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	<title>Ballverliebt &#187; mattersburg</title>
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		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen! RED BULL SALZBURG Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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		<title>Die Ballverliebt-Bundesliga-Vorschau &#124; Frühjahr 2009</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/02/16/die-ballverliebt-bundesliga-vorschau-fruhjahr-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 20:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön! Weg mit dem Speck Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/fruhjahr.jpg" alt="Frühjahr" /><br />
Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön!<span id="more-1243"></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/4836/salzburgbx1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Weg mit dem Speck</em></strong></p>
<p>Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. In beiden Fällen muss man sagen: Hat funktioniert. Der zwischen Aufsässig- und Lustlosigkeit schwankende Ilic, die wandelnde Marketing-Maschine Miyamoto und die Bankdrücker Bobson, Traoui und Pamic wurden abgegeben bzw. verliehen. Sportlich substantiell kein Verlust, denn keiner dieser Kicker hat wesentlich zum Gewinn des Herbstmeistertitels beigetragen (Pamic, Bobson und der verletzte Miyamoto kamen in der Bundesliga gar nicht zum Einsatz, Ilic drei Mal und Traoui hatte zwei Kurzeinsätze). Im Grunde saßen sie nach dem frühen Europacup-Aus dem Verein nur auf der Tasche.<br />
[ad#bv_test]Janko hat seinen Vertrag verlängert, bleibt also zumindest bis zum Sommer in Salzburg und wird dort seine Chance suchen, Meister und Torschützenkönig zu werden, und so eventuell seinen Marktwert noch weiter zu steigern. Nicht ohne Risiko: Wenn er sich verletzt, war der ganze schöne Herbst für die Würscht. Geholt haben sich die Bullen mit dem Schweden Eddie Gustafsson (32) einen Torhüter. Nachvollziehbar, denn Arzberger wird nicht jünger, Ochs ist lange verletzt und die jungen Kaltenhauser und Schober haben zwar Talent, eine tragende Rolle im Meisterrennen kann oder will Adriaanse ihnen aber (noch?) nicht zumuten.<br />
Und für die linke Abwehrseite konnte Jung-Nationalspieler Andi Ulmer (23) von Ried losgeeist werden. Die große Entdeckung der Herbstsaison soll die weder von Ronald Gercaliu (dessen Karriere nach dem Zwischenhoch bei der Austria nun doch endgültig zu versanden droht), noch von Barry Opdam zufriedenstellend bekleide Position in der linken Defensive ausfüllen. Die Salzburger sahen also von spektakulären Neuzugängen ab, ergänzten sich gezielt und bauen darauf, dass die nur geringfügig (und im Tor verletzungsbedingt) veränderte und daher im Grunde eingespielte Mannschaft mit den Toren von Marc Janko den Vorsprung über die verbleibenden Runden bringt, bzw. selbigen gegenüber der um die Europa-League-Plätze kämpfenden Konkurrenz ausbauen zu können. <strong>Prognose: Schlagen sich die Bullen nicht wieder, wie letztes Jahr, selbst, werden sie Meister.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/1990/rapidmq5.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Sparkurs oder nicht?</em></strong><br />
Mit Peter Pacult haben die Hütteldorfer jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Er wollte zwar grundsätzlich schon einen längeren Vertrag, aber die Altlasten von (wie Präsident Edlinger einräumte) etwa vier Millionen Euro lassen nicht mehr zu. So war auch der einzige im Winter veränderte Kaderpunkt, dass der seit dem hinterhältigen Böller-Angriff außer Gefecht gesetzte Torhüter Georg Koch von der Gehaltsliste gestrichen wurde. Erfreulich für den Deutschen: Sollte er einen Verein finden, bedeutet der Skandal vom ersten Saison-Derby nicht sein Karriereende, denn gesundheitlich soll er wieder halbwegs in Schuss sein.<br />
Dass der Schuldenberg nicht kleiner wurde, liegt natürlich auch an den nach dem frühen Europacup-Aus fehlenden Einnahmen aus mindestens zwei Heimspielen (gegen durchaus attraktive Gegner, Olympiakos Piraeus hätte sehr wahrscheinlich für ein volles Stadion gesorgt). So war es auch nicht möglich, im Winter den Kader nachzubessern. Was nach der auf nationaler Ebene recht ordentlichen Herbstsaison auch nicht zwingend notwendig war: Maierhofer und Hoffer trafen nach belieben, Helge Payer versucht sich nach neunmonatiger Pause an einer Rückkehr ins Rapid-Tor.<br />
Für Peter Pacult, der auch im Winter einige Anflüge von niederer Paranoia aufblitzen ließ (wie der Sager, dass die Absage der Partien von Kärnten gegen Salzburg und Sturm im Herbst wettbewerbsverzerrend sei, weil Kärnten im Frühjahr schwächer besetzt ist und das ein unfairer Nachteil für Rapid ist; oder das Trainingslager, das &#8211; gaaaanz zufällig natürlich &#8211; genau auf den Länderspieltermin gelegt wurde), gilt es nach seiner Vertragsverlängerung aber sehr wohl, sich langsam aber sicher über den Sommer hinaus Gedanken zu machen. Maierhofer wird den Verein wohl verlassen, Tokic und Patocka bauen in der Innenverteidigung merklich ab, und auch hinten rechts wird auf Sicht einer gebraucht, der mit der Doppelbelastung (also die eigene Position plus die oftmals verwaiste Hofmann-Position) nicht überfordert ist. Einstweilien wird das Augenmerk aber auf der laufenden Meisterschaft liegen. <strong>Prognose: Rapid wird Salzburg nicht mehr einholen können, aber der Europacup-Platz wird am Ende zu Buche stehen.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/7169/sturmuj6.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Verletzungsverbot!</em></strong><br />
Marko Stankovic, trickreicher Linksaußen, verließ Sturm also schon im Winter. Der Platz des nach Italien abgewanderten Jungstars soll von Dominic Hassler (27) eingenommen werden. Der Wandervogel, der schon beim GAK, in Salzburg und beim LASK unter Vertrag war, kommt aus Gratkorn. Er hat zwar weder das Talent noch die Karriere-Aussichten von Stankovic, besitzt mit seinen 70 Bundesliga-Spielen (15 Tore) aber eine gewisse Routine, die es ihm erleichtern sollte, den Platz in der ansonsten dank der hervorragenden Arbeit von Franco Foda intankten und in sich gefestigten Mannschaft einzuhehmen. Im Tauschgeschäft ging dafür Mario Kreimer, dem sie es bei Sturm wohl nicht zugetraut haben, Stankovic zu ersetzen, zum Zweitligisten vor den Toren von Graz.<br />
Sieht man von der Neubesetzung des Zweiergoalie-Postens (Baotic für Schicklgruber) ab, ist dies die einzige schon im Winter vorgenommene Adjustierung, Kärntens Haris Bukva wechselt erst im Sommer an die Mur. Was für die Frühjahrssaison und die damit stattfindende Jagd nach den Europacup-Plätzen heißt: Bei Sturm herrscht weiterhin absolutes Verletzungsverbot! Schlüsselspieler wie Haas oder Muratovic können sowieso nicht ersetzt werden, aber auch auf allen anderen Positionen fehlen Foda die Alternativen, er hat im Grunde nur die (zugegeben talentierten) Burschen aus der Regionalliga-Mannschaft in der Hinterhand. Aber so gut wie keinen gestandenen Bundesliga-Spieler, der mit dem Druck des Kampfes um den dritten Platz vertraut wäre.<br />
Der Vorteil von Sturm gegenüber Rapid: Man könnte sich die Teilnahme am Europapokal auch über den ÖFB-Cup sichern. Doch nach dem Viertelfinalspiel gegen die Austria könnte es mit dieser Hoffnung auch vorbei sein. Weshalb keiner der Leistungsträger längerfristig fehlen darf. <strong>Prognose: Bleiben alle fit, sollte Sturm unter die ersten drei kommen. Gibt es Ausfälle, wird es verdammt eng.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/8526/austriaqc7.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ungewohnte Sachlichkeit</em></strong><br />
Daran können sich wohl nicht einmal Historiker erinnern! Wann gab es das schon, dass die Austria in einem Transferfenster keinen Spieler holt? Niemanden! Keinen einzigen! Manager Parits und Trainer Daxbacher vertrauen der Mannschaft, die im Herbst zwar nicht immer schönen, aber doch effektiven Fußball zeigte und noch voll dabei ist im Kampf um die begehrten Plätze im internationalen Geschäft. Deutlicher kann man die nun erfolgte Emanzipation von Frank Stronach nicht machen. Im Sommer bekommt die Austria auch noch eine eigene Akademie, ist damit auch auf diesem Sektor nicht mehr vom ehemaligen Big Spender abhängig. Und wie Parits ankündigte, werden auch keine Spielerverträge abgeschlossen, bevor nicht das Budget für die kommende Saison steht.<br />
Klar: Dass die Violetten sehr daran interessiert sind, Spieler wie Milenko Acimovic und Jocelyn Blanchard zu halten, ist kein Geheimnis. Dass man am Verteilerkreis aber erst einmal auf der wirtschaftlichen Seite Tatsachen schaffen möchte, ist löblich. Zumal man ja unter Umständen nicht auf die Meisterschaft angewiesen ist, will man sich für das Last-Minute-Scheitern in dieser Uefa-Cup-Saison rehabilitieren. Gewinnt die Austria Anfang März das Cup-Viertelfinale bei Sturm, steht dort keine Mannschaft mehr zwischen der Austria und dem vierten Cup-Sieg in Folge, gegen den die Violetten nicht Favorit wären (ein eventuelles Semifinale in Ried mal ausgenommen). Zudem vertreten die Verantwortlichen bei der Austria die Meinung, dass junge Spieler wie Okotie, Dragovic und Suttner durchaus gut genug und hungrig genug sind, auch in der Bundesliga ihren Weg zu gehen. Gefahr besteht nur, wenn bei Sturm der Lauf den Herbstes mitgenommen wird und dort keine Verletzungen Löcher in das Spiel der Grazer reißen. <strong>Prognose: Strauchelt Sturm, wird die Austria zuschlagen. Strauchelt Sturm nicht, wird es schwer.</strong></p>
<p><img src="http://img296.imageshack.us/img296/4883/akrntenvq4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Zukunftsangst</em></strong><br />
Frenkie Schinkels ist wahrlich nicht zu beneiden. Die Zukunft des Vereines wackelt bedenklich und ist zu einem großen Teil vom Ausgang der Landtagswahl in Kärnten abhängig. Sprich, wenn das BZÖ gewinnt und der zur FPÖ übergelaufene und in der Generalversammlung als Vereinspräsident bestätigte Canori auf Schmusekurs geht, schaut&#8217;s gut aus. Wenn die SPÖ gewinnt, die den Verein als sinnlos von Steuergeld künstlich am Leben gehaltenen Haider-Prestigeobjekt sieht, wird man sehr wahrscheinlich, wie der alte FC Kärnten, ausgehungert. Soll heißen: Die fehlende Million Euro wird nicht aufzutreiben sein, damit die Lizenz nicht zu bekommen. Dennoch muss der Trainer/Manager mit aller Macht versuchen, jetzt schon an einer brauchbaren Mannschaft für die nächste Saison zu basteln (so es denn eine gibt). Und das alleine ist schwer genug.<br />
Mit Torjäger Adi und Flügelflitzer Wolf haben die Klagenfurter im Winter schon die Spieler verscherbelt, die noch Geld in die Kassen spülen. Im Sommer sind mit Haris Bukva, Manuel Weber und Manuel Ortlechner die nächsten Stützen weg. Und bei jeder Menge anderen Spielern laufen die Verträge ebenso aus. Jetzt muss einerseits geschaut werden, wer bleibt, andererseits aber genauso versuchen, adäquaten und leistbaren Ersatz dazu zu bewegen, auf das womöglich sinkende Schiff aufzuspringen. Im Winter hat das mit Altachs verstoßenem Stürmer Jagne (26), den bei der Austria gescheiterten Sand (21), Schinkels-Protegé Salvatore (23) und dem brasilianischen Innenverteidiger Zé Adriano (23) geschafft.<br />
Was für ein Glück für Schinkels, dass sportlich nichts mehr anbrennen kann. Mit einem erstaunlich guten Herbst im Rücken kann er zumindest die unmittelbar bevorstehenden sportlichen Aufgaben mit großer Gelassenheit entgegenblicken. Wann auch immer die ersten Spiele stattfinden &#8211; schließlich fehlt im Wörtherseestadion die Rasenheizung. Und da es sich um einen Neubau handelt, sind Sanktionen der Bundesliga nicht auszuschließen&#8230; <strong>Prognose: Sportlich wird Kärnten nicht mehr in Gefahr kommen. Viel spannender wird die wirtschaftliche und politische Seite.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/8287/riedmx4.jpg" border="0" alt="" /><strong><em> Sir Pauls erste volle Vorbereitung</em></strong><br />
Im Sommer übernham Paul Gludovatz sehr kurzfristig das Traineramt bei den Riedern. Die Vorbereitung fiel noch in die Verantwortlichkeit von Georg Zellhofer und Gludovatz&#8217; Co Gerhard Schweitzer. Die Mannschaft, vor der Zellhofer mangels Qualität die Flucht ergriff, überwintert meilenweit von jeder Abstiegsangst entfernt auf einem sicheren Mittelfeldplatz &#8211; auch dank des ausgeklügelten taktischen Konzepts, das der alte Fuchs Gludovatz seiner Mannschaft verordnete, die damit vor allem im eigenen Stadion einige Gegner auf die Hörner nahm. Nun kann der Burgenländer für die Frühjahrssaison seine erste echte, volle, eigene Vorbereitung durchziehen.<br />
