, den Spurs in der Folge aber noch viele Schwierigkeiten bereiten. Während ein Vorstoß von Song bereits in der achten Minute für eine Flanke sorgte, die Spurs-Keeper Gomes Probleme bereitete, gingen die Hausherren Sekunden später in Führung.</p>
<p>Fabregas ließ sich tief zurückfallen um den Ball unter Kontrolle zu bekommen. An den Flanken orientierten sich Arshavin und Nasri ganz weißt außen und zogen die Tottenham-Abwehr so in die Breite. Der schnellen Sprint des Franzosen überraschte dann Assou-Ekotto, nicht aber den per Traumpass bedienenden Fabregas. Gomes zögerte kurz, konnte Nasri dann zwar stören, aber der in dieser Saison völlig enthemmte Mittelfeldspieler traf auch aus spitzen Winkel zwischen die Pfosten zum 1:0. Ein Lehrstück dafür, wie man eine Abwehr aufreißt &#8211; perfekt gerade gegen die sonst sehr eng stehende Tottenham-Abwehr.</p>
<p>Arsenal führte Tottenham in der ersten Hälfte diesbezüglich vor. Immer wieder wurde das Spielfeld entweder breit oder lang &#8211; manchmal auch beides &#8211; gemacht, um in der Mitte Fabregas Platz zu geben. Dieser nützte diesen mit Hilfe eines Kollegen stets dazu, enorm schnelle Vorstöße einzuleiten. So auch beim 2:0 in der 27. Minute, als der Kapitän erst selbst einige Meter mit dem Ball machte, dann links Arshavin freispielte, welcher den Ball zum in der Mitte bereitstehenden Chamakh weiterleitete. Fabregas selbst hatte kurz zuvor nach Pass von Song noch eine gute Möglichkeit auf den Führungsausbau vergeben. In der 34. Minute hätte nach einem ähnlichen Stretching-Spiel Arshavin die Möglichkeit vorgefunden, wurde aber als knapp im Abseits bewertet.<br />
<strong><br />
Bei Ballverlust attackierten die Gunners früh</strong>, ließen Tottenham keine Chance sich zu orientieren. So kamen die Spurs erst gegen Ende der Hälfte wieder einigermaßen nach vorne und war vor allem dann gefährlich, wenn Modric (30.) mit nach vorne ging oder es Standardsituationen gab. Die Außenverteidiger waren viel zu defensiv eingestellt, sodass erst in der 40. Minute Assou-Ekotto einmal bis zur Grundlinie ging, um eine Flanke zu versuchen. Bale und Lennon waren mangels unterstützung an der Seite völlig abgemeldet. </p>
<p>Das Tempo, das Fabregas im Zusammenspiel vor allem mit Nasri aus der Mitte heraus entwickeln konnte, war enorm. Und als es in die Pause ging, war die Frage legitim, wie man Arsenal in dieser Form überhaupt schlagen könne. Die souverände Vorstellung der Wenger-Mannschaft ließ keinen Zweifel über die Titelambitionen aufkommen. </p>
<p>Doch Redknapp reagierte und stellte auf ein System um, das mancher Beobachter ohnehin von anfang an erwartet hatte. Er brachte den wieder genesenen Defoe für Lennon um ein 4-1-3-2 zu etablieren. Van der Vaart rückte auf die rechte Seite (wo er allerdings selten blieb), auch Bale zog mehr in die Mitte und Modric setzte sich hinter den Spitzen fest. Nur Jenas sicherte nun noch hinten ab, fiel im Spielaufbau sogar zwischen die beiden Innenverteidiger zurück um Assou-Ekotto und Hutton die Möglichkeit zu geben, über die Flanken mit nach vorne zu gehen.</p>
<div id="attachment_3292" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot2.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot2.jpg" alt="" title="Arsenal - Tottenham 2:3" width="410" height="590" class="size-full wp-image-3292" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Tottenham 2:3</p></div>
<p><strong>Erst schien es, als würde dieser Plan nicht aufgehen</strong>. Das Loch hinter Modric klaffte teilweise viel zu weit auf, die Spurs spielten deshalb vor allem weite Bälle in die Spitze und beim Forechecking wirkten sie noch weiter auseinandergerissen als in Hälfte eins. Arsenal hatte zudem in der Zentrale endgültig eine 3 gegen 2-Überzahl und nutzte die auch aus um die Bälle zu verteilen. Allerdings konnte man im Aufbau nicht mehr ganz so ruhig agieren, denn Tottenhams Pressing fand nun mit fünf Leuten statt &#8211; was eine Mannschaft dieser technischen Qualität aber erstmal nicht störte.</p>
