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	<title>Ballverliebt &#187; Italien</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Italiens lauwarmer Neuanfang</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 22:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Italien rettet durch ein spätes Tor ein 1:1 beim Freundschaftsspiel in Dortmund &#8211; der Neustart nach der Katastrophen-WM stottert aber noch etwas. Ja, defensiv standen die Azzurri nach einigen Wacklern vor allem nach der Pause gut. Aber ob das noch eine große Mannschaft wird? Die Italiener waren am Boden, nach dem Desater bei der Weltmeisterschaft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Italien rettet durch ein spätes Tor ein 1:1 beim Freundschaftsspiel in Dortmund &#8211; der Neustart nach der Katastrophen-WM stottert aber noch etwas. Ja, defensiv standen die Azzurri nach einigen Wacklern vor allem nach der Pause gut. Aber ob das noch eine große Mannschaft wird?<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4033" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta.png"><img class="size-full wp-image-4033 " title="GerIta" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Italien 1:1</p></div>
<p><span id="more-4029"></span>Die Italiener waren am Boden, nach dem Desater bei der Weltmeisterschaft. Cesare Prandelli nahm sich des Trümmerhaufens an und machte sich sofort daran, viele neue Gesichter einzubauen. International sind Namen wie Mattia Cassani, Stefano Mauri und Giampiero Pazzini einzubauen. Aber ist das wirklich ein Neustart mit Zukunft? Mauri ist 30 Jahre alt, Pazzini ist 26, Cassani auch schon 27 &#8211; und der eingebürgerte Thiago Motta, der sein Debüt gab, hat schon 28 Lenze auf dem Buckel. Vieles ist neu. Aber jung ist das nicht.</p>
<p>Die deutsche Mannschaft hingegen war weitgehend in der Formation der WM angetreten &#8211; lediglich Badstuber ersetzte in den Innenverteidigung Arne Friedrich, der lange verletzt war. Auf der Problemposition links hinten spielte Dennis Aogo. Spielerisch und taktisch zeigte diese Mannschaft wenig Neues: Sie spielten schnell über die Außen (vor allem über Lahm, der Platz ohne Ende hatte); Özil bewegte sich viel auf die Seiten und stand oftmals sehr hoch, wodurch sich durch die offensiven Müller (der vor Lahm immer wieder nach innen zog) und Podolski eine offensive Viererkette ergab. Podolski ging auch immer mal wieder als zweite Spitze nach vorne neben Klose; Özil kam dann vermehrt über links. Alles nichts, was man vom DFB-Team nicht kennen würde.</p>
<p>Die Italiener waren in dem für italienische Teams fast schon typischen 4-3-1-2 angetreten, grundsätzlich defensiv orientiert. Die Breite im Spiel kam, wie bei so einem System fast logisch, in erster Linie von den Außenverteidigern. Mattia Cassini versuchte auf seiner rechten Seite auch immer wieder etwas, er empfing Podolski früh und hatte zudem von Aogo kaum etwas zu befürchten. Auf der anderen Seite aber stand mit Chiellini ein waschechter Innenverteidiger, und so spielte er dann die meiste Zeit auch. Er stand defensiv sehr tief und gewährte so Müller und vor allem dem bekannte flinken Lahm Räume, wie sich die beiden das wohl kaum eträumt hatten.</p>
<p>Logisch also, dass das 1:0 über diese Seite kam &#8211; und noch einen anderen Schwachpunkt bei den Azzurri aufdeckte: Den hochgelobten Innenverteidiger Andrea Rannocchia. Dieser machte nämlich (zumindest in der ersten Hälfte) einen äußerst unsicheren Eindruck, ließ sich immer wieder aus der Position ziehen und brachte seinen deutlich gefestigter wirkenden Nebenmann Bonucci (und Sechser Thiago Motta bei seinem Nationalmannschafts-Debüt) durchaus in Verlegenheit.</p>
<p>Nach vorne versuchten Montolivo und De Rossi, ihre Außenverteidiger zu unterstützen, indem sie bei Ballbesitz selbst Richtung Flanke gingen, um vorne die von außen nach innen ziehenden Stürmer Pazzini und Cassano in Szene zu setzen; auch Trequartista Mauri bewegte sich viel horziontal. Nach einer halben Stunde wagte sich auch Chiellini immer mehr nach vorne. Das machte er erstaunlich gut, in der Rückwärtsbewegung blieb er allerdings wackelig. Neben Pazzini wurde gegen Ende der ersten Halbzeit auf Seiten der Italiener vor allem Cassano immer giftiger und einsatzfreudiger. So kamen die Azzurri besser ins Spiel und hatten auch Pech &#8211; denn gleich drei strittige Situationen im Strafraum befand der holländische Referee Braamhaar nicht für elferwürdig.</p>
<p><strong><em>Neues Personal, alte Formation</em></strong></p>
<p>Wie bei Testspielen üblich, fingen mit dem Beginn des zweiten Abschnitts die Wechsel an. Beide Teamchefs wechselten bis zum Abpfiff oft, änderten ihre Grundformationen dabei aber nie. Was sich in Hälfte zwei aber zeigte: Cesare Prandelli hat einige taugliche Alternativen auf der Bank &#8211; während die Dortmund-Franktion, die Löw tröpfchenweise brachte (Götze für Müller in der HZ, Hummels für Badstuber nach einer Stunde, Großkreutz für Klose  nach 75 Minuten) nicht dafür sorgen konnte, den nun deutlich sicherer stehenden italienischen Abwehrverbund zu knacken. In der Tat spielten die Azzurri hinten nun sehr gut und praktisch fehlerfrei &#8211; das sah man in den letzten Jahren kaum noch.</p>
<div id="attachment_4032" class="wp-caption alignright" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta2.png"><img class="size-full wp-image-4032 " title="GerIta2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta2.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Italien 1:1 (bei Spielschluss)</p></div>
<p>Der entscheidende Wechsel, wegen dem sich Italien das späte 1:1 aber durchaus verdiente, war nicht jeder der beiden Sturmspitzen &#8211; der fleißige Borriello und der aus der Etappe kommende Rossi waren nicht so gefährlich wie ihre Vorgänger &#8211; sondern jener, der nach 65 Minuten &#8220;Principino&#8221; Alberto Aquilani statt Thiago Motta ins Spiel brachte. Aquliani nahm die Position im linken Halbfeld ein, dafür ging De Rossi zurück ins Zentrum. Und sofort war das Spiel der Italiener, das immer sicherer wurde, auch nach vorne mit Struktur versehen: Die klugen Pässe und das gute Auge waren die Basis dafür, dass aus der sicheren Abwehr heraus das italienische Team nun auch nach vorne immer mehr zur Geltung kam.</p>
<p>Und natürlich hat auch Per Mertesacker beim Ausgleich durch Rossi in der 81. Minute kräftig mitgeholfen. Das Zweikampfverhalten des Bremers, der seit Monaten am unteren Ende des Erträglichen spielt, war eines Nationalspielers nicht würdig und so konnte Rossi nach einem starken Zuspiel von Aquilani den Ausgleich markieren.</p>
<p><strong><em>Fazit: Italien okay, aber Zukunftsaussichten&#8230;?</em></strong></p>
<p>Personell ist es in der Tat ein echter Neustart, was Cesare Prandelli da bei den Italiener vollführt hat. Aber hat diese Mannschaft wirklich eine Zukunft? Schon jetzt hat das Team ein Durchschnittsalter von 27 Jahren; Leute wie Montolivo und Mauri sind brave Arbeiter, aber keine Führungsfiguren. Und was soll man von dem Signal halten, den 28-jährigen Brasilianer Thiago Motta einzubürgern?</p>
<p>Taktisch zeigten die Italiener, dass sie ihr 4-3-1-2 vor allem defensiv gut beherrschen, in der zweiten Hälfte kam Deutschland praktisch gar nicht mehr in den italienischen Strafraum. Aber nach vorne ist diese Formation natürlich etwas bedrückend. Das wurde erst besser, als Aquilani eingewechselt wurde und deutlich machte, was De Rossi und Montolivo in der Vorwärtsbewegung fehlt. Insgesamt kommt der italienische Neuanfang also bemüht daher, aber dennoch etwas lauwarm. Viel mehr als eine gute Mittelklasse-Mannschaft ist das im Moment nicht.</p>
<p>Und die Deutschen? Nichts außergewöhnliches, nichts bahnbrechend Neues. Wenn ein österreichischer Spion im Stadion war, hat er gesehen, wie man den WM-Dritten mit geordneter Defensive aus dem eigenen Strafraum fernhält. Ein 4-3-1-2 ist im rot-weiß-roten Repertoire aber nicht vorhanden und wenn man sich vor Augen führt, was die Italiener bis auf die jeweils letzte Viertelstunde der beiden Halbzeiten nach vorne gemacht haben, muss das auch kein Nachteil sein.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4029&amp;md5=d7372602cf3097183058453b8cf7746a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ballverliebt Classics &#8211; A Tragédia do Sarriá</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 02:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Memoriam Enzo Bearzot (1927-2010): Das zentrale Spiel beim italienischen Weltmeistertitel 1982 war das 3:2 im letzten Zwischenrundenspiel gegen die Übermannschaft aus Brasilien im Sarriá-Stadion von Barcelona. Für die Seleção bis heute die zweitgrößte sportliche Katastrophe. Für Bearzot der entscheidende Sieg. Zwölf Jahre vor diesem Spiel hatten sich Brasilien und Italien im WM-Finale getroffen. Damals, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>In Memoriam Enzo Bearzot (1927-2010): Das zentrale Spiel beim italienischen Weltmeistertitel 1982 war das 3:2 im letzten Zwischenrundenspiel gegen die Übermannschaft aus Brasilien im Sarriá-Stadion von Barcelona. Für die Seleção bis heute die zweitgrößte sportliche Katastrophe. Für Bearzot der entscheidende Sieg.<br />
</em></strong></p>
<p>Zwölf Jahre vor diesem Spiel hatten sich Brasilien und Italien im WM-Finale getroffen. Damals, 1970 in Mexiko, behielt die individuelle Genialität der Seleção die Oberhand. Vor diesem Spiel am Montag, dem 5. Juli 1982 waren die grundsätzlichen Vorzeichen ähnlich: Brasilien, mit den überragenden Einzelspielern, der WM-Favorit; gegen Italien, mit den tendenziell eher langweiligen Ergebnis-Fußballern. Noch dazu hatte Brasilien eine komfortable Ausgangsposition: Ein Remis in diesem letzten Zwischenrundenspiel hätte für das Semifinale gegen Polen &#8211; gemeinhin als Freilos erachet &#8211; gereicht. Aber die Seleção hat es übertrieben. Und Enzo Bearzots Team das ausgenützt.</p>
<div id="attachment_3503" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ItaBra821.png"><img class="size-full wp-image-3503 " title="ItaBra82" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ItaBra821.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Italien - Brasilien 3:2</p></div>
<p><span id="more-3498"></span>Nach dem Turnierverlauf wäre alles andere als ein klarer Sieg der Brasilianer im 1997 abgerissenen Stadion von Espanyol eine Überraschung gewesen. Das Team von Telê Santana spazierte durch die Vorrunde, nach einem eher mühsamen 2:1 über die UdSSR wurden die Schotten und die Neuseeländer 4:1 bzw. 4:0 vom Platz gefegt, und im ersten Zwischenrundenspiel war der amtierende Weltmeister Argentinien beim 3:1 auch kein echter Gegner. Die Italiener dafür stolperten ohne Sieg durch die Vorrunde, zitterten sich mit drei Remis gegen Polen, Peru und Kamerun in die nächste Runde und kamen erst gegen die Argentinier zu einem knappen 2:1-Erfolg. Zudem sprach die enorme Hitze während des ganzen Turniers und auch an diesem Abend (38° beim Anpfiff) für Brasilien.</p>
<p>Bearzot schickte seine Mannschaft in einer Formation auf das Feld, das nach heutiger Sichtweise mit 4-2-3-1 noch am ehesten entsprochen wird &#8211; aber natürlich völlig anders aufgebaut war, war die Aufgabenverteilung angeht. Collovati kümmerte sich in der Abwehr explizit um Serginho, Scirea agierte als freier Mann durchaus offensiver. Gentile hatte die Aufgabe, Zico bzw. Sócrates kaltzustellen, Tardelli war der zentrale Umschaltpunkt zwischen Defensive und Offensive. Im Mittelfeld war rechts Bruno Conti wesentlich mehr ins Speil eingebunden als auf der anderen Seite Graziani, der eher einen Linksaußen gab als einen linken Mittelfeldspieler.</p>
<p>Die Seleção in eine Formation pressen zu wollen, wird dem Spiel der Brasilianer indes nur bedingt gerecht. Grundsätzlich agierten Cerezo und Italien-Legionär Falcão als das Duo in der Spieleröffnung; Zico und Sócrates als jenes in der Spielgestaltung. Kapitän Sócrates ließ sich dabei immer wieder zurückfallen und holte sich die Bälle tief in der eigenen Hälfte. Zico kam dann gerne quer Richtung rechts vorne über das Feld und überließ hinter ihm für Linksverteidiger Júnior, der die Seitenlinie sehr oft verließ und in die Mitte zog. Der Mann am Flügel war dort eher Éder, Serginho &#8211; deutlich der schwächste Brasilianer und nur wegen einiger Verletzungen ins Team gerutscht war &#8211; der Mittelstürmer. Das sind allerdings eher nur vage Zuschreibungen: Das Spiel der Brasilianer basierte auf individuellen Ideen und großer Flexibilität im Positionsspiel.</p>
<p>Das Spiel in der sengenden Hitze von Barcelona begann für die Italiener ideal, weil sich die brasilianische Defensive weder um Conti kümmerte (der so leicht nach vorne kam), noch um Cabrini (der den Ball bekam und flankte), und auch Paolo Rossi in der Mitte gewähren ließ &#8211; nach fünf Minuten war der Außenseiter aus Italien mit 1:0 in Front. So brauchte Brasilien etwas, um ins Spiel zu finden, nachdem Sócrates dank eines sensationellen Doppelpasses mit Zico allerdings nur wenige Minute später das sehenswerte 1:1 markierte, schien alles den erwarteten Lauf zu nehmen.</p>
<p><strong><em>Die Selção übernimmt</em></strong></p>