Einige der vor allem jungen Generation sind dabei ziemlich ins Schwitzen gekommen, haben etwas derart Intensives noch nicht miterlebt. Mit etwas Personalsorgen wird Ried jedoch in die Rückrunde gehen. Der Abgang von Andi Ulmer wurde zwar finanziell einigermaßen vergütert, für ihn soll Kujabi in die mittlere Dreierreihe im Rieder 3-3-3-1 zurückwandern. Für den linken Platz in der vorderen Reihe holten sich die Innviertler den Yeray Ortega (29) aus der dritten spanischen Liga, aus der sie schon Knipser Nacho Ortiz ausgegraben haben. Die Abgänge von Daniel Toth und Daniel Hofer betreffen zwar nicht die Stammformation, aber nun fehlt es etwas an Alternativen.<br />
Die frei werdenden Plätze wurden mit jungen Spielern aus der Akademie und der Reservemannschaft aufgefüllt. Natürlich wissen die Rieder: In den Abstiegskampf würden sie nicht mal mehr zurückrutschen, wenn sie überhaupt keine Punkte mehr machen würden. Darum wird es im Frühjahr darum gehen, mit dem Weitblick eines Gludovatz schon jetzt zu schauen, wer das Zeug hat, über den Sommer hinaus die Vorstellungen des Trainers umzusetzen. An welchen Positionen es noch fehlt, wo nachgebessert werden muss. Und natürlich auch zu versuchen, die Abwehrstützen Burgstaller, Stocklasa und Brenner zu halten &#8211; sie sind die einzigen Leistungsträger, deren Verträge im Sommer auslaufen. <strong>Prognose: Da das Umfeld bei Ried wesentlich unproblematischer ist als in Klagenfurt, wäre ein fünfter Endrang keine Überraschung.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/3319/laskyf4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ruhe, bitte!</em></strong><br />
Während in Ried beinahe langweilige Ruhe herrscht, war der LASK auch in diesem Winter der Traum jedes Boulevard-Journalisten. Kaum eine Woche verging ohne neue Meldung, bei der Fans und Beobachtern die Tränen kamen &#8211; sei es vor Lachen, oder vor lauter Unverständnis über den Sauhaufen, als der sich die Linzer präsentierten.<br />
Da wurde Flo Klein schon von Testspielen ausgeladen, weil &#8220;der Transfer zu Frosinone eh schon fix&#8221; wäre, nur um selbigen Transfer im letzten Moment doch noch platzen zu lassen. Die Forderung der Linzer, an einem Weiterverkauf beteiligt zu werden, wiesen die Italiener zurück. So bleibt dem LASK statt einer mittelmäßig hohen Ablösesumme im Winter nur die deutlich geringere Ausbildungsentschädigung im Sommer und ein Spieler, den man in wenigen Monaten dennoch los ist, und jetzt eigentlich gar nicht mehr wirklich weiß, was man mit ihm anfangen soll. Da wird dann noch Hoffnung Thomas Piermayr zu den Amateuren zwangsversetzt, weil er sich weigert, seinen in anderthalb Jahren (!) auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern.<br />
Da verschreibt man sich im Spätherbst dem Fördern eigener Jung-Talente, um nach ansehnlichen Achtungserfolgen dieser Burschen den abgewrackten Roman Wallner (27), den in Altach vor einem halben Jahr nicht ohne Grund aussortierten Abwehrspieler Pablo Chinchilla (30) und den simbabwischen Mittelfeld-Spieler Justice Majabvi (24) zu holen. Die Folge ist ein veritables Gedränge im zentralen Mittelfeld, wo nun acht Spieler um zwei Plätze rittern.<br />
Zudem wurde in der Führungsetage die Notbremse gezogen: Ehe der im Herbst (einmal mehr) mit seinen Aussagen wild Amok laufende LASK-Boss Peter-Michael Reichel noch größeren Schaden anrichten kann, wurde mit dem ehemaligen Bundesliga-Chef Reinhard Nachbagauer ein beruhigendes Ventil als Geschäftsführer installiert. Eigentlich wäre der Frühling jetzt mangels sportlicher Gefahren und Ambitionen eine schöne Gelegenheit, wieder etwas Ruhe einkehren zu lassen. Aber der LASK wäre nicht der LASK, wenn er diese Chancen nützen würde. <strong>Prognose: Die Linzer werden kaum vor Ried ins Ziel kommen. Das sollte die einzige sportliche Sorge der Linzer sein, denn nach hinten brennt im Normalfall nichts mehr an.</strong></p>
<p><img src="http://img57.imageshack.us/img57/9558/ksvlogodg1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Bruchlandung voraus?</em></strong><br />
Es war verdächtig ruhig, in diesen Wintermonaten in Kapfenberg. Der monströs große Kader wurde um einige Reservisten verkleinert, vom sich gerade im Wachkoma befindenden Nachbarn aus Leoben sicherten sich die Falken die Dienste der Stürmer Deni Alar (19) und Srdjan Pavlov (25). Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn die 24 Tore in den ersten 22 Spielen waren nicht gerade eine überzeugende Quote. Die Frage ist nur, ob die beiden Spieler, die selbst in der Ersten Liga noch nicht lange zum Stammpersonal gehört hatten, im Bundesliga-Abstiegskampf wirklich weiterhelfen können. Denn auch, wenn Kapfenberg fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz hat, wirklich viel mit Bundesliga-Niveau hatten einige Auftritte des Aufsteigers nicht zu tun. In Klagenfurt fingen sie sich sechs Stück ein, in Salzburg gleich sieben. Drei der fünf Punkte Vorsprung haben sie zudem der mangelnden Berufsauffassung der Salzburger Bullen zu verdanken, die sich von Kapfenberg eine völlig lächerliche 2:5-Pleite andrehen ließen.<br />
Ansonsten sind es vor allem die beiden direkten Konkurrenten, gegen die das Team von Werner Gregoritsch das Punktekonto auffetten konnte: Sechs Punkte gegen Mattersburg, drei gegen Altach &#8211; zählt man die drei Punkte aus Salzburg dazu, bleiben noch exakt sechs Punkte (darunter genau ein Sieg) aus den 14 restlichen Spielen. Und das reicht natürlich nicht annähernd, sollten Mattersburg und Altach ihre Möglichkeiten in den verbleibenden Spielen halbwegs an den Tag legen können, denn diese beiden sind (jetzt) jederzeit in der Lage, auch mal ein Team von Platz sieben aufwärts zu schlagen. Woran Kapfenberg vor allem krankt: Die grundsätzliche Spielanlage, gut zu stehen und mit Kampfkraft dagegen zu halten, ist für einen Aufsteiger zwar legitim, 49 Gegentore torpedieren diesen Plan aber gehörig. Nach vorne fehlt das spielerische Element, auch mal mit besseren Mannschaften mithalten zu können. Und so werden Erfolgserlebnisse auch im Frühjahr eher selten sein. <strong>Prognose: Läuft es halbwegs normal, steigt Kapfenberg ab.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/1107/mattersburgag0.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Charaktersache</em></strong><br />
Unglaubliche 15 Spiele ist Mattersburg nun schon sieglos &#8211; die längste Serie seit den 25 Spielen von Austria Lustenau in deren Abstiegsjahr 1999/00. Dass Trainer Franz Lederer noch im Amt ist, liegt wohl nur am guten persönlichen Einvenehmen mit Klub-Boss Pucher &#8211; und der Tatsache, dass Mattersburg trotz der schwarzen Serie nicht nur voll dabei sind im Kampf um den Klassenerhalt &#8211; sondern nicht einmal Letzer sind. Das Glück der Burgenländer, dass Altach und Kapfenberg auch nicht entscheidend besser agieren, wird sich aber nicht in gleichem Maße im Frühjahr fortsetzen lassen.<br />
Darum ist es unbedingt notwendig, dass sich in Mattersburg keiner mehr vor der Realität verschließt, und die heißt nun mal Abstiegskampf. Sicher ist, dass auch ohne Didi Kühbauer und dem in Deutschland auftrumpfenden Christian Fuchs der Kader absolut stark genug ist, um im Rennen gegen den letzten Platz zu bestehen. Ein Michael Mörz ist zwar kein Thema mehr im Nationalteam, Bundesliga-Format hat er aber. Genauso wie die meisten anderen im Team. Der Klassenerhalt wird aber, trotz der Erfahrung im Kader, nur dann gelingen können, wenn sich die Mannschaft auf das Sportliche konzentriert, und nicht immer wieder unnötige Nebenschauplätze eröffnet. Ilco Naumoski ist da in erster Linie gefordert, sich zurückzunehmen &#8211; seine Ego-Trips haben Mattersburg schon einiges an Punkten gekostet.<br />
Mithelfen beim Unternehmen Klassenerhalt sollen auch zwei Slowaken: Mittelfeld-Aktuer Stanislav Velicky (27) kommt vom slowakischen Spitzenteam Artmedia Bratislava, der 1.88m große Stürmer Robert Ujcik (19) aus der Jugend von Derby County. Im Gegenzug trennten sich die Burgenländer von Blondschopf Csaba Csizmadia und Akos Kovrig &#8211; ansonsten müssen es diejenigen richten, die den neuten Platz im Herbst zu verantworten haben. <strong>Prognose: Zerfleischen sich die Mattersburger nicht selbst, bleiben sie drin. Blöd spielen dürfen sie sich aber nicht.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/7799/altachvg2.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Kaufrausch, auf wessen Kosten auch immer</em></strong><br />
Wer hat&#8217;s bezahlt? Das ist die große Frage aller Fragen, wenn es um die umfassenden Transfertätigkeiten des Schlusslichts im Winter geht. Denn nicht nur, dass die Altacher viel eingekauft haben &#8211; nein, was sich da nach Vorarlberg lotsen ließ, hat (zumindest auf dem Papier) richtig Qualität. Tomas Jun (26) war schon tschechischer Teamspieler, Torschützenkönig und Spieler des Jahres, wurde von Teplice ausgeliehen. Der Montenegriner Srdjan Radonjic (27), der sein Sturmpartner sein wird, war vor zwei Jahren erfolgreichster Torjäger der serbischen Liga, trug ebenso schon den Teamdress. Rechtsverteidiger Olubayo Adefemi (23) holte mit dem nigerianischen Team Silber bei Olympia in Peking, kommt von Rapid Bukarest.<br />
Zellhofer-Spezi Pepi Schicklgruber (41) soll im Tor verhindern, dass der Gegentorschnitt weiterhin bei drei pro Spiel liegt. Vor ihm soll unter Anderem Ousman Sonko-Pa (24) aufräumen &#8211; der Teamspieler aus Gambia kommt von den Salzburger Jungbullen. Markus Kiesenebner (29), der auch verletzungsbedingt in Norwegen keinen Fuß auf den Boden brachte, soll das Mittelfeld zusammenhalten und mit seinen Gewaltschüssen für Gefahr sorgen. Und ob schließlich Horst Freiberger (23), von den Rapid Amateuren gekommener Stürmer, viel zum Spielen kommen, darf angesichts der neuen Konkurrenz durchaus bezweifelt werden.<br />
Wie auch die Aussichten auf deutliche Besserung in der im Herbst kaum regionalligatauglichen Defensive eher düster sind &#8211; denn hier wurde nur mit dem Gambier Sonko nachgebessert, der den Nachweis von Bundesliga-Format bei den Jungbullen noch nicht erbringen konnte. Und mit Adefemi natürlich, dessen Arbeitserlaubnis aber noch auf sich warten lässt &#8211; weshalb die Vorarlberger kurz vor dem Start noch die Dienste des vereinslosen Serben Slavoljub Djordjevic (28) sicherten. Ja, und woher kam es nun, das Geld? Wirklich nur von den nicht fälligen Punkteprämien im Herbst und dem aufgelösten Fuchsbichler-Vertrag? Kaum vorstellbar. Half wirklich Franz Grad seinem guten Freund Zellhofer aus, um ihm mit Altach die schnelle Flucht aus dem Keller zu ermöglichen? Alle dementieren das, aber was sollen sich auch sonst tun. Tatsache ist jedoch: Die Neuen, wer auch immer sie bezahlt haben mag, heben das Niveau vor allem in der Offensive der Mannschaft schon deutlich. Und wenn das heißt, notfalls vier Tore zu schießen, wenn man hinten drei bekommt, soll das dem neutralen Beobachter durchaus recht sein.<strong> Prognose: Fangen sich die Altacher entscheidend weniger Gegentore ein als vor der Winterpause, sollte dem Klassenerhalt nichts mehr im Wege stehen.</strong></p>
<p>(phe)</p>
<p><em>Foto: <a href="http://flickr.com/photos/valter/512695175/sizes/o/">Valter Jacinto | Portugal</a> (CC2.0 BY-NC-SA)</em></p>
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		<title>Kurzsicht.</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/01/14/kurzsicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 11:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem demnächst beginnenden letzten Saisondrittel (das seltsamerweise schon am dritten Frühjahrsspieltag beginnt), ist klar: Der sportliche Absteiger wird sich im Trio Mattersburg/Kapfenberg/Altach finden. Das hat sich schon geraume Zeit angedeutet und ist an sich keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Es gibt jedoch gewisse Faktoren, die symptomatisch sind. Da wären vorrangig einmal die Verträge. Bei Altach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Vor dem demnächst beginnenden letzten Saisondrittel (das seltsamerweise schon am dritten Frühjahrsspieltag beginnt), ist klar: Der sportliche Absteiger wird sich im Trio Mattersburg/Kapfenberg/Altach finden. Das hat sich schon geraume Zeit angedeutet und ist an sich keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Es gibt jedoch gewisse Faktoren, die symptomatisch sind.<br />