<p>Schlussendlich gelang Tottenham aber durch eine Zufallsaktion der schnelle Anschluss. In der 50. Minute platierte Nasri einen Freistoß nicht gut genug, die Tottenham-Abwehr konnte klären. Assou-Ekotto nahm den Ball zur Seite, schaute&#8230; schaute&#8230; machte Defoe aus und drosch den Ball in seine Richtung. Der Stürmer behauptete sich, leitete bper Kopf nach vorne weiter, wo Van der Vaart von vier Gegenspielern unbedrängt den Ball herunternehmen und zu Bale weiterleiten konnte, der keine Gnade mit dem chancenlosen Fabianski kannte. Ein perfekt gespielter Konter, aber kein aus der allgemeinen Taktik erwachsenes Tor. Jedenfalls 2:1.</p>
<p>Es blieb vorerst beim selben Spielverlauf. Arsenal war im Ballbesitz spielte die Überzahl im Mittelfeld aus, fand aber keine allzu großen Chancen vor. Ansonsten spielte nach dem Anschlusstreffer vor allem Arsenals linke Seite groß auf. Van der Vaart nahm seine defensiven Aufgaben an der Seite (erwartbar) nicht allzu ernst, was Hutton am hinteren Ende des Feldes in ordentliche Bedrängnis brachte, da Clichy mehr Möglichkeiten zum Mitgehen vorfand um Arshavin zu untersützen. Es war ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig offensive Außenverteidiger für ein modernes Flügelspiel sind &#8211; aber eben auch dafür, was die defensiven Kosten einer stark zur Mitte orientierten Offensiven sein können.</p>
<p>Tottenham versuchte es mit weiten Bällen die meist schnell zurück kamen. Einen solchen behauptete aber in der 56. Minute wieder Defoe, die Ablage auf Modric setzte dieser in einen Schuss um, der seinen Zweck allerdings knapp verfehlte. Es gab ansonsten nach wie vor keinen Indikator dafür, dass die Spurs dieses Prestigespiel drehen würden.<br />
<strong><br />
Nächster Auftritt Modric</strong>. Der kroatische Mittelfeldspieler nahm sich in der 66. Minute ein Herz, stieß mit einer Einzelaktion vor und wurde schlussendlich gefoult. Ein nicht oft eingesetzter Move, auf den sich Tottenham aber immer wieder verlassen kann (siehe seine Vorlage für VdV <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/03/das-team-mit-dem-weltklasse-momentum/" target="_blank">zum 1:0 gegen Inter</a>). Das sollte an sich noch nicht fatal sein, auch die Distanz zum Tor war mit über 30 Metern erstmal nicht allzu beunruhigend für Arsenal. Beim Freistoß von Van der Vaart wehrte Fabregas den Ball allerdings mit der Hand ab &#8211; er stand innerhalb des Strafraums und dementsprechend folgerichtig gab es Elfmeter. Van der Vaart, der aus dem Spiel heraus keine richtigen Akzente setzen konnte, knippste knallhart zum 2:2-Ausgleich. Ein wahrlich nicht unglücklicher Spielverlauf für die Spurs.</p>
<p>Umgehend wechselte Wenger den schlampig gewordenen Chamakh aus und brachte Van Persie. Minuten später jubelte die Masse im Emirates, doch Squillacis Treffer wurde korrekt aberkannt. Fabregas war vor seinem Pass knapp im Abseits gestanden. Es stand eine hochspannende und völlige offene Schlussviertelstunde bevor.</p>
<p>Modric rückte nun wieder weiter zurück und Pavlyuchenko wurde durch Crouch (74.) ersetzt. Ein klassisches 4-4-2 sollte den Spurs den Punkt sichern, während Arsenal mehr und mehr Männer nach vorne beorderte und Walcott für Nasri und Rosicky für Arshavin brachte (77.). Fabregas fand zwei Chancen von der Strafraumgrenze vor &#8211; einmal verpasste er das Tor selbst (72.), einmal parierte Gomes glänzend (78.). Koscielny köpfte über das Tor (78.).  Aber die Mine des äußerst angefressenen Arsene Wengers wollte sich nicht mehr aufhellen. Auf der Gegenseite sorgte Crouch für Chaos im Strafraum, aber Van der Vaart konnte seine Ablage nicht verwerten (82.). </p>
