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	<title>Ballverliebt &#187; Österreich</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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		<title>Marcel Koller, Spiel 1: Positive Ansätze, durchwachsene Ausführung</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 00:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alaba]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Ansatz: Positiver Fußball, das Spiel selbst in die Hand nehmen &#8211; auch auswärts bei guten Gegnern. Die Ausführung in Lemberg: Bemüht, aber mit einigem Ungleichgewicht ohne ohne echte Durchschlagskraft. Das Resultat: Eine unglückliche 1:2-Niederlage, die einige Erkenntnisse liefert. Neunmal Deutschland. Einmal Holland. Und nur noch ein einziger Österreicher, der auch in Österreich spielt: Dummerweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der Ansatz: Positiver Fußball, das Spiel selbst in die Hand nehmen &#8211; auch auswärts bei guten Gegnern. Die Ausführung in Lemberg: Bemüht, aber mit einigem Ungleichgewicht ohne ohne echte Durchschlagskraft. Das Resultat: Eine unglückliche 1:2-Niederlage, die einige Erkenntnisse liefert.</strong></em></p>
<div id="attachment_6075" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-15-Ukr-Aut-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6075 " title="2011 11 15 Ukr-Aut 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-15-Ukr-Aut-2-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Ukraine - Österreich 2:1</p></div>
<p><span id="more-6074"></span>Neunmal Deutschland. Einmal Holland. Und nur noch ein einziger Österreicher, der auch in Österreich spielt: Dummerweise war ausgerechnet Fränky Schiemer, wenn auch auf einer Position, die er eigentlich nicht kann, der mit sehr viel Abstand schlechteste Mann am Platz, verschuldete beide Gegentore zumindest mit und offenbarte so, dass auch unter Marcel Koller die Position des Rechtsverteidigers wohl die größte Baustelle bleibt.</p>
<p>Im ersten Spiel unter dem Schweizer war Österreich bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen, hatte deutlich mehr Ballbesitz und setzte die Ukraine zum Teil recht früh unter Druck. Zwei Gegentore (eines halb durch die erste Hälfte, das andere in der Nachspielzeit) bescherten dem nicht wirklich beeindruckenden EM-Co-Gastgeber einen etwas schmeichelhaften 2:1-Erfolg, der aber eher zweitrangig ist. Viel wichtiger als das Resultat, zumal in einem Testspiel, sind die Erkenntnisse, die man nach einer Woche gemeinsamen Trainings unter Koller ziehen kann.</p>
<p><strong><em>Umschalten nach Ballgewinn</em></strong></p>
<p>Hier machten die Österreicher die beste Figur. Vor allem in der Anfangsphase, als die Ukrainer gerne mit einigen Leuten aufgerückt waren, ging das Umschalten sehr schnell und in deutlich geplanten Wegen: Schneller Pass auf einen sich etwas zurückfallen lassenden Spieler aus der Offensivreihe (zumeist Ivanschitz bzw. Arnautovic), der legt kurz für einen aus der hinteren Reihe ab (zumeist Alaba bzw. Fuchs), und starten steil nach vorne. Von hinten kommt dann entweder der Pass in den Lauf (Alaba) oder ein Dribbling (Fuchs).</p>
<p>Nach dem 0:1 klappte das nicht mehr wie davor. Das lag zu einem großen Teil natürlich daran, dass die Ukrainer sich zurückzogen, nicht mehr mit so vielen Spielern herausrückten und mit zwei Viererketten die Räume, durch die das ÖFB-Team zuvor hatte stoßen können, zumachten.</p>
<p><strong><em>Spieleröffnung mit Zeit</em></strong></p>
<p>Was deutlich wurde: Auch, wenn die Österreicher durchaus versuchten, das Spiel selbst zu gestalten &#8211; was gegen die sich etwas einigelnden Ukrainer auch gelang &#8211; bleibt eine Erkenntnis dieses Spiels, dass sich das ÖFB-Team mit der Reaktion immer noch deutlich leichter tut als mit der Aktion. Sprich: Umschalten und kontern geht besser als selbst das Geschehen nach vorne gestalten. Das ist nicht verwunderlich und auch ganz logisch, schließlich fehlte der Mannschaft in den letzten Jahren eine durchgängige Philosophie des eigenen Gestaltens, wurde selbst <a href="http://sportv1.orf.at/091009-19166/index.html">ein biederes Team wie Litauen stark geredet</a> und es vermieden, selbst das Heft in die Hand zu nehmen.</p>
<p>Wie holprig das alles noch ist, wurde vor allem nach dem 0:1 deutlich. Nicht nur, dass Almers Abschläge eine Streuung wie eine Schrotflinte hatten und im Aufbau unbrauchbar waren. Nein, die Viererkette stand danach viel tiefer als zuvor (als sie sich im Ballbesitz knapp hinter der Mittellinie positionierte), sodass die schnellen Pässe auf Arnautovic und Ivanschitz nicht mehr möglich waren. Es war immer wieder zu sehen, dass Alaba und Baumgartlinger diese Pässe antizipierten und lossprinteten, aber der entsprechende erwartete Ball nach vorne nicht gespielt wurde. Immer mehr wurde daher auf lange Bälle zurückgegriffen &#8211; oder, was mehr Erfolg versprach, die linke Seite ins Spiel gebracht.</p>
<p><strong><em>Die linke Seite</em></strong></p>
<p>Es war schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">beim Ivanschitz-Comeback in Aserbaidschan</a> zu erkennen, wie gut er und sein ehemaliger Mainzer Teamkollege Christian Fuchs harmonieren. Diese beiden waren auch in diesem Spiel klar die besten Österreicher. Fuchs orientierte sich, wie das auch so sein muss, extrem weit nach vorne, legte dabei zumeist auf Ivanschitz ab und hinterlief ihn. So hatte Ivanschitz die Wahl, entweder in die Mitte zu spielen, selbst zu gehen oder wiederum Fuchs steil anzuspielen.</p>
<p>Der ukrainische Rechtsvertediger Fedetski hatte damit Probleme und Jarmolenko war viel in der Defensive gebunden. Die Ukrainer schafften es auch nicht, anders als die Gegner in den letzten Spielen, im Rücken von Fuchs den Platz zu nützen und dort eigene Angriffe aufzuziehen. Zum einen, weil Aliev immer recht zentral blieb und zum anderen, weil Pogatetz hier gut abdeckte. Es ist beinahe logisch, dass der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 über diese Flanke vorbereitet wurde: Fuchs eroberte den Ball, ging nach vorne und seine präzise Flanke fand den passenden Abnehmer.</p>
<p><strong><em>Die Abwehrkette</em></strong></p>
<p>Der Plan in der Anfangsphase war ganz deutlich, dass die beiden Innenverteidiger Prödl und Pogatetz sehr weit Richtung Außen verschoben und Baumgartlinger davor zentral absicherte, damit die Außenverteidiger schon im Aufbau nach vorne gehen konnten und dort anspielbar waren. Aber je länger das Spiel lief, umso mehr wurde klar, dass nur Fuchs sich dabei wirklich wohl fühlte, Schiemer aber überhaupt nicht.</p>
<p>Somit verlegte sich der einzige Spieler in der Partie, der es noch nicht aus der österreichischen Liga heraus geschafft hat, sehr auf die Defensive, sodass aus der Abwehr des ÖFB-Teams oftmals eine etwas windschiefe Dreierkette wurde: Fuchs preschte, wann immer es ging, nach vorne, Schiemer aber blieb hinten und sicherte ab. Mit doppelt negativem Effekt: Einerseits zog er gegen den flinken Konoplianka immer wieder den Kürzeren und war bei beiden Gegentoren recht ursächlich beteiligt, andererseits tötete er damit seine Seite offensiv komplett ab.</p>
<p><strong><em>Die rechte Seite</em></strong></p>
<div id="attachment_6082" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut.png"><img class="size-full wp-image-6082 " title="Aut" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Harnik und Kavlak: Arme Hunde</p></div>
<p>Denn ohne den wirklich absolut inferioren Schiemer, der nicht die geringste Hilfe war, musste Harnik alles auf eigene Faust machen. Das Unbehagen war dem Stuttgart-Legionär deutlich anzumerken: Er sah, dass Schiemer defensiv gravierende Probleme hatte und zuweilen haarsträubende Fehl- und Risikorückpässe spielte, war sich aber seiner Verantwortung auch im Spiel nach vorne bewusst.</p>
<p>Die generelle Linkslastigkeit des Spiels &#8211; Fuchs/Ivanschitz, dazu die zumeist über die halblinke Seite aufziehenden Alaba und Arnautovic &#8211; nahm Harnik zusätzlich aus dem Spiel. Er versuchte es, indem er nach innen zog und sich zumindest in der Zentrale anbot, aber auch das half nichts. Die rechte Seite blieb einsames und unbespieltes Gelände, auch nachdem Harnik nach einer Stunde Veli Kavlak hatte weichen müssen.</p>
<p><strong><em>Baumgartlinger und Alaba</em></strong></p>
<p>Das Duo im defensiven Mittelfeld harmoniert an sich recht gut und die Frage, wo da ein Paul Scharner reinpasst, stellt sich durchaus &#8211; auch, wenn David Alaba vor allem in der zweiten Hälfte deutlich abbaute, sich nur noch auf Sicherheitsbälle verlegte und eine Leistung zeigte, die wohl irgendwo zwischen &#8220;brav&#8221; und &#8220;dezent&#8221; liegt. Zu Beginn der Partie war Alaba ein deutlicher Aktivposten, stets bemüht immer anspielbar zu sein. Ein Achter mit deutlichem Zug nach vorne, gut eingebunden ins schnelle Spiel nach vorne, eben vor allem nach schnellem Umschalten. Zumindest bis zur Pause.</p>
<p>Julian Baumgartlinger spielte seinen Part als Sechser vor der Viererkette sehr ordentlich. Er eroberte viele Bälle und versuchte sie wie in besten Tagen, diese mit möglichst wenig Risiko möglichst gewinnbringend weiter zu leiten. Man merkt ihm die Spielpraxis, die er in den letzten Wochen in Mainz immer mehr bekommt, durchaus an. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr wurde Baumgartlinger der dominante Teil dieses Duos. Eine Leistung, auf die man aufbauen kann.</p>
<p><strong><em>Arnautovic</em></strong></p>
<p>Beim Bremer ist es so eine Sache: Entweder er geigt richtig auf, reißt das Spiel an sich und damit die ganze Mannschaft mit, oder es gelingt ihm wenig bis gar nichts. In Lemberg klappte bei ihm leider kaum etwas. Ihm versprangen einige Bälle (was sicher auch, aber nicht nur mit dem Baustellenrasen zusammen hängt), er konnte Zuspiele nicht verarbeiten und brachte kaum einen Pass wirklich an.</p>
<p>Seine Rolle war im System recht klar definiert: Gegen den Ball sollte er vorne praktisch auf einer Höhe mit Janko stehen und die gegnerische Spieleröffnung stören &#8211; hier wurde aus der österreichischen Formation ein 4-4-2 &#8211; bei eigenen Angriffen aber ließ sich Arnautovic eher etwas fallen, agierte von hinten heraus, um mit Steilpässen die im Vorfeld von Marcel Koller geforderten Bälle aus der Tiefe zu spielen. Das Highlight in seinem Spiel war sicher das Tor, das &#8211; sagen wir mal so &#8211; jeweils zu einem Drittel Janko (der den Ball vors Tor brachte), Kutcher (der wohl als letzter dran war) und Arnautovic (der den Einsatz des ukrainischen Innenverteidigers provozierte) gehört.</p>
<p><strong><em>Das war gut</em></strong></p>