<span id="more-1162"></span></p>
<p class="MsoNormal">Da wären vorrangig einmal die Verträge. Bei Altach laufen im Sommer 16 Verträge aus, in Kapfenberg gar 21 – die Falken stünden im Extremfall mit 3 Abwehrspielern, 5 Mittelfeld-Akteuren und zwei Stürmern da (von denen einer 37 Jahre alt und nebenbei noch Sportdirektor ist). Und ob alle verbleibenden Spieler auch gültige Verträge für die Erste Liga hätten? Bei einem dezidierten Abstiegskandidaten wie Kapfenberg wäre dies zwar logisch, aber das heißt in Österreich ja bekanntlich nichts.</p>
<p class="MsoNormal">Natürlich: Bleibt Kapfenberg in der Liga, wird die Verlängerung der meisten Verträge wohl nur Formsache sein. Aber im Abstiegsfall droht eine wahre Implosion. So gut wie keiner der dann ablösefreien Spieler würde wohl beim Klub bleiben, kaum einer der Leistungsträger würde Kapfenberg die Treue halten, sollte auch nur ein halbwegs brauchbares Angebot kommen. Kapitän und Abwehrchef Taboga, der als einer der wenigen beständiges Bundesligapotential hätte, ist ziemlich sicher ebenso weg wie Mittelfeld-Motor Liendl. Kapfenberg müsste eine komplett neue Mannschaft aus dem Boden stampfen, und bei regionaler Konkurrenz wie dem GAK, Gratkorn und Sturm werden wohl nur Restposten für diese Mannschaft mit begrenzter Zukunftsprognose übrig bleiben. Da hatte es beispielsweise Wacker Innsbruck viel leichter, sie konnten de facto ungehindert ganz Tirol abgrasen. Kapfenberg wäre sportlich ruiniert.</p>
<p class="MsoNormal">Ähnlich die Situation in Altach. Freilich, so wie sich die meisten Spieler im Herbst präsentiert haben, würde sich der Verein ohnehin nicht noch länger von ihnen quälen lassen. Aber gerade die Altacher zeigen in ihren Unzulänglichkeiten auch die sportliche Führung betreffend fast beneidenswerte Konsequenz. Erfolgstrainer Streiter wollte man die Aufstellung diktieren, der bayerische Grantler Bender war ein hervorragender Sprücheklopfer, aber ein erstaunlich schlechter Trainer, Heinz Fuchsbichler ließ man den Trainer machen, obwohl er sowohl bei FC Lustenau als auch bei Austria Lustenau in selber Funktion schon grandios gescheitert war, und den ungemütlichen Schönenberger entließ man, weil er es gewagt hatte, schon im Herbst in Blickrichtung Frühjahr zu trainieren und sich die Spieler dadurch gegängelt fühlten – wohlgemerkt, einen Monat nach dem letzten Spiel im Herbst. Dass mit Georg Zellhofer ein Trainer geholt wurde, der in den letzten Jahren genau gar nichts erreicht hat, offenkundig nicht mit jungen Spielern kann, und er sich vor einem halben Jahr zu gut war, sich mit Ried in den drohenden Abstiegskampf zu stürzen, passt ins Bild.</p>
<p class="MsoNormal">Zumindest am Vertragssektor steht Mattersburg am Besten aus dem Trio da. Nur fünf Verträge enden im Sommer, kaum einer davon von echten Leistungsträgern. Wenn man schon nach 15 sieglosen Spielen am vorsintflutlichen Trainer festhält, so hat man wenigstens dafür gesorgt, dass die Spieler bei einem Klassenerhalt einen sicheren Job haben. Bei dem Kader der Burgenländer – wohl der beste der drei Kandidaten – kann das durchaus ein entscheidender Faktor sein.</p>
<p class="MsoNormal">Aber nicht nur zwei der drei Vereine im Abstiegskampf müssen die Sünden der Vergangenheit jetzt ausbaden. Frenkie Schinkels beschwerte sich zuletzt lautstark darüber, dass bei der Geburt des Retortenklubs fast ausschließlich Zwei-Jahres-Verträge vergeben wurden. Die natürlich allesamt jetzt auslaufen. Das doppelte Glück der Kärntner: Zum einen die komfortable Tabellenposition zur Winterpause, und zum anderen ein Trainer bzw. Sportdirektor, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich den jetzt schon feststehenden Klassenerhalt zunutze macht, rechtzeitig den drohenden Schaden zu begrenzen. Sprich: Mit Leistungsträgern verlängern (wie Schranz und Junuzovic, evtl. auch Ortlechner); Spieler, die im Winter Geld in die Kassen spülen, jetzt schon verscherbeln (wie Adi und Wolf); und sich hauptsächlich darauf konzentriert, Spieler für die kommende Saison zu scouten. Also, derb gesagt, auf die Ergebnisse im Frühjahr zu scheißen, weil eh nix mehr passieren kann, aber dafür nicht im Sommer in Panik ausbrechen müssen, weil plötzlich keine Spieler mehr da sind. Er macht also überspitzt formuliert genau das, wofür Schönenberger in Altach entlassen wurde.</p>
<p class="MsoNormal">Einen ähnlichen Weg geht auch der LASK – mit dem Unterschied, dass die Linzer jetzt schon auf ein Reservoir aus hervorragenden Jungkickern zurückgreifen können. Spieler wie U20-Held Zaglmair, der junge Hamdemir, der grandios veranlagte Höltschl, der schon jetzt im Bundesliga-Kader etablierte Piermayr und Außenverteidiger Hart werden im Frühjahr, wie sich schon in den letzten Herbst-Spielen angedeutet hat, vermehrt zum Einsatz kommen. Talent Emanuel Schreiner wurde zu Austria Lustenau verliehen, um sich die Spielpraxis dort zu holen. Dazu bestehen bei einigen der auslaufenden Verträgen schon jetzt klare Tendenzen: Baur hört auf, Klein und Hoheneder werden wohl gehen, ebenso wie der dauerverletzte Wendel und der zum Zweiergoalie degradierte Cavlina. Schließlich weiß auch Klaus Lindenberger, dass 30 Punkte sicher zum Klassenerhalt reichen werden, womöglich schon die 25, die derzeit auf dem Linzer Konto sind. Was Schinkels und Lindenberger eint: Das Wissen, dass es komplett wurscht ist, ob man am Saisonende Fünfter oder Siebenter ist.</p>
<p class="MsoNormal">Ein Luxus, den die Abstiegskandidaten natürlich nicht haben. Aber ein Zeichen, dass es manche Vereine in Österreich begriffen haben – und andere nicht.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1162&amp;md5=062b97d45509f2dbb4a87bbf2f452259" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die dreigeteilte Bundesliga &#8211; Teil 3/3</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/12/03/die-dreigeteilte-bundesliga-teil-33/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 09:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir schon die Spitzengruppe und das Mittelfeld beleuchtet haben, ist nun im letzten Teil unserer kleinen Serie der Tabellensüden an der Reihe. Da, wo keiner hin will, sind diesmal wenig überraschend Kapfenberg und Altach gelandet – also jene zwei, die schon vor der Saison als die wohl schwächsten Vertreter der Liga galten. Und Mattersburg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Nachdem wir schon die Spitzengruppe und das Mittelfeld beleuchtet haben, ist nun im letzten Teil unserer kleinen Serie der Tabellensüden an der Reihe. Da, wo keiner hin will, sind diesmal wenig überraschend Kapfenberg und Altach gelandet – also jene zwei, die schon vor der Saison als die wohl schwächsten Vertreter der Liga galten. Und Mattersburg.<br />
<span id="more-1144"></span><br />
Die Grün-Weißen aus dem Burgenland waren zwar von Haus aus kein Kandidat mehr für die obere Tabellenhälfte. Aber dass es in <strong>Mattersburg</strong> so weit nach hinten geht, hätte dann doch niemand so richtig vermutet. Woran liegt’s? Nun, das ist schnell beantwortet. Mittelfeld-Turbo Christian Fuchs, der sich in der deutschen Bundesliga schon durchaus einen respektablen Namen gemacht hat, fehlt an allen Ecken und Enden. Sein Schwung im Angriffsspiel ist vom jungen Manuel Seidl schlicht (noch?) nicht zu ersetzen. Und auch das Karriereende von Didi Kühbauer riss einen Krater in das Mattersburger Mittelfeld. Hinzu kommt natürlich, dass vom unbeholfenen Trainer Lederer nicht adäquat darauf reagiert werden kann (weil er schlicht nicht dazu in der Lage ist), Michl Mörz kein Kapitän ist (was er mit der Übertragung des Amtes an Carsten Jancker aber wenigstens eingesehen hat) und Ilco Naumoski jeden Tag noch wahnsinniger wird. Und mental spielt sicherlich auch die Zuschauersituation eine Rolle: Peitschten einst über 10.000 Leute pro Spiel die Burgenländer selbst gegen Wörgl und den FC Lustenau zum Aufstieg, wollen fünf Jahre später nicht mal ein Drittel davon Salzburg, Sturm und die Austria sehen. Leere Ränge haben im Abstiegskampf noch niemandem geholfen.</p>
<p class="MsoNormal">Über leere Ränge kann sich <strong>Altach</strong> zumindest nicht beschweren. Das Schnabelholz ist beständig ebenso voll wie das eigene Tor nach den Spielen. Unfassbare 58 Gegentore (in Worten: Achtundfünfzig) haben die Vorarlberger schon geschluckt – sie befinden sich damit auf Kurs 100 Gegentore (was seit Neusiedl vor 24 Jahren keiner mehr geschafft hat). Damit hätte man selbst in der Ersten Liga schwerwiegende Probleme. Nicht zuletzt beim 1:8 in Hütteldorf schüttelte selbst der Premiere-Kommentator in einer Mischung aus Mitleid und Schock nur noch den Kopf. Das ist sicherlich der Punkt, an dem der (sicherlich sehr fähige) Trainer Longo Schönenberger im Winter ansetzen wird müssen. Zugegeben, dass das für neue Spieler vorgesehene Geld im Sommer in das Stadion und die Infrastruktur geflossen ist, darf langfristig als richtige Maßnahme gelten. Doch die Neuen, die dann doch kamen, erwiesen sich fast alle als veritabler Flop. Die vier Defensiv-Leute Mimm, Stückler, Sereinig und selbst Pircher stehen allesamt seit Monate total neben sich, Zé Elias trägt nur (wenn überhaupt) das gelbe Trikot spazieren&#8230; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gut für Altach, dass sich zumindest Risiko-Transfer Ailton bezahlt macht – und der junge Matthias Koch einige Talentproben ablieferte. Außerdem stehen Kapfenberg und Mattersburg kaum besser da, und von den dreien hat Altach mit Sicherheit den besten Trainer der drei Kandidaten.</p>
<p class="MsoNormal">Denn dass <strong>Kapfenberg</strong>-Trainer Werner Gregoritsch mehr der geborene Heißmacher als der gewiefte Taktiker ist, wissen wir nicht erst sein gestern. Darum fällt es auch schwer, den achten Tabellenplatz, auf dem die Steirer stehen, als eigenen Erfolg zu verbuchen – weil es eher der Schwäche der anderen geschuldet ist. Freilich: Am Ende ist das egal. Denn obwohl Kapfenberg mit spielerischen Mitteln in keinster Weise mithalten kann, kämpferisch wissen die Obersteirer durchaus auch Stärken auf ihrer Seite. Dennoch bleibt es dabei: Kapfenberg kann nur dann in der Bundesliga bleiben, wenn die anderen beiden Konkurrenten im Frühling ihr Potential nicht ausschöpfen (also der Trainer in Altach und die Bundesliga-Erfahrung in Mattersburg). So ist es für den designierten Abstiegskandidaten Nummer eins zwar schön, immer noch gut im Rennen zu liegen. Aber es braucht sicherlich einer Steigerung, um am Ende nicht den Abstiegsplatz zu belegen.</p>
<p class="MsoNormal">Das war sie also, die dreiteilige Rückschau auf die bisherige Bundesligasaison. Begeben wir uns nun geistig schön langsam in die Winterpause und harren wir der Dinge, die da in der zweiten Saisonhälfte noch auf uns warten!</p>
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		<title>Die Ballverliebt-Bundesligavorschau</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 11:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur neun Tage nach dem Finale der sportlich hochklassigen Europameisterschaft werden wir recht abrupt wieder auf den harten Boden der deprimierenden Tatsachen zurückgeholt: Schon am kommenden Dienstag stehen sich im Eröffnungsspiel zur neuen Saison das ausgeblutete Sturm und Meister Rapid gegenüber. Zehn Teams wollen Meister werden, in den UEFA-Cup kommen, oder nicht absteigen. Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur neun Tage nach dem Finale der sportlich hochklassigen Europameisterschaft werden wir recht abrupt wieder auf den harten Boden der deprimierenden Tatsachen zurückgeholt: Schon am kommenden Dienstag stehen sich im Eröffnungsspiel zur neuen Saison das ausgeblutete Sturm und Meister Rapid gegenüber. Zehn Teams wollen Meister werden, in den UEFA-Cup kommen, oder nicht absteigen. Was ist für diese zehn Teams möglich?</p>
