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	<title>Ballverliebt &#187; frankreich</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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		<title>Umstellung und ein starker Nasri: Frankreich &#8220;gewinnt&#8221; 1:1 gegen Bosnien</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 21:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem mitreißenden Match spielt die Mannschaft aus Bosnien vor allem vor der Pause phasenweise groß auf und presst Frankreich an die Wand. Doch Laurent Blanc reagiert richtig auf die Problemfelder &#8211; so holt Frankreich auch wegen eines starken Samir Nasri das zur Qualifikation nötige 1:1. Vor zwei Jahren war Bosnien im Play-Off zur WM [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>In einem mitreißenden Match spielt die Mannschaft aus Bosnien vor allem vor der Pause phasenweise groß auf und presst Frankreich an die Wand. Doch Laurent Blanc reagiert richtig auf die Problemfelder &#8211; so holt Frankreich auch wegen eines starken Samir Nasri das zur Qualifikation nötige 1:1.</em></strong></p>
<div id="attachment_5916" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5916 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<p><span id="more-5912"></span>Vor zwei Jahren war Bosnien im Play-Off zur WM in Südafrika an Portugal gescheitert &#8211; mit Pech, alleine in Lissabon holzten Dzeko und Co. dreimal auf das Aluminium. Die eine Chance, die nicht wiederkommt? Weit gefehlt: Teamchef Safet Susic, der dem legendären Ciro Blazevic nachfolgte, hat es geschafft, das hohe Niveau auf solide Beine zu stellen.</p>
<p>Etwas, das Laurent Blanc noch zeigen muss &#8211; nach dem Desaster bei der WM machte der neue Mann an der Kommandobrücke eine radikalen Schnitt. Beide Teamchefs haben mit ihren Linien bislang durchaus Erfolg. In diesem Endspiel mussten aber die Bosnier gewinnen, um das Direkt-Ticket zur EM zu lösen. Und das merkte man.</p>
<p><strong><em>Das Pendel schwingt zu den Bosniern&#8230;</em></strong></p>
<p>Die Bosnier machten zwei Sachen sehr gut, die die Franzosen gar nicht im Programm hatten: Konsequentes Pressing und das Spiel über die Flanken. Das war auch systematisch bedingt: Weil die Franzosen in einem 4-3-3 antraten, in dem die Außenstürmer recht hoch standen, hatten die bosnischen Außenverteidiger in ihrem Rücken sehr viel Platz und dann nur noch Evra bzw. Revelliere vor sich. Hinzu kam, dass die Mittelfeld-Außen sehr gut in die Kanäle zwischen dem Dreiermittelfeld und der Abwehrkette stießen.</p>
<p>Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah und konnten von Glück sagen, dass Dzeko und Co. die sich ihnen bietenden Chancen nicht verwerteten. Revelliere wurde von Lulic permanent überlaufen, die vehement nach vorne drückenden Rahimic und Medunjanin machten den Franzosen den Raum noch enger.</p>
<p><strong><em>&#8230;dann zu den Franzosen&#8230;</em></strong></p>
<p>Was Bosnien in den ersten 15 bis 20 Minuten veranstaltete, war absolute Weltklasse. Dann aber schafften es die Franzosen, zum einen die Flügel etwas besser in den Griff zu bekommen, indem die Außenverteidiger etwas aufrückten und zweitens das Spiel von den Flanken weg hinein ins Zentrum zu bekommen. Hierbei waren zwei Spieler von zentraler Bedeutung: Zum einen Samir Nasri, der aus dem linken Halbfeld heraus mehr Bälle forderte und sie auch bekam, und zum anderen Jeremy Menez, der von einer nun eher tiefer angelegten Ausgangsposition in die Mitte zog und so Lulic auswich.</p>
<p>Zudem ließ das zuvor gnadenlose Pressing der Bosnier in dieser Phase merklich nach, sie ließen sich hinten hineindrängen und der sich gut auch Richtung Außen bewegende Loic Remy zog auch immer wieder einen Innenverteidiger aus der Position, wodurch sich für die anderen Räume ergaben. Zwischen der 15. und der 30. Minuten sammelten die Franzosen Ballbesitz ohne Ende und auch einige gute Chancen, aber auch sie konnten aus ihrer Drangperiode kein Kapital schlagen.</p>
<p><strong><em>&#8230;und wieder zurück</em></strong></p>
<p>Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die Bosnier dann aber ein Rezept gefunden, wie der Ansturm der Franzosen zu bremsen ist: Rahimic und Medunjanin nahmen Nasri und Menez immer besser auf, Misimovic, der als hängende Spitze vorne blieb. So machte er sich nach Ballgewinn schnell in den Rücken von Nasri breit und konnte gemeinsam mit Pjanic wieder die Kontrolle übernehmen. Zudem erkannten die Bosnier, dass Frankreich vor allem bei schnellen Seitenwechseln sehr behäbig verschob und so anfällig ist.</p>
<p>Und sie verwickelten die Gastgeber wieder mehr in schnelle Zweikämpfe, die sie immer mehr für sich entscheiden konnten. So machte sich im Spiel der Franzosen wiederum wachsende Ungenauigkeit breit, Bälle gingen schneller wieder verloren und die Gäste konnten machen, was sie am besten können: Von Defensive auf Offensive umschalten. Der Lohn: Das 1:0 durch ein wunderbares Tor von Edin Dzeko kurz vor der Halbzeit.</p>
<p><strong><em>Reaktionen</em></strong></p>
<p>Nach der Pause blieb Misimovic dort, wo er die meiste Gefahr entwickeln konnte, also als hängende Spitze; mitunter gar ganz auf Höhe von Dzeko. Durch die zwei kompakt stehenden Viererketten dahinter kamen die Franzosen aber nicht so richtig durch, weswegen Laurent Blanc nach etwa einer Stunde reagierte und seine Raumaufteilng endgültig so managte, wie sich das in der starken Phase in der ersten Hälfte schon angedeutet hatte: Er drehte sein Dreieck im Mittelfeld um.</p>
<div id="attachment_5917" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Fra-Bih-2.png"><img class="size-full wp-image-5917 " title="Fra-Bih 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Fra-Bih-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte halbe Stunde</p></div>
<p>War es zuvor M&#8217;Vila, der alleine hinten war und von Cabaye (eher defensiver, halbrechts) und Nasri (eher offensiver, halblinks) vorne flankiert wurde, stellte Blanc nun die Spitze des Dreiecks nach vorne und betraute Nasri mit der Spielgestaltung aus der Zentrale heraus. Abgesichert wurde er nun von M&#8217;Vila (halblinks) und dem neu gekommenen Martin (halbrechts). Mit der Konsequenz, dass jene Kanäle, die zuvor für Pjanic/Misimovic und Lulic offen waren wie ein Scheunentor, geschlossen waren.</p>
<p><strong><em>Frankreich dominiert die Schlussphase</em></strong></p>
<p>Ein Goldgriff. Denn Bosnien kam nun nicht mehr schnell ins Zentrum, und Misimovic war nun gleich von zwei Spielern abgesichert. Dazu kam Jeremy Menez nun über die rechte Seite und machte dort dem für den gelb-belasteten Mujdza gekommenen Maletic große Probleme. Das wurde nun zur Schwachstelle bei Bosnien: Mujdza machte extrem viel nach vorne; Maletic war hinten nicht der sicherste und nach vorne wirkungslos. Folge: Auch Patrice Evra hatte viel Muße, sich nach vorne einzuschalten.</p>
<p>Und Nasri gestaltete aus der Mitte heraus, verteilte die Bälle, ging auch mal selber, und war von Rahimic kaum zu halten. Nach dieser Umstellung hatte Frankreich das Spiel voll im Griff und die Bosnier konnten nur noch hoffen, über die Zeit zu kommen oder aus einem Konter das zweite Tor zu machen. An letzterem scheiterte Dzeko eine Viertelstunde vor Schluss. An ersterem scheiterte sein Team kurz danach &#8211; als Nasri gegen Spahic an der Strafraumgrenze einfädelte und Referee Thomson auf den Punkt zeigte. Nasri verwandelte &#8211; und Frankreich hatte das 1:1, das nötig war.</p>
<p><strong><em>Fazit: Die Umstellung von Blanc brachte die Entscheidung</em></strong></p>
<p>Erstaunlicherweise hat Laurent Blanc mit der Maßnahme, sein Dreieck im Mittelfeld umzudrehen, so lange gewartet. Denn es wäre eigentlich schon vorher die logische Reaktion auf die permanente Bedrohung gewesen, welche die Bosnier mit ihren Diagonalläufen von der Flanke ins Zentrum mit den konsequent Hinterlaufenden Außenverteidigern herstellen konnten.</p>
<p>Als die Kanäle dicht waren und die Bosnier ihrem schnellen, kräfteraubenden Spiel von vor der Pause Tribut zollen mussten, hatte Frankreich das Spiel im Griff und verdiente sich den nötigen Punkt voll und ganz. Es ist keine vor großen Namen strotzende Mannschaft, die Laurent Blanc da zur EM führt, aber eine, die in guten Momenten funktioniert und intelligent genug ist, Schwächen des Gegners zu nützen. Vor allem in der ersten Halbzeit merkte man aber auch, dass es vor allem im Torabschluss fehlt und die Hintermannschaft, wenn man ihr mit Pressing und hohem Tempo kommt, absolut verwundbar ist. In dieser Form ist Frankreich ein gutes Team, aber sicher kein Titelanwärter.</p>
<p>Die Bosnier müssen also in die Relegation und haben dort das Pech, wie schon vor zwei Jahren ungesetzt zu sein. Angesichts der Stärke, welche die Mannschaft im Verlauf dieser Qualifikation und in diesem Spiel gerade in der ersten Halbzeit phasenweise gezeigt hat, wäre ein erfolgreiches Absolvieren des Play-Offs keine Überraschung. Das Tempo und das Pressing, welches diese Mannschaft zeigen kann, sind für jeden Gegner unangenehm und mit einem Edin Dzeko in der Spitze haben die Bosnier eine Waffe.</p>
<p>Sie würden das Feld bei der EM zweifellos absolut bereichern.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5912&amp;md5=e263fc4b79cca9f2966a31cc012426d8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frankreich spielt, aber die USA trifft</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/07/13/frankreich-spielt-aber-die-usa-trifft/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 18:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen-WM]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Team aus den Staaten steht im Finale der Frauen-WM &#8211; gegen die spielstarken Französinnen war man aber nicht das bessere Team, sondern letztlich das Cleverere. Denn Frankreich war zwar lange überlegen, aber der Power des US-Teams war man noch nicht gewachsen. Die einen sind der letzte im Turnier verblieben Weltmeister &#8211; die anderen erstmals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Team aus den Staaten steht im Finale der Frauen-WM &#8211; gegen die spielstarken Französinnen war man aber nicht das bessere Team, sondern letztlich das Cleverere. Denn Frankreich war zwar lange überlegen, aber der Power des US-Teams war man noch nicht gewachsen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Usa-Fra.png"><img class="size-full wp-image-5216 " title="Usa-Fra" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Usa-Fra.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Frankreich 3:1</p></div>
