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	<title>Ballverliebt &#187; Österreich</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>1:0 über Portugal &#8211; Für Geburtstagskind Feiersinger wiederholt sich Geschichte</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/04/05/10-uber-portugal-fur-geburtstagskind-feiersinger-wiederholt-sich-geschichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 21:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Quali]]></category>
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		<description><![CDATA[Stolze 2300 Zuschauer waren in Wr. Neustadt dabei &#8211; und sie sahen eine eher mühsame Partie. Nach der die mit 1:0 siegreichen ÖFB-Frauen in der EM-Quali weiterhin im Plansoll sind. Matchwinner war Bayern-Legionärin Laura Feiersinger an ihrem 19. Geburtstag. Sie hatte schon im Herbst für den Sieg in Portugal gesorgt&#8230; Der Flügel? Nicht die Lieblingsposition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Stolze 2300 Zuschauer waren in Wr. Neustadt dabei &#8211; und sie sahen eine eher mühsame Partie. Nach der die mit 1:0 siegreichen ÖFB-Frauen in der EM-Quali weiterhin im Plansoll sind. Matchwinner war Bayern-Legionärin Laura Feiersinger an ihrem 19. Geburtstag. Sie hatte schon im Herbst für den Sieg in Portugal gesorgt&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_7027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-05-Aut-Por-1-0.png"><img class=" wp-image-7027 " title="2012 04 05 Aut-Por 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-05-Aut-Por-1-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Portugal 1:0</p></div>
<p><span id="more-7026"></span>Der Flügel? Nicht die Lieblingsposition von Nadine Prohaska, <a href="http://ballverliebt.eu/2012/03/30/der-sprung-ins-ausland-ist-auf-keinen-fall-ein-fehler/">wie sie selbst sagt</a>. Im EM-Quali-Heimspiel gegen Portugal musste sie aber dennoch raus auf die Flanke. Allerdings weniger, um nach Druck nach vorne zu sorgen &#8211; &#8220;sondern, um eher nach innen zu ziehen und die Pässe aus der portigiesischen Innenverteidigung raus auf die Flügelstürmerin zu unterbinden&#8221;, wie Teamchef Dominik Thalhammer nach dem Spiel erklärte. Das zumindest hat ganz gut funktioniert.</p>
<p><em><strong>Die Flügel</strong></em></p>
<p>Der Nachteil bei der ganzen Sache: Offensiv war auf der linken Seite von Prohaska wenig los. Was nicht nur am recht konservativen Positionsspiel von Prohaska lag, sondern auch an der Formation der Mannschaft aus Portugal. Antonio Violante, der die Selecção nach deren 0:1-Niederlage im Herbst gegen Österreich übernommen hatte, ließ seine Mannschaft (genau wie Vorgängerin Monica Jorge) in einem 4-3-3 auf das Feld, in dem die beiden Außenstürmerinnen Ana Borges und Andrea Rodrigues extrem weit nach vorne schoben.</p>
<p>Das führte dazu, dass die österreichischen AV Hanschitz und Gröbner in der Vorwärtsbewegung sehr zurückhaltend waren. Heißt: Die linke Seite war offensiv praktisch nicht vorhanden und auf der rechten war Laura Feiersinger ziemlich auf sich alleine gestellt. Das machte sie allerdings sehr aktiv, suchte 1-gegen-1-Situationen gegen ihre eher überforderte Gegenspielerin Regina Pereira, ihre kurz vor der Grundlinie geschlagenen Flanken fanden in der Mitte allerdings keine Abnehmer.</p>
<div id="attachment_7032" class="wp-caption aligncenter" style="width: 459px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Loch-rechts1.jpg"><img class=" wp-image-7032     " title="Loch rechts" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Loch-rechts1.jpg" alt="" width="449" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Feiersinger (Nr. 18) hatte auf ihrer rechten Seite viel Platz zwischen Portugals passiver Linksvertidigerin und der hoch stehenden Linksaußen</p></div>
<p>Interessanterweise blieben auch bei Portugal beide Außenverteidigerinnen nach vorne eher passiv &#8211; das war bei Regina Pereira gegen die quirlige und durchsetzungskräftige Feiersinger noch verständlich. Aber warum Carole Costa auf der anderen Seite aus dem durchaus vorhandenen Platz sehr wenig machte und Rechtsaußen Ana Borges gegen Prohaska nicht unterstützte, ist schon ein wenig rätselhaft.</p>
<p>Die beiden Außenstürmerinnen bei Portugal sorgten, wie erwähnt, für viel defensive Arbeit bei Hanschitz und Gröbner &#8211; und immer hatten sie ihre Gegenspielerinnen nicht im Griff. Wie schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">im Spiel gegen Tschechien</a> tendierten die beiden dazu, etwas zu weit einzurücken und wurden dabei allerdings nicht von den Mittelfeld-Außen in der Rückwärtsbewegung unterstützt. So war die erste Viertelstunde des Spiels klar in portugiesischer Hand, wiewohl keine klaren Chancen herausgespielt werden konnten.</p>
<p><strong><em>Die Zentrale</em></strong></p>
<p>Personeller Gleichstand im Zentrum oder mehr Druck gegen die gegnerische Viererkette? &#8220;Wir haben mit der zweiten Stürmerin nach vorne drücken wollen, weil wir wussten, dass die Innenverteidigung bei Portugal die Schwachstelle ist&#8221;, erklärte Teamchef Thalhammer. Macht Sinn. Funktionierte aber im Mittelfeld nicht wirklich. Nicht nur, weil Manhart und Puntigam (die gegenüber dem 4:2 in Armenien von der linken Seite ins Zentrum ging) gegen das enge Dreier-Mittelfeld der Portugiesinnen permanent in Unterzahl waren. Sondern auch, weil die Pass-Sicherheit der beiden oft arg zu wünschen übrig ließ. Was aber, zugegeben, auch an der Jugend der beiden 19-Jährigen liegen mag.</p>
<div id="attachment_7034" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/loch-mf-ang.jpg"><img class=" wp-image-7034  " title="loch mf ang" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/loch-mf-ang.jpg" alt="" width="480" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Typisches Bild: Die Stürmerinnen und Feiersinger vorne, dahinter lange nichts</p></div>
<p>So kontrollierte Portugal das Zentrum und es gelang nicht, wirklichen Druck auf die portugiesische Viererkette auszuüben. Auch, weil die Mannschaft zu wenig nachrückte: Die Stürmerinnen (Nina Burger und Conny Haas) vorne, dazu Laura Feiersinger auf der rechten Seite &#8211; und dahinter viel leerer Raum. Die Abwehr aus Portugal verhielt sich in der Rückwärtsbewegung recht gut, ließ nur sehr wenig zu und der Druck, den Thalhammer mit seinem 4-4-2 auf die Kette ausüben wollte, kam nie so recht zu Stande.</p>
<p><em><strong>Portugal im Angriff</strong></em></p>
<p>Durch die Dominanz im Zentrum und die aktiv agierenden Außenspielerinnen diktierte Portugal zunächst das Spiel. Aber so sehr das ÖFB-Team im Zentrum Probleme hatte und so unklar in ihren Aktionen die Außen zuweilen waren, in der Innenverteidigung hatten Carina Wenninger und Susanna Höller die absolute Hoheit: Portugals Sturmspitze Laura Luis (die die verletzte Rekord-Teamspielerin Edite Fernandes zu ersetzen hatte) fand de facto nicht statt. Zudem machte Jasmin Pfeiler im Tor einen recht sicheren Eindruck &#8211; sie hatte die Position im Tor übernommen, nachdem Anna-Carina Kristler beim 4:2 in Armenien eine eher unglückliche Figur gemacht hatte.</p>
<p>Der erste Schwung war bei Portugal nach einer Viertelstunde entwichen und kam auch nie mehr so richtig zurück. Was sicher auch daran lag, dass die Mannschaft nach vorne recht vorhersehbar agierte: Das Dreier-Mittelfeld hatte eher den Job, österreichische Angriffe zu verhindern und eher risikoarme Pässe zu spielen, als für die öffnenden Bälle zu sorgen. So kann man die Gäste, obwohl mit einem 4-3-3 mit hohen Außenstürmerinnen angetreten, durchaus eher als &#8220;bieder&#8221; bezeichnen.</p>
<p><em><strong>Österreich im Angriff</strong></em></p>
<p>Das ÖFB-Team war individuell grundsätzlich die bessere Mannschaft, konnte das im strömenden Regen von Wr. Neustadt aber nie so richtig zeigen. Durch die Unterbesetzung und die vielen Fehlpässe im Mittelfeld-Zentrum fehlte es dem österreichischen Spiel an den Impulsen. Aus dem Spiel heraus kamen somit kaum nennenswerte Szenen zu Stande und die (vielen) Standards wurden zumeist von Portugal geklärt &#8211; allerdings ohne gleich selbst einen Konter einzuleiten, sondern nur durch blindes Rausdreschen der Bälle.</p>
<div id="attachment_7036" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/chance.jpg"><img class="wp-image-7036 " title="chance" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/chance.jpg" alt="" width="252" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Die große Chance (40.) - aber aus dem Getümmel will der Ball nicht rein</p></div>
<p>Vor schnellem Umschalten bei Portugal musste man also keine Angst haben, andererseits aber auch die Portugiesinnen nicht vor allzu gefährlichen Aktionen des Heimteams. Das bekam kaum Zugriff auf den Strafraum, wurde zumeist bei harmlosen Weitschüssen gehalten und kam vor der 85. Minute nur zu zwei nennenswerten Torszenen: Kurz vor der Halbzeit, als es im Gestocher keiner gelang, den Ball über die Linie zu drücken, und in der 53. Minute, als Nina Burger bei ihrem vermeintlichen Tor klar im Abseits stand.</p>
<p>So dauerte es bis zur 85. Minute, ehe es doch noch das goldene 1:0 für Österreich gab, nachdem das Spiel einem nicht ganz unlogischen torlosen Remis schon verdächtig nahe gekommen war. Nina Burger legte auf Höhe des Sechzehners klug auf Laura Feiersinger quer, um die sich niemand kümmerte &#8211; und an ihrem 19. Geburtstag krönte die beste Österreicherin an diesem Tag ihre Leistung mit dem Siegtor. Wie schon im November in Pombal, als sie ebenfalls das entscheidende Tor in Portugal erzielt hat!</p>
<p><strong><em>Fazit: Teamchef war zufrieden &#8211; Vorgaben erfüllt und Geduld gehabt</em></strong></p>
<div id="attachment_7039" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/erleichertung.jpg"><img class=" wp-image-7039  " title="erleichertung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/erleichertung.jpg" alt="" width="270" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Die Erleichterung war nach dem 1:0-Sieg groß</p></div>
<p>Erstaunlicherweise war Teamchef Dominik Thalhammer nach dem Spiel deutlich zufriedener damit (auch mit dem Spiel, nicht nur mit dem Ergebnis), als es die Partie vermuten ließe. Vor allem mit der taktischen Leistung war er überaus zufrieden &#8211; jede Spielerin hat die gestellten Aufgaben demnach zur weitgehenden Zufriedenheit des Teamchefs erfüllt.</p>
<p>Kann man so sehen. Feiersinger machte auf ihrer Seite ganz gut Druck, Prohaska ließ (zumindest meistens) defensiv nicht allzu viel zu. Burger und Haas versuchten vorne durchaus, Druck auszüben &#8211; was aber mangels Unterstützung von hinten und durch das große Loch zwischen Mittelfeld und Angriff nicht so recht klappen wollte. Manhart und Puntigam im Zentrum ließen, trotz hoher Fehlpassquote, kaum zu, dass aus der portugiesischen Zentrale viel kam. Und Geduld, ja, Geduld hat das ÖFB-Team bewiesen.</p>