<p>Und tatsächlich übernahm nun Brasilien deutlich die Kontrolle über das Mittelfeld. Cerezo und Falcão schalteten sich viel nach vorne ein, zudem verstärkte Júnior eben oft die Mittelfeldzentrale und beschäftigte so immer wieder italienische Spieler, was den Künstlern Zico und Sócrates Platz zur Spielgestaltung geben sollte. Sollte &#8211; denn in der Defensive standen die Azzurri sehr disizipliniert. Oriali nahm Éder aus dem Spiel, Serginho kam gegen Collovati überhaupt nicht zur Geltung, wodurch am Mittelfeld mehr Verantwortung hängen blieb.</p>
<p>Abgesehen vom Ausgleich war da von den beiden Stars aber wenig zu sehen. Sócrates ließ sich ob der Umklammerung von Gentile, wie erwähnt, immer wieder weit zurückfallen, um das Spiel selbst zu eröffnen und ein wenig Platz zu haben. Diese Lage entspannte sich erst, als Gentile die gelbe Karte sah (die ihn für ein mögliches Halbfinale sperren sollte) und sein körperliches Spiel etwas zurücknehmen musste. Danach aber hatten die Brasilianer kaum Probleme, das Spiel zu kontrollieren. Große Chancen kamen dabei aber nicht heraus.</p>
<p>Ehe hinten Bruder Leichtsinn zuschlagen sollte. Nach einem harmlosen Conti-Freistoß, der sichere Beute von Torhüter Valdir geworden war, ließ sich Cerezo in der Vorwärtsbewegung zu einem blinden Querpass in Richtung Júnior hinreißen &#8211; Rossi roch den Braten, spritzte dazwischen und ließ Valdir keine Chance. Das 2:1 für die Italiener, durchaus entgegen den Spielverlaufs, in der 25. Minute.</p>
<p><strong><em>Unterschiedliche Herangehensweisen</em></strong></p>
<p>Die konträren Spielanlagen wurden sehr deutlich. Auf der einen Seite ließ Telê Santana seine Mannschaft, grob gesagt, einfach drauflos spielen. Einen echten, einstudierten Plan gab es nicht und ganz offensichtlich auch keine echte Vorbereitung auf Basics. So drosch alleine in der ersten Hälfte Éder dreimal mit an die 30 Metern Anlauf Freistöße aus mittlerer Distanz brachial in die Mauer. Erst sein vierter Versuch in der 60. Minute sollte den Weg bis zu Zoff finden. Aber nicht an diesem vorbei.</p>
<p>Der Plan der Azzurri war da ausgeklügelter. Nachdem sie jeweils in Führung gegangen waren, zogen sich die Italiener etwas zurück und lauerten &#8211; vor allem in Person von Bruno Conti, für den sich bei der Seleção niemand zuständig fühlte &#8211; auf Gegenstöße. Dabei waren Oriali und Cabrini auf den Flanken durchaus beteiligt, auch Libero Scirea traute sich, sonst lief da aber wenig: Tardelli hatte explizit defensive Aufgaben; Antognoni (der viel horizontal verschob, aber wenig vertikal) und Graziani (der weit vorne postiert war, um Leandro zu binden) kamen erst in die Gleichung, wenn der Ball schon einigermaßen weit nach vorne getragen worden war.</p>
<p>Nach dem Rückstand zum 1:2 kamen die Südamerikaner ohne Ruhephase schnell wieder ins Spiel zurück, und die Italiener spielten nun schon nach einer halben Stunde ein wenig auf Zeit. Dennoch gab es bis zur Halbzeitpause nur eine echte, wirklich gefährliche Torchance der Brasilianer &#8211; und die war auch von Begleitumständen begünstigt. Collovati hatte sich verletzt, Bergomi war noch nicht eingewechselt, und Sócrates nützte den Raum für einen sehenswerten Kopfball, den Team-Opa Dino Zoff aber parieren konnte.</p>
<p>Anonsten füllten die Italiener den Strafraum an, sodass Zuspiele in die Spitze oder auch Flanken von Seiten der Brasilianer harmlos blieben und geklärt werden konnten. Womit das 2:1 auch der Pausenstand war.</p>
<p><strong><em>Brasilien vorne immer stärker, aber hinten offen</em></strong></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel stellte sich das Spiel sehr ähnlich war. Falcão hatte gleich zu Beginn eine gute Chance, verzog aber knapp; auf der anderen Seite schloss Conti einen Konter mit einem verunglückten Außenristschuss etwas überhastet ab Kurz danach hätte es einen Elfmeter für Italien geben können &#8211; Rossi war im Strafraum zu Boden gegangen. Es blieb dabei: Brasilien hatte deutlich mehr vom Spiel, Italien blieb aber stets gefährlich. Eine dumme Situation für die Brasilianer, denn einerseits mussten sie den Ausgleich erzielen, andererseits durfte aber kein weiteres Gegentor kassiert werden. Denn ein 1:3 gegen diese humorlosen Italiener, soviel war klar, wäre nicht mehr aufzuholen.</p>
<p>Und die Seleção arbeitete daran. Ein Schuss des für einmal doch aufgerückten Leandro das Tor nur knapp (53.), dann rettete ein herausstürmender Zoff im letzten Moment vor Cerezo (55.). Überhaupt, Cerezo: Der 27-Jährige von Atletico Mineiro drehte in dieser Phase auf. Auch, weil Antognoni sich in der Pause offenbar einige harte Worte von  Beazot anhören musste und sehr viel tiefer tieer, was Cerezo eine Ausflüge ermöglichte. Hinten brauchte es ihn schlicht  nicht mehr. Und vorne hatte er auch Pech, wie bei seinem Pfostenschuss in der 62. Minute.</p>
<p>Deutlich war zudem zu sehen, dass er seinen schrecklichen Fehler, der zum 1:2 geführt hatte, wieder gut machen wollte. Er agierte als zusätzlicher Spielgestalter und zunehmend auch als zusätzliche Anspielstation im Strafraum. Dadurch waren Conti und Scirea hinten mehr gebunden, und Scireas Ausflüge zur Spieleröffnung wurden seltener &#8211; und die Italiener somit einer Offensivoption beraubt. Wodurch das Fehlen von Cerezo im defensiven Mittelfeld keine Auswirkungen hatte. Die Brasilianer schnürten die Squadra Azzurra in dieser Phase massiv in den eigenen Strafraum, die Bälle zur Mitte wurden immer gefährlicher und der Ausgleich zum 2:2 schien nur noch eine Frage der Zeit.</p>
<p>Bis Paolo Rossi in der 58. Minute aus einem schnellen Konter über Graziani das 3:1 erzielen hätte müssen, er von einer inexistenten brasilianischen Abwehr vergessen den Ball rechts am Tor vorbei schob. Was die teils erschreckenden Schwächen der offensiv so potenten Seleção brutal offen legte. Ehe sie sich doch noch für den Sturmlauf belohnte: Ausgerechnet Falcão, der bei der Roma spielte, nützte es mit einem Schuss aus 20 Metern aus, von keinem Italiener bedrägt zu werden. So stand es 22 Minuten vor Schluss doch 2:2, ein Resultat, das den Brasilianern für den Semifinal-Einzug gereicht hätte.</p>
<p><strong><em>Rückzug? Nix da!<br />
</em></strong></p>
<p>Aber sollte Telê Santana nun versuchen, mit seiner wackeligen Abwehr das Remis über die Zeit zu bringen? Sei es, weil er seiner Defensive nicht vertraute, oder weil er nicht das Standing hatte, Zico und Sócrates zum geordneten Rückzug zu bewegen &#8211; so oder so, die Brasilianer stürmten weiter, warfen fast alles nach vorne, um die Entscheidung zu suchen und das 3:2 zu erzielen. Und waren so hinten natürlich wiederum offen. Was in der 75. Minute den ersten Eckball für die Italiener brachte. Aus dem das 3:2 für die Azzurri fiel! Rossi fälschte einen Schuss von Graziani unhaltbar ab. Das dritte Tor von Rossi, der zuvor eher für die Skandale zuständig war als für die Tore&#8230;</p>
<p>Wurde das frühe 0:1 nach einigen Minuten weggesteckt und hatte das 1:2 keine Auswirkungen auf die Psyche der Brasilianer, brach ihnen das 2:3 dafür das Genick. Dem Vertrauen auf die individuelle Genialität wich nun die pure Panik, als klar besser besetztes Team auszuscheiden. Und Panik ist kein guter Ratgeber, vor allem dann nicht, wenn es keinen echten Matchplan gibt. Die Seleção, das wurde schnell deutlich, war mit dem dritten Gegentor im Grunde geschlagen. Sie hatte zwar das Glück, dass die Italiener die exzellenten Konterchancen, die sich ihnen nun boten, nicht nützten bzw. diese von Tamsun Chan, dem Linienrichter aus Hongkong, auf eher abstruse Art und Weise unterbunden wurden &#8211; das Abseits, das er bei Antognonis vermeintlichem 4:2 in der 87. Minute anzeigte, sah Chan exklusiv.</p>
<p>Die letzte Hoffnung war nun nur noch ein Lucky Punch. Fast wäre dieser Leandro mit seinem wuchtigen Kopfball in der 89. Minute sogar noch geglückt, aber Zoff konnte den Ball festhalten. Und somit den 3:2-Sieg seiner Mannschaft.</p>
<p><strong><em>Die Nachwirkungen</em></strong></p>
<p>Jonathan Wilson schrieb in einem Standardwerk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Inverting-Pyramid-History-Football-Tactics/dp/1409102041/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1293069316&amp;sr=8-1">Inverting The Pyramid</a>&#8221; über dieses Spiel: &#8220;Es war der Tag, an dem eine gewisse Naivität im Fußball starb; der Tag, nach dem es nicht mehr möglich war, einfach die elf besten Spieler aufzustellen und sie machen zu lassen; der Tag, an dem das System gewonnen hat.&#8221;</p>
<p>Für Brasilien stellt &#8220;A Tragédia do Sarriá&#8221;, die Tragödie von Sarriá, bis heute (neben der gegen Uruguay 1:2 verlorenen Heim-WM 1950) die größte sportliche Katastrophe überhaupt dar. Die Mannschaft von 1982 wird von vielen bis heute als die eigentlich beste Seleção aller Zeiten gesehen. Teamchef Telê Santana wurde umgehend gefeuert, bekam aber für die WM 1986 eine zweite Chance &#8211; und vermasselte auch diese, als im Viertelfinale gegen Michel Platinis Franzosen Endstation war. Jener vierte WM-Titel, den sich eigentlich Sôcrates und Zico 1982 mit Glanz und Gloria abholen sollten, wurde erst 1994 nachgeholt. Passenderweise wiederum gegen Italien. Mit einem eher rigiden Defensiv-Konzept und einem entmachteten Kapitän Raí &#8211; dem kleinen Bruder von Sócrates&#8230;</p>
<p>Die Italiener schlugen im Semifinale Polen mit 2:0 und hatten im Finale gegen die Deutschen den entscheidenden Vorteil, selbst nicht wie der Gegner im Halbfinale in Verlängerung und Elfmeterschießen Kraft und Nerven zu lassen, und hatten noch dazu einen Tag länger Pause. So ging Deutschland in der zweiten Hälfte des Finale schlicht die Luft aus und Bearzots Italiener kamen zu einem sicheren 3:1-Sieg.</p>
<p>Bearzot, der &#8220;Schweiger aus dem Friaul&#8221;, blieb weiterhin Teamchef der Squadra Azzurra, die nach dem Titel aber den hohen Level nicht halten konnte. In der Qualifikation für die Euro1984 wurde nur ein einziges von acht Spielen gewonnen, nur Zypern hinter sich gelassen und die Endrunde so mit Pauken und Trompeten verpasst. Bearzot hatte durch den Titel genug Kredit, sogar nach dieser unfassbaren Peinlichkeit im Amt bleiben zu dürfen. Nach dem Turnier 1986 in Mexiko aber &#8211; wo nach einer müden Vorrunde das Aus im Achtelfinale kam &#8211; war die dann elfjährige Amtszeit vorbei.</p>
<p>Bis zu seinem Tod am 21. Dezember 2010 hat Bearzot nie wieder ein Fußballteam trainiert. In Italien wurde er bis zum Schluss ehrfürchtig &#8220;Il Vecchio&#8221; bzw. &#8220;Vecio&#8221; genannt, der Alte. Enzo Bearzot wurde 83 Jahre alt.</p>
<p><strong><em>Das Personal</em></strong></p>
<p>Italien: Dino Zoff (40, Juventus); Gabriele Oriali (29, Inter), Fulvio Collovati (25, Milan), Gaetano Scirea (29, Juventus), Antonio Cabrini (24, Juventus); Bruno Conti (27, Roma), Marco Tardelli (27, Juventus), Giancarlo Antognoni (28, Fiorentina), Claudio Gentile (28, Juventus), Francesco Graziani (29, Fiorentina); Paolo Rossi (25, Juventus). Giuseppe Bergomi (18, Inter), Giampiero Marini (31, Inter). Teamchef: Enzo Bearzot (54, seit sieben Jahren).</p>
<p>Brasilien: Waldir Peres (31, FC São Paulo); Leandro (23, Flamengo), Oscar (27, FC São Paulo), Luízinho (23, Atl. Mineiro), Júnior (25, Flamengo); Cerezo (27, Atl. Mineiro), Falcão (28, Roma); Zico (29, Flamengo), Sócrates (28, Corinthians); Éder (25, Atl. Mineiro), Serginho (28, FC São Paulo). Paulo Isidoro (28, Grêmio Porto Alegre). Teamchef: Telê Santana (50, seit zwei Jahren).</p>
<p>(phe)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zTfPOzUc1JI" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/zTfPOzUc1JI"></embed></object></p>
<p>Aus der Reihe “Ballverliebt Classics”:<br />
<a href="../2010/10/05/ballverliebt-classics-drama-in-vier-akten/">06.09.1997 | Österreich – Schweden 1:0 (Höhepunkt der ÖFB-Generation Frankreich)<br />
</a><a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/12/ballverliebt-classics-das-goldene-eigentor/">16.05.2001 | Liverpool &#8211; Alavés 5:4 n.V. (Europacup-Final-Allzeit-Klassiker)</a></p>
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		<title>Ein Fleck für den Weltmeister</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 10:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Vorrunde ist geschlagen! Keines der Teams, welches das Achtelfinale wirklich verdient gehabt hätte, hat es verpasst. ballverliebt verteilt den 32 Teilnehmern Noten &#8211; und wenig überraschend gibt es für die beiden Finalisten von 2006 einen glatten Fleck&#8230;<span id="more-2376"></span><br />
</em></strong></p>
<p>1</p>
<p>Argentinien – Drei sichere Siege verdienen sich natürlich einen Einser, aber wirklich getestet wurden die Gauchos noch nicht. Die dämliche Performance gegen Griechenland könnte heilsam sein, oder ein Vorzeichen.</p>
<p>Chile – Das wohl aufregendste Team der Vorrunde wäre beinahe an seiner mangelhaften Chancenverwertung gescheitert, zieht aber absolut verdient ins Achtelfinale ein. Und auch wenn dort Schluss sein dürfte, es ist ein erfreulicher Auftitt.</p>
<p>Japan – Viel erwartet haben die Japaner selbst nicht, umso mehr haben sie sich selbst und auch die Beobachter erstaunt. Mit klarer taktischer Ausrichtung und hoher Disziplin geht’s zu Recht ins Achtelfinale.</p>