<p><span id="more-242"></span><img src="http://img113.imageshack.us/img113/1990/rapidmq5.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Rapid Wien</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Wer hätte das gedacht? Rapid holte den Titel, baute den Rekordmeister-Status mit der 32. Meisterschaft aus. Die Grünen waren zur Stelle, als die haushohen Favoriten aus Salzburg immer wieder Punkte liegen ließen. Und das, obwohl Trainer Pacult ob seinem umstrittenen (und zuweilen kommunikationslosen) Umgang mit der Mannschaft kein uneingeschränkter Publikumsliebling ist. Zudem bot seine Mannschaft, taktisch betrachtet, Steinzeit-Fußball und der Titel wurde nicht eingefahren, weil man so gut war, sondern die Konkurrenz so schwach. So oder so: Wirbelwind Ümit Korkmaz spielte sich mit seiner starken Saison in den EM-Kader und in die deutsche Bundesliga, ist somit der ganz große Gewinner des Jahres. Auch Angriffs-Hüne Maierhofer, das &#8220;Phantom von Hütteldorf&#8221;, holte sich nach missglückten Abstechern nach Koblenz und Fürth wieder Selbstvertrauen, Kapitän Hofmann nützte die im gewährten Freiheiten ebenso. Doch ist beim Meister nicht alles friedlich: Pacult stänkerte schon lautstark in Richtung der sportlichen Führung, weil neben Korkmaz auch Bazina abgegeben wurde, auf der anderen Seite aber kaum adäquater Ersatz geholt wurde &#8211; Marcel Ketelaer ist das nämlich sicher nicht, und ob sich Zweitliga-Torschützenkönig Gartler nun doch beim Meister durchsetzen kann, ist längst nicht sicher. Zudem fällt Torhüter Payer wegen der Erkrankung, die ihm auch die EM-Teilnahme kostete, mindestens bis Winter aus. Als Ersatz wurde Georg Koch geholt &#8211; wenn Payer zurückkommt, ist zwischen Sturkopf Koch und Sturkopf Payer der Konflikt vorprogrammiert. Dem Meister steht eine Saison voller Fallen bevor, die es zu meistern gilt. <strong><em>Titelfavorit sind die Grünen sicher nicht &#8211; eine UEFA-Cup-Qualifikation muss das realistische Ziel sein.<br />
<span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/4836/salzburgbx1.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>Red Bull Salzburg</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Mit den Bullen verhält es sich so ein wenig wie mit den Bayern: Auch, wenn sie einmal ein Jahr nicht Meister werden, sind sie in der neuen Saison dennoch klarer Favorit. Die Salzburger haben sich in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll selbst geschlagen, das 0:7-Desaster gegen Rapid auf heimischem Kunstrasen ist dafür ein Spiegelbild. Mit großen Ambitionen gestartet, es folgte der schnelle Rückschlag &#8211; und die Selbstaufgabe, sobald es schwierig zu werden drohte. Trapattoni schaffte es nicht mehr, in seiner Legionärstruppe das nötige Feuer zu entfachen. Nun versucht sich nach Defensiv-Apostel Trap ein neuer Mann an der Kommandobrücke: Der Holländer Adriaanse versprach den Offensivfußball, den Verein und Fans sehen wollen. Vom ebenso angekündigten österreichischen Weg ist indes nicht viel zu sehen. Viel mehr mutierte Salzburg im Sommer zu einer Art &#8220;Barcelona für Arme&#8221;, nämlich eine echte Holland-Filiale. Nach dem verpatzten letzen Jahr ohne Meisterschaft und ohne Champions League-Qualifikation steht Adriaanse aber nicht unter Erfolgsdruck &#8211; sondern unter Erfolgszwang. Der Meistertitel, und nichts anderes, zählt. Und natürlich endlich auch überzeugende Auftritte auf europäischer Ebene, nachdem in den letzten beiden Jahren jeweils schon im September das Kapitel Europacup erledigt war. Außerdem will das große Stadion gefüllt werden: Denn nach dem langen Hickhack um Rückbau oder Nicht-Rückbau steht nun fest, dass der für die EM erfolgte Stadionausbau bestehen bleibt. Und da in der Meisterschaft das Stadion praktisch nie voll zu bekommen ist, müssen die Bullen umso mehr nach der Champions League trachten. <em><strong>Alles andere als der Titel ist daher nicht akzeptabel, und auf dem Weg dahin können sie sich wieder nur selbst schlagen.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/8526/austriaqc7.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>FK Austria Wien</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Eine neue Saison, eine neue Ära &#8211; also alles wie immer am Verteilerkreis&#8230; Wieder kennt man bei der Austria das Wort &#8220;Kontinuität&#8221; nur vom Hörensagen, wieder bekommt die Mannschaft ein völlig neues Gesicht. Was diesmal aber auch im verstärkten Maße an Frank Stronach liegt: Der &#8220;Big Spender&#8221; vergangener Tage holte sich gleich vier Spieler, zum Teil echte Stützen, zu seinem Projekt in der 2. Liga; der von Salzburg geliehene Teamverteidiger Gercaliu muss du den Bullen zurück, den schlampigen Lasnik zieht es nach Deutschland. Dafür schließt sich auf der Trainerbank ein Kreis: Austria-Legende Karl Daxbacher, einst vielfacher Meister und Europacupfinalist mit den Violetten, konnte zu einer Rückkehr bewegt werden. Und das, obwohl er bei seinem alten Verein, dem LASK, im Wort stand: Der Rosenkrieg zwischen LASK und Austria um den Trainer war wochenlang das Lieblingsthema der Presse. Nun ist Daxbacher also wieder in Wien, und er wird alle Hände voll zu tun haben, aus dem einmal mehr neu zusammen gewürfelten Haufen zu eine schlagkräftigen Truppe zu machen. Die Liste der Neuen lässt vermuten, dass der Fußball bei der immer eher als &#8220;elegant&#8221; bekannten Austria künftig gearbeitet werden soll. Hattenberger ist ein Kämpfer im defensiven Mittelfeld, Krammer eine Arbeitsbiene auf der Außenbahn, U20-Held Madl ein humorloser Verteidiger &#8211; nur Mario Bazina, von Rapid geholt, steht für echte Kreativität, und an ihm wird wohl auch die Hauptlast der Angriffsarbeit hängen bleiben. Mössner wird sich erst beweisen müssen, und ober der Chinese Sun Xiang viel mehr als ein Werbegag ist, werden wir ebenfalls erst sehen. Eine Meistermannschaft hat die Austria wohl eher nicht beisammen, <strong><em>viel mehr als der Kampf um die internationalen Plätz wird für die Violetten in dieser Saison kaum drin sein.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/7169/sturmuj6.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Sturm Graz</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Auferstehung, Junge Revolution, Senkrechtstarter &#8211; wie auch immer man die letzte Saison der Grazer nennt, sie war einzigartig. Denn nur ein Jahr, nachdem der Verein auf dem Sterbebett lag, war Sturm Winterkönig. Und das mit der jüngsten Mannschaft der Liga! Sturm-Urgestein Foda (der Deutsche geht in seine zwölfte Saison in Graz) formte aus einigen hochtalentierten Spielern wie Säumel, Prödl und Salmutter eine gewachsene Truppe, die wohl den schönsten und sicher den modernsten Fußball der Liga spielt. Aber: Im Frühjahr waren die im Herbst so erfrischend und locker aufspielenden Jungstars &#8211; mit Haas und Muratovic stehen nur zwei erfahrene Spieler im Kader &#8211; dem Druck nicht ganz gewachsen, rutschten noch ab. Am Ende wurde es ein dennoch respektabler vierter Platz, und damit die Qualifikation immerhin für den UI-Cup. Auf eine Wiederholung der letzten, starken Saison braucht man aber in dieser Form nicht zu hoffen: Zu groß ist der Aderlass, den die Grazer hinnehmen mussten. Kapitän Säumel wechselt wohl ebenso ins Ausland wie Abwehr-Turm Prödl, Salmutter wechselt innerhalb der Liga, Krammer ebenso, und auch Außenverteidiger Prettenthaler geht. Sturm steht also vor einem Neustart. Es gilt nun, zum einen die Neuzugänge schnell zu integrieren, und zum Anderen, weitere Talente aus dem riesigen Reservoir, das den Blackies zur Verfügung steht, an die Bundesliga heranzuführen. Der Kader ist immer noch gut genug, um nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Aber vom Meistertitel zu sprechen, wäre pure Träumerei: Auf die treuen Fans wartet also wohl oder übel ein Übergangsjahr &#8211; <strong><em>denn selbst für die UEFA-Cup-Plätze ist Sturm nicht gerade der heißeste aller Anwärter.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/1107/mattersburgag0.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SV Mattersburg</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">War&#8217;s das in Mattersburg? Sind die fetten Jahre bei den Burgenländern vorbei? Es deutet einiges darauf hin. Was sich letztes Jahr schon gezeigt hat, ist die zurückgehende Unterstützung der Fans. War Mattersburg 2003 in der Aufstiegssaison als Zweitligist der zuschauerstärkste Verein Österreichs, war man, was diese Wertung betrifft, in der vergangenen Saison nicht einmal annähernd in der oberen Hälfte der Bundesliga-Rangliste. Was jedoch noch viel schwerer wiegt: Mit dem alterswahnsinnigen Kühbauer (Karriereende) und dem schnellen Fuchs (Bochum) gehen das Herz und die Lunge der Mannschaft (Hirn hatte sie vorher schon keines). Wer soll die ersetzen? Gut, Lindström vom Absteiger aus Innsbruck, das sollte zumindest den Kühbauer-Abgang kompensieren (Lindström ist auch sicher nicht so oft gesperrt wie der Ex-Kapitän). Aber nun fehlen der Mannschaft die prägenden Figuren. Jancker wird nicht jünger und ist kein Antreiber, der auf dem Platz eher ruhige Mörz ist keine Führungsfigur, Cem Atan muss erst einmal seine privaten Probleme in den Griff bekommen. Hinzu kommt, dass Mattersburg seit jeher eine Mannschaft ist, die über die Härte kommt. Der Kader war ohnehin schon klein, und ohne Fuchs droht das Team noch mehr zur Tretertruppe zu verkommen, als es ohnehin schon ist. Wie will man die sich häufenden Sperren ausgleichen? Zwei Mal Cupfinale, Europapokal: Das war mal. Die in den letzten zwei Jahren schwächelnde Konkurrenz um die internationalen Plätze hat sich stabilisiert, dazu stellt der LASK eine objektiv deutlich bessere Mannschaft. Ohne Frage: Wenn es nicht von Anfang an läuft, droht Mattersburg der Abstiegskampf. Das Glück der Ostösterreicher: Die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg sieht so schwach aus, wie seit Jahren nicht mehr. <strong><em>Darum werden sie, auch wenn es knapp zu werden droht, zumindest heuer noch drinbleiben.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/3319/laskyf4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>LASK Linz</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Lange war sie eine Erfolgsgeschichte, die Rückkehr des LASK in die Bundesliga. Bis wenige Wochen vor Schluss waren die Linzer noch voll dabei im Titelrennen, aber nach dem 0:4 in Salzburg und spätestens nach dem 1:2 gegen Rapid ging es nur noch bergab. Es wurde der sechste Platz, der der Mannschaft auch vor der Saison schon zugetraut wurde. Ob die lange Stärkephase des LASK nun für die Linzer oder gegen die Liga spricht, steht dabei freilich auch einem ganz anderen Blatt Papier. Tatsache ist: Durch seine gute Saisonleistungen (und weil landauf, landab es viele Medien forderten) hüpfte sogar Oldboy Ivica Vastic noch auf den EM-Zug auf. Dort wurde er zwei mal eingewechselt, und war (wie kaum anders zu erwarten war) zwei mal absolut unsichtbar &#8211; mit der Ausnahme seines Elfmetertores. Auf nationaler Ebene reicht die Kraft noch für etwas länger als eine halbe Stunde, und außerdem ist er ja nicht der einzige alte Hase beim LASK. Vastic ist, genauso wie Abwehr-Boss Michael Baur, nur unwesentlich jünger als der neue Trainer, der eigentlich ein Teamchef nach englischem Vorbild sein soll: Andrej Panadic kommt auf ausdrücklichen Vorschlag von Vastic, der ihn aus gemeinsamen Tagen in Graz und in Japan kennt. Mit der Bestellung von Panadic zeigte Vastic zudem eindrucksvoll, wer im Verein wirklich das Sagen hat. Neben den erfahrenen Kräften konnten aber auch einige hoffnungsvolle Junge ihr Talent aufblitzen lassen: Niklas Hoheneder spielte in seiner allerersten Bundesligasaison alle 36 Spiele durch, Christoph Saurer löst bei seinem Ex-Verein Austria Wien (der Sauerer billig hergab) mit starken Leistungen Hinternbeißen aus, Florian Klein steht auf dem Wunschzettel der Salzburger. Der Blick geht nun schon ein wenig in die Zukunft beim LASK: Neben dem erfahrenen Markus Weissenberger, der nach zehn Jahren zurückkommt, wurden zudem die jungen Rasswalder (war in Kanada dabei) und Salmutter geholt, vom 16-jährigen Kroaten Budimir erwartet man sich auf Sicht auch einiges. <em><strong>Ein Mittelfeldplatz ist mit dieser Mannschaft das Minimum &#8211; vielleicht kann der LASK sogar um den UEFA-Cup mitspielen.