<p>Das Bemühen war klar ersichtlich, dass auch gegen einen vom Potenzial her sich in etwa auf Augenhöhe befindenden Gegner das Spiel selbst gemacht werden sollte. Das war ja unter Constantini, wie erwähnt, nicht mal daheim gegen klar schwächere Kontrahenten immer so. Gerade in der Anfangsphase wurde der Gegner schon sehr hoch angepresst, was es den Ukrainern unmöglich machte, selbst das Geschehen konstant und zielführend in die österreichische Hälfte zu verlagern. Selbst in der Phase nach dem 0:1, als beim ÖFB-Team nach vorne kaum mehr etwas ging, wurde so zumindest ein nachhaltiges Aufkommen der Ukrainer verhindert.</p>
<p>Dazu war natürlich einmal mehr die linke Seite das Prunkstück der Mannschaft. Fuchs zeigte vor allem im direkten Vergleich mit Schiemer, wie wichtig ein funktionierender offensiver Außenverteidiger ist, wenn man die Initiative übernehmen will. Der Schalker war ständig im Vorwärtsgang und dank Pogatetz brannte in seinem Rücken relativ wenig an.</p>
<p><strong><em>Das war nicht gut</em></strong></p>
<p>Anders als beim eh schon übervorsichtigen Schiemer, der sich mit dieser Leistung recht nachhaltig für weitere Einsätze als Rechtsverteidiger disqualifiziert hat. Ein Glück, dass Gyuri Garics nach fast einem Jahr endlich wieder spielen kann &#8211; sollte er in Bologna über den Winter Spielpraxis sammeln können, führt an dem <a href="http://sportv1.orf.at/100225-385/index.html">von Constantini auf so schäbige Weise verstoßenen Italien-Legionär</a> kein Weg vorbei.</p>
<p>So bemüht das ÖFB-Team war, das eigene Spiel dem Gegner aufzuzwingen, so wenig zwingend war das in diesem Spiel letztlich. Aber, wie erwähnt, das braucht Zeit und einige Spiele, die mit diesem Ansatz, positiven Fußball selbst spielen zu wollen, durchgezogen werden. Nur so kann sich die Mannschaft so weit finden, dass Automatismen entstehen und das alles konkreter und mit mehr Torgefahr aufziehen zu können.</p>
<p><em><strong>Ausblick</strong></em></p>
<p>Zweifellos, die Spieler dazu sind absolut vorhanden. Fuchs und Ivanschitz links sowieso, Baumgartlinger und Alaba sind beides spielintelligente Jungs mit dem Blick nach vorne gerichtet, Janko arbeitet vorne viel &#8211; jetzt braucht es nur noch ein Gegenstück zu Fuchs auf der rechten Seite.</p>
<p>Gegen Finnland &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/10/groundhopping-bericht-wenn-die-finnen-bei-den-schweden/">ein Team, das nicht annähernd die Qualität</a> der Ukrainer hat &#8211; darf man beim nächsten Test im Februar schon erwarten, dass der grundsätzliche Ansatz der gleiche sein wird. Positiven Fußball, den will Marcel Koller sehen.</p>
<p>Und wir auch.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6074&amp;md5=fed345d2a6cc30549da4c82feb58fb33" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Erst im Schock, dann ohne Hirn nach vorne &#8211; U21 verliert 0:2 gegen Bulgarien</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/10/erst-der-schock-dann-ohne-hirn-nach-vorne/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 19:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<category><![CDATA[4-4-2]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Herzog]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum EM-Qualifikationsspiel der österreichischen U21 gegen Bulgarien (0:2) verlieren wir heute nicht viele Worte, haben aber zwei Animationen für euch vorbereitet, die das Problem der Österreicher nach dem schnellen 0:2-Rückstand aufzeigen sollen. Österreichs 4-4-2 verwandelte sich in der Vorwärtsbewegung (die es bei zeitweise über 70 Prozent quasi immer gab) erst in ein 3-4-3, dann sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zum EM-Qualifikationsspiel der österreichischen U21 gegen Bulgarien (0:2) verlieren wir heute nicht viele Worte, haben aber zwei Animationen für euch vorbereitet, die das Problem der Österreicher nach dem schnellen 0:2-Rückstand aufzeigen sollen.</em></strong><span id="more-6045"></span></p>
<div id="attachment_6046" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul.gif"><img class="size-thumbnail wp-image-6046  " title="Österreich - Bulgarien (U21, EM Quali)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul.gif" alt="" width="252" height="354" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Bulgarien (U21, EM Quali): Spielaufbauproblem der Österreicher</p></div>
<p>Österreichs 4-4-2 verwandelte sich in der Vorwärtsbewegung (die es bei zeitweise über 70 Prozent quasi immer gab) erst in ein 3-4-3, dann sogar in ein 3-2-5. Das Problem war der hirnlose Sturm nach vorne, der der Spielmacherrolle von Holzhauser völlig den Boden unter den Füßen wegzog. Wenn er den Ball bekam, waren längst alle Stürmer angekommen, zugedeckt und im Stillstand. Nur Linksverteidiger Farkas war zu diesem Zeitpunkt noch im Vorwärtsgang, der weite Pass auf ihn allerdings schwierig. Meist war dem Stuttgarter nur der Alibischupfer auf Schwab möglich, der dann vorm selben Problem stand. Beim Versuch den recht weiten Pass auf die Außenposition zu spielen schossen die Bulgaren dazwischen und konterten blitzschnell.</p>
<div id="attachment_6047" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul2.gif"><img class="size-full wp-image-6047  " title="Österreich - Bulgarien (U21, EM-Quali)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul2.gif" alt="" width="252" height="354" /></a><p class="wp-caption-text">Die versuchte Lösung des Problems bot ein nachrückender Innenverteidiger (das Wort Konter hier bitte einfach ignorieren)</p></div>
<p>Dilaver deutete die &#8220;Lösung&#8221; des Problems schon in der ersten Hälfte nach einer halben Stunde an, indem der Innenverteidiger aufrückte und in der Mitte das Spiel weniger ausrechenbar bzw. optionenreicher machte. In der zweiten Hälfte stellte Trainer Andi Herzog gleich Holzhauser auf diese Position um die offensiv komplett unambitionierten Bulgaren zu erdrücken. Die ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und standen hinten diszipliniert. Der Nachteil, hinten mit diesem 2-3-5 besonders anfällig zu sein, kam deshalb kaum zum Tragen. Um einen Vorteil aus der offensiven Übermacht zu ziehen, war die Leistung der ÖFB-Elf aber zu schlecht.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Mit dem katastrophalen Start der Österreicher war der Gameplan natürlich sofort zerstört. Nicht nur mussten die Bulgaren danach kein Risiko mehr eingehen und konnten dicht machen, auch das Selbstvertrauen fehlte dann völlig. Herzog reagierte zur Pause auf Probleme (und nahm noch mehr Risiko als die Grundaufstellung ohnehin schon abnötigte), konnte sie aber nicht wirklich lösen. Das nicht uninteressante Experiment ist damit voll in die Hose gegangen.</p>
<p>Es zeigt damit besonders gut auf, weshalb Herzog dringend in den Vereinsfußball sollte. Er selbst sprach nach dem Spiel davon, möglicherweise zu viel Risiko genommen und die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Es muss einem jungen Trainer erlaubt sein, solche Versuche zu machen, seine Ideen auszuprobieren &#8211; mit einer Nationalelf gibt es dazu aber viel zu wenige Gelegenheiten. In der Qualifikation geht es um zu viel. In diesem Fall kostet es dem ÖFB-Nachwuchs wohl schon frühzeitig die Teilnahme an der Europameisterschaft. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
<p><strong>Österreich startete mit:</strong> Siebenhandl &#8211; Farkas, Dilaver, Dibon, Schimeplsberger &#8211; Holzhauser, Schwab &#8211; Royer, Teigl &#8211; Alar, Weimann (zur Pause kamen Elsneg und Schöpf für Teigl und Schimpelsberger; Nach einer Stunde ersetzte Tadic im Sturm Alar)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6045&amp;md5=58c8dc2658933cfbd4b30258bda39a8c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>3:0 gegen Armenien &#8211; die ÖFB-Frauen fahren trocken den Pflichtsieg ein</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/26/30-gegen-armenien-die-ofb-frauen-fahren-trocken-den-pflichtsieg-ein/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 16:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Quali]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Thalhammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Feuerwerk war es nicht, was das österreichische Frauen-Team in der EM-Quali gegen Armenien lieferte &#8211; aber das nie gefährdete 3:0 brachte trotz der nicht vollends überzeugenden Leistung immerhin die drei Punkte ein. Die Mannschaft vom Kaukasus war klar unterlegen und hatte nie wirklich eine Chance. &#8220;Das war eine unserer besten Leistungen&#8221;, sagt Frauen-Teamchef Dominik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ein Feuerwerk war es nicht, was das österreichische Frauen-Team in der EM-Quali gegen Armenien lieferte &#8211; aber das nie gefährdete 3:0 brachte trotz der nicht vollends überzeugenden Leistung immerhin die drei Punkte ein. Die Mannschaft vom Kaukasus war klar unterlegen und hatte nie wirklich eine Chance.</em></strong></p>
<div id="attachment_5994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-26-Aut-Arm.png"><img class="size-full wp-image-5994 " title="2011 10 26 Aut-Arm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-26-Aut-Arm.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Armenien 3:0</p></div>
<p><span id="more-5993"></span>&#8220;Das war eine unserer besten Leistungen&#8221;, sagt Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer über das Spiel in Dänemark &#8211; trotz der 0:3-Niederlage gegen das klare Spitzenteam der Gruppe. Das andere Extrem wartete bei der Heimpartie in Bruck an der Mur &#8211; Armenien ist der Punktlieferant der Gruppe 7. Alles andere als ein klarer Sieg für das österreichische Team wäre eine herbe Enttäuschung &#8211; das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/21/wir-konnen-uns-auch-gegen-starke-teams-gut-prasentieren/">sagt auch Kapitänin Marlies Hanschitz</a>, die allerdings verletzt fehlte. Auch Nina Burger, Melanie Fischer und Ines Ruiss standen dem Teamchef gegenüber dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">1:1 gegen Tschechien zum Quali-Start</a> nicht zur Verfügung.</p>
<p><em><strong>Österreich übernimmt sofort die Kontrolle</strong></em></p>
<p>Anders als zuletzt setzte Thalhammer gegen Armenien auf ein 4-2-3-1. Auffällig war, dass die Außenverteidigerinnen Gröbner und Trödthandl extrem viel nach vorne machen konnten, weil sie vom Gegner absolut nichts zu befürchtet hatten. Erwartungsgemäß kontrollierte Österreich den Ballbesitz, und wenn die AV vorne waren, ließ sich Bayern-Legionärin Schnaderbeck zurückfallen und sicherte mit Höller und Wenninger ab.</p>
<p>Der Ball war also viel in der armenischen Hälfte, aber es gelang dem ÖFB-Team nicht, über einen längeren Zeitraum hinweg so kombinationssicher zu agieren, dass man den Gegner wirklich ins Wanken bringen hätte können. Feiersinger (gemeinsam mit Gröbner) und Tasch (gemeinsam mit Trödthandl) trugen den Ball immer wieder gut über die Flanken nach vorne, aber die Anspiele in die Zentrale kamen nicht an.</p>