<p>Für Portugal bedeutet dieses Resultat auch rechnerisch das Aus im Rennen um den zweiten Gruppenplatz. Teamchef Violante sah &#8220;ein ausgeglichenes Spiel, das in beide Richtungen ausgehen hätte können und in dem ein Remis verdient gewesen wäre&#8221; &#8211; aber am Ende hat das Pendel halt in die österreichische Richtung ausgeschlagen.</p>
<p>Der Showdown in der EM-Quali-Gruppe 7 findet nun also am 16. Juni (dooferweise mitten während der Herren-EM) in Tschechien statt: Ein Sieg oder ein Remis ab 2:2 aufwärts, und Österreich überholt den großen Kornkurrenten. Alles andere, und es bräuchte schon eine Sensation im letzten Spiel gegen Dänemark.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p><strong><em>Die Teams:</em></strong></p>
<p><strong><em>Österreich:</em></strong> Jasmin Pfeiler (27, Altenmarkt) &#8211; Marion Gröbner (26, Herford), Susanna Höller (22, Sindelfingen), Carina Wenninger (22, Bayern), Marlies Hanschitz (26, Innsbruck) &#8211; Laura Feiersinger (19, Bayern), Heike Manhart (19, Südburgenland), Sarah Puntigam (19, Bayern), Laura Prohaska (21, Spratzern) &#8211; Conny Haas (25, LUV Graz), Nina Burger (24, Neulengbach). Wechsel: Lisa Makas (19, Spratzern) für Haas (79.), Katja Trödthandl (22, Landhaus) für Burger (90.). Teamchef Dominik Thalhammer.</p>
<p><strong><em>Portugal:</em></strong> Patricia Morais (19, 1° de Dezembro) &#8211; Carole Costa (21, Essen/GER), Kimberly Brandão (27, Western NY), Silvia Rebelo (22, Laura Santos), Regina Pereira (19, Vilaverdense) &#8211; Mélissa Antunes (22, Joven Mogege), Claudia Neto (24, Saragossa/ESP), Carla Couto (37, Lazio/ITA) &#8211; Ana Borges (21, Saragossa/ESP), Laura Luis (19, Santa Clarita/USA), Andrea Rodrigues (20, Central Florida/USA). Wechsel: Ana Leite (20, Essen/GER) für Rodrigues (46.), Cristina García (21, A-Dos-Francos) für Carla (69.), Carolina Mendes (24, L&#8217;Estartit/ESP) fr Laura Luis. Teamchef Antonio Violante.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Fotos von L.E.</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7026&amp;md5=f10c96711d4fe0a820ec5ca693b40ed5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Der Sprung ins Ausland ist auf keinen Fall ein Fehler!&#8221;</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/03/30/der-sprung-ins-ausland-ist-auf-keinen-fall-ein-fehler/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prohaska]]></category>

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		<description><![CDATA[- Interview mit ÖFB-Teamspielerin Nadine Prohaska Jubiläum für das Frauen-Nationalteam: Am Sonntag steigt in Armenien das 100. Spiel der Verbandsgeschichte. Und am Gründonnerstag wartet beim 101. Antreten eine Schnittpartie in der EM-Quali! In Wiener Neustadt geht es gegen Portugal. Mit dabei ist auch eine Deutschland-Heimkehrerin. Drei Punkte in Jerewan sind Pflicht, ehe es im Heimspiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><em>- Interview mit ÖFB-Teamspielerin Nadine Prohaska</em></strong></span></p>
<p><strong><em>Jubiläum für das Frauen-Nationalteam: Am Sonntag steigt in Armenien das 100. Spiel der Verbandsgeschichte. Und am Gründonnerstag wartet beim 101. Antreten eine Schnittpartie in der EM-Quali! In Wiener Neustadt geht es gegen Portugal. Mit dabei ist auch eine Deutschland-Heimkehrerin.</em></strong></p>
<div id="attachment_6919" class="wp-caption alignright" style="width: 356px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-dannenbaum.jpg"><img class=" wp-image-6919  " title="prohaska dannenbaum" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-dannenbaum.jpg" alt="" width="346" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Voller Einsatz: Nadine Prohaska (r.) ist aus dem ÖFB-Team nicht mehr wegzudenken (Foto: Rudi Dannenbaum)</p></div>
<p>Drei Punkte in Jerewan sind Pflicht, ehe es im Heimspiel gegen Portugal darum geht, das erfreuliche 1:0 aus der Auswärtspartie im Herbst zu bestätigen und so die Chance auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_der_Frauen_2013">EM 2013 in Schweden</a> zu wahren. Ehe die Mannschaft nach Armenien abgehoben ist, hat sich <em>Ballverliebt</em> noch mit <a href="http://www.fcbayern-frauenfussball.de/steckbriefe/steckbrief.php?s=nadine_prohaska&amp;t=1&amp;y=2011">Nadine Prohaska</a> unterhalten. Die 21-Jährige, die im Winter von Bayern München zurück in die heimische Liga gewechselt ist, über die EM-Quali, über die Herausforderung, Neulengbach zu entthronen und über den Sprung ins Ausland.</p>
<p><em><strong><span id="more-6913"></span>Nadine Prohaska, am Sonntag geht&#8217;s in Jerewan gegen Armenien. Diese Mannschaft war bislang nur ein Punktelieferant &#8211; sind die Reisen dorthin und wieder zurück womöglich anstrengender als das Spiel?</strong></em></p>
<p>Naja, die Reise ist schon mal ganz sicher anstregend. Man ist den ganzen Tag unterwegs, womöglich kommen dann auch noch Flugverspätungen dazu&#8230; Aber es ist auf keinen Fall so, dass wir darüber die Konzentration auf das Spiel verlieren. Wir sind klarer Favorit und sollten deutlich gewinnen. Wir werden auch sicher wieder viel offensiver spielen als beim Testspiel zuletzt in Spanien, ganz klar. Wir dürfen und werden Armenien sicher nicht unterschätzen. Das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/26/30-gegen-armenien-die-ofb-frauen-fahren-trocken-den-pflichtsieg-ein/">Hinspiel haben wir 3:0 gewonnen</a>, da wird&#8217;s sicher noch eine Video-Analyse geben. Wir sind gut vorbereitet.</p>
<p><em><strong>Am Gründonnerstag steht dann in Wiener Neustadt das Heimspiel gegen Portugal an. Ist das schon ein Thema oder gilt erst der ganze Fokus Armenien?</strong></em></p>
<p>Erst müssen wir ganz klar die Pflichtaufgabe in Armenien erfüllen. Aber dann zählt nur noch Portugal! Wir haben auswärts 1:0 gewonnen, das war für die Portugiesinnen ein ganz großer Rückschlag. Die brennen sicher auf Revanche, das hat ihnen wehgetan. Es wird auf jeden Fall ganz schwierig, die sind mit uns auf Augenhöhe.</p>
<p><em><strong>Wie lief die Partie beim 1:0-Sieg in Portugal im November ab?</strong></em></p>
<div id="attachment_6918" class="wp-caption alignright" style="width: 267px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/em-quali1.png"><img class=" wp-image-6918  " title="em-quali" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/em-quali1.png" alt="" width="257" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Die Spiele des ÖFB-Teams in der EM-Quali</p></div>
<p>In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt, waren die bessere Mannschaft und sind auch hochverdient in Führung gegangen. Gegen Ende hat Portugal noch ziemlichen Druck entwickelt, aber wir haben das 1:0 gottlob drübergebracht &#8211; wir hätten ja den Sack schon längst zumachen können, da wäre ein Ausgleich extrem ärgerlich gewesen.</p>
<p><em><strong>Was kann man vom Heimspiel in Wr. Neustadt erwarten?</strong></em></p>
<p>In Portugal war es ein enges und kampfbetontes Spiel. Das wird es am Donnerstag ohne Frage auch werden. Wir werden großen Kampfgeist zeigen müssen, denn mit spielerischen Mitteln alleine werden wir sie nicht schlagen.</p>
<p><strong><em>Wie stehen die Chancen, tatsächlich Gruppenzweiter zu werden und in die Play-Offs zu kommen? Ein Punktverlust der Tschechinnen am Samstag in Portugal würde sicher helfen&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_6914" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gruppe-7.png"><img class=" wp-image-6914 " title="Gruppe 7" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gruppe-7.png" alt="" width="245" height="91" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gruppensieger (und der beste der sieben Zweiten) sind für die EM 2013 qualifiziert, die Zweiten spielen Play-Off</p></div>
<p>Ja, aber trotzdem wird sich wohl alles auf unser Spiel in Tschechien im Juni als Endspiel um Platz zwei hinauslaufen &#8211; das wird super, da freue ich mich schon riesig darauf. Es wird sehr, sehr schwer, aber wir haben <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">beim 1:1 im Hinspiel</a> gesehen, dass wir mithalten konnten. Es ist unser ganz großes Ziel, uns zu qualifizieren, und dafür geben wir alles. So nah dran waren wir einer erfolgreichen Quali für ein großes Turnier noch nie!</p>
<p><strong><em>Bei diesem 1:1 gegen die Tschechinnen war auffällig, dass das ÖFB-Team am Ende noch Gas geben konnte, während der Gegner körperlich längst am Ende war.</em></strong></p>
<p>Das stimmt, was die Fitness betrifft, sind wir auf einem guten Level. Die Spielerinnen werden da vom ÖFB gut dabei unterstützt, da bekommen wir auch Programme mit, die wir zu absolvieren haben.</p>
<p><em><strong>Im Oktober gegen Armenien haben Sie auf der Zehner-Position gespielt, zuletzt im Verein auf der Sechs. Wo fühlen Sie sich da wohler?</strong></em></p>
<p>So lange es eine Position im Zentrum ist, ist alles in Ordnung&#8230; die Außenbahn ist nicht mein Metier. Bei den Bayern habe ich hauptsächlich auf der Sechs gespielt, jetzt in Spratzern ist es genauso. Wobei ich sagen muss, dass es mir schon taugt, wenn ich mich in die Offensive einschalten kann.</p>
<p><strong><em>Gibt es einen Unterschied, ob man in Deutschland im defensiven Mittelfeld spielt, oder im Nationalteam, verglichen mit der heimischen Liga?</em></strong></p>
<p>Natürlich. In der österreichischen Liga hat man viel mehr Platz und viel mehr Zeit am Ball, kann das Spiel besser lenken, kann mehr bewirken. Das ist in der deutschen Liga oder im Nationalteam anders.</p>
<p><em><strong>Sie waren zweieinhalb Jahre bei Bayern München, wenn auch zumeist in der Zweitliga-Mannschaft. Was kann man da mitnehmen, für die österreichische Liga?</strong></em></p>
<p>Extrem viel! Alleine das Tempo ist dort ein ganz anderes, selbst in der 2. Liga. Da geht&#8217;s viel schneller zu. Da muss man wissen, wohin man mit dem Ball will, bevor man ihn überhaupt hat. Was die Fitness angeht, muss man auf einem absoluten Top-Level sein. Und natürlich macht man auch taktisch einen riesigen Sprung nach vorne. Das sind alles Sachen, die ich jetzt meinen Kolleginnen, die diese Erfahrung noch nicht haben, weitergeben kann.</p>
<p><strong><em>Besteht nicht die Gefahr, dass man sich vom geringeren Tempo in der heimischen Meisterschaft runterziehen lässt?</em></strong></p>
<p>Ja, da muss man sehr aufpassen und so gut es geht dagegen steuern. Aber es passiert automatisch, weil man hier einfach viel mehr Zeit am Ball hat.</p>
<p><strong><em>Ist das Niveau der 2. Liga in Deutschland mit unserer ÖFB-Liga vergleichbar?</em></strong></p>