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/8287/riedmx4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SV Ried</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">In einem sind sich alle einig: Die vergangene Saison war eine einzige Katastophe. Wie es Ried schaffte, am Ende immerhin Siebenter zu werden, ist nach dem Chaos-Jahr vielen aber unklar. Mit dem Abgang von Erfolgstrainer Helmut Kraft (der nach Innsbruck ging) fing die Provinzposse erst so richtig an. Mit Co-Trainer Weissenböck und Akademie-Trainer Schimpl wurde eine Doppelspitze auf der Trainerbank gebildet, nach der Winterpause war dann plötzlich nur noch Weissenböck der Coach, das alles begleitet von einer beispiellosen Negativ-Serie. Auswärts zeigte sich der Vizemeister von 2007 (wie das möglich war, wird wohl ein ewiges Mysterium bleiben) stets als williges Opferlamm ohne jede Gegenwehr. Und auch die Heimspiele waren selten überzeugend. Die Siege gegen Altach und Kärnten (die an diesen Tagen einfach noch schlechter waren) besiegelten den Klassenerhalt, aber die Situation wurde dadurch nicht entscheidend besser. Als drei Spiele vor Schluss dann Weissenböck noch gegangen wurde, kam Michael Angerschmid als &#8220;Übungsleiter&#8221; &#8211; die Ried-Legende übernahm nach seinem Rücktritt als Spieler vor einem Jahr die Bezirksliga-Amatuere der Rieder, und schlug ein Angebot aus der Landesliga aus, weil er sich für diese noch nicht reif fühlte&#8230; Das Ende vom Lied: Angerschmid wurde nach den letzten drei Saisonspielen wieder erlöst, und nun soll Georg Zellhofer die völlig neuformierte Mannschaft in ruhigere Fahrwasser leiten. Oder besser: Sollte! Denn schon vor dem ersten Spiel sagte Zellhofer auch schon wieder Auf Wiedersehen. Vier, fünf echte Stützen verlassen den Verein mit dem kleinsten Budget der Liga, Riesentalent Hackmair fällt lange verletzt aus, Spielmacher Drechsel ist gefühlt schon halber Rentner &#8211; und mit Stefan Lexa kommt nur ein namhafter Spieler hinzu, ansonsten holte man sich nur Leute aus der 2. Liga. Ob das gutgeht? <strong><em>Ried ist in jedem Fall ein ernsthafter Abstiegskandidat.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/7799/altachvg2.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SCR Altach</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Der Aufstieg der Altacher im Jahr 2006 war eine Sensation, der Klassenerhalt vor einem Jahr zu einem großen Teil auch dem massiven Punktabzug des GAK zu verdanken. Dass sich die Vorarlberger aber auch noch ein zweites Jahr in der Bundesliga halten konnten, ist schon erstaunlich. Umso mehr, da bis zur Winterpause &#8211; also zwei Drittel der vergangenen Meisterschaft &#8211; mit Manfred Bender ein Mann den Trainerposten innehatte, der sich sowohl bei der Mannschaftsführung als auch im Umgang mit den Medien als weitgehend unfähig erwies. Der bärbeißige Bender brach den sensiblen Leonardo (die Sensation des ersten Bundesliga-Jahres) endgültig, beschimpfte seine Mannschaft gerne auch über die Medien (&#8220;Diese Waschlappen könnten nicht mal meine Tochter ausspielen!&#8221;) und war überrascht, als er in der Winterpause die Tür gezeigt bekam. Das Spiel der Altacher war zwar vom uralten Roland Kirchler (der seine Karriere nun in der Regionalliga ausklingen lässt) abhängig, aber gegen die noch schwächere Konkurrenz war das mehr als genug. Nun geht Altach also in die dritte Bundesliga-Saison und Trainer Fuchsbichler bekam neben einigen Zweitligaspielern einen echten Kracher in seine Mannschaft: Zé Elias, einst Ballkünstler bei Inter Mailand und mehrfacher brasilianischer Teamspieler, soll dem biederen Spiel der Altacher etwas Glanz verleihen. Und, wenn möglich, den Abstieg ein weiteres Mal verhindern. Das Spielermaterial, mit dem Fuchsbichler operieren muss, ist zwar (abgesehen von Zé Elias, aber ob der wirklich spielen oder nur lässig das Bergpanorama genießen will, ist noch offen) nicht gut genug, um ans Mittelfeld zu denken. <em><strong>Aber dank drei bis vier weiterer äußerst ernsthafter Abstiegskandidaten könnte es auch diesmal etwas werden.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img296.imageshack.us/img296/4883/akrntenvq4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Austria Kärnten</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Das haben sich die politischen Entscheidungsträger, die den Retortenklub vor einem Jahr aus der Taufe gehoben haben, ganz anders vorgestellt! Statt mit GAK-Meistermacher Schachner um die Europacup-Plätze zu kämpfen, verpasste sich Schachner nach dem verunglückten 1860-Abenteuer die nächste herbe Delle in seiner Trainer-Karriere. Die Mannschaft, die unter Schachner nie eine war, quälte die erstaunlich zahlreich in die moderne Arena kommenden Zuschauer mit schlimmstem Anti-Fußball. Kaum waren die Kärntner am Tabellenende angekommen, wurde Schachner seines Traineramtes enthoben &#8211; seine Tätigkeit als Sportdirekter, die er sich erstritt, war dann nach der Winterpause dran. Als im Winter Frenkie Schinkels aus Sportdirektor geholt wurde, war allen klar: Der farblose Schachner-Nachfolger Klaus Schmidt war auf der Trainerbank nur eine Übergangslösung. Schnell setzte sich Schinkels, mit der Austria immerhin Meister von 2006, selbst auf die Bank und bald stellte sich der Erfolg ein: Schinkels ist kein gewiefter Taktiker, aber eine Stimmungskanone der Marke Klopp. Er schaffte es, die einzelnen Mannschaftsteile zu einer Einheit zu machen, die zwar immer noch nicht Fußball spielen konnte, aber immerhin kämpfte. Das reichte gegen die Innsbrucker, deren Mannschaft sich zur gleichen Zeit immer mehr voneinander entfernte. Nun soll der nächste Schritt nach vorne gemacht werden, und zwar etwas behutsamer, als mit der Holzhammer-Methode von vor einem Jahr. Ob das gelingt, hängt auch von der psychischen Komponente ab: Adam Ledwon, Kampfsau im defensiven Mittelfeld, nahm sich in der Sommerpause das Leben. Nur wenn dieser Verlust (menschlich wie sportlich war Ledwon eminent wichtig) schnell verkraftet wird, kann Kärnten etwas weiter nach oben schauen. <em><strong>Denn mit dem Kader können auch ohne die Vorkommnisse keine Bäume ausgerissen werden.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img57.imageshack.us/img57/9558/ksvlogodg1.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>Kapfenberger SV</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Unglaublich, aber wahr: Kapfenberg ist erstmals nach 41 Jahren wieder in der obersten Spielklasse vertreten. Dabei hätten die Obersteirer in der vergangenen Saison eingentlich Regionalliga spielen müssen! Immerhin sind sie 2007 Vorletzter der 2. Liga geworden und sind somit, zumindest sportlich, aus dieser abgesteigen. Doch die Lizenz-Entzüge von GAK und Admira rettete die Falken, sodass es doch in der 2. Liga weiterging: Als klarer Abstiegskandidat, versteht sich. Doch die Mannschaft spielte sich schon im Herbst in einen Lauf, den man ihr nie und nimmer zugetraut hätte. Im Winter waren es fünf Punkte Vorsprung auf die Verfolger &#8211; ein zu kleines Polster, da waren sich alle einig, denn diese Herbstsaison kann Kapfenberg nicht bestätigen. Denkste! Das Team von Werner Gregoritsch (der damit zum 2. Mal in die Bundesliga aufsteigt, er führt schon Mattersburg dorthin) erwies sich auch in der zweiten Saisonhälfte als wesentlich stabiler als die immer mehr schwächelnde Konkurrenz. Schon Wochen vor Saisonschluss stand der sensationelle Meistertitel und damit der Aufstieg der Kapfenberger fest. Doch die wahre Herausforderung kommt erst: Denn ob die junge No-Name-Truppe tatsächlich das Zeug hat, auch in der Bundesliga mitzuhalten, ist doch mehr als fraglich. Zudem wurde bislang kein einziger Spieler geholt, der wirklich über Bundesliga-Erfahrung verfügt. Zumindest in der Defensive wären diese bitter notwendig, denn die Abwehr war schon in der 2. Liga kaum mehr als Durchschnitt. Dafür verfügt die Offensive über Schlagkraft: 79 Mal trafen die Steirer ins Tor, allen voran Michael Liendl: Der offensive Mittelfeld-Mann explodierte förmlich und stand schon bei einigen Bundesliga-Vereinen auf dem Wunschzettel. Dennoch, ein Liendl alleine (zumal der ja auch noch nie Bundesliga spielte) wird die Klasse für Kapfenberg nicht halten können. <em><strong>Da müssen schon auch andere mithelfen &#8211; durchaus auch die Konkurrenz.</strong></em></span></p>
<p><span style="font-family: Trebuchet MS;">(phe)</span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><br />
</span></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=242&amp;md5=f814682d67635b6853b1b4b592ddb6aa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tabelle der Schmerzen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 20:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da liefert man einmal so ein bisschen locker aufbereitete Chronik mit ein paar Light-Analysen, packt zum Drüberstreuen noch ein paar Transferdaten und -gerüchte obendrein und schon jubilieren die Besucher in höchsten Tönen. Nix da! Jetzt gibt&#8217;s die &#8220;Hard Facts&#8221;, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Ballverliebt.eu präsentiert das Ranking der Rauhbeine, die Hall of Fame der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da liefert man einmal so ein bisschen locker aufbereitete Chronik mit ein paar Light-Analysen, packt zum Drüberstreuen noch ein paar Transferdaten und -gerüchte obendrein und schon jubilieren die Besucher in höchsten Tönen. Nix da! Jetzt gibt&#8217;s die &#8220;Hard Facts&#8221;, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Ballverliebt.eu präsentiert das Ranking der Rauhbeine, die Hall of Fame der Haxenbrecher oder einfach die <strong>Tabelle der Schmerzen 2007/2008!</strong></p>
<p><span id="more-138"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/fairplay1.png"><img class="alignnone size-full wp-image-140" style="border: 0pt none; margin-left: 40px; margin-right: 40px;" title="ballverliebt.eu - FairPlay Tabelle T-Mobile Bundesliga 07/08" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/fairplay1.png" alt="" width="498" height="332" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><small><strong>Legende: </strong>G-R = Gelb-Rot, Pkt. = Punkte in der Ligatabelle, S-Pkt. = Schmerzenspunkte, SP / Pkt. = Schmerzenspunkte pro Tabellenpunkt</small></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Zuerst einmal zum Berechnungsmodus. Gelistet sind alle Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten sowie die Punkte in der Bundesligatabelle nach Runde 36, wie gefunden auf bundesliga.at. Es ist nicht hundertprozentig ausgeschlossen, dass ich mich vor allem bei der Gesamtzahl an gelben Karten irgendwo verzählt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Karten wurden umgewandelt in Schmerzenspunkte (vorletzte Spalte), wobei jeder gelbe Karton 1 Punkt, jede gelb-rote Karte 3 Punkte und jeder direkte Platzverweis 5 Punkte zählt. In der letzten Spalte findet sich quasi der Brutalo-Effizienzgrad, also wieviele Schmerzenspunkte der Verein pro Tabellenpunkt lukriert hat (je weniger, desto besser &#8211; eh klar). Und daraus ergibt sich folgendes:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-132" title="mattersburg1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif" alt="" width="47" height="48" /></a>An der Spitze steht &#8211; für viele nicht unerwartet &#8211; <strong>Mattersburg</strong>, das Team rund um Schiriliebling und nunmehrigen Ex-Kicker Didi Kühbauer. 115 Schmerzenspunkte gab es diese Saison, den Löwenanteil brachten die 101 (!) gelben Karten. Dafür gabs nur durchschnittlich viele Gelb-Rote und lediglich einen direkten Platzverweis. Und den handelte sich &#8211; erraten &#8211; Didi himself ein, der ansonsten &#8220;nur&#8221; 6 mal Gelb sowie einmal Gelb-Rot in seinen 29 Einsätzen sah und damit 14 SP zur Statistik beisteuerte. Gefolgt wird er von Ilco Naumoski, der es in gleich viel Spielen auf 13 helle Kartons brachte. Brutalo-Effizienztechnisch liegen die Burgenländer im Mittelfeld.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-129" title="austria1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif" alt="" width="36" height="48" /></a>Eher unerwartet gab die Kalkulation den zweiten Platz der violetten <strong>Austria</strong> aus Wien. Im Gegensatz zum Erstplatzierten setzte es hier mit 82 nur überdurchschnittlich viele einfache Verweise, dafür sparte man sich die Zweifarbigen ganz und ließ sich 6 mal einen Spieler direkt vom Platz stellen, was alleine mit 30 der 112 SPs zu Buche schlägt. Ordentlich hinein stiegen in dieser Spielzeit Yüksel Sariyar (9x Gelb, 1x Rot, 14 SP in 25 Spielen) und Jacek Bak (8x Gelb, 1x Rot, 13 SP in 26 Einsätzen). Letzterer hat zumindest die Ausrede als Verteidiger zu spielen. Eine Effizienz von 1,93 scheint den harten Einsatz jedenfalls einigermassen zu rechtfertigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-133" title="lask" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif" alt="" width="33" height="48" /></a>Das Team von der Linzer Gugl (oder &#8220;Bruchbude&#8221;, wie manch einer der Kommentatorenin diesem Blog wohl sagen würde) holt sich die Bronzemedaille im nichtolympischen Beinebrechen. 