<p><strong>Schlussendlich fuhr der in der zweiten Hälfte mit neuer Rolle viel sichtbarere Bale wieder einmal einen Konter</strong>. Zum wiederholten Male wurde er mit einem Foul gestoppt. Die Position schien abermals nicht gefährlich, aber die perfekt gesetzte Freistoßflanke verlängerte Luftmacht Kaboul ins lange Eck zum 3:2. Tottenham hatte das Spiel gedreht, ohne jemals wirklich Gefahr auszustrahlen. Arsenal, schwer gestraft für schon kleinste Fehler, versuchte sich in einer kopflosen Schlussoffensive. Aber weder Walcott (90., 91.) noch ein Schuss von Rosicky (95.) konnten noch etwas am Ergebnis ändern. </p>
<p>Ein Derby mit einem irren Spielverlauf, Höllentempo und dem glücklicheren Sieger endete mit 2:3 für die Gäste. Arsenal vergab eine große Chance auf die Tabellenführung, die nach der 0:1-Niederlage von Chelsea bei Birmingham sogar das ganze Wochenende gehalten hätte. Gleichzeitig macht der Selbstfaller der Blues die Niederlage für die Gunners so erträglich, wie eine derartige Derby-Heimniederlage nur sein kann. (tsc)</p>
<p><em>PS: Weil manche Kommentare dahin gehen, dass die Spurs in der zweiten Hälfte doch eigentlich ein Feuerwerk abgebrannt und Arsenal an die Wand gespielt haben. Die Daten des <a href="http://www.guardian.co.uk/football/chalkboards/528QykPVRW0Sgj74DDV0">Guardian Chalkboards</a> sagen ebenso wie meine Analyse einfach was ganz anderes. Hier eine Darstellung der Pässe, erfolgreichen Pässe und Torschüsse in der zweiten Hälfte. Das zeigt sehr schön, dass Tottenham im Gegensatz zu Arsenal den gegnerischen Strafraum eigentlich so gut wie nie aus der Nähe gesehen hat. Die Spurs haben in dieser Saison schon famos gespielt, aber in diesem Spiels hat einfach eine Ausbeute von 3 Toren aus 2 Chancen zum Erfolg geführt.</em></p>
<div id="attachment_3325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot3.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/arstot3.jpg" alt="" title="Arsenal - Tottenham 2:3" width="350" height="700" class="size-full wp-image-3325" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Tottenham - Die Visualisierung der zweiten Hälfte. (Blau = erfolgreich, Rot = verhindert, Weiß = Szene mit Torerfolg)</p></div>
<p>Besonders klar wird das auch, wenn man vergleicht, wie viele erfolgreiche Pässe allein Fabregas nach der Pause in der gegnerischen Hälfte gespielt hat: Gleich viel wie das gesamte Tottenham-Team zusammengezählt. Es sind jeweils 37.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" name="chalkboard" width="460" height="620" align="middle" id="chalkboard"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowNetworking" value="all" /><param name="allowFullScreen" value="false" /><param name="movie" value="http://www.guardianchalkboards.com/guardianchalkboards_embed.swf?chalkBoardID=Ne4859n33u0O89627lt7"/><param name="movie" value="http://www.guardianchalkboards.com/guardianchalkboards_embed.swf?chalkBoardID=Ne4859n33u0O89627lt7"/><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><embed src="http://www.guardianchalkboards.com/guardianchalkboards_embed.swf?chalkBoardID=Ne4859n33u0O89627lt7" swLiveConnect="true" allowNetworking="all" quality="high" bgcolor="#FFFFFF" width="460" height="620" name="chalkboard" align="middle" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="false" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><br />
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3290&amp;md5=1827606c321818d6499da3160e737c51" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Premier Leaks #3: Das neureiche Arbeitermilieu</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/08/22/premier-leaks-3-das-neureiche-arbeitermilieu/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 21:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester City]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montagabend steigt in der Premier League das Spitzenspiel. Manchester City empfängt Liverpool in der zweiten schweren Partie für beide Mannschaften (die Reds starteten 1:1 gegen Arsenal, die Citizens 0:0 bei Tottenham). Die letzten sieben Aufeinandertreffen endeten fünf Mal Remis. Seit 2005 gab es für City keinen Heimsieg. In der vergangenen Saison sahen sich meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montagabend steigt in der Premier League das Spitzenspiel. Manchester City empfängt Liverpool in der zweiten schweren Partie für beide Mannschaften (die Reds starteten 1:1 gegen Arsenal, die Citizens 0:0 bei Tottenham). Die letzten sieben Aufeinandertreffen endeten fünf Mal Remis. Seit 2005 gab es für City keinen Heimsieg.<span id="more-2604"></span></p>