<p><span id="more-5214"></span>Die einen sind der letzte im Turnier verblieben Weltmeister &#8211; die anderen erstmals überhaupt im Semifinale Und die US-Girls zeigten gleich einmal, warum die die Favoritinnen waren: Sie waren schneller am Ball, brachten ihre Pässe sicher an und begrenzten vor allem die Zeit, welche sie den Französinnen am Ball erlaubten. Also alles das, was das Team aus Frankreich zunächst verabsäumte &#8211; und nach einem zu nachlässig verteidigten Flankenlauf von O&#8217;Reilly fand die Flanke schon nach zehn Minuten Cheney, die zum 1:0 verwandelte.</p>
<p><strong><em>Frankreich in jeder Hinsicht zu langsam</em></strong></p>
<p>Das Team aus Frankreich war danach erst recht wie gelähmt. Viele auch leichte Pässe kamen nicht an, zudem war vor allem im Mittelfeld viel zu wenig Bewegung vorhanden, um die zahlenmäßige Überlegenheit im Mittelfeld auch auszunützen. Im Gegenteil: Durch gedankenschnelles Handeln im Positionsspiel waren Lloyd und Boxx dem französischen Spielaufbau immer einen Schritt voraus.</p>
<p>Auch kam vor allem von Lepailleur über die rechte Seite zu wenig Unterstützung für Camille Abily. Die wurde zwar vorne durchaus von Bussaglia und vor allem Necib gesucht, war aber oft gegen zwei Amerikanerinnnen auf sich alleine gestellt. Auf der anderen Seite war es umgekehrt: Zwar ging Bompastor durchaus mit nach vorne, dafür war vor ihr Gaëtane Thiney kaum ins Spiel eingebunden.</p>
<p><strong><em>Allzu lässiges Verwalten</em></strong></p>
<p>So verging eine halbe Stunde, in der sich die US-Girls kaum wirklich Sorgen machen mussten &#8211; die Französinnen waren dem konsequenten Spiel der Amerikanerinnen schlicht nicht gewachsen. Doch nachdem es bis zur 30. Minute allzu leicht ging, ließ die Intensität beim US-Team nach: Die Räume wurden nicht mehr so schnell zugestellt, es wurde den Französinnen nun etwas mehr Zeit gelassen und Louisa Necib konnte sich ein wenig aus der Umklammerung im Zentrum befreien.</p>
<p>Der erste wirklich fertiggespielte Angriff vor das Tor von Hope Solo bedeutete gleich höchste Gefahr, und dadurch erkannten die Französinnen nun auch, das wirklich etwas möglich war. Zwar schafften es die Französinnen in dieser Phase noch nicht, die vor allem im Mittelfeld erstaunlich offenen Flanken das US-Teams wirklich auszunützen, aber im Zentrum kamen sie nun mehr dazu, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen, und mit einem Lattenschuss von Bompastor deuteten sie ihre Gefährlichkeit zusätzlich an.</p>
<p><strong><em>Kurze Pässe durch die US-Zentrale</em></strong></p>
<p>Nach der Pause übernahm das Team aus Frankreich dann endgültig die Kontrolle. Boxx und Lloyd vermochten nun nicht mehr, gegen die viel wachereren Gegnerinnen um Louisa Necib das Zentrum zu schließen, mit vielen kurzen Pässen und extrem gesteigerter Passgenauigkeit jagten die Französinnen das US-Team von einer Verlegenheit in die Nächste.</p>
<p>Und vor allem sahen sie nun auch die freien Stellen an den Flanken. So erreichte ein schneller Flankenwechsel die extrem fleißige Sonia Bompastor und ihr Versuch, halb Schuss, halb Flanke, drehte sich ins lange Eck zum Ausgleich. Doppelt verdient: Für Frankreich, weil man die Partie mit Spielkultur in den Griff bekommen hatte, für Bompastor, weil sie der Motor des Umschwungs war.</p>
<p><strong><em>Umstellungen und Kondition retten die USA</em></strong></p>
<p>Nach 65 Minuten stellte US-Teamchefin Pia Sundhage dann um, weil ihr der Platz im Zentrum zu viel wurde. Statt Amy Rodriguez kam mit Alex Morgan eine flinke Stürmerin, dafür ging die wuchtige Abby Wambach zurück ins Mittelfeld, um den eher zierlichen Französinnen mit ihrer Körperlichkeit entgegen zu stehen. Zudem ging die vielgeprüfte Carli Lloyd vom Feld und mit Morgan Rapinoe kam jedes Energiebündel, das schon gegen Brasilien den Umschwung gebracht hatte. Sie ging auf linkts, Cheney dafür in die Zentrale.</p>
<p>Die zwei frischen Spieler brachten die Kräftevorteile deutlich auf die Seite des US-Teams, das ohnehin über eine hervorragende Physis verfügt. Außerdem wurden den Französinnen im Zentrum der Platz abgeschnitten, in dem sich Necib und Co. zuvor ausgebreitet hatten &#8211; und so konnte das Team aus den Staaten die Partie wieder mehr vom eigenen Tor weghalten.</p>
<p>Und die Vorteile in der Physis zeigten sich dann auch bei Standardsituationen &#8211; mögen die US-Girls fußballerisch nicht das weltbeste Team sein, aber konditionell und vor allem bei hohen Bällen in den Strafraum gibt es kaum bessere. So wirkte das 2:1 von Abby Wambach (per Kopf nach einer Ecke) wie ein Nackenschlag, und als Alex Morgan zwei Minuten später aus einem Konter das 3:1 machte, war das Spiel entschieden.</p>
<p><strong><em>Fazit: Die Erfahrung ist der Unterschied</em></strong></p>
<p>Die Französinnen zeigten nach einer halben Stunde, als sie ihre Nervosität abgelegt hatten, dass sie technisch top sind und fußballerisch zweifellos eines der besten Teams der Welt. Nur mit der schieren Power der Amerikanerinnen und deren Effizienz vor dem Tor können sie (noch) nicht mithalten. Die klugen Umstellungen von Pia Sundhage halb durch die zweite Hälfte waren entscheiden, um das Spiel wieder unter Kontrolle zu bringen &#8211; den Rest erledigen die Routiniers wie Abby Wambach.</p>
<p>Der Unterschied zwischen Finalist USA und den unterlegenen Französinnen ist weniger einer von Niveau, sondern von Cleverness. Die Amerikanerinnen kennen die Situation von großen Spielen und haben nach dem Sieg gegen Brasilien viel Selbstvertrauen. Da kam Frankreich, obwochl technisch besser, in diesem Spiel noch nicht ganz mit.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5214&amp;md5=e78a39f985364121cbf1cf4672bca70c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;10-Besten (oder: Ein halber Jahresrückblick)</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 12:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert Ballverliebt Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 10 &#124; Champions League-Quali &#124; Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3 &#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche Schwerfälligkeit bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert </em>Ballverliebt<em> Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em><span id="more-3631"></span>Platz 10 | Champions League-Quali | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png"><img class="size-full wp-image-3632 " title="SbgHTA" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg - Hapoel Tel Aviv 2:3</p></div>
<p>&#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche  Schwerfälligkeit bei den Salzburger auf. Abseits des Balles wurde  herumgetrabt. Weder gab es hartes Pressing, noch eine schnelle  Rückwärtsbewegung des Mittelfeld.&#8221; &#8211; Konnte nach dem 0:1 auf den Färöern noch argumentiert werden, es wäre bei den Bullen da ja um nichts mehr gegangen, war spätestens nach diesem 2:3 im Hinspiel der letzten CL-Qualirunde gegen Hapoel Tel-Aviv klar: International hatte Salzburg in diesem Herbst nicht viel zu bestellen. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">wer nicht rennt, krieg eine auf den Deckel</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 9 | U21-EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">Österreich &#8211; Weißrussland 3:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png"><img class="size-full wp-image-3633 " title="AutBlr" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Weißrussland 3:3</p></div>
<p>&#8220;Nach dem Tor zum 2:3 wussten alle im Stadion: Oje, jetzt wird’s noch einmal eng! Denn dass  der Schalter nun nicht mehr umgelegt werden konnte, war schon vorher  ersichtlich.&#8221; &#8211; Das wohl am besten besetzte U21-Team der ÖFB-Geschichte hatte in Pasching gegen die starken Weißrussen alles im Griff und führte komfortabel mit 3:1, doch nach eher verwirrenden Wechseln von Teamchef Andi Herzog wurde die Partie noch hergegeben und es schaute nur ein Remis heraus. Im kommenden Sommer sind die Weißrussen bei der EM dabei. Österreich nicht. Aber <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">nicht nur das vercoachte 3:3 war ärgerlich</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 8 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Frankreich &#8211; Mexiko 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png"><img class="size-full wp-image-3634 " title="A4 Fra-Mex 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Mexiko 0:2</p></div>
<p>&#8220;Denn die französische Mannschaft implodierte nach der Pause regelrecht.  Keinerlei Laufbereitschaft war mehr erkennbar, kein Einsatz für den  Mitspieler, kein Aufbäumen, nichts. Aguirre hingegen hatte ein in sich funktionierendes Team geformt.&#8221; &#8211; Frankreich bei der WM, das war allerbeste Unterhaltung. Zumindest abseits des Platzes. Denn sportlich war das Team von Raymond Domenech ein einziges Desaster, was sich vor allem beim 0:2 gegen die starken Mexikaner zeigte. Die spielten mit der Équipe Tricolore nämlich <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Hollywood</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 7 | Champions League | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/20/die-spurs-konnen-auch-effizient/">Tottenham &#8211; Inter Mailand 3:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg"><img class="size-full wp-image-3636 " title="tot_int1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Tottenham - Inter 3:1</p></div>
<p>&#8220;Schon nach einer halben Stunde zeigte sich bei Inter Ratlosigkeit. Nur einmal musste sich  Modric 25 Meter vor dem Tor gegen Eto’o mit einem Foul helfen, ansonsten  reichte reichte das Spiel der Schwarzblauen nicht einmal bei Kontern  bis in den Strafraum.&#8221; &#8211; Ohne Frage, Tottenham ist eine <em>der</em> Mannschaften des Herbstes 2010. Nicht nur die gute Verpflichtung von Rafael van der Vaart, sondern vor allem der Durchbruch von Flügelflitzer Gareth Bale ist dafür verantwortlich. Der Waliser trieb gegen Inter mit Maicon einen der besten Rechtsverteidiger der Welt an den Rande des Wahnsinns. Die Spurs waren <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/03/das-team-mit-dem-weltklasse-momentum/">das Team mit dem Weltklasse-Momentum</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><em><strong>Platz 6 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">Deutschland &#8211; Arentinien 4:0</a></strong></em></p>