<div id="attachment_6968" class="wp-caption alignright" style="width: 212px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-spratzern.png"><img class=" wp-image-6968  " title="prohaska spratzern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-spratzern.png" alt="" width="202" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Seit Winter läuft Nadine Prohaska in der ÖFB-Liga für Spratzern auf (Bild: www.ffc-spratzern.at)</p></div>
<p>Ich glaube schon, dass die österrechischen Spitzenteams wie wir in Spratzern und natürlich Neulengbach in der zweiten Liga in Deutschland eine starke Rolle spielen könnten. Aber die Leistungsdichte ist dort natürlich viel höher, es gibt praktisch keine Mannschaften, die vom Niveau her wirklich abfallen.</p>
<p><strong><em>Warum sind Sie dann von den Bayern weggegangen und sind zu Spratzern gewechselt?</em></strong></p>
<p>Da ist viel zusammen gekommen. Zum einen natürlich, dass ich in der ersten Mannschaft nicht viele Chancen bekommen habe. Das ist nicht lustig, wenn man dauernd nur auf der Bank sitzt und kaum Spielpraxis bekommt. Das ist nicht, was ich wollte. Dazu kam noch, dass ich jetzt viel besser meinem Studium nachgehen kann, das war per Fernstudium von München aus schon sehr mühsam. Und ich bin auch gerne wieder mehr daheim.</p>
<p><strong><em>Wie ist der Wechsel zu den Bayern 2009 zustande gekommen?</em></strong></p>
<p>Ich habe mich in München gemeldet, wollte dorthin. Ich habe ein Probetraining absolviert, und die haben mich genommen. Die Bayern hatten auch damals schon einige Österreichierinnen &#8211; Nina Aigner hat noch gespielt, Carina Wenninger war schon dort, Viki Schnaderbeck ist mit mir gewechselt.</p>
<p><strong><em>Und warum jetzt der Transfer zu Spratzern? Bei Ihrem Ex-Team Neulengbach wäre die Chance auf Titel doch viel größer?</em></strong></p>
<p>Stimmt schon, aber mich hat die sportliche Herausforderung gereizt. Ich will dabei helfen, dass auch mal jemand anderer die nationalen Titel holt und nicht immer nur Neulengbach.</p>
<p><strong><em>Die beiden Teams haben punktgleich überwintert, im Cup gab&#8217;s zuletzt <a href="http://ballverliebt.eu/2012/03/10/abo-champ-wehrt-herausforderinnen-noch-mal-ab-aber-abstand-wird-kleiner/">für Spratzern das Aus gegen Neulengbach</a>, dann &#8220;nur&#8221; ein 1:1 gegen den FC Südburgenland. Was fehlt noch für einen Titel, sei es Meisterschaft oder Pokal?</em></strong></p>
<div id="attachment_6966" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabelle.png"><img class=" wp-image-6966  " title="tabelle" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabelle.png" alt="" width="320" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">So steht&#39;s derzeit in der ÖFB-Frauenliga. Nicht über die geringe Anzahl der Spiele wundern - die UEFA sperrt auch Termine für Junioren-Länderspiele, mehr als rund 20 Spieltage pro Saison sind in keinem Land drin.</p></div>
<p>Das 1:4 im Cup war schon extrem schade, weil wir gut mitgespielt haben. Neulengbach hat halt die Klasse, auch mal aus dem Nichts ein Tor zu schießen. Sie sind auf diesem Niveau routinierter als wir, sind auch schon länger zusammen, damit eingespielter. Es ist immer noch möglich, den Titel heuer schon zu holen, aber es wäre eher eine Überraschung. Nächste Saison wollen wir dann aber endgültig ernst machen!</p>
<p><em><strong>Ist ein Wechsel ins Ausland noch mal ein Thema?</strong></em></p>
<p>Jetzt erst einmal nicht, nein. Ich studiere Wirtschafts-Recht in Wien, dieses Studium möchte ich fertig bringen. Was dann kommt, weiß man eh nie, ich möchte die Möglichkeit nicht völlig abschreiben. Immerhin war&#8217;s in München trotz allem eine tolle Zeit. Aber im Moment bin ich einfach nur froh, dass ich regelmäßig zum Einsatz komme, spielen kann &#8211; und ich gewinne einfach gerne. Ich hab&#8217; bei Spratzern eine Riesenfreude!</p>
<p><strong><em>Würden Sie Ihren Kolleginnen raten, den Sprung ins Ausland zu wagen?</em></strong></p>
<p>Er ist zumindest auf gar keinen Fall ein Fehler, weil man einfach extrem viel lernen kann. Nicht nur sportlich, auch menschlich &#8211; das kann ich natürlich nur empfehlen. Aber es ist halt nicht ganz leicht, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Man muss sich selbst einschätzen können, ob man das auch Zeug dazu hat.</p>
<p><em><strong>Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen alles Gute!</strong></em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Nadine Prohaska (21) ist seit 2008 im Nationalteam.<br />
Die Wienerin spielte für Landhaus (bis 2007) und<br />
Neulengbach (2007-09), ehe sie zu Bayern München<br />
ging. Diesen Winter wechselte sie zu Spratzern.</em></p>
<p style="text-align: right;">Das Interview führte <a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">Philipp Eitzinger</a></p>
<p><small><strong>Kader: Tor:</strong> Anna-Carina Kristler (23 Jahre, St. Veit, 8 Länderspiele), Jasmin Pfeiler (27, Altenmarkt, 14). <strong>Abwehr:</strong> Marion Gröbner (26, Herford, 33), Marlies Hanschitz (26, Innsbruck, 38), Susanna Höller (22, Sindelfingen, 27), Nina Klima (22, Spratzern, 0), Carina Wenninger (21, Bayern München, 25). <strong>Mittelfeld:</strong> Jasmin Eder (19, Cloppenburg, 5), Kathrin Entner (23, Neulengbach, 22), Laura Feiersinger (18, Bayern München, 10), Heike Manhart (19, Südburgenland, 7), Nadine Prohaska (21, Spratzern, 22), Sarah Puntigam (19, Bayern München, 18), Viktoria Schnaderbeck (21, Bayern München, 12), Daniela Tasch (23, Neulengbach, 9), Katja Trödthandl (22, Landhaus, 8). <strong>Angriff:</strong> Nina Burger (24, Neulengbach, 35), Maria Gstöttner (28, Neulengbach, 35), Cornelia Haas (25, LUV Graz, 4), Lisa Makas (19, Spratzern, 10).</p>
<p>Ebenfalls in dieser Woche kämpft das U19-Team unter Teamchefin Irene Fuhrmann in England in der Elite-Runde um die Qualifikation für die Junioren-EM. Ihr Kader für die Spiele gegen Wales (Samstag, 31. März), Finnland (Dienstag, 2. April) und England (Donnerstag, 5. April): <strong>Tor:</strong> Melissa Abiral (Neulengbach), Sabine Baumann (Landhaus). <strong>Abwehr:</strong> Verena Aschauer (Cloppenburg), Gina Babicky (Spratzern), Romina Bell (Neulengbach), Tina Charwat (Landhaus), Virginia Kirchberger (Cloppenburg), Jenny Pöltl (Südburgenland). <strong>Mittelfeld:</strong> Jelena Gatea (Bergheim), Sandra Hausberger (Innsbruck), Mona Kohn (Neulengbach), Katharina Schiechtl (Innsbruck), Cornelia Sochor (Neulengbach), Julia Tabotta (Spratzern), Sarah Wronski (Spratzern). <strong>Angriff:</strong> Arbresha Jahaj (Innsbruck), Simona Koren (LUV Graz), Sarah Zadrazil (Bergheim).</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6913&amp;md5=a9c31c22e7604f4097eeb38cbadb4ce2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Karte: Wo spielen österreichische Fußball-Legionäre?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 14:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[Legionäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Blumenau erarbeitet sich regelmäßig eine ausführliche und großartige Liste österreichischer Fußballer im Ausland. Ich habe mich nun einige Stunden hingesetzt und die Standorte dieser Spieler auf einer Karte visualisiert, damit ihr eine bequeme Übersicht genießen könnt. Legende: Es wurden alle Spieler aufgenommen, die unseres Wissens zumindest für den ÖFB nominierbar wären und in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/oefbkicker.jpg" alt="" title="Karte der ÖFB-Legionäre" width="500" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-6855" /></p>
<p>Martin Blumenau erarbeitet sich regelmäßig eine ausführliche und großartige <a href="http://fm4.orf.at/stories/1694954/" target="_blank">Liste österreichischer Fußballer im Ausland</a>. Ich habe mich nun einige Stunden hingesetzt und die Standorte dieser Spieler auf einer Karte visualisiert, damit ihr eine bequeme Übersicht genießen könnt. <span id="more-6849"></span></p>
<p><iframe width="500" height="400" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.at/maps/ms?msa=0&amp;msid=210515988056139205856.0004bae75cfc373d62ecd&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;ll=42.032974,-13.710937&amp;spn=98.382124,175.429688&amp;z=2&amp;output=embed"></iframe></p>
<blockquote><p><strong>Legende:</strong> Es wurden alle Spieler aufgenommen, die unseres Wissens zumindest für den ÖFB nominierbar wären und in einer ersten oder zweiten ausländischen Liga, für das Amateurteam eines Erst- oder Zweitligaklubs oder bei einem bekannten Traditionsklub spielen.<br />
<strong>Blaue Markierungen</strong> zeigen an, wo ein Spieler als Vereinsangestellter kickt.<br />
<strong>Türkise Markierungen</strong> zeigen an, wo ein verliehener Spieler im Moment spielt.<br />
<strong>Gelbe Markierungen</strong> signalisieren einen Stammklub eines verliehenen Spielers.</p></blockquote>
<p>Ihr könnt die Karte auch in einer <a href="http://maps.google.at/maps/ms?msid=210515988056139205856.0004bae75cfc373d62ecd&#038;msa=0&#038;ll=46.619261,11.118164&#038;spn=25.999916,67.631836" target="_blank">größeren Version</a> durchsehen. Aber wir haben eine <strong>große Bitte</strong>: Wenn ihr die Karte auf Facebook, Twitter oder sonstwie mit euren Freunden, <strong>verlinkt bitte auf diesen Beitrag</strong>, damit sich auch unser Aufwand lohnt und wir weiterhin derartige Projekte durchführen können. Danke!</p>
<p>Korrekturvorschläge nehmen wir wie immer gern hier in den Kommentaren entgegen. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6849&amp;md5=cd8809eee058c662cbd8411becc1c2a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Jetzt auch in Österreich: Subtile und richtige Umstellungen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/02/29/jetzt-auch-in-osterreich-subtile-und-richtige-umstellungen/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2012/02/29/jetzt-auch-in-osterreich-subtile-und-richtige-umstellungen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 22:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freundschaftsspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Fünf Meter weiter rechts oder links, fünf Meter weiter hinten oder vorne &#8211; es waren zwei ganz subtile Umstellungen, die Marcel Koller beim Testspiel gegen Finnland während der Partie vorgenommen hatte, die Österreich dazu verhalfen, Vorteile in der individuellen Klasse auch auf das Feld zu bringen. Das hatte in der ersten Hälfte nämlich noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Fünf Meter weiter rechts oder links, fünf Meter weiter hinten oder vorne &#8211; es waren zwei ganz subtile Umstellungen, die Marcel Koller beim Testspiel gegen Finnland während der Partie vorgenommen hatte, die Österreich dazu verhalfen, Vorteile in der individuellen Klasse auch auf das Feld zu bringen. Das hatte in der ersten Hälfte nämlich noch nicht so richtig geklappt.</em></strong></p>