<p><em><strong>Defensive Armenierinnen</strong></em></p>
<p>Der armenische Teamchef Vagharshak Aslanyan stellte sein Team in einem recht defensiven 4-4-2 auf, in dem die Außenverteidigerinnen hinten blieben, zwei sehr defensive Sechser im Zentrum standen und im Grunde einzig Gayane Kostanyan für die offensiven Momente zuständig war. Die Kapitänin ist die mit Abstand beste Spielerin in ihrer Mannschaft und holte sich viele Bälle auch aus dem Mittelfeld.</p>
<p>Das hatte aber zur Folge, dass die Angriffe von Armenien eigentlich immer gleich aussahen: Ball erkämpfen im Mittelfeld, und Kostanyan rennt mit dem Kopf durch die Wand nach vorne, ist dort weitgehend auf sich alleine gestellt und wird entweder aufgehalten, oder versucht einen Abschluss. Armenien blieb aber während der gesamten Spielzeit recht harmlos und Anna-Carina Kristler im österreichischen Tor hatte praktisch nichts zu tun.</p>
<p><strong><em>Aus dem Spiel gibt&#8217;s kaum Chancen</em></strong></p>
<p>Das Problem bei Österreich im Spiel nach vorne: Von den Flanken wurde Gstöttner zu wenig bedient und aus dem Zentrum fehlte die Präzision in der Spieleröffnung vor allem bei Jasmin Eder. So konnte sich Armenien dicht zusammen stellen und die Räume schließen. So mangelte es an Ideen und in weiterer Folge vor allem an Tempo, um den defensiven Gegner auszuspielen. Und kamen doch einmal Bälle zu Maria Gstöttner in die Spitze, konnte sie diese nicht verarbeiten. Es wurde zu viel auf eigene Faust probiert, zu wenig auf Zusammenspiel geachtet.</p>
<div id="attachment_6000" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gr%C3%B6bner.jpg"><img class="size-full wp-image-6000   " title="gröbner" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gr%C3%B6bner.jpg" alt="" width="288" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Marion Gröbner konnte sehr viel nach vorne marschieren - hier geht sie in einen Zweikampf mit Innenverteidigerin Khachatryan</p></div>
<p>So musste ein grober individueller Schnitzer der armenischen Linksverteidigerin Vardine Khanzatyan herhalten, die im eigenen Strafraum den Ball gegen Laura Feiersinger vertendelte und Österreich nach knapp zwanzig Minuten doch das 1:0 ermöglichte. Khanzatyan wurde zur Strafe sofort ausgewechselt, statt ihr ging Ghukasyan vom rechten Mittelfeld nach links hinten, Stepanyan kam neu für die linke Flanke.</p>
<p><strong><em>Viele Pässe kommen nicht an</em></strong></p>
<p>In der Folge ließ die Passgenauigkeit im Zentrum ziemlich nach und die Armenierinnen konnten das Spiel etwas von ihrem Tor weghalten. Nicht, dass Österreich wirklich in Gefahr gekommen wäre, den Ausgleich zu kassieren, aber das Zurücklehnen war schon sehr auffällig. Da nützte es auch nicht viel, dass die Außenverteidigerinnen, weil sich die armenischen Mittelfeld-Außen immer wieder ins Zentrum orientierten, oft Platz ohne Ende hatten &#8211; vor allem Trödthandl konnte machen, was sie wollte.</p>
<p>Kurz vor der Pause wurde die etwas eingeschlafene Partie dann vorentschieden, wieder half aber Armenien durchaus mit. Die ansonsten eigentlich ganz gute Torfrau, Anna Karapetyan, konnte eine Ecke von der rechten Seite nicht festhalten, Daniela Tasch staubte zum 2:0 ab. Damit ging&#8217;s in die Pause.</p>
<p><strong><em>Unspektakuläre zweite Hälfte</em></strong></p>
<p>Ähnlich lief das Spiel auch nach dem Seitenwechsel: Spielkontrolle Österreich, aber wenig Konkretes. Das Gestalten des Spiels gegen einen tief stehenden Gegner klappte kaum, und so war auch das dritte Tor für Österreich keine echte Kombination, sondern ein schneller Konter &#8211; Laura Feiersinger trug den Ball nach vorne, legte für Gstöttner quer, und die zuvor sehr glücklos agierende Neulengbach-Stürmerin erzielte das 3:0.</p>
<p>Weil auch das ÖFB-Team wusste, dass nichts mehr passiert, fehlte dann auch weiterhin der Nachdruck.</p>
<p><strong><em>System-Umstellung zum Ende</em></strong></p>
<p>Unglücklich also, dass sich kurz vor Schluss eines längst gewonnen Spiels die nach einer Stude eingewechselte Manhart kurz vor dem Ende verletzte &#8211; so stellte Thalhammer für die Schlussminuten auf ein 4-2-2-2 um &#8211; Makas, die statt Manhart auf dem Feld war, war nun zweite Spitze neben Gstöttner; Rappold (statt Prohaska) und Feiersinger kamen über die Flügel.</p>
<p>Die Armenierinnen überließen dem ÖFB-Team bis zum Schluss die Flügel völlig, Gröbner und Trödthandl hatten alle Freiheiten und waren über den Spielverlauf deutlich mehr in der gegnerischen Hälfte als in der eigenen. Die Österreicherinnen müssen sich aber durchaus vorferwerfen lassen, daraus nicht mehr gemacht zu machen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Mühsamer Arbeitssieg</em></strong></p>
<p>Feuerwerk war es beileibe keines &#8211; aber am Ende zählen gegen einen individuell klar unterlegenen Gegner am Ende nur die drei Punkte. Es fiel durchaus auf, dass einige Mannschaftsstützen fehlten. Man merkte deutliches Defizite im Zusammenspiel, vor allem die Doppelsechs mit Schnaderbeck und Eder funktionierte nicht wunschgemäß.</p>
<p>Auf den Flügeln hatte das ÖFB-Team komplett freie Hand und ständige Überzahl, die Bälle in dem Strafraum kamen aber überhaupt nicht an. Spielerisch war es keine großartige Leistung, letztlich nützte man zwei individuelle Fehler zu den ersten zwei Toren und verwaltete den Sieg unspektakulär über die Zeit.</p>
<p>Am 19. November in Portugal wird eine Leistungssteigerung her müssen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p>PS: Dänemark gewann das Parallelspiel in Portugal erwartungsgemäß mit 3:0. Tabelle nach 3 Spielen: Dänemark 9, Tschechien (-1 Spiel) 4, Österreich 4, Portugal 3, Armenien 0.</p>
<div id="attachment_6002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 514px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/lineup.jpg"><img class="size-full wp-image-6002   " title="lineup" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/lineup.jpg" alt="" width="504" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Höller, Tasch, Prohaska, Gstöttner, Wenninger, Eder, Schnaderbeck, Feiersinger, Trödthandl, Kristler, Gröbner</p></div>
<p>Alle Fotos: Tom Schaffer</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5993&amp;md5=a533febf0860bb01ebc37951b01f7e58" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ein 0:0 in Astana als maues Ende einer mauen Qualifikation</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 18:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[0:0 im letzten Spiel der EM-Qualifikation, dem letzten Spiel, bevor Marcel Koller sein Amt antritt. Das für die Gruppe bedeutungslose Spiel in Astana war zäh und mühsam, konnte nicht mit dem ordentlichen Auftritt in Baku mithalten und ließ die guten Attribute aus der letzten Partie vermissen. Der vierte Gruppenplatz war schon vor dem Anpfiff abgesichert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>0:0 im letzten Spiel der EM-Qualifikation, dem letzten Spiel, bevor Marcel Koller sein Amt antritt. Das für die Gruppe bedeutungslose Spiel in Astana war zäh und mühsam, konnte nicht mit dem ordentlichen Auftritt in Baku mithalten und ließ die guten Attribute aus der letzten Partie vermissen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5908" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Kaz-Aut.png"><img class="size-full wp-image-5908 " title="2011 10 11 Kaz-Aut" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Kaz-Aut.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Kasachstan - Österreich 0:0</p></div>
<p><span id="more-5907"></span>Der vierte Gruppenplatz war schon vor dem Anpfiff abgesichert, was man grundsätzlich könnte, hat man in Baku schon angedeutet &#8211; und so hatte das Spiel der Österreicher in Astana schon so ein wenig den Flair von entwichener Luft. Sie versuchten zwar gleich, sich als die spielbestimmende Mannschaft zu etablieren, aber es fehlten einige Attribute, die beim 4:1 in Aserbaidschan gut geklappt haben.</p>
<p><strong><em>Kein Vergleich zu Baku</em></strong></p>
<p>Was in Baku schon nicht nach Wunsch funktioniert hat, war das Spiel über die Seiten. Das wurde in Astana nicht wirklich besser: Ivanschitz und vor allem Alaba zogen relativ früh nach innen, ihre Außenverteidiger hinter ihnen hinterliefen sie aber nicht. So blieb das Flankenspiel wiederum harmlos und die kasachische Defensive wurde nicht auseinander gezogen.</p>
<p>Vorne spielte Marko Arnautovic deutlich höher als in Baku, was aus dem 4-2-3-1 eher ein 4-4-1-1 machte. Der Bremen-Legionär kam zwar eher aus der Etappe hinter Marc Janko, fand sich aber nie so richtig ins Spiel eingebunden. Und weil im defensiven Mittelfeld die Präsenz von Julian Baumgartlinger fehlte (Kulovits ersetzte den Gelbgesperrten), gab es auch keine wirkliche Energie aus dem Zentrum.</p>
<p>So fehlte der Zug zum Tor, der auch nicht durch gezieltes Unter-Druck-Setzen der kasachischen Defensive erzeugt werden konnte. Es war alles ein wenig mühsam und ein wenig langsam. Das gedankenschnelle Nachsetzen bei Ballverlusten und das Antizipieren im Mittelfeld, was in Aserbaidschan gut war, konnte nie so richtig etabliert werden.</p>
<p><strong><em>Mäßige Kasachen, harmlose Österreicher</em></strong></p>
<p>Nicht falsch verstehen: Die Mannschaft aus Kasachstan war wirklich nichts Besonderes und sie hatte nur einen Weg, vor das österreichische Tor zu kommen: Langer Ball (zumeist von Kapitän Nurdauletov), den die österreichische Verteidigung locker abfing, und Ostapenko und Gridin setzten dann, unterstützt vor allem von Schmidtgal, den jeweils ballführenden Österreicher unter Druck. Mehr als ein elfmeterreifes Foul von Prödl (das vom estnischen Referee nicht geahndet wurde) schaute dabei nicht heraus.</p>
<p>Es hatte aber den Effekt, dass man das ÖFB-Team kaum Zeit zur Spieleröffnung gab und es so, bis auf einen Schuss von Alaba nach etwa zehn Minuten und einem von Dag nach rund einer halben Stunde keine wirkliche Gefahr entstand. Es sah zuweilen aus wie in der letzten halben Stunde vom U21-Spiel in Schottland: Viel Ballbesitz für Österreich, aber wenig Ideen aus dem Mittelfeld und kaum Zug zum Tor. Auch der Seitenwechsel Ivaschitz-Alaba nach etwa 20, 25 Minuten brachte da nichts</p>
<p><strong><em>Zweite Halbzeit</em></strong></p>
<p>In der Halbzeit dürfte von Marko Arnautovic aufgefordert worden sein, sich etwas mehr ins Spiel einzubringen &#8211; denn genau das tat er nämlich. Das tat dem Spiel durchaus gut, gab der Vorwärtsbewegung deutlich mehr Varianten und beschäftigte die kasachische Defensive durchaus. Außerdem versuchte nun auch David Alaba, sich mehr in Szene zu setzen, er hielt den Ball aber oft zu lange, verzettelte sich in Zweikämpfen und brachte den letzten Pass nur selten an. Er wollte ein wenig zu viel mit dem Kopf durch die Wand.</p>