106 Schmerzenspunkte stehen zu Buche, was genau 2 je erstrittenem Pünktchen in der &#8220;normalen&#8221; Tabelle ergibt. Geht es rein um gelbe Karten, wäre es sogar Rang 2 für den <strong>LASK</strong>. So liegt man aber schmerzenspunktgleich mit Altach, hat sich den Einzug in die Top 3 somit aufgrund eines überzähligen Platzverweises redlich (?) verdient. Mit Jürgen Panis gibt&#8217;s in der Einzeltreterstatistik Silber: In 32 Spielen 13 mal verwarnt und 1 mal direkt vom Feld geschickt zu werden ergibt summa sumarum 18 SP.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-135" title="altach" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif" alt="" width="42" height="48" /></a>Sehr ruppig spielt man auch im Ländle. Nämlich genauso ruppig wie in Linz. Auch für <strong>Altach</strong> gab es 106 SP, mit einem Aufwand von 2,94 pro Platzierungspunkt verteilte man die Schmerzen aber deutlich aufwändiger als der FC Vastic. Besonders angestrengt hat sich in dieser Hinsicht Kai Walter Schoppitsch, der in jedem zweiten seiner 20 Einsätze je einmal den gelben Karton unter die Nase gehalten bekam.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-134" title="ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif" alt="" width="47" height="48" /></a>Der zweite oberösterreichische Klub, der <strong>SV Ried</strong>, findet sich auf Platz 5, also im Mittelfeld. 80 mal Gelb und je 3 mal Gelb-Rot und Rot lassen sich auf 104 SP aufrechnen. Das ist nicht wesentlich weniger als beim LASK oder Altach, aber eben doch&#8230; weniger. Dreißig mal lief Ernst Dospel für die grünen Wikinger auf, und nutzte seine Spielzeit dazu, mit 9 Gelben und einer Roten den Mannschaftsrekord für diese Saison aufzustellen. Wir schenken uns die Gratulation zu dieser tapferen Leistung, denn so wirklich ergiebig war sie bei 2,74 SP pro Punkt dann auch wieder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-137" title="ibk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif" alt="" width="39" height="48" /></a>In der Tabelle der Schmerzen ebenfalls in der Mitte, dank der relevanteren Statistik nunmehr in der Zweitklassigkeit befindet sich <strong>Wacker Innsbruck</strong>. Dort stellte man bis auf eine normale Verwarnung fast die gleiche Statistik auf wie die Rieder, helfen wollte es aber nicht. Die 103 SP fallen auf eine verheerende Bilanz  von 3,55 Schmerzenszählern für jeden der 29 Tabellenzähler zurück. Am meisten trugen hierzu Andreas Schrott (7 Gelbe, eine Rote in 28 Spielen) und Michael Madl (lief 20 mal auf und kassierte einmal weniger Gelb) bei. Wir sind gespannt, wie die geeutelten, schwarzgrünen Recken ihren Wiederaufstiegs-&#8221;Kampf&#8221; ab Herbst gestalten werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-136" title="skkaernten" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif" alt="" width="30" height="48" /></a>In Reichweite der vier letzten beschriebenen Vereine findet sich auch der erst diese Saison aus der Taufe gehobene <strong>SK Austria Kärnten</strong>. Für die Fußballer vom Wörthersee gabs relativ oft Gelb (87 mal an der Zahl) und auch drei mal die bunte Variante, dafür musste kein einziges Mal ein Kicker von Schachner, Schmidt bzw. Schinkels auf der Stelle duschen gehen. In 30 Spielen sammelte Adam Ledwon (sensationelle!) 18 gelbe Karten. Damit gewinnt er den von ballverliebt.eu imaginär vergebenen goldenen Gipsfuß noch vor dem Linzer Panis, da er zwei Matches weniger für seine beeindruckende SP-Sammlung brauchte. Sehr klug setzte man die eigene Rüpelhaftigkeit im südlichsten Bundesland zudem nicht ein (3,09 SP pro Punkt).</p>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir nun zur Positiv-Top 3. Diese belegen in der Tabelle der Schmerzen die ehrenhaften drei letzten Ränge &#8211; und das mit Respektabstand zu den Top 7!</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-126" title="redbull" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif" alt="" width="65" height="35" /></a>Die <strong>Red Bulls</strong> aus Wals-Siezenheim hielten sich mit unfairem, körperlichen Einsatz (oder unsinnigem Gemecker, Tätlichkeiten etc.) doch relativ zurück. 86 SP stehen zu Buche, was in Kombination mit dem Vizemeistertitel und 63 T-Mobile-Zählern zu einer Quote von 1,37 führt. Die Gesamtkarten (derer 69 in gelb, 3 in bunt und 1 in rot) verteilen sich weiters relativ gleichmässig auf den Kader. Lediglich Niko Kovac, der sich in 25 Spielen 7 Gelbe und eine Rote erstritt, sowie Carboni mit 10 Gelben aus 32 Partien fallen etwas aus dem Rahmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-130" title="sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif" alt="" width="60" height="36" /></a>Die <strong>Sturm Graz</strong> Young&#8217;sters brachten es diese Meisterschaft auf den vierten Rang und damit zur Teilnahme am letzten UEFA Intertoto Cup. Übertriebene Härte kann man Foda&#8217;s Mannen dabei aber nicht vorwerfen, denn in der Rüpelskala rangieren sie an der ehrenhaften 2. Stelle. Auch was den Koeffizienten aus Härte und Erfolg angeht müssen sich die Blackies nicht schämen: 1,37 ist hier nach den Grünweißen aus Hütteldorf und den Bullen der drittbeste Wert. Das gröbste Handwerk bei den Steirern betrieb Mittelfeldmann Samir Muratovic. Sieben gelbe und eine Ampelkarte lassen ihn 10 der insgesamt 79 Schmerzpunkte beisteuern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-127" title="rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif" alt="" width="38" height="48" /></a>Nun bleibt nur noch ein Team über. Und dieses hat sich nicht nur der Gesamtheit der Schirimaßnahmen nach am fairsten geschlagen, sondern zudem den Meisterteller nach Hause geholt. Ganz Recht: An der Spitze der T-Mobile 2007/08 und zur selben Zeit am Ende der Unsportlichkeits-Skala rangiert der <strong>SK Rapid Wien</strong>. Rechnet man Ligascore und Härtepunkte auf, so haben sich die Hütteldorfer pro Punkt kaum mehr als eine gelbe Karte eingehandelt.  Fair und erfolgreich &#8211; das klappt! Selbst wenn man das Wertungsschema ausser Acht lässt, hat die Mannschaft um Peter Pacult den letzten und bedeutendsten Rang in dieser Wertung gesichert: Insgesamt 65 Karten unterbietet alle 9 anderen Vereine. Erwähnenswert sind hierbei Christan Thonhofer (6 mal Gelb, 1 x Gelb-Rot, 9 SP bei 26 Matches) und Branko Boskovic (6 Gelbe in 34 Einsätzen). Diese zwei sind mit dieser vergleichsweise harmlosen Statistik bereits die Schlimmsten im grünweißen Trikot.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/fazit.png"><img class="alignnone size-full wp-image-141" title="Ballverliebtes Fazit" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/fazit.png" alt="" width="48" height="48" /></a><span style="color: #003300;"><strong><span style="color: #000000;">Zeit für ein Fazit:</span> </strong></span>Diese Statistik widerlegt nicht, dass man technische Mankos (in dieser Liga ohnehin evident) mit Kampfkraft ausmerzen könnte. Ganz im Gegenteil: Den Kampfkraft ist vor allem ein Begriff, der die mentale Stärke, den Zusammenhalt und Siegeswillen eines Teams umschreiben sollte. Wer sie als Indikator für die erlittenen Schmerzen des Gegners nimmt, oder meint gelbe Karten durch unnötiges Genörgel wären &#8220;eh okay&#8221;, der hat etwas falsch verstanden. Gefruchtet &#8211; oder besser: nicht geschadet &#8211; hat diese Denkweise in dieser Saison nämlich nur bei der Wiener Austria, also einem von den vier Topteams. Die anderen, rangierend auf Rang 4, 2 und 1, liefern die Regel zu dieser Ausnahme. Statistiken mögen oft zu detailiert und mitunter sinnlos sein, aber aus dieser hier (so sie jemals irgendein Klubverantwortlicher zu Gesicht kriegt), könnte man vielleicht was lernen.</p>
<p style="text-align: justify;"><small><strong>Vereinsicons:</strong> www.bundesliga.at</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=138&amp;md5=099d0d30f9433cc4166c1df77070017d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Wort zum Saisonende</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 19:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schluss. Aus. Vorbei. Seit gestern Nachmittag ist die Saison 2007/08 der T-Mobile Bundesliga abgeschlossen. Während im Mai noch das eine oder andere Testspiele der verschiedenen Klubs ansteht und alle der EURO 2008 entgegenfiebernsehen (Nein, Christl, das Wort kriegst du nicht. Nicht für dieses schreckliche Lied.) steht bei vielen Vereinen große Veränderung bevor. Was war, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schluss. Aus. Vorbei. Seit gestern Nachmittag ist die Saison 2007/08 der T-Mobile Bundesliga abgeschlossen. Während im Mai noch das eine oder andere Testspiele der verschiedenen Klubs ansteht und alle der EURO 2008 entgegen<span style="text-decoration: line-through;">fiebern</span>sehen (Nein, Christl, das Wort kriegst du nicht. Nicht für dieses schreckliche Lied.) steht bei vielen Vereinen große Veränderung bevor. Was war, was ist, was wird vielleicht sein? Hier ein kleiner Rückblick (einen noch kompakteren gibt es bei den Kollegen von <a title="kick08: Rapid schlussendlich souverän, LASK am Boden" href="http://www.kick08.net/?p=575" target="_blank">kick08.net</a>), ein Resümee der letzten 36 Spieltage &#8211; das Wort zum Saisonende.</p>
<p><span id="more-124"></span></p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-127" title="rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif" alt="" width="38" height="48" /></a><strong>SK Rapid Wien:</strong> Zum Jahreswechsel maximal mit Aussenseiterchancen bedacht, hatten sich die Hütteldorfer durch eine starke Rückrunde eine Partie vor Schluss bereits den Meisterteller gesichert. Verdanken war das nicht zuletzt dem plötzlichen Aufblühen der Jungen bzw. Neuen im Kader der Grün-Weißen. U20-WM-Held Erwin Hoffer legte vor allem im Finish drastisch zu, und auch der von Greuther Fürth entliehene Ex-Bayer Stefan Maierhofer zeigte, dass er durchaus in der Lage ist, sein technisches Defizit nicht nur durch eine Körpergröße von 2,02 Meter auszugleichen. Neben dem &#8220;Hühnen vom Hanappi&#8221; ( (c) ich) schaffte es auch Offensivwirbler Ümit Korkmaz als einer der Lichtblicke noch in Hicke&#8217;s erweiterten EM Kader. Hoffer hat für 2 weitere Jährchen in Hütteldorf unterschrieben, Maierhofer hingegen zeigt sich wankelmütig &#8211; worauf Sportdirektor Hörtnagl zuletzt etwas allergisch reagierte. Vorsicht ist zudem geboten: Auch andere Leistungsträger scheinen ins Visier diverser Klubs gerutscht zu sein. Von der Klassifizierung ausgenommen, aber auch ein möglicher Abwanderer: Martin Hiden. Der könnte bei Kärnten landen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-126" title="redbull" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif" alt="" width="65" height="35" /></a><strong>Red Bull Salzburg:</strong> Die in Sportbloggerkreisen erstaunlich unbeliebten Dosenkicker mussten sich im Endspurt den aufstrebenden Wienern (also, denen in Grün) geschlagen geben. Mitunter auch mit einer spektakulär-peinlichen 0:7 Heimschlappe. Ob Dose leer oder voll ist wird in Zukunft nicht mehr von Giovanni &#8220;Trap&#8221; Trappatoni analysiert. Der widmet sich in Zukunft dem Land der grünen Hügel und des köstlichen Schwarzbiers (für alle Kulturketzer: Irland). Das Ziel ist freilich die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika. Das Zepter in der Mozartstadt schwingt nach ihm der Holländer <a title="Wikipedia: Co Adriaanse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Co_Adriaanse" target="_blank">Jacobson &#8220;Co&#8221; Adriaanse</a>, der bereits angekündigt hatte mit weniger Legionären spielen zu wollen. Den Gerüchten zufolge dürfte die Kaderfluktuation bei den Salzburgern im Sommer eine sehr hohe werden.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-129" title="austria1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif" alt="" width="36" height="48" /></a><strong>FK Austria Wien:</strong> Die noch nicht ganz entstronachisierte Austria entsorgte wenige Runden vor Meisterschaftsende ihren amtsmüden Trainer Zellhofer, für den Didi Constantini in üblicher Feuerwehrmanns-Manier einsprang. Der rettete im letzten Spiel mit Hängen und Würgen gegen Fixabsteiger Innsbruck drei Punkte, und damit den zweiten UEFA Cup Platz. Der Retter mochte jedoch nicht langfristig das Traineramt übernehmen, also musste nach einem neuen Kandidaten für die kommende Saison gesucht werden. Der heisst Karl Daxbacher, galt vor wenigen Wochen noch als fixer Bestandteil des LASK-Teams und hat nun ein Tauziehen zwischen Oberösterreich und Wien ausgelöst. Ausgang: Ungewiss, mit Tendenz zu einem Wechsel in die Bundeshauptstadt.