<p>Neuseeland – Die wahre Sensation dieses Turniers! Die All Whites wären schon zufrieden gewesen, nicht allzu sehr verprügelt zu werden. Und am Ende blieben sie sogar ungeschlagen! Das verdient sich einen Einser mit Sternchen.</p>
<p>Niederlande – Die Holländer haben die besten Voraussetzungen für ein ganz großes Turnier: Drei leichte Siege, ohne annähernd an die Grenzen gehen zu müssen, und absolute Ruhe im und um das Team. Heißer Tipp!</p>
<p>Spanien – Es macht wahre Champions aus, im Krisenfall die absolute Ruhe zu bewahren und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Der Europameister erholte sich wunderbar vom Schweiz-Schock, kam durch und macht vor allem mental einen absolut stabilen Eindruck.</p>
<p>Uruguay – Zugegeben, das ist kein Party-Fußball. Aber die Urus machten in der Defensive staubtrocken ihren Job und vorne schlagen Forlán und Co. zu, wenn es nötig ist. Da ist noch einiges möglich.</p>
<p>2</p>
<p>Brasilien – Ohne Probleme die schwere Gruppe überstanden, aber noch nicht begeisternd: Die Seleção musste noch nicht ihre volles Potential ausschöpfen. Es sah bislang aber schon recht abgebrüht aus.</p>
<p>Deutschland – Die junge Truppe zeigte sich spielstark und behielt vor allem die Nerven, als es zum Alles-oder-Nichts-Spiel kam. Die Pleite gegen die Serben hat man sich selbst zuzuschreiben. Für den ganz großen Wurf wird es aber nicht reichen.</p>
<p>Mexiko – Den Franzosen haben sie eine Lehrstunde erteilt, die Mexikaner, die anderen beiden Spiele waren ebenfalls in Ordnung. Aber das letzte Stück zu einem Topteam fehlt dann doch noch.</p>
<p>Slowenien – Ohne Zweifel, die Ergebnisse waren besser als die Leistung tatsächlich war. Dennoch zeigten die Slowenen, dass ihre Qualifikation kein Zufall war, und fast hätte es ja sogar zum Achtelfinale gereicht.</p>
<p>USA – Für die Amerikaner scheint Südafrika ein guter Boden zu sein. Mit großem Kampfgeist retten sich die US-Boys ins Achtelfinale, und zwar völlig verdient. Und dort muss noch nicht Schluss sein.</p>
<p>3</p>
<p>Algerien – kaum eine Mannschaft zeigte sich in der Defensive derart sicher wie die Algerier, allerdings war auch kein eine andere vorne so derart harmlos. Für ihr Potential waren die Resultate aber in Ordnung.</p>
<p>Australien – Die Socceroos haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert, und haben vom Auftaktspiel abgesehen nicht enttäuscht. Mehr war in dieser Mannschaft aber nicht mehr drin.</p>
<p>Ghana – Die Black Stars wurden ihrem Ruf als solidestes Team Afrikas gerecht und ziehen als einzige Mannschaft ihres Kontinents eine Runde weiter. Dennoch: Vorne war’s zu harmlos, der Aufstieg ist eher glücklich.</p>
<p>Honduras – Dass die Mittelamerikaner keine Chance haben würden, war klar. Dass sie sich eher unglücklich vor des Gegners Tor anstellen, war ersichtlich. Dass sie sich dennoch für ihr Potential ganz ordentlich dabei waren, kann aber auch nicht geleugnet werden.</p>
<p>Paraguay – Ja, am Ende steht der Gruppensieg. Aber war das bisher wirklich überzeugend? Vom starken Spiel gegen die Slowaken abgesehen, ist Paraguay bis hierhin fraglos noch unter den Möglichkeiten geblieben.</p>
<p>Portugal – Wirklich überzeugend waren Cristiano Ronaldo und Co. ja nur beim 7:0 gegen Nordkorea. Was das Team wirklich kann, wurde aber noch nicht klar. Das Achtelfinale gegen Spanien gibt darüber sicher Aufschluss.</p>
<p>Südafrika – Dem Gastgeber fehlte es schlicht an der Qualität, um die Vorrunde zu überstehen. Ich im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sie sich ordentlich präsentiert und müssen sich nicht schämen.</p>
<p>4</p>
<p>Côte d’Ivoire – Dass sie’s drauf haben, zeigten sie gegen Nordkorea. Aber das Spiel gegen Portugal gingen die Elefanten zu zaghaft an, jenes gegen Brasilien mit allzu viel Einsatz. Da wäre sicherlich mehr möglich gewesen.</p>
<p>Dänemark – Dem guten Spiel gegen Kamerun zum Trotz reicht es verdient nicht. Zu bieder das Auftreten der Mannschaft, zu harmlos nach vorne, und am Ende versagten dem eigentlich routinierten Team auch noch die Nerven.</p>
<p>England – Ein Glück, dass die Slowenen den Ausgleich nicht mehr geschafft haben, denn über ein Ausscheiden hätte sich in England keiner beschweren dürfen. Immerhin haben die Three Lions im entscheidenden Spiel das Resultat erbracht.</p>
<p>Nigeria – Es war schon wesentlich besser als beim haarsträubenden Afrikacup, aber die Super Eagles müssen sich das Aus mehr dummen Fehlern (die Rote gegen Griechenland, die verpassten Chancen gegen Südkorea) als fehlendem Potential zuschreiben.</p>
<p>Nordkorea – die Abwehrleistung gegen die Brasilianer war durchaus beeindruckend, aber danach trat die geheimnisvolle Mannschaft nur noch als Panikorchester auf. WM-Reife? Na, in vier Jahren vielleicht. Diesmal noch nicht.</p>
<p>Schweiz – Trotz des überraschenden (und glücklichen) Sieges gegen Spanien fahren die Eidgenossen zu Recht nach Hause. Ohne jede Kreativität und Esprit versprühten die Schweizer eher Langeweile und Biederkeit.</p>
<p>Serbien – Arbeitsverweigerung im ersten Spiel, schlechte Chancenverwertung im dritten. Das reicht richtigerweise nicht für ein Weiterkommen, dem Sieg gegen die Deutschen zum Trotz.</p>
<p>Slowakei – Der WM-Debütant war der großen Bühne in den ersten zwei Spielen deutlich nicht gewachsen und profitierte im Dritten von der unsagbaren Schwäche des Gegners. Das Achtelfinale ist wohl doch mehr, als diesem Team zusteht.</p>
<p>Südkorea – Dem überzeugenden Auftritt gegen Griechenland folgte nicht mehr viel, die Asiaten schlichen sich eher ins Achtelfinale. Ein schöner Erfolg, aber ob wirklich noch mehr möglich ist?</p>
<p>5</p>
<p>Frankreich – Schlimmer kann man sich nicht präsentieren. Kopflos auf dem Platz, chaotisch im Umfeld. Als ob sich der Finalist von vor vier Jahren selbst für die umstrittene Qualifikation bestrafen wollte.</p>
<p>Griechenland – Eigentlich ist die Schande noch größer als vor zwei Jahren. Denn die Griechen zeigten gegen Nigeria, dass sie eine starke Offensive hätten. Leider hatte Rehhagel wohl eine Allergie dagegen und Spaß daran, dass man sein Team hasst.</p>
<p>Italien – Es hat sich ja in den letzten Jahren schon abgezeichnet. Aber dass es so schlimm werden sollte? Dem Titelverteidiger fehlte es kurz gesagt an allem. Hinten löchrig, in der Mitte ideenlos, vorne ein Lüfterl. Mehr hat dieses Team nicht mehr drin.</p>
<p>Kamerun – Den Auftritt der Löwen kann man ohne Umschweife als genauso missraten bezeichnen wie den der Franzosen, denn die Ansammlung von Individuen hat sich zu hundert Prozent selbst aus dem Turnier genommen.</p>
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		<title>Day 14 / F &#8211; Keine Bewegung!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 14 – Gruppe F &#124; Mit möglichst wenig Aufwand versuchte Italien, den notwendigen Punkt gegen die Slowakei zu holen. Oder war es mangelnde Klasse? Nach dem 2:3 ist der Titelverteidiger jedenfalls raus. Ohne viel Aufwand kam Paraguay zu einem 0:0 gegen berhrzte Kiwis &#8211; und zum Gruppensieg. Italien &#8211; Slowakei 2:3 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #993300;">Südafrika 2010 – </span><span style="color: #ff6600;"> Tag 14 – Gruppe F</span> | Mit möglichst wenig Aufwand versuchte Italien, den notwendigen Punkt gegen die Slowakei zu holen. Oder war es mangelnde Klasse? Nach dem 2:3 ist der Titelverteidiger jedenfalls raus. Ohne viel Aufwand kam Paraguay zu einem 0:0 gegen berhrzte Kiwis &#8211; und zum Gruppensieg.<span id="more-2343"></span><br />
</em></strong></p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Italien &#8211; Slowakei 2:3 (0:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3599" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F6-Ita-Svk-2-3.png"><img class="size-full wp-image-3599 " title="F6 Ita-Svk 2-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F6-Ita-Svk-2-3.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Italien - Slowakei 2:3</p></div>
<p>Der Weltmeister bekommt&#8217;s einfach nicht gebacken: Falsche Aufstellung im ersten Spiel, keine Ideen im zweiten, und keine Bewegung und komplettes Ignorieren der rechten Seite im Dritten. Am Auffälligsten in der ersten Hälfte gegen die Slowaken war das 50-Meter-Loch, das im De-Facto-4-4-2 zwischen dem Mittelfeld und den beiden echten Angreifern Di Natale und Iaquinta aufgerissen wurde. Das ist bei Iaquinta nicht überraschend, aber das sich ein Außenstürmer wie Di Natale so überhaupt nicht anbietet, ist schon erstaunlich. Zudem hielt sich Simone Pepe statt auf der anderen Außenbahn wie Di Natale auf der linken Seite auf.</p>
<p>Dadurch war das Spiel der Italiener, wenn man es überhaupt als solches bezeichnen kann, extrem linkslastig &#8211; Zambrotta wurde auf der rechten Außenbahn nicht nur komplett allein gelassen, sondern auch noch völlig ignoriert. In der Mittelfeldzentrale spielte De Rossi eine schreckliche Partie und er verschuldete mit seinem schlimmem Fehlpass auch noch das 0:1. Montolovo neben ihm agierte etwa sicherer, aber mehr als Lothar-Matthäus-Gedächtnis-Pässe blieben auch ihm nicht übrig.</p>
<p>Die Slowaken, die ja in den ersten beiden Spielen ja wahrlich auch nicht überzeugen konnten, kontrollierten das Spiel mit Leichtigkeit, die sie selbst wohl nicht erwartet hatten. Weshalb sie schon vor dem Führungstor die drei offensiven Mittelfeldleute im 4-2-3-1 mehr oder weniger in die Spitze stellten: Hamšík zentral, Jendrišek über links und Stoch (der statt Weiss junior in die Mannschaft gerückt war) nominell über rechts, ihn zog es aber immer wieder ins Zentrum, um Criscito auszuweichen. So erhielten die Slowaken nicht nur eine Überzahl im offensiven Mittelfeld, sondern stellten auch die langsamen italienischen IV Chiellini und Cannavaro vor diverse Probleme &#8211; obwohl die Slowaken nun beileibe keine internationale Top-Leistung ablieferten.</p>
<p>In der Pause brachte Lippe dann mit Quagliarella (für den wirkungslosen Gattuso) einen echten Außenstürmer, zudem durfte Zambrotta auf seine linke Seite wechseln (weil RV Maggio für LV Criscito kam). Weil Pepe nun einen echten Rechtsaußen gab, spielten die Italiener nun mit einem 4-2-4 und hatten mehr vom Spiel, aber weil die ordnende Hand immer noch fehlte, kam nach einer Stunde auch endlich Andrea Pirlo für den blassen Montolivo ins Spiel. Ohne Wirkung: Der angeschlagene Pirlo zeigte, warum er in den ersten beiden Spielen nicht zum Einsatz kam. Viele Fehlpässe kamen von ihm, aber nicht die gewünschte Präsenz im Mittelfeld,</p>
<p>Die Slowaken verteidigten die kopflosen und recht harmlosen Angriffe der Italiener und konterten &#8211; das 2:0 sah schon wie die Entscheidung aus. Doch plötzlich erwachte im Weltmeister doch noch der Kampfgeist! Durch einen Abstauber gab&#8217;s den schnellen Anschlusstreffer, zehn Minuten vor Schluss. Dann aber auch noch Pech, als der vermeintliche Ausgleich wegen angeblichen Abseits nicht anerkannt wurde &#8211; und der Todesstoß durch das 1:3 in der 89. Minute. Das Ende? Immer noch nicht! Mit der ersten Aktion, die tatsächlich nach Fußball aussah, versenkte Quagliarella zum 2:3. Doch der Ausgleich, der zum Achtelfinale gereicht hätte, gelang nicht mehr.</p>
<p>Fazit: Die Italiener waren 80 Minuten lang nicht einmal mit viel Phantansie als amtierender Weltmeister zu erkennen: Uninspiriert, langsam, planlos. Dass das gegen jetzt beim besten Willen nicht überragenden Slowaken beinahe gereicht hätte, traurig genug. Die Slowaken haben aber das Spiel weniger gewonnen, als es die Italiener viel mehr verloren haben.</p>
<p>————————</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Paraguay &#8211; Neuseeland 0:0</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3600" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F5-Par-Nzl-0-0.png"><img class="size-full wp-image-3600 " title="F5 Par-Nzl 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F5-Par-Nzl-0-0.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Paraguay - Neuseeland 0:0</p></div>
<p>Heute durfte Óscar Cardozo ran &#8211; wenn man schon ein Überangebot an Stürmer hat, so wie Paraguay, dann empfielt es sich auch, diese bei Laune zu halten. Alleine, dem Benfica-Torjäger, der für Lucas Barrios in die Mannschaft kam und in einem etwas schiefen 4-4-2 neben Santa Cruz stürmte (Valdéz war mehr linke Mittelfeldspieler), gelang kaum etwas. Er bewegte sich gegen die trockene neuseeländische Defensive ebenso schlecht wie sein Sturmpartner, weswegen die Spieler, die das Duo versorgen hätte sollen, wenig Bälle in die Spitze auch tatsächlich dorthin brachte. Zu gut waren die beiden in der neuseeländischen Dreierkette aufgehoben.</p>
<p>Auf der linken Seite rückte Valdéz, wie erwähnt praktisch ins Mittelfeld zurück und wurde dort vom fleißigen Morel unterstützt. Auf der anderen Seite war es vor allem der eher unterbeschäftigte RV Caniza, der nach vorne ziemlich Betrieb machte &#8211; im Verbund mit Riveros, der eher aus dem Halbfeld kam. Die Paraguayer konnte sich den Offensivdrang auf den Seiten leisten, denn auf der einen Seite war in Neuseelands gewohntem 3-4-3 ausschließlich Leo Bertos der Gegenspieler, der defensiv viel zu tun hatte und nach vorne genau gar nichts brachte. Die drei Stürmer verteilten sich mit Schlagseite: Killen und Fallon gaben klassische Center-Forwards, Shane Smeltz einen Linksaußen. Alle drei hingen aber ziemlich in der Luft, weil ihre Kollegen vornehmlich damit beschäftigt waren, Paraguay in Schach zu halten.</p>