<div id="attachment_3638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png"><img class="size-full wp-image-3638 " title="4F3 Ger-Arg 4-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Argentinien 4:0</p></div>
<p>&#8220;Die Argentinier waren sichtlich beeindruckt von der Power der Deutschen. Es entstand ein riesenhaftes Loch im Mittelfeld, das die  Deutschen konsequent ausnützten. Symbolhaft war, wie  Burdisso minutenlang seinen Kollegen deutete, sie sollen soch ein wenig  weiter zurück kommen, um einen Spielaufbau zu ermöglichen.&#8221; &#8211; Für Diego Maradona war es wohl die schlimmste Niederlage seines Fußballerlebens: Argentinien hatte im WM-Viertelfinale gegen die in diesem Spiel überragenden Deutschen nie auch nur den Funken einer Chance. Das blutjunge deutsche Team hingegen deutete an, wozu es fähig sein kann. By <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">deconstructing Diego</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 5 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">Deutschland &#8211; Uruguay 3:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png"><img class="size-full wp-image-3639 " title="1kF Ger-Uru 3-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Uruguay 3:2</p></div>
<p>&#8220;Beide Teams suchten nun die Entscheidung möglichst schon in der  regulären Spielzeit, hatten aber keine panische Angst vor einer  Niederlage – so wogte das Spiel hin und her, mit mehr Ballbesitz für  Deutschland und mehr Geradlinigkeit auf Seiten der Südamerikaner.&#8221; &#8211; Und nochmal die Deutschen. Aber vor allem: Uruguay! Die Südamerikaner waren <em>die</em> Überraschung bei der WM, das Team des zum besten WM-Spieler gewählten Diego Forlán belegte letztlich den vierten Rang. Nach einem flammenden Plädoyer für die Beibehaltung des kleinen Finales. Denn es war eine sensationelle Partie, geführt <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">mit offenem Visier</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">Belgien &#8211; Österreich 4:4</a><br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png"><img class="size-full wp-image-3640 " title="AutBel" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Belgien - Österreich 4:4</p></div>
<p>&#8220;Kavlak war laufstark, trickreich, mit dem Blick für den Mitspieler.   Er riss  das Spiel an sich, war in dieser Phase der klar beste Mann am   Platz.  Umso unverständlicher, dass er nach 56 Minuten den Platz für   Jimmy  Hoffer verlassen musste – die reinste Selbstkastration.&#8221; &#8211; Wer hätte das gedacht? Das ÖFB-Team kann mit den Secondos in der Offensive tatsächlich einen gepflegten Fußball spielen, wie das beim hochdramatischen 4:4 in Brüssel deutlich wurde. Wenn man sie denn lässt. Denn der Teamchef hatte im einzigen signifikanten Länderspiel des Jahres etwas gegen den Sieg. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">dann kamen die Wechsel</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 3 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainz &#8211; Dortmund 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png"><img class="size-full wp-image-3642 " title="MaiDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Mainz - Dortmund 0:2</p></div>
<p>&#8220;Bei Dortmund beteiligten sich wirklich alle Spiele am ganzen Platz am  Pressing. So war es in der 26. Minute Außenverteidiger Schmelzer, der  durch seine aggressive Bewegung Richtung Bungert dessen Fehlpass  provozierte, der zum nicht unverdienten 1:0 durch Mario Götze geführt  hat.&#8221; &#8211; Die beiden Mannschaften, die den Herbst in der deutschen Bundesliga bestimmt haben, im direkte Duell. Es war ein Festival des konsequenten Pressing, das für beide Teams richtungsweisend war. Denn für Mainz war nach diesem Spiel der Höhenflug beendet, der BVB zog weiter voll durch. Die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainzer fanden in Dortmund ihren Meister</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 2 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">Chile &#8211; Spanien 1:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png"><img class="size-full wp-image-3643 " title="H5 Chi-Esp 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chile - Spanien 1:2</p></div>
<p>&#8220;Die Chilenen waren die erste Mannschaft seit Ewigkeiten, welche die Spanier nicht nur mit  spielerischen Mitteln kontrolliert, ja beinahe knebelt – und nicht mit  extrem disziplinierter Defensive entnervt.&#8221; &#8211; Das beste Team der Endrunde in Südafrika gegen das aufregendste, und noch dazu ging es für beide noch um das Weiterkommen: Bei all den spannenden Partien in der K.o.-Phase ging dieses extrem gute und hochinteressante Match in der Erinnerung etwas unter. Letztlich setzten sich die Spanier durch, weil sie kaltschnäuziger waren, dank des Ergebnisses im Parallelspiel kamen beide weiter. Nach <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">einem echten Kracher</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 1 | Primera Division | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/30/mourinhos-schlimmste-demutigung/">Barcelona &#8211; Real Madrid 5:0</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png"><img class="size-full wp-image-3644 " title="BarcaReal1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Barcelona - Real Madrid 5:0</p></div>
<p>&#8220;Barcelona sammelte zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil  Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! In den ersten 30 Minuten  gab es ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also  nicht, physisch hielt Real nicht dagegen, und so verdiente sich  Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.&#8221; &#8211; Das wohl meistgehypte Spiel des Herbstes, es war eine einzigartige Machtdemonstration des FC Barcelona. Zu keinem Zeitpunkt hatte das Starensemble aus Madrid auch nur die geringste Chance, es gab schließlich die ärgste Vernichtung seit Generationen. Und für <a href="In der ersten halben Stunde sammelte Barcelona auf die typische Art und Weise an die zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! Versuchten die Holländer im WM-Finale gegen das von Barcelona übernommene Kurzpass-Spiel noch mit Brutalität zu bestehen, gab es bei Real in den ersten 30 Minuten genau ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also nicht, physisch hielt Real nicht dagegen – und so verdiente sich Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.">José Mourinho seine schlimmste Demütigung</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2010 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2011 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
<p>(phe/tsc/gpi)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3631&amp;md5=88198ad2255e0e9b63649f632fb18174" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die U19-EM hat ihr Traumfinale</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/27/die-u19-em-hat-ihr-traumfinale/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 19:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Die U19-EM hat das erwartete Endspiel: Im Semfinale besiegte Spanien die Engländer eigentlich zu knapp &#8220;nur&#8221; mit 3:1, Gastgeber Frankreich hatte mit den Kroaten wesentlich mehr Probleme und kommt zu einem späten 2:1-Sieg. Beim Finale am Freitag ist Spanien nun der Favorit. Die Spanier waren den jungen Engländern im Grunde in allen Belangen überlegen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die U19-EM hat das erwartete Endspiel: Im Semfinale besiegte Spanien die Engländer eigentlich zu knapp &#8220;nur&#8221; mit 3:1, Gastgeber Frankreich hatte mit den Kroaten wesentlich mehr Probleme und kommt zu einem späten 2:1-Sieg. Beim Finale am Freitag ist Spanien nun der Favorit.<span id="more-2512"></span></strong></em></p>
<p>Die Spanier waren den jungen Engländern im Grunde in allen Belangen überlegen. Das spanische Mittelfeld konnte nach Belieben Schalten und Walten, so kam die Defensive immer wieder massiv in Bedrängnis &#8211; alleine, die Spanier spielten ihre Überlegenheit zu selten aus. Aber wenn, dann hatte das große Klasse: Das 1:0 fiel mit Ansage, auch das 2:0 war eine logische Folge der deutlichen spielerischen Überlegenheit. Wie schon gegen Portugal aber fuhren die Favoriten nun zu früh die Konsequenz im Spiel herunter, es ging einfach alles zu leicht. Nach dem Anschlusstor (das aus heiterem Himmel fiel) kamen die Engländer kurzzeitig besser ins Spiel, weil die Defensive entlastet wurde.</p>
<p>Denn die meisten Engländer erstarrten in Ehrfurcht. Thomas Cruise etwa ließ erst als Sechser massive Löcher im Zentrum offen, die auch die überforderten James und Mellis nicht zumachen konnten, später als Linksverteidiger hielt er zumeist einen meterweiten Sicherheitsabstand zum spanischen Kapitän Keko. Das 3:1, die endgültige Entscheidung, war wieder ein Tor der Marke &#8220;Gegner verarschen&#8221; &#8211; bei dem Freistoßtrick waren alle Engländer zu langsam, Canales verwertete (siehe Video). Das 3:1, welches bis zum Schlusspfiff bestand hatte, drückt das Ausmaß des Klassenunterschieds nicht aus.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Spanien – England 3:1 (2:1)</strong></span><br />
Saint-Lô, SR Strömbergsson (Swe). <strong><em>Tore:</em></strong> 1:0 Pacheco (12.), 2:0 Keko (34.), 2:1 Bostock (37.), 3:1 Canales (57.).<strong><em> Spanien:</em></strong> Álex Sánchez; Montoya, Bartra, Pulido, Planas; Romeu; Keko, Canales (69. Koke), Thiago Alcántara, Pacheco (75. Muniaín); Rodri (58. Rochina). <strong><em>England</em><em>:</em></strong> Rudd; Clyne, Thompson, Caulker, Baker (18. Bostock); Cruise; Nouble, James, Mellis (59. Noble), Donaldson (71. Phillips); Delfouneso.<em><strong> Gelb: </strong></em>Álex Sánchez, Planas; Caulker, Bostock.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WKUf7bkKYDU" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/WKUf7bkKYDU"></embed></object></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Die Kroaten gingen früh in Führung, Andrijašević hatte kurz darauf das 2:0 auf dem Kopf und Spiel gegen eine wackelige französische Auswahl im Griff, anstatt wirklich nachzusetzen ruhten sie sich aber auf der Führung aus und fingen sich noch vor der Pause den Ausgleich ein. Die Franzosen fanden gegen Ende der ersten Halbezit halbwegs zurück zu ihrem Spiel und erhöhten den Druck merklich, beim Ausgleichstor fehlte den Kroaten ganz deutlich die Übersicht des etatmäßigen Kapitäns Renato Kelić, der nach seinem Ausschluss im letzten Gruppenspiel fehlte. Gaël Kakuta nützte den unverhofften Freiraum zum zu diesem Zeitpunkt schon verdienten Ausgleich.</p>