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-130" title="sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif" alt="" width="60" height="36" /></a><strong>SK Sturm Graz:</strong> Der Trend für den mittlerweile wohl finanziell stabilisierten Grazer Klub zeigt nach oben. Zwar konnte das großteils recht junge Team aus der Steiermark ihren Herbstmeistertitel nicht über die Zeit retten, und mussten sich im Kampf um die UEFA-Cup Plätze denkbar knapp (1 Tor!) der Wiener Austria geschlagen geben, sie zeigen aber an besseren Tagen den mitunter schönsten Fußball der Liga, der Hoffnung macht. Mit dem ersten wirklich fixen Trainer nach dem Abgang von Ivica Osim kurz vor der budgetären Beinahe-Implosion, wird nun auch die Leistung solider und konstanter. Das hat sich herumgesprochen, und darum geht die größte Gefahr für die spielerische Zukunft der Blackies von den Spielerwechseln aus. Abwehrgoldjunge Sebastian &#8220;Basti&#8221; Prödl wird zukünftig gemeinsam mit Nationalteamkollegen Martin Harnik für Bremen in der deutschen Bundesliga Bälle treten. Jürgen Säumel wird es eventuell nach Mönchengladbach verschlagen. Klaus Salmutter wird ein Schwarzweißer bleiben, zukünftig aber seine Heimspiele nicht mehr in der UPC Arena, sondern in der Linzer Gugl bestreiten. Offen ist die zukunft von Prettenthaler und Krammer.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-132" title="mattersburg1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif" alt="" width="47" height="48" /></a><strong>SV Mattersburg:</strong> Die rauhen Burschen aus dem östlichsten Bundesland verlieren ihren Kapitän. Routinerüpel Didi Kühbauer macht Schluss mit dem Treten von Bällen und Schienbeinen. Seine Drohung, die Seiten zu wechseln und Schiedsrichter zu werden, wird er wahrscheinlich doch nicht wahr machen. Dafür steckt er mitten in einer Fußballtrainer-Ausbildung. Ob die wohl vom Rugbyverband anerkannt wird? Für Zunder sorgte zum Ausklang Coach Lederer, der seinen Spieler Ilco Naumoski im letzten Spiel ein- und auswechselte, was gemeinhin unter Kickern als Frontaldemütigung aufgefasst wird. Transfertechnisch tut sich rund ums Pappelstadion derzeit wenig. Ein Wechsel von Christian Fuchs zu Bochum ist in Aussicht, dafür könnte Hattenberger von den Innsbruckern zum Team stoßen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-133" title="lask" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif" alt="" width="33" height="48" /></a><strong>Linzer ASK:</strong> Das hat man sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt freilich anders vorgestellt. Weil am Schluss doch ein wenig die Luft raus war, wurde es statt einem internationalen Startplatz nur der eher enttäuschende sechste Rang. Dann ist der eigene Erfolgstrainer auch noch Drauf und Dran am Sprung nach Wien (siehe Absatz zur Austria), und wie lange Nationalteam-Kader-Rückkehrer Ivo Vastic und sein nur unwesentlich jüngerer Stürmerkollege Christian Mayrleb konstant gut weiterspielen, ist ungewiss. Ob vieler auslaufender Verträge dürfte man sich in Linz gerade im Verhandlungsmarathon üben, da von Zugängen mit Ausnahme von Sturm&#8217;s Salmutter noch wenig bekannt ist.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-134" title="ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif" alt="" width="47" height="48" /></a><strong>SV Ried:</strong> Auch beim zweiten Klub aus Oberösterreich dürften einige Kontrakte erneuert werden. Gleich 8 Mannen, darunter auch der eine oder andere Schlüsselspieler, stehen sonst ohne Arbeit da, oder bald im Kader eines neuen Klubs. Auf dem Rasen verlief die Saison 07/08 ziemlich durchwachsen für die Wikinger, womit sie allerdings im Schnitt liegen. Mit Ausnahme von 2005/06 und 1998/99 (via Cupsieg) erreichte man ohnehin nie einen internationalen Rang. Dafür scheute man aber auch die Abstiegsplätze konsequent, mit Ausnahme des Jahres 2003, wo man just im letzten Saisonmatch auf einen solchen Abrutschte um ein zweijähriges Gastspiel in der zweiten Spielklasse zu geben.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-135" title="altach" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif" alt="" width="42" height="48" /></a><strong>SCR Altach:</strong> Es hat nicht sein sollen. Trotz intensiver Bemühungen wurde dem scheidenden Oldie Roland Kirchler sein hunderstes Bundesligator nicht gegönnt.  Die Transferbilanz dürfte nicht allzu umfangreich ausfallen, Verstärkung gibt es eventuell in Form von Benjamin Sulimani aus Parndorf. Sportlich muss man den Vorarlbergen durchaus Respekt zollen, wurden sie doch von vielen als Fixabsteiger gehandelt. Die Gefahr war zwar bis kurz vor Schluss noch allgegenwärtig, letztlich ließ man aber nichts mehr anbrennen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-136" title="skkaernten" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif" alt="" width="30" height="48" /></a><strong>SK Austria Kärnten:</strong> Knapp den Klassenerhalt gerettet hat Austria Kärnten im ersten Jahr des offiziellen Vereinsbestehens. Als Konglomerat des ehemaligen FC Pasching (inklusive dessen Lizenz und ein paar Spielern) und dem besseren Rest des in Bälde wahrscheinlich drittklassigen FC Kärnten ist der neue Klub aus dem Haider&#8217;schen Freistaat (angeführt von einem ehemaligen BZÖ-Vizebürgermeister) so etwas wie der Frankenstein der Bundesliga. Als solcher lag er ziemlich lange im Koma und erwachte erst recht mühsam gegen Saisonschluss. Einen wesentlichen Anteil daran hat der nach Walter Schachner und dem übergangsweise verantwortlichen Klaus Schmidt der Niederländer Frenkie Schinkels. der davor bei Vöcklabruck und noch etwas früher unter anderem bei Austria Wien seine Brötchen verdiente. Auch hier sind noch ein paar Personalfragen offen, unter anderem stellt sich die Frage, was denn nun mit dem von Rapid ausgeliehenen und zum Kapitän beförderten Schrecken aller Nationalteamfans, Martin Hiden, geschehen soll.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-137" title="ibk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif" alt="" width="39" height="48" /></a><strong>FC Wacker Innsbruck:</strong> Mit einer in der ersten Halbzeit bemühten und in der zweiten Halbzeit komplett desolaten Leistung gegen Mattersburg besiegelte das Team rund um Coach Helmut Kraft das vorlufige Ende des Bundesligadaseins. Das ist insofern schade, als das man nach als Quasi-Nachfolger des bankrotten FC Tirol seit 2002 durch Fusion und Eigenleistung einen kometenhaften Wideraufstieg hingelegt hatte. Andererseits hatte es sich abgezeichnet, war doch die sportliche Bilanz der vergangenen Jahre alles andere als rosig (einmal unter anderem nur dank GAK-Punkteabzug nicht abgestiegen). Mit dem Kellergang ergaben sich natürlich viele offene Fragen. Unklar ist, welche Spieler bleiben und welche gehen werden. Unklar ist auch, ob Kraft seinem Team in die Zweitklassigkeit folgt. Und &#8211; als wäre das nicht genug &#8211; wird auch ein neuer Präsident gesucht. Obmann Stocker warf &#8211; gleichzeitig über mangelhafte Beiratsarbeit und fehlenden Schulterschluss klagend &#8211; kürzlich das Handtuch, betonte aber, einen schuldenfreien Verein hinterlassen zu haben. Das bleibt den Tirolern mit dem Gang in die weniger lukrative Red Zac Liga auch nur zu wünschen, nachdem es bereits diese Saison die Lizenz erst in zweiter Instanz gab.</p>
<p><small><strong>Vereinsicons:</strong> www.bundesliga.at</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=124&amp;md5=be48f9cb9a05162f66ef40c7df2b6f92" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>In Mattersburg stimmt einfach alles&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 11:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;wenn man davon ausgeht, dass der SVM alles daran legt, immer wieder Schlagzeilen zu machen &#8211; und wenn es negative sind, umso besser. Es ist nichts Falsches daran, wenn eine Mannschaft sich nicht als philosophische Einheit von Akademikern präsentiert. Aber die offensichtliche Anhäufung von Undiszipliniertheiten gibt selbst denen zu denken, denen Mattersburg relativ wurscht ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wenn man davon ausgeht, dass der SVM alles daran legt, immer wieder Schlagzeilen zu machen &#8211; und wenn es negative sind, umso besser. Es ist nichts Falsches daran, wenn eine Mannschaft sich nicht als philosophische Einheit von Akademikern präsentiert. Aber die offensichtliche Anhäufung von Undiszipliniertheiten gibt selbst denen zu denken, denen Mattersburg relativ wurscht ist. Der <a href="http://burgenland.orf.at/stories/265777/">Vollsuff-Ausraster von Cem Atan</a> ist da nur der (vorläufige?) Höhepunkt.<br />
<span id="more-103"></span><br />
Allen voran steht natürlich Didi Kühbauer. Dass er ein guter Kicker ist, steht außer Frage. Doch man hat den Eindruck, dass je älter er wird, desto weniger er sich unter Kontrolle hat. Der (unverständlicherweise) nicht geahndete Stoß im Spiel gegen Kärnten und seine uneinsichtige Haltung dazu nach dem Spiel (&#8220;Wos wollts ihr eigentlich vo mir? Longsom wird&#8217;s peinlich, wie&#8217;s es mir immer oiss unter d&#8217;Nosn reibm wollts!&#8221;) bestätigten einmal mehr alle, die Don Didi für einen personifizierten Burgenländerwitz halten. Die Weigerung von Kapitän Kühbauer, bei Schiri Steiner zur Platzwahl zu gehen (und Goalie Borenitsch vorschickte), war ein weiterer Puzzleteil, der gut reinpasst. Und sein demonstrativ skandalöses Verhalten nach dem Ausschluss im Spiel gegen Sturm war hoffentlich die letzte Aktion von Kühbauer auf einem Fußballplatz.</p>
<p>Denn wenn ein Spieler sich nicht im Griff hat, meinetwegen. Aber Kühbauer hatte ganz offensichtlich einen schlechten Einfluss auf seine Mitspieler. Da wäre beispielsweise Michl Mörz, der sich auch hin und wieder gehen lässt (&#8220;Der Ivo Vastic ist hinterlistig, hoffentlich schenken ihm die Gegenspieler in Zukunft ordentlich ein!&#8221;), dabei aber noch nie Leistung gebracht hat, wenn es aus dem beschaulichen Mattersburg hinausgeht (ich erinnere mich an mehr als nur einen unsichtbaren Auftritt im ÖFB-Team).</p>
<p>Oder auch Cem Atan. Der Wiener Neustädter, der an guten Tagen ein guter Kicker sein kann (wenn auch kein Teamkicker), fällt ebenso immer häufiger durch Schlägereien und Saufgelage auf, als durch gelungene Aktionen auf dem Platz &#8211; wie neuester Vorfall eindrucksvoll zeigt. Man muss sich allerdings auch die Frage stellen, was Trainer Lederer damit zu tun haben könnte. Es ist ein bekannter Umstand, dass Lederer Schiedsrichter und Gegenspieler an der Seitenlinie permanent auf das Übelste beschipft und beflegelt. Hat doch einmal ein Schiri die Courage, Lederer auf die Tribüne zu verweisen, steht er nicht nur lediglich einen halben Meter hinter und einen Meter über der Bank und flegelt fleißig weiter, er (und nicht nur er) beklagt sich danach auch noch lautstark über die ach so schlimmen Schiris, die ja alle was gegen Mattersburg haben; das hat er von Peter Pacult schon sehr gut gelernt. Dass Lederer in keinem seiner Interviews durch wirklich intelligente Aussagen besticht, ist aber generell nichts Neues.</p>
<p>Tatsache ist: Seit Lederer im Herbst 2004 das Traineramt bekleidet, fällt der Verein immer häufiger als übertrieben harter Haufen disziplinloser Spieler auf. Einen positiven Einfluss auf die Kicker hat Lederer offenbar nicht &#8211; obwohl sein Vor-Vorgänger Werner Gregoritsch, der Mattersburg in die Bundesliga führte, auch kein feiner Mann an der Seitenlinie ist. Der Unterschied: Gregoritsch zeigte seither auch beim LASK und in Kapfenberg, dass er aus kaputten Mannschaften disziplinierte Einheiten machen kann, in denen keiner aus der Reihe tanzt &#8211; und zeigt sich bei Interviews vor und nach dem Spiel als korrekter und fairer Sportsmann. Man hört ihn praktisch nie über Schiris klagen.</p>
<p>Und über allem steht Martin Pucher, der einem fast ein wenig Leid tun kann. Er steht zum einen einem Verein vor, der seit geraumer Zeit nur noch Negativschlagzeilen außerhalb des Spielfeldes macht, und er steht zum anderen eine Bundesliga vor, in der (abgesehen von ihrer sinnlosen Form als 10er-Liga) von Vereinen, die im Halbjahrestakt krachen gehen, über Verschiebungen auf der Fußball-Landkarte napoleonischen Ausmaßes, bis hin zu angesetzten und wieder abgesetzten Neuaustragungen in jedes theoritisch möglich Fettnäpchen konsequent hineingetragen wird. Jede Funktion für sich ist schon nicht schön &#8211; aber der (durchaus bemühte) Pucher ist mit der Kombination aus beidem sichtlich überfordert.</p>