<div id="attachment_6800" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-29-Aut-Fin-3-1.png"><img class=" wp-image-6800 " title="2012 02 29 Aut-Fin 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-29-Aut-Fin-3-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Finnland 3:1</p></div>
<p><span id="more-6799"></span>Der erste Sieg unter Marcel Koller, dabei drei Tore erzielt &#8211; Janko wurde vom finnischen Goalie zum 1:0 angeschossen, Harnik verwertete ein starkes Zuspiel von Baumgartlinger zum 2:0, Ivanschitz traf aus einem (etwas schmeichelhaften) Elfmeter zum 3:0 &#8211; und bis zum Stellungsfehler vom eingewechselten Ortlechner kurz vor Schluss, der zum 3:1-Endstand führte, hinten dicht gehalten.</p>
<p>Das ist ein schönes Erfolgserlebnis, aber letztlich war es halt doch ein Testspiel, und in einem solchen ist das genaue Resultat weitgehend irrelevant &#8211; vor allem, wenn es das zweite einer gänzlich neuen Ära ist. Wichtiger sind da die Details. Und da stach eines heraus: Zwei sehr subtile Umstellungen, eine rechts und eine im Zentrum, die zeigen, was für einen Unterschied ein paar Meter im Stellungsspiel machen.</p>
<p><strong><em>Das Zentrum und die rechte Seite &#8211; 1. Halbzeit</em></strong></p>
<p>In den ersten 45 Minuten das das Schema der Österreicher so aus wie auf der Grafik oben: Arnautovic, der im nominellen 4-2-3-1 als Zehner agierte, war zumeist annähernd auf einer Höhe mit Marc Janko und damit eher im Rücken der finnischen Dreierkette im defensiven Mittelfeld. Das hieß, dass er von den Zuspielen aus dem defensiven Zentrum eher abgeschnitten war. Zudem orientierte er sich tendenziell auf die linke Seite mit Ivanschitz, weil das jene war, über die das österreichische Spiel zumeist lief.</p>
<p>Während die rechte Seite große Probleme hatte, ins Spiel einzugreifen. Harnik hielt die Außenbahn recht konsequent und versuchte, außen an den drei Finnen im Zentrum vorbeizugehen. Das Trio mit Eremenko, Sparv und Hetemaj verschob aber recht geschickt und machte so vor allem die rechte österreichische Flanke ziemlich zu. Das ging, weil sie durch die Mitte (wegen des hoch stehenden Arnautovic) wenig zu befürchten hatte.</p>
<p>Außerdem schien Garics durch das Positionsspiel von Kasper Hämäläinen schwer verunsichert. Der linke Offensivmann im finnischen 4-3-2-1-Tannenbaum stand nämlich relativ weit innen und zog so auch Garics etwas aus der Position. Der Bologna-Legionär musste bei seinem Comeback nach über zwei Jahren aber auf Hämäläinen aufpassen, weil dieser als Verbindungsspieler bei finnischen Kontern immer wieder gesucht wurde. Nach vorne traute sich Garics praktisch gar nichts zu.</p>
<p><strong><em>Das Zentrum und die rechte Seite &#8211; 2. Halbzeit</em></strong></p>
<div id="attachment_6803" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Fin22.png"><img class=" wp-image-6803 " title="Aut-Fin2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Fin22.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab ca. 60. Minute</p></div>
<p>An diesen beiden Problemfeldern nahm Koller dann subtile, aber wirksame Veränderungen vor &#8211; jeweils im Bereich von etwa fünf Metern. Martin Harnik rückte um diese Distanz ins Zentrum &#8211; was einen Rattenschwanz von Effekten hatte. Zum einen war der linke Mann im finnischen Defensiv-Trio (nun Sparv, der mit Eremenko Positionen getauscht hatte) mit Harnik gebunden und konnte nicht mehr nach außen verschieben.</p>
<p>Das gab Garics Platz und Gelegenheit, sich nun auch offensiv um seine Außenbahn zu kümmern. Was notwendig war, schließlich gehörte die nun praktisch ausschließlich ihm. Die Hemmungen wegen der Bewachung seines finnischen Gegenspielers musste er ablegen und das tat er auch. War vor der Pause die linke Seite die klar dominante, gab es nun auch eine rechte Flanke.</p>
<p>Die zweite Änderung war die Einwechslung von Zlatko Junuzovic für den eher blassen Arnautovic. Der Neo-Bremer stellte sich eben jene erwähnten fünf Meter weiter hinten auf als sein Werder-Kollege vor ihm, was ihn für den immer aktiver werdenden Alaba und den immer sicherer werdenden Baumgartlinger zu einer gern gesehenen Anspielstation machte.</p>
<p>Womit nun auch das Zentrum immer mehr funktionierte und die Österreicher, die individuell ganz klar über die Finnen zu stellen sind, ihre Überlegenheit auch ausspielen konnten, den zuvor ausgeglichenen Ballbesitz nach oben trieben, den Finnen immer weniger Möglichkeit zur Entlastung gaben und letztlich den Sieg sicherten.</p>
<p><em><strong>Wo war das Pressing?</strong></em></p>
<p>Was aber nicht heißt, dass das ÖFB-Team eine Klasse-Leistung abgeliefert hat. Ganz und gar nicht &#8211; vor allem in der ersten Halbzeit passte da relativ wenig. Von einem konsequenten und hohen Pressing etwa, wie es in Absichtserklärungen angekündigt worden war, blieben die Finnen zum Beispiel komplett verschont. Anstatt den Gegner wirklich unter Druck zu setzen, wenn sich vor allem Moisander, Pasanen und Sparv sich die Kugel zuschoben, wurde nur langsam in die vage Richtung des Ballführenden getrabt. So konnten die Finnen von hinten heraus unbedrängt mögliche Empfänger für lange Bälle suchen.</p>
<p>Die Spielanlage der Mannschaft aus Finnland war weder besonders einfallsreich noch wirklich spektakulär, setzte auf Overcrowding im Zentrum &#8211; und damit fast zwangsläufig auf lange Bälle, weil die Breite im Spiel fast nur über die nicht besonders abenteuerlustigen Außenverteidiger kam. Dennoch war der gerade vor der Pause ungemein flinke, antrittsschnelle und selbstbewusste Teemu Pukki ein ständiger Gefahrenherd.</p>
<p><strong><em>Viel Laufarbeit, aber wenig Impulse aus der Zentrale</em></strong></p>
<p>Auffallend war auch die extreme Laufarbeit vor allem von David Alaba. Die Spielpraxis bei den Bayern tut dem 19-Jährigen sichtlich gut, er strotzt vor Selbstbewusstsein und muss eine absolute Pferdelunge haben, anders ist es nicht machbar, dass er bis tief in die zweite Hälfte (im Grunde bis zu seiner Auswechslung kurz vor Schluss) so gut wie überall am Platz zu finden war. Er trug den Ball selbst nach vorne, wenn er keine leichte Anspielstation fand. Er holte sich die Bälle tief, versuchte sich ständig anzubieten. Darunter litt aber ein wenig die Klarheit in seinen Aktionen. Man hat das Gefühl, er will überall zu jedem Zeitpunkt helfen und Verantwortung übernehmen, das wird ihm aber wohl etwas zu viel.</p>
<p>Julian Baumgartlinger machte neben ihm vor allem in der ersten Halbzeit einen etwas gehemmten Eindruck. Zum einen natürlich aufgrund des Wirbelwinds Alaba neben ihm, aber auch, weil ihm eben lange Zeit, wie erwähnt, die Optionen fehlten: Garics machte zu wenig nach vorne, Harnik und Arnautovic waren abgeschnitten. So blieben ihm anstatt der kurzen, intelligenten Pässe, die er so gut kann, lange nur etwas längere Anspiele, die zwangsläufig ein wenig das Tempo aus dem Spiel nahmen. Auch hier zahlten sich die subtilen Umstellungen in der zweiten Halbzeit aus, da ging die Leistungskurve des Mainz-Legionärs nach oben.</p>
<p><strong><em>Die linke Seite: Bemüht, aber harmlos</em></strong></p>
<p>Christian Fuchs war angeschlagen, konnte nicht dabei sein &#8211; so feierte Markus Suttner, zweifellos der beste Linksverteidiger der österreichischen Liga, sein ohnehin längst überfälliges Nationalteam-Debüt. Der Austrianer zeigte sich bemüht, aber es wurde auch deutlich, dass ihm vor allem offensiv die internationale Erfahrung eines Christian Fuchs fehlt. Suttner brachte nicht den Schub nach vorne, den man vom Schalker gewohnt ist, und spielte auch defensiv immer eher die Sicherheits-Variante als die Risiko-Karte.</p>
<p>Das hieß auch, dass Andreas Ivanschitz sich öfter die Bälle hinten holen musste und damit natürlich in der Arbeit nach vorne limitiert war. Immerhin: Er ließ Suttner nicht hängen, sondern half ihm, so weit ihm das möglich war. Er kam aber selten zur Grundlinie durch, seine Anspiele nach vorne waren ungenau und die Impulse blieben so natürlich ein wenig aus.</p>
<p><strong><em>Die Abwehr: Zumeist sattelfelst</em></strong></p>
<p>Das langjährige Sorgenkind des ÖFB-Teams machte diesmal auch ohne Emanuel Pogatetz, Sebastian Prödl und Christian Fuchs (allesamt nicht fit) eine recht guten Eindruck. Aleksandar Dragovic strotzt nach dem Sieg von Basel gegen die Bayern nur so vor Selbstvertrauen und bekam nach einigen Anfangsschwierigkeiten gemeinsam mit Schiemer den wuseligen Pukki immer besser in den Griff. Ab etwa der 20. Minute war der Blondschopf kaum noch ein Thema.</p>
<p>Umso weniger, als er nach einer Stunde auf die halbrechte Angriffsposition ging und Leuchtturm Njazi Kuqi ganz vorne agierte. Torhüter Robert Almer musste nur 48 Stunden seit seinem letzten Liga-Spiel für Düsseldorf nur zwei-, dreimal eingreifen und hatte kaum Probleme. Erst ganz in der Schlussphase, nachdem Ortlechner für Schiemer gekommen war, gab es noch einen gefährlichen Eckball und letztlich noch das finnische Ehrentor, nachdem Ortlechner den kurz zuvor eingewechselten Furuholm entwischen hatte lassen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Zähes Spiel, gute Umstellungen, verdienter Sieg</em></strong></p>
<p>Augenschmaus war das Heim-Debüt von Marcel Koller ganz sicher keiner, der Unterhaltungswert hielt sich in Grenzen. Aber nach Jahren mit diversen durch abstruse Wechsel vergeigten Spielen<a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/"> wie dem 4:4 in Belgien</a> (als mit Kavlak der beste Mann am Feld nach einer Stunde runtermusste), bzw. solchen, die durch seltsame Umstellungen komplett kaputt gemacht wurden (<a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/09/zwei-manner-gegen-aserbaidschan/">wie dem Dusel-2:0 gegen Kasachstan damals</a>) ist es eine Wohltat zu sehen, dass es nun auch beim ÖFB-Team intelligente und nuancierte Umstellungen gibt, die sich tatsächlich auf Problemfelder im laufenden Spiel beziehen und diese auch tatsächlich beheben.</p>
<p>Es wurde aber auch offensichtlich, was noch fehlt. Das mit dem Pressing etwa klappte noch gar nicht. Offensiv ist ein Spieler wie Christian Fuchs nicht zu ersetzen. David Alaba will zu viel auf einmal. Gyuri Garics wird wohl noch ein paar Spiele brauchen, um erstens nach seinem Kreuzbandriss wieder voll da zu sein (die wird er in Bologna sicher kriegen) und auch, um nach zwei Jahren ohne ÖFB-Team wieder in die Mannschaft zu finden.</p>
<p>Man kann dieses 3:1 gegen Finnland als Schritt in die richtige Richtung werten. Wenn auch nur einen kleinen.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6799&amp;md5=c07792f82311e9c3a474b7aebc329dbe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/29/die-11-besten/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