<p>In der zweiten Hälfte waren die Franzosen das bessere Team, gegen die kompakt stehenden und robust spielenden Kroaten (Rechtsverteidiger Šime Vrsaljko etwa wandelte am Rande des Ausschlusses) kamen sie aber nie wirklich zur Entfaltung. Verglichen mit den Spaniern im ersten Semifinale fehlte es den Franzosen an der Leichtigkeit, an der Spielfreude und auch am Flügelspiel. So war es mit Francis Coquelin ein Sechser, dem es einige Minuten vor Schluss zu bunt wurde und nach seinem beherzten Vorstoß den eingewechselten Bakambu einsetzte. Dieser verwertete mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:1 &#8211; und somit zum Sieg für die Franzosen.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Frankreich &#8211; Kroatien 2:1 (1:1)</span></strong><br />
Caen, SR Besborodov (Rus). <strong><em>Tore:</em></strong> 0:1 Ademi (3.), 1:1 Kakuta (37.), 2:1 Bakambu (83.). <strong><em>Frankreich:</em></strong> Diallo; Nego, Faure, Mavinga, Kolodziejdzak; Coquelin, Fofana; Griezmann, Kakuta, Sunu (68. Lacazette); Tafer (75. Bakambu). <em><strong>Kroatien: </strong></em>Delač; Vrsaljko, Jonjić, Glumac, Rugašević; Ademi; Andrijašević (74. Punčec), Ozobić, Z. Pamić, Tičinović (59. Kramarić); Vukušić. <em><strong>Gelb:</strong></em> Vrsaljko, Rugašević, Punčec.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2512&amp;md5=93e3a07c463377fe429fedf3f7764235" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Fleck für den Weltmeister</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 10:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vorrunde ist geschlagen! Keines der Teams, welches das Achtelfinale wirklich verdient gehabt hätte, hat es verpasst. ballverliebt verteilt den 32 Teilnehmern Noten &#8211; und wenig überraschend gibt es für die beiden Finalisten von 2006 einen glatten Fleck&#8230; 1 Argentinien – Drei sichere Siege verdienen sich natürlich einen Einser, aber wirklich getestet wurden die Gauchos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Vorrunde ist geschlagen! Keines der Teams, welches das Achtelfinale wirklich verdient gehabt hätte, hat es verpasst. ballverliebt verteilt den 32 Teilnehmern Noten &#8211; und wenig überraschend gibt es für die beiden Finalisten von 2006 einen glatten Fleck&#8230;<span id="more-2376"></span><br />
</em></strong></p>
<p>1</p>
<p>Argentinien – Drei sichere Siege verdienen sich natürlich einen Einser, aber wirklich getestet wurden die Gauchos noch nicht. Die dämliche Performance gegen Griechenland könnte heilsam sein, oder ein Vorzeichen.</p>
<p>Chile – Das wohl aufregendste Team der Vorrunde wäre beinahe an seiner mangelhaften Chancenverwertung gescheitert, zieht aber absolut verdient ins Achtelfinale ein. Und auch wenn dort Schluss sein dürfte, es ist ein erfreulicher Auftitt.</p>
<p>Japan – Viel erwartet haben die Japaner selbst nicht, umso mehr haben sie sich selbst und auch die Beobachter erstaunt. Mit klarer taktischer Ausrichtung und hoher Disziplin geht’s zu Recht ins Achtelfinale.</p>
<p>Neuseeland – Die wahre Sensation dieses Turniers! Die All Whites wären schon zufrieden gewesen, nicht allzu sehr verprügelt zu werden. Und am Ende blieben sie sogar ungeschlagen! Das verdient sich einen Einser mit Sternchen.</p>
<p>Niederlande – Die Holländer haben die besten Voraussetzungen für ein ganz großes Turnier: Drei leichte Siege, ohne annähernd an die Grenzen gehen zu müssen, und absolute Ruhe im und um das Team. Heißer Tipp!</p>
<p>Spanien – Es macht wahre Champions aus, im Krisenfall die absolute Ruhe zu bewahren und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Der Europameister erholte sich wunderbar vom Schweiz-Schock, kam durch und macht vor allem mental einen absolut stabilen Eindruck.</p>
<p>Uruguay – Zugegeben, das ist kein Party-Fußball. Aber die Urus machten in der Defensive staubtrocken ihren Job und vorne schlagen Forlán und Co. zu, wenn es nötig ist. Da ist noch einiges möglich.</p>
<p>2</p>
<p>Brasilien – Ohne Probleme die schwere Gruppe überstanden, aber noch nicht begeisternd: Die Seleção musste noch nicht ihre volles Potential ausschöpfen. Es sah bislang aber schon recht abgebrüht aus.</p>
<p>Deutschland – Die junge Truppe zeigte sich spielstark und behielt vor allem die Nerven, als es zum Alles-oder-Nichts-Spiel kam. Die Pleite gegen die Serben hat man sich selbst zuzuschreiben. Für den ganz großen Wurf wird es aber nicht reichen.</p>
<p>Mexiko – Den Franzosen haben sie eine Lehrstunde erteilt, die Mexikaner, die anderen beiden Spiele waren ebenfalls in Ordnung. Aber das letzte Stück zu einem Topteam fehlt dann doch noch.</p>
<p>Slowenien – Ohne Zweifel, die Ergebnisse waren besser als die Leistung tatsächlich war. Dennoch zeigten die Slowenen, dass ihre Qualifikation kein Zufall war, und fast hätte es ja sogar zum Achtelfinale gereicht.</p>
<p>USA – Für die Amerikaner scheint Südafrika ein guter Boden zu sein. Mit großem Kampfgeist retten sich die US-Boys ins Achtelfinale, und zwar völlig verdient. Und dort muss noch nicht Schluss sein.</p>
<p>3</p>
<p>Algerien – kaum eine Mannschaft zeigte sich in der Defensive derart sicher wie die Algerier, allerdings war auch kein eine andere vorne so derart harmlos. Für ihr Potential waren die Resultate aber in Ordnung.</p>
<p>Australien – Die Socceroos haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert, und haben vom Auftaktspiel abgesehen nicht enttäuscht. Mehr war in dieser Mannschaft aber nicht mehr drin.</p>
<p>Ghana – Die Black Stars wurden ihrem Ruf als solidestes Team Afrikas gerecht und ziehen als einzige Mannschaft ihres Kontinents eine Runde weiter. Dennoch: Vorne war’s zu harmlos, der Aufstieg ist eher glücklich.</p>
<p>Honduras – Dass die Mittelamerikaner keine Chance haben würden, war klar. Dass sie sich eher unglücklich vor des Gegners Tor anstellen, war ersichtlich. Dass sie sich dennoch für ihr Potential ganz ordentlich dabei waren, kann aber auch nicht geleugnet werden.</p>
<p>Paraguay – Ja, am Ende steht der Gruppensieg. Aber war das bisher wirklich überzeugend? Vom starken Spiel gegen die Slowaken abgesehen, ist Paraguay bis hierhin fraglos noch unter den Möglichkeiten geblieben.</p>
<p>Portugal – Wirklich überzeugend waren Cristiano Ronaldo und Co. ja nur beim 7:0 gegen Nordkorea. Was das Team wirklich kann, wurde aber noch nicht klar. Das Achtelfinale gegen Spanien gibt darüber sicher Aufschluss.</p>
<p>Südafrika – Dem Gastgeber fehlte es schlicht an der Qualität, um die Vorrunde zu überstehen. Ich im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sie sich ordentlich präsentiert und müssen sich nicht schämen.</p>
<p>4</p>
<p>Côte d’Ivoire – Dass sie’s drauf haben, zeigten sie gegen Nordkorea. Aber das Spiel gegen Portugal gingen die Elefanten zu zaghaft an, jenes gegen Brasilien mit allzu viel Einsatz. Da wäre sicherlich mehr möglich gewesen.</p>
<p>Dänemark – Dem guten Spiel gegen Kamerun zum Trotz reicht es verdient nicht. Zu bieder das Auftreten der Mannschaft, zu harmlos nach vorne, und am Ende versagten dem eigentlich routinierten Team auch noch die Nerven.</p>
<p>England – Ein Glück, dass die Slowenen den Ausgleich nicht mehr geschafft haben, denn über ein Ausscheiden hätte sich in England keiner beschweren dürfen. Immerhin haben die Three Lions im entscheidenden Spiel das Resultat erbracht.</p>
<p>Nigeria – Es war schon wesentlich besser als beim haarsträubenden Afrikacup, aber die Super Eagles müssen sich das Aus mehr dummen Fehlern (die Rote gegen Griechenland, die verpassten Chancen gegen Südkorea) als fehlendem Potential zuschreiben.</p>
<p>Nordkorea – die Abwehrleistung gegen die Brasilianer war durchaus beeindruckend, aber danach trat die geheimnisvolle Mannschaft nur noch als Panikorchester auf. WM-Reife? Na, in vier Jahren vielleicht. Diesmal noch nicht.</p>
<p>Schweiz – Trotz des überraschenden (und glücklichen) Sieges gegen Spanien fahren die Eidgenossen zu Recht nach Hause. Ohne jede Kreativität und Esprit versprühten die Schweizer eher Langeweile und Biederkeit.</p>
<p>Serbien – Arbeitsverweigerung im ersten Spiel, schlechte Chancenverwertung im dritten. Das reicht richtigerweise nicht für ein Weiterkommen, dem Sieg gegen die Deutschen zum Trotz.</p>
<p>Slowakei – Der WM-Debütant war der großen Bühne in den ersten zwei Spielen deutlich nicht gewachsen und profitierte im Dritten von der unsagbaren Schwäche des Gegners. Das Achtelfinale ist wohl doch mehr, als diesem Team zusteht.</p>
<p>Südkorea – Dem überzeugenden Auftritt gegen Griechenland folgte nicht mehr viel, die Asiaten schlichen sich eher ins Achtelfinale. Ein schöner Erfolg, aber ob wirklich noch mehr möglich ist?</p>
<p>5</p>
<p>Frankreich – Schlimmer kann man sich nicht präsentieren. Kopflos auf dem Platz, chaotisch im Umfeld. Als ob sich der Finalist von vor vier Jahren selbst für die umstrittene Qualifikation bestrafen wollte.</p>
<p>Griechenland – Eigentlich ist die Schande noch größer als vor zwei Jahren. Denn die Griechen zeigten gegen Nigeria, dass sie eine starke Offensive hätten. Leider hatte Rehhagel wohl eine Allergie dagegen und Spaß daran, dass man sein Team hasst.</p>
<p>Italien – Es hat sich ja in den letzten Jahren schon abgezeichnet. Aber dass es so schlimm werden sollte? Dem Titelverteidiger fehlte es kurz gesagt an allem. Hinten löchrig, in der Mitte ideenlos, vorne ein Lüfterl. Mehr hat dieses Team nicht mehr drin.</p>
<p>Kamerun – Den Auftritt der Löwen kann man ohne Umschweife als genauso missraten bezeichnen wie den der Franzosen, denn die Ansammlung von Individuen hat sich zu hundert Prozent selbst aus dem Turnier genommen.</p>