<p>Und die Frage nach der Zukunft wird man sich in Mattersburg bald stellen müssen. Mit Kühbauer hört die zentrale Spielerfigur auf, unter Lederer ging es spielerisch nur rückwärts, Atan droht an seinen Skandalen zu zerbrechen, Michael Mörz ein kein Typ, der eine solche Mannschaft führen kann, Carsten Jancker wird nicht mehr ewig spielen, und ob man wirklich gute Spieler nach Mattersburg lotsen kann, ist fraglich. Auch wenn es mit Kapfenberg (so sie aufsteigen), Innsbruck und Altach (so sie nicht absteigen) und Ried auch im nächsten Jahr Vereine gibt, die man noch weiter hinten erwarten kann &#8211; aber das Kapitel &#8220;Bundesliga in Mattersburg&#8221; neigt sich wohl dem Ende zu.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Bundesliga Review</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Oct 2007 22:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[16 Runden ist die T-Mobile Liga Saion 2007/08 nunmehr alt. Und einiges hat sich getan, was so von den wenigsten erwartet wurde. Ich versuche nun, die bisherigen Entwicklungen &#8211; nicht weit weg von der Saisonhalbzeit &#8211; einmal zusammenzufassen. Sei es die sich zuspitzende Krise des FC Wacker, die schwache Performance des oberösterreichisch-kärtnerischen Hybridenklubs Austria Kärnten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>16 Runden ist die T-Mobile Liga Saion 2007/08 nunmehr alt. Und einiges hat sich getan, was so von den wenigsten erwartet wurde. Ich versuche nun, die bisherigen Entwicklungen &#8211; nicht weit weg von der Saisonhalbzeit &#8211; einmal zusammenzufassen. Sei es die sich zuspitzende Krise des FC Wacker, die schwache Performance des oberösterreichisch-kärtnerischen Hybridenklubs Austria Kärnten, der Run der Violetten aus Wien oder die Saison der Salzburger Totalernüchterung.</p>
<p><span id="more-33"></span> Fangen wir an mit dem derzeitgen Tabellenführer, der morgen seine Chance hat mit einem Sieg beim Schlusslicht seinen 5 Punkte-Vorsprung zu verteidigen bzw. auszubauen. Die <strong>Wiener Austria</strong> war mit Sicherheit einer der Klub mit den turbulentesten Internas der letzten Jahre. Dem Einstieg Stronachs folgten große Einkäufe, Visionen von internationalem Ruhm und fortwährender Ligadominanz, bis man am Boden der Tatsachen an- und dem Abstieg knapp entkam. Die Causa Stronach scheint vorläufig beendet, der Austrokanadier pumpt zwar immer noch Geld in den Klub, zumindest spielerisch kann man im Franz-Horr-Stadion aber durch Nachwuchsarbeit und zuletzt kluge Transfers wenigstens spielerisch gut auf eigenen Beinen stehen. Zwar kommt das violette Ballet schon einmal ins Wanken, wenn ein Schlüsselspieler wie Blanchard einmal fehlt doch denke ich, dass sich die Austria mittelfristig wieder in den Top 3 behaupten kann. Blanchard ist mit seinen 35 Lenzen nicht mehr der Jüngste, es wird also auf Georg Zellhofer ankommen, wie seine Nachfolge geregelt werden. Kandidaten wären vorhanden. Apropos Zellhofer: Auch er ist ein Indiz für das vorläufige Ende der turbulenten Phase, schließlich ist er mittlerweile länger im Amt als die meisten seiner Vorgänger seit 2000.</p>
<p>Schwenken wir ins Burgenland: Dort scheint man ein sehr &#8220;bodenständiges&#8221; Bild vom Fußball zu pflegen, sind die <strong>Mattersburger</strong> zumeist weniger durch taktische Finessen oder dynamisches Kombinationsspiel aufgefallen, als durch spärlich erfolgreiches Konterspiel und/oder ziemlich hartes, international untaugliches Hineinsteigen. Hier zeichnet sich jedoch ab, dass nach dem Abgang des einen oder anderen Routiniers (insbesondere Kühbauer) auch der Tabellenhöhenflug sein jähes Ende finden könnte. Es scheint wohl potentielle Talente zu geben (Fuchs, Mörz) doch einen spielerischen Feinschliff werden sie sich bei ihrem jetzigen Klub nicht erwerben, und ohne dem ist Mattersburg auf lange Sicht als Kandidat fürs untere Tabellendrittel einzuschätzen.</p>
<p>Die Kicker von der Linzer Gugl plagt auch ein Altersproblem. Die Oldstars, die maßgeblich am Aufstieg mitgewirkt haben, bestimmen auch heute noch über Erfolg und Mißerfolg der Schwarzweißen vom <strong>LASK</strong>. Auch hier wäre wohl Potential da, jedoch nicht um alle Lücken zu stopfen, die sich im Laufe der Zeit von selber auftun werden, weil z.B. Vastic altersbedingt dann mehr steht denn läuft. Kluger Spielerzukauf oder ein glücklichs Händchen mit dem Nachwuchs könnte aber dazu führen, dass sich die Balltreter aus der obersöterreichischen Landeshauptstadt nach einer prognostizierbaren Schwächephase im Mittelfeld stabilisieren könnte.</p>
<p>Alles was Trapp und seinen roten Bullen von der heurigen Saison bisher geblieben ist, sind zerplatzte Seifenblasen. Mit dem berechtigten Ausscheiden gegen Donjetsk in der CL-Quali und dem UEFA-Cup aus durch eine erbärmliche Auswärtsperformance bei AEK Athen blieb <strong>Red Bull Salzburg</strong> unter den selbstgesteckten Erwartungen. Dazu bekriegen sich hinter den Kulissen allen Anscheins nach Trainer Trappatoni und Sportdirektor Hochhauser, beide mittlerweile fast wie Symbolfiguren für das was die Kampfmannschaft am Rasen bietet. Trappatoni war einmal gut, so wie einige seiner Kicker die bis vor kurzem wenigstens noch für die heimische Liga reichten. Der kurzfristige Erfolg führte in letzter Konsequenz dazu, dass Mateschitz&#8217; Geld nicht sinnvoll genutzt wird und man aus den eigenen Fehlern nicht gelernt hat. Auch Hochhauser war zu seinen besten Ried-Zeiten maximal oberer Durchschnitt für einen Austrotrainer.  Im Grunde müsste daher Mateschitz alle beide so schnell loswerden, wie selbige den abgenutzten Schönplauderer Matthäus abservierten und einen international nicht nur bekannten, sondern auch halbwegs modern spielenden Teamchef einstellen, der nicht wie Trappatoni eigentlich nur italienische Abwehrmauern errichten kann und das Offensivspiel derart ungeschickt koordiniert, dass man entweder permanent Kontertore erhält oder sich beständig im Mittelfeld das Leben selbst schwer macht. Zuletzt sollte man die Einkaufspolitik &#8211; wenn man schon das Geld hat &#8211; auf Spieler ausrichten die jung sind, passabel spielen und Potential zu mehr haben, als sich Altstars zuzulegen, die das eine oder andere Jährchen in der T-Mobile Bundesliga mitkicken können und alsbald einlaufen wie zu heiss gewaschene Leiberl (die sie auf internationaler Ebene gar nicht erst haben).</p>
<p>Der zweite Klub aus Oberösterreich, <strong>SV Ried</strong>, plagt sich mit ähnlichen Problemen wie der Erste. Das Spiel wird über Routiniers aufezogen und auf einen ganz besonders zugeschnitten: Herwig Drechsel. Bei Nichtanwesenheit des Selbigen ist schnell Feuer am Dach. Doch im Gegensatz zu den Linzern hat man zwar auch junge Hoffnungsträger, auch von den U20-Helden, verzichtet aber oft auf deren Dienste oder nutzt sie schlecht. Solange &#8220;Wiggerl&#8221; Drechsel noch seine Leistung bringen kann mag das gutgehen. Ist die Luft aber einmal raus, könnte urplötzlich der Klassenerhalt auf dem Spiel stehen. Sicherlich hätte Ried dann das Potential zum Wiederaufstieg, aber oben bleiben scheint jedenfalls mir die weniger aufwändige Alternative. Was der Neo-Tiroler Kraft schlichtweg ignoriert hat, könnten Schimpl und Weissenböck nachholen. Tun sie das nicht, ist Ried nächse Saison ein Abstiegskandidat für mich.</p>
<p>Sehr schwierig zu beurteilen ist <strong>Rapid</strong>. Grundsätzlich ist der Kader nicht schlecht, doch an Pacult&#8217;s Zurechnungsfähigkeit muss man als Fußballinteressent öfters zweifeln. Trotz anderer, besserer Optionen schickt er immer wieder ein Totalwrack namens Hiden auf den Rasen. Dann ist, trotz einiger guter Tage, auch der He-Man Patocka oft maßlos vom Spielgeschehen oder seinem direkten Konkurrenten überfordert, und neigt dazu, aus dem Nichts horrende Fehler zu produzieren. Für die Regionalliga wäre er durchaus zumutbar, ergo sollte er schnellstmöglich dorthin zurückkehren. Der von anderen oft bekrittelte Thonhofer hat in meinen Augen immer noch Entwicklungspotential. Was er daraus macht, muss die Zeit zeigen, ihn jetzt schon abzuservieren wäre aber zu früh. Mit der einen oder anderen Verstärkung und weniger pacult&#8217;schem Startformationswahnsinn wäre es für die Hütteldorfer durchaus möglich ein Fixbestandteil der oberen Tabellenhälfte zu werden. Hier würde ich aber keinen Trainerwechsel anregen, da ich finde dass Pacult grundsätzlich zu Rapid passt.</p>
<p>Die verbliebenen Steirer im Oberhaus haben sich für mich durchaus sympathisch entwickelt in den letzten 2 Jahren. Franco Foda scheint seine Aufgabe engagiert und durchaus kompetent anzugehen. Seine Mischung aus relativ vielen Jungkickern und  einigen älteren Herren scheitert jedoch entweder an der eigenen Inkonstantheit, vernebelten Chancen sowie ab und zu auch an grandiosem Pech. Erwischt <strong>Sturm Graz</strong> einen passablen Tag, so sieht man in der Regel für hiesige Verhältnisse ansprechenden Kombinationsfußball. Hier geht noch einiges und das Fragezeichen über der Oldienachfolge ist kein ganz so großes. Sturm wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich Dauergast in den Top 5, für mich sind sie sogar ein möglicher Fixstarter im UEFA Cup auf mehrere Jahre &#8211; auch wenn sich diese Saison nichts mehr dergleichen ausgehen wird.</p>
<p>In puncto <strong>Altach</strong> muss ich auf den Absatz über Mattersburg verweisen. Die Probleme sind nicht wirklich stark verschieden, bloß die Auswirkungen bekommt man im Ländle früher zu spüren. Dank dem sehr sicheren Abstieg der Tiroler und dem wachkomatösen Kärtner Frankensteinclub bleibt aber genug Zeit, um die eigene Ausgangslage zu analysieren und entsprechend zu verbessern. Ansonsten wird aus dem gespielten Abstiegskampf nächste Saison ein echter.</p>
<p>Der &#8220;FC BZÖ&#8221;, wie die <strong>Austria Kärnten</strong> von vielen hämisch genannt wird, entwickelt sich immer mehr zum Synonym für eine fehlgeschlagene Fusion. Mittelprächtige, zeitweilig lustlose Altherren die einst unter der Zeitbombe Franz Grad dienten spielen nun mit dem besseren Rest eines Klubs, der auch ohne Dezimierung in der Red Zac nicht sehr weit gekommen wäre. Vereinzelte Lichtblicke (Junuzovic) verbessern die Situation nicht wesentlich. Die Heimeuphorie hielt nicht viel länger als ein Spiel, findet das Stadion nicht einen anderweitigen Nebennutzen wäre ein Nichtrückbau finanzieller Irrsinn. Trotzdem: Ein paar Junge sind da, und wenn man aus der Krise findet und sich verstärkt, könnte man den Abstiegskampf überleben, der nächstes Jahr sehr sicher bevorsteht. Von der Spielanlage her wäre bei den Kärntnern die beste Ausgangsbasis, denn hier konnte man sein Spiel &#8211; logischerweise &#8211; nicht  jahrelang auf zwei, drei alte Hasen ausrichten.</p>
<p>Der <strong>FC Wacker Innsbruck</strong> hat den theoretisch zweitjüngsten Kader der Liga, dem es jedoch an einigen Ecken an Qualität mangelt. Neben den, vorerst beseitigten, Finanzproblemen zeigt der Klub deutliche Auflösungserscheinungen im spielerischen Bereich. Die meisten Spielsysteme lassen sich aufgrund des Spielermaterials gar nicht ordentlich umsetzen, die Zweikampf- und noch mehr die Laufstärke lassen in der Regel zu wünschen übrig, somit bleibt nur noch die Zerstörungstaktik nach burgenländisch-vorarlbergerischem Vorbild (zudem dürfte die Stimmung in Innsbruck mittlerweile im untersten Kellergeschoß angelangt sein). Weil sich aber auch die Routiniers nicht merklich besser anstellen als die Jungen, entwickeln sich letztere kaum bis gar nicht weiter &#8211; das Söndergaard-Nachfolger Kraft dieses Problem bewältigen wird ist unwahrscheinlich, wenig überraschend ist mein sicherer Abstiegstipp für diese Saison daher Wacker. Mit der Zusatzprognose, dass man sie auch für mindestens zwei bis drei Folgesaisonen nicht mehr im Oberhaus sehen wird.</p>
<p><strong>HINWEIS: </strong>Absatz über Wacker nach Hinweis von Andreas Lindinger korrigiert.</p>
<p>Soweit meine Einschätzung der ersten 16 Spieltage, für morgen (Austria Wien vs. Wacker Innsbruck) habe ich einen &#8220;einseitgen Zweiertipp&#8221; parat. Entweder die Spielzerstörung seitens der Grünschwarzen klappt einigermassen, dann gewinnt die Austria nur knapp mit 1:0 oder 2:1. Oder die Tiroler brechen noch weiter weg und fangen sich drei bis fünf Bummerln ein ohne selbst zu scoren.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=33&amp;md5=e590c6953181451bce0ffc15fc95b415" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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