<p>Die Hausherren konzentrierten sich nun darauf, die sich immer wieder bietenden Kontermöglichkeiten mit Tempo auszuspielen, anstatt den Ball lange nach vorne zu dreschen und zu versuchen, die ÖFB-Defensive anzupressen. Das war aus ihrer Sicht ein guter Schachzug, denn immer wieder konnten sie in den Raum zwischen Mittelfeld und der aufgerückten Abwehr stoßen. Einige gute Möglichkeiten entstanden so.</p>
<p><strong><em>Wechselspiele</em></strong></p>
<p>Miroslav Beranek, der tschechische Teamchef der Kasachen, wechselte nur innerhalb des Systems seine rechte Seite aus; bei den Österreichern kamen erst Junuzovic (für den diesmal eher diskreten Ivanschitz) und Kavlak (statt Kulovits, um Struktur ins Zentrum zu bekommen), dann noch Maierhofer für Arnautovic. Was die Verantwortlichen damit bezwecken wollten, ist allerdings eher ein Rätsel &#8211; denn so standen nun wie einst in Paris gegen Frankreich zwei Leuchttürme in einem flachen 4-4-2 vorne, die logischerweise wenig bis gar keine Bindung zum Spiel hatten.</p>
<p>In den verbleibenden etwa zehn Minuten nach diesem Wechsel gab es somit erst recht nur noch hohe Bälle und (vermehrt) Einzelaktionen von David Alaba, beinahe hätte es in der Nachspielzeit sogar doch noch das Siegtor gegeben (aber Janko wurde zurückgepfiffen). Verdient wäre ein Sieg für Österreich aber nicht so richtig gewesen, weil in der letzten halben Stunde auch die Kasachen einige gut Aktionen vorgebracht haben und einmal auch die Latte getroffen hatten.</p>
<p><strong><em>Fazit: Komisch.</em></strong></p>
<p>Auffällig: Pressing auf den gegnerische Defensive, schnelles und flüssiges Spiel im Mittelfeld und nach vorne, der Versuch, das Tempo hochzuhalten &#8211; all die Attribute, die das Spiel gegen Aserbaidschan als Schritt in die richtige Richtung erscheinen ließen, fehlten diesmal. Dafür gab&#8217;s in der Schlussphase den Wechsel zu einem flachen 4-4-2 mit zwei Leuchttürmen vorne, was wieder sehr an vergangene Zeiten erinnerte. Es klingt böse, ja, aber man konnte den Eindruck gewinnen, Manfred Zsak durfte sich mal austoben.</p>
<p>Letztlich ist das 0:0 ein durchaus logisches und auch nicht ungerechtes Ergebnis, ein eher enttäuschendes Ende einer insgesamt recht enttäuschenden Qualifikations-Kampagne. Letztlich macht es keinen wirklichen Unterschied mehr, aber dass die positiven Ansätze aus dem Spiel in Baku nicht so richtig mitgenommen werden konnten, ist wohl schmerzhafter als das Resultat an sich.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5907&amp;md5=82c6bfbf7e6a7f2e8da90ef43ca38f84" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Individuell und technisch besser, aber völlig harmlos &#8211; 2:2 in Schottland</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/10/individuell-und-technischer-besser-aber-vollig-harmlos-22-in-schottland/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 20:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Drazan]]></category>
		<category><![CDATA[Hart]]></category>
		<category><![CDATA[Herzog]]></category>
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		<category><![CDATA[Weimann]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Resultat ist okay. Aber das Spiel des österreichischen U21-Teams in Schottland war eher enttäuschend: Weil man ein klares Plus an Ballbesitz hatte, individuell und technisch die klar bessere Mannschaft war. Es aber dennoch nie gelang, wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Die Tore? Zwei Einzelinitiativen. Nicht nur die Aufstellung von Andi Herzog war sehr ähnlich der gegenüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Resultat ist okay. Aber das Spiel des österreichischen U21-Teams in Schottland war eher enttäuschend: Weil man ein klares Plus an Ballbesitz hatte, individuell und technisch die klar bessere Mannschaft war. Es aber dennoch nie gelang, wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Die Tore? Zwei Einzelinitiativen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5901" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-10-Sco-Aut-2-2.png"><img class="size-full wp-image-5901 " title="2011 10 10 Sco-Aut 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-10-Sco-Aut-2-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Schottland - Österreich 2:2</p></div>
<p><span id="more-5898"></span>Nicht nur die Aufstellung von Andi Herzog war sehr ähnlich der gegenüber der gegen Holland (lediglich Hopfer spielte statt des gesperrten Hierländer), auch die Einstellung. Die schottischen Defensivspieler wurden überhaupt nicht unter Druck gesetzt, sie konnten sich &#8211; wie Oranje zuletzt &#8211; die Kugel völlig unbedrängt hin und her schieben, erst ab der Mittellinie fing das ÖFB-Mittelfeld an, die Schotten zu attackieren. Das klappte ganz gut, natürlich auch, weil die Schotten nicht die technische Qualität der Holländer haben und auch nicht annähernd so ein hohes Tempo gehen können.</p>
<p>Mehr Initiative im Spiel nach vorne zeigten die Schotten, aber von einigen Schwammigkeiten in der ersten Viertelstunde stand Österreich defensiv ganz gut organisiert. Nur Florian Hart machte wieder den Eindruck, nicht so richtig mit dem Niveau der anderen mithalten zu können. Sein Gegenspieler Gregg Wylde bereitete ihm durchaus Probleme &#8211; auch, weil dieser gut die Seitenlinie hielt. Das machte der rechte Mittelfeldmann, Jonathan Russell, überhaupt nicht &#8211; er zog oft weit in die Mitte und ließ seine Flanke so recht offen.</p>
<p><strong><em>Drazan nützt schottische Schwachstelle nicht</em></strong></p>
<p>Was für die Schotten potentiell tödlich hätte sein können, denn ihr Rechtsverteidiger Ryan Jack war komplett überfordert, sobald der Ball in seine Nähe kam. Unerklärlicherweise wurder genau diese Schwachstelle der Schotten, die offene rechte Defensiv-Seite, von Dilaver und Drazan überhaupt nicht angebohrt. Dilaver blieb recht strikt hinten und Drazan vermied 1-gege-1-Situationen mit Jack, so oft es ging &#8211; viel eher schlug er weite, hohe Flanken aus dem Halbfeld. Die von der schottischen Innenverteidigung problemlos entschärft wurden oder &#8211; noch öfter &#8211; schlicht im Nirvana landeten.</p>
<p>Österreich ging zwar in Führung &#8211; Andi Weimann, mit Abstand der Österreicher mit dem meisten Drive, nützte eine Abstimmungsschwäche zwischen Jack und Wilson, zog aus 20 Metern am und sein krummer Schuss drehte sich ins Tor. Ein absoluter Cracker, aber halt wieder eine Einzelinitiative. Das waren die Angriffe gegen die Holländer, vor allem in der ersten Halbzeit, das war gegen Schottland nicht anders. Auch die Tatsache, dass Schwab sehr hoch stand und mehr hängende Spitze als Zehner war, half dem Aufbau nicht wirklich.</p>
<p><strong><em>Schotten initiativer</em></strong></p>
<p>Die Burschen von der Insel kamen nach einer halben Stunde zum Ausgleich, weil Hart Wylde flanken ließ und Rhodes vor dem Tor komplett alleine war, unbedrängt einnicken konnte. Ein verdienter Ausgleich; weniger, weil die Schotten besser wären als die Österreicher &#8211; das sind nie nicht &#8211; aber weil sie schon mehr Initiative zeigten und auch durchaus eine moderne Spielanlage hatten.</p>
<p>So blieb Wotherspoon tief, ließ sich zum Teil zwischen die Innenverteidiger fallen, während mit Liam Palmer ein recht energiegeladener Achter nach vorne das Spiel ankurbeln wollte &#8211; dabei aber zumeist an Holzhauser und Hopfer hängen blieb. Die Schotten waren allerdings technisch die deutlich unterlegene Mannschaft, sodass Österreich im Ballbesitz immer etwas weniger anfällig für Ballverluste war.</p>
<p><strong><em>Apropos Einzelinitiative</em></strong></p>
<p>Angesichts der zu hohen Positionierung von Schwab und der fahrlässig falschen Spielanlage von Drazan war es klar, dass ein weiteres Tor für Österreich nur aus einer Einzelinitiative entstehen konnte, und nicht aus einer geplanten Aktion. Und so kam es dann auch: Innenverteidiger Richard Windbichler startete einen Lauf nach vorne, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/19/13-bei-man-utd-macht-klar-villas-boas-ist-noch-ein-suchender/">wie man ihn sonst nur von Phil Jones kennt</a>, und bereitete mit einer Klasse-Flanke das 2:1 durch ein Kopfballtor von Alar vor.</p>
<p>Grundsätzlich blieb es auch nach der Pause beim grundsätzlich gleichen Spiel &#8211; mit dem Unterschied, dass die Schotten ihre Pass-Sicherheit einbüßten und immer weniger Gefahr erzeugen konnten; der Ausgleich nach einer Stunde war in der Entstehung ein Zufallsprodukt und in letzter Konsequenz ein verlorenes Kopfballduell von Hart, der nach einer tollen Parade von Lindner beim Abpraller das Nachsehen hatte.</p>
<p><strong><em>Unfähig, ein Spiel zu gestalten</em></strong></p>
<p>Umso auffälliger wurde danach die große Schwäche in diesem Team: Es fehlt komplett eine Strategie, wenn man selbst das Spiel machen muss. Von den Außenverteidigern kam sehr lange nichts außer Pässen ins Zentrum und wenig Präsenz im Spiel nach vorne, das änderte sich erst mit der Einwechslung von Schimpelsberger (für Windbichler). Allerdings: Auch wenn der neue Mann rechts nach vorne ging, wurde er zu selten eingebunden. Hart blieb auch auf der anderen Seite zu passiv.</p>
<p>Die letzte halbe Stunde verstrich &#8211; von einer schottischen Flanke, die an die Latte klatschte, einmal abgesehen &#8211; ohne große Ereignisse, weil Österreich komplett unfähig war, Bewegung ins Spiel zu bringen. Die Flanken blieben komplett harmlos, Drazan war bis auf eine gelungene Flanke nach 57 Minuten (Schotten-Goalie Adam klärte die Abnahme von Alar) eine komplette Vorgabe. Schwab (und in der Schlussphase Holzhauser) wurde von Wotherspoon uns Palmer gut aus dem Spiel gehalten, so hingen Alar (und in der Schlussphase Tadic) ziemlich in der Luft. Österreich hatte bei zwei Drittel Ballbesitz in der halben Stunde zwischen Ausgleich und Schlusspfiff.</p>
<p>Torgefahr strahlte man aber nie aus.</p>
<p><strong><em>Fazit: Sieg wäre nicht verdient gewesen</em></strong></p>
<p>Es fehlte dem ÖFB-Team an einem echten Plan, wie man die robusten, vor allem in der Schlussphase sehr tief stehenden Schotten knacken kann. Das lag am völlig fehlenden Tempo, an den über weite Strecken nicht vorhandenen Außenverteidigern, das konsequente Nicht-Ausnützen offensichtlicher Schwachstellen beim Gegner und an zu wenig Bewegung im Mittelfeld und der Abwesenheit von Ideen aus dem Spielaufbau.</p>
<p>Noch mehr als gegen Holland baute das Spiel der Österreicher auf Einzelinitiativen auf &#8211; geplante, durchdachte Angriffsaktionen gab es praktisch gar keine. Immerhin: Defensiv stand man zumeist sicher, und die Schwachstelle Hart ist im nächsten Spiel ohnehin gelbgesperrt. Außerdem wurden eine der beiden echten Torchancen, die es gab, auch genutzt; in Verbindung mit dem absolut wundervollen Tor von Andi Weimann war also die Chancenverwertung diesmal sehr ordentlich.</p>