<p>Was hervorragend gelang: Elliott und Vicelich machten die Mittelfeldzentrale zu, die Dreierkette hinten nahm die sonst so gefährlichen Paraguay-Stürmer aus dem Spiel. So plätscherte das Spiel ohne Highlights vor sich hin, weil Paraguay zu wenig Willen zur Bewegung an den Tag legte. Das wurde erst nach etwas über einer Stunde ein wenig besser, als Barrios und Benítez für Cardoso und Valdéz kamen und Paraguay in eieem 4-2-4 anzurennen versuchte &#8211; mit Barrios und Santa Cruz zentral, Benítez als klassischer Linksaußen und Vera, der nun einen Rechtsaußen gab. Die Neuseeländer wurden so recht gut hinten festgenagelt, und die Albiroja kam zu einigen guten Einschussmöglichkeiten.</p>
<p>Erst in der Schlussphase gingen die Neuseeländer dann auf alles, als der Sieg der Slowaken konkret wurde. Ein Tor hätte den All Whites nun nur noch gewehlt, um sogar Gruppensieger zur werden! Und natürlich musste die Brechstange herhalten gegen einen Gegner, der mit dem 0:0 ja zufrieden war. Die fußballerische Qualität und letztlich auch die Abgeklärtheit der Paraguayer verhinderten aber, dass die Kiwis sogar noch zu einem Sieg kamen.</p>
<p>Fazit: Lange hatte diese Partie den Charakter eines belanglosen Freundschaftsspiels: Paraguay war sich des Achtelfinals sicher, die Neuseeländer glaubten erst ganz zum Schluss wirklich an ihre Chance. Zu spät &#8211; so entspricht das 0:0 dem Charakter des Spiels am Besten.</p>
<p>————————</p>
<p><strong>Das war die Gruppe F: </strong>Dass <span style="color: #ff0000;"><em><strong>Paraguay</strong></em></span> das Achtelfinale erreicht, ist wahrlich keine Überraschung &#8211; im Gegenteil, es wäre unerwarteter gewesen, hätte die Albiroja das nicht geschafft. Aber dass es das Team von Gerardo Martino sogar als Gruppensieger macht, ist schon ein wenig erstaunlich. Das kommt aber nicht von Ungefähr: In der Defensive stand man sicher, das Mittelfeld zeigte durchaus Qualität, wenn das nötig war, und im Angriff gibt es ohnehin ein Überangebot. Angesichts dieser personellen Besetzung darf man sich schon wundern, dass es noch kein einziges Stürmertor gab.</p>
<p>Die Mannschaft, die Paraguay ins Achtelfinale begleitet, ist jene aus der <span style="color: #0000ff;"><em><strong>Slowakei</strong></em></span> &#8211; ja, der WM-Debütant spielte gut organisiert wie man es von einem europäischen Mittelklasse-Team erwarten kann. Aber dass es trotz zweier schlechter Spiele und einem Sieg, der mindestens genauso viel mit der Schwäche des Gegners zu tun hatte, wie mit eigener Stärke, spricht nicht direkt für die Gruppe. So oder so, die Slowaken dürfen sich über den Aufstieg freuen, das Abschneiden von <em><strong>Neuseeland </strong></em>ist aber schlichtweg als Sensation zu bezeichnen. Dass sie All Whites, die letztes Jahr beim Confed Cup noch heillos überfordert waren, bei diesem Turnier ungeschlagen bleiben, ist beinahe sporthistorisch. Mit toller Ordnung hinten und großem Kampfgeist trotzden die Kiwis allen Gruppengegnern  Unentschieden ab. Bravo!</p>
<p>Gar nix mit &#8220;Bravo&#8221; ist dafür mit Titelverteidiger <strong><em><span style="color: #3366ff;">Italien</span></em></strong>. Dass die Squadra Azzurra keine entscheidende Rolle in diesem Turnier spielen würden, deutete sich mit den matten Auftritten bei EM und Confed-Cup ja schon an. Aber sieglos als Gruppenletzter, noch hinter dem vermeintlichen Prügelknaben Neuseeland? Eine unglaubliche Blamage! Die Italiener zeigten Schwächen in der Abwehr, keine Kreativität im Mittelfeld und Harmlosigkeit im Angriff. Alles andere als ein kompletter Schnitt kann jetzt nicht in Frage kommen.</p>
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		<title>Day 10 &#8211; Diese Franzosen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 13:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 10 &#124; Die französische Mannschaft zerfällt, ein französischer Schiri lässt beim 1:3 der Ivorer gegen Brasilien diverse Attentate durchgehen. Außerdem: Paraguay (2:0 gegen die Slowakei) hat gegenüber Italien (nur 1:1 gegen Neuseeland) schon eine Hand am Gruppensieg! Einschub: Die französische Mannschaft hat Raymond Domenech das Training verweigert, aus Solidarität zu Nicolas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #993300;">Südafrika 2010 –</span><span style="color: #ff6600;"> Tag 10</span> | <em><strong>Die französische Mannschaft zerfällt, ein französischer Schiri lässt beim 1:3 der Ivorer gegen Brasilien diverse Attentate durchgehen. Außerdem: Paraguay (2:0 gegen die Slowakei) hat gegenüber Italien (nur 1:1 gegen Neuseeland) schon eine Hand am Gruppensieg!<span id="more-2294"></span></strong></em></em></strong></p>
<p>Einschub: Die französische Mannschaft hat Raymond Domenech das Training verweigert, aus Solidarität zu Nicolas Anelka. Der Stürmer war aus dem Kader geflogen, weil er den Teamchef in der Halbzeit des Spiels gegen Mexiko übel beschimpft haben soll. Außerdem gab es mächtig Krach zwischen Kapitän Patrice Evra und dem Konditionstrainer; der französische Delegationsleiter quittierte seinen Dienst. Das kann als der ultimative Beweis gelten, dass Domenech in der Mannschaft nicht den geringsten Rückhalt hat und sich nach seinem Ende als Teamchef fraglos schwer tun wird, noch irgendwo einen Job zu bekommen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Slowakei &#8211; Paraguay 0:2 (0:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F3-Svk-Par-0-2.png"><img class="size-full wp-image-3574 " title="F3 Svk-Par 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F3-Svk-Par-0-2.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Slowakei - Paraguay 0:2</p></div>
<p>Die Vorsicht vom 1:1 gegen Italien hat Paraguay-Teamchef Gerardo Martino abgelegt: Er stellte auf ein 4-3-3 um; mit Valdez, Barrios und Santa Cruz als Dreier-Angriff. Das Trio agierte da vorne äußerst variabel, rochierte viel und stellte so die slowakische Defensive vor einige Probleme. Škrtel hatte alle Mühe, seine Abwehr zumindest halbwegs zu dirigieren, was allerdings kaum gelang, weil er mich sich selbst genug zu tun hatte.</p>
<p>Die Slowaken spielten mit einem nominellen 4-1-4-1, sie kamen aber nie auch nur annähernd dazu, das auszuspielen. Innenverteidiger Ďurica wurde auf die linke Seite gestellt. Das hatte den Effekt, dass die Paraguayer über diese Seite nicht ganz so gefährlich wurden, nach vorne brachte Ďurica aber exakt Null. Zudem hat er beim Gegentor fürchterlich gepennt und es so nicht mehr verhindern können. Vor ihm war in der offensiveren Viererkette mit Robert Vittek ein nomineller Stürmer aufgestellt, der gegen Bonet allerdings keinen Stich machte. Šesták hing in der Spitze völlig in der Luft, der gegen die Neuseeländer noch so starke Weiss junior fand überhaupt nicht statt und an Hamšík, der das Spiel aus dem zentralen Mittelfeld lenken sollte, lief die Partie komplett vorbei. Zudem zeigte Jan Kozák, der Hamšík zur Seite gestellt wurde, eine erschreckende Leistung.</p>
<p>Ganz anders die Paraguayer: Morel auf der linken Seite hatte alle Freiheiten, weil Weiss ihn defensiv nicht aufhalten konnte oder gleich ganz auf die andere Flanke auswich (und der dann auf der Position spielente Vittek erst recht nichts ausrichten konnte), Riveros im linken und Vera im rechten Halbfeld zeigten sich sehr aktiv. Vor allem aber störten die Paraguayer die gegnerischen Versuche, das eigene Spiel zu etablieren, konsequent extrem früh und zogen so den Slowaken, die zu Beginn mit Härte dagegen zu halten versuchten, dies aber nach etwa einer Viertelstunde mangels Wirkung eingestellt haben, den Zahn.</p>
<p>Nach der Pause verlegte sich das Team aus Paraguay darauf, die Slowaken in Schach zu halten, wenn möglich etwas herauszulocken und dann (vor allem über den bärenstarken Vera) den schnellen Gegenstoß zu suchen. Die Slowaken steigerten sich aber nicht grundsätzlich; kamen zwar zu etwas mehr Ballbesitz, konnten aber nichts wirklich Nennenswerten dabei herausschlagen. Zudem wartete Weiss senior an der Seitenlinie ab, und wartete und wartete, obwohl er sah, dass seiner Mannschaft kreativ nichts gelang. Dafür kam bei Paraguay Mittelfeldspieler Aureliano Torres für den fleißigen Stürmer Valdez, um im Mittelfeld das Spiel besser zu kontrollieren.</p>
<p>Bei den Slowaken kam indes Hološko für Šesták und gesellte sich zu Vittek in die Spitze, was aber nichts brachte, weil das slowakische Mittelfeld überhaupt nichts zu Stande brachte. Erst in der 83. Minute brachte Weiss senior Flügelmann Stoch für den (oft überforderten) Innenverteidiger Saláta, da aber unmittelbar darauf das 0:2 fiel (bei dem die slowakische Abwehr wieder in Ehrfurcht erstarrt war), blieb auch diese Maßnahme wirklungslos.</p>
<p>Fazit: Paraguay agierte absolut souverän und war zu jedem Zeitpunkt Herr der Lage, daher geht der Sieg absolut in Ordnung. Den Slowaken fehlte es schlicht und einfach an der Klasse und der internationalen Erfahrung, die Südamerikaner ernsthaft zu gefährden.</p>
<p>—————————–</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Italien &#8211; Neuseeland 1:1 (1:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F4-Ita-Nzl-1-1.png"><img class="size-full wp-image-3575 " title="F4 Ita-Nzl 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F4-Ita-Nzl-1-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Italien - Neuseeland 1:1</p></div>
<p>Die Neuseeländer veränderten gegenüber ihrem Punktgewinn im Slowakei-Spiel nichts &#8211; warum auch. Marcello Lippi hingegen stellte auf ein 4-4-2 um, wie es in der zweiten Hälfte gegen Paraguay recht ordentlich funktioniert hatte. Allerdings nicht mit Camoranesi auf der linken Seite (mehr Luft als für eine Halbzeit har er nicht), sondern mit Marchisio. Der sich dort draußen allerdings sichtlich nicht wohl fühlte und wirkungslos blieb.</p>
<p>Auch nach dem frühen Führungstor für Neuseeland (auch wenn&#8217;s wohl Abseits war, schaut der stolpernde Cannavaro da nicht gut aus) änderte sich daran nichts &#8211; die Italiener waren es, die das Spiel gestalten mussten. Und das klappte überhaupt nicht, weil keiner da war, der es an sich reißen hätte können. De Rossi und Montolivo, die beiden Sechser, hatten zwar viel Ballbesitz, Zielstrebiges nach vorne fiel ihnen aber absolut nicht ein &#8211; auch natürlich, weil Gilardino und Iaquinta sich in der Mitte auf den Füßen standen, aber keiner den freien Weg über die Flanken suchte. Criscito war der Alleinunterhalter auf der linken Seite, weil Marchisio eben komplett blass blieb. Alleine die rechte Seite mit dem äußerst fleißigen Zambrotta zeigte so ein wenig, wie es gehen könnte.</p>
<p>Was beim Titelverteidiger aber komplett fehlte, waren echte Vorstöße bis zur Grundlinie, um dann auf die kopfballstarken Gilardino und Iaquinta zu flanken. So etwas kam gar nicht &#8211; und mit den langen Bällen aus der Tiefe hatte die neuseeländische Defensive keine Probleme. So war es schon ein wenig ein Geschenk von Tommy Smith, dass er mit seinem Trikotziehen den Elfmeter zum Ausgleich ermöglichte. Der war natürlich nicht unverdient, schließlich taten die Neuseeländer nach vorne nichts mehr, aber wirklich zwingend war er nicht.</p>
<p>In der Halbzeit stellte Lippi dann auch ein 4-2-3-1 um, indem er Di Natale (für Gilardino) brachte und auf die linke Seite stellte; dazu ersetzte Camoranesi (nun im Zentrum) den wirkungslosen Pepe. Die Formation war nun anders, das Spiel war gleich: Wenig Ideen von De Rossi und Montolivo, viel durch die Mitte, selbst die Außen zog es immer wieder ohne Not in die Zentrale &#8211; obwohl die Neuseeländer die Flanken nicht gerade konsequent zustellten.</p>
<p>Nach einer Stunde reagierte Lippi erneut auf das sich nicht bessernde Spiel und brachte mit Pazzini wieder eine zweite Spitze für den komplett überforderten Marchisio ging wieder auf ein 4-4-2 zurück. Pazzini und Iaquinta ließen sich nun aber beide vermhert zurückfallen und warteten auf steile Anspiele in die Spitze. Einige wenige kamen auch, die Neuseeländer hatten aber wenig Mühe, diese zu verteidigen. Und als die Kiwis merkten, dass den Italienern so überhaupt nichts einfällt &#8211; die beiden besten Chancen waren 25m-Schüsse von Montolivo &#8211; wurden sie gegen Ende sogar noch frech und drückten mit Jungspund Wood sogar noch in einigen Situationen auf das Siegtor.</p>
<p>Fazit: Die Italiener schicken sich an, den Engländern ernsthafte Konkurrenz zu machen. Kein Tempo, keine Ideen, keine Kreativität, überschaubare Torgefahr. Mehr als der eine Punkt wäre absolut nicht zu rechtfertigen gewesen. Die All Whites dafür setzen ihre Party fort und werden mit einem verdienten 1:1 für eine engagierte Leistung belohnt.</p>