<p>In der vergangenen Saison sahen sich meine Eltern bei einem England-Trip mit Freunden genau diese Begegnung in Manchester an, Überliefert wurde Abenteuerliches: Nach dem Schlendern durch den Fanshop wollten sie pünktlich ihre Plätze beziehen. Sie rannten um das Stadion auf der Suche nach ihrem Sektor. Einmal herum, zweimal herum &#8211; er war nicht aufzufinden. Also fragten sie einen Ordner. Der deutete zum Erstaunen der Gruppe hinter sich: Der VIP-Eingang tat sich vor ihnen auf. Durch den gingen sie, vorbei an der Tiefgarage mit Nobelschlitten, hinauf auf die Tribüne mit den Ledersesseln. Wie das passiert ist, weiß niemand so genau. Beschwert hat sich niemand.</p>
<p>&#8220;Manchester City &#8211; das ist eigentlich solides englisches Arbeitermilieu&#8221;, schreibt Carsten Germann in seinem Buch &#8220;<a href="https://www.amazon.de/dp/3895337218?tag=zurpolitikc06-21&#038;camp=1410&#038;creative=6378&#038;linkCode=as1&#038;creativeASIN=3895337218&#038;adid=1K7F9QXJWRNZSBS7W9MW&#038;" target="_blank">Absolute Dynamite</a>&#8221; (das ich hier in näherer Zukunft noch besprechen werde). 1999 war der Verein noch in der dritten englischen Liga (mit einem Zuseherschnitt von über 30.000 an der Maine Road), seit 2002 ist er wieder durchgehend erstklassig. Es folgte die Eröffnung des neuen City of Manchester-Stadions (2003, 47.000 Plätze), die Übernahme des Vereins durch den thailändischen Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra (2007) und ein Jahr darauf die erneute Übernahme durch die Abu Dhabi United Group. Die dahinterstehenden Öl-Scheichs sollen finanziell 60 Mal potenter als Chelsea-Besitzer Roman Abramovich sein, der seinen Klub ähnlich führt. Der neureiche Klub des Arbeitermilieus war endgültig in der Dekadenz angekommen.</p>
<p>Zwar sind die <a href="http://transfermarkt.at/de/premier-league/transferuebersicht/wettbewerb_GB1.html" target="_blank">Transferbilanzen</a> der meisten Klubs bislang negativ (Fulham, Aston Villa, Liverpool, Blackburn und Sunderland sind positiv), doch in der Premier League ist offiziell der &#8220;Sommer der Entbehrung&#8221; (allerdings entlasten auch Vertragsauflösungen von Spielern die keine Ablöse einbringen die Kassen sehr). Bei City sicher nicht. Es ist eine wichtige Saison im Stadtteil Eastlands. Innerhalb von drei Jahren versprachen die Scheichs einen Top 4-Platz in der Meisterschaft. Im Vorjahr (dem zweiten Anlauf) ging der Plan im direkten Duell mit Tottenham baden. Bei diesem Saisonstart wäre ein 5:0 für die Spurs an der White Hart Lane auch kein ungerechtes Ergebnis gewesen.</p>
<p>Seit der Übernahme hat City Rekordsummen ausgegeben. Ungefähr 230 Millionen Pfund Transferdefizit wurden in den ersten beiden Saisonen gemacht &#8211; 130 Millionen Pfund hat der Verein auch in dieser Saison schon wieder mehr ausgegeben als eingenommen. Einer der neuesten Zugänge ist der junge Mario Balotelli von Inter Mailand, der den Großteil der letzten Saison salopp gesagt auf den selben Ersatzbänken wie Marko Arnautovic verbracht hat. Sein Preis lag bei stolzen 28 Millionen Euro und einem fürstlichen Salär. Eine andere Verstärkung ist Yaya Toure, der nun pro Woche 200.000 Pfund bei den Citizens verdient (zum Vergleich: die ManUnited-Bestverdiener Wayne Roone und Rio Ferdinand kassieren mit 120.000 Pfund etwas mehr als die Hälfte).</p>