<p>Dumm nur, dass man nicht fähig war, trotz klarer individueller und technischer Überlegenheit viele Chancen zu kreieren.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5898&amp;md5=63b8c9d3ff77b30210f7c074d7739e3f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>4:1 in Baku &#8211; und vor allem die Art und Weise macht durchaus Hoffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 18:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, das österreichische Nationalteam kann tatsächlich deutlich besser spielen, als das zumeist unter Didi Constantini der Fall war: Beim 4:1-Erfolg in Aserbaidschan darf man sich nicht nur über das Ergebnis freuen, sondern vor allem über die Art und Weise, wie dieses zu Stande gekommen ist. Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ja, das österreichische Nationalteam kann tatsächlich deutlich besser spielen, als das zumeist unter Didi Constantini der Fall war: Beim 4:1-Erfolg in Aserbaidschan darf man sich nicht nur über das Ergebnis freuen, sondern vor allem über die Art und Weise, wie dieses zu Stande gekommen ist.</em></strong></p>
<div id="attachment_5885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-4.png"><img class="size-full wp-image-5885 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-4.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<p><span id="more-5882"></span>Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.</p>
<p><em><strong>Von vorne bis hinten anders</strong></em></p>
<p>Das fing bei der Viererkette an, die im Ballbesitz extrem weit aufrückten; Prödl und Dragovic halfen mit, die Seiten etwas abzudecken, wenn Fuchs und Dag nach vorne gingen. Davor waren Scharner und Baumgartlinger nicht einfach nur defensive Mittelfeldspieler, wie sie zuletzt oft einfach nur als Abräumer interpretiert worden waren, sondern an ihnen beiden lag die Hauptlast des Pressings im Mittelfeld.</p>
<p>Wobei sie von Marko Arnautovic gut unterstützt wurden. Mit seiner ihm eigenen Aggressivität ging der Bremer zuweilen auch etwas überhart an den Gegenspieler, verschaffte sich so aber den nötigen Respekt. Außerdem bewegte er sich, wie das Ruttensteiner im Interview vor dem Spiel gefordert hatte, gut zwischen den Linien und war eigentlich immer anspielbar. Auf den Flanken rückten Alaba und Ivanschitz immer wieder ein, um ihren Hinterleuten die Möglichkeit zu geben, sie zu hinterlaufen &#8211; das klappte nicht so richtig, vor allem bei Dag.</p>
<p><strong><em>Azeris überfordert</em></strong></p>
<p>Was das österreichische Team zeigte, hatte Hand und Fuß, war aber in letzter Konsequenz nicht zwingend torgefährlich. Es hatte aber den Effekt, dass die Azeris überhaupt keinen Plan hatten, wie sie mit der aggressiven Spielweise und dem hohen Druck, den Österreich ausübte, umgehen sollten. Oftmals wurde der Ball dann zu lange gehalten, weil sich keine Anspielstation auftaten. Sofort waren zwei, drei Österreicher da, und der Ball war weg.</p>
<p>Und auch im Spiel nach hinten schlichen sich bei den Gastgebern vermehrt Fehler ein, so wie das in der 27. Minute passierte &#8211; da berechneten gleich drei Azeris einen hohen Ball auf Janko falsch, und Yunisoglu wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Referee Studer ließ nicht gelten, dass noch zwei Abwehrspieler auf gleicher Höhe waren und stellte den Innenverteidiger vom Platz.</p>
<p><em><strong>Sichtbare Spielintelligenz</strong></em></p>
<p>Das Offensiv-Trio mit Ivanschitz, Arnautovic und Alaba wechselte die Positionen, anders als man erwarten hätte können, kaum. Dafür legten sie eine hohe Agilität an den Tag und das ÖFB-Team zeigte eine Spielintelligenz, die sie zuletzt sehr gut versteckt hielt. In sich bietende Löcher wurde hinein gestoßen, es wurde gut antizipiert und damit so mancher billige Ballverlust verhindert bzw. schnell wieder ausgebügelt.</p>
<p>Und auch die Entstehung des 1:0 ist dafür ein gutes Beispiel: Anstatt auf den geblockten Ball blind drauf zu schießen, legte Alaba an der Strafraumgrenze sehr umsichtig zu Ivanschitz quer, und ausgerechnet der von Constantini so konsequent Verstoßene netzte ein.</p>
<p><strong><em>Mit Zittern in die Pause</em></strong></p>
<div id="attachment_5889" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aze-Aut2.png"><img class="size-full wp-image-5889 " title="Aze-Aut2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aze-Aut2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab ca. Minute 30</p></div>
<p>Freilich: Es war längst nicht alles Gold, war bei Österreich glänzte. Nach dem Führungstor ließ die Konsequenz deutlich nach und die Azeris, die nun auf ein 4-4-1 umgestellt hatten, bearbeiteten vor allem die Flanken &#8211; und da im Speziellen jene von David Alaba und Ekrem Dag &#8211; viel besser als vorher. Was auch daran lag, dass sich gegen die dezimierte Zentrale der Hausherren auch die Außenverteidiger eher nach innen orientierten und so auf die Flanken vergessen wurde.</p>
<p>Das, kombiniert mit Schwächen von David Alaba in der Rückwärtsbewegung auf der für ihn ungewohnten rechten Seite, nützten die Azeris mit Deutschland-Legionär Budak und vor allem dem offensivstarken Dshavadov gut aus. Zwei Flanken von dieser Seite auf den vom zu weit eingerückten Fuchs etwas allein gelassenen Ismailov sorgten vor der Pause für unnötiges Zittern, denn beides waren sehr gute Einschussmöglichkeiten.</p>
<p><strong><em>Außenverteidiger auch in zweiter Hälfte nicht immer sicher</em></strong></p>
<p>Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Außenverteidiger so ein wenig die Sorgenkinder. Ruttensteiner ließ für die zweite Hälfte Ivanschitz und Alaba die Flanken tauschen, womit der Bayern-Legionär sich sichtlich wohler fühlte und das Spiel nach vorne etwas ausbalancierter aussah &#8211; denn von der rechten Seite ist nicht allzu viel gekommen.</p>
<p>Nach dem schnellen 0:2 und dem folgenden 0:3 waren die Azeris natürlich geschlagen und die Gegenwehr war gebrochen, aber ein grober Stellungsfehler und ein äußerst passives Abwehrverhalten von Dag ermöglichte Aserbaidschan den unnötigen Ehrentreffer.</p>
<p><strong><em>Österreich gibt Sieg nicht mehr her</em></strong></p>
<p>Dass es nur der Ehrentreffer war, lag aber auch am Druck, den die Österreicher auch nach dem Wiederanpfiff erzeugten. Sie ließen nicht nach, im Mittelfeld und auch zum Teil im Angriff zu pressen, ließen den Gegner somit weiterhin nie zur Entfaltung kommen, erkämpften sich Bälle ungewohnt schnell wieder zurück und spielten die Azeris mit schnellen Kurzpässen aus. Das 2:0, herrlich vorbereitet nach einem blitzschnellen Doppelpass von Arnautovic mit Ivanschitz und abgeschlossen von Janko, fiel auf diese Weise, und das 3:0 nach einer Stunde war das Produkt eines Marc Janko, der ein Arbeitspensum an den Tag legte, das man von ihm im ÖFB-Trikot schon lange nicht mehr gesehen hatte.</p>
<p>Auch der Anschlusstreffer eine Viertelstunde vor Schluss weckte die Azeris nicht mehr entscheidend auf, es wurde zwar versucht, noch zu holen, was zu holen war, aber man hatte dennoch nie das Gefühl, dass Österreich das Spiel noch hergeben könnte. Und so gar es in der Nachspielzeit noch den 4:1-Endstand durch den für den müdegelaufenen Arnautovic eingewechselten Zlatko Junuzovic</p>
<p><strong><em>Fazit: Ein großer Schritt in die richtige Richtung</em></strong></p>
<p>Man ist als Beobachter der österreichischen Nationalmannschaft ja nicht gerade verwöhnt, so ist man leicht geneigt, das in diesem Spiel gezeigte als die großartigste Leistung seit Ewigkeiten lobzuhudeln. Und man muss ansprechen, dass vor allem die Positionen der Außenverteidiger noch einiges an Feintuning bedürfen, sowohl was das Abwehrverhalten angeht, also auch, was das nach vorne Tragen des Balles angeht. Hier war zu lange zu wenig über die Flügel zu sehen.</p>
<p>Dennoch war das Spiel zweifellos ein großer Schritt in die richtige Richtung. Es wurde ein Pressing gezeigt, wie man es von einer österreichischen Nationalmannschaft noch nie gesehen hat (was nicht heißt, dass es da immer noch Luft nach oben gibt). Es wurden sehr viele Bälle durch schnelles Denken und Handeln schnell wieder zurück geholt und vor dem Tor blieb man cool und nützte die Chancen, die sich boten.</p>
<p>Alles in allem war es ein schöner Erfolg, den man nicht über-, aber auch nicht unterbewerten darf. Man hat viel Positives erkennen können, was unter Constantini nicht zu sehen gewesen war. Auch dürfen nach der recht anständigen Leistung von Andi Ivanschitz weiterhin Fragen erlaubt sein, was sich der Ex-Teamchef bei der so konsequenten Ausbootung des Mainz-Legionärs gedacht hat.</p>
<p>Aber vor allem bleibt eines übrig: Eine feine Leistung und ein verdienter Sieg, mit dem zumindest der vierte Gruppenplatz fixiert werden konnte.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5882&amp;md5=a87f9e52884f879fef172e164b3af18b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erst kein Plan und kein Druck, dann alle Chancen vernebelt &#8211; 0:1 gegen Holland</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 19:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[U21]]></category>

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		<description><![CDATA[Null Pressing, Einzelinitiativen, Zufallsaktionen &#8211; vor der Pause machte Österreich im U21-EM-Qualispiel gegen Holland so ziemlich alles falsch. Mittelfeld verstärkt, über die Flügel gespielt &#8211; in Überzahl machte das ÖFB-Team viel Druck, verballerte aber alle Chancen. Womit am Ende eine 0:1-Niederlage steht. Den Gegner schon tief in dessen eigener Hälfte unter Druck setzen, keine Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Null Pressing, Einzelinitiativen, Zufallsaktionen &#8211; vor der Pause machte Österreich im U21-EM-Qualispiel gegen Holland so ziemlich alles falsch. Mittelfeld verstärkt, über die Flügel gespielt &#8211; in Überzahl machte das ÖFB-Team viel Druck, verballerte aber alle Chancen. Womit am Ende eine 0:1-Niederlage steht.</em></strong></p>
<div id="attachment_5875" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Aut-Ned-U21-0-1.png"><img class="size-full wp-image-5875 " title="2011 10 11 Aut-Ned U21 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Aut-Ned-U21-0-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Holland 0:1</p></div>
<p><span id="more-5872"></span>Den Gegner schon tief in dessen eigener Hälfte unter Druck setzen, keine Zeit zur Spieleröffnung lassen &#8211; genau das, was Willi Ruttensteiner für die beiden Spiele in Baku und Astana angedacht hat, gab es bei Andi Herzogs U21 gegen Holland exakt in einer Aktion in der 2. Minute. Da stürzten sich Alar, Schwab und Weimann auf die beiden holländischen Innenverteidiger. Von da an aber? Tote Hose.</p>