<p>————————</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Brasilien &#8211; Côte d&#8217;Ivoire 3:1 (1:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/G3-Bra-Civ-3-1.png"><img class="size-full wp-image-3576 " title="G3 Bra-Civ 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/G3-Bra-Civ-3-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Brasilien - Côte d&#39;Ivoire 3:1</p></div>
<p>Ein bissi unterkühlt war&#8217;s schon, was die beiden Mannschaften da zeigten. Beide darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, beide darauf bedacht, nur dann den Weg nach vorne zu suchen, wenn&#8217;s auch ohne Gefahr möglich ist. Weil die Ivorer (mit Drogba als Solo-Stürmer, die Außen Dinane und Kalou rückten zurück in ein 4-1-4-1) aber wesentlich höher verteidigten und auch selbst den Ballbesitz suchten, war es bei den Brasilianern nicht mit dem Gegner zurechtlegen und schauen, wo denn die Schwächen sind, wie das im Spiel gegen Nordkorea noch der Fall war.</p>
<p>Im Gegenteil sahen sie sich einer wie schon gegen Portugal defensiv extrem diszipliniert agierenden Mittelfeldreihe gegenüber, die das Spiel durch die Mitte von Kaká sehr gut unterbinden konnte, Luís Fabiano vorne gut abschirmte und die Brasilianer nicht zur Entfatung kommen ließ. Andererseits war der sichtlich nicht fitte Drogba gegen Lúcio UND Juan natürlich völlig aus dem Spiel (sky-Kommentator Reif nannte es durchaus treffend &#8220;Geiselhaft&#8221;). Somit fehlten Demel und Dindane (rechts), sowie Tiené und Kalou (links) vorne die Anspielstadion, die ein wesentlich aktiverer und vor allem fitten Gervinho zweifellos eher gewesen wäre. Das Resultat: Rasenschach. Die erste Hälfte plätscherte ereignisarm vor sich hin.</p>
<p>Die Brasilianer werden aber sicher gewusst haben, dass sich das Spiel so darstellen wird. Darum wurde eben nicht der Schwachpunkt mit Geduld gesucht, sondern gleich beim ersten Mal beinhart ausgenützt. Dann gab&#8217;s bei Kolo Touré und Zokora doch mal eine Unzulänglichkeit gegen Kaká, Luís Fabinao stand plötzlich frei und mit seinem gefühlt ersten Ballkontakt nach fast anderthalb Spielen hämmerte er den Ball sofort zum 1:0 ins Netz. Ein Rückstand, der den Ivorern sichtlich einiges von ihrer anfänglichen Sicherheit nahm, aber weil Kaká weiterhin steraunlich schlechte Pässe schlug und die Flanken weiterhin gut zugemacht wurden, passierte auch bis zur Pause nichts mehr.</p>
<p>Auch die zweite Hälfte schickte sich an, ähnlich zu beginnen, eher Luís Fabiano zu seiner bemerktenswerten Solo-Aktion anlegte, drei Ivorer (Kolo Touré, Zokora und Tiené) versetzte und zum 2:0 abdrückte. Ja, der Oberarm/Schulter war dabei, aber wenn&#8217;s der Referee nicht pfeift, dann zählt&#8217;s halt. Die Brasilianer wurde darauf etwas sorglos, Bastos ließ für einmal seine Flanke offen, woraufhin Dindane zum ersten Mal im ganzen Spiel Drogba per Flanke einsetzen konnte. Gegen eine dermaßen sichere und effiziente brasilianische Mannschaft müsste so eine Chance aber auch verwertet werden.</p>
<p>So hatte das 0:2 aber nicht den Effekt, dass die Ivorer nun erst recht versuchten, aufzuholen, war ihr Spiel gebrochen. Das 3:0 (nach dem erst zweiten wirklich guten Pass von Kaká) durch Elano, unter gütiger Mithilfe des halb entschlummerten Tiené, war die Folge. Die Einwechslung von Gervinho für Dindane verpuffte angesichte der zerfallenden Mannschaft komplett. Denn leider kämpften die Ivorer nun nicht mehr um Bälle und Tore, sondern nur noch gegen die Beine der Gegenspieler. Leider war der französische Schiedsrichter mit der Leitung der nun extrem rabiaten Partie heillos überfordert. Tioté und der (für Kalou gekommene)  Keita hätten zwigend für ihre Attentate vom Platz gemusst, außerdem hätte Kaká, wenn es als Tätlichkeit bewertet wird, glatt mit Rot fliegen, und nicht mit Gelb-Rot. Wer mich kennt weiß, dass ich Kritik am Schiedsrichter im Normalfall grundsätzlich so weit wie möglich ablehne, aber Lannoy wusste ganz deutlich nicht, was er da tat.</p>
<p>Es brauchte einen 80m-Solosprint von Gervinho, um die Ivorer zumindest kurz wieder aus ihrem Sittenverfall zu reißen, aus dieser Aktion fiel auch das Anschlusstor, weil Juan das Abseits aufhob und Drogba alleine vor dem Tor keine Mühe hatte. Viele Sympathien hat sich das Team mit diesem Auftritt leider nicht gemacht.</p>
<p>Fazit: Die Brasilianer nützten die wenigen Fehler der Ivorer in der ersten Stunde eiskalt und gewinnen als effizientere Mannschaft verdient. Nach der Art und Weise, wie sie von den entnervten Ivorern behandelt wurde, steht nun zu vermuten, dass sie gegen Portugal nicht mit allerletztem Ernst zu Sache gehen &#8211; um die Ivorer für ihre Schweinereien im Nachhinein noch zu strafen. Und Lannoy? Der wird wohl im selben Flieger gen Heimat sitzen wie die Mannschaft aus seinem Land&#8230;</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Day 4 &#8211; Nur nix anbrennen lassen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 4 &#124; Auffällig: Defensive Denkweise schon in Mittelfeldreihen.  Zum einen natürlich typisch für erste WM-Spiele. Aber zum Anderen können große Teams reagieren und/oder abwarten. So wie Holland und Italien. Und nicht so wie ein enttäuschendes Kamerun. Holland &#8211; Dänemark 2:0 (0:0) Ab durch die Mitte &#8211; das war das untaugliche Motto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #993300;">Südafrika 2010 –</span> <span style="color: #ff6600;">Tag 4</span> | Auffällig: Defensive Denkweise schon in Mittelfeldreihen.  Zum einen natürlich typisch für erste WM-Spiele. Aber zum Anderen können große Teams reagieren und/oder abwarten. So wie Holland und Italien. Und nicht so wie ein enttäuschendes Kamerun.<span id="more-2232"></span><br />
</em></strong></p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Holland &#8211; Dänemark 2:0 (0:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/E1-Ned-Den-2-0.png"><img class="size-full wp-image-3548 " title="E1 Ned-Den 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/E1-Ned-Den-2-0.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Holland - Dänemark 2:0</p></div>
<p>Ab durch die Mitte &#8211; das war das untaugliche Motto der Holländer in der ersten Hälfte. Trotz über 60% Ballbesitz fiel ihnen kein probates Mittel ein, um die in der Defensive super organisierten Dänen auch nur ansatzweise in Gefahr zu bringen. Kuyt auf der rechten Seite war praktisch gar nich ins Spiel eingebunden, Van der Vaart auf der linken noch weniger. Und wenn die Außen doch einmal an den Ball kamen, zogen sie sofort wieder in die Mitte. Zudem bekam Van der Vaart auf seiner Seite vom deutlich altersschwachen Van Bronckhorst genau gar keine Unterstützung. Der 35-Jährige lebte schon geraume Zeit nur noch von seinem Namen, seine Leistung ist mit &#8220;diskret&#8221; noch wohlwollend beschrieben. Van der Wiel rechts war zwar deutlich mehr im Spiel, konnte aber ebenso keine Impulse setzen. Symptomatisch, dass die einzige gute Chance, die von Außen eigeleitet wurde (und vor der Pause eigentlich die einzige echte war) vom ausgewichenen Van Bommel eingeleitet wurde.</p>
<p>Die Dänen traten mit dem exakt gleichen System an wie die Holländer (4-2-3-1, mit Enevoldsen links und Rommedahl rechts, nicht umgekehrt), interpretiertes dieses aber deutlich defensiver und fuhren gut damit. In der ersten halben Stunde lullten sie die Holländer erfolgreich ein und machten die Mitte wunderbar zu, nach vorne ging es in erster Linie über Enevoldsen. Der Holland-Legionär agierte zwar oft recht ungenau, probierte aber lange deutlich mehr als der alte Rommedahl auf der anderen Seite. Der wachte erst nach einer halben Stunde auf, offenbarte aber deutlich den eklatenten Schwächepunkt Van Bronckhorst &#8211; nach vorne eben harmlos, nach hinten unsicher.</p>
<p>Das dänische Spiel wurde dann natürlich vom Eigentor kurz nach Wiederanpfiff komplett torpediert. Sie brauchten zehn Minuten, um sich wieder zu sammeln und sich vom Schock zu erholen &#8211; als Olsen dann Grønkjær für den mit Fortdauer des Spiels immer schwächeren Enevoldsen brachte, ging es wieder etwas besser, aber wirklich gefährden konnte Dänemark die Holländer nicht mehr. Vor allem nicht, weil mit Elia (der für den enttäuschenden Van der Vaart gekommen war) nun auch auf der linken Seite das Spiel breiter gemacht wurde. Zudem rochierte Van Persie nun deutlich mehr als vor der Pause, schon das 1:0 wurde so eingeleitet.</p>
<p>Außerdem war Morten Olsen mit seinen weiteren Wechseln auch ungewohnt feig. Statt dem angeschlagenen Bendtner kam mit Mikkel Beckman eher ein hängender Stürmer, und die Maßnahme Eriksen für Kahlenberg war zwar ein wenig offensiver, aber echten Stürmer hatte Olsen nicht mehr auf dem Platz. Er versuchte es kuzrfristig mit einer offensiveren Rolle für Kahlenberg, das sorgte aber für Verwirrung als Besserung. Das korrigierte Olsen nach zehn Minuten mit der Einwechslung von Eriksen eben für Kahlenberg, womit Grundordnung des 4-2-3-1 wiederhergestellt war, aber hinkte. Beckmann agierte etwas deplaziert ganz vorne, Eriksen ging statt Jørgensen in die Zentrale, dieser rückte ins defensive Mittelfeld. Zudem ging den Dänen gegen Ende nicht nur die Kreativität aus (die sie ohnehin nicht wirklich zur Schau stellen konnten), sondern vor allem auch die Luft. Hier muss man den dänischen Verband schon fragen, warum sie sich für ein Basecamp an der Küste entschieden haben, wo doch alle drei Gruppenspiele in der Höhe stattfinden.</p>
<p>Fazit: Feuerwerk ließen die Dänen Holland nicht abbrennen, nach dem Rückstand war aber keinerlei Aufbäumen zu erkennen. Daher ist der Oranje-Arbeitssieg korrekt.</p>
<p>—————————–</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Japan &#8211; Kamerun 1:0 (1:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/E2-Jpn-Cmr-1-0.png"><img class="size-full wp-image-3549 " title="E2 Jpn-Cmr 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/E2-Jpn-Cmr-1-0.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Kamerun 1:0</p></div>
<p>Es war schon die ganze erste Hälfe über sichtbar: Die Verteidung von Kamerun ist alles andere als sattelfest. Alleine, die Japaner verlegten sich im Mittelfeld auf Stören und Verhindern und schafften eine Überzahl, gegen das spielerisch eher arme Mittelfeld der Kameruner überhaupt kein Mittel fand. Kamerun agierte in einem 4-3-3, mit dem jungen Matip als Sechser, der zwar viel Ballbesitz hatte, gegen das massierte japanische Zentrum aber kein wirksames Mittel fand. Makoun und Enoh waren zwar bemüht, rieben sich aber auf und vermieden es seltsamerweise, Linksaußen Coupo-Moting (der wie ein kompletter Fremdkörper wirkte) und Webo ins Spiel zu bringen. Auch Webo kam viel über die linke Seite. Die Folge: Die linke Seite der Kameruner war tot, vorne stand keiner und Eto&#8217;o spielte auf rechts den Hansdampf in allen Gassen, war offensiv aber wirkungslos.</p>
<p>Bei den Japanern, die in einem 4-1-4-1 antraten, war Okubo zwar der nominelle Stürmer, wesentlich auffälliger auch in der Vorwärtsbewegung war aber Keiskuke Honda. Er suchte, wie auch bei ZSKA Moskau, als Aktivposten immer wieder den Weg in die Spitze. Okubo dafür war überhaupt nicht ins Spiel eingebunden, hatte in der ganzen ersten Hälfte genau vier (!) Ballkontakte. Nur folgerichtig, dass das 1:0 für Japan über einen schrecklichen Abwehrschnitzer bei einer Standardsituation zu Stande kam &#8211; anders war es nach dem Spielverlauf der ersten Hälfte eigentlich nicht möglich. Im konkreten Fall zeigte Assou-Ekotto lächerliches Abwehrverhalten, und nach der Flanke behinderten sich Nkoulou und Mbia und natürlich war es Honda, der abstauben konnte.</p>
<p>Mit den Führung im Rücken sahen die Japaner nach der Pause natürlich keinerlei Veranlassung, ihre destruktive Spielanlage zu ändern. Eto&#8217;o fing auf der rechten Seite zwar durchaus ansprechend wieder an, konnte aber seine Stärken dort nie wirklich zur Entfaltung bringen. Er wollte Rechtsaußen, Zehner und auch Sturmspitze gleichzeitig spielen und war so im Endeffekt nichts so wirklich. Struktur im Spiel der Kameruner suchte man Vergeblich. Le Guen brachte dann Emana für den jungen Matip, um das schwache Mittelfeld offensiv zu stärken, und dann Geremi für den wirkungslosen Makoun, um das Spiel besser zu lenken. Effekt? Keiner. Auch die Einwechslung von Idrissou für den oft ignorieten Choupo-Moting brachte nichts.</p>
<p>Okada veränderte nur Details, aber nichts Grundsätzliches. Der schon vor der Pause einigermaßen aktive Honda ging endgültig in die Spitze, als der gelernte Stürmer Okazaki für den fleißigen Matsui auf die rechte Mittelfeldseite kam; der offensiv komplett in der Luft hängende Okubo ging bis zu seiner Auswechslung auf die linke Seite. Das alles allerdings, ohne so richtig gefährlich zu werden oder auch nur wirklich konsequent den Weg nach vorne zu suchen. Für Japan ging es nur darum, die glückliche Führung über die Zeit zu bringen. Was auch gelang.</p>
<p>Fazit: Kamerun ist das bisher schwächste afrikanische Team, denn die Algerier haben wenigstens durch Umstellungen versucht, etwas zu reißen. Die Japaner waren sicher nicht besser, nützten aber die eine echte Chance. Riecht nach einem Schneckenrennen ums Achtelfinale.</p>