<p>Ohne ein großer Hellseher zu sein, bin ich recht sicher, dass ManUnited-Trainer Alex Ferguson an Manchester City dachte, als er jüngst die <a href="http://www.independent.co.uk/sport/football/premier-league/ferguson-attacks-age-of-kamikaze-spending-2055206.html" target="_blank">&#8220;Kamikaze-Einkäufe&#8221;</a> ungenannter Liga-Teilnehmer geißelte. Fergusons spendabelster Sommer war 2007 mit Ausgaben von 80 Millionen Pfund zwar auch nicht &#8220;schlampert&#8221;, vergleichsweise aber ein sogenannter &#8220;Lercherlschaß&#8221;. Die Folge: Nach der <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/09/ein-englander-namens-weimann/" target="_blank">Kader-Reform der Premier League</a> hat City auch zu Beginn der Transferschlusswoche noch ein zu großes Spielerfeld. Die Konkurrenz freut sich auf den Panikschlussverkauf.</p>
<p>Die mit Stars gespickte Mannschaft ist sicher nicht nur ein Vorteil, sondern auch eine Herausforderung. Der Real Madrid-Effekt und die Probleme der einstigen bayrischen Hollywood-Starallüren sind im Fußball bekannte Phänomene. Ob sich viele der großen Namen mit Bankerl- und Tribünenplätzen zufriedengeben, wird sich zeigen. Trainer Roberto Mancini, als stets schick gekleideter, unbeirrbarer Schalträger an der Seitenlinie auch so gar nicht Arbeitermilieu, hat aber zumindest mit den beiden nationalen Pokalen und der Europa League ein paar &#8220;unwichtigere&#8221; Einsatzgebiete zur Verfügung.</p>
<p>Ob Mancini die nötige Autorität und das politische Geschick hat, um einen Star-Kader zu bändigen, wird sich zeigen. Der zu Cardiff City verliehene <a href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/aug/17/craig-bellamy-cardiff-manchester-city" target="_blank">Craig Bellamy beschreibt Mancini</a> als &#8220;Top-Trainer&#8221;. Ein anderer der bereits abgeladen wurde bezweifelt, dass der 45-jährige Italiener diese Fähigkeiten hat: Stephen Ireland. Der seit Sonntag 23-jährige kommt aus dem City-Nachwuchs, war 2009 Spieler des Jahres des Vereins, spielte aber seit der Ankunft von Mancini keine große Rolle mehr. Jetzt ging Ireland im Tausch gegen Aston Villas James Milner nach Birmingham. Dort ließ er sofort nach Vertragsabschluss <a href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/aug/20/manchester-city-stephen-ireland" target="_blank">eine Portion Frust ab</a>: Mancini habe überhaupt keine Verbindung zu seinen Spielern. Er (Ireland) sei als jemand beschrieben worden, der aus dem Verein gedrängt wurde, aber in Wahrheit sei er &#8220;glücklich dort weg zu sein&#8221;.</p>
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		<strong class="poll-question">Wird Manchester City die Top 4 diesmal erreichen?</strong>
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		<title>Premier Leaks #2: Die stürmische Anpassungszeit</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 22:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Fernando Torres]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einige Dinge klar zu machen hat es nicht einmal das komplette erste Wochenende in der Premier League gebraucht. Schon nach 30 Minuten zwischen Tottenham und Manchester City muss jeder erkannt haben, warum die Sommer für anglophile Fußballfans so schwer zu ertragen sind. In dieser Liga wird der schnellste Fußball gespielt &#8211; und deshalb der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um einige Dinge klar zu machen hat es nicht einmal das komplette erste Wochenende in der Premier League gebraucht. Schon nach 30 Minuten zwischen Tottenham und Manchester City muss jeder erkannt haben, warum die Sommer für anglophile Fußballfans so schwer zu ertragen sind. In dieser Liga wird der schnellste Fußball gespielt &#8211; und deshalb der attraktivste.<span id="more-2566"></span></p>