<p><em><strong>Kommt, ihr Holländer, wir stören euch nicht!</strong></em></p>
<p>Was zur Folge hatte, dass sich die Holländer (bei denen mit Zoet und Cabral zwei Mann dabei waren, die im entscheidenden Spiel zur Quali für die U20-WM <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/24/kolumbien-wir-kommen/">gegen Österreich 0:1 verloren</a> haben, mit Bacuna wurde dann noch einer eingewechselt) hinten die Bälle gemütlich hin und her schieben konnten, und das extremst flexible Dreier-Mittelfeld die Ordnung in der österreichischen Zentrale so lange zu störte, bis sich ein Loch ergab. Und logischerweise dauerte es nicht allzu lange, bis dann in ein genau so entstandenes Loch durch die Mitte ein blitzschneller Pass in den Raum kam, schnell nach vorne gespielt wurde und Barazite für das Tor zum 1:0 in der 7. Minute sorgte. Ein sehenswerter Schuss, keine Frage, aber in der Entstehung war das an Naivität kaum zu überbieten.</p>
<p>Holland spielten das im Zentrum <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/18/ried-kanns-auch-mit-viererkette-00-gegen-eindhoven/">sehr ähnlich wie etwa der PSV Eindhoven</a>. Es war zumeist Kelvin Leerdam, der zentral tief stand, sich aber viel vertikal bewegte; während Marco van Ginkel und Leroy Fer eher etwas höher standen und eher vertikal verschoben. Holzhauser und Hierländer hatten so viel mit diesem Trio und dem viel aus der Tiefe kommenden Nacer Barazite zu tun, dass für die Spielgestaltung keine Ressourcen blieben.</p>
<p><strong><em>Problemfall Zentrum, Problemfall Hart</em></strong></p>
<p>Was den Stillstand durch das Zentrum noch mehr verstärkte war die vorgeschobene Rolle von Stefan Schwab, wodurch aus dem 4-2-3-1, das angekündigt war, eher ein 4-4-1-1 wurde und damit Schwab und vor allem Alar eher in der Luft hingen. Wenn es durch die Mitte nach vorne ging, dann nur mit langen (immerhin zumeist flachen) Bällen, die aber wenig einbrachten.</p>
<p>Das größte Problem hatte das ÖFB-Team aber, wenn Holland über Jerson Cabral vermehrt über die rechte Abwehrseite von Florian Hart kam. Dieser stand defensiv deutlich zu tief, empfing Cabral somit erst, wenn der schon aus vollem Lauf mit all seiner überragenden Technik herangebraust kam und wurde vom Außenstürmer nach Strich und Faden verarscht. Dass die Holländer daraus kein Kapial schlugen, war vor allem Richie Windbichler und Raphael Holzhauser zu verdanken, die immer wieder gut aushalten.</p>
<p><strong><em>Behäbiges Umschalten, tempolose Angriffe</em></strong></p>
<p>Nicht nur, dass es vom österreichischen Team kein Pressing gab und somit leichte Ballgewinne selten waren, es  kam noch eine weitere Unzulänglichkeit dazu: Das Umschalten von Defensive auf Offensive wurde viel zu inkonsequent vorgetragen. Derjenige, der den Ball gewonnen hatte, rannte eher blind nach vorne, er wurde aber nur von einem oder zwei Mitspielern, die auch eher nur trabten, begleitet.</p>
<p>Das hieß, dass entweder das Tempo aus dem Angriff herausgenommen werden musste, was die Holländer natürlich dazu nützten, sich schnell wieder zu formieren; oder, dass aus der Distanz geschossen werden musste. Das wäre angesichts des etwas flatterhaften holländischen Torhüters eine Option gewesen, die man ruhig öfter auspacken hätte können.</p>
<p><em><strong>Flanken in den Oranje-Strafraum</strong></em></p>
<p>Gefährlich wurde es für Holland nur, wenn es den Österreichern gelang, über die Flanken in den Strafraum zu gelangen. Florian Hart machte das in der ersten Halbzeit ein paar Mal ganz gut, und bei Ecken und Freistößen wurde die Unsicherheit von Goalie Jeroen Zoet, die auch auf seine Vorderleute ausstrahlte, deutlich sichtbar.</p>
<p>Vielleicht waren seine (eh eher seltenen) Vorstöße der Grund, warum Andi Herzog Hart nicht schon zur Pause in der Kabine ließ, sondern es nach dem Seitenwechsel noch fünf Minuten probierte, ehe er dann doch Schimpelsberger brachte. Schon vor dem Halbzeitpfiff ließ die Intensität im holländischen Strafraum deutlich nach, so wie mit Fortdauer des Spiels generell immer mehr der Nachdruck fehlte. So fiel es dem ÖFB-Team leichter, sich ein wenig aus der Umklammerung zu lösen.</p>
<p><strong><em>Komplett andere zweite Hälfte</em></strong></p>
<p>Nach der Pause spielte Österreich wie ausgewechselt. Nun wurde tatsächlich mit Druck auf die Holländer ausgeübt, die so gar nicht mehr zur Entfaltung kamen. Zudem schaltete Schimpelsberger Cabral aus und endgültig zu Gunsten der Österreicher drehte sich die Partie, als sich Torhüter Zoet nach einer Notbremse gegen Weimann, der alleine auf ihn zugelaufen war, korrekterweise die rote Karte abholte.</p>
<div id="attachment_5873" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutNed2.png"><img class="size-full wp-image-5873 " title="AutNed2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutNed2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 65. Minute</p></div>
<p>Raphael Holzhauser scheiterte am neuen Mann Marco Bizot (für ihn war Barazite rausgegangen), aber die Hausherren waren ab sofort endgültig am Drücker. Herzog nahm mit Windbichler einen Innenverteidiger heraus und warf mit Tadic einen Stürmer in die Schlacht. So entstand hinten zwar eine etwas windschiefe Dreierkette, die im Notfall von Holzhauser verstärkt wurde, und die rechte Seite war kaum mehr vorhanden &#8211; Dilaver schaltete sich mehr in die Offensive ein als Schimpelsberger.</p>
<p>Durch die Umstellungen, die Oranje-Teamchef Cor Pot vornahm &#8211; nämlich auf ein 4-3-2 &#8211; fiel bei Holland das Flügelspiel nun komplett flach. Die Außenverteidiger, die nun alleine auf weiter Flur waren, waren so viel mit Weimann und vor allem Drazan beschäftigt, dass nach vorne nichts mehr ging und das Mittelfeld im Zentrum war nur noch um Schadensbegrenzung bemüht.</p>
<p>Das gelang aus zwei Gründen: Erstens, weil die besten Torchancen liegen gelassen wurden. Und zweitens, weil es zwar grundsätzlich eine Überzahl im Zentrum gab, das Positionsspiel der Österreicher aber dennoch eher wild und kaum durchdacht wirkte. Echter Plan war weiterhin nicht erkennbar, aber durch die Überzahl konnten halt die Chancen herausgearbeitet werden.</p>
<p><em><strong>Fazit: Niederlage nicht verdient, was anderes aber auch nicht</strong></em></p>
<p>Ein eher seltsames Spiel &#8211; denn Österreich hätte nach der drückenden Überlegenheit in der Schlussphase zumindest einen Punkt mitnehmen müssen; andererseits aufgrund der ersten Hälfte, die inhaltlich vor allem in der ersten halben Stunde komplett daneben war, diesen eigentlich nicht verdient gehabt.</p>
<p>Vor allem in der ersten Halbzeit war hinten Offensivaktionen des Heimteams keine Strategie erkennbar, die Laufwegen waren deutlich sichtbar nicht aufeinander abgestimmt, es regierten Einzelinitiativen und Zufallsaktionen, aber kein geplantes Angriffsspiel. Zudem fehlte dem Mittelfeld der Plan, wie man mit dem flexiblen System der Holländer umgehen soll und Hart war mit Cabral heillos überfordert und hätte eigentlich schon nach 20 Minuten ausgewechselt gehört.</p>
<p>Es kam Österreich zu Pass, dass genau in die Phase, in der man selbst stärker wurde, der holländische Goalie vom Platz flog. In Unterzahl wurde deutlich, dass das in Weiß spielende Oranje-Team auch nur mit Wasser kocht und schlottrige Knie bekam, als ein Spiel, das sie sicher im Griff hatten, völlig entglitten war.</p>
<p>Rückschlüsse aus diesem Spiel zu ziehen, ist eher schwierig, weil die beiden Halbzeiten so unterschiedlich waren &#8211; ohne erkennbaren Plan vor der Pause, aber nach dem Ausschluss richtigerweise das Zentrum verstärkt, wenn auch mit recht schwammiger Raumaufteilung &#8211; anders als im rochierenden Mittelfeld der Holländer, wo die Aufgaben innerhalb des Trios weitergereicht wurden, aber grundsätzlich klar definiert waren.</p>
<p>So bleibt das Fazit, dass mehr drin gewesen wäre, vor allem, wenn man von Anfang an Druck auf die Holländer ausgeübt hätte, und nicht nur naiv Passwege zu verstellen versuchte.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5872&amp;md5=2ab0ecf769c78245aa99d8a773f75d45" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1:1 zum Start in die EM-Quali &#8211; Der Kapitänin blutige Nase rettet Österreich</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 23:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Das große Ziel heißt Schweden: Zum Start in die EM-Quali für die Euro2013 im Norden Europas traf das ÖFB-Frauen-Nationalteam auf den wohl direkten Konkurrenten um den Playoff-Platz Tschechien. Der Ausgleich von Kapitänin Marlies Hanschitz, bei dem sie sich eine heftig blutende Nase geholt hatte, rettete Österreich das wichtige 1:1. Nach der WM ist vor der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das große Ziel heißt Schweden: Zum Start in die EM-Quali für die Euro2013 im Norden Europas traf das ÖFB-Frauen-Nationalteam auf den wohl direkten Konkurrenten um den Playoff-Platz Tschechien. Der Ausgleich von Kapitänin Marlies Hanschitz, bei dem sie sich eine heftig blutende Nase geholt hatte, rettete Österreich das wichtige 1:1.</em></strong></p>
<div id="attachment_5776" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-17-Aut-Cze-1-11.png"><img class="size-full wp-image-5776 " title="2011 09 17 Aut-Cze 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-17-Aut-Cze-1-11.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Tschechien 1:1</p></div>
<p><span id="more-5774"></span>Nach der WM ist vor der EM &#8211; das gilt natürlich auch bei den Frauen. Nach der medial so breit gespielten Weltmeisterschaft in Deutschland, bei der sich <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/18/nach-zweifachem-comeback-die-nerven-behalten-japan-ist-weltmeister/">Japan erstmals den Titel holen</a> konnte, startet nun die Qualifikation für die Euro2013 in Schweden, mit dem selben Modus wie beiden Männern: Gruppensieger und bester Zweiter fix dabei, die restlichen Zweiten spielen Playoff. Und genau dieser zweite Platz ist das Traumziel der ÖFB-Auswahl, bei der Dominik Thalhammer (der das Amt vom verstorbenen Ernst Weber übernommen hat) in seine erste Quali als Teamchef startet.</p>
<p>Denn Gruppenfavorit Dänemark wird wohl für alle unantastbar bleiben. Dahinter streiten sich Tschechien (Topf 2), Österreich (Topf 3) und Portugal (Topf 4) um den Playoff-Platz. Armenien wird normalerweise acht vernichtende Niederlagen einstecken, die erste gab&#8217;s im Parallelspiel mit dem 0:8 gegen Portugal. Diese Konstellation heißt auch: Schon in diesem ersten Spiel ist verlieren eigentlich verboten; wenn man ein ernsthaftes Wort um den zweiten Platz mitreden will, darf man das Heimspiel (im oberösterreichischen Vöcklabruck ausgetragen) gegen das Topf-2-Team nicht ohne Punktgewinn absolvieren.</p>