<p>—————————–</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Italien &#8211; Paraguay 1:1 (0:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F1-Ita-Par-1-1.png"><img class="size-full wp-image-3550 " title="F1 Ita-Par 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F1-Ita-Par-1-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Italien - Paraguay 1:1</p></div>
<p>Was wurde nicht über die Italiener gelästert. Zu alt, zu langsam, die Nachrücker zu unroutiniert. Doch der Titelverteidiger fing gar nicht schlecht an: Vor allem die Achse Zambrotta-Pepe auf rechts war recht fleißig, das Mittelfeld zeigte ein starkes Pressing. Vor allem damit kamen die Paraguayer überhaupt nicht zurecht: Für einen geregelten Spielaufbau blieb in den ersten 20, 25 Minuten keine Zeit, so hingen Valdez und Barrios vorne ziemlich in der Luft. Mehr als hohe Bälle waren da nicht. Zudem etablierte sich Vera im rechten Mittelfeld bei Paraguay kruzfristig als Schwachpunkt. Sein schlechtes Stellungsspiel und seine technischen Fehler konnten allerdings Criscito und vor allem Iaquinta überhaupt nicht nützen. Iaquinta, der Linksaußen im 4-3-3 gab, sah in der kompletten ersten Hälfte nur sechs Bälle.</p>
<p>Nach starkem Beginn allerdings ließ das Mittelfeld-Pressing der Italiener nicht nur nach, sondern hörte (ebenso wie die Angriffe über die rechte Flanke) komplett auf. Paraguay kam nun wesentlich besser in die Partie, schafften es aber dennoch nicht, das Dortmund-Sturmduo Valdez/Barrios zu bedienen. Gerade Valdez hing ziemlich in der Luft. Aus dem Spiel gelang es zwar nicht, für ernsthafte Gefahr zu sorgen, aber weil De Rossi und Cannavaro bei einem Standard schliefen, ging Paraguay mit einer 1:0-Führung in die Kabine.</p>
<p>Die Italiener aber rissen nach dem Seitenwechsel das Spiel sofort wieder an sich, getragen vor allem vom bärenstarken Montolivo, dem nun wieder fleißigeren Zambrotta und auch von Kampfsau Pepe, der auf die linke Seite gewechselt war. Aus dem 4-3-3 wurde nun endügltig ein 4-2-3-1, wodurch sich die Italiener wieder mehr Kontrolle im Mittelfeld erkauften. Als dann Camoranesi nach einer Stunde für den umtriebigen Marchisio kam, switchte Lippi auf ein 4-4-2, mit Gilardino und (dem allerdings weiterhin durchsichtigen) Iaquinta vorne, Pepe links und Camoranesi rechts im Mittelfeld. Dieser Maßnahme war es zu verdanken, dass Vera, der sich nun deutlich gefangen hatte, sich auf der einen Seite an Pepe aufrieb und Santana die linke Flanke nicht konsequent besetzt hielt, sodass Camoranesi durchaus für Schwung über diese Seite sorgen konnte.</p>
<p>Umso mehr bekamen die Italiener die Kontrolle, als der spielstärkere Di Natale für Gilardino kam und um Iaquinta herum recht frei agieren konnte. Lippi wechselte also dem Spielverlauf entsprechend gut ein, seine Mannschaft steigerte sich klar und der Ausgleich war absolut korrekt. Ja, sogar ein Sieg hätte es noch werden können, denn Paraguays Teamchef Martino gönnte seiner nun vielbeschäftigten Abwehr keine Rotation, wechselte nur (und das völlig wirkungslos) positionsgetreu die beiden Stürmer aus, ohne etwas für sein Mittelfeld zu tun, um die Spielkontrolle wieder zu erlangen. Der Punkt für Paraguay hielt nur, weil sich Torhüter Villar nach seinem Irrflug beim Gegentor (auch ein Standard) keine Fehler mehr elaubte.</p>
<p>Fazit: Italien brauchte ein paar Justierungen, um nach der Pause ins Spiel zurück zu finden, das Unentschieden ist aber (mindestens) verdient. Paraguay reagierte nicht angemessen auf die italienischen Umstellungen und hatte im Endeffekt ein wenig Glück.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Keine Hähne im weltmeisterlichen Hühnerstall</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/04/22/keine-hahne-im-weltmeisterlichen-huhnerstall/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 16:47:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[WM 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Lippi]]></category>

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		<description><![CDATA[WM-SERIE, Teil 17: ITALIEN &#124; Nach der mauen EM holte sich der Titelverteidiger Marcello Lippi zurück &#8211; er soll die Azzurri wieder zum Titel führen. Doch er ist längst nicht unumstritten &#8211; erst setzte er zu viel auf die Alten, jetzt probiert er den Medien zu viel herum. Lippi kann eigentlich nur verlieren. &#8220;Ich will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>WM-SERIE, Teil 17: <span style="color: #ff6600;"><strong>ITALIEN</strong></span></em><strong> | <em>Nach der mauen EM holte sich der Titelverteidiger Marcello Lippi zurück &#8211; er soll die Azzurri wieder zum Titel führen. Doch er ist längst nicht unumstritten &#8211; erst setzte er zu viel auf die Alten, jetzt probiert er den Medien zu viel herum. Lippi kann eigentlich nur verlieren.<span id="more-1940"></span><br />
</em></strong></p>
<p>&#8220;Ich will keine Hähne im Hühnerstall haben&#8221;, gab Marcello Lippi, der &#8220;Commisario Tecnico&#8221; des amtierenden Weltmeisters, zuletzt zu Protokoll. Damit meint er &#8220;Spieler, die sich aufregen, wenn die ausgewechselt werden. Die sich mit den Schiedsrichtern anlegen. Die sich mit den Teamkollegen streiten, wer einen Freistoß schießen darf. Solche Spieler kann ich nicht brauchen!&#8221; Schlechte Karten also für alternde Diven wie Francesco Totti oder Alessandro del Piero, die einige Tifosi mit Blick auf die mauen Leistungen der Nationalmannschaft in den letzten Jahren wieder fordern. Oder Luca Toni, der sich bei der Roma wieder richtig wohl fühlt. Aber voGute Karten higegen für einige international noch unbekannte Spieler. Wenn auch nicht ohne ein &#8220;Aber&#8221; &#8211; denn wie ja nicht ganz neu sein dürfte, kommen unbekannte &#8220;Talente&#8221; in Italien erst ins Nationalteam, wenn sie die Mitte-Zwanzig-Marke schon deutlich überschritten und stramm auf die Dreißig zugehen.</p>
<p>Der sportliche Niedergang der Serie A schlug sich natürlich auch auf die Nationalmannschaft nieder. War die italienische Elitelige in den Jahren bis zum WM-Triumph von Berlin noch eine der dominierenden in Europa, hat das Gesundschrumpfen in Folge des &#8220;Calciopoli&#8221;-Skandals rund um den langjährigen Juve-Manager Luciano Moggi auch den Teams einiges an sportlicher Potenz gekostet. Die großen ausländischen Stars wie Kaká von Milan waren nicht mehr zu halten. Letztes Jahr wurde gar ein Spieler, der in der brasilianischen Nationalmannschaft keinerlei Rolle spielt, bei Juventus als Heilsbringer geholt &#8211; Diego konnte die hohen Erwartungen aber natürlich nicht erfüllen.</p>
<p>Vor allem auf Klubebene das italienische Leistungsloch deutlich. Juventus wird von  einer, bei allem Respekt vor den Leistungen, englischen  Durchschnitts-Truppe wie Fulham aus der EuroLeague gekegelt, nachdem in  der Champions League gegen die Bayern und Bordeaux nichts zu holen war. Milan wird  von Manchester United regelrecht aus dem Stadion gepulvert. Die Roma  segelt in der EuroLeague sang- und klanglos gegen Panathinaikos Athen  raus &#8211; trotz Bestbesetzung. Lediglich Inter Mailand kann eine  erfolgreiche Europapokal-Saison vorweisen. Dumm nur, dass bei Inter kein  einziger Italiener spielt.</p>
<p>Hinzu kommt, dass bei Italiener ihre sprichwörtlich größten Stärke bröckelt: die Defensive. Fabio Cannavaro, mittlerweile 36 Jahre alt, ist weit über seinen Zenit hinaus, seine potentiellen Partner Nicola Legrottaglie und Giorgio Chiellini haben ganz einfach kein internationales Niveau. Und andere italienische Verteidiger gibt es bei den Spitzenteams nicht! Mit Lucio/Samuel bei Inter und Juan/Burdisso bei der Roma kämpfen zwei südamerikanische Duos um den Scudetto, bei Milan gibt&#8217;s ohnehin nur noch Notlösungen wie Oddo in der Abwehrzentrale, und allen anderen fehlt es schlicht an Klasse und internationaler Erfahung. Mit einem alten Mann und zwei Durchschnitts-Verteidigern lässt sich aber kaum noch sinnvoll ein Catenaccio aufziehen.</p>
<p>Kein Wunder, dass Lippi seit der geschafften Qualifikation viel probiert. Etwa mit Salvatore Bocchetti von Sampdoria. Oder mit einer Dreierkette und Leonardo Bonnucci von Aufsteiger Bari. Diese hat zuletzt recht gut funktioniert. Nach Südafrika gibt es mit Sicherheit einen massiven Generationswechsel &#8211; Cannavaro wird sicher aufhörenn, auch Zambrotta, Gattuso und Camoranesi dürften das Feld gemeinsam mit Lippi wohl räumen. Es wäre keine Überraschung, wenn der Umbruch durch ein frühes WM-Aus zusätzlich Traktion bekäme.</p>
<p>Lippi hat in der Qualifikation lange den verdienten Spielern von 2006 vertraut, eher er sich an einen seiner Grundsätze erinnert hat: Die Mannschaft ist wichtiger als die Spieler. Darum die Aussage mit den Hähnen, die er nicht haben will. Nun versucht er, mit dem schnellen Einbau von (zumindest halbwegs) jungem Talent den Erfolgshuger in den Kader zurückzubringen, der den alten Herren offenbar schon abging. Beim letzten entscheidenden Quali-Spiel gegen Irland standen zehn Spieler in der Startformation, die in Deutschland den Titel geholt hatten &#8211; nur Angelo Palombo kam neu hinein. Seither blieb kein Stein auf dem anderen, obwohl anzunehmen ist, dass die meisten Positionen bei der Endrunde dann doch wieder von den bewährten Kräften ausgefüllt werden.</p>
<p>Bleiben am Ende also doch wieder noch die Gerupften von Juve, der Roma und diversen Underdogs. Im Tor ist eigentlich Altmeister Gigi Buffon eingeplant. Warum Manchester City für den mittlerweile kaum noch mehr als durchschnittlichen und äußerst verletzungsanfälligen Torhüter aberwitzige Summen bieten, bleibt vorerst das Geheimnis der Scheichs. Sollte Buffon, was ja nicht ganz unwahrscheinlich ist, ausfallen, schlägt die Stunde von Federico Marchetti. Noch nie gehört? Kein Wunder, der 27-Jährige spielt bei Cagliari und hat genau null Europapokalspiele in den Beinen.</p>
<p>In der Abwehr hat sich zuletzt die Dreiervariante als Lippis bevorzugte Formation herauskristallisiert. Er zieht dabei die Außenverteidiger etwas nach vorne und opfert dafür einen nominellen Mittelfeldspieler. Fabio Cannavaro und Giorgio Chiellini dürften gesetzt sein, um die dritte Position hat wohl mit Nicola Legrottaglie ein weitere Juve-Verteidiger die besten Karten. Seine Konkurrenten sind Bocchetti von Genoa und der routiniertere Bonera von Milan, einer der beiden wird aber sehr wahrscheinlich den Sprung in den Kader nicht schaffen.</p>
<p>Auf der defensiveren Position der rechten Seite ist es Gianluca Zambrotta, der seine ziemlich sicher letzte WM-Endrunde spielen wird. Um den Stammplatz auf der linken Seite rittern der der junge Domenico Criscito und Fabio Grosso. Letzterer ist zwar deutlich routinierter und war einer der Schlüsselfiguren beim Titel vor vier Jahren, er ist aber nicht unschuldig daran, dass sich Juventus zuletzt im freien Fall befand.</p>
<p>Auch das nominelle Mittelfeld ist überlicherweise eher defensiv ausgerichtet, im Normalfall mit einem echten Sechser (Gattuso oder De Rossi, alternativ auch Montolivo) und einem etwa vorgerückten Spielgestalter. Hier ist Freisoßkünstler Andrea Pirlo gesetzt, wenn er nicht auf der Sechserposition spielt. Sollte das der Fall sein, darf Angelo Palombo spät, aber doch mit 28 Jahren noch auf WM-Auftritte hoffen. Da sowohl die Außenverteidiger allerdings durchaus Stärken auch in der Offensive haben und Pirlo als Impulsgeber für die Offensive gedacht ist, kann diese Linie &#8211; wenn man will &#8211; auch als reines Vierermittelfeld interpretiert werden. Ganz aus ihrer Haut können die Italiener, die über Jahrzehnte über eine dichte Abwehr zum Erfolg kamen, nicht heraus.</p>
<p>In der Offensive selbst setzt Lippi auf ein Dreiergespann. Und auch auf den Platz der Außenstürmer hat Lippi die Auswahl, je nachdem, wie er das Spiel anlegt. Gerade in der Vorrunde gegen auf dem Papier deutlich unterlegene Mannschaften wird er aber kaum auf den defensiveren Camoranesi zurückgreifen &#8211; zumal der 33-jährige gebürtige Argentinier ja auch nicht jünger wird. Nein, da stehen schon genug Spieler mit Defensiv-Anlagen auf dem Platz, hier dürfen sich die reinen Offensiv-Spieler austoben. Ein solcher geborener Flügelstürmer ist etwa Antonio di Natale von Udinese, der schon seit längerem als Linksaußen eigentlich gesetzt ist. Rechts ist der Platz von Wandervogel Fabio Quagliarella, der im Moment bei Napoli unter Vertrag steht, aber auch Simone Pepe ist nicht ohne Chance.</p>
<p>Um den einen Platz im Sturmzentrum herrscht ein dichtes Gedränge: Alberto Gilardino dürfte hier im Normalfall die Nase vorne haben, aber mit Iaquinta und Rossi &#8211; dem einzigen Spieler im Kader, der nicht in der Serie A spielt &#8211; hat &#8220;Gila&#8221; durchaus Konkurrenz. Auch Marco Borriello von Milan macht sich noch Hoffnungen, auf den WM-Zug aufspringen zu können, und nachdem nun auch Juve-Brasilianer Amauri einen italienischen Pass sein Eigen nennen kann, ist auch er noch mit im Rennen.</p>
<p>Es ist aber auch nicht ganz ausgeschlossen, dass Lippi zwei Zentrumsstürmern sein Vertrauen ausspricht. Allerdings wohl nur, wenn es notwendig ist, das defensiv interpretierte 3-4-3 in ein etwas mutigeres 4-4-2 umstellt &#8211; dann würde der dritten Innenverteidiger eben für eine zweite echte Spitze weichen. Durchaus denkbar, das Lippi das gegen die eher leichten Gruppengegner das ausprobiert, für den Fall, dass es in einem Achtelfinale etwa gegen Dänemark oder gar Holland notwendig würde.</p>