<p>Wer das herausragende Tempo nicht selbst erkennt, kann besonders zum Saisonstart reihenweise Neuverpflichtungen bei ihren PL-Debüts nach zwanzig Minuten beobachten. Während die Zunge am Boden nachschleift, sticht in aus dem Blick ihren Augen der pure Unglaube: Das Tempo des Spiels auf dem umliegenden Feld kann doch nicht wirklich sein.</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/aug/15/manchester-city-roberto-mancini" target="_blank">Paul Haward beschreibt das im Guardian</a> ganz wunderbar: Ein tiefer Kulturschock mache den Erstauftritt auch von Weltklasseverpflichtungen so amüsant. Leute wie ManCitys David Silva würden eine &#8220;kafkaeske Traumwelt&#8221; betreten, als wären sie in einer Flippermaschine aufgewacht. Manche Spieler gewöhnen sich schnell daran, andere brauchen etwas länger. Der Fußballfan auf der Insel, ist jedenfalls gewohnt dem neuen Mann nicht gleich die ersten fünf Fehlpässe übel zu nehmen. </p>
<p>Aber natürlich haben die hohen Anforderungen an den Körper auch ihren Preis.  &#8220;Es ist nicht einfach sich daran zu gewöhnen,&#8221; erklärte <a href="http://www.liverpoolecho.co.uk/liverpool-fc/liverpool-fc-news/2008/11/25/fernando-torres-i-ve-fallen-in-love-with-liverpool-the-club-and-the-city-100252-22335307/" target="_Blank">Fernando Torres nach seiner zweiten Saison</a>, &#8220;aber wenn du es einmal geschafft hast, willst du nirgendwo anders mehr spielen&#8221;. Doch er und manch anderer Spieler sehen ihre Gesundheit dadurch auch auf Dauer in Gefahr. &#8220;Ich kann mir nicht vorstellen, in welchem Zustand ich in fünf oder sechs Jahren bin, wenn ich hier bleibe&#8221;, <a href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/apr/25/torres-premier-league-injury-worry" target="_blank">meinte Torres</a> gegen Ende der vergangenen Saison (ein kaum aufgegriffener Sager, wegen dem ich seinen Abgang befürchtete). </p>
<p>Es ist im Angesicht der Intensität kaum verwunderlich, dass so viele Premier League-Stars bei Welt- und Europameisterschaften nicht fit sind oder ausgelaugt wirken. Die Klasse und die besondere, temporeiche Spielkultur der eigenen Liga sind auch Gründe dafür, warum es so wenige englische Spieler ins<br />
Ausland treibt. Die permanent hohe Belastung ist auch eines der Themen, um das sich der englische Verband kümmern muss, wenn die Nationalmannschaft bei diesen Turnieren wieder eine Rolle spielen will. </p>
<p>Ideen werden dazu ab und zu vorgebracht. Mit dem Streichen von einem der beiden Pokale könnten einige Spiele reduziert werden. Allerdings sind Cupspiele meistens eher Bühnen für Reservisten und Jungkicker. Effektiver wäre die Einführung einer Winterpause. Was den Stars die nötige Verschnaufpause verschaffen könnte, würde Fans allerdings schmerzen. Die nach-weihnachtlichen Boxing Day-Spiele sind eine der schönsten Fußballtraditionen. Man kann mir glauben, wenn ich sage: So richtig zu lieben beginnst du die Premier League, wenn du an Weihnachten den Blinddarm rausgenommen bekommst und dich auf der Genesungs-Couch nur toller Fußball vom TV-Wahnsinn der Feiertage rettet.</p>
<p><em>PS: An alle, die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/09/ein-englander-namens-weimann/">vergangene Woche</a> meiner Einschätzung nicht glauben wollten, dass Andreas Weimann bei Aston Villa in dieser Saison auf seine Einsätze kommen würde: Ätsch. Er hat schon in der ersten Runde fünf Minuten schnuppern dürfen. ;)</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2566&amp;md5=349da12f3cd886ea9718a0dc5d9fbc6e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Premier Leaks #1: Ein Engländer namens Weimann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 11:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Weimann]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Prosenik]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende hat die Qualitätsflaute zwischen WM-Ende und Premier League-Start ein gnädiges Ende. Football is coming home, quasi. Am ersten Blick ist das Theater dasselbe wie jedes Jahr und überall: Trainer und Spieler wechseln wie sie lustig sind, Fans schrauben ihre Hoffnungen hoch, dass der neue Mann auf Position XY jetzt aber sicher die maßgebliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende hat die Qualitätsflaute zwischen WM-Ende und Premier League-Start ein gnädiges Ende. Football is coming home, quasi. Am ersten Blick ist das Theater dasselbe wie jedes Jahr und überall: Trainer und Spieler wechseln wie sie lustig sind, Fans schrauben ihre Hoffnungen hoch, dass der neue Mann auf Position XY jetzt aber sicher die maßgebliche Verbesserung ist. Hinter den Kulissen ändert sich mit dem Saisonbeginn in England aber einiges an der Teamplanung. Die Liga nimmt Fehlentwicklungen der letzten Jahre ins Visier.<span id="more-2535"></span></p>