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		<title>Day 12 / A &#8211; Die Spielintelligenz macht&#8217;s</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 18:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 12 &#8211; Gruppe A &#124; Der Gastgeber kommt gegen die komplett implodierende Equipe Tricolore immerhin zum Ehrensieg &#8211; warum Uruguay und Mexiko ins Achtelfinale einziehen, zeigen sie aber im direkten Duell. Das ein hochinteressantes taktisches Lehrspiel war. Südafrika &#8211; Frankreich 2:1 (1:0) Bunt durchgewürfelt &#8211; so präsentierten beide Teamchefs ihre Mannschaften. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #993300;">Südafrika 2010 – </span> <span style="color: #ff6600;">Tag 12 &#8211; Gruppe A</span> | Der Gastgeber kommt gegen die komplett implodierende Equipe Tricolore immerhin zum Ehrensieg &#8211; warum Uruguay und Mexiko ins Achtelfinale einziehen, zeigen sie aber im direkten Duell. Das ein hochinteressantes taktisches Lehrspiel war.<span id="more-2315"></span><br />
</em></strong></p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Südafrika &#8211; Frankreich 2:1 (1:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3583" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A5-Rsa-Fra-2-1.png"><img class="size-full wp-image-3583 " title="A5 Rsa-Fra 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A5-Rsa-Fra-2-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Südafrika - Frankreich 2:1</p></div>
<p>Bunt durchgewürfelt &#8211; so präsentierten beide Teamchefs ihre Mannschaften. Die Franzosen spielen nach den diversen Eklats mit Squillaci (statt Abidal), Clichy (statt Evra), Alou Diarra (statt Toulalan), Gourcuff (statt Malouda), Cissé (statt Anelka) und Gignac (statt Govou) &#8211; unverändert blieb dafür das 4-3-3. Gourcuff, der in der Mittelfeldzentrale für die Kreativität zuständig war, konnte sich allerdings nicht wie gewünscht in Szene setzen, Gignac fühlte sich auf der linken Seite sichtlich nicht wohl. Zudem bekam Gignac von Sagna hinter ihm sehr wenig Unterstützung. Etwas besser lief es auf der linken Seite, wo Clichy den aktiven aber auch eher wirkungslosen Ribéry etwas besser unter die Arme greigen konnte. Wirklich gefährlich nach vorne zum bulligen Cissé brachte aber keiner etwas &#8211; seine beste Szene hatte er, als er einen Konter über die rechte Seite praktisch alleine vortrug. War sicher auch nicht im Sinne des Erfinders, Konterstürmer ist Cissé nun wirklich keiner. Nach einer Stunde kam dann der spielstärkere Henry für den Panathinaikos-Legionär.</p>
<p>Parreira brachte nicht nur vier neue Spieler (Ngcongca links hinten für Gaxa, Khubani für Letsholonyane sowie Sibaya für Dikgacoi im defensiven Mittelfeld, dazu Parker als hängende Spitze für den Mittelfeld-Mann Modise), sondern eben mit dem 4-4-2 auch ein neues System. Pienaar kam vermehrt über die rechte Seite, hatte aber wie Tshabalala auf der anderen einige Freiheiten, zudem hatten die beiden mit der zweiten Spitze vorne nun mehr Anspielstationen. Die beiden zentralen Defensiven hatten Gourcuff gut im Griff, Diarra und (der heute extrem schwache) Diaby waren defensiv gebunden.</p>
<p>Die Südafrikaner standen einigermaßen hoch und störten den französischen Spielaufbau früh (was ihnne die Franzosen aber nicht allzu schwer machten) und gingen dann auch in Führung &#8211; nach einem Eckball, den Torhüter Lloris falsch einschätzte und bei dem Diaby gegen Torschützen Khumalo nicht gut aussah. Die Gastgeber hatten damit sichtlich an Selbstvertrauen getankt, und der Ausschluss von Gourcuff (nach einem frontalen Ellbogencheck im Luftkampf) schien die Franzosen endgültig zu erlegen. Es dauerte nämlich ewig, ehe Ribéry und Gignac reagierten und sich ins Mittelfeld zurück rückten. So spielten die Bleus minutenlang mit einem 4-2-3, und die Südafrikaner nützten die Räume im Mittelfeld weidlich aus. Das 2:0, erneut sah Diaby nicht gut aus, war die logische Folge.</p>
<p>In der Pause brachte Domenech dann Malouda für den auf der rechten Seite nicht besonders effektiven Gignac, mit der Folge, dass sich Malouda und Ribéry auf links gegenseitig den Platz wegnahmen (weil keiner der beiden in der Mitte spielen möchte), rechts dafür vor Sagna de facto gar keiner mehr war. Die Südafrikaner machten weiterhin mächtig Druck, vor allem die linke Seite über den starken Außenverteidiger Masilela machte viel Druck gegen den alleine gelassenen Sagna, dazu hätte alleine Mphela zwei Treffer machen <em>müssen</em>. Bis auf Clichy, Ribéry und dem vorne fleißigen, aber ziemlich in der Luft hängenden Henry machte bei den Franzosen nun keiner den Eindruck mehr, sich wirklich gegen die Niederlage stemmen zu wollen. So überrascht es nicht, dass ausgerechnet Ribéry es war, der die sich aufgrund der nun natürlich stürmischen Südafrikaner bietenden Räume nützte und Malouda das Anschlusstor auflegte.</p>
<p>Was den Südafrikanern sichtlich so ein wenig den Schwung nahm &#8211; damit war klar, dass es nicht für das Achtelfinale reichen würde. Der allerletzte Zug zum Tor, wie er über lange Zeit zuvor erkannbar war, erlahmte merklich. Und als Domenech dann noch Govou für die rechte Seite einwechselt hatte (Malouda hatte sich indes mit der Tolle im Zentrum abgefunden), brachte das endgültig Beruhigung für das französische Spiel. Den Südafrikanern fehlte nun die Kraft und auch der letzte Nachdruck, auf weitere Tore zu gehen &#8211; wozu auch.</p>
<p>Fazit: Die Südafrikaner zeigten noch, dass im Team durchaus Qualität steckt, gewinnen absolut verdient und gehen erhobenen Hauptes. Die Franzosen ließen sich eine Stunde von den Gastgebern überrollen und verlieren daher auch folgerichtig. Viele Lichtblicke außer Ribéry gibt&#8217;s bei den Franzosen nicht.</p>
<p>————————</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Mexiko &#8211; Uruguay 0:1 (0:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3584" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A6-Uru-Mex-1-0.png"><img class="size-full wp-image-3584 " title="A6 Uru-Mex 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A6-Uru-Mex-1-0.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Mexiko 1:0</p></div>
<p>Gegen die Franzosen war es auf Seiten der Mexikaner vor allem Linksverteidiger Salcído, der über seine Seite das grandiose Spiel der Tri aufzog. Urguays Teamchef Óscar Tabárez hat das natürlich gesehen und versuchte, dessen Offensivdrang zu nehmen. Es oblang in erster Linie Diego Pérez, die Wege von Salcído zu stören, unterstützt von Maxi Pereira, und es gelang: Zwar war Salcído viel am Ball, viel Zielbringendes nach vorne bracht der Eindhoven-Legionär aber nicht zu Stande. Kein Wunder, dass die beste Chance der Mexikaner ein Gewaltschuss aus dreißig Metern war.</p>
<p>Aber auch die anderen Mexikaner brachten wenig zu Stande. Stoßstürmer Cuauhtémoc Blanco, statt des verletzten Vela als Außenangreifer aufgeboten, war auf rechts ein kompletter Flop. Zum einen fehlte es ihm an der Geschwindigkeit, zum anderen and er Hilfe des recht defensiv denkenden Außenverteigers Osorio. So hing Blanco rechts draußen komplett in der Luft; sodass er mit Fortdauer der ersten Hälfte immer weiter zum wesentlich agileren Guille Franco in die Mitte zog. Franco konnte sich damit etwas mehr ins Mittelfeld fallen lassen, um seine dort festhängenden Kameraden zu unterstützen.</p>
<p>Das Mittelfeld der Urus presste nämlich vor allem zu Beginn der Partie schon auf Höhe der Mittllinie konsequent, störten den Spielaufbau von Márquez und Torrado im Zentrum komplett, und stießen vor allem über Álvaro Pereira, der in Blanco defensiv keine relevanten Gegenspieler hatte und weil Osorio sich sehr zurückhielt, über ihre linke Seite nach vorne. Die Mexikaner verlegten sich gewzungenermaßen immer mehr auf lange Bälle, womit der schmächtige Giovani gegen die Schränke in der Uru-Defensive komplett aus dem Spiel war.</p>
<p>Durch den kaum gebremsten Offensivdrang von Álvaro Pereira konnt sich Suárez ziemlich ins Zentrum orientieren, war Forlán erlaubte, hinter den Spitzen mit seiner extremen Laufstärke als Spielmacher das Spiel aufzuziehen. Durch das gute Ausnützen der strategischen Überlegenheit ging die 1:0-Pausenführung der Südamerikaner absolut in Ordnung. Mexikos Teamchef Aguirre reagierte auf die Unterlegenheit seines Teams und den Spielstand im Parallelspiel (in dem Südafrika 2:0 führte) und brachte mit Barrera einen offensiveren Spiele auf die linke Seite statt Guardado, um Salcído besser zu unterstützen.</p>
<p>Weil sich aber Pérez äußerst kosequent um den neuen Mann kümmerte, verpuffte diese Maßnahme komplett, und am Spiel änderte sich gar nichts. Weswegen Aguirre nach etwa einer Stunde seine Formation komplett umdrehte: Er ließ die Viererkette auf und stellte auf 3-4-3 um: Castro kam für Innenverteidiger Moreno ins linke Halbfeld, der Sechser Márquez rückte in die zentrale Verteidigung zurück, Salcído ging ins linke Mittelfeld, Barrera wechselte auf die rechte Außenbahn, wo er Giovani unterstützen sollte. Zudem kam mit dem quirligen Hernández ein Mittelstürmer für den verschenkten Blanco, Franco war nun Rechtsaußen &#8211; ein radikaler Umbau gegen die immer noch extrem hoch verteidigenden und vor allem die Zentrale komplett zustellenden Uruguayer, um das Spiel wieder mehr in die Breite zu ziehen.</p>
<p>Und prompt rissen Barrera und Giovani die Seite von Uru-LV Fucile komplett auf, weil sich dieser nun ohne viel Unterstützung gleich zwei schnellen Leuten gegenüber sah &#8211; und sich logischerweise auch sofort Gelb abholte. Die Mexikaner hatten nun &#8211; natürlich auch, weil die Uruguayer ob der für sie komfortablen Gruppensiutation etwas zurückfallen ließen &#8211; ihre beste Phase im gesamten Spiel. Und wäre es notwendig gewesen, der Ausgleich wäre nur noch eine Frage der Zeit gewesen, hätte nicht das französische Anschlusstor im Parallelspiel das bis dahin hochinteressante Spiel zerstört, weil somit die Luft komplett raus war und sich beide Teams mit dem Resultat arrangierten.</p>
<p>Fazit: Uruguay  schaffte es eine Stunde lang hervorragend, die Mexikaner in Schach zu halten und darf sich daher über den Sieg freuen. Die Frage, ob die Tri noch den Ausgleich geschafft hätte, wenn sie es in der letzten Viertelstunde noch nötig gewesen, ist müßig &#8211; es hätte keinen Unterschied mehr gemacht.</p>
<p>————————</p>
<p><strong>Das war die Gruppe A: </strong>Der Gastgeber <em><strong><span style="color: #ff9900;">Südafrika</span></strong></em> versuchte es vor allem mit Schwung und Heimvorteil, die mangelnde sportliche Klasse auszugleichen. Weil das aber nur in drei Halbzeiten (die 2. gegen Mexiko und beide gegen Frankreich) funktionierte, reichte es schon zu Recht nicht für das Achtelfinale, aber schämen muss sich die Bafana Bafana sicher nicht. Die katastrophale Bild, welches die <strong><em><span style="color: #0000ff;">Franzosen</span></em></strong> abgaben, mag man als gerechte Strafe für die umstrittene Qualifikation sehen. In der Mannschaft stimmte gar nichts, es war ein wildes Jeder gegen Jeden &#8211; und im Grunde war es nur Franck Ribéry, der im ganzen Tohuwabohu Verantwortung übernahm. Es wäre keine Überraschung, sollte Laurent Blanc ihn zum Kapitän machen.</p>