<p><strong><em>Flexible Formation</em></strong></p>
<p>Dominik Thalhammer setzte auf ein recht klassisches 4-4-2, in dem sechs Deutschland-Legionärinnen in der Startelf standen. Deutlich komplizierter stellte sich das System seines tschechischen Gegenübers Vladimír Hruška dar. Seine Grundformation war zwar auch ein 4-4-2, aber hier verschob die Abwehrkette so weit, dass das mitunter schwer nach einer Dreierkette (Sedláčková, Pincová, Vyštejnová) aussah, in der Mocová und Krůzová die Wing-Backs gaben.</p>
<div id="attachment_5778" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut-cze2.png"><img class="size-full wp-image-5778 " title="aut-cze2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut-cze2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Tschechien gegen den Ball</p></div>
<p>So schafften es die Tschechinnen, die Flanken defensiv gut zu kontrollieren und im Zentrum gegen das ÖFB-Sturmduo Burger/Fischer immer Überzahl zu haben. Hinzu kam, dass sich Lucie Martínková, an sich im Angriff aufgestellt, auf den linken Flügel orientierte, um vor dem linken De-facto-Wingback einerseits abzusichern und sich andererseits als Anspielstation anzubieten.</p>
<p>Aus dieser Formation heraus entwickelten die Tschechinnen die größte Gefahr. Weil es bei Österreich nicht funktionierte, die Flanken defensiv gegenseitig abzusichern: Gingen Hanschitz und Gröbner mit nach vorne, fühlte sich weder die jeweilige Innenverteidigerin noch der Sechser für die Absicherung zuständig. So gelang es den Tschechinnen nach Ballgewinn immer wieder, schnell in den Rücken der Außenvertedigerinnen zu kommen; vor allem Voňková stellte das ÖFB-Team hier vor große Probleme. Ihre extrem knapp vor das Tor gezogenen Flanken sorgten immer wieder für Zittern.</p>
<p><strong><em>Höheres Tempo bei Tschechien</em></strong></p>
<p>Das selbe Problem ergab sich auch, wenn Hanschitz und Gröbner gegen den Ball einrückten &#8211; da waren die österreichischen Mittelfeld-Außen Feiersinger und Ruiss oft nachlässig, wodurch auch hier die Tschechinnen immer wieder bis zur Grundlinie durchgehen konnten.</p>
<p>Das Team aus Tschechien war in der ersten Halbzeit nicht um Klassen besser, aber das höhere Tempo und die größere Passgenauigkeit hatte der leichte Favorit durchaus auf seiner Seite; ein Tor für den Gegner schien immer ein wenig wahrscheinlicher als eines vom ÖFB-Team. Am nähesten zur Torerfolg kam Tschechien bei einem Schuss der (sonst in der Vorwärtsbewegung äußerst zurückhaltenden) Linksverteidigerin Petra Vyštejnová, die aus 20 Metern das Aluminium traf. Die Österreicherinnen durften mit dem Pausenstand von 0:0 nicht unglücklich sein.</p>
<p><strong><em>Mehr Mut nach dem Seitenwechsel</em></strong></p>
<p>Das Problem im Spiel nach vorne beim österreichischen Team war nicht nur die geschickte Abwehrarbeit des Gegners, sondern auch, dass bei Ballgewinn in der eigenen Hälfte die beiden Angreiferinnen vorne ein zu großes Loch zum Mittelfeld rissen und so oft nur mit langen Bällen anspielbar waren. So war es kaum gelungen, sich schnell vorne festsetzen zu können und eine eventuelle Unordnung zu nützen.</p>
<p>Das war nach der Pause besser: Nicht nur, das das zentrale Mittelfeld-Duo von Bayern München, Prohaska und Schnaderbeck, weiter aufrückte und ihre tschechischen Gegenspielerinnen in der Spielfeldmitte mehr unter Druck setzten, zudem ließ sich eine der beiden Stürmerinnen etwas fallen. So wurde Pincová herausgezogen, während sich Sedláčková und Vyštejnová um die vorne verblibenene Spielerin kümmerten. So waren die Flanken immer offener, was allerdings nicht konsequent genug ausgenützt wurde.</p>
<p><strong><em>Billiges Gegentor, blutige Antwort</em></strong></p>
<p>Was nicht nicht änderte, war das Preisgeben von Platz im Rücken der Außenspielerinnen. Das hatte aber mit dem Tor, mit dem Tschechien in Führung ging, letztlich nichts zu tun: Das war ein eigentlich nicht besonders gefährlicher Freistoß von der Seitenlinie, den ÖFB-Torfrau Kristler völlig falsch berechnete, sodass der Ball über ihre Fäuste hinweg ins Tor hüpfte.</p>
<p>Schon die Entscheidung gegen die bemüht, aber nicht besonders torgefährlichen Österreicherinnen? Nein &#8211; denn nur fünf Minuten später wurde ausgerechnet Kapitänin Marlies Hanschitz, die defensiv so ihre Probleme hatte, zur blutigen Heldin. Bei einem Freistoß von der rechten Seite stürzte sie sich ohne Rücksicht auf Verluste ins Getümmel &#8211; dort stocherte sie nicht nur den Ball zum Ausgleich über die Linie, sondern holte sich dabei auch noch eine heftig blutende Nase. <a href="http://images.laola1.at/Fussball/16006_hanschitz-verletzt_304x171.jpg?1316286671">Das sah wild aus</a> &#8211; ihr an sich weißes Trikot war etwa so rot wie das der Tschechinnen, als sie abtransportiert wurde. &#8220;Des woas wert&#8221;, meinte sie im <a href="http://tvthek.orf.at/programs/1379-Sport-Bild/episodes/2917773-Sport-Bild/2917863-Fussball--EM-Quali" target="_blank">Interview nach dem Spiel</a>.</p>
<p><strong><em>Österreich mit deutlich mehr Kraftreserven</em></strong></p>
<p>Statt ihr kam Kathrin Entner in die Partie; sie übernahm die rechte Abwehrseite, dafür wechselte Marion Gröbner auf links. Im Nachhinein betrachtet kein schlechter Zug, denn nun war endlich der Rückraum verbotene Zone für die Flügelspielerinnen aus Tschechien. Außerdem ließen bei den Gästen die Kräfte deutlich mehr nach als beim Team aus Österreich &#8211; somit konnte das Spiel in der letzten halben Stunde besser kontrolliert werden als davor.</p>
<p>Volles Risiko ging Dominik Thalhammer verständlicherweise aber nicht &#8211; er brachte mit Lisa Makas vom starken Aufsteiger Spratzern eine neue Stürmerin für Ines Ruiss, dafür übernahm Melanie Fischer die Planstelle im linken Mittelfeld. Die Wechsel von Vladimír Hruška orientierten sich eher am konditionellen Zustand seiner Mannschaft. Das hieß: Jene Spielerinnen, die durch ihre Laufarbeit am wichtigsten für das Spiel ihres Teams gewesen waren, mussten weichen. Also die komplette rechte Seite mit Mocová und Voňková, sowie die fleißige, aber glücklose Stürmerin Divišova.</p>
<p>Was der Gefährlichkeit der Mannschaft natürlich nicht besonders zuträglich war. So hatte Neulengbachs Torschützenkönigin Nina Burger &#8211; und auch in den ersten vier Spielen der laufenden Saison war sie schon elfmal erfolgreich &#8211; sogar noch die Chance auf den Sieg. Aber auch das 1:1 ist gemessen an der Ausgangsposition, zumal zwei Wochen nach einem 0:4-Debakel im letzten Test gegen die Slowakei, ein sehr ordentliches Ergebnis.</p>
<p><strong><em>Fazit: Tschechien mit mehr Qualität, Österreich mit mehr Kraft</em></strong></p>
<p>Die Favoritinnen aus unserem nördlichen Nachbarland zeigten sich eine Stunde lang als etwas besseres Team, das nicht nur mit guter Technik, sondern auch mit der etwas eigenwilligen Abwehrstrategie gut gefahren ist, wenig zugelassen hat und selbst vor allem über die Außenbahnen immer wieder für einiges an Zittern in der österreichischen Defensive gesorgt hat.</p>
<p>Zwei Punkte sprachen in diesem Spiel aber für Österreich: Zum einen die Tatsache, dass man sich nach dem bitteren Rückstand nicht hängen ließ und der bessere konditionelle Zustand der Mannschaft.  Und auch ein wenig Glück, dass die große Schwachstelle &#8211; das Verteidigen der Außenbahnen &#8211; zwar durchaus angebohrt, aber nicht bestraft wurde. Immerhin: Der Worst Case, also eine Heimniederlage gegen direkten Konkurrenten zum Start, was wohl schon das Ende der Quali-Hoffnungen bedeutet hätte, wurde abgewendet.</p>
<p>So haben die kommenden Spiele noch ernsthaften Wettkampfcharakter, wiewohl die Ergebnisse der beiden nächsten Partien wohl schon so gut wie feststehen. Alles andere als eine Niederlage in Dänemark (22. Oktober) und ein Kantersieg gegen Armenien (am 26. Oktober in Bruck an der Mur) wäre eine Sensation. Ehe es im November zum Auswärtsspiel nach Portugal geht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p><em><strong>Stimmen zum Spiel<br />
</strong></em></p>
<p>Dominik Thalhammer, ÖFB-Teamchef: &#8220;Das Ergebnis ist okay, obwohl am Ende sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre. Aber es ist für diese junge Mannschaft extrem wichtig, Erfolgserlebnisse wie dieses oder das 1:1 gegen Nigeria vor der WM zu haben. Erfreulich war, dass wir uns nach dem Rückstand nicht so hängen gelassen haben wir im letzten Test gegen die Slowakei. Da hat unsere Team-Psychologin gute Arbeit geleistet!&#8221;</p>
<p>Vladimír Hruška, Tschechiens Teamchef: &#8220;Ich bin nicht zufrieden, weil wir hier eigentlich schon einen Sieg eingeplant gehabt hätten. Jetzt wird es umso schwerer, Dänemark womöglich unter Druck zu setzten. Darum werden wir uns jetzt darauf konzentrieren müssen, zumindest den zweiten Platz in der Gruppe abzusichern.&#8221;</p>
<p><strong><em>Die Teams:</em></strong></p>
<p><strong><em>Österreich:</em></strong> Anna-Carina Kristler (23, St. Veit) &#8211; Marion Gröbner (25, Herford/Ger), Susanna Höller (22, Sindelfingen/Ger), Carina Wenninger (20, Bayern München), Marlies Hanschitz (25, St. Veit) &#8211; Laura Feiersinger (18, Bayern München), Viktoria Schnaderbeck (20, Bayern München), Nadine Prohaska (21, Bayern München), Ines Ruiss (23, Neulengbach) &#8211; Melanie Fischer (25, Innsbruck), Nina Burger (23, Neulengbach). Wechsel: Kathrin Entner (23, Neulengbach) für Hanschitz (64.). Lisa Makas (19, Spratzern) für Ruiss (73.). Teamchef Dominik Thalhammer.</p>
<p><strong><em>Tschechien:</em></strong> Petra Taušová (27, Slavia Prag) &#8211; Iva Mocová (31, Sparta Prag), Jana Sedláčková (18, Sparta Prag), Veronika Pincová (21, Slavia Prag), Petra Vyštejnová (20, Sparta Prag) &#8211; Lucie Voňková (19, Slavia Prag), Klára Cahynová (18, Slovácko), Irena Martínková (25, Sparta Prag), Marcela Krůzová (21, Slavia Prag) &#8211; Lucie Martínková (25, Sparta Prag), Petra Divišová (26, Slavia Prag). Wechsel: Tereza Kožárová (19, Sparta Prag) für Divišova (78.). Markéta Ringelová (22, Sparta Prag) für Voňková (81.). Adéla Odehnalová (21, Slavia Prag) für Mocová (85.). Teamchef Vladimír Hruška.</p>
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		<item>
		<title>Contra: Foda als Teamchef</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/12/contra-foda-als-teamchef/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 21:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Herzog]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Didi Kühbauer]]></category>
		<category><![CDATA[dietmar constantini]]></category>
		<category><![CDATA[Franco Foda]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Pezzaiuoli]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Schopp]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Gludovatz]]></category>