<p>Wegen ausufernder Kaderbudgets, zu weniger Engländer in den Spitzenteams und eines Mangels an jungen Spielern <a href="http://www.guardian.co.uk/football/blog/2010/jul/30/premier-league-academy-homegrown-players">regelt der Verband die Kader stärker</a> &#8211; die Vereine haben dem vor etwas mehr als einem Jahr zugestimmt. Nicht mehr als 25 Spieler dürfen im Einserteam geführt werden, wovon mindestens acht &#8220;home-grown&#8221; sein müssen. Eine ähnliche Regel gilt in UEFA-Bewerben schon seit 2008.</p>
<p>Im Laufe der Saison dürfen in England Unter-21-jährige Spieler jederzeit aushelfen. In der zweiten Saisonhälfte, wenn Verletzungen häufiger und die Belastungen für die Profis sehr groß werden, soll das mehr Jungen zu Erstliga-Einsätzen verhelfen.</p>
<p>Bei so tiefgreifenden Änderungen gibt es natürlich auch Kritik. Während sich einige Trainer wohl einfach ungern ins Handwerk pfuschen lassen und <a href="http://www.arsenal.com/news/news-archive/wenger-home-grown-rule-is-disastrous-" target="_blank">andere eine Beeinflussung der Marktpreise</a> fürchten, dürfte vor allem für 21-jährige ein Problem auftreten. Können die sich bis zum 21. Geburtstag nur an den Rand des, nicht aber in den Kader kämpfen, stehen sie jedenfalls bis zur nächsten erlaubten Kaderänderung in einem der Transferfenster im Abseits. Falls Klubs ihre vielversprechendsten Jungspieler für befürchtete Engpässe zuhause behalten, statt sie zum Praxissammeln zu verleihen, wäre das wohl ein Bärendienst an der Jugend.</p>
<p><strong>Full HG oder HG ready</strong></p>
<p>Der Begriff &#8220;home-grown&#8221; führt in die Irre. Der jeweilige Bub muss seine ersten Gehversuche nicht schon auf britischem Rasen unternommen haben. Spielt er in jener Saison drei oder mehr Jahre in England, in der er das 21. Lebensjahr beendet, bekommt er das HG-Gütesiegel. Arsenals spanischer Superjunge Cesc Fabregas ist damit im Sinne der Regel so englisch wie Liverpool-Urgestein Jamie Carragher. Arsene Wengers langjährige Politik, junge Talente von überall her zu scouten und zu hochkarätigen Profis zu veredeln, rentiert sich damit in einer weiteren Hinsicht. </p>
<p>Fabregas ist allerdings eher die Ausnahme. Von den 300 16- bis 18-jährigen Spielern die aktuell in den Premier League-Akademien den großen Traum leben, sind immerhin 245 &#8220;echte&#8221; Engländer (~82%). Beim Rest sind auch Österreicher: Philipp Prosenik <a href="http://www.chelseafcforums.com/viewtopic.php?f=6&#038;t=5266&#038;p=54377" target="_blank">unterschieb zwar kürzlich einen Profivertrag bei Chelsea</a>, wird aber nach einer verletzungsreichen vergangenen Saison nicht zum Zug kommen. Auch für Toni Vastic heißt es bei den Blackburn Rovers erstmal in der Akademie zu Einsätzen zu kommen. </p>
<p>Andreas Weimann hingegen gilt als hoch im Kurs bei Aston Villa-Trainer Martin O&#8217;Neill. Weimann steht im Kader und dürfte mit Rückennummer 42 ab und zu auf Torjagd gehen. Der Wiener ist auch HG-gestempelt: Er verbringt bereits sein drittes Jahr in Birmingham. Der einst mit ihm dorthin gewechselte Dominik Hofbauer darf davon vorerst nicht mehr träumen. Er spielt seit diesem Sommer beim FAC in der Regionalliga Ost.</p>