<p>Dass es die beiden lateinamerikanischen Teams sind, die weiterkommen, geht absolut in Ordnung. Gruppensieger <span style="color: #3366ff;"><em><strong>Uruguay </strong></em></span>zeigte sich hinten extrem sicher, die Qualität im Angriff war eh keine Überraschung. Zudem verstanden sie es, die in der ersten Hälfte gegen Südafrika und im Spiel gegen Frankreich so großartige Mannschaft aus <em><strong><span style="color: #008000;">Mexiko</span></strong></em> hervorragend in Schach zu halten. Die Tri ist eine Mannschaft mit der richtigen Mischung, die hervorragenden Fußball zeigen kann und, das hat vor allem das Spiel gegen Uruguay gezeigt, mitten unter dem Spiel das komplette System über den Haufen werfen kann und damit alles besser wird.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2315&amp;md5=8af2c689b9b81fc2fab3382c39ddfcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Day 10 &#8211; Diese Franzosen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 13:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 10 &#124; Die französische Mannschaft zerfällt, ein französischer Schiri lässt beim 1:3 der Ivorer gegen Brasilien diverse Attentate durchgehen. Außerdem: Paraguay (2:0 gegen die Slowakei) hat gegenüber Italien (nur 1:1 gegen Neuseeland) schon eine Hand am Gruppensieg! Einschub: Die französische Mannschaft hat Raymond Domenech das Training verweigert, aus Solidarität zu Nicolas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #993300;">Südafrika 2010 –</span><span style="color: #ff6600;"> Tag 10</span> | <em><strong>Die französische Mannschaft zerfällt, ein französischer Schiri lässt beim 1:3 der Ivorer gegen Brasilien diverse Attentate durchgehen. Außerdem: Paraguay (2:0 gegen die Slowakei) hat gegenüber Italien (nur 1:1 gegen Neuseeland) schon eine Hand am Gruppensieg!<span id="more-2294"></span></strong></em></em></strong></p>
<p>Einschub: Die französische Mannschaft hat Raymond Domenech das Training verweigert, aus Solidarität zu Nicolas Anelka. Der Stürmer war aus dem Kader geflogen, weil er den Teamchef in der Halbzeit des Spiels gegen Mexiko übel beschimpft haben soll. Außerdem gab es mächtig Krach zwischen Kapitän Patrice Evra und dem Konditionstrainer; der französische Delegationsleiter quittierte seinen Dienst. Das kann als der ultimative Beweis gelten, dass Domenech in der Mannschaft nicht den geringsten Rückhalt hat und sich nach seinem Ende als Teamchef fraglos schwer tun wird, noch irgendwo einen Job zu bekommen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Slowakei &#8211; Paraguay 0:2 (0:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F3-Svk-Par-0-2.png"><img class="size-full wp-image-3574 " title="F3 Svk-Par 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F3-Svk-Par-0-2.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Slowakei - Paraguay 0:2</p></div>
<p>Die Vorsicht vom 1:1 gegen Italien hat Paraguay-Teamchef Gerardo Martino abgelegt: Er stellte auf ein 4-3-3 um; mit Valdez, Barrios und Santa Cruz als Dreier-Angriff. Das Trio agierte da vorne äußerst variabel, rochierte viel und stellte so die slowakische Defensive vor einige Probleme. Škrtel hatte alle Mühe, seine Abwehr zumindest halbwegs zu dirigieren, was allerdings kaum gelang, weil er mich sich selbst genug zu tun hatte.</p>
<p>Die Slowaken spielten mit einem nominellen 4-1-4-1, sie kamen aber nie auch nur annähernd dazu, das auszuspielen. Innenverteidiger Ďurica wurde auf die linke Seite gestellt. Das hatte den Effekt, dass die Paraguayer über diese Seite nicht ganz so gefährlich wurden, nach vorne brachte Ďurica aber exakt Null. Zudem hat er beim Gegentor fürchterlich gepennt und es so nicht mehr verhindern können. Vor ihm war in der offensiveren Viererkette mit Robert Vittek ein nomineller Stürmer aufgestellt, der gegen Bonet allerdings keinen Stich machte. Šesták hing in der Spitze völlig in der Luft, der gegen die Neuseeländer noch so starke Weiss junior fand überhaupt nicht statt und an Hamšík, der das Spiel aus dem zentralen Mittelfeld lenken sollte, lief die Partie komplett vorbei. Zudem zeigte Jan Kozák, der Hamšík zur Seite gestellt wurde, eine erschreckende Leistung.</p>
<p>Ganz anders die Paraguayer: Morel auf der linken Seite hatte alle Freiheiten, weil Weiss ihn defensiv nicht aufhalten konnte oder gleich ganz auf die andere Flanke auswich (und der dann auf der Position spielente Vittek erst recht nichts ausrichten konnte), Riveros im linken und Vera im rechten Halbfeld zeigten sich sehr aktiv. Vor allem aber störten die Paraguayer die gegnerischen Versuche, das eigene Spiel zu etablieren, konsequent extrem früh und zogen so den Slowaken, die zu Beginn mit Härte dagegen zu halten versuchten, dies aber nach etwa einer Viertelstunde mangels Wirkung eingestellt haben, den Zahn.</p>
<p>Nach der Pause verlegte sich das Team aus Paraguay darauf, die Slowaken in Schach zu halten, wenn möglich etwas herauszulocken und dann (vor allem über den bärenstarken Vera) den schnellen Gegenstoß zu suchen. Die Slowaken steigerten sich aber nicht grundsätzlich; kamen zwar zu etwas mehr Ballbesitz, konnten aber nichts wirklich Nennenswerten dabei herausschlagen. Zudem wartete Weiss senior an der Seitenlinie ab, und wartete und wartete, obwohl er sah, dass seiner Mannschaft kreativ nichts gelang. Dafür kam bei Paraguay Mittelfeldspieler Aureliano Torres für den fleißigen Stürmer Valdez, um im Mittelfeld das Spiel besser zu kontrollieren.</p>
<p>Bei den Slowaken kam indes Hološko für Šesták und gesellte sich zu Vittek in die Spitze, was aber nichts brachte, weil das slowakische Mittelfeld überhaupt nichts zu Stande brachte. Erst in der 83. Minute brachte Weiss senior Flügelmann Stoch für den (oft überforderten) Innenverteidiger Saláta, da aber unmittelbar darauf das 0:2 fiel (bei dem die slowakische Abwehr wieder in Ehrfurcht erstarrt war), blieb auch diese Maßnahme wirklungslos.</p>
<p>Fazit: Paraguay agierte absolut souverän und war zu jedem Zeitpunkt Herr der Lage, daher geht der Sieg absolut in Ordnung. Den Slowaken fehlte es schlicht und einfach an der Klasse und der internationalen Erfahrung, die Südamerikaner ernsthaft zu gefährden.</p>
<p>—————————–</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Italien &#8211; Neuseeland 1:1 (1:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F4-Ita-Nzl-1-1.png"><img class="size-full wp-image-3575 " title="F4 Ita-Nzl 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/F4-Ita-Nzl-1-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Italien - Neuseeland 1:1</p></div>
<p>Die Neuseeländer veränderten gegenüber ihrem Punktgewinn im Slowakei-Spiel nichts &#8211; warum auch. Marcello Lippi hingegen stellte auf ein 4-4-2 um, wie es in der zweiten Hälfte gegen Paraguay recht ordentlich funktioniert hatte. Allerdings nicht mit Camoranesi auf der linken Seite (mehr Luft als für eine Halbzeit har er nicht), sondern mit Marchisio. Der sich dort draußen allerdings sichtlich nicht wohl fühlte und wirkungslos blieb.</p>
<p>Auch nach dem frühen Führungstor für Neuseeland (auch wenn&#8217;s wohl Abseits war, schaut der stolpernde Cannavaro da nicht gut aus) änderte sich daran nichts &#8211; die Italiener waren es, die das Spiel gestalten mussten. Und das klappte überhaupt nicht, weil keiner da war, der es an sich reißen hätte können. De Rossi und Montolivo, die beiden Sechser, hatten zwar viel Ballbesitz, Zielstrebiges nach vorne fiel ihnen aber absolut nicht ein &#8211; auch natürlich, weil Gilardino und Iaquinta sich in der Mitte auf den Füßen standen, aber keiner den freien Weg über die Flanken suchte. Criscito war der Alleinunterhalter auf der linken Seite, weil Marchisio eben komplett blass blieb. Alleine die rechte Seite mit dem äußerst fleißigen Zambrotta zeigte so ein wenig, wie es gehen könnte.</p>
<p>Was beim Titelverteidiger aber komplett fehlte, waren echte Vorstöße bis zur Grundlinie, um dann auf die kopfballstarken Gilardino und Iaquinta zu flanken. So etwas kam gar nicht &#8211; und mit den langen Bällen aus der Tiefe hatte die neuseeländische Defensive keine Probleme. So war es schon ein wenig ein Geschenk von Tommy Smith, dass er mit seinem Trikotziehen den Elfmeter zum Ausgleich ermöglichte. Der war natürlich nicht unverdient, schließlich taten die Neuseeländer nach vorne nichts mehr, aber wirklich zwingend war er nicht.</p>
<p>In der Halbzeit stellte Lippi dann auch ein 4-2-3-1 um, indem er Di Natale (für Gilardino) brachte und auf die linke Seite stellte; dazu ersetzte Camoranesi (nun im Zentrum) den wirkungslosen Pepe. Die Formation war nun anders, das Spiel war gleich: Wenig Ideen von De Rossi und Montolivo, viel durch die Mitte, selbst die Außen zog es immer wieder ohne Not in die Zentrale &#8211; obwohl die Neuseeländer die Flanken nicht gerade konsequent zustellten.</p>
<p>Nach einer Stunde reagierte Lippi erneut auf das sich nicht bessernde Spiel und brachte mit Pazzini wieder eine zweite Spitze für den komplett überforderten Marchisio ging wieder auf ein 4-4-2 zurück. Pazzini und Iaquinta ließen sich nun aber beide vermhert zurückfallen und warteten auf steile Anspiele in die Spitze. Einige wenige kamen auch, die Neuseeländer hatten aber wenig Mühe, diese zu verteidigen. Und als die Kiwis merkten, dass den Italienern so überhaupt nichts einfällt &#8211; die beiden besten Chancen waren 25m-Schüsse von Montolivo &#8211; wurden sie gegen Ende sogar noch frech und drückten mit Jungspund Wood sogar noch in einigen Situationen auf das Siegtor.</p>
<p>Fazit: Die Italiener schicken sich an, den Engländern ernsthafte Konkurrenz zu machen. Kein Tempo, keine Ideen, keine Kreativität, überschaubare Torgefahr. Mehr als der eine Punkt wäre absolut nicht zu rechtfertigen gewesen. Die All Whites dafür setzen ihre Party fort und werden mit einem verdienten 1:1 für eine engagierte Leistung belohnt.</p>
<p>————————</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Brasilien &#8211; Côte d&#8217;Ivoire 3:1 (1:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/G3-Bra-Civ-3-1.png"><img class="size-full wp-image-3576 " title="G3 Bra-Civ 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/G3-Bra-Civ-3-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Brasilien - Côte d&#39;Ivoire 3:1</p></div>