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<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Marcel Koller, Spiel 1: Positive Ansätze, durchwachsene Ausführung</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/16/marcel-koller-spiel-1-positive-ansatze-durchwachsene-ausfuhrung/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 00:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Ansatz: Positiver Fußball, das Spiel selbst in die Hand nehmen &#8211; auch auswärts bei guten Gegnern. Die Ausführung in Lemberg: Bemüht, aber mit einigem Ungleichgewicht ohne ohne echte Durchschlagskraft. Das Resultat: Eine unglückliche 1:2-Niederlage, die einige Erkenntnisse liefert. Neunmal Deutschland. Einmal Holland. Und nur noch ein einziger Österreicher, der auch in Österreich spielt: Dummerweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der Ansatz: Positiver Fußball, das Spiel selbst in die Hand nehmen &#8211; auch auswärts bei guten Gegnern. Die Ausführung in Lemberg: Bemüht, aber mit einigem Ungleichgewicht ohne ohne echte Durchschlagskraft. Das Resultat: Eine unglückliche 1:2-Niederlage, die einige Erkenntnisse liefert.</strong></em></p>
<div id="attachment_6075" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-15-Ukr-Aut-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6075 " title="2011 11 15 Ukr-Aut 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-15-Ukr-Aut-2-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Ukraine - Österreich 2:1</p></div>
<p><span id="more-6074"></span>Neunmal Deutschland. Einmal Holland. Und nur noch ein einziger Österreicher, der auch in Österreich spielt: Dummerweise war ausgerechnet Fränky Schiemer, wenn auch auf einer Position, die er eigentlich nicht kann, der mit sehr viel Abstand schlechteste Mann am Platz, verschuldete beide Gegentore zumindest mit und offenbarte so, dass auch unter Marcel Koller die Position des Rechtsverteidigers wohl die größte Baustelle bleibt.</p>
<p>Im ersten Spiel unter dem Schweizer war Österreich bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen, hatte deutlich mehr Ballbesitz und setzte die Ukraine zum Teil recht früh unter Druck. Zwei Gegentore (eines halb durch die erste Hälfte, das andere in der Nachspielzeit) bescherten dem nicht wirklich beeindruckenden EM-Co-Gastgeber einen etwas schmeichelhaften 2:1-Erfolg, der aber eher zweitrangig ist. Viel wichtiger als das Resultat, zumal in einem Testspiel, sind die Erkenntnisse, die man nach einer Woche gemeinsamen Trainings unter Koller ziehen kann.</p>
<p><strong><em>Umschalten nach Ballgewinn</em></strong></p>
<p>Hier machten die Österreicher die beste Figur. Vor allem in der Anfangsphase, als die Ukrainer gerne mit einigen Leuten aufgerückt waren, ging das Umschalten sehr schnell und in deutlich geplanten Wegen: Schneller Pass auf einen sich etwas zurückfallen lassenden Spieler aus der Offensivreihe (zumeist Ivanschitz bzw. Arnautovic), der legt kurz für einen aus der hinteren Reihe ab (zumeist Alaba bzw. Fuchs), und starten steil nach vorne. Von hinten kommt dann entweder der Pass in den Lauf (Alaba) oder ein Dribbling (Fuchs).</p>
<p>Nach dem 0:1 klappte das nicht mehr wie davor. Das lag zu einem großen Teil natürlich daran, dass die Ukrainer sich zurückzogen, nicht mehr mit so vielen Spielern herausrückten und mit zwei Viererketten die Räume, durch die das ÖFB-Team zuvor hatte stoßen können, zumachten.</p>
<p><strong><em>Spieleröffnung mit Zeit</em></strong></p>
<p>Was deutlich wurde: Auch, wenn die Österreicher durchaus versuchten, das Spiel selbst zu gestalten &#8211; was gegen die sich etwas einigelnden Ukrainer auch gelang &#8211; bleibt eine Erkenntnis dieses Spiels, dass sich das ÖFB-Team mit der Reaktion immer noch deutlich leichter tut als mit der Aktion. Sprich: Umschalten und kontern geht besser als selbst das Geschehen nach vorne gestalten. Das ist nicht verwunderlich und auch ganz logisch, schließlich fehlte der Mannschaft in den letzten Jahren eine durchgängige Philosophie des eigenen Gestaltens, wurde selbst <a href="http://sportv1.orf.at/091009-19166/index.html">ein biederes Team wie Litauen stark geredet</a> und es vermieden, selbst das Heft in die Hand zu nehmen.</p>
<p>Wie holprig das alles noch ist, wurde vor allem nach dem 0:1 deutlich. Nicht nur, dass Almers Abschläge eine Streuung wie eine Schrotflinte hatten und im Aufbau unbrauchbar waren. Nein, die Viererkette stand danach viel tiefer als zuvor (als sie sich im Ballbesitz knapp hinter der Mittellinie positionierte), sodass die schnellen Pässe auf Arnautovic und Ivanschitz nicht mehr möglich waren. Es war immer wieder zu sehen, dass Alaba und Baumgartlinger diese Pässe antizipierten und lossprinteten, aber der entsprechende erwartete Ball nach vorne nicht gespielt wurde. Immer mehr wurde daher auf lange Bälle zurückgegriffen &#8211; oder, was mehr Erfolg versprach, die linke Seite ins Spiel gebracht.</p>
<p><strong><em>Die linke Seite</em></strong></p>
<p>Es war schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">beim Ivanschitz-Comeback in Aserbaidschan</a> zu erkennen, wie gut er und sein ehemaliger Mainzer Teamkollege Christian Fuchs harmonieren. Diese beiden waren auch in diesem Spiel klar die besten Österreicher. Fuchs orientierte sich, wie das auch so sein muss, extrem weit nach vorne, legte dabei zumeist auf Ivanschitz ab und hinterlief ihn. So hatte Ivanschitz die Wahl, entweder in die Mitte zu spielen, selbst zu gehen oder wiederum Fuchs steil anzuspielen.</p>
<p>Der ukrainische Rechtsvertediger Fedetski hatte damit Probleme und Jarmolenko war viel in der Defensive gebunden. Die Ukrainer schafften es auch nicht, anders als die Gegner in den letzten Spielen, im Rücken von Fuchs den Platz zu nützen und dort eigene Angriffe aufzuziehen. Zum einen, weil Aliev immer recht zentral blieb und zum anderen, weil Pogatetz hier gut abdeckte. Es ist beinahe logisch, dass der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 über diese Flanke vorbereitet wurde: Fuchs eroberte den Ball, ging nach vorne und seine präzise Flanke fand den passenden Abnehmer.</p>
<p><strong><em>Die Abwehrkette</em></strong></p>
<p>Der Plan in der Anfangsphase war ganz deutlich, dass die beiden Innenverteidiger Prödl und Pogatetz sehr weit Richtung Außen verschoben und Baumgartlinger davor zentral absicherte, damit die Außenverteidiger schon im Aufbau nach vorne gehen konnten und dort anspielbar waren. Aber je länger das Spiel lief, umso mehr wurde klar, dass nur Fuchs sich dabei wirklich wohl fühlte, Schiemer aber überhaupt nicht.</p>
<p>Somit verlegte sich der einzige Spieler in der Partie, der es noch nicht aus der österreichischen Liga heraus geschafft hat, sehr auf die Defensive, sodass aus der Abwehr des ÖFB-Teams oftmals eine etwas windschiefe Dreierkette wurde: Fuchs preschte, wann immer es ging, nach vorne, Schiemer aber blieb hinten und sicherte ab. Mit doppelt negativem Effekt: Einerseits zog er gegen den flinken Konoplianka immer wieder den Kürzeren und war bei beiden Gegentoren recht ursächlich beteiligt, andererseits tötete er damit seine Seite offensiv komplett ab.</p>
<p><strong><em>Die rechte Seite</em></strong></p>
<div id="attachment_6082" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut.png"><img class="size-full wp-image-6082 " title="Aut" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Harnik und Kavlak: Arme Hunde</p></div>
<p>Denn ohne den wirklich absolut inferioren Schiemer, der nicht die geringste Hilfe war, musste Harnik alles auf eigene Faust machen. Das Unbehagen war dem Stuttgart-Legionär deutlich anzumerken: Er sah, dass Schiemer defensiv gravierende Probleme hatte und zuweilen haarsträubende Fehl- und Risikorückpässe spielte, war sich aber seiner Verantwortung auch im Spiel nach vorne bewusst.</p>
<p>Die generelle Linkslastigkeit des Spiels &#8211; Fuchs/Ivanschitz, dazu die zumeist über die halblinke Seite aufziehenden Alaba und Arnautovic &#8211; nahm Harnik zusätzlich aus dem Spiel. Er versuchte es, indem er nach innen zog und sich zumindest in der Zentrale anbot, aber auch das half nichts. Die rechte Seite blieb einsames und unbespieltes Gelände, auch nachdem Harnik nach einer Stunde Veli Kavlak hatte weichen müssen.</p>
<p><strong><em>Baumgartlinger und Alaba</em></strong></p>
<p>Das Duo im defensiven Mittelfeld harmoniert an sich recht gut und die Frage, wo da ein Paul Scharner reinpasst, stellt sich durchaus &#8211; auch, wenn David Alaba vor allem in der zweiten Hälfte deutlich abbaute, sich nur noch auf Sicherheitsbälle verlegte und eine Leistung zeigte, die wohl irgendwo zwischen &#8220;brav&#8221; und &#8220;dezent&#8221; liegt. Zu Beginn der Partie war Alaba ein deutlicher Aktivposten, stets bemüht immer anspielbar zu sein. Ein Achter mit deutlichem Zug nach vorne, gut eingebunden ins schnelle Spiel nach vorne, eben vor allem nach schnellem Umschalten. Zumindest bis zur Pause.</p>
<p>Julian Baumgartlinger spielte seinen Part als Sechser vor der Viererkette sehr ordentlich. Er eroberte viele Bälle und versuchte sie wie in besten Tagen, diese mit möglichst wenig Risiko möglichst gewinnbringend weiter zu leiten. Man merkt ihm die Spielpraxis, die er in den letzten Wochen in Mainz immer mehr bekommt, durchaus an. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr wurde Baumgartlinger der dominante Teil dieses Duos. Eine Leistung, auf die man aufbauen kann.</p>
<p><strong><em>Arnautovic</em></strong></p>
<p>Beim Bremer ist es so eine Sache: Entweder er geigt richtig auf, reißt das Spiel an sich und damit die ganze Mannschaft mit, oder es gelingt ihm wenig bis gar nichts. In Lemberg klappte bei ihm leider kaum etwas. Ihm versprangen einige Bälle (was sicher auch, aber nicht nur mit dem Baustellenrasen zusammen hängt), er konnte Zuspiele nicht verarbeiten und brachte kaum einen Pass wirklich an.</p>
<p>Seine Rolle war im System recht klar definiert: Gegen den Ball sollte er vorne praktisch auf einer Höhe mit Janko stehen und die gegnerische Spieleröffnung stören &#8211; hier wurde aus der österreichischen Formation ein 4-4-2 &#8211; bei eigenen Angriffen aber ließ sich Arnautovic eher etwas fallen, agierte von hinten heraus, um mit Steilpässen die im Vorfeld von Marcel Koller geforderten Bälle aus der Tiefe zu spielen. Das Highlight in seinem Spiel war sicher das Tor, das &#8211; sagen wir mal so &#8211; jeweils zu einem Drittel Janko (der den Ball vors Tor brachte), Kutcher (der wohl als letzter dran war) und Arnautovic (der den Einsatz des ukrainischen Innenverteidigers provozierte) gehört.</p>
<p><strong><em>Das war gut</em></strong></p>
<p>Das Bemühen war klar ersichtlich, dass auch gegen einen vom Potenzial her sich in etwa auf Augenhöhe befindenden Gegner das Spiel selbst gemacht werden sollte. Das war ja unter Constantini, wie erwähnt, nicht mal daheim gegen klar schwächere Kontrahenten immer so. Gerade in der Anfangsphase wurde der Gegner schon sehr hoch angepresst, was es den Ukrainern unmöglich machte, selbst das Geschehen konstant und zielführend in die österreichische Hälfte zu verlagern. Selbst in der Phase nach dem 0:1, als beim ÖFB-Team nach vorne kaum mehr etwas ging, wurde so zumindest ein nachhaltiges Aufkommen der Ukrainer verhindert.</p>