<p>Sicher ist aber, wie erwähnt, dass nach der Endrunde in Südafrika der ganz große Schnitt einfach kommen muss. Spieler wie Marchionni, Criscito oder Zauberzweg Giovinco, aber auch Molinaro (der den Schritt nach Deutschland genommen hat) und Biondini brennen darauf, die gefühlten Großväter aus dem Mannschaft zu spielen, die ihnen wohl bei der Endrunde in Südafrika den Platz schon eher versperren. Und sicher ist noch eines:</p>
<p>Italien ist im WM-Rennen ein krasser Außenseiter. Auch als Titelverteidiger.</p>
<p>————————————————</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">ITALIEN</span><br />
</strong>blaues Trikot, weiße Hose, Puma – Platzierung im <a href="http://www.eloratings.net/">ELO</a>-Ranking: 6.</p>
<p><strong>Spiele in Südafrika:</strong><br />
Paraguay (Abendspiel Mo 14/06 in Kapstadt)<br />
Neuseeland (Nachmittagspiel So 20/06 in Nelspruit)<br />
Slowakei (Nachmittagsspiel Do 24/06 in Johannesburg/E)</p>
<p><strong>TEAM: Tor:</strong> Gigi Buffon (32, Juventus), Morgan de Sanctis (33, Napoli), Federico Marchetti (27, Cagliari). <strong>Abwehr: </strong>Salvatore Bocchetti (23, Genoa), Daniele Bonera (29, Milan), Fabio Cannavaro (36, Juventus), Giorgio Chiellini (25, Juventus), Domenico Criscito (23, Genoa), Fabio Grosso (32, Juventus), Nicola Legrottaglie (33, Juventus), Gianluca Zambrotta (33, Milan). <strong>Mittelfeld: </strong>Mauro Camoranesi (33, Juventus),  Daniele de Rossi (26, Roma), Gennaro Gattuso (32, Milan), Christian Maggio (28, Napoli), Riccardo Montolivo (25, Fiorentina), Angelo Palombo (28, Sampdoria), Simone Pepe (26, Udinese), Andrea Pirlo (31, Milan). <strong>Angriff: </strong>Antonio di Natale (32, Udinese), Alberto Gilardino (27, Fiorentina), Vincenzo Iaquinta (30, Juventus), Fabio Quagliarella (27, Napoli), Giampaolo Pazzini (25, Sampdoria), Giuseppe Rossi (23, Villarreal).</p>
<p><strong>Teamchef: </strong>Marcello Lippi (62, Italiener, seit  August 2008)</p>
<p><strong>Qualifikation: </strong>2:1 in Zypern, 2:0 gegen Georgien, 0:0 in Bulgarien, 2:1 gegen und 2:0 in Montenegro, 1:1 gegen Irland, 2:0 in Georgien, 2:0 gegen Bulgarien, 2:2 in Irland, 3:2 in Zypern.</p>
<p><strong>Endrundenteilnahmen: </strong>16 (1934 und 38 Weltmeister, 50 und 54 Vorrunde, 62 und 66 Vorrunde, 70 Finale, 74 Vorrunde, 78 Vierter, 82 Weltmeister, 86 Achtelfinale, 90 Dritter, 94 Finale, 98 Viertelfinale, 2002 Achtelfinale, 06 Weltmeister)</p>
<p><em><strong>&gt;&gt; Ballverliebt-WM-Serie</strong></em><br />
Gruppe A: <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/12/2010/01/02/2009/12/17/das-himmelfahrtskommando/">Südafrika</a>,  Mexiko, Uruguay, <a href="../2010/04/09/krebse-rein-skorpione-raus/">Frankreich</a><br />
Gruppe B: Argentinien, Nigeria, <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/01/29/jetzt-oder-nie-2/">Südkorea</a>,  <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/12/2010/01/02/2009/12/25/2009/12/08/libero-plus-viererkette/">Griechenland</a><br />
Gruppe C: England, <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/12/weltmacht-nicht-auf-dem-fusballplatz/">USA</a>,  <a href="../2010/04/09/2010/03/23/frankreich-ii-vulgo-algerien/">Algerien</a>,  Slowenien<br />
Gruppe D: <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/12/2010/01/02/2009/12/12/auf-den-spuren-der-jugend-trikot-gewinnspiel/">Deutschland</a>,  Australien, <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/17/in-der-ruhe-liegt-die-kraft/">Serbien</a>,  Ghana<br />
Gruppe E: <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/02/02/vier-sechs-null/">Holland,</a> Dänemark, <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/12/2009/12/25/das-land-der-nichtaufgehenden-fusballsonne/">Japan</a>,  Kamerun<br />
Gruppe F: Italien, Paraguay, <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/02/die-lieblinge-der-fusballgotter/">Neuseeland</a>,  <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/26/mehr-als-ein-kleiner-bruder/">Slowakei</a><br />
Gruppe G: <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/26/2010/01/20/2010/01/12/2010/01/02/2009/12/25/2009/12/12/2009/12/05/dunga-und-seine-arbeitstiere-vom-zuckerhut/">Brasilien</a>,  Nordkorea, <a href="http://ballverliebt.eu/2010/04/14/das-zentralgestirn-und-seine-planeten/">Côte d’Ivoire</a>, Portugal<br />
Gruppe H: Spanien, Schweiz, <a href="../2010/04/07/der-konig-von-honduras/">Honduras</a>,  <a href="../2010/04/09/2010/04/07/2010/03/23/2010/03/17/2010/02/02/2010/01/29/2010/01/20/generation-kanada/">Chile</a></p>
<p>* Die Platzierung im ELO-Ranking bezieht sich auf den Zeitpunkt der  Auslosung</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1940&amp;md5=edc10607b5f2d9ff5eee2344acead900" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Florian Klein, Frosinone Calcio und das Hagmayr-Dilemma</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/01/28/florian-klein-frosinone-calcio-und-das-hagmayr-dilemma/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 10:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frosinone]]></category>
		<category><![CDATA[Hagmayr]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Klein]]></category>
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		<description><![CDATA[Florian Klein vom LASK wechselt also nach Frosinone, wie es aussieht. Das Serie-B-Team aus Mittelitalien ist jenseits des Brenners damit endgültig die Österreich-Filiale Nummer eins – schließlich streifen seit einem halben Jahr schon die GAK-Talente Elsneg und Gucher den hellblauen Dress des Zweitliga-Mittelständlers über. Beide sind, wie auch Florian Klein, Schützlinge von Spielervermittler Max Hagmayr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Florian Klein vom LASK wechselt also nach Frosinone, wie es aussieht. Das Serie-B-Team aus Mittelitalien ist jenseits des Brenners damit endgültig die Österreich-Filiale Nummer eins – schließlich streifen seit einem halben Jahr schon die GAK-Talente Elsneg und Gucher den hellblauen Dress des Zweitliga-Mittelständlers über.<br />
<span id="more-1168"></span><br />
Beide sind, wie auch Florian Klein, Schützlinge von Spielervermittler Max Hagmayr. Eben jenem Max Hagmayr, dem das Image nachhängt, er würde seine Spieler üblicherweise um des Wechselns Willen transferieren, und den sportlichen Aspekt weitgehend außer Acht lassen. Dieses Image kommt nicht von ungefähr. Die viel versprechende Karriere des ehemaligen Teamspielers Muhammet Akagündüz beispielsweise blieb in einem unübersichtlichen Dickicht von seltsamen Transfers stecken. Von der Austria über Malatya zu Ried, von dort zu Konyaspor, dann zu Rapid, von wo aus er nach nur einem Jahr zu Kayseri ging, von dort über zu Serie-B-Absteiger Verona zurück zu Ried, das er vor einem halben Jahr in Richtung des türkischen Zweitligisten Manisaspor verließ – wo er statt dem Strafraumgespenst den Bankangestellten gibt. Zu Hagmayrs Opfern gehört auch Patrick Pircher: Der als Supertalent gepriesene Vorarlberger wechselte auf die Bank der Austria, später in die deutsche Regionalliga zu Augsburg, wo er nach dem Aufstieg ausgemustert wurde, und nun die Altacher Abwehr auf erstaunliche Art und Weise nicht zusammenhält.</p>
<p>Sicher: Es sind dies alles Spieler, die ganz offensichtlich mehr auf die Entwicklung ihres Bankkontos schauen, als auf die ihrer fußballerischen Fähigkeiten – aber eine große Treffsicherheit bei der Auswahl der neuen Vereine kann man Hagmayr auch bei seinen Schützlingen Salmutter, Schoppitsch, Prettenthaler, Skoro und Sariyar nicht unterstellen.</p>
<p>Was man ihm aber zugestehen muss: Er hat hervorragende Kontakte, vor allem nach Italien. Er vermittelte einst (den bei der nach dem Zwangsabstieg viertklassigen Fiorentina gescheiterten) LASK-Junior Sascha Pichler, auch den von seinen Trainern in Österreich gebrochenen Thomas Pichlmann (der bei Aufstiegskandidat Grosseto mittlerweile zum Stammpersonal gehört) und Daniel Beichler aus der Sturm-Graz-Jugend (der nur ein halbes Jahr bei der Reggina blieb, aber laut Aussage seiner Trainer in Graz vor allem im menschlichen und taktischen Bereich enorm dazugelernt hat), sowie eben die GAK-Talente Elsneg und Gucher in das stiefelförmige Land. Einzig der von der bosnischen LLC-Agentur vertretene Ex-Admiraner Daniel „Lupo“ Wolf schaffte es ohne Hagmayr wirklich nach Italien, wo er sich über Drittligist Pistoiese zum Leistungsträger bei Zweitligist Piacenza hocharbeitete.</p>
<p>Nun sagen viele, „was will Klein denn in Frosinone…?“ Dabei wird außer Acht gelassen, dass es kaum möglich ist, von einem international nicht vertretenen Klub wie dem LASK direkt in eine Topliga zu kommen – weil man da einfach unter dem Radar fliegt. Ein Zwischenschritt ist notwendig – frag nach bei Pauli Scharner (Brann Bergen) und Emanuel Pogatetz (FC Aarau). Ja, Elsneg und Gucher haben sich in der Kampfmannschaft noch nicht durchgesetzt. Aber Gucher spielt in der Primavera (also der Reserve), und auch Elsneg hatte durchaus schon seine Einsätze in der ersten Mannschaft. Der Sprung von der österreichischen Regionalliga (in der bei den meisten Teams biederer Steinzeit-Fußball gespielt wird) selbst in die Primavera-Serie-B ist ein großer. Weniger, was Tempo und Athletik angeht – aber vor allem Taktik und Spielintelligenz betreffend. Und auch in der Serie B selbst geht es zwar nicht bedeutend schneller (und schon gar nicht brutaler) zu als in unserer Kasperl-Bundesliga, aber der Unterschied zwischen dem, was er taktisch bei Gregoritsch, Daxbacher, Panadic und Lindenberger (nicht) gelernt hat, und den Anforderungen des im Grunde nur auf Taktik aufgebauten italienischen Fußballs (auch in der Serie B) könnte kaum größer sein.</p>
<p>Daher ist sportlich der Schritt vom LASK zu Frosinone ohne Zweifel zu begrüßen. Die Frage ist viel eher: Will sich Klein wirklich weiterentwickeln und sich für die Serie A anbieten – oder nur immer wieder ein wenig mitkassieren, wie es für viele Hagmayr-Schützlinge üblich ist? Was für ersteres spricht: Klein hat absolut das Talent, sich in der Serie B bald einen Namen zu machen. Dazu muss man ihm aber in jedem Fall ein halbes Jahr Zeit geben (Wolf und Pichlmann brauchten das auch), er muss lernwillig sein und das Gelernte schnell umsetzen können. Er darf sich nicht zu schade sein, schnell der italienischen Sprache Herr zu werden. Er muss bereit sein, für seinen Platz in der Mannschaft zu kämpfen.</p>
<p>Vor allem aber sprechen zwei Punkte für Klein bei Frosinone: Erstens, dass der Verein händeringend nach einem rechten Mittelfeldmann sucht. Und zweitens, dass der 22-jährige Klein seit wenigen Wochen Vater ist, daher wohl nicht (wie etwa Akagündüz) jedes Jahr in ein anderes Land umziehen wird wollen.</p>
<p>Hoffen wir das Beste.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1168&amp;md5=1fb42fd3d0b17ea19a6c1850fe602855" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8230;was bei Italien-Österreich sonst noch auffiel</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/08/21/was-bei-italien-osterreich-sonst-noch-auffiel/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Lippi]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Tom und Georg schon ihre Analyse abgegeben haben, möchte auch ich kundtun, was mir so alles aufgefallen ist. Unterschied zu den beiden Kollegen: Ich habe mir das Spiel im italienischen Fernsehen gegeben. - Anfangs kamen die Italiener &#8220;sulla fascia destra&#8221;, also über die Seite Fuchs/Pogatetz. Der Neu-Bochumer Fuchs kam nicht zurecht, weswegen Pogatetz nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Tom und Georg schon ihre Analyse abgegeben haben, möchte auch ich kundtun, was mir so alles aufgefallen ist. Unterschied zu den beiden Kollegen: Ich habe mir das Spiel im italienischen Fernsehen gegeben.<br />
<span id="more-605"></span><br />
- Anfangs kamen die Italiener &#8220;sulla fascia destra&#8221;, also über die Seite Fuchs/Pogatetz. Der Neu-Bochumer Fuchs kam nicht zurecht, weswegen Pogatetz nicht selten die Arbeit von zwei erledigen musste.</p>
<p>- Paul Scharner spielte das, was bei Brückners Tschechien Galásek spielte: Den Taktgeber im defensiven Mittelfeld, den Löcherstopfer, das &#8216;Mädchen für alles&#8217;. Er war der einzige im österreichischen Team, der Präsenz, internationale Erfahrung und echtes Selbstvertrauen ausstrahlte.</p>
<p>- Janko bewegte sich viel, stand einmal goldrichtig. War eine ordentliche Leistung.</p>
<p>- Das 1:0 war eigentlich eine verunglückte Flanke, die erst durch das gute Stellungsspiel und das so entstandene Abfälschen des Balles von Scharner ermöglicht wurde. Janko machte aber das beste aus der Chance.</p>
<p>- Ein Scharner alleine macht noch kein gutes Mittelfeld. Dort hatten die Italiener eine permanente Überzahl.</p>
<p>- Nach 30 Minuten zog Säumel nach hinten, wurde auf 4-2-3-1 umgestellt. Säumel fehlt zwar etwas die Matchpraxis, er bewies aber nicht selten gutes Auge für das Stellungsspiel: &#8220;Säumel può diventare un giocatore importante per il Torino&#8221;, er kann ein wichtiger Spieler werden.</p>