		<category><![CDATA[sturm graz]]></category>
		<category><![CDATA[Teamchef]]></category>

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		<description><![CDATA[Die BILD hat es bestimmt: Franco Foda wird seit Sonntag als Fix-Nachfolger von Dietmar Constantini gehandelt. Ob die Informationen des deutschen Boulevards stimmen oder trügen, wird sich zeigen. Aber er ist ja die oberflächlich logische Variante. Er stellt irgendwie die zufrieden, die keinen Österreicher wollen, aber auch die, die einen Vertrauten der heimischen Liga fordern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/avatar_tom.jpg" alt="" title="Tom Schaffer" width="125" height="150" class="alignright size-full wp-image-5711" />Die BILD hat es bestimmt: Franco Foda wird seit Sonntag als Fix-Nachfolger von Dietmar Constantini gehandelt. Ob die Informationen des deutschen Boulevards stimmen oder trügen, wird sich zeigen. Aber er ist ja die oberflächlich logische Variante. Er stellt irgendwie die zufrieden, die keinen Österreicher wollen, aber auch die, die einen Vertrauten der heimischen Liga fordern. Er hat den Ruf als guter Fachmann, wird aber nicht allzu teuer sein. Er ist nicht zu verhabert, aber doch auch nicht ganz von heimischen Rücksichtnahmen losgelöst. Kaum jemand könnte sich ärgern. Auf ihn kann man sich einigen. Man sieht: Wenn man nur in Lobbys denkt, dann passt Foda irgendwie.<span id="more-5700"></span></p>
<p>Auch das seltsame Festhalten an Constantini (deshalb wundert mich dieser Unsinn auch nicht so) seitens des ÖFB sprach für mich sofort für Foda. &#8220;Er wird wohl nicht vor einem Europa League-Herbst bei Sturm hinwerfen wollen&#8221;, dachte ich. Lediglich die Deadline, vor dem 15. November einen neuen ÖFB-Trainer haben zu wollen, passt nicht rein. Sturms letztes EL-Spiel ist am 14.12., das letzte Meisterschaftsspiel am 17.12.. Aber dem ÖFB wäre ja auch zuzutrauen, dass er für diesen Monat und das Ukraine-Testspiel ein Doppelamt akzeptiert.</p>
<p>Ich möchte außer Zweifel stellen, dass ich Franco Foda für einen viel versprechenden Trainer halte. Er ist alles andere als das Schlimmste, was dem ÖFB passieren könnte. Trotzdem wünsche ich mir eine andere Lösung für die kommenden Jahre. Mehrere Gründe sind dafür ausschlaggebend.</p>
<p><strong>1. Foda fehlt internationale Erfahrung</strong></p>
<p>In der österreichischen Liga reüssiert der geborene Mainzer mit Sturm Graz seit Jahren. Aus dem Pleiteklub formte er einen Cupsieger, aus dem Cupsieger einen Meister, aus dem Meister einen Beinahe-Champions-League-Teilnehmer. Beeindruckend! Doch das störende Beiwort &#8220;Beinahe&#8221; vor &#8220;Champions League&#8221; ist von Bedeutung. Bei seinen bisherigen großen internationalen Prüfungen konnte Foda nicht glänzen: 2011 gegen BATE in der CL ein unnötiges Aus; 2010 gegen Juventus im EL-Playoff gab es ebenfalls keine Überraschung; 2009 gegen Kharkiv gelang zwar der zurecht viel beachtete Aufstieg in die EL-Gruppenphase, Sturm blieb mit Platz 4 dort jedoch unspektakulär; 2008 flog man <a href="http://ballverliebt.eu/2008/08/29/live-vor-ort-sturm-graz-fc-zurich/" target="_blank">gegen den FC Zürich</a> aus der UEFA-Cup-Quali.</p>
<p>Zwar kann er im Herbst nun ein zweites Mal mit Sturm die Europa League beackern &#8211; das ist gut &#8211; doch sein systematisch unspektakuläres 4-4-2 mitsamt der jeweils dazugehörenden Taktik brachte ihm gegen BATE im Hinspiel unser Urteil &#8220;<em><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/16/nach-11-bei-bate-winkt-die-konigsklasse/" target="_blank">So wie diese Partie inhaltlich nicht besonders prickeld [war]</a></em>&#8221; ein. Im erfolglosen Rückspiel folgte dann gar eines, das uns vom Nationalteam der letzten Jahre zu bekannt vorkommt: &#8220;<em><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/24/abgemeldete-flugel-lassen-sturms-traum-von-der-champions-league-platzen/" target="_blank">Dann aber fehlte der Plan B</a></em>&#8220;.</p>
<p><strong>2. Sein Erfolg ist noch nicht bestätigt</strong></p>
<p>Die heimische Liga mit Sturm (der theoretisch vierten Geige) zu gewinnen, ist natürlich beachtlich für einen jungen Trainer. Fußballerisch war die Liga trotz des Aufwärtstrends aber auch selten so weit hinter dem internationalen Maßstab wie im Moment (dass wir uns wie wahnsinnig über eine mögliche Rückkehr in die UEFA-Top-15 vor den maroden Schotten freuen würden, spricht Bände). Und selbst in der Meistersaison in dieser Liga sah Sturm gegen die besten Teams <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/26/sturm-ist-meister-zeit-fur-zahlen/" target="_blank">nicht besonders gut aus</a>.</p>
<p>Nur nominell schwächere Gegner zu schlagen, klappt vielleicht in einer von (Hausnummer) zehn Meistersaisonen, ist aber für unser Nationalteam kein viel versprechender Erfolgspfad. Ist es Foda zuzutrauen, dass er ein Konzept entwickelt, das über das bei Sturm in Österreich erfolgreiche hinausgeht? Natürlich. Hat er das schon bewiesen? Natürlich nicht. Foda müsste seinen Erfolg mit Sturm erst einmal einigermaßen bestätigen und zeigen, dass er die Mannschaft noch weiter entwickeln kann.</p>
<p><strong>3. Foda ist Österreicher</strong></p>
<p>1996 hat Foda Deutschland als Spieler verlassen &#8211; da wurde Joachim Löw dort gerade erst Trainer (bei Fodas Verein, dem VfB Stuttgart). Seit 1997 ist seine Welt in Graz. Top-Ligen kennt er als Coach nicht &#8211; außer Ivica Osim hat er auch in Spielerjahren selbst keinen gehabt, von dem er sich für heute viel mitnehmen hätte können. Damit ist Foda trotz anders lautendem Pass eine österreichische Lösung.</p>
<p>Ich würde Foda liebend gerne in fünf bis zehn Jahren als Teamchef sehen, nachdem er in Deutschland einen Mittelständler geleitet und sich daran weiterentwickelt hat. Die selbe Anforderung würde ich auch an Andreas Herzog, Markus Schopp, Didi Kühbauer oder jeden anderen halbwegs viel versprechenden heimischen Jungtrainer stellen. Ohne lehrreiche Auslandserfahrung als Trainer ist die Eignung für das Team nicht wirklich da. Ohne dass die hautnahe Erfahrung des internationalen Niveaus den Trainer geprägt hat, wird das ÖFB-Team zu eben jener &#8220;Learning by doing&#8221;-Spielwiese, die es teilweise auch bei Constantini war (der immer wieder ausbrechenden Unruhe der besten Legionäre über die professionelle Diskrepanz zwischen Verein und Nationalteam inklusive).</p>
<p><strong>4. Mit Sturm würde auch die heimische Liga einen Rückschlag erleiden</strong></p>
<p>Was ich auch gegen Paul Gludovatz einzuwenden hätte (wenn der nicht ohnehin nicht in Frage käme): Ein Trainer, der einen österreichischen Meisterschafts-Underdog so erfolgreich aufbaut, wird genau dort dringend gebraucht. Foda war ein absoluter Glückfall für Sturm &#8211; aber auch für Österreich im Sinne der Liga-Entwicklung. Sturm fordert alle Mannschaften in der Liga und tritt in Europa garantiert nicht peinlich auf, sondern punktet verlässlich für die Fünf-Jahres-Wertung. Es steht zu befürchten, dass Sturm nicht wieder einen solchen Griff landet und mit Fodas Abgang zurückfallen wird. Für Sturm-Fans ist das schade genug, aber hat sich schon mal jemand gefragt, was Österreich dann mit einem vierten und fünften Europapokalstartplatz anfangen soll &#8211; geschweige denn diesen fünften zu halten?</p>
<p>Auf dieses Problem muss Sturm sich natürlich ohnehin vorbereiten. Aber gerade der ÖFB sollte sich nicht am Liga-Brain-Drain beteiligen (wie schon mit der Nominierung von Josef Hickersberger), sondern vielmehr Know-How ins Land importieren, von dem dann auch die Ligatrainer profitieren könnten (die ich derzeit allesamt für nicht schlecht besetzt halte). Aus dieser Perspektive wäre es ratsam für und nachhaltig vom ÖFB, sich im Ausland umzusehen. Trainer die Potential haben, aber noch keine endlose Erfolgsliste (die sie teuer machen würde) gibt es dort genug &#8211; viele davon können eh deutsch. (Damit der unumgängliche Boulevard mitmacht, müssen die halt ab und zu lustige Sprüche sagen.)</p>
<p><strong>5. Foda muss beim Erfolg sehr loyal sein</strong></p>
<p>Wie Martin Blumenau <a href="http://fm4.orf.at/stories/1687784/" target="_blank">richtig sagt</a>: Leitet Foda das heimmische Nationalteam mit Geschick, dann wird die Aufmerksamkeit von deutschen Klubs schnell groß sein. Ob der Trainer dann bei lukrativen Angeboten seinen Weg mit dem Nationalteam fortsetzt? Oder müsste dann wieder ein Trainer von vorne beginnen?</p>
<p>Auch das wird zugegeben allgemein ein Problem mit dem nächsten Trainer sein (sofern die Wahl nicht von Haus aus eine Katastrophe wird). Damit jemand mit Klasse im ÖFB-Team sein langjähirges Traumprojekt sieht, muss der Erfolg schon bahnbrechend sein. In dieser Hinsicht kann sich der ÖFB personell schwer absichern. Deshalb muss er es strukturell tun. Die Entwicklung der Mannschaft und Philosophie muss von einem kompetenten Sportdirektor mitgemacht werden, der auch dann bleibt und den Weg fortführt, sollte der Trainer gehen. Der ewige Neuaufbau muss enden.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>So, wer hätte das gedacht? Jetzt hab ich doch tatsächlich ein Plädoyer gegen einen Trainer gehalten, den ich sehr respektiere. Aber die genannten Punkte bereiten mir Kopfzerbrechen und sollten nicht ignoriert werden, wenn man an die langfristige Entwicklung des österreichischen Fußballs denkt. Foda wäre eine anständige Lösung für den Teamchefposten, aber auch unter Berücksichtigung des knappen Budgets &#8211; im Moment &#8211; nicht die optimale.</p>
<p>Zurecht mag man nun einwenden, dass man einen international etablierten (Punkte 1, 2), zukunftsfähigen (Punkt 5) Topp-Mann wird man zwar ohnehin nicht bekomme, aber gerade der drohende Liga-Qualitätsverlust (Punkt 4.) und die zumindest geringe Erfahrung bei einem hochprofessionell geführten, modernen Verein in einer Topp-Liga (Punkt 3) erscheinen mir bedeutende Unterschied zwischen Foda und etwa einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Pezzaiuoli" target="_blank">Marco Pezzaiuoli</a> zu sein. Für dessen Engagement würde ich dem ÖFB übrigens ohne jedes Bauchweh gratulieren. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
<blockquote><p>Dieser Text ist Teil eines Pro/Contras. Die <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/12/pro-foda-als-teamchef/" target="_blank">Pro-Haltung hat Georg eingenommen</a>. In der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/12/umfrage-foda-als-teamchef/" target="_blank">Umfrage seid ihr am Wort</a>.</p></blockquote>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5700&amp;md5=fae56f26e712db8ece610d9c9a116a3a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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