<p>Dazu war natürlich einmal mehr die linke Seite das Prunkstück der Mannschaft. Fuchs zeigte vor allem im direkten Vergleich mit Schiemer, wie wichtig ein funktionierender offensiver Außenverteidiger ist, wenn man die Initiative übernehmen will. Der Schalker war ständig im Vorwärtsgang und dank Pogatetz brannte in seinem Rücken relativ wenig an.</p>
<p><strong><em>Das war nicht gut</em></strong></p>
<p>Anders als beim eh schon übervorsichtigen Schiemer, der sich mit dieser Leistung recht nachhaltig für weitere Einsätze als Rechtsverteidiger disqualifiziert hat. Ein Glück, dass Gyuri Garics nach fast einem Jahr endlich wieder spielen kann &#8211; sollte er in Bologna über den Winter Spielpraxis sammeln können, führt an dem <a href="http://sportv1.orf.at/100225-385/index.html">von Constantini auf so schäbige Weise verstoßenen Italien-Legionär</a> kein Weg vorbei.</p>
<p>So bemüht das ÖFB-Team war, das eigene Spiel dem Gegner aufzuzwingen, so wenig zwingend war das in diesem Spiel letztlich. Aber, wie erwähnt, das braucht Zeit und einige Spiele, die mit diesem Ansatz, positiven Fußball selbst spielen zu wollen, durchgezogen werden. Nur so kann sich die Mannschaft so weit finden, dass Automatismen entstehen und das alles konkreter und mit mehr Torgefahr aufziehen zu können.</p>
<p><em><strong>Ausblick</strong></em></p>
<p>Zweifellos, die Spieler dazu sind absolut vorhanden. Fuchs und Ivanschitz links sowieso, Baumgartlinger und Alaba sind beides spielintelligente Jungs mit dem Blick nach vorne gerichtet, Janko arbeitet vorne viel &#8211; jetzt braucht es nur noch ein Gegenstück zu Fuchs auf der rechten Seite.</p>
<p>Gegen Finnland &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/10/groundhopping-bericht-wenn-die-finnen-bei-den-schweden/">ein Team, das nicht annähernd die Qualität</a> der Ukrainer hat &#8211; darf man beim nächsten Test im Februar schon erwarten, dass der grundsätzliche Ansatz der gleiche sein wird. Positiven Fußball, den will Marcel Koller sehen.</p>
<p>Und wir auch.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6074&amp;md5=fed345d2a6cc30549da4c82feb58fb33" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erst im Schock, dann ohne Hirn nach vorne &#8211; U21 verliert 0:2 gegen Bulgarien</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 19:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum EM-Qualifikationsspiel der österreichischen U21 gegen Bulgarien (0:2) verlieren wir heute nicht viele Worte, haben aber zwei Animationen für euch vorbereitet, die das Problem der Österreicher nach dem schnellen 0:2-Rückstand aufzeigen sollen. Österreichs 4-4-2 verwandelte sich in der Vorwärtsbewegung (die es bei zeitweise über 70 Prozent quasi immer gab) erst in ein 3-4-3, dann sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zum EM-Qualifikationsspiel der österreichischen U21 gegen Bulgarien (0:2) verlieren wir heute nicht viele Worte, haben aber zwei Animationen für euch vorbereitet, die das Problem der Österreicher nach dem schnellen 0:2-Rückstand aufzeigen sollen.</em></strong><span id="more-6045"></span></p>
<div id="attachment_6046" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul.gif"><img class="size-thumbnail wp-image-6046  " title="Österreich - Bulgarien (U21, EM Quali)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul.gif" alt="" width="252" height="354" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Bulgarien (U21, EM Quali): Spielaufbauproblem der Österreicher</p></div>
<p>Österreichs 4-4-2 verwandelte sich in der Vorwärtsbewegung (die es bei zeitweise über 70 Prozent quasi immer gab) erst in ein 3-4-3, dann sogar in ein 3-2-5. Das Problem war der hirnlose Sturm nach vorne, der der Spielmacherrolle von Holzhauser völlig den Boden unter den Füßen wegzog. Wenn er den Ball bekam, waren längst alle Stürmer angekommen, zugedeckt und im Stillstand. Nur Linksverteidiger Farkas war zu diesem Zeitpunkt noch im Vorwärtsgang, der weite Pass auf ihn allerdings schwierig. Meist war dem Stuttgarter nur der Alibischupfer auf Schwab möglich, der dann vorm selben Problem stand. Beim Versuch den recht weiten Pass auf die Außenposition zu spielen schossen die Bulgaren dazwischen und konterten blitzschnell.</p>
<div id="attachment_6047" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul2.gif"><img class="size-full wp-image-6047  " title="Österreich - Bulgarien (U21, EM-Quali)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/autu21_bul2.gif" alt="" width="252" height="354" /></a><p class="wp-caption-text">Die versuchte Lösung des Problems bot ein nachrückender Innenverteidiger (das Wort Konter hier bitte einfach ignorieren)</p></div>
<p>Dilaver deutete die &#8220;Lösung&#8221; des Problems schon in der ersten Hälfte nach einer halben Stunde an, indem der Innenverteidiger aufrückte und in der Mitte das Spiel weniger ausrechenbar bzw. optionenreicher machte. In der zweiten Hälfte stellte Trainer Andi Herzog gleich Holzhauser auf diese Position um die offensiv komplett unambitionierten Bulgaren zu erdrücken. Die ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und standen hinten diszipliniert. Der Nachteil, hinten mit diesem 2-3-5 besonders anfällig zu sein, kam deshalb kaum zum Tragen. Um einen Vorteil aus der offensiven Übermacht zu ziehen, war die Leistung der ÖFB-Elf aber zu schlecht.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Mit dem katastrophalen Start der Österreicher war der Gameplan natürlich sofort zerstört. Nicht nur mussten die Bulgaren danach kein Risiko mehr eingehen und konnten dicht machen, auch das Selbstvertrauen fehlte dann völlig. Herzog reagierte zur Pause auf Probleme (und nahm noch mehr Risiko als die Grundaufstellung ohnehin schon abnötigte), konnte sie aber nicht wirklich lösen. Das nicht uninteressante Experiment ist damit voll in die Hose gegangen.</p>
<p>Es zeigt damit besonders gut auf, weshalb Herzog dringend in den Vereinsfußball sollte. Er selbst sprach nach dem Spiel davon, möglicherweise zu viel Risiko genommen und die Situation falsch eingeschätzt zu haben. Es muss einem jungen Trainer erlaubt sein, solche Versuche zu machen, seine Ideen auszuprobieren &#8211; mit einer Nationalelf gibt es dazu aber viel zu wenige Gelegenheiten. In der Qualifikation geht es um zu viel. In diesem Fall kostet es dem ÖFB-Nachwuchs wohl schon frühzeitig die Teilnahme an der Europameisterschaft. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
<p><strong>Österreich startete mit:</strong> Siebenhandl &#8211; Farkas, Dilaver, Dibon, Schimeplsberger &#8211; Holzhauser, Schwab &#8211; Royer, Teigl &#8211; Alar, Weimann (zur Pause kamen Elsneg und Schöpf für Teigl und Schimpelsberger; Nach einer Stunde ersetzte Tadic im Sturm Alar)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6045&amp;md5=58c8dc2658933cfbd4b30258bda39a8c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>3:0 gegen Armenien &#8211; die ÖFB-Frauen fahren trocken den Pflichtsieg ein</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/26/30-gegen-armenien-die-ofb-frauen-fahren-trocken-den-pflichtsieg-ein/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 16:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
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		<category><![CDATA[EM-Quali]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Thalhammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Feuerwerk war es nicht, was das österreichische Frauen-Team in der EM-Quali gegen Armenien lieferte &#8211; aber das nie gefährdete 3:0 brachte trotz der nicht vollends überzeugenden Leistung immerhin die drei Punkte ein. Die Mannschaft vom Kaukasus war klar unterlegen und hatte nie wirklich eine Chance. &#8220;Das war eine unserer besten Leistungen&#8221;, sagt Frauen-Teamchef Dominik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ein Feuerwerk war es nicht, was das österreichische Frauen-Team in der EM-Quali gegen Armenien lieferte &#8211; aber das nie gefährdete 3:0 brachte trotz der nicht vollends überzeugenden Leistung immerhin die drei Punkte ein. Die Mannschaft vom Kaukasus war klar unterlegen und hatte nie wirklich eine Chance.</em></strong></p>
<div id="attachment_5994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-26-Aut-Arm.png"><img class="size-full wp-image-5994 " title="2011 10 26 Aut-Arm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-26-Aut-Arm.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Armenien 3:0</p></div>
<p><span id="more-5993"></span>&#8220;Das war eine unserer besten Leistungen&#8221;, sagt Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer über das Spiel in Dänemark &#8211; trotz der 0:3-Niederlage gegen das klare Spitzenteam der Gruppe. Das andere Extrem wartete bei der Heimpartie in Bruck an der Mur &#8211; Armenien ist der Punktlieferant der Gruppe 7. Alles andere als ein klarer Sieg für das österreichische Team wäre eine herbe Enttäuschung &#8211; das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/21/wir-konnen-uns-auch-gegen-starke-teams-gut-prasentieren/">sagt auch Kapitänin Marlies Hanschitz</a>, die allerdings verletzt fehlte. Auch Nina Burger, Melanie Fischer und Ines Ruiss standen dem Teamchef gegenüber dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">1:1 gegen Tschechien zum Quali-Start</a> nicht zur Verfügung.</p>
<p><em><strong>Österreich übernimmt sofort die Kontrolle</strong></em></p>
<p>Anders als zuletzt setzte Thalhammer gegen Armenien auf ein 4-2-3-1. Auffällig war, dass die Außenverteidigerinnen Gröbner und Trödthandl extrem viel nach vorne machen konnten, weil sie vom Gegner absolut nichts zu befürchtet hatten. Erwartungsgemäß kontrollierte Österreich den Ballbesitz, und wenn die AV vorne waren, ließ sich Bayern-Legionärin Schnaderbeck zurückfallen und sicherte mit Höller und Wenninger ab.</p>
<p>Der Ball war also viel in der armenischen Hälfte, aber es gelang dem ÖFB-Team nicht, über einen längeren Zeitraum hinweg so kombinationssicher zu agieren, dass man den Gegner wirklich ins Wanken bringen hätte können. Feiersinger (gemeinsam mit Gröbner) und Tasch (gemeinsam mit Trödthandl) trugen den Ball immer wieder gut über die Flanken nach vorne, aber die Anspiele in die Zentrale kamen nicht an.</p>
<p><em><strong>Defensive Armenierinnen</strong></em></p>
<p>Der armenische Teamchef Vagharshak Aslanyan stellte sein Team in einem recht defensiven 4-4-2 auf, in dem die Außenverteidigerinnen hinten blieben, zwei sehr defensive Sechser im Zentrum standen und im Grunde einzig Gayane Kostanyan für die offensiven Momente zuständig war. Die Kapitänin ist die mit Abstand beste Spielerin in ihrer Mannschaft und holte sich viele Bälle auch aus dem Mittelfeld.</p>