<p>Die neuen Regeln haben einigen Klubs Probleme bereitet. Allen voran den Reichsten. Manchester City hatten kurz vor Saisonbeginn noch über 30 Spieler auf ihrer üppigen Gehaltsliste. Das wird noch zum ein oder anderen Schnäppchen für die Konkurrenz führen. Chelsea hingegen hat mit dem umgekehrten Problem zu kämpfen und bisher nur fünf Spieler, die als home-grown gelten (Wayne Bridge wird trotzdem nicht von City zu Chelsea gehen). Damit darf Carlo Ancelotti nur 22 Profis für die Saison melden, was den Abgang von <a href="http://ballverliebt.eu/2008/04/26/coole-cole/" target="_blank">Joe Cole</a> vielleicht etwas schmerzlicher macht.</p>
<p>Als gelernter Österreicher neigt man zu glauben, die neuen Regeln wären aus einer Panikreaktion nach dem unschönen WM-Abschneiden der Engländer geboren. Aber sie wurden schon seit mehreren Jahren vorbereitet. So schlecht ist der englische Nachwuchs auch nicht: Die U17 gewann ihre Euro 2010. Die U19 erreichte (auch <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/18/23-gegen-england-unnotiger-fehlstart-in-die-u19-em/" target="_blank">gegen Österreich</a>) immerhin das Halbfinale der EM (im Vorjahr und 2005 sogar den zweiten Platz). Die englische U21 scheiterte 2009 ebenfalls erst im Europa-Finale. Ob die Regeln dabei geholfen haben, diese Talente in die Kampfmannschaften zu integrieren, wissen wir in einigen Jahren. (tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2535&amp;md5=e4c40663c1d169da085211ab8bc4ff84" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Harte Zeiten für die Mighty Reds</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 12:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Arsenal]]></category>
		<category><![CDATA[Liverpool]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Liverpool ist schon jetzt aus dem Champions League- und Meisterschaftsrennen. Der verschuldete Klub muss sich nun aus einer vielfältigen Krise ziehen Alle anderen an der Premier League-Tabellenspitze patzten, bevor Arsenal am Sonntag an der Anfield Road gastierte. Es war für beide Mannschaften ein richtungsweisendes Spiel, für Liverpool gar das Match der allerletzten Chance. Mit viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liverpool ist schon jetzt aus dem Champions League- und Meisterschaftsrennen. Der verschuldete Klub muss sich nun aus einer vielfältigen Krise ziehen</strong></p>
<p>Alle anderen an der Premier League-Tabellenspitze patzten, bevor Arsenal am Sonntag an der Anfield Road gastierte. Es war für beide Mannschaften ein richtungsweisendes Spiel, für Liverpool gar das Match der allerletzten Chance. Mit viel Voodoo hätten die Reds dann vielleicht doch noch eine Rolle im Meisterkampf 2009/10 spielen können. Als in der 50. Minute Glen Johnson den Ball unglücklich im eigenen Netz unterbrachte, war auch diese Hoffnung Geschichte. &#8211; Mehr von meinem Artikel <a href="http://derstandard.at/1259281856852/Harte-Zeiten-fuer-die-Mighty-Reds">bei derStandard.at</a></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1718&amp;md5=9eac1d1c3aa88b878c569302bd96f8bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Premier League-Vorschau 2009/10</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/08/17/die-premier-league-vorschau-200910/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 19:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Premier League]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon im vergangenen Jahr, habe ich auch diese Saison wieder mit einer Premier League-Prognose begonnen. Aus beruflichen Gründen gibt es sie diesmal allerdings bei derStandard.at zu lesen. Kommentare und eigene Tipps hier wie dort gern gesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon im vergangenen Jahr, habe ich auch diese Saison wieder mit einer Premier League-Prognose begonnen. Aus beruflichen Gründen gibt es sie diesmal allerdings <a href="http://ballverliebt.eu/2008/08/16/die-premier-league-vorschau-200809/">bei derStandard.at zu lesen</a>. Kommentare und eigene Tipps hier wie dort gern gesehen.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1412&amp;md5=fb5677b53eb59ab9d29db9154e511e48" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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