<p>Ein bissi unterkühlt war&#8217;s schon, was die beiden Mannschaften da zeigten. Beide darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, beide darauf bedacht, nur dann den Weg nach vorne zu suchen, wenn&#8217;s auch ohne Gefahr möglich ist. Weil die Ivorer (mit Drogba als Solo-Stürmer, die Außen Dinane und Kalou rückten zurück in ein 4-1-4-1) aber wesentlich höher verteidigten und auch selbst den Ballbesitz suchten, war es bei den Brasilianern nicht mit dem Gegner zurechtlegen und schauen, wo denn die Schwächen sind, wie das im Spiel gegen Nordkorea noch der Fall war.</p>
<p>Im Gegenteil sahen sie sich einer wie schon gegen Portugal defensiv extrem diszipliniert agierenden Mittelfeldreihe gegenüber, die das Spiel durch die Mitte von Kaká sehr gut unterbinden konnte, Luís Fabiano vorne gut abschirmte und die Brasilianer nicht zur Entfatung kommen ließ. Andererseits war der sichtlich nicht fitte Drogba gegen Lúcio UND Juan natürlich völlig aus dem Spiel (sky-Kommentator Reif nannte es durchaus treffend &#8220;Geiselhaft&#8221;). Somit fehlten Demel und Dindane (rechts), sowie Tiené und Kalou (links) vorne die Anspielstadion, die ein wesentlich aktiverer und vor allem fitten Gervinho zweifellos eher gewesen wäre. Das Resultat: Rasenschach. Die erste Hälfte plätscherte ereignisarm vor sich hin.</p>
<p>Die Brasilianer werden aber sicher gewusst haben, dass sich das Spiel so darstellen wird. Darum wurde eben nicht der Schwachpunkt mit Geduld gesucht, sondern gleich beim ersten Mal beinhart ausgenützt. Dann gab&#8217;s bei Kolo Touré und Zokora doch mal eine Unzulänglichkeit gegen Kaká, Luís Fabinao stand plötzlich frei und mit seinem gefühlt ersten Ballkontakt nach fast anderthalb Spielen hämmerte er den Ball sofort zum 1:0 ins Netz. Ein Rückstand, der den Ivorern sichtlich einiges von ihrer anfänglichen Sicherheit nahm, aber weil Kaká weiterhin steraunlich schlechte Pässe schlug und die Flanken weiterhin gut zugemacht wurden, passierte auch bis zur Pause nichts mehr.</p>
<p>Auch die zweite Hälfte schickte sich an, ähnlich zu beginnen, eher Luís Fabiano zu seiner bemerktenswerten Solo-Aktion anlegte, drei Ivorer (Kolo Touré, Zokora und Tiené) versetzte und zum 2:0 abdrückte. Ja, der Oberarm/Schulter war dabei, aber wenn&#8217;s der Referee nicht pfeift, dann zählt&#8217;s halt. Die Brasilianer wurde darauf etwas sorglos, Bastos ließ für einmal seine Flanke offen, woraufhin Dindane zum ersten Mal im ganzen Spiel Drogba per Flanke einsetzen konnte. Gegen eine dermaßen sichere und effiziente brasilianische Mannschaft müsste so eine Chance aber auch verwertet werden.</p>
<p>So hatte das 0:2 aber nicht den Effekt, dass die Ivorer nun erst recht versuchten, aufzuholen, war ihr Spiel gebrochen. Das 3:0 (nach dem erst zweiten wirklich guten Pass von Kaká) durch Elano, unter gütiger Mithilfe des halb entschlummerten Tiené, war die Folge. Die Einwechslung von Gervinho für Dindane verpuffte angesichte der zerfallenden Mannschaft komplett. Denn leider kämpften die Ivorer nun nicht mehr um Bälle und Tore, sondern nur noch gegen die Beine der Gegenspieler. Leider war der französische Schiedsrichter mit der Leitung der nun extrem rabiaten Partie heillos überfordert. Tioté und der (für Kalou gekommene)  Keita hätten zwigend für ihre Attentate vom Platz gemusst, außerdem hätte Kaká, wenn es als Tätlichkeit bewertet wird, glatt mit Rot fliegen, und nicht mit Gelb-Rot. Wer mich kennt weiß, dass ich Kritik am Schiedsrichter im Normalfall grundsätzlich so weit wie möglich ablehne, aber Lannoy wusste ganz deutlich nicht, was er da tat.</p>
<p>Es brauchte einen 80m-Solosprint von Gervinho, um die Ivorer zumindest kurz wieder aus ihrem Sittenverfall zu reißen, aus dieser Aktion fiel auch das Anschlusstor, weil Juan das Abseits aufhob und Drogba alleine vor dem Tor keine Mühe hatte. Viele Sympathien hat sich das Team mit diesem Auftritt leider nicht gemacht.</p>
<p>Fazit: Die Brasilianer nützten die wenigen Fehler der Ivorer in der ersten Stunde eiskalt und gewinnen als effizientere Mannschaft verdient. Nach der Art und Weise, wie sie von den entnervten Ivorern behandelt wurde, steht nun zu vermuten, dass sie gegen Portugal nicht mit allerletztem Ernst zu Sache gehen &#8211; um die Ivorer für ihre Schweinereien im Nachhinein noch zu strafen. Und Lannoy? Der wird wohl im selben Flieger gen Heimat sitzen wie die Mannschaft aus seinem Land&#8230;</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Day 7 &#8211; Hollywood</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 00:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
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		<description><![CDATA[Südafrika 2010 – Tag 7 &#124; Argentinien dreht Südkorea einmal auf links. Die Mexikaner führen die Franzosen vor, indem sie ihnen zeigen, wie variables Offensivspiel geht. Und, eigentlich unglaublich: Griechenland spielt mit zehn Nigerianern Hollywood und erdrückt diese in offensivem Dauerdruck! Argentinien &#8211; Südkorea 4:1 (2:1) Maradona veränderte sein Team gegenüber dem 1:0 über Nigeria [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><span style="color: #ff6600;">Südafrika 2010 –</span> <span style="color: #993300;">Tag 7</span> | Argentinien dreht Südkorea einmal auf links. Die Mexikaner führen die Franzosen vor, indem sie ihnen zeigen, wie variables Offensivspiel geht. Und, eigentlich unglaublich: Griechenland spielt mit zehn Nigerianern Hollywood und erdrückt diese in offensivem Dauerdruck!<span id="more-2264"></span><br />
</em></strong></p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Argentinien &#8211; Südkorea 4:1 (2:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3562" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/B4-Arg-Kor-4-1.png"><img class="size-full wp-image-3562 " title="B4 Arg-Kor 4-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/B4-Arg-Kor-4-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Argentinien - Südkorea 4:1</p></div>
<p>Maradona veränderte sein Team gegenüber dem 1:0 über Nigeria nur geringfügig &#8211; Maxi Rodríguez kam für den angeschlagenen Verón in die Mannschaft. Nicht verändert hat sich aber die windschiefe Formation: Jonás Gutiérrez war wieder der Alleinunterhalter auf der rechten Seite, was ihm diesmal aber wesentlich weniger gelang als gegen Nigeria &#8211; weil er auch sehr wenig Unterstützung hatte, denn Tévez spielte diesmal vermehrt über die linke Seite.</p>
<p>So war das argentinische Spiel ganz extrem linkslastig: Mit einem deutlich verbesserten Di María, der ja nun mit Tévez einen Mitspieler auf seiner Seite vor sich hatte, dazu Messi noch einen zweiten Aufbauspieler, der viel über diese Seite kam, plus Higuaín, der als Sturmspitze im Zentrum wartete. Auf der anderen Seite aber: Nichts. Nur Jonás Gutiérrez, der ein armer Hund war; zwar oft den Ball hatte, aber wenig damit anfangen konnte. Kein Wunder also, dass kein einziges der vier Tore mit seiner Seiter auch nur das geringste zu tun hatte.</p>
<p>Umso erstaunlicher aber, dass es die Südkoreaner diesmal nie vermochten, dieses Manko auch nur im Ansatz auszunützen. Zumal Park Ji-Sung diesmal nicht direkt in der Mittelfeld-Zentrale spielte, sondern in einem 4-4-1-1 vorgerrückt hinter Park Chu-Yong aufgestellt war. Was negative Folgen hatte: Messi konnte sich problemlos bis auf die Sechserposition zurückfallen lassen, sich dort die Bälle holen, und mit schnellen Solo-Läufen oder via Doppelpass mit Mascherano und/oder Maxi Rodríguez den flinken Weg nach vorne suchen konnte. Die koranische Defensivabteiltung stand diesen Aktionen oft eher hilflos gegenüber. Dass Demichelis mit seinem peinlichen Leichtsinnsfehler das Gegentor verschuldete, sorgte dafür, dass die Argentinier in der zweiten Hälfte noch wach bleiben musste. Was der verletzungsbedingte Ausfall von Samuel bedeuten könnte, wurde nicht klar, zu harmlos waren die Koreaner.</p>
<p>Zudem nützten die robuten Argentinier ihre physische Überlegenheit bei Standardsituationen und profitierten auch von Unzulänglichkeiten der Südkoreaner im Stellungsspiel. Das Eigentor zum 0:1 mag noch Pech gewesen sein, das Abwehrverhalten beim 0:2 war aber schon sehr mangelhaft. Enttäuschend war die Leistung der Koreaner als Ganzes, auch nachdem Teamchef Huh in der Pause den jungen Ki rausnahm und dafür den routinierteren Kim Nam-Il brachte. Damit brachte er zwar etwas Beruhigung ins defensive Mittelfeld, beraubte sich aber der Optionen nach vorne, weil der 33-Jährige im Spielaufbau nicht den Schwung des 21-jährigen Ki mitbringt.</p>
<p>Eine Viertelstunde vor Schluss reagierte die argentinische Bank auf die zunehmende Wirkungslosigkeit von Tévez auf der linken Seite und brachte Kun Agüero &#8211; eine Maßnahme, die sich sofort bezahlt machte. Agüero unterstützte Messi in der Zentrale und zog die beiden Bilderbuch-Konter mit seinem jungen Kollegen gemeinsam auf und ermöglichte Hugaín seinen Hattrick &#8211; worauf sich dieser zehn Minuten vor dem Schluss seinen Abgangsapplaus abholen durfte.</p>
<p>Fazit: Die Argentinier gewinnen vierdient, weil sie die Schwächen der Koreaner ausnützten und offensiv einfach deutlich mehr Power hatten, zwei Standards und zwei wunderschöne Konter abschlossen. Interessant wird, wie das Spiel ohne den gelbgesperrten Jonás Gutiérrez aussehen wird &#8211; der mutmaßliche Back-up Otamendi kann das in dieser Form nicht spielen. Die Koreaner brauchen nun ein Erfolgserlebnis gegen Nigeria, das sollte aber trotz der hohen Niederlage möglich sein &#8211; vor allem nachdem die Nigerianer gegen die Griechen genau gar nichts zeigen konnten.</p>
<p>—————————–</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Griechenland &#8211; Nigeria 2:1 (1:1)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3563" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/B3-Gre-Ngr-2-1.png"><img class="size-full wp-image-3563 " title="B3 Gre-Ngr 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/B3-Gre-Ngr-2-1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Griechenland - Nigeria 2:1</p></div>