<p>Das hatte aber zur Folge, dass die Angriffe von Armenien eigentlich immer gleich aussahen: Ball erkämpfen im Mittelfeld, und Kostanyan rennt mit dem Kopf durch die Wand nach vorne, ist dort weitgehend auf sich alleine gestellt und wird entweder aufgehalten, oder versucht einen Abschluss. Armenien blieb aber während der gesamten Spielzeit recht harmlos und Anna-Carina Kristler im österreichischen Tor hatte praktisch nichts zu tun.</p>
<p><strong><em>Aus dem Spiel gibt&#8217;s kaum Chancen</em></strong></p>
<p>Das Problem bei Österreich im Spiel nach vorne: Von den Flanken wurde Gstöttner zu wenig bedient und aus dem Zentrum fehlte die Präzision in der Spieleröffnung vor allem bei Jasmin Eder. So konnte sich Armenien dicht zusammen stellen und die Räume schließen. So mangelte es an Ideen und in weiterer Folge vor allem an Tempo, um den defensiven Gegner auszuspielen. Und kamen doch einmal Bälle zu Maria Gstöttner in die Spitze, konnte sie diese nicht verarbeiten. Es wurde zu viel auf eigene Faust probiert, zu wenig auf Zusammenspiel geachtet.</p>
<div id="attachment_6000" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gr%C3%B6bner.jpg"><img class="size-full wp-image-6000   " title="gröbner" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gr%C3%B6bner.jpg" alt="" width="288" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Marion Gröbner konnte sehr viel nach vorne marschieren - hier geht sie in einen Zweikampf mit Innenverteidigerin Khachatryan</p></div>
<p>So musste ein grober individueller Schnitzer der armenischen Linksverteidigerin Vardine Khanzatyan herhalten, die im eigenen Strafraum den Ball gegen Laura Feiersinger vertendelte und Österreich nach knapp zwanzig Minuten doch das 1:0 ermöglichte. Khanzatyan wurde zur Strafe sofort ausgewechselt, statt ihr ging Ghukasyan vom rechten Mittelfeld nach links hinten, Stepanyan kam neu für die linke Flanke.</p>
<p><strong><em>Viele Pässe kommen nicht an</em></strong></p>
<p>In der Folge ließ die Passgenauigkeit im Zentrum ziemlich nach und die Armenierinnen konnten das Spiel etwas von ihrem Tor weghalten. Nicht, dass Österreich wirklich in Gefahr gekommen wäre, den Ausgleich zu kassieren, aber das Zurücklehnen war schon sehr auffällig. Da nützte es auch nicht viel, dass die Außenverteidigerinnen, weil sich die armenischen Mittelfeld-Außen immer wieder ins Zentrum orientierten, oft Platz ohne Ende hatten &#8211; vor allem Trödthandl konnte machen, was sie wollte.</p>
<p>Kurz vor der Pause wurde die etwas eingeschlafene Partie dann vorentschieden, wieder half aber Armenien durchaus mit. Die ansonsten eigentlich ganz gute Torfrau, Anna Karapetyan, konnte eine Ecke von der rechten Seite nicht festhalten, Daniela Tasch staubte zum 2:0 ab. Damit ging&#8217;s in die Pause.</p>
<p><strong><em>Unspektakuläre zweite Hälfte</em></strong></p>
<p>Ähnlich lief das Spiel auch nach dem Seitenwechsel: Spielkontrolle Österreich, aber wenig Konkretes. Das Gestalten des Spiels gegen einen tief stehenden Gegner klappte kaum, und so war auch das dritte Tor für Österreich keine echte Kombination, sondern ein schneller Konter &#8211; Laura Feiersinger trug den Ball nach vorne, legte für Gstöttner quer, und die zuvor sehr glücklos agierende Neulengbach-Stürmerin erzielte das 3:0.</p>
<p>Weil auch das ÖFB-Team wusste, dass nichts mehr passiert, fehlte dann auch weiterhin der Nachdruck.</p>
<p><strong><em>System-Umstellung zum Ende</em></strong></p>
<p>Unglücklich also, dass sich kurz vor Schluss eines längst gewonnen Spiels die nach einer Stude eingewechselte Manhart kurz vor dem Ende verletzte &#8211; so stellte Thalhammer für die Schlussminuten auf ein 4-2-2-2 um &#8211; Makas, die statt Manhart auf dem Feld war, war nun zweite Spitze neben Gstöttner; Rappold (statt Prohaska) und Feiersinger kamen über die Flügel.</p>
<p>Die Armenierinnen überließen dem ÖFB-Team bis zum Schluss die Flügel völlig, Gröbner und Trödthandl hatten alle Freiheiten und waren über den Spielverlauf deutlich mehr in der gegnerischen Hälfte als in der eigenen. Die Österreicherinnen müssen sich aber durchaus vorferwerfen lassen, daraus nicht mehr gemacht zu machen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Mühsamer Arbeitssieg</em></strong></p>
<p>Feuerwerk war es beileibe keines &#8211; aber am Ende zählen gegen einen individuell klar unterlegenen Gegner am Ende nur die drei Punkte. Es fiel durchaus auf, dass einige Mannschaftsstützen fehlten. Man merkte deutliches Defizite im Zusammenspiel, vor allem die Doppelsechs mit Schnaderbeck und Eder funktionierte nicht wunschgemäß.</p>
<p>Auf den Flügeln hatte das ÖFB-Team komplett freie Hand und ständige Überzahl, die Bälle in dem Strafraum kamen aber überhaupt nicht an. Spielerisch war es keine großartige Leistung, letztlich nützte man zwei individuelle Fehler zu den ersten zwei Toren und verwaltete den Sieg unspektakulär über die Zeit.</p>
<p>Am 19. November in Portugal wird eine Leistungssteigerung her müssen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p>PS: Dänemark gewann das Parallelspiel in Portugal erwartungsgemäß mit 3:0. Tabelle nach 3 Spielen: Dänemark 9, Tschechien (-1 Spiel) 4, Österreich 4, Portugal 3, Armenien 0.</p>
<div id="attachment_6002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 514px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/lineup.jpg"><img class="size-full wp-image-6002   " title="lineup" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/lineup.jpg" alt="" width="504" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Höller, Tasch, Prohaska, Gstöttner, Wenninger, Eder, Schnaderbeck, Feiersinger, Trödthandl, Kristler, Gröbner</p></div>
<p>Alle Fotos: Tom Schaffer</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5993&amp;md5=a533febf0860bb01ebc37951b01f7e58" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein 0:0 in Astana als maues Ende einer mauen Qualifikation</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 18:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Alaba]]></category>
		<category><![CDATA[arnautovic]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Ruttensteiner]]></category>
		<category><![CDATA[Zsak]]></category>

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		<description><![CDATA[0:0 im letzten Spiel der EM-Qualifikation, dem letzten Spiel, bevor Marcel Koller sein Amt antritt. Das für die Gruppe bedeutungslose Spiel in Astana war zäh und mühsam, konnte nicht mit dem ordentlichen Auftritt in Baku mithalten und ließ die guten Attribute aus der letzten Partie vermissen. Der vierte Gruppenplatz war schon vor dem Anpfiff abgesichert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>0:0 im letzten Spiel der EM-Qualifikation, dem letzten Spiel, bevor Marcel Koller sein Amt antritt. Das für die Gruppe bedeutungslose Spiel in Astana war zäh und mühsam, konnte nicht mit dem ordentlichen Auftritt in Baku mithalten und ließ die guten Attribute aus der letzten Partie vermissen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5908" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Kaz-Aut.png"><img class="size-full wp-image-5908 " title="2011 10 11 Kaz-Aut" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Kaz-Aut.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Kasachstan - Österreich 0:0</p></div>
<p><span id="more-5907"></span>Der vierte Gruppenplatz war schon vor dem Anpfiff abgesichert, was man grundsätzlich könnte, hat man in Baku schon angedeutet &#8211; und so hatte das Spiel der Österreicher in Astana schon so ein wenig den Flair von entwichener Luft. Sie versuchten zwar gleich, sich als die spielbestimmende Mannschaft zu etablieren, aber es fehlten einige Attribute, die beim 4:1 in Aserbaidschan gut geklappt haben.</p>
<p><strong><em>Kein Vergleich zu Baku</em></strong></p>
<p>Was in Baku schon nicht nach Wunsch funktioniert hat, war das Spiel über die Seiten. Das wurde in Astana nicht wirklich besser: Ivanschitz und vor allem Alaba zogen relativ früh nach innen, ihre Außenverteidiger hinter ihnen hinterliefen sie aber nicht. So blieb das Flankenspiel wiederum harmlos und die kasachische Defensive wurde nicht auseinander gezogen.</p>
<p>Vorne spielte Marko Arnautovic deutlich höher als in Baku, was aus dem 4-2-3-1 eher ein 4-4-1-1 machte. Der Bremen-Legionär kam zwar eher aus der Etappe hinter Marc Janko, fand sich aber nie so richtig ins Spiel eingebunden. Und weil im defensiven Mittelfeld die Präsenz von Julian Baumgartlinger fehlte (Kulovits ersetzte den Gelbgesperrten), gab es auch keine wirkliche Energie aus dem Zentrum.</p>
<p>So fehlte der Zug zum Tor, der auch nicht durch gezieltes Unter-Druck-Setzen der kasachischen Defensive erzeugt werden konnte. Es war alles ein wenig mühsam und ein wenig langsam. Das gedankenschnelle Nachsetzen bei Ballverlusten und das Antizipieren im Mittelfeld, was in Aserbaidschan gut war, konnte nie so richtig etabliert werden.</p>
<p><strong><em>Mäßige Kasachen, harmlose Österreicher</em></strong></p>
<p>Nicht falsch verstehen: Die Mannschaft aus Kasachstan war wirklich nichts Besonderes und sie hatte nur einen Weg, vor das österreichische Tor zu kommen: Langer Ball (zumeist von Kapitän Nurdauletov), den die österreichische Verteidigung locker abfing, und Ostapenko und Gridin setzten dann, unterstützt vor allem von Schmidtgal, den jeweils ballführenden Österreicher unter Druck. Mehr als ein elfmeterreifes Foul von Prödl (das vom estnischen Referee nicht geahndet wurde) schaute dabei nicht heraus.</p>
<p>Es hatte aber den Effekt, dass man das ÖFB-Team kaum Zeit zur Spieleröffnung gab und es so, bis auf einen Schuss von Alaba nach etwa zehn Minuten und einem von Dag nach rund einer halben Stunde keine wirkliche Gefahr entstand. Es sah zuweilen aus wie in der letzten halben Stunde vom U21-Spiel in Schottland: Viel Ballbesitz für Österreich, aber wenig Ideen aus dem Mittelfeld und kaum Zug zum Tor. Auch der Seitenwechsel Ivaschitz-Alaba nach etwa 20, 25 Minuten brachte da nichts</p>
<p><strong><em>Zweite Halbzeit</em></strong></p>
<p>In der Halbzeit dürfte von Marko Arnautovic aufgefordert worden sein, sich etwas mehr ins Spiel einzubringen &#8211; denn genau das tat er nämlich. Das tat dem Spiel durchaus gut, gab der Vorwärtsbewegung deutlich mehr Varianten und beschäftigte die kasachische Defensive durchaus. Außerdem versuchte nun auch David Alaba, sich mehr in Szene zu setzen, er hielt den Ball aber oft zu lange, verzettelte sich in Zweikämpfen und brachte den letzten Pass nur selten an. Er wollte ein wenig zu viel mit dem Kopf durch die Wand.</p>
<p>Die Hausherren konzentrierten sich nun darauf, die sich immer wieder bietenden Kontermöglichkeiten mit Tempo auszuspielen, anstatt den Ball lange nach vorne zu dreschen und zu versuchen, die ÖFB-Defensive anzupressen. Das war aus ihrer Sicht ein guter Schachzug, denn immer wieder konnten sie in den Raum zwischen Mittelfeld und der aufgerückten Abwehr stoßen. Einige gute Möglichkeiten entstanden so.</p>