<p>- Im Laufe des Spiels fing sich die linke Abwehrseite der Österreicher, dafür baute auf der anderen Seiten Garics immer weiter ab. Sein Zweikampfverhalten war (vor allem in der 2. Halbzeit) lächerlich, sein Stellungsspiel nicht überzeugend &#8211; so entstand das 1:2 kurz vor der Pause. Er kam auch nicht dazu, nach vorne viel zu machen, dazu hatte er zu viel mit Di Natale zu tun.</p>
<p>- Was die Österreicher gut machten: Mismatches im Strafraum kreieren. Beim 1:0 stand Janko gegen Pirlo, bei der guten Chance kurz nach der Pause war plötzlich De Rossi ganz alleine bei Janko. Gerenerell macht die Organisation bei Standards Hoffnung.</p>
<p>- &#8220;Ein lange Ball, und plötzlich Tempo: Da steckt schon einiges an Tschechien in dieser österreichischen Mannschaft&#8221;, so der Kommentator der RAI.</p>
<p>- Ohne Scharner fehlte nach der Pause sichtlich das Hirn im Mittelfeld, da sah es wieder so aus wie vor der EURO: Laute brave Indianer, aber kein Häuptling. Dass Ivanschitz keiner ist, sollte nun auch Brückner gesehen haben.</p>
<p>- Gercaliu konnte sich nicht wirklich aufdrängen. Er hatte eine Phase, in der er nicht schlecht mit Fuchs harmonierte, alledings war er vorher verunsichert und nachher schlecht.</p>
<p>- Prödl im DM haben wir jetzt 10 Minuten gesehen, das muss nicht mehr sein. Fast gut, dass Pogatetz raus musste, um diesen Blödsinn korrigieren zu können.</p>
<p>- Özcan zeigte eine hervorragende Leistung &#8211; mit der Ausnahme seines Geschenks zum Ausgleich. Bitte mehr von ihm!</p>
<p><em><strong>Und was bei den RAI-Kommentatoren auffiel:</strong></em><br />
- sie zeigten sich sehr erstaunt über die junge Mannschaft. (Klar, für Italiener ist alles jung, was nicht älter als 28 ist&#8230;)</p>
<p>- sie hatten großen Respekt vor den Standards: &#8220;Ci sono alcuni giocatori molto pericoloso, come Prödl, Janko e anche Scharner!&#8221; (Es sind einige gefährliche Spieler dabei) Was sich auch prompt bewahrheitete: &#8220;Prödl fa grande caos nella difesa italiana!&#8221; (Prödl verursacht einiges Chaos in der ital. Hintermannschaft).</p>
<p>- nach acht Minuten Spielzeit ergingen sie sich in einer minutenlangen Analyse der österreichischen Taktik.</p>
<p>- Und vor allem: Sie waren genauestens über das Spiel Rapid-Anorthosis informiert. Sie konnten bei Maierhofers Einwechslung haarklein erzählen, wie genau die beiden Maierhofer-Tore in der CL-Quali fielen. Ich will sagen: Sie sind unglaublich gut informiert, selbst über Sachen, die vordergründig nicht soo entscheidend sind. Die Vorbereitung ist enorm und macht einen hervorragenden Eindruck. Im Gegensatz dazu: Wann jemals konnte ein ORF-Kommentator mehr als das vorangegangene Ergbnis eines Gegners erzählen &#8211; von der Entstehung der Tore ganz zu schweigen?</p>
<p><strong><em>Und was bei den Italienern auffiel:</em></strong><br />
- so richtig unzufrieden wollte nach dem Spiel keiner sein. Lippi gegenüber der RAI: &#8220;Ich fand es ganz in Ordnung, es ist schwer, gegen so eine Mannschaft zu spielen. Natürlich sind sie nicht so gut am Ball und mit der Technik, aber athletisch und körperlich sind sie ganz gut dabei, und da tun wir uns nun mal schwer. Immerhin haben wir nicht verloren, aber das war eigentlich pures Glück, denn wir haben kein Tor geschossen, es waren beides ziemliche Geschenke!&#8221;</p>
<p>- Die Gazzetta dello Sport bemängelt heute, dass &#8220;der Dreiersturm Di Natale-Gilardino-Del Piero nicht funktioniert hat&#8221;, und &#8220;es ein großes Loch zwischen Mittelfeld und Angriff&#8221; gab. Außerdem gab die Abwehr, in der allerdings Cannavaro, Materazzi, Chiellini und Gamberini fehlten, eine schlechte Figur &#8211; vor allem, &#8220;wenn man bedenkt, dass da nicht Torres oder Messi die Gegenspieler waren.&#8221; Man lobt allerdings den Charakter der Mannschaft und meint, dass &#8220;Legrottaglie nach seiner Einwechslung viel Stabilität in die Abwehr gebracht hat.&#8221; Heißt: Bonera dürfte nicht mehr im nächsten Aufgebot stehen. Die anderen &#8220;Neuen&#8221; Dossena, Palombo und Cassetti gefielen, und mit Aquilani ist man sehr zufrieden.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Analyse &amp; Kommentar: Italien &#8211; Österreich 2:2</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/08/20/analyse-italien-osterreich-22/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 21:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[brückner]]></category>
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		<category><![CDATA[nizza]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Ära hat begonnen. Gegen die Weltmeister aus Italien fand in Nizza Karel Brückners erstes Länderspiel mit der österreichischen Nationalmannschaft statt. Im Vorfeld wurden da natürlich ziemlich große Erwartungen aufgebaut. Wie sich das Ganze dann aber wirklich gestaltet hat, wage ich einmal kurz zu analysieren. Der tschechische Trainer ließ das ÖFB-Team mit einem ungewohnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Tom Schaffer" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/tom.jpg" alt="" align="left"  width="85" height="100" />Eine neue Ära hat begonnen. Gegen die Weltmeister aus Italien fand in Nizza Karel Brückners erstes Länderspiel mit der österreichischen Nationalmannschaft statt. Im Vorfeld wurden da natürlich ziemlich große Erwartungen aufgebaut. Wie sich das Ganze dann aber wirklich gestaltet hat, wage ich einmal kurz zu analysieren.<span id="more-583"></span></p>
<p>Der tschechische Trainer ließ das ÖFB-Team mit einem ungewohnten 4-1-4-1 auflaufen &#8211; mit der Rekordzahl von 10 Legionären.</p>
<p><img title="Österreich - Italien: Startaufstellung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut_ita_start.jpg" alt="" /></p>
<p>Ob die Aufstellung bereit Rückschlüsse darüber gibt, was Brückner mit der Mannschaft in Zukunft plant, darf im Moment noch bezweifelt werden. Zum Einen ist mit Ümit Korkmaz ein wichtiger Spieler noch verletzt, der eher in eine andere Formation passen würde, zum anderen kannte Brückner die einzelnen Spieler noch nicht so gut.</p>
<p>Das Spiel war insgesamt nicht besonders gut. Das dürfte der Hitze geschuldet sein, und dass doch einige Spieler auf dem Platz noch nicht richtig oder gar nicht in der Saison drin waren &#8211; übrigens nicht nur bei den Italienern.</p>
<p>Trotzdem kamen die Gastgeber zu ein oder anderen Chance. Die aufwändigste Rolle im Österreichischen Spiel kam Paul Schaner zu, der als Vorstopper zwischen den Ketten agierte und alle sich auftuenden Räume schließen sollte. Das erledigte der England-Lgeionär in seinem Comeback ausgezeichnet. Aber die ÖFB-Elf zeigte im horizontalen Verschieben in den Viererketten des Mittelfelds und der Verteidigung so viele Schwierigkeiten, dass das nicht ausreichte. Immer wieder konnten schnelle Seitenwechsel die entscheidende Lücke vor der Verteidigung öffnen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-587" title="Österreich - Italien: Erste Halbzeit" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut_ita_hz1.jpg" alt="" width="500" height="374" /></p>
<p>Freilich ist das auch darauf zurück zu führen, dass es eben ein gänzlich neues System für die Mannschaft war. Insbesondere das Mittelfeld musste sich als Ganzes an neue Rollen gewöhnen. Während Scharner (mit zwei Assists bester Mann am Platz &#8211; auch wenn die ORF-Kommentatoren es tunilchst vermieden, das zu sagen) das schnell gelangt, hatten Ivanschitz und Fuchs damit einige Probleme. Die beiden spielten ein grässliches Spiel, fielen mit vielen Fehlern auf und setzten keine Akzente.</p>
<p>Mark Janko mühte sich als alleinige Spitze ordentlich ab, wurde allerdings ziemlich abgeklopft. Sein Tor war das eines Stürmers in toller Form. Etwas glücklich freilich, aber mit dem Mut da aus der Drehung überhaupt draufzuschießen. Die Szene kurz davor war allerdings in meinen Augen kein schlechter Stanglpass von Harnik (der heute bemüht war, aber auch in einem offensiven Vierermittelfeld etwas zu wenig Raum hatte), sondern ein Schritt zu wenig von Janko.</p>
<p>Sein Ersatz Maierhofer konnte nicht überzeugen. Immer wieder musste er von Brückner zum defensiven Mithelfen angefeuert werden. Eine große Chance hat er stümperhaft vergeben (nein, da war kein Foul, sorry Thomas König). Aber man muss ihm wenigstens immerhin zugestehen, dass er weniger Zeit als Janko hatte, um sich zu beweisen.</p>
<p>[ad#bv_test]In der zweiten Hälfte habe ich nach all den Wechseln und Umstellungen ein wenig den Überblick verloren &#8211; vor allem aber auch die Lust noch genau zuzusehen. Das Spiel war denkbar unattraktiv, die Aufstellung bei all den Ausfällen für Rückschlüsse längst nicht mehr zukunftsweisend. Einen ganz guten Eindruck hat noch Christoph Leitgeb gemacht, der sich in diesem Jahr aus seiner zeitweiligen Krise anscheinend wieder rausspielen kann.</p>
<p>Dass Manninger sich verletzte (gut gespielt) und Özcan beim Einstand so unglücklich agierte (ansonsten auch gut) war schlussendlich Pech, sonst hätten die Italiener heute noch 120 Minuten lang spielen können und kein Tor geschossen. Alle vier Tore haben also Österreicher geschossen.</p>
<p>Nach dem Spiel ist man irgendwie so klug wie davor: Die besten Leute waren dieselben wie immer. Prödl, Pogatetz, Garics und Scharner. Um eine Pause bettelten Gercaliu, Fuchs und Ivanschitz (der wohl zum letzten Mal Kapitän war).</p>
<p>Insgesamt blieb bei mir der Eindruck, dass Österreich mit einem 4-2-3-1 nach Ümit Kormaz Rückkehr besser bedient wäre. Mit dieser Variante könnten sich die Außenverteidiger besser einschalten und mehr Druck über die Flügel erzeugt werden, während hinten weniger Löcher aufreissen würden.</p>
<p><strong>Kommentar Georg</strong></p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/portrait_georg.png" alt="" width="85" height="100" align="left" />Wenn ich etwas aus diesem Spiel gelernt habe, dann dass ich nichts gelernt habe. Eine schlüssige Bewertung ließ dieses Spiel mit einer an wichtigen Positionen neu- und umbesetzten Mannschaft gegen wenig motivierte Italiener nicht zu. Das am Ende ein 2:2 steht mag schön sein, verdient ist es nicht. Schon gar nicht, wenn man weiß wie es zustande gekommen ist. Praktisch durchgehend erzeugten die Italiener Druck, schafften aber den finalen Schritt in den Strafraum nicht, oder vergaben ihre Chancen. Im Gegenzug verwertete Österreich dank einem engagierten Pogatetz und einem sonst verloren wirkenden Janko zwei Halbchancen zu Toren. Knapp vor der Pause stand es also 0:2, und keiner wusste so wirklich warum, da es mit dem Spielverlauf absolut gar nichts zu tun hatte.</p>
<p>Ganz speziell das Mittelfeld reagierte zu zögerlich, und in der Abwehr wurde mangelhaft kommuniziert und es fehlte die Organisation. Erschwerend kam dazu, dass einzelne Spieler trotz des für internationale Verhältnisse langsamen Tempos mit ihren Gegnern klar überfordert waren. Das traf z.B. für Fuchs phasenweise, für Gercaliu &#8211; der meiner Ansicht nach dringend eine Nationalteampause braucht, bis er sich wieder fängt &#8211; über die volle Distanz zu. In Summe gab es das überfällige 1:2 noch vor der Pause, und später den hochverdienten Ausgleich. Dass der Weltmeister von 2006 bei &#8220;seinen&#8221; beiden Toren rotweißrote Hilfe benötigte sagt nicht viel aus, spielte doch nicht gerade die A-Formation. Zudem hätte Gilardino den Ball auch ohne Stranzls Intervention im Tor untergebracht. Weh tut da eher der überflüssige Patzer des Debutanten Özcan, dem man es angesichts seiner folgenden Weltklasseparade aber nachsehen kann. Hätte Italien seine Großchancen verwertet &#8211; wir hätten mit mindestens 2 Toren Unterschied verloren.</p>
<p>Auch wenn er Janko schon von der taktischen Anlage her vorne ziemlich einsam stehen ließ, rechne ich Brückner durchaus an. dass er ihn und Scharner von Beginn an gebracht hat. Konfus dafür, dass er keine ganze Minute nach Einwechslung von Linz als zweite Sturmspitze die ganze Mannschaft zur Abwehrschlacht nach hinten beorderte.</p>
<p>Hinsichtlich folgender Spiele lassen sich wie gesagt kaum Lehren ziehen. Mit geänderter Formation, neuem Personal und ungewohnter Spielanlage waren keine Wunder zu erwarten. Die werden vermutlich auch in den nächsten 17 Tagen nicht bewirkt werden, doch haben die Kicker dann das eine oder andere Pflichtspiel in ihren Ligen in den Beinen. Ich mag allerdings Brückners Art Interviews zu geben: Eloquent, Lob und Tadel ans Team wohl dosiert, ein bisschen wie der gute Ivica Osim. Auch wenn ich fürs Erste gerne Untertitel dazu hätte.</p>
<p>Frankreich wird, trotz Behalt der Skandalnudel Domenech, heiß auf die WM Quali sein. Die Bleus sind den Fans nach der komplett verpatzten EM einiges schuldig. Es bleibt zu befürchten, dass wir das nachträglich ausbaden werden, ergo rechne ich bestenfalls mit einem Punkt am 6. September. Dafür werden wir nach dem ersten &#8220;ernsten&#8221; Match um einiges schlauer sein, hinsichtlich unserer Chancen auf die Endrunde in Südafrika.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=583&amp;md5=1ffeb398798996978084ef3668c1114e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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