<p>Wer hätte das gedacht? Maurermeister Otto Rehhagel entdeckt auf seine alten Tage sogar noch den Offensiv-Fußball! Auch, wenn&#8217;s einen Anlass wie den saublöden Ausschluss des Nigerianers Sani Kaita brauchte. Denn Rehhagel ließ mit einem immer noch eher vorsichtigen 3-5-2 beginnen, mit drei echten Innenverteidigern (Kyrgiakos, Papadopoulos und Papastathopoulos), dazu gelernte Außenverteitiger im Mittelfeld (Vyntra rechts und Torosidis links), einem klassischen Sechser (Tziolis), zwei potentiellen Spielgestaltern im Halbfeld (Karagounis und Katsouranis), einem offensiven Freigeist (Salpingidis) und einer statischen Sturmspitze (Gekas). Das Mittelfeld versuchte, den Nigerianern mittels Pressing die Zeit für den Spielaufbau zu nehmen, was ganz gut gelang. Selbst wurden die Griechen aber auch nicht torgefährlich.</p>
<p>Die Nigerianer wurden von Lars Lagerbäck diesmal mit einem 4-4-1-1 auf den Platz geschickt, vorne mit Centerstürmer Aiyegbeni und mit Odemwingie als hängende Spitze; Kalu Uche rutsche im linken Mittelfeld für Obasi in die Mannschaft. Schon früh auffällig: Die Außenverteidiger Taiwo und Odiah rückten extrem weit in die Zentrale, wodurch sie den Griechen außen viel Platz gaben, den diese aber nicht nützen konnten. Da weder die Nigerianer ein Mittel gegen das griechische Pressing fanden, noch die Griechen gegen die bullige Abwehr, die in der Zentrale Gekas zu viert zustellte, verlief das Spiel eine halbe Stunde lang ziemlich dröge, von Nigerias Freistoß-Zufallstor zum 1:0 aus heiterem Himmel (wieder war es Vyntra, der mit einem individuellen Fehler diesen verursachte &#8211; er verschuldete schon gegen Südkorea ein Gegentor) einmal abgesehen. Als aber in der 33. Minute mit Sani Kaita der rechte Mittelfeld-Mann der Nigerianer zu Recht ausgeschlossen wurde, setzte Rehhagel alles auf eine Karte.</p>
<p>Er brachte sofort mit Samaras einen schnellen, kopfballstarken Stürmer für Papastathopoulos aus der Dreier-Abwehrkette und stellte nominell auf ein 4-3-3 um, dass sich in der Praxis aber eher als 2-5-3 darstellte. Heißt: Nur noch zwei Verteidiger hinten, das Fünfer-Mittelfeld wie gehabt, und vorne Samaras als ständiger Unruheherd zu Salpingidis und Gekas dazu. Zudem blühte der zuvor unsichtbar Katsouranis auf, Karagounis fing das Spiel nun auch tatsächlich zu lenken an. Die Folge: Die nigerianische Defensive, welche die Flanken immer noch bereitwillig herschenkte, sah mit sich einem Dauerdruck wütend anrennender Griechen konfrontiert, den man in dieser Form noch nie gesehen hat. Dass die Hellenen noch vor der Pause den Ausgleich erzwingen konnten, war wichtig und da schon überfällig.</p>
<p>Lagerbäck reagierte in der Pause und brachte für Odemwinige nun Obasi, der das durch den Ausschluss entstandene Loch rechts stopfen und Konter einleiten sollte. Das funktionierte einmal ganz gut, nur scheiterte er am starken griechischen Schlussmann Tzorvas. Auf der anderen Seite war es der überragende Torhüter Enyeama, der mit sehenswerten Paraden das 1:1 für die nun im Grunde hoffnungslos unterlegenen Afrikaner rettete. Dass ein klarer Fehler von ihm &#8211; er ließ einen Schuss prallen, Torosidis staubte ab &#8211; zum 1:2 führte, ist bitter für ihn, aber ohne seine Glanzleistungen zuvor wäre dieses hochverdiente Tor schon viel früher gefallen.</p>
<p>Fazit: Unglaublich, aber wahr &#8211; Die Griechen überzeugten mit druckvollem Power-Offensivfußball gegen, zugegeben, numerisch unterlegene Nigerianer. Das Pech der Griechen: Nun wartet Argentinien. Die Nigerianer fanden schon mit elf Spielern offensiv nicht statt und hatten über das Spiel gesehen nicht den Funken einer Chance. Ohne klare Leistungssteigerung werden die Super Eagles auch gegen Südkorea keine haben.</p>
<p>————————</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Frankreich &#8211; Mexiko 0:2 (0:0)</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3564" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-2.png"><img class="size-full wp-image-3564 " title="A4 Fra-Mex 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-2.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Mexiko 0:2</p></div>
<p>Die Zeit war für Frankreichs Teamchef Domenech nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Uruguay gekommen, etwas umzustellen. Und er tat es: Der enttäuschende Gourcuff raus, Ribéry nominell von links in die Mitte, dafür Malouda neu ins Team nach links. So sah es auf dem Papier aus, aber die vier offensiven Kräfte der Franzosen &#8211; eben Malouda und Ribéry, dazu Govou rechts und Anelka in der Spitze &#8211; rochierten sehr viel. Vor allem Ribéry tauchte eigentlich überall auf, aber auch Anelka ging mitunter auf links, dafür Govou in die Mitte und Malouda blieb etwas zurück. Das sah alles ganz gefällig (wenn auch mitunter etwa unkoordiniert) aus, brachte aber nicht den gewünschten Effekt &#8211; sprich, echte Torgefahr.</p>
<p>Diese entwickelten schon viel eher die Mexikaner, obwohl diese ihre Grundausrichtung eher in Abwarten und Gegner kommen lassen bestand. Zu Beginn des Spiels klappte das noch nicht, weil alle Konterbemühungen über den von den Franzosen zugestellten Mittelkreis gingen &#8211; also, entweder von außen in die Zentrale, oder gleich von dort ausgehend. Das besserte sich aber mit Fortdauer der ersten Hälfte, als vor allem Salcído auf links immer öfter unter konsequenter Umgehung der Zentrale den Weg nach vorne suchte (weil er ob des praktisch inexistenten Govou auch jede Menge Zeit dazu hatte), dort unterstützt von den wieselflinken Vela und Giovani.</p>
<p>Dass Aguirre aus seiner mexikanischen Mannschaft im Gegensatz zu Domenech aus der seinen eine in sich funktionierende Mannschaft geformt hat, zeigte sich spätestens nach einer halben Stunde, als der starke Vela mit einer Hamstring-Verletzung ausgetauscht werden musste. Pablo Barrera nahm seinen Platz im Team ohne Reibungsverluste ein; Giovani übernahm halt vorne etwas mehr Verantwortung. So war der 21-Jährige zunächste der klare Boss im mexikanischen Angriff, denn Guille Franco war hauptsächlich mit Wortgefechten mit dem Schiedsrichter zu Gange. Dass Aguierre ihn nicht zur Halbzeit in der Kabine ließ, ist schon ein wenig verwunderlich.</p>
<p>Dafür nahm Domenech den lauffreudigen, aber unglücklichen Anelka raus und brachte für ihn Gignac &#8211; und schwächte so seine Mannschaft vorentscheidend. Denn Gignac stand nur vorne drin und wartete auf Anspeiele (und versiebte die wenigen, die kamen, kläglich). Ribéry ging nun auf links, war dort bei Osorio aber gut aufgehoben, Malouda ging in die Mitte und zeigte, dass er sich dort nicht wohl fühlt. Der wie im ersten Spiel unterirdische Govou durfte noch bis zur 69. Minute weitertraben, ehe er ausgewechselt wurde &#8211; aber nicht für den gedemütigten Henry, sondern für Valbuena. Der genauso wirkunggslos blieb wie Govou.</p>
<p>Denn die französische Mannschaft implodierte nach der Pause regelrecht. Keinerlei Laufbereitschaft war mehr erkennbar, kein Einsatz für den Mitspieler, kein Aufbäumen, nichts. Aguirre erkannte das natürlich und brachte für den defensiven Juárez Stürmer-Jungstar Hernández, weil er sah, dass ein Sieg gegen eine solche französische Mannschaft absolute Pflicht war. Diese Maßnahme fruchtete: Hernández erzielte prompt das 1:0, nachdem die Franzosen vergeblich auf Abseits gespielt hatten. Im Grunde war das Spiel entschieden, da konnte es sich Aguirre sogar leisten, die Immobilie Blanco zu bringen. Er wuchtete seinen massigen Körper noch eine halbe Stunde durch die Gegend und verwertete den Elfmeter zum 2:0, als die Entscheidung im Grunde längst gefallen war.</p>
<p>Denn die Mexikaner spielten nun vollends Hollywood mit Frankreich &#8211; hinten sicherten nur noch Osorio, Moreno und Rodríguez ab, sie standen dabei extrem hoch und hatten gegen die einfallslosen und statischen Franzosen keine Mühe. Davor teilten sich Torrado und Márquez die Spieleröffnung, Salcído rückte von links hinten endgültig ins linke offensive Mittelfeld, rechts übernahm diese Rolle Barrera, der junge Hernández spielte zentral, Giovani überall und Blanco war vorne die Spitze. Und aus dieser Grundformation rochierten die Mexikaner, dass es nur so eine Freude war und sich die Franzosen hinten und vorne nicht mehr auskannten. Das Elferfoul der heillos überforderten Abwehr vor dem 2:0 war die logische Folge.</p>
<p>Fazit: Die Franzosen fingen engagiert an, aber spätestens die Leistung in der zweiten Hälfte ist selbst mit &#8220;Bankrotterklärung&#8221; fast noch zu wohlwollend beschrieben. Die Mexikaner erkannten dies und verarschten das französische Team gegen Ende regelrecht. So sind sie ein Kandidat für das Viertelfinale &#8211; mindestens.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2264&amp;md5=bc3afeed543acd8fa2c1d41c422032e2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rémi Gaillard kapert Lokalfußball</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 11:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Streich]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Da dürften die Spieler von &#8220;Le Crés&#8221; nicht übel gestaunt haben. Bei einem herkömmlichen Spiel nahe Montpellier in einer unteren französischen Liga tauchten plötzlich hunderte Menschen in Fantracht auf und machten den Spielern Feuer unterm Hintern. Die Aktion &#8220;The Stupid Cup&#8221; hat sich Remi Gaillard ausgedacht, ein französischer Internet-Comedian. Wer unter anderem einen dicken Flitzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da dürften die Spieler von &#8220;Le Crés&#8221; nicht übel gestaunt haben. Bei einem herkömmlichen Spiel nahe Montpellier in einer unteren französischen Liga tauchten plötzlich hunderte Menschen in Fantracht auf und machten den Spielern Feuer unterm Hintern. Die Aktion &#8220;The Stupid Cup&#8221; hat sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9mi_Gaillard" target="_blank">Remi Gaillard</a> ausgedacht, ein französischer Internet-Comedian. Wer unter anderem einen dicken Flitzer mit Sombrero nicht verpassen will, sollte sich das folgende Video genau zu Gemüte führen. <span id="more-2161"></span></p>
<p><object width="500" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Rp0ksbz0mtE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Rp0ksbz0mtE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="300"></embed></object></p>
<p><small>(<a href="http://www.whudat.de/?p=9514" target="_blank">via</a>)</small> (tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2161&amp;md5=a783178d8315f887eb5e777e6054ddf2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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