<p><strong><em>Wechselspiele</em></strong></p>
<p>Miroslav Beranek, der tschechische Teamchef der Kasachen, wechselte nur innerhalb des Systems seine rechte Seite aus; bei den Österreichern kamen erst Junuzovic (für den diesmal eher diskreten Ivanschitz) und Kavlak (statt Kulovits, um Struktur ins Zentrum zu bekommen), dann noch Maierhofer für Arnautovic. Was die Verantwortlichen damit bezwecken wollten, ist allerdings eher ein Rätsel &#8211; denn so standen nun wie einst in Paris gegen Frankreich zwei Leuchttürme in einem flachen 4-4-2 vorne, die logischerweise wenig bis gar keine Bindung zum Spiel hatten.</p>
<p>In den verbleibenden etwa zehn Minuten nach diesem Wechsel gab es somit erst recht nur noch hohe Bälle und (vermehrt) Einzelaktionen von David Alaba, beinahe hätte es in der Nachspielzeit sogar doch noch das Siegtor gegeben (aber Janko wurde zurückgepfiffen). Verdient wäre ein Sieg für Österreich aber nicht so richtig gewesen, weil in der letzten halben Stunde auch die Kasachen einige gut Aktionen vorgebracht haben und einmal auch die Latte getroffen hatten.</p>
<p><strong><em>Fazit: Komisch.</em></strong></p>
<p>Auffällig: Pressing auf den gegnerische Defensive, schnelles und flüssiges Spiel im Mittelfeld und nach vorne, der Versuch, das Tempo hochzuhalten &#8211; all die Attribute, die das Spiel gegen Aserbaidschan als Schritt in die richtige Richtung erscheinen ließen, fehlten diesmal. Dafür gab&#8217;s in der Schlussphase den Wechsel zu einem flachen 4-4-2 mit zwei Leuchttürmen vorne, was wieder sehr an vergangene Zeiten erinnerte. Es klingt böse, ja, aber man konnte den Eindruck gewinnen, Manfred Zsak durfte sich mal austoben.</p>
<p>Letztlich ist das 0:0 ein durchaus logisches und auch nicht ungerechtes Ergebnis, ein eher enttäuschendes Ende einer insgesamt recht enttäuschenden Qualifikations-Kampagne. Letztlich macht es keinen wirklichen Unterschied mehr, aber dass die positiven Ansätze aus dem Spiel in Baku nicht so richtig mitgenommen werden konnten, ist wohl schmerzhafter als das Resultat an sich.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5907&amp;md5=82c6bfbf7e6a7f2e8da90ef43ca38f84" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Individuell und technisch besser, aber völlig harmlos &#8211; 2:2 in Schottland</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 20:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Drazan]]></category>
		<category><![CDATA[Hart]]></category>
		<category><![CDATA[Herzog]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[U21]]></category>
		<category><![CDATA[Weimann]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Resultat ist okay. Aber das Spiel des österreichischen U21-Teams in Schottland war eher enttäuschend: Weil man ein klares Plus an Ballbesitz hatte, individuell und technisch die klar bessere Mannschaft war. Es aber dennoch nie gelang, wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Die Tore? Zwei Einzelinitiativen. Nicht nur die Aufstellung von Andi Herzog war sehr ähnlich der gegenüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Resultat ist okay. Aber das Spiel des österreichischen U21-Teams in Schottland war eher enttäuschend: Weil man ein klares Plus an Ballbesitz hatte, individuell und technisch die klar bessere Mannschaft war. Es aber dennoch nie gelang, wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Die Tore? Zwei Einzelinitiativen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5901" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-10-Sco-Aut-2-2.png"><img class="size-full wp-image-5901 " title="2011 10 10 Sco-Aut 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-10-Sco-Aut-2-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Schottland - Österreich 2:2</p></div>
<p><span id="more-5898"></span>Nicht nur die Aufstellung von Andi Herzog war sehr ähnlich der gegenüber der gegen Holland (lediglich Hopfer spielte statt des gesperrten Hierländer), auch die Einstellung. Die schottischen Defensivspieler wurden überhaupt nicht unter Druck gesetzt, sie konnten sich &#8211; wie Oranje zuletzt &#8211; die Kugel völlig unbedrängt hin und her schieben, erst ab der Mittellinie fing das ÖFB-Mittelfeld an, die Schotten zu attackieren. Das klappte ganz gut, natürlich auch, weil die Schotten nicht die technische Qualität der Holländer haben und auch nicht annähernd so ein hohes Tempo gehen können.</p>
<p>Mehr Initiative im Spiel nach vorne zeigten die Schotten, aber von einigen Schwammigkeiten in der ersten Viertelstunde stand Österreich defensiv ganz gut organisiert. Nur Florian Hart machte wieder den Eindruck, nicht so richtig mit dem Niveau der anderen mithalten zu können. Sein Gegenspieler Gregg Wylde bereitete ihm durchaus Probleme &#8211; auch, weil dieser gut die Seitenlinie hielt. Das machte der rechte Mittelfeldmann, Jonathan Russell, überhaupt nicht &#8211; er zog oft weit in die Mitte und ließ seine Flanke so recht offen.</p>
<p><strong><em>Drazan nützt schottische Schwachstelle nicht</em></strong></p>
<p>Was für die Schotten potentiell tödlich hätte sein können, denn ihr Rechtsverteidiger Ryan Jack war komplett überfordert, sobald der Ball in seine Nähe kam. Unerklärlicherweise wurder genau diese Schwachstelle der Schotten, die offene rechte Defensiv-Seite, von Dilaver und Drazan überhaupt nicht angebohrt. Dilaver blieb recht strikt hinten und Drazan vermied 1-gege-1-Situationen mit Jack, so oft es ging &#8211; viel eher schlug er weite, hohe Flanken aus dem Halbfeld. Die von der schottischen Innenverteidigung problemlos entschärft wurden oder &#8211; noch öfter &#8211; schlicht im Nirvana landeten.</p>
<p>Österreich ging zwar in Führung &#8211; Andi Weimann, mit Abstand der Österreicher mit dem meisten Drive, nützte eine Abstimmungsschwäche zwischen Jack und Wilson, zog aus 20 Metern am und sein krummer Schuss drehte sich ins Tor. Ein absoluter Cracker, aber halt wieder eine Einzelinitiative. Das waren die Angriffe gegen die Holländer, vor allem in der ersten Halbzeit, das war gegen Schottland nicht anders. Auch die Tatsache, dass Schwab sehr hoch stand und mehr hängende Spitze als Zehner war, half dem Aufbau nicht wirklich.</p>
<p><strong><em>Schotten initiativer</em></strong></p>
<p>Die Burschen von der Insel kamen nach einer halben Stunde zum Ausgleich, weil Hart Wylde flanken ließ und Rhodes vor dem Tor komplett alleine war, unbedrängt einnicken konnte. Ein verdienter Ausgleich; weniger, weil die Schotten besser wären als die Österreicher &#8211; das sind nie nicht &#8211; aber weil sie schon mehr Initiative zeigten und auch durchaus eine moderne Spielanlage hatten.</p>
<p>So blieb Wotherspoon tief, ließ sich zum Teil zwischen die Innenverteidiger fallen, während mit Liam Palmer ein recht energiegeladener Achter nach vorne das Spiel ankurbeln wollte &#8211; dabei aber zumeist an Holzhauser und Hopfer hängen blieb. Die Schotten waren allerdings technisch die deutlich unterlegene Mannschaft, sodass Österreich im Ballbesitz immer etwas weniger anfällig für Ballverluste war.</p>
<p><strong><em>Apropos Einzelinitiative</em></strong></p>
<p>Angesichts der zu hohen Positionierung von Schwab und der fahrlässig falschen Spielanlage von Drazan war es klar, dass ein weiteres Tor für Österreich nur aus einer Einzelinitiative entstehen konnte, und nicht aus einer geplanten Aktion. Und so kam es dann auch: Innenverteidiger Richard Windbichler startete einen Lauf nach vorne, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/19/13-bei-man-utd-macht-klar-villas-boas-ist-noch-ein-suchender/">wie man ihn sonst nur von Phil Jones kennt</a>, und bereitete mit einer Klasse-Flanke das 2:1 durch ein Kopfballtor von Alar vor.</p>
<p>Grundsätzlich blieb es auch nach der Pause beim grundsätzlich gleichen Spiel &#8211; mit dem Unterschied, dass die Schotten ihre Pass-Sicherheit einbüßten und immer weniger Gefahr erzeugen konnten; der Ausgleich nach einer Stunde war in der Entstehung ein Zufallsprodukt und in letzter Konsequenz ein verlorenes Kopfballduell von Hart, der nach einer tollen Parade von Lindner beim Abpraller das Nachsehen hatte.</p>
<p><strong><em>Unfähig, ein Spiel zu gestalten</em></strong></p>
<p>Umso auffälliger wurde danach die große Schwäche in diesem Team: Es fehlt komplett eine Strategie, wenn man selbst das Spiel machen muss. Von den Außenverteidigern kam sehr lange nichts außer Pässen ins Zentrum und wenig Präsenz im Spiel nach vorne, das änderte sich erst mit der Einwechslung von Schimpelsberger (für Windbichler). Allerdings: Auch wenn der neue Mann rechts nach vorne ging, wurde er zu selten eingebunden. Hart blieb auch auf der anderen Seite zu passiv.</p>
<p>Die letzte halbe Stunde verstrich &#8211; von einer schottischen Flanke, die an die Latte klatschte, einmal abgesehen &#8211; ohne große Ereignisse, weil Österreich komplett unfähig war, Bewegung ins Spiel zu bringen. Die Flanken blieben komplett harmlos, Drazan war bis auf eine gelungene Flanke nach 57 Minuten (Schotten-Goalie Adam klärte die Abnahme von Alar) eine komplette Vorgabe. Schwab (und in der Schlussphase Holzhauser) wurde von Wotherspoon uns Palmer gut aus dem Spiel gehalten, so hingen Alar (und in der Schlussphase Tadic) ziemlich in der Luft. Österreich hatte bei zwei Drittel Ballbesitz in der halben Stunde zwischen Ausgleich und Schlusspfiff.</p>
<p>Torgefahr strahlte man aber nie aus.</p>
<p><strong><em>Fazit: Sieg wäre nicht verdient gewesen</em></strong></p>
<p>Es fehlte dem ÖFB-Team an einem echten Plan, wie man die robusten, vor allem in der Schlussphase sehr tief stehenden Schotten knacken kann. Das lag am völlig fehlenden Tempo, an den über weite Strecken nicht vorhandenen Außenverteidigern, das konsequente Nicht-Ausnützen offensichtlicher Schwachstellen beim Gegner und an zu wenig Bewegung im Mittelfeld und der Abwesenheit von Ideen aus dem Spielaufbau.</p>
<p>Noch mehr als gegen Holland baute das Spiel der Österreicher auf Einzelinitiativen auf &#8211; geplante, durchdachte Angriffsaktionen gab es praktisch gar keine. Immerhin: Defensiv stand man zumeist sicher, und die Schwachstelle Hart ist im nächsten Spiel ohnehin gelbgesperrt. Außerdem wurden eine der beiden echten Torchancen, die es gab, auch genutzt; in Verbindung mit dem absolut wundervollen Tor von Andi Weimann war also die Chancenverwertung diesmal sehr ordentlich.</p>
<p>Dumm nur, dass man nicht fähig war, trotz klarer individueller und technischer Überlegenheit viele Chancen zu kreieren.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5898&amp;md5=63b8c9d3ff77b30210f7c074